Memoiren eines unbekannten Kleingeistes

01.12.2008 um 15:25 Uhr

Woops

von: Nimiel

Ja, also man sollte nicht schon vorgher Einträge verfassen und sie dann vergessen. Der Eintrag hier war nicht beabsichtigt. Habe einfach verpennt, daß ich den Adventskalender ja hier schon angefangen hatte. Sorry.

26.11.2008 um 10:10 Uhr

Bye Bye Baby

von: Nimiel   Kategorie: FRUST

Dies wird nun der letzte Eintrag in dieses unsägliche Blog sein. Nehmts mir nicht übel, aber Blogigo treibt mich grad dermaßen in den Wahnsinn, daß ich mal spontan umgezogen bin. In der neuen Wohnung ist es noch nicht ganz eingerichtet, aber das kommt noch.

Follow the white rabbit.

24.10.2008 um 06:18 Uhr

Happa Happa

von: Nimiel   Kategorie: Essen

Heute möchte ich mal einen Eintrag einer meiner Lieblingsbeschäftigungen widmen. Dem Essen. Nicht dem nötigen Essen, das einen bei Kräften hält, sondern dem überflüssigen Essen. Dem Genießen. Denn groß wird man auch ohne Genuß, wie ich in einem Selbstversuch bewiesen habe, der in etwa dann begann, als ich von Babynahrung weg kam und alt genug wurde, um Omas Küche zu verkraften. Ich will ihre Kochkünste hier natürlich nicht schlecht machen, denn das was sie kochte, war meist auch recht gut. Nur eben etwas … eingeschränkt. Erst mit der Zeit entdeckte ich, daß es im Land des Essens so viel mehr gibt, als Kartoffelsuppe, Hühnerfrikassee, Puffer und Braten mit Gemüse und Kartoffeln (Ihr seht schon, meine Oma stand voll auf Erdäpfel. Nach meinem Auszug habe ich die Dinger mindestens 2 Jahre nicht angerührt.). Und so nahm ich schon früh bei jeder Gelegenheit den heimischen Kochlöffel selbst in die Hand und entdeckte die wundervolle Vielfalt der Genüsse. Vorzugsweise am Wochenende. Und siehe da, es schmeckte ihnen … meistens. Ich musste mich etwas beschränken, da Gewürze leider bei meiner Oma nicht sehr hoch angesehen waren. Erst später entdeckte ich Pfeffer, Knoblauch und andere Dinge für mich. Der kurze Ausflug in die indische Küche war wohl eine Kompensation dieser Beschränkungen. Aber trotzdem möchte ich meiner Oma an dieser Stelle danken, denn sie brachte mir alles bei, was ich für die späteren Experimente an Handwerkszeug brauchte. Außerdem hätte ich ohne ihre Küche wohl kaum so früh mit dem Kochen angefangen. Am Wochenende wird wieder mal ein Suppenexperiment gestartet. Das Rezept ist ein wenig gewagt, aber durchaus interessant.

22.10.2008 um 12:18 Uhr

Einfach nur so

von: Nimiel   Kategorie: Gedachtes

Ich habe gestern bei Kerzenschein und einem Gläschen Butterscotch einen Brief auf schönem Papier und mit einem Füller geschrieben. So etwas ist im Herbst oder Winter am Schönsten, da es dafür dunkel sein muß und ich nicht der Typ bin, der im Sommer bis Mitternacht auf die Dunkelheit wartet. Mir fällt es oft schwer, wirklich zur Ruhe zu kommen, aber solche Momente schaffen es dann doch. Dunkelheit, eine Kerze, Stille und Worte. Alles auf das Wesentliche reduziert. Schreiben und Lesen. Es gibt kaum etwas, das mich schneller aus den ständigen Gedankenschleifen heraus holt. Vielleicht abgesehen von Musik.

Als ich dann später noch etwas lesen wollte, sind mir wieder nach kürzester Zeit die Augen zugefallen. So kriege ich das Buch zwar in diesem Leben nicht mehr durch, aber immerhin ist es eines der besten Einschlafmittel, die ich kenne. 

 

Da fällt mir noch ein schönes Lied aus dem Kindermusical „Der kleine Tag“ ein. (Kann ich nur jedem empfehlen.) Immer wenn ich dieses Lied lebe, geht alles viel leichter. Ohne Grund, ohne Fragen, ohne Zweck oder Wettbewerb. Einfach nur so.

