Barrikaden des Lebens

25.01.2011 um 21:05 Uhr

Am Arsch

von: futureless81   Kategorie: Lebenskrisen

Wenn man sich keine Hoffnungen macht, kann man auch nicht enttäuscht werden. Wer's glaubt! Wie ich schon erwartet hatte, ist bei der Blutuntersuchung wie immer nix herausgekommen. Naja, angeblich habe ich eine leichte Schilddrüsenunterfunktion, aber der Arzt meint, das bräuchte man noch nicht behandeln und ich soll das in 3 Monaten nochmals überprüfen lassen. Der Kaliumspiegel war auch leicht niedrig, aber das soll wohl auch normal sein. Ansonsten waren alle anderen Werte in Ordnung. Na toll, das hilft mir jetzt auch weiter!

Was ich jetzt weiter unternehmen soll, weiß ich nämlich überhaupt nicht. Der Arzt hat mich zu einem Neurologen überwiesen (haha), weil er mich wahrscheinlich genauso wie alle anderen nicht mehr für ganz richtig im Kopf hält. Die Seele soll mal wieder Schuld sein. Und damit hat sich für ihn das Problem erledigt. Tolle Sache, was? Anstatt mal weiter die Schilddrüse zu untersuchen! Wieso soll ich da erst abwarten, bis es schlimmer wird? Was ist das für ein hirnverbrannter Quatsch? Zum Gastrologen wollte der mich auch nicht schicken, da ich ja keine nennenswerten Beschwerden habe. Macht wohl auch wirklich keinen Sinn dahinzugehen. Das heißt, ich bleibe mit meinen Problemen nach wie vor alleine, niemand kann mir mehr helfen und ich kann solange weiter darunter leiden, bis ich zugrunde gehe.

Was soll ich denn bitteschön bei einem Neurologen? Kann der meine Haut- und Haarprobleme etwa lösen? Wohl kaum! Aber wahrscheinlich soll ich mich dann mit Medikamenten vollstopfen lassen, um mich so sehr zu benebeln, dass meine arme arme Seele sich wieder erholen kann. Solche Irrenhausmedikamente werde ich bestimmt niemals nehmen, die einem vorgaukeln alles wäre toll und man zudem noch auseinandergeht wie eine Sumpfkuh. Blödsinn hoch tausend! Wenn ich nicht so aussehen würde, wie ich aussehe, würde es mir seelisch auch nicht so kacke gehen. Punkt! Und daran können auch alle Medikamente der Welt nix ändern! Außerdem glaube ich ohnehin nicht daran, dass seelisches Leiden allein diesen ganzen Mist verursacht haben soll.

Aber ob eine leichte Schilddrüsenunterfunktion das alles ausgelöst haben kann? Die Probleme bestehen doch jetzt schon einige Jahre und da hätte die Schilddrüse doch schon viel eher Auffälligkeiten zeigen müssen, oder nicht? Bleibt also nach wie vor nur noch der Darm als mögliche Ursache übrig. Vielleicht ist die Darmflora nicht in Ordnung oder ich habe tatsächlich Darmpilz. Immerhin war die Verdauung ja letztes Jahr nicht gerade normal. Aber jetzt ist das ja fast wieder normal, deshalb kann man das eigentlich auch ausschließen. Vielleicht ist es auch nur eine Kleinigkeit. Dass von den guten Darmbakterien welche fehlen oder dass mir Enzyme fehlen oder sowas. Aber wie kann man sowas herausfinden? Solche Tests sind bestimmt sehr teuer und womöglich kommt da dann auch nix bei raus. Ich weiß einfach nicht mehr, was ich noch machen soll...

So will ich jedenfalls nicht mehr weitermachen. Mich jeden Tag mit dieser schrecklichen Haut und den noch beschisseneren Haaren rumquälen.Dazu noch dieses scheußliche eingefallene Gesicht...Das ist für mich einfach null Lebensqualität. Ich kann mich so niemals mehr wohlfühlen und fühle mich in jeder Hinsicht eingeschränkt. Warum soll ich das so hinnehmen? Andere haben diese Probleme auch nicht. Warum ich? Hab ich kein Recht darauf, normal auszusehen? Schließlich war das alles mal anders und ich kann das kaum noch glauben, wenn ich mich jetzt sehe. Seit das alles so schlimm (hässlich) geworden ist, leide ich wirklich nur noch. Und mit jedem Jahr wird es unerträglicher. Vom Leben habe ich nix mehr. Absolut nix! Ich brauch auch gar nicht mehr versuchen, noch einen Mann zu finden. Niemand wird eine erstklassige Vogelscheuche wie mich noch haben wollen.

Im Moment frage ich mich wirklich ernsthaft, für was ich noch weiterleben soll. Es gibt kein Ziel mehr, das ich noch erreichen könnte. Irgendwie gibt es überhaupt nix mehr, wofür es sich zu leben noch lohnt. Nicht so... Ich wünschte, ich könnte mein Leben verschenken; an jemanden, der es dringender braucht als ich. Ob ich noch auf der Welt bin oder nicht, macht sowieso für niemanden einen Unterschied. Wenn es mit P. anders gelaufen wäre, würde ich das wahrscheinlich nicht schreiben. Aber es ist nicht anders gelaufen und selbst wenn, wäre letztlich alles an meinen Problemen gescheitert. Wollen wir wetten?

Jetzt warte ich nur noch auf die letzte Aussprache mit ihm, damit ich darunter noch einen schönen schmerzlichen Schlussstrich ziehen kann. Falls er überhaupt nochmal auftaucht... Am Besten ich mach ihm ordentlich die Hölle heiß! Schließlich ist er zu großen Teilen Schuld daran, dass es mir jetzt noch schlechter geht als vorher. Und ich denk nicht dran, mir das gefallen zu lassen! Wenn eh schon nix mehr zu retten ist, kann mir das auch egal sein! Ich hab das alles so satt! Das Leben kann mich mal!!!

14.11.2010 um 22:00 Uhr

Kurz vorm Abgrund

von: futureless81   Kategorie: Lebenskrisen

Was für eine überaus bekloppte Woche! Wie muss erst noch der Dezember werden, wenn dieser Monat schon zum Kotzen ist? Die restlichen 4 Tage der Woche haben mich schon wieder komplett runtergerissen, sodass ich jetzt kaum noch positiv denken kann...

Donnerstag war absolutes Mistwetter, dabei wollte ich das mit der Überweisung da eigentlich erledigen. Freitag bin ich auch nicht dazu gekommen, deshalb muss ich das jetzt wohl morgen oder Dienstag erledigen. Aber Rausgehen ist wirklich das Letzte, wonach mir momentan zumute ist. Samstag war ich noch kurz in der Stadt und das war auch schon der absolute Horror. Ich seh so unglaublich schlecht und krank aus, dass es überhaupt nicht mehr zu ertragen ist, in diesem Zustand noch unter Menschen zu gehen. Mein Gesicht wird immer magerer. Bald sieht man da bestimmt schon die Knochen. Deshalb muss ich auch ganz dringend und am Besten noch nächste Woche die Schilddrüse untersuchen lassen. Wahrscheinlich geht das doch ohne Termin. Aber ob ich das noch schaffe, keine Ahnung.

Am Liebsten würde ich auch meinen Termin bei der Kosmetikerin absagen. Für mein Haarproblem hab ich immer noch keine Lösung gefunden, was bedeutet, dass ich da in dem allerschlimmsten Zustand hin muss. Ich weiß auch nicht, ob die ganze Aktion überhaupt Sinn macht, wenn der ganze Stoffwechsel bei mir nicht funktioniert. Aber vielleicht ist ja wirklich die Schilddrüse die Ursache und wenn das dann therapiert wird, kann meine Haut sich auch erholen und ich hätte zusätzlich noch die kosmetischen Behandlungen als Unterstützung. Aber ohne die Ursache zu wissen, wird mir das nicht viel nützen. Das Gesicht an sich kann man ja jetzt sowieso schon in die Tonne treten. Ich glaub kaum, dass man das noch wieder hinkriegen kann...

Naja, ich werd's mit einer Behandlung versuchen und wenn die Haut dann nach kurzer Zeit wieder so aussieht, lass ich es halt bleiben. Aber dann gibt's überhaupt keine Hoffnung mehr auf Besserung. Ich bekomm jetzt manchmal auch schon Rückenschmerzen vom Sitzen. Das könnte auch ein weiteres Symptom einer Schilddrüsenerkrankung sein. Aber da mein Rücken ja sowieso schon kaputt war, kann man das nicht genau sagen. Auf jeden Fall scheint es alles akut zu werden. Mein Körper gibt komplett den Geist auf und ich fühl mich auch dementsprechend. Ich hoffe, dass es wirklich mit der Schilddrüse zu tun hat, denn sonst wird es sehr schwierig werden, die Ursache rauszufinden.

Ich weiß beim besten Willen nicht, wie ich die nächste Woche meistern kann, wenn ich alles schaffen will, was wichtig ist. Aber ich will diese Probleme auch auf keinen Fall mit in das nächste Jahr nehmen. Es muss jetzt endlich irgendwas besser werden. Ich halt das so nicht mehr lange aus und ich hab auch nicht mehr viel Kraft zum Kämpfen. Es wächst mir einfach alles über den Kopf. Am Wochenende habe ich schon wieder schwarz gesehen, zumal der Kontakt mit P. auch alles andere als toll war.

