Un-Intelligent Design

11.10.2006 um 15:40 Uhr

Lehrer unterrichtete Schöpfungslehre im Biologieunterricht

von: vitrine

Lehrer unterrichtete Schöpfungslehre im Biologieunterricht

Die Untersuchungen des Staatlichen Schulamts Gießen wegen angeblich christlich-fundamentalistischer Lehrinhalte im Biologieunterricht an zwei Schulen der Stadt sind abgeschlossen. Das bestätigte der Leiter des Staatlichen Schulamts Gießen, Heinz Kipp, am Dienstag auf Nachfrage. Der Unterricht an der christlich-privaten August-Hermann-Francke-Schule habe sich innerhalb des Lehrplanes bewegt, so Kipp. Im Falle des öffentlichen Liebiggymnasiums sprach er von einem «singulären Ereignis».

Der betroffene Lehrer habe eingeräumt, im Fach Biologie neben der Evolutionslehre auch die Schöpfungsgeschichte gelehrt zu haben. Auch hier sei der Lehrplan aber nicht verletzt worden, merkte Kipp an.

Schöpfungslehre im Biologieunterricht ist also lehrplankonform?

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. AngelInChains schreibt am 11.10.2006 um 15:52 Uhr:Wo liegt das Problem, neben der Evolutionslehre auch die Schoepfungsgeschichte zu erwaehnen? Die Frage ist doch, WIE man es tut... Ich haette nur etwas daran auszusetzen, wuerde man die Schoepfungsgeschichte als "alleinige Wahrheit" darstellen. Die blosse Erwaehnung nebenbei empfinde ich als weniger problematisch... Sonst duerfe man ja auch nicht mehr die Theorien Lamarcks im Biologieunterricht erwaehnen, weil sie sich im Nachhinein als falsch erwiesen haben. Da Biologiegeschichte/Forschungsgeschichte jedoch mit zum Rahmenplan zaehlt, findet auch diese Theorie weiter Erwaehnung.
  2. Zebulon schreibt am 11.10.2006 um 16:20 Uhr:Verdammtes Kreationistenpack.
    Wollen die Weltherrschaft.
    Haben schon Politiker auf ihrer Seite.
    Wehret den Anfängen!
  3. vitrine schreibt am 11.10.2006 um 17:03 Uhr:@ AngelInChains

    Religion sollte im religionsunterricht seinen Platz haben. Erstens hat die christliche Schöpfungslehre im Biologieunterricht nicht das GERINGSTE verloren und zweitens existieren noch andere Religionen, denen man doch nicht die eigene aufzwingen will oder? Genau aus dem Grund MÜSSEN Lehrer Neutralität an den Tag legen - In allen Belangen.
  4. AngelInChains schreibt am 11.10.2006 um 17:43 Uhr:Neutralitaet wuerde bedeuten, alle verbreiteten Theorien aufzuzeigen.

    Woellten wir ein totales Verbot von Religion in allen anderen Schulfaechern, duerfte man im Musikunterricht keine klassischen Werke mehr behandeln, im Deutschunterricht kein Buch mehr lesen, in dem das Wort "Gott" vor kommt (Inklusive Nathan der Weise oder Draussen vor der Tuer), keine Weihnachtsbaeume oder Adventskraenze mehr im Klassenraum aufstellen, im Geschichtsunterricht nicht mehr von den Kreuzzuegen berichten (Wobei ich das Gefuehl habe, dass gewisse anti-christliche Fundamentalisten da wieder eine Ausnahme machen wuerden...) und der Ausspruch "Oh mein Gott!" muesste dann wohl auch verboten werden, hm?

    Falls du nun gegen das gesamte deutsche Bildungssystem ankaempfen willst: Was ich soeben beschrieb, ist an JEDER Schule Alltag!
  5. vitrine schreibt am 11.10.2006 um 18:14 Uhr:Da kommen die verwirrten wieder. Wieso fange ich mir die nur immer ein?
    Die Schule ist zum LERNEN da und nicht, um jedem Hobby-Wissenschaftler und Möchtegern-Wissenschaftler neue Jünger zu besorgen. Und gelehrt wird das, was zur Zeit (Wissenschaft kann jederzeit wiederlegt werden - wenn´s denn eine bessere, einleuchtende Sache dazu gäbe) Stand der Dinge ist.
    Schöpfungstheorie wioll ich ja gar nicht verbieten, nur eben da wo sie hingehört - In den RELIGIONSunterricht. Und Weiteres habe ich schon vorher geschrieben. Man müsste es nur mal lesen.

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