Pink Flyd - Oper statt gemeinsamer Tour
PINK FLOYD: OPER STATT GEMEINSAMER TOURAuch wenn ihre Reunion beim Live 8-Festival noch so sehr nach Versöhnung und eitel Sonnenschein aussah, haben Roger Waters, Dave Gilmour, Nick Mason und Rick Wright keinerlei Ambitionen, ihre Zusammenarbeit bei Pink Floyd wieder zu vertiefen. Daran ändert auch ein über 100 Millionen Dollar schweres Angebot für eine US-Tour nichts.
Roger Waters: "Die Chancen, dass wir die Pink Floyd-Reunion weiterentwickeln, sind äußerst gering. Die Live 8-Reunion hätte nicht besser laufen können. Es war fantastisch, ich bin wirklich froh, dass es passiert ist, wir kamen wunderbar miteinander aus und alles war absolut in Ordnung, aber Dave und ich haben schwerwiegende musikalische, philosophische, politische und künstlerische Differenzen. Daher wäre es wohl keine besonders glorreiche Idee, wenn wir wieder zusammen arbeiten würden."
Stattdessen wird Waters im September seine Oper "Ca-Ira" auf die Bühne bringen, an der er die letzten sechzehn Jahre über gearbeitet hat. Das Stück soll im Lauf des Jahres unter der Mitwirkung eines kompletten Symphonieorchesters sowie Erwachsenen- und Kinderchören auch in Rom aufgeführt werden.
Der Komponist selbst rechnet bereits mit wenig euphorischen Reaktionen seitens der Klassikgemeinde. Waters: "Ich fühle mich zurzeit ein bisschen beklommen, weil ich das Gefühl habe, meinen Kopf auf einen Hackklotz zu legen. Es ist alles sehr melodisch und schamlos emotional. Wenn die Intellektuellen der Modernen Oper also hämisch sind, na, dann sind sie es eben. Ich rechne fest mit Widerstand. Sicher werden viele sagen "'Was glaubt der eigentlich, wer er ist?'"
05. August 2005