Ich schrieb ja, dass er unter der Woche gar nicht da war. Freitag war er dann aber wieder da, aber die Unterhaltungen mit ihm werden irgendwie immer schlechter. Samstag sah es auch erst so aus, als ob er nicht da wäre, woraufhin ich mir schon wieder die absurdesten Dinge zusammengereimt habe. Obwohl ich doch glaube, dass er mir mittlerweile gleichgültig geworden ist, war der Gedanke, ihn verloren zu haben, doch noch ziemlich schmerzlich. Jedenfalls haben wir Samstag auch nicht mehr geschrieben, weil von ihm wie gewöhnlich nix kam. Ich hab langsam echt den Eindruck, dass er überhaupt kein Interesse mehr hat. Möglich, dass es ihm schlecht geht, aber wenn ich frage, sagt er mir ja auch nix. Heute haben wir dann nochmal etwas geschrieben, aber das war auch eher erzwungen. Er ist total verschlossen, sodass ich dann schon von mir was erzählen muss. Aber wahrscheinlich nervt ihn das erst recht noch. Es sieht nicht gut aus! Das ist bestimmt nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Und ob ein Treffen da überhaupt noch Sinn macht, bezweifle ich auch sehr.

Ich weiß ja nicht, wie es nächsten Monat aussehen wird, aber ich bin alles andere als zuversichtlich. Gepaart mit meinen ganzen Problemen kann es nur die totale Katastrophe werden. Viel Hoffnung habe ich nicht mehr, dass es wenigstens mit P. klappen könnte. Dann gibt es gar nix mehr, worauf ich mich noch freuen kann. Wahrscheinlich wird das Jahr noch total beschissen zu Ende gehen und das nächste wird noch viel schlimmer werden.

Es hängt jetzt alles davon ab, was in den letzten Wochen noch passiert und ob ich endlich von diesen ganzen Symptomen befreit werde. Ich würde liebend gerne auf eine Million verzichten, wenn ich dafür wieder den Körper hätte, den ich vor ca. 4 Jahren hatte. Da, wo Haut, Haare und Gesicht noch in Ordnung waren und ich die ganzen anderen Symptome auch noch nicht hatte. Aber kein Geld der Welt kann mir das einfach so wiedergeben. Gesundheit ist leider etwas, was man nicht kaufen kann, aber doch mit das Wichtigste ist. So wie jetzt will ich jedenfalls nicht mehr weitermachen. Dass ich meinen eigenen Anblick nicht mehr ertragen kann, ist das Schlimmste überhaupt. Wenn es noch schlimmer wird, werde ich bald nicht mehr vor die Tür gehen. Dann war's das endgültig! Hoffentlich hat das Leiden bald ein Ende. Ich kann nicht mehr...  

31.10.2010 um 23:56 Uhr

Alles andere als gut

von: futureless81   Kategorie: Lebenskrisen

Das war's dann mit dem Oktober. Die Woche war alles andere als gut und weitergekommen bin ich auch nicht im Geringsten. Mir bleiben noch knapp 7 Wochen, um an meinem derzeitigen Zustand etwas zu verbessern. Doch wenn es so weitergeht wie bisher, dann sehe ich wirklich schwarz, dass ich bis Weihnachten noch irgendwas rausreißen kann...

Montag war ich mal wieder etwas shoppen, doch leider war das Rausgehen aufgrund der Haare wieder so dermaßen unerträglich, dass mich das schon komplett entmutigt hat, die Aktion mit der Kosmetikerin in Angriff zu nehmen. Ich hab mich schon fast in kein Geschäft mehr reingetraut und wär am Liebsten so wieder umgedreht und nach Hause gefahren. Meine Haare sind plötzlich noch dünner geworden, sodass es jetzt wieder eine richtige Katastrophe damit geworden ist. Ausgerechnet jetzt! Dabei dachte ich vor Kurzem noch, die würden besser werden. Wie können die innerhalb so kurzer Zeit wieder so schlimm werden? Ich versteh überhaupt nicht mehr, was da los ist. Obwohl ich schon alles Notwendige einnehme, wird es dennoch schlimmer. Dann kann es demnach auch kein Mangel mehr sein, sondern wahrscheinlich ist die Nährstoffzufuhr irgendwie gestört. Mal funktioniert es und mal nicht. Die Frage ist warum und was die Ursache dafür ist.

Dass es so schwer ist, das herauszufinden, macht mich wahnsinnig. Ich fühle mich komplett hilflos und weiß überhaupt nicht mehr, was ich noch dagegen tun soll. Ich hab auch schon wieder viel im Internet recherchiert, aber eigentlich nur 3 mögliche Ursachen gefunden. Was ich ja schon immer in Erwägung gezogen habe, ist, dass es was mit dem Darm zu tun hat. Es könnte zum Einen eine gestörte Darmflora Schuld an der ganzen Misere sein oder ich hab eben doch einen Darmpilz. Die dritte Möglichkeit ist, dass die Bauchspeicheldrüse nicht richtig arbeitet. Aber an Letzteres glaube ich eher nicht, weil man bei so einer Krankheit viel an Gewicht verlieren würde, was bei mir ja nicht der Fall ist. Ausschließen kann ich es aber auch nicht.

Ich hatte ja vor 2 Monaten eine Stuhluntersuchung machen lassen und da hieß es ja, ich hätte keine Pilze oder ähnliches. Aber nicht in jeder Stuhlprobe lässt sich das nachweisen, also könnte ich sowas vielleicht auch haben. Am Wahrscheinlichsten finde ich aber, dass mit der Darmflora etwas nicht stimmt. Ich habe in der Richtung zwar auch schon mal was versucht, aber wenn da eine so genannte Fehlbesiedelung die Ursache ist, dann kann man das nur beheben, indem man dem Darm die fehlenden Bakterienstämme wieder zuführt. Ansonsten bleibt die Verdauung dauerhaft gestört und es kann dadurch dann noch zu anderen Darmerkrankungen kommen. Ich könnte auch eine gestörte Darmflora und zusätzlich einen Darmpilz haben. Dann müsste man erst den Pilz loswerden und dann die Darmflora wieder aufbauen. Aber da ich nicht weiß, ob ich überhaupt etwas davon habe, ist guter Rat wieder mal teuer. Ein Darmflorastatus kostet glaub ich schon um die 40 Euro und eine mikrobiologische Stuhluntersuchung, wo noch mehr untersucht wird, kostet wahrscheinlich 100 Euro und mehr. Das ist viel Geld und ob da was bei rauskommen würde, ist auch nicht gesagt.

Ich habe mir aber überlegt, dass ich mir mal so ein Präparat für die Darmflora besorgen könnte. Ist vielleicht auch rausgeworfenes Geld, aber auf jeden Fall weniger, als für solche Untersuchungen draufgehen würde. Ob sich dann an der Verdauung und auch sonst etwas ändern würde, würde ich ja dann bestimmt nach ein paar Wochen merken. Es hat aber auf jeden Fall was mit der Verdauung zu tun. Soviel weiß ich schon mal. Aber ich hab ja keine Bauchschmerzen oder andere schlimme Symptome, deswegen ist es schwierig, die richtige Ursache zu bestimmen. Komisch finde ich auch immer noch, dass die Haare und auch die Haut letztes Jahr kontinuierlich besser wurden, obwohl ich da nix anderes eingenommen habe als jetzt auch. Und ganz gleich, welche Ursache es ist, Fakt ist doch, dass es ein Nährstoffmangel sein muss. Haut und Haare brauchen nunmal Mineralstoffe, Spurenelemente, Hormone, etc. also muss es da folglich an etwas mangeln. An eine wirkliche Mangelerscheinung glaube ich aber langsam nicht mehr. Es wird eher so sein, dass mir die wichtigen Nährstoffe nicht ausreichend zugeführt werden, obwohl sie vorhanden sind. Bloß warum zum Teufel ist das so?

Solange ich die Ursache dafür nicht herausfinde, wird mein Leiden kein Ende nehmen. Auch wenn ich zur Kosmetikerin gehe und die Haut behandeln lasse, ist das eigentliche Problem damit nicht gelöst. Aber es würde wahrscheinlich erstmal für eine Weile wieder besser sein und die schon entstandenen Schäden wären halbwegs wieder behoben. Also muss ich auf jeden Fall dahingehen, um das Ganze vorübergehend wieder erträglicher zu machen. Wie lange der Erfolg dann anhalten wird, ist ja leider nicht abzusehen. Damit ich überhaupt dahingehen kann, habe ich mir jetzt endlich solche Clip In Extensions im Internet gekauft. Wenigstens hab ich die günstig bekommen. Allerdings dauert das noch ein paar Tage, bis ich die bekomme, sodass ich es vielleicht nächste Woche auch noch nicht schaffe, zur Kosmetikerin zu gehen. Hmmpf! Ich bin mir auch nicht sicher, ob die Teile dann wirklich zu meiner Haarfarbe passen und ob die an meinen dünnen Haaren überhaupt Halt haben werden. Aber schlimmer als jetzt kann es eigentlich auch nicht mehr werden. Vielleicht kann ich meine Frisur dann auch etwas verändern.

