Big Nothing hält den USA einen Big Spiegel vor
Man nehme zwei verträumte Loser, eine abgefahrene Story im Road-Movie-Style, spicke sie voll mit schwarzem Humor und es entsteht: Die Krimi-Komödie Big Nothing.
Der Film spielt in einer Kleinstadt in Oregon und beginnt damit, dass Charlie (David Schwimmer aus „Friends“) seinen Callcenter-Job verliert. Der Job-Verlust bringt Gus (Simon Pegg aus „Shaun of the Dead“), einen Arbeitskollegen von Charlie, auf die verrückte Idee, den örtlichen Pfarrer wegen seiner pornographischen Vorlieben zu erpressen. Charlie stimmt der erpresserischen Idee zu, und der Pfarrer ist bereit zu zahlen. Doch das war`s auch schon mit dem Glück, denn danach läuft alles schief, was schief laufen kann, a la „Murphy`s Law“. Die Amateur-Ganoven werden vom Pech verfolgt. Sie verfangen sich in einem Netz voller Morde, Intrigen sowie korrupter und verlogener Menschen…
Mir hat besonders gut gefallen, dass Big Nothing es bei allem Witz schafft, dem prüden und heuchlerischen Amerika den Spiegel vorzuhalten. Dieser Film nimmt sich gnadenlos die gängigen us-amerikanischen Klischees vor: „Vom Tellerwäscher zum Millionär“, „Amerika- das Land der unbegrenzten Möglichkeiten“, „Die Reinheit der Kirche“ all diese Klischees werden implizit so richtig auf`s Korn genommen. Aber, so humorvoll dieser Film auch ist, gibt es kein Happy End, dafür aber die Erkenntnis, dass sich Träume manchmal, ja manchmal, erfüllen können.
Ein intelligent-komischer Film mit einer guten Dosis Anspruch. Genial.