Warum haben sich am Himmel Wolken versammelt?
Nur so, einfach nur so!
Eine hat sich grad in einen Teddybärn verwandelt.
Nur so, einfach nur so!
Nicht, weil es Geld bringt, nicht, weil es nützt, nicht, damit andre es bewundern.
Nein, nur so.
Nur so, nur so.
Einfach nur so!
Warum hast du eben eine Tüte platzen lassen?
Nur so, einfach nur so!
Warum wolltest du den alten Baum anfassen?
Nur so, einfach nur so!
Nicht, weil es Geld bringt, nicht, weil es nützt, nicht, damit andre es bewundern.
Nein, nur so.
Nur so, nur so.
Einfach nur so!
Warum hast du Papa einen Kuss gegeben?
Nur so, einfach nur so!
Ich hätte Lust, ihn auch noch in die Luft zu heben.
Nur so, einfach nur so!
Nicht, weil es Geld bringt, nicht, weil es nützt, nicht, damit andre es bewundern.
Nein, nur so.
Nur so, nur so.
Einfach nur so!
Heute möcht ich mal zum andern Ufer schwimmen.
Nur so, einfach nur so!
Und ich mit dir den allerhöchsten Berg erklimmen.
Nur so, einfach nur so!
Nicht, weil es Geld bringt, nicht, weil es nützt, nicht, damit andre es bewundern.
Nein, nur so.
Nur so, nur so.
Einfach nur so!
Nur so, nur so.
Einfach nur so!


 

05.09.2008 um 18:08 Uhr

Mosaik

von: Nimiel   Kategorie: Sinnentleertes

Da ich mich so gerne von Stinas Blogeinträgen inspirieren lasse, hier wieder mal eine aufgegriffene Idee. Ich habe die Antworten auf die Fragen bei Flickr eingegeben und mir von der ersten Seite ein Bild ausgesucht, welches ich in den Mosaic Maker eingegeben habe. 

1. What is your first name?
2. What is your favorite food?
3. What high school did you attend?
4. What is your favorite color?
5. Who is your celebrity crush?
6. Favorite drink?
7. Dream vacation?
8. Favorite dessert?
9. What do you want to be when you grow up?
10.What do you love most in life?
11. One word to describe you.
12. Your Flickr name.

 

 

Mosaik

 

03.09.2008 um 13:13 Uhr

Nachtwache

von: Nimiel   Kategorie: Gedachtes

Musik: In the arms of the Angel

Mich hat jemand im Internet gefragt, warum ich nicht schlafen kann und ich dachte mir, ich könnte die Antwort hier auch noch mal schreiben. Bei ihr war es die Gedankenschleife. Das ewige, ruhelose Kreisen. Da habe ich gestern Abend lange überlegt. Wenn ich eine Nacht nicht schlafen kann, oder auch zwei oder drei, dann sind es wirklich die Gedanken. Aber ich habe immer wieder Phasen, in denen ich mehrere Wochen nicht richtig schlafe. Ich liege im Bett, mein Kopf ist leer, nichts hält mich wach und doch finde ich keinen Schlaf. Da fiel mir Luisa Francia wieder ein. Im Grunde hat sie es in einem ihrer Bücher ganz wunderbar gesagt (Einschlafen träumen ausschlafen: Die Gabe der Schmetterlingsfrau.). Zum Schlafen braucht man Vertrauen. Ein Urvertrauen, daß schon nichts passieren wird. Denn im Schlaf ist man mehr oder weniger hilflos. Man muß vertrauen, um sich in den Schlaf fallen lassen zu können. Und wenn das Vertrauen geschwächt ist, z.B. durch Angst oder Veränderungen, erscheint es so, als würde ich jede Nacht in einem neuen Bett, in einer neuen Wohnung schlafen.

Ich liebe den Film „Stadt der Engel“, weil ich mich mit Maggie so sehr identifizieren kann. Sie ist auch schlaflos. Aber ich glaube nicht, daß es Gedanken sind, die sie wach halten. Sie rettet jeden Tag Menschen, kämpft jeden Tag um das Leben. Und vielleicht hat sie Angst, daß ihr das Leben entgleitet, wenn sie ihm nachts seinen Gang läßt. Sie vertraut dem Leben nicht. Vertraut nicht darauf, daß es seinen Weg selbst findet, ohne ihr zutun. Ich mag ganz besonders die Szene, als sie eines morgens auf den Wecker schaut und erstaunt feststellt, daß sie die ganze Nacht geschlafen hat, bis zum nächsten Morgen. Für jemanden, der keinen Schlaf findet, ist das wie ein Geschenk. Es ist ein unglaubliches Glücksgefühl, wenn man endlich mal wieder geschlafen hat. Wenn ich in so einer Wach-Zeit bin, dann ist es, als würde ich unter Wasser sein. Alle Bewegungen und Gedanken sind dumpf und anstrengend. Jede Aufgabe erscheint wie ein Berg, ist mühsam und fast unüberwindbar. Jedes Geräusch ist mir zu viel, zu laut. Das Beste wäre, mich treiben zu lassen, aber ich strample herum, weil ich Angst habe, zu ertrinken. In der Schlaflosigkeit zu ertrinken. Wenn ich nachts wach liege, mag ich den Gedanken nicht, daß der Rest der Welt schläft. Früh morgens dagegen ist es genau das, was ich so gerne hab. Verrückt. Als Kind fand ich es immer schön, mit den Geräuschen meiner Familie einzuschlafen. Da ist noch jemand wach. Da paßt noch jemand auf. Vertrauen.