Ich sollte dann wenigstens schonmal die folgende Woche bei der Kosmetikerin anrufen. Wenn ich erstmal einen Termin habe, werde ich da schon hingehen, weil ich Termine ungerne wieder absage. Das ist also schon mal das Erste, was ich im neuen Monat erledigen muss! Ich bin auch froh, dass es jetzt früher dunkel wird. Da wird es mit dem Rausgehen für mich auf jeden Fall erträglicher. Da sieht man mich dann wenigstens nicht mehr so, wie ich mich immer mit meinem Aussehen abkämpfe und herumärgere. Trotzdem ist das mit der Kosmetikerin verdammt schwer für mich. Aber es ist im Moment auch die einzige Chance, an meinem Aussehen überhaupt etwas zum Positiven zu verändern. Nur frag ich mich gerade, ob der Hauptgrund, für den ich diese ganzen Strapazen auf mich nehme - nämlich mein Date Ende Dezember - überhaupt noch greifbar ist...

Ja, was P. betrifft gibt es leider nix Positives zu berichten. Zur Zeit läuft es leider überhaupt nicht gut mit ihm. Wir haben die Woche nur sehr wenig geschrieben und das war dann auch größtenteils nur oberflächliches Geplänkel wie man so schön sagt. Ich dachte, dass es am Wochenende wieder besser werden würde und wir mehr schreiben würden, aber das war keineswegs der Fall. Ihm ging's wohl auch wieder nicht gut; trotz Wochenende und ich hatte die Woche über auch einige Depris, sodass der Kontakt auch ziemlich darunter gelitten hat. Angeschrieben hat er mich auch nur ein einziges Mal und da war ich natürlich offline. Sehr sinnvoll! Gestern hatte ich noch die Hoffnung, dass es wieder so werden könnte wie letzten Samstag, wo wir uns so gut unterhalten haben. Ich hab ihn tausendmal angeschrieben, weil der Messenger bei ihm immer abstürzt und er's dann nicht sieht. Und wenn er online ist, dauert es dann noch ewig, bis mal ne Antwort kommt, weil er fast nie vorm Pc ist. Da krieg ich dann irgendwann auch die Krise...

Jedenfalls war gestern total der Wurm drin und P. hatte wohl auch gar keine Lust zu schreiben. Als es 23 Uhr war, dachte ich schon, von ihm kommt sowieso nix mehr. Als ich dann kurz aus dem Raum gegangen bin und wieder kam, blinkte da was. Und ich hab mich schon gefreut, dass er doch noch schreibt. Dann stand da: "Kennst du mich noch?" und ich wunderte mich, was die Frage sollte. Bis ich dann bemerkte, dass es gar nicht P. war, der mir geschrieben hatte, sondern Mr. Stalker höchstpersönlich. P. hat mich dann später aber noch angeschrieben, doch nur um mir mitzuteilen, dass er müde wäre und ins Bett gehen würde. Ganz toll!

Stattdessen hab ich mich dann mit Mr. Stalker unterhalten und hatte auch noch ein schlechtes Gewissen dabei, weil mir P. irgendwie komisch vorkam und ich ihm nicht helfen konnte. Noch mehr hat mich geärgert, dass ich mich mit Mr. Stalker besser unterhalten konnte als mit P. Naja, mal davon abgesehen, dass der eine totale Laberbacke ist und zu 75% nur von sich geredet hat und auch viel Mist erzählt hat. Jede Wette, dass die Urabsicht von Mr. Stalker war, es mal wieder bei mir zu versuchen. Aber ich hab natürlich von P. erzählt, damit er gar nicht erst die Gelegenheit hatte, mich wieder anzubaggern. Der Typ ist sowas von bescheuert. Dass ich den letztes Jahr mal gut fand und mit dem telefonieren konnte, ist mir unbegreiflich. Ist auch ein krasser Gegensatz zu P. und zudem nicht ganz dicht im Kopf. Trotzdem hab ich mich mit dem Vollidioten über 2 Stunden unterhalten. Es war irgendwie mal was anderes, aber täglich würde ich sowas nicht aushalten. So viel, wie der geschrieben hat, schreibe ich mit P. in einer Woche nicht. Und alle 2 Minuten wechselt er das Thema. *lol*

Naja, jedenfalls hab ich mich dann gestern mit dem falschen Mann unnütz lang unterhalten. Nicht gerade das, was ich mir vorgestellt hatte. Heute war der Kontakt mit P. auch nur sehr kläglich. Er ist mir schon wieder so fremd. Manchmal erinnert er mich leider auch noch an jemand anders, den ich mal kannte. Mit dem Typ damals hab ich auch immer nur oberflächliches Zeug geschrieben und wir konnten uns nicht richtig unterhalten. Als ich ihn dann irgendwann mal getroffen habe, konnten wir auch nicht miteinander reden und haben uns nur angeschwiegen. Das war richtig schrecklich. Ich will sowas nicht nochmal erleben, aber manchmal befürchte ich schon, dass es mit P. nicht viel anders sein wird. Er ist im Moment sehr verschlossen und ergreift auch nie die Initiative. Für mich ist es dann auch schwer, eine Unterhaltung anzufangen. An Tagen, wo es mir selbst nicht gut geht (und das war die Woche häufiger), habe ich nicht die Kraft, mich um P. auch noch großartig zu bemühen. Wenn er dann selbst nichts macht, findet dann eben keine Unterhaltung statt. Ich schaff es dann einfach nicht. Wieso kapiert er nicht, dass er auch mal was tun muss?

Irgendwie bin ich gerade wirklich etwas am Verzweifeln. Meine ganzen Probleme machen mir schon sehr zu schaffen, aber dass es mit P. jetzt auch wieder alles den Bach runtergeht, das raubt mir auch noch die letzte Hoffnung. Wenn das so weitergeht, wird es kein Date geben. Wenn wir nichtmal eine vernünfige Unterhaltung zustande bekommen, macht das überhaupt keinen Sinn mehr. Und wenn da jeder allein mit seinen Problemen hockt und man sich gegenseitig nicht mal helfen kann, das ist doch Mist. Vielleicht hab ich mich auch einfach in ihm getäuscht und mir eingeredet, dass es klappen könnte. Ich hab ja schon am Anfang gemerkt, dass er nicht so kommunikativ ist und ich meistens die Unterhaltungen geführt habe. Aber jetzt kriege ich das irgendwie auch nicht mehr hin und er schafft es wohl auch nicht. Ach verdammt, warum muss es denn auch immer so schwer sein? Mit dem blöden Mr. Stalker konnte ich mich doch auch unterhalten. Aber der ist mir ja auch egal. Da schreib ich irgendwas ohne groß darüber nachzudenken. Aber bei P. bin ich immer so gehemmt. Das ist einfach sowas von dämlich!

Ich hoffe, dass der November besser wird. Ich habe mir jedenfalls schon einiges vorgenommen. Das ist jetzt mein neues Ritual: Gute Vorsätze für jeden neuen Monat machen anstatt nur ein Mal im Jahr, wo man sich dann eh nicht dran hält. Wenn ich meine Probleme nicht bald mal in den Griff bekomme, werde ich noch komplett verrückt. Um meinen deformierten Rücken müsste ich mich eigentlich auch noch kümmern. Der tut mir auch schon wieder weh. Aber die anderen Sachen sind jetzt wichtiger. Mann, kein Mensch hat soviele Probleme auf einmal wie ich. Das kommt davon, wenn man die alle sammelt und sich um nix kümmert. Aber wenn man jahrelang depressiv war und einfach nicht in der Lage dazu war...Und jetzt macht der ganze Scheiß mich auch schon wieder depri. Aber davon darf ich mich jetzt nicht runterziehen lassen! Also neuer Monat, neues Glück!

05.08.2010 um 21:37 Uhr

Zukunftsängste

von: futureless81   Kategorie: Lebenskrisen

Noch eine Woche warten, dann muss ich wegen der Untersuchungsergebnisse wieder zum Hautarzt. Aber werde ich wie so oft auf Nichts und umsonst warten? Es hängt so wahnsinnig viel davon ab, dass es jetzt weitergeht und die Ursache gefunden wird und ich mich endlich wieder wohler in meiner Haut und meinem Körper fühlen kann. Denn im Moment macht mich das schon wieder alles viel zu sehr fertig. Mehr als es sollte...Aber wenn man schon so lange unter diesen ganzen Problemen zu leiden hat, dann geht das auch an die Substanz.

Wenn man mich fragen würde, wie wohl ich mich noch in meiner Haut fühle auf einer Skala von 1-10 (wobei 10 am Schlimmsten wär), dann würde ich sagen, es wär eine 11. Denn die Grenze der Unerträglichkeit ist für meine Belange schon längst überschritten. Es ist soweit, dass ich meinen eigenen Anblick kaum noch im Spiegel ertragen kann. Diese ganze elendige Prozedur jeden Tag damit, treibt mich wirklich noch in den Wahnsinn. Immer wenn ich morgens aufwache, wünschte ich, ich täte es nicht, denn es fühlt sich an, als würde man direkt in einem Albtraum erwachen. Allein dieses ausgezehrte Gesicht macht mich schon sowas von unzufrieden. Früher hatte ich echt fast ein Mondgesicht und jetzt ist das alles so widerlich schmal und unförmig geworden. Das ganze Fettgewebe im Gesicht ist weg und man kann schon die Knochen fühlen. Das ganze Gesicht sieht so eingesunken aus.

Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, kommt dazu noch das Problem mit der Haut und den Haaren. Die Haut ist irgendwie so lederartig geworden, dass man Make Up da gar nicht mehr richtig auftragen kann. Die Stirn ist runzlig wie bei einer alten Oma. Unter und um die Augen ist eine scheußliche bläuliche Verfärbung. Die Lippen sind auch irgendwie verzerrt. Das alles zu kaschieren dauert eine halbe Ewigkeit. Und dann noch diese dünnen Fusselhaare, wo man keine Frisur mehr mit machen kann und die man überhaupt nicht in Form bringen kann. An manchen Stellen sind die Haare viel zu kurz und sehen wie angefressen aus und überall muss ich Haarersatzteile drunterstopfen, damit es nicht noch peinlicher aussieht als ohnehin schon. Wenn ich irgendwann mal mit der ganzen Tortur durch bin und mit den Nerven am Ende, habe ich zwar schon im Gegensatz zu vorher ein kleines Wunder vollbracht, aber dennoch bereitet mir dieser Anblick nichts weiter als Übelkeit. Schön und normal ist was anderes. Aber das, was von meinem Äußeren noch übriggeblieben ist, ist mehr als krankhaft.

An meinem Körper kann ich ebenfalls nur noch verzweifeln. Seit mein Hintern so fett geworden ist, sieht das Ganze noch schlimmer aus, da ich einen schiefen Rücken bzw ein Hohlkreuz habe. Ich mache schon solche Rückenübungen und auch welche für den Hintern, aber das bringt bei mir bestimmt sowieso nix. Aber es ist das Einzige, was ich noch tun kann. Ich würde ja gerne wieder ein paar Kilo abnehmen, obwohl ich gar nicht dick bin, sondern nur weil mich der fette Hintern so stört. Aber dann wird das scheiß Gesicht noch schmaler und das will ich auch nicht. Sowieso hab ich aus unerklärlichen Gründen wieder zugenommen. Mein Körper muss also wirklich nen Schaden haben. Ich wette irgendwann im Winter nehme ich dann wieder rapide ab, einfach so, und wie das dann wieder aussieht, will ich schon gar nicht mehr wissen.

Ich werd den Ärzten wohl etwas Dampf unterm Hintern machen müssen, damit die sich in meinem Fall mal bemühen. Aber da ich ja schon den Eindruck einer seelisch Kranken hinterlassen habe, werden die mir ohnehin nicht mehr viel helfen. Und wenn ich da rumjammere, wie schlecht es mir wegen meines Äußeren geht, dann halten die mich erst recht für komplett gestört. Aber es muss jetzt was passieren, denn so kann und will ich nicht mehr weiterleben. Das ist schon lange kein Zustand mehr und ich nehme so ein abgewracktes Äußeres auch nicht mehr lange so hin...

Ich war heute mal wieder draußen in der Stadt, aber es war einfach nur grauenvoll. Es war schon ein Kampf für mich, so überhaupt noch vor die Tür zu gehen. Ein Kampf ist es auch den ganzen Weg bis in die Stadt, wo ich kontinuierlich nur runter- oder weggucke, damit mich bloß keiner sieht und damit ich niemanden sehen muss. Ich nehme eigentlich kaum noch irgendwas von meiner Umgebung wahr, es sei denn, es ist direkt vor meiner Nase. Aber die Leute, die ich dann sehe, frustrieren mich erst recht. Überall sehe ich nur diese flachärschigen Mädchen und Frauen mit einem schmalen gut proportioniertem Körper, mit normaler Gesichtshaut und normalen Haaren. Allenfalls sehe ich ein paar übergewichtige Menschen, die aber dennoch außer dem Übergewicht nicht meine ganzen scheiß Probleme haben. Und gegen das Übergewicht kann man wenigstens etwas tun. Aber was kann ich gegen meine Probleme tun? Nichts, verdammt nochmal nix. Und deswegen fühl ich mich auch so hilflos und vom Schicksal tausendfach verarscht.

Ja, es belastet mich gerade wieder sehr und nimmt auch einen Großteil meiner Gedanken ein. Vor allem treibt es mich dahin, wo ich gar nicht hin will, nämlich in den Tod. Aber ich kann mir so einfach keine Zukunft mehr vorstellen. Was hab ich denn von den letzten Jahren gehabt, wo ich das Haus auch schon kaum verlassen habe, wo ich nix erlebt habe und einsam und unglücklich war? Wenn die Nymphies nicht wären, würde ich mir dieses Leben überhaupt nicht mehr antun. Sie sind das einzige, was mir an Freude noch geblieben ist, aber dennoch werde ich sie wohl in einem Jahr auch noch verlieren. Die Vögel gehören eigentlich meiner Schwester, aber die hat nicht viel Zeit und kümmert sich kaum um die Vögel und deshalb habe ich diesen Part übernommen. Meine Schwester hat auch gar nicht den Draht zu den Vögeln wie ich ihn habe. Aber da sie eine selbstgerechte Kuh geworden ist, wird es sie einen Dreck kümmern, wie sehr ich darunter leiden werde, wenn sie mir die Vögel einfach wegnimmt. Dann hat sie alles und ich habe gar nichts mehr. Und dann ist sie für mich sowieso gestorben.

Und in Anbetracht dieser Umstände weiß ich dann gar nicht mehr, für was ich noch leben soll. Selbst wenn ich dann eine eigene Wohnung hätte, macht es das ganze im Grunde nur noch schlimmer. Denn dann hocke ich da mutterseelenallein mit meinen ganzen Problemen und diese Vorstellung ist das absolute Obergrauen für mich. Natürlich weiß ich nicht, was in einem Jahr sein wird, aber ich bin nicht sehr zuversichtlich, dass sich bis dahin für mich das Blatt zum Positiven gewendet haben wird. Wahrscheinlich wird alles nur noch schlimmer. Wenn man den Verlauf meines Blogs verfolgt, dann wurde es bisher nämlich nur aufsteigend schlimmer. Das alles macht mir Angst und bereitet mir gleichzeitig Kopfzerbrechen. Meinen Lebensplan, den ich neulich für die nächste Zeit gemacht habe, scheint schon so unerreichbar geworden zu sein. Der ganze Weg ist voller Barrikaden, die so hoch und unüberwindbar scheinen. Wenn es schon bei der Erforschung der Ursache meiner Krankheit scheitert, dann scheitert zwangsläufig auch alles andere. Ich habe mich doch schon aufgerafft und bin zum Arzt gegangen. Ich werde auch jede weitere Untersuchung über mich ergehen lassen, wenn es mich nur weiterbringt. Aber mehr kann ich doch gar nicht machen!

Ich mache ständig Pläne, wie es weitergehen kann, wenn meine Leiden endlich besser werden. Aber die Frage ist eben, ob ich diese Pläne überhaupt noch in die Tat umsetzen werde bzw. umsetzen kann. Und auch wenn ich es kann, muss ich weiterhin alleine kämpfen, da es nach wie vor niemanden gibt, der mir zur Seite steht. Das ist das nächste große Problem. Es würde natürlich alles ganz anders aussehen, wenn ich einen Partner hätte. Aber das kann ich in meinem derzeitigen Stadium ja ohnehin vergessen. Ich glaub nicht, dass ich es schaffen würde, in meinem jetzigen Zustand überhaupt Nähe zulassen zu können. Da würde ich mich sicher nur eklig fühlen und Zweisamkeit gar nicht geniessen können. Aber den Traummann werde ich ja in der nächsten Zeit eh nicht finden und Mann Nr.4 wird wohl auch nicht mehr auftauchen. Ich könnte echt heulen, weil ich diese einmalige Chance auch wieder verpasst habe. Aber wahrscheinlich hätte Mann Nr.4 so ein Wrack wie mich sowieso nicht gewollt...

Ich hab ja noch ein Jahr Zeit, um jemanden zu finden und meine Probleme zu lösen. Aber ich seh ja, wie schnell die Zeit vergeht und dass ich einfach nicht von der Stelle komme. Eigentlich ist schon jeder Tag in diesem Zustand ein Tag zuviel. Wie lange soll ich das noch aushalten können? Auch wenn ich keine Depris mehr habe, kann ich nicht leugnen, dass es mir trotzdem beschissen geht. Deshalb muss ich mich hier auch mal wieder ein bißchen auskotzen. Aber ich habe ja gelernt, das noch mit den wenigen guten Dingen im Leben halbwegs aufzufangen. Dennoch wird es langsam eng und ich glaube manchmal keine Luft mehr zu bekommen und an diesem Zustand zu ersticken. Tief in mir drinnen ist nichts als Melancholie und Dunkelheit. Und es ist so leicht, diese auszulösen. Es ist so leicht, zu fallen. Aber so schwer, noch dagegenan zu kämpfen...

27.07.2010 um 21:33 Uhr

Sinn-Los

von: futureless81   Kategorie: Lebenskrisen

Hmmpf...das lief aber auch nicht so, wie ich es erwartet habe. Das Einzige, was ich mit diesem Arztbesuch erreicht habe, ist wohl, dass die da jetzt alle einen psychisch gestörten Eindruck von mir haben. So kam es mir am Ende jedenfalls vor...

Als ich dahin fuhr war ich total nervös. Der Weg etc. haben diesmal kein Problem dargestellt, dafür mein Äußeres um so mehr. Ich hab das Gefühl, ich werde jeden Tag hässlicher und unansehnlicher. Mit meiner Figur komme ich auch nicht mehr im Geringsten klar. Ich schäme mich eigentlich schon von oben bis unten für mich selbst und wahrscheinlich strahle ich das auch genauso massiv nach außen aus. Es behindert mich ja auch in meinem ganzen Auftreten und ich mache mich damit automatisch lächerlich, sobald ich mich nicht wohlfühle.

