Nordpolarbaer

06.12.2008 um 21:23 Uhr

Mit freundlichen Grüßen...

Nach drei Monaten nun doch noch der offizielle Abschluss dieses Blogs, dieses Berichts eines langen, erlebnisreichen, guten Jahres.

Studieren in Trondheim hat viel Spaß gemacht, das Leben drumherum mehr noch als die reinen universitären Verpflichtungen, natürlich. Selten so viel erlebt und so viel gesehen. Jedem engagierten Studenten kann ich das Studium in Trondheim (und vermutlich auch in ganz Norwegen) nur empfehlen, denn die Uni mit ihren unglaublichen Service ist ein ganz anderer Standard gewesen als der, den ich von hier kannte. Oder wem sagen die Professoren in Deutschland, dass man bei Problemen ruhig jederzeit vorbei kommen soll, die Tür stehe meistens offen? Gibt es irgendwo Bibliotheken und Lernräume mit hunderten voneinander abgegrenzten Arbeitsplätzen, jeder mit Strom- und Netzwerkanschluss, Lampe und der Erlaubnis, Taschen, Getränke und Essen am Platz haben zu können, so dass auch eine vernünftige Arbeitsatmosphäre entstehen kann? Wo gibt es die Möglichkeit, kostenlos zu drucken, wo gibt es so viele hervorragend ausgestattete Computerpools, so dass immer genügend Plätze frei sind? Und wo stellt eine Universität den Unmengen an verschiedenen studentischen Vereinen und Vereinigungen Räume, Geld und anderweitige Hilfe zur Verfügung? Das Niveau in Trondheim ist ziemlich hoch, doch es wird alles getan, um den Studenten zu helfen.

Anschließend hat auch die Arbeit auf den Lofoten viel Spaß bereitet. Ich weiß nun, wo ich alt werden will, selbst das Haus ist schon ausgesucht, und für nächsten Sommer ist schon verabredet, dass ich wieder bei Skjærbrygga, Stamsund arbeiten werde, und ich freue mich schon jetzt!

Was ist noch passiert?

C. und ich sind zwei Tage nach Dienstschluss auf die Hurtigrute gen Festland gestiegen, an meinen alten Angelplätzen vorbei in die inzwischen recht zeitig einsetzende Dunkelheit gefahren, mit Zug 24 Stunden bis Drammen, ein Auto gemietet, ganz Südwestnorwegen im Dreieck Oslo-Ålesund-Stavanger im Schnelldurchlauf mit allen Attraktionen erkundet, dann gings direkt zum Flughafen, eine Übernachtung auf einer Barcouch, um 6 Uhr aufstehen, um 7 Start und um halb neun schnarrt mich eine Ticketverkäuferin am Flughafen in Berlin an, wieso, um Himmels willen, ich nur mit einem 50 Euro Schein bezahlen könne...