Leises glases Klirren,

flüstert durch die Nacht

und geschäftig sirren

die Helfer ihrer Wacht.

Im Lichte ihres Blickes

gebiert das Schwarz Getier,

im Lauf ihres Geschickes

erglänzt des Dunkels Zier.

Was auch der Tag gelassen,

versilbert sie ganz sacht.

Niemals wird verblassen,

der Mondin stille Macht.

 

01.09.2008 um 18:08 Uhr

It's great to be a nerd

von: Nimiel   Kategorie: Sinnentleertes

Musik: Der gleichnamige Song von den Arrogant Worms

Eigentlich würde ich mich nicht wirklich als Nerd bezeichnen, aber es gibt immer wieder den ein oder anderen Moment in meinem Leben, wo andere mich trotzdem dezent auf meine Nerdigkeit hinweisen. Ein Mal begab es sich, daß ich eine Privatschulung im Umgang mit einem bestimmten, blöden und nicht wirklich praktikablen Programm bekommen sollte. Eine dieser Aufgaben, die sich am Anfang unglaublich interessant anhören und später zur absoluten Nervensäge mutieren. Der Umgang mit dem Programm erfordert meiner Meinung nach zu viele Kenntnisse in Programmierung (Benutzerfreundlichkeit ist was anderes), aber wenn Chef sagt ich soll, dann mache ich halt. Besagter Computerfuzzi kam also und trichterte mir zwei Tage lang Wissen ein, was erstaunlicherweise ziemlich gut ging. Als ich uns am zweiten Tag Tee kochte, stellte ich meinen Becher wie immer auf meinem Untersetzer ab. Tja, was soll ich sagen? Ich finde meinen Untersetzer sehr nett und sehe daran nichts Ungewöhnliches. Er aber brach in Gelächter aus und meinte, daß er nun verstehen würde, warum ich das Programm so gut durchblicke. Weiß gar nicht, was er damit meint. Das hier ist besagter Untersetzer, den ich immer noch in Ehren halte. Jeden Morgen kommt da mein Becher mit Cappuccino drauf.

 

Mein Untersetzer

27.08.2008 um 18:08 Uhr

Gedankenlos

von: Nimiel   Kategorie: Gedachtes

Warum singen die Menschen nicht mehr? Warum ist singen etwas Peinliches geworden, das man nur im stillen Kämmerlein tut? Man singt nicht in der Öffentlichkeit. Man singt nicht, wenn man es nicht perfekt kann. Vielleicht ist es der Anspruch der Perfektion, der die Menschen davon abhält. „Es könnte ja nicht gut sein und darum lasse ich es lieber. Was würden denn die anderen denken.“ Blödsinn. Aber so sind wir heute. Etwas zu tun, weil wir es einfach gerade im Bauch so fühlen, das ist undenkbar. Alles muss durchdacht und konzipiert werden. Erlernt und perfektioniert. Einfach mal etwas tun, von dem man nichts weiß, nichts gehört, nichts gelesen hat. Etwas Neues ausprobieren, nicht etwas Neues nachmachen. Sich auf unbekannten Boden begeben, ohne Karte, ohne Wegweiser. Einfach so. Das tut man nicht mehr. Es könnte ja ungelenk, laienhaft ja stümperhaft aussehen. Wir haben unser Bauchgefühl verloren, den Draht nach unten. Durch singen spürt man sich. Durch improvisiertes Singen noch viel mehr, als durch vorgegebene Noten. Aber manchmal kommt es mir so vor, als hätten viele Angst davor, sich zu spüren, weil sie nicht wissen, was sie erwartet. In der Improvisation kann man die Kontrolle verlieren. Das geschieht aber nur dann, wenn man die Kontrolle behalten will. Sobald man sie bewusst aufgibt, verliert man auch nichts. Das ist schwer. Gebe ich zu. Es fällt mir auch schwer. Vor der leeren Leinwand stehen, den Pinsel in der Hand, ohne Konzept, ohne Wissen um eine Technik. „Aber ich kann doch nicht malen. Ich habe das doch nie gelernt.“ Das habe ich mich selbst oft sagen gehört. Und? Muss ich etwas wissen, um es ausprobieren zu können? Muss ich immer alles so tun, wie es allgemein als richtig gilt? Durch eine sehr schöne Unterhaltung mit meiner Gesangslehrerin habe ich erst wieder gesehen, wie gefesselt wir heute sind. Wie eingeengt in Vorgaben, Standards und Anleitungen. Wie unfähig, einfach etwas ins Blaue hinein zu tun, ohne wissen, ohne verstehen, nur durch fühlen.