Im Wartezimmer war ich kaum mehr als 10 Minuten. Da waren zum Glück auch nur zwei weitere Leute drin, die mich nicht weiter beachtet haben. Ich wollte eigentlich im Kopf nochmal alles durchgehen, aber dann kam ich plötzlich schon dran. Die Ärztin erschien auf den ersten Blick ganz nett, aber im Endeffekt war sie auch nicht besser als alle anderen. Ich schilderte also meine Probleme (Haut, Haare und das mit dem Fettgewebe) und war damit schon in ein paar Sätzen durch. Obwohl ich gar nicht großartig erwähnt habe, wie sehr ich unter dem Ganzen leide, schien die Ärztin schon gemerkt zu haben, dass ich mit meinem gesamten Äußeren dermaßen unzufrieden bin. Es hieß dann plötzlich die Haut etc. wären gar nicht mein wirkliches Problem, sondern dass ich so unzufrieden mit mir selbst wäre. Ach nee, ganz toll. Kennt mich keine fünf Minuten und wagt es schon, solche Analysen an mir vorzunehmen! Was soll das?

Natürlich ist die Haut und all das, was plötzlich so unnormal geworden ist, mein Problem. Es bestärkt doch das ganze Sich-Nicht-Wohlfühlen-Können erst so richtig. Aber ich brauchte gar nix mehr sagen, denn das Urteil war ja schon gefällt und wen interessiert schon meine Meinung? Hey klar, ihr wisst ja auch alle so gut, wie es sich in meiner Haut und meinem Körper anfühlt, nicht wahr? Und ich werde sofort wieder in die seelisch kranke Schublade verfrachtet. Ist ja einfach immer alles auf die Seele zu schieben als mal nach den wirklichen Ursachen zu forschen. Sowieso wurde ich dort mal wieder, genau wie auch bei den anderen Ärzten, ziemlich schnell abgebügelt. Damit bloß schnell der Nächste drangenommen werden kann.

Auch meine Anhaltspunkte bezüglich Nähstoffmangel und evtl. Darmerkrankung wurden nicht weiter ernst genommen. Dann müsste ich ja zum Gastrologen gehen und nicht zum Hautarzt. Die Haut hat die sich auch nur kurz angeguckt. Ich musste zum Glück das Make Up nicht abmachen. Und richtig geäußert hat die sich auch nicht dazu. Entweder sind die alle blind auf den Augen oder die sagen mir absichtlich nicht, dass es fürchterlich aussieht, weil die glauben, mich damit noch mehr zu schädigen. Die Haare hat die sich auch noch angeguckt. Das heißt, richtig darin herumgewühlt, was richtig oberpeinlich war, weil ich da an einigen Stellen noch meine Haarersatzteile drin hatte.

Für meine zerknitterte Stirn habe ich jetzt so eine blöde Creme bekommen. Eigentlich ist die eher gegen Pickel. Die meinte, ich wäre da ja ganz pickelig. Witzig, dass was mich am Wenigsten stört, sieht die, und über die richtigen Schäden wird hinweggesehen, oder was?? Dann wurde wieder irgendwas von Zink gefaselt. Schließlich wurde mir anschließend noch Blut abgenommen für eine diesmal wohl umfangreichere Untersuchung als die beim Hausarzt. O-Ton: Wir können hier ja etwas mehr untersuchen. Ach was, fragt sich nur, ob "etwas mehr" reicht. Soweit ich das verstanden habe, werden da im Blut wohl die ganzen Mineralstoffe und Spurenelemente untersucht, auch der Zinkwert. Komisch, beim Hausarzt letztes Jahr sagten die mir, man könne den Zinkwert nicht übers Blut feststellen und das andere konnte auch nicht kostenlos getestet werden. Aber jetzt geht das plötzlich oder wie?

Jedenfalls kann es ja nicht schaden, diese Werte nochmal genau abzuchecken, hab ich mir gedacht. Aber das dabei nix herauskommen wird, das kann ich eigentlich jetzt schon mit Gewissheit sagen. Ich soll jetzt in zwei Wochen nochmal wieder kommen. Dann sind die Ergebnisse fertig. Nur was mache ich, wenn da tatsächlich nix bei herauskommt? Eigentlich müsste doch auch noch eine Stuhluntersuchung gemacht werden. Aber wahrscheinlich machen die das gar nicht und dann muss ich wieder woanders hinrennen. Ich hab langsam echt das Gefühl, dass mir überhaupt niemand helfen will. Und dann? Soll ich dann weiter so rumlaufen, bis es für mich so unerträglich ist, dass ich das Haus bald gar nicht mehr verlassen kann oder mich deshalb umbringe? Was soll ich denn noch machen? Ich weiß doch, dass es krankhaft ist und nur weil ich seelische Probleme habe, kann das doch nicht alles darauf geschoben werden. Selbst wenn es so wäre, gäbe es für mich dann ja gar keine Hoffnung auf Besserung mehr. Oder soll ich mich ein halbes Jahr ins Koma legen, bloß damit meine Seele Ruhe bekommt? Geht ja wohl schlecht.

Mit diesen ganzen Untersuchungen verschwende ich auch nur meine Zeit. Das mit dem Fettgewebsschwund hat die auch überhaupt nicht kapiert. Angeblich würde das ja am Körpergewicht liegen. Aber ich hab ja überhaupt nix abgenommen und das hab ich der auch gesagt. Und mein eingefallenes Gesicht fand die scheinbar auch noch normal. Naja, vielleicht sah es nur nicht so schlimm aus, weil ich ja seit einer Weile wieder Kieselsäure-Gel einnehme. Trotzdem war es vorher anders. Werd ich wohl doch noch zum Schönheitsdoc gehen müssen. Dieses Gesicht kann man nämlich nur noch in die Tonne treten!

Ich muss sagen, dass ich doch mit einiger Wut und Enttäuschung im Gepäck nach Hause gefahren bin. Die Hoffnung, dass das alles noch je wieder normal wird, ist im Grunde schon gleich null. Und überall sehe ich dann nur Leute mit normaler Haut und normalen Haaren und frage mich, wieso ich so einen minderwertigen Zustand hinnehmen soll? Und dass ich wieder wie eine psychisch Gestörte behandelt worden bin, hat mir auch alles andere als gut getan. Am Ende hab ich auch schon gedacht, die Arzthelferinnen machen sich auch über mich lustig. Irgendwie ist es doch so, dass die einen behandeln als wäre man zu blöd für alles. Wahrscheinlich haben die, als ich weg war, erstmal gesagt: "Mein Gott, was war das denn für eine Gestörte?"

Ist doch alles kacke. Ich weiß langsam echt nicht mehr, wo das noch hinführen soll. Mein Leiden wird wohl nie ein Ende haben und zufrieden werde ich mit meinem Aussehen wohl erst recht nie mehr sein können. Dadurch, dass schon so offensichtlich ist, dass ich Komplexe habe, sehe ich, dass es wirklich extrem schlimm ist. Aber was soll ich dagegen machen? Mein Körper ist einfach das Letzte und ich kann mich darin nicht wohlfühlen. Aber wenn nicht mal mehr Gesicht, Haut und Haare wieder in Ordnung kommen, dann war's das doch für mich. Nie mehr ohne Zwänge rausgehen können, nie arbeiten gehen können, nie mehr eine Beziehung haben können = keine Zukunft haben können.

Warum habe ich immer nur Pech? Hätte ich nicht wenigstens Mann Nr.4 kennenlernen können? Hätte das überhaupt irgendwas geändert, solange ich mich selber nicht ab kann? Vielleicht hätte es ja was geändert, aber es sollte eben wie immer nicht sein. Und jetzt, da so deutlich ist, was ich suche und was mir fehlt, macht das alles irgendwie nur noch schlimmer. Es ist, als hätte man im Labyrinth endlich den Ausgang gefunden, aber dann hat man eine verschlossene Tür vor der Nase. Tja, sorry, musst du wohl wieder zurückgehen und weiter durchs Leben irren. Viel Spaß dabei! Genauso ist es doch. Man muss doch auch mal irgendwo ankommen, sich irgendwo aufgehoben fühlen, oder nicht? Ich bin's so leid, immer nur im Kreis zu laufen. Mir die Hacken abzulaufen für nix und wieder nix. Ich will das alles nicht mehr! Wieso muss mein Leben bloß so verflucht und so scheiße sein? Warum???

03.06.2010 um 21:52 Uhr

Meine Fresse!

von: futureless81   Kategorie: Lebenskrisen

3 Tage vom Juni sind nun so gut wie rum. 3 Tage, an denen ich schon mindestens die Hälfte an Unannehmlichkeiten abgearbeitet habe. Dienstag habe ich die Passfotos gemacht. Ich hatte an diesem Tag das einzige Mal das Glück, dass es draußen nahezu windstill war und ich tatsächlich "heil" dort angekommen bin. Aber gebracht hat mir das überhaupt nix. Auf den Fotos wurden die Haare sowieso größtenteils weggeschnitten und die Haare waren auch nicht das Schlimmste. Mein Gesicht sah total abgewrackt aus. Natürlich war die Haut auch auf den Bildern noch fleckig, aber das hässlichste daran war eigentlich mein Gesicht. Das sieht ja total verzerrt aus und die untere Wangenpartie ist total eingefallen und das auch noch auf beiden Seiten ungleichmäßig. Die Lippen sahen grausam angemalt aus, dabei sieht das auf den Fotos, die ich selber mache, immer ganz normal aus. Hab ich wohl nen Kack-Fotograf erwischt!

Jetzt hat diese Aktion genau das bewirkt, was ich schon befürchtet habe. Ich kann mich äußerlich nun gar nicht mehr ertragen und verabscheue mich mehr denn je. Umso mehr ist mir dadurch auch bewusst geworden, dass ich sehr bald zum Arzt deswegen muss. Denn DAS ist wirklich nur noch krankhaft. Ich sehe echt total krank aus. Es ist kein Vergleich zu dem Aussehen, dass ich vor gut 1 Jahr noch hatte. Ich versteh auch einfach nicht, was da passiert ist. Es liegt auch nicht nur an der Haut oder den Haaren. Das ganze Gesicht hat sich total verändert. Ich hatte immer ein volles, ja fast schon rundes Gesicht und jetzt ist das an den Seiten richtig unnormal schmal geworden. Das sieht aus, als hätte man da ein Stück weggeschnitten. Ich nehme mal an, dass das ganze Binde- und Fettgewebe darunter weggesackt ist. Wenn ich diese Kieselsäure nehme (die ja auch fürs Bindegewebe ist), wird es nämlich wieder etwas fülliger. Allerdings sehe ich es auch nicht ein, dass ich mir das chronisch kaufen muss, nur weil von alleine nix mehr funktioniert.

Es war letztes Jahr ganz plötzlich so, dass mein Gesicht innerhalb von 1-2 Monaten richtig schmal eingefallen war und davor waren die Wangen auch schon etwas eingedellt. Das Ganze hat jedenfalls zur Folge, dass ich aussehe als wäre ich um Jahre gealtert und dieses Gesicht werde ich auf Dauer so nicht mehr ertragen können. Deshalb hoffe ich, dass das auch mit der Krankheit zusammenhängt und das man das wieder hinkriegen kann, auch wenn ich daran eher nicht glaube. Binde- und Fettgewebe baut sich meistens nicht mehr wieder auf, wenn es ein Mal weg ist. Ansonsten werde ich es wohl aufpolstern lassen müssen, denn mit so einer Visage kann und will ich nicht leben. Und auch mit den ganzen anderen Problemen nicht. Wenn die beim Arzt nicht die Ursache herausfinden, gibt's für mich keinen Grund mehr, so noch weiterzuleben. Denn DAS ist definitiv kein Leben mehr! Das ist nur noch Qual!!!

Heute bin ich dann los, um meinen Personalausweis erneuern zu lassen. Natürlich war wieder dieser ätzende Wind und ich hatte auch noch den doppelten Weg wie sonst. Rausgehen kommt für mich wirklich einem Albtraum gleich. Ich kann schon gar nicht mehr in Worte fassen, wie abscheulich und zutiefst unwohl ich mich in meiner Haut fühle. Eigentlich ist in solchen Momenten nur noch mein Denken da. Der Rest ist eine abstoßende Hülle und Erscheinung, die ich nicht mehr als meine eigene ansehen kann. Es ist fast so, als wäre ich in einem falschen Körper gefangen. Nur noch ein Monster, eine Hässlichkeit, aber ganz bestimmt nicht das, was ich mal war. Nur noch ein armseliges zusammengeschrumpftes Häufchen Elend stelle ich noch da. Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich mich dafür schäme und wie wahnsinnig schwer es mir fällt, so überhaupt noch unter Menschen zu gehen. Denn am Liebsten würde ich so nie nie wieder rausgehen. Jeder denkt womöglich noch, ich laufe freiwillig so herum, dabei ist das Ganze ja krankhaft bedingt und ich kann (wahrscheinlich) nicht mal was dafür. Mittlerweile ist es für mich so unerträglich geworden, dass ich draußen laut rumfluche (Scheiß Wind, Scheiß Haare, usw). Wenn ich das nicht mache und alles in mich reinfresse und stumm leide, dann macht mich das noch viel mehr kaputt. Dann würde ich glaub ich endgültig den Verstand verlieren. Außerdem mache ich das, um meinen Charakter über das Äußere zu stellen. Denn wenn ich mich noch fluchen höre, dann weiß ich wenigstens, dass ich noch da bin und dass nicht nur noch diese hässliche Hülle von mir sichtbar ist. Einige Leute haben das auch schon mitbekommen, aber das interessiert mich nicht mehr. Früher hätte ich sowas im Leben nicht gebracht. Heute muss ich es, um das überhaupt noch irgendwie durchstehen zu können.

Der Behördengang war an sich ein Klacks dagegen. Früher war SOWAS eher ein Problem für mich, weil ich da im Kontakt mit Menschen so gehemmt war. Das ist jetzt gar nicht mehr das Problem. Die Probleme sind wirklich nur noch mein Äußeres und die Strecke, die ich damit zurücklegen muss, um irgendwo hin zu kommen. Jedenfalls hab ich jetzt erstmal ein paar Wochen Ruhe, bis der Ausweis fertig ist. Dann folgt noch ein weiterer Behördengang und bei der Bank werd ich auch noch was regeln müssen. Das Ganze hätte ich alles schon Jahre vorher machen können, aber da sah ich mich ja auch schon nicht in der Lage dazu und war deshalb in einer Art "Sonderregelung", die für mich völlig unvorteilhaft war. Wenn ich das jetzt alles unter Dach und Fach habe, hab ich wenigstens etwas mehr Geld zur Verfügung; auch wenn das unter den gegebenen Umständen auch nicht viel besser macht. Aber ich bin schon froh, wenn ich das alles geschafft habe, denn für meine Belange habe ich dann schon viel geleistet. Und das fällt mir weiß Gott alles andere als leicht.

In den letzten Tagen hatte ich sogar schon leichte Kopfschmerzen. Ich hatte sonst noch nie Kopfschmerzen. Also entweder macht mich dieser ganze Stress seelisch wirklich fertig oder das ist jetzt schon wieder der Vorbote eines weiteren Leidens. Ich hoffe um alles in der Welt, dass es das nicht ist. Denn wenn jetzt zu den seelischen Schmerzen auch noch körperliche kommen, dann werd ich das nicht überleben...

Der Weg, den ich nun gehen muss, ist klar. Es gibt keinen anderen. Die Probleme müssen gelöst werden. Damit kann ich nicht mehr leben. Es ist alles so ungerecht. Ich habe mich persönlich wirklich schon so gut entwickelt, aber das Leiden mit dem Aussehen macht das Meiste davon wieder zunichte, weil ich dadurch so beeinträchtigt bin. Ich hätte schon so viel weiter sein können. Stattdessen geht es mir seelisch deswegen schon wieder richtig beschissen und ich kann nix anderes machen, als das alles zu verdrängen und mich so gut wie möglich davon abzulenken. Aber Fakt ist, in meinem tiefsten Inneren leide ich so entsetzlich darunter, dass ich meinen eigenen Anblick schon nicht mehr ertragen kann. Ganz offensichtlich ist es die letzten Monate wieder alles noch schlimmer geworden. Haare noch dünner, Gesicht wieder schlimm eingefallen, die Haut tot wie eh und je. Ist es wirklich schon seelisch bedingt? Ende letzten Jahres waren die Haare noch um einiges besser. Wie hab ich das nur hingekriegt, dass sie da wieder besser wurden? Waren es wirklich nur die Haartabletten? Werde ich es jetzt nochmal schaffen, dass sie wenigstens wieder so werden, dass ich damit noch halbwegs rausgehen kann?

Der Weg zum Arzt würde in meinem jetzigen Zustand nämlich einer Weltreise gleichkommen. Auf keinen Fall könnte ich das so, wie es momentan ist, meistern. Andererseits musste ich den anderen Kram ja auch "so" schaffen, obwohl das nicht mal halb so wichtig ist, wie diese äußerlichen Schäden zu beheben. Aber eins nach dem anderen. Ich werde auf jeden Fall noch zum Arzt gehen. Vielleicht schaffe ich es ja schon nächsten Monat. Spätestens im August. Diese Frist habe ich mir jetzt gesetzt. Ich hab schon viel zu lange damit gewartet. Und ich will nicht, dass es womöglich noch extremer wird, denn dann ist gar nichts mehr zu retten. Wie konnte es nur soweit kommen? Ich hab manchmal das Gefühl, als würde ich mutieren. Vielleicht ist es ja auch ein Gen-Defekt! Komisch nur, dass nur ich den dann habe und sonst niemand aus der Familie...

Meine Schwester wird auch in ein paar Monaten mit ihrem Freund zusammenziehen und das auch noch ziemlich weit weg. Ich finde das alles ziemlich überstürzt, wo die gerade mal eineinhalb Jahre zusammen sind. Und sie hat da noch nicht mal eine Stelle in Aussicht. Aber sicher wird sie auch da wieder Glück haben, denn der Teufel scheißt ja immer auf den größten Haufen. Ich komm mir richtig blöd vor. Ich bin fast 6 Jahre älter und sie hat schon jetzt so wahnsinnig viel geschafft, wovon ich wahrscheinlich in meinem ganzen Leben nix mehr schaffen werde. Nein, ich bin ja schon damit überfordert, nur vor die Tür zu gehen. Ich hatte bisher nur eine Beziehung und davor ein bißchen "Ausprobiererei" und seit 4 Jahren läuft mit Männern schon gar nix mehr. Irgendwie glaub ich auch nicht mehr daran, dass sich da nochmal was ändern wird. Jedenfalls nicht, solange ich von diesen Problemen gefoltert werde. Es ist wirklich alles schiefgelaufen, was nur schieflaufen kann.Warum hab ich das alles abgekriegt? Habe ich nicht auch das Recht, glücklich zu sein? Warum muss ich mein ganzes Leben nur leiden, egal was ich mache? Das will ich nicht mehr! Dies ist mein letzter Kampf und wenn ich ihn verliere, pfeif ich auf dieses armselige Leben! Denn das kann's wirklich nicht sein!!!!

07.05.2010 um 22:12 Uhr

Allein, allein

von: futureless81   Kategorie: Lebenskrisen

Die erste Mai-Woche ist schon fast wieder rum. Die Zeit rast, aber ich bleibe in meinem Teufelskreis von einem Leben stecken. Es geht nicht vorwärts und rückwärts erst recht nicht. Für diese Sinnlosigkeit, die ich gerade (oder schon jahrelang) durchmache, gibt es gar keinen Ausdruck mehr. Mir ging es schon mal schlechter als jetzt, aber viel fehlt eigentlich nicht mehr, damit es wieder so ist...

Ich hab nix Sinnvolles zu tun, werde nicht gebraucht, versinke in kompletter Einsamkeit, kann mit niemandem reden, bestehe nur noch aus Problemen, die mich Tag für Tag mehr um den Verstand bringen. Hab absolut keine Hoffnung mehr, noch je einen Mann zu finden. Weiß nicht, wozu ich überhaupt noch leben soll und wie meine "Zukunft" aussehen soll. Wenn ich eine Pro- und Contra-Liste für mein Leben machen würde, wüsste ich nicht, was auf der Pro-Seite noch stehen sollte. Fakt ist, es wird einfach alles immer schlimmer und dabei habe ich schon jetzt das Gefühl, dass sich dieses trostlose Dasein nie mehr zum Positiven wenden wird.

Der große Haken ist, ich habe niemanden. Niemanden, der für mich da ist oder der mir hilft oder mir Mut macht. Nur eine beschissene Familie, die noch absichtlich wegguckt, wenn's mir dreckig geht, weil's sie nicht kümmert. Weil die meine Probleme die letzten 15 Jahre und vielleicht sowieso noch nie gekümmert haben. Hauptsache denen geht's gut. Denen und meiner blöden Schwester, die mir ihr unbekümmertes und von Glück überhäuftes Leben noch protzig vorleben muss. Das Einzige, was ich überhaupt noch zu hören bekomme, sind bekloppte Sprüche oder belangloses Gelaber. Als Mensch habe ich für die schon lange aufgehört zu existieren. Für meine Familie und alle Verwandten bin ich nix weiter als ein Roboter ohne Gefühle und ohne Persönlichkeit. Wahrscheinlich muss ich erst unter der Erde liegen, damit diese Ignoraten kapieren, wie sehr ich mein Leben lang gelitten habe und es noch immer tue.

Kann man denn von niemandem mehr Verständnis erwarten? Ist das zuviel verlangt? Darf man heutzutage keine Probleme mehr haben, ohne dass man gleich schief angeguckt wird? Gibt es nur noch Menschen auf der Welt, die mich nicht verstehen können und die mich für bekloppt halten? Bin ich schon so weit vom Weg abgekommen, dass ich mich von allen anderen so gigantisch unterscheide? Manchmal habe ich wirklich schon das Gefühl, dass es ganz genauso ist. Schon damals während der Schulzeit habe ich mich schon so unverstanden und "anders" gefühlt. Und heute ist das aufgrund meiner ganzen Probleme umso extremer geworden. So extrem, dass ich mich gar nicht mehr in der Lage sehe, noch mit irgendjemandem Kontakt aufzubauen. Und genau da schließt sich wieder der Teufelskreis. Kein Kontakt = einsam = sinnlos.

Dabei bräuchte ich nur einen Menschen an meiner Seite. Nur einen einzigen Menschen. Aber eben DEN EINEN und nicht irgendjemanden. Doch meine letzte Hoffnung musste ja noch auf so sinnlose Art und Weise zerfetzt werden, dass ich jetzt völlig am Boden bin. Ich bekomme nur noch gemeine Mails oder solche, mit denen ich nicht das Geringste anfangen kann. Mit niemandem kann man sich mehr vernünftig unterhalten oder austauschen. Jeder gibt nur noch oberflächliches, einfältiges Gelaber von sich. Niemand versteht meine Probleme oder warum es mir schlecht geht. Niemand kann für mich da sein ohne mir gleich mit neunmalklugen Ratschlägen auf den Senkel zu gehen. Niemand außer M2 und der ist einfach nicht mehr da...

Ich habe nur noch eine Mordswut im Bauch auf alles und jeden und weil ich immer nur Pech habe im Leben und ungerecht behandelt werde. Wenn mich jemand blöd anschreibt, mach ich ihn gleich zur Minna. Ich bin extremst aggro geworden. Ich glaub, so schlimm war es noch nie. Denn ich hab diese ganze Scheiße sowas von satt. Ich bin an einem Punkt, wo ich mit Gewissheit sagen kann, mein Leben ist gelaufen und meine Zeit hier ist abgelaufen. Auch wenn ich meine äußerlichen Probleme noch beheben könnte, was mir auch schon schier unmöglich erscheint, wird sich doch nie mehr was ändern und ich werde allein bleiben. Allein, weil ich seelisch so zerstört und eigenartig bin, dass kein Mensch noch je mit mir klarkommen wird. Und solche wie Jan und M2 sind Eintagsfliegen, kleine Wunder, auf die ich wieder Jahre oder Jahrzehnte warten muss, um sie dann doch wieder zu verlieren.

Warum soll ich für immer alleine durchs Leben eiern und das alles durchstehen? Kann mir das mal jemand sagen? Niemand kann an so einem Dasein Freude haben, es sei denn er ist schon so abgestumpft, dass er eh nix mehr mitkriegt! Und der ganze Rest, der im Leben sonst noch bleibt, lohnt sich einfach nicht. Ich könnte mir tausend Hobbies zulegen. Es würde nix daran ändern, dass ich mich einsam und leer fühle und es auch bleiben würde. Zwar kann ich kaum Menschen um mich herum ertragen, aber ganz für mich alleine geht es auch nicht. Natürlich nicht! Könnt ihr euch vorstellen, wie es ist, fast den ganzen Tag zu schweigen und nur seinen eigenen Gedanken ausgeliefert zu sein?

Am Anfang dachte ich, ich verliere den Verstand und hätte mir am Liebsten eine Gehirnhälfte weggeschossen. Aber selbst damit hab ich schon lernen müssen umzugehen. Mit der totalen Isolation, nur eins mit sich selbst und den in den Wahnsinn treibenden Gedanken. Wie könnte man da je wieder zur Normalität zurückkehren und den Wunsch haben, sich noch mitzuteilen? Denn dieses Bedürfnis habe ich schon kaum noch. Deshalb pfeif ich auch auf irgendeinen belanglosen Small-Talk mit irgendwelchen Typen ausm Internet, weil ich mit sowas überhaupt nix mehr anfangen kann. Ich komm mir dann vor, als käme ich von einem anderen Planeten. Die labern irgendeinen Kram von Partys und Wochenend-Aktivitäten, all das, was für mich meilenweit entfernt und völlig fremd ist. All das, was es in meiner Welt nicht gibt, denn meine Welt ist eine Hölle. Aber wer weiß das schon? Wer kann das schon verstehen oder nachempfinden? Niemand, ja niemand. Niemand, der nicht rein zufällig auch nicht von Glück gesegnet ist und weiß, was wirkliche Probleme sind. Nur dass das scheinbar fast niemand mehr weiß.

Das Internet ist voll von hirnlosen Idioten dieser Art. Dabei müsste man doch meinen, gerade da auch Menschen mit Problemen anzutreffen. Oder sehe ich die einfach nicht. Aber das kommt wahrscheinlich daher, dass man mir nicht ansieht, dass ich eine "Unnormale" bin. Alle denken wer weiß was, nur das, was ich in Wirklichkeit bin, sieht keiner oder will es nicht sehen. Ich hab den Eindruck, oft noch extra Salz in die Wunden gestreut zu bekommen, weil mit mir einfach keiner klarkommen und mich verstehen kann. M2 war da irgendwie total anders. Er hat die Probleme zur Kenntnis genommen, ohne weiter darin rumzustochern. Aber er wusste halt, dass es mir nicht gut geht. Naja, die Ausmaße meiner Probleme hat er sich auch sicher nicht so schlimm vorgestellt, wie sie in Wahrheit sind. Er hielt mich ja auch für eine Hübsche. Da kann er wahrscheinlich froh sein, die grauenhafte Wahrheit nicht mehr erfahren zu müssen. Jeder kann darüber froh sein. Mit dem Aussehen kann ich mich sowieso gleich eingraben. Und seelisch ist auch nix mehr zu retten. Jetzt nicht mehr. Das Leben hasst mich einfach! Und ich hasse es auch!!!   

14.04.2010 um 22:08 Uhr

Letzte Hoffnung?

von: futureless81   Kategorie: Lebenskrisen

Ächz! Jetzt ist die Woche auch schon wieder halb rum. Aber zumindest bin ich jetzt einen Schritt weiter. Dienstag war ich erstmal in der Apotheke, um zu erfahren, ob die das Kaliumzeugs bestellt haben. Die Antwort: "Nein, tut mir leid! Es gibt leider nix zu bestellen, was man so einnehmen kann!" Ich dachte nur, das kann doch echt nicht wahr sein und hab mich gefragt, was ich denn jetzt machen soll. Also bin ich noch in eine dritte Apotheke gegangen; eine größere, bessere, die sonst auch fast immer alles da hatte, was ich brauchte im Gegensatz zu anderen Apotheken.

Also da nachgefragt, aber die hatten das Kaliumzeugs auch nicht vorrätig. Ich dachte schon, na toll, das war's dann wohl, hab dann aber ohne große Hoffnung nochmal gefragt, ob die mir das denn bestellen könnten. Und siehe da, alles kein Problem. Die Frau, die mich bedient hat, hat gleich so ein Bestellbuch hergeholt, wo wohl all so'n Chemiezeugs aufgeführt ist und hat mir die Preise genannt und es dann gleich bestellt. Von wegen da gibt es nix!!! Ist doch echt unglaublich, oder? Da fühlt man sich doch echt verarscht! Die einen haben scheinbar von nix ne Ahnung und können einem nichtmal weiterhelfen und woanders geht das problemlos über die Bühne. Naja, aller guten Dinge sind eben drei. In die anderen Apotheken werde ich in Zukunft jedenfalls keinen Fuß mehr setzen. Eigentlich müsste ich mich da beschweren, aber mit sowas verschwende ich meine Kraft dann auch wieder nicht.

Musste heute dann noch ein drittes Mal los, um das Zeugs abzuholen. Hab mir gleich nen Kilo davon bestellt und musste lachen, als die mir da so'n fetten Kübel mitgegeben haben. Mann, war das ein Akt! Drei Mal am Stück mit dem Horror-Aussehen los! Das hat mich echt geschafft! Ich fühl mich noch ausgelaugter als sowieso schon. Ich muss mich jetzt erstmal dringend erholen und zur Ruhe kommen! Wieso fühl ich mich bloß wieder so geschwächt und schlecht? Das war doch schon mal besser! Ich versteh das einfach nicht! Nachts wach ich auf, obwohl ich erst ein paar Stunden geschlafen hatte. Das hab ich sonst nie. Und dann kann ich wieder nicht einschlafen, bin unruhig und grüble nur und wünschte mein Leben wär nur ein Albtraum, aus dem ich erwachen könnte. Und dann ist wachsein schon schlimmer als schlafen und Albträume zu haben und man will gar nicht mehr aufwachen!

In der letzten Zeit ist es Tag für Tag wieder richtig bergab mit meinem Befinden gegangen. Zum Einen dadurch, dass das Leiden mit den Haaren wieder so extremst geworden ist und zum Anderen, dass ich mich auch körperlich wieder richtig schlecht fühle und nur noch müde bin. Der ganze Tag ist eigentlich nur noch ein einziges Leiden. Wenn ich mich nicht kontinuierlich mit den verschiedensten Dingen ablenken würde, würde ich das gar nicht mehr durchstehen. Sobald ich nur anfange über meine ganze trostlose und aussichtslose Situation nachzudenken, kriege ich die Krise. Deshalb wird es höchste Zeit die Notbremse zu ziehen und ich hoffe, dass ich mit der Zellentsäuerung jetzt endlich was zum Positiven wenden kann. Ansonsten werd ich das nicht mehr lange durchhalten. Ich kann diesen ganzen Zustand nicht mehr ertragen! Dieses verkümmerte und entstellte Äußere. Es ist so krass, wie viele Jahre ich das schon ertragen muss und wie weit ich mich deshalb schon von jeglicher Normalität entfernt habe. Nicht ein Mal rausgehen kann ich mehr, ohne dass es für mich der größte Albtraum ist. Das kann's doch echt alles nicht mehr sein!!!

Deshalb kann ich nur hoffen, dass ich mit der Zellentsäuerung jetzt endlich auf dem richtigen Weg bin und sich zumindest meine Gesichtshaut wieder normalisiert. 4 Wochen muss man das Zeug erstmal einnehmen. In dem Zeitraum werd ich dann ja sehen, ob sich da was tut oder ob ich mich vielleicht auch wieder besser fühle. Also beginnt jetzt die heiße Phase und meine vielleicht letzte Hoffnung auf Besserung. Drückt mir die Daumen, dass es klappt und ich irgendwann wieder ein halbwegs normales Leben führen kann!!!

P.S.: Wen das Thema Übersäuerung und Entsäuerung interessiert, kann sich diese Seite mal anschauen. Ist echt interessant!

http://www.naturundheilen.de/basics/archiv/pdf-gratis/n-1621.pdf

 

31.08.2009 um 23:10 Uhr

Kein guter Monat

von: futureless81   Kategorie: Lebenskrisen

So, jetzt ist der blöde August auch so gut wie Geschichte. Was für ein überaus gräßlicher Monat! Es kann echt nur noch besser werden. Nein, es muss sogar besser werden, sonst verliere ich irgendwann noch den Verstand, wenn das so weitergeht...

Im Moment hab ich wieder eine schwierige Phase und meine blöde Familie macht mir das Leben noch zusätzlich schwer, weil keiner Verständnis für meine Situation hat. Dann muss ich noch das Glück meiner Schwester mitansehen, die jetzt mit ihrem Freund gemeinsam in Urlaub gefahren ist. Und ich hocke die ganze Zeit alleine rum und hab niemanden zum Reden (außer alle 2 Wochen mal in der Therapie). Ja, es ist echt verdammt hart für mich und ich frage mich, wie ich das überhaupt noch aushalten kann. Und die Therapie läuft ja auch Ende dieses Jahres oder Anfang nächsten Jahres aus. Und dann sieht es richtig finster für mich aus.

Wie soll das bloß alles noch weitergehen? In letzter Zeit möchte ich mir echt verdammt gerne nen Strick nehmen wollen...Ich hab einfach keine Hoffnung mehr, dass sich in meinem Leben nochmal irgendwann was zum Positiven ändert. Meine Haare machen mich nach wie vor wahnsinnig. Wahrscheinlich muss ich die nochmal komplett neu wachsen lassen und das dauert wieder Jahre. Wenn die neuen Haare denn wenigstens dicker sein würden, aber bisher sind sie noch genauso dünn. Ich hab aber den Eindruck, dass meine Haare durch die Kopfhautmassagen schneller wachsen. Nur bringt mir das nix, wenn sie wieder genau so dünn sind. Ich glaub, das wird nie mehr so werden, wie es mal war. Ganz nach dem Motto: Ein Mal kaputt, immer kaputt!

Ich weiß echt nicht, in welcher Hinsicht ich noch vorankommen soll, um diesen Teufelskreis endlich zu durchbrechen. Im Grunde ändert sich nämlich rein gar nix, außer dass alles noch schlimmer wird als es ohnehin schon ist. Die ganze Kämpferei, das ganze Warten und Hoffen ist völlig umsonst, hab ich das Gefühl.

Auch in puncto Männern tut sich nix mehr. Mr. Stalker bin ich jetzt auch los. A. ist mal wieder von der Bildfläche verschwunden und sonst habe ich niemanden in Aussicht. Worüber ich mich mal wieder geärgert habe, ist, dass ich jemanden angeschrieben habe, der mir ganz gut gefiel. Aber wie so üblich - keine Antwort. Die guten Männer wollen von mir nix wissen, nur die Idioten kreisen um mich wie Aasgeier. Es ist immer dasselbe. Und warum? Weil ich denen einfach nicht gut genug bin! Und die, die ich will, werden von Millionen anderen Frauen angehimmelt. Aber ist doch auch kein Wunder? Ein attraktiver Typ wirkt schließlich auch auf andere anziehend und jeder will ihn haben. Das ist eben so und ich leide ja schließlich nicht unter Geschmacksverirrung, denn dann stünden ja genügend Typen zur Auswahl. Ach, das ist alles blöd!

Ich kann mir ohnehin gar nicht mehr vorstellen, nochmal ne Beziehung zu haben. Selbst wenn, würde sie bestimmt schnell an meinen ganzen Problemen scheitern. Ich glaube mein Schicksal ist bereits besiegelt und ich werde sowieso für immer alleine bleiben. Was anderes scheint ja gar nicht mehr möglich zu sein.

Mein ganzes Dasein ist doch nur noch unnormal und zum Scheitern verurteilt. Außer meiner Familie habe ich niemanden und manchmal denke ich, es wäre besser, auch da den Kontakt für immer abzubrechen. Aber dann stehe ich ganz alleine da. Freunde habe ich keine, all meine Verwandten haben auch nix für mich übrig. Und irgendwann leben die auch nicht mehr. Wo soll ich dann bleiben so ganz allein? Meine einzige Chance ist doch, nen netten Mann zu finden und mit dem ein neues Leben anzufangen. Alles andere kann ich gleich vergessen. Wie soll ich da bloß jemals rauskommen? Kann ich überhaupt noch irgendwas tun?

Die restlichen 4 Monate des Jahres will ich auf jeden Fall noch bestmöglich nutzen, auch wenn ich noch nicht weiß, wie das aussehen soll. Diese Woche will ich versuchen, wieder ein paar neue Klamotten zu finden. Mein Kleiderschrank gibt nicht mehr viel her, außerdem will ich mich ja stylisch eh verändern. Ob mich das weiterbringt, keine Ahnung. Aber vielleicht macht es mir wenigstens ein bißchen Freude in meinem armseligen Leben. Vielleicht wird der September für mich ja ein besserer Monat...

10.12.2008 um 23:18 Uhr

Tiefschwarz

von: futureless81   Kategorie: Lebenskrisen

Tiefschwarz. Endlos schwarz. Ich habe keine