24.08.2008 um 18:08 Uhr

WANTED

von: Nimiel   Kategorie: Sinnentleertes

Dieses Bonbon-Papier liegt seit geraumer Zeit auf meinem Schreibtisch, weil ich heraus finden möchte, wo es diese Bonbons gibt (Für sachdienliche Hinweise wäre ich also durchaus dankbar).

Bonbon

Die Putzfrau äugt schon immer komisch und denkt wohl, ich wäre ein Messie oder so etwas. Leider sind auf dem guten Stück selber keine Hinweise darüber zu finden, wo es gekauft wurde oder wer es fabriziert hat. Darum tippe ich auf eine billigere Marke. Die werbeaffinen Marken verewigen sich doch am Liebsten noch auf dem Bonbon selber, damit man auch ja nicht vergisst, wen man da gerade lutscht. Ich mag sehr gerne Bonbons, bin aber ein wenig wählerisch. Schön fruchtig sollten sie sein und nicht zu sehr nach BASF schmecken. Leider kommt das recht selten vor, sonst würde ich viel mehr Bonbons essen. Und jetzt bitte keine Vorträge über Karies. Bei den Mengen an Süßkram, die ich esse, kommt es auf die paar Gramm Zucker auch nicht mehr an. Entweder, meine Zähne überleben es, oder eben nicht.

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Ja, auf diese Information hat die Welt gewartet.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

20.08.2008 um 18:08 Uhr

Let it snow!

von: Nimiel   Kategorie: Sinnentleertes

An der Schreibtischlampe in meinem Büro hängt ein kleiner Holzschneemann.

Schneemann 1

Ich habe mir schon oft sagen lassen müssen, daß es nicht die Zeit für Schneemänner sei (gut, daß sie noch nicht die vergessenen Strohsterne in meiner Wohnung gesehen haben). Aber wer legt denn bitte fest, wann man Schneemänner aufhängen darf? Ist das ein ungeschriebenes, gesellschaftliches Gesetz? Ich sehe ja ein, daß es draußen zu warm für Schnee ist, aber trotzdem kann ich doch einen Schneemann an meiner Schreibtischlampe hängen haben. Alles, was mit Winter assoziiert wird, scheint auch nur in dieser Zeit geduldet zu sein. Aber wenn ich mitten im Winter ein Bild mit einer Sommerlandschaft an die Wand hänge, sagt niemand was dagegen. Ganz im Gegenteil. Sie freuen sich sogar über den Lichtblick in der angeblich so tristen Winterzeit. Vielleicht sind das noch die tief verwurzelten Ängste, den harten und entbehrungsvollen Wintern gegenüber, vor der Zeit von Heizung (so sie denn funktioniert) und Dreifachverglasung. Ich zumindest mag den Winter sehr gerne, auch wenn ich meist gar nicht so viele Schichten übereinander ziehen kann, wie ich friere. Oft kam mir schon die Vermutung, ich könnte vielleicht zu den Kaltblütern gehören. Zumindest denkt mein Körper das häufig. Trotzdem finde ich Herbst und Winter einfach traumhaft schön. Sie sind so gemütlich, so kuschelig, so ruhig. Sie strahlen so eine Vertrautheit aus. Es ist die Zeit der Kerzen, des Räucherns, der vielen Stunden am Fenster mit Musik und Gedanken, der Erinnerungen. Im Winter werde ich immer so herrlich nostalgisch. Hach … Äh, tschuldigung. Bin noch da. Also ich will hier natürlich nicht den Sommer schlecht machen, aber ich muß einfach mal für den Winter Partei ergreifen, weil es ja sonst kaum jemand tut. Ich mag den Winter. So. Ätsch. Und meine Kollegin auch. Zumindest hat sie einen Schneemann übers Waschbecken gestellt.

Schneemann 2


Nein, mir ist nicht langweilig. Ich habe nur gerade Lust, etwas zu schreiben, ohne jedoch den Hauch eines Themas im Kopf zu haben. Da kommen dann solche Dinge bei heraus. Außerdem wurde herumgepienst, daß ich mein Blog verwaisen lasse. Und das kann ich ja nicht auf mir sitzen lassen. Mir fallen sicher noch viele Sinnlosigkeiten ein, über die ich bloggen könnte. Die Einwirkung der Sonnenstrahlen auf das Liebesleben der Pflastersteine (na, welcher Film?). Oder ich könnte meine derzeitige Kurzgeschichte bloggen. Dann wäre ich wenigstens mal gezwungen, sie zu beenden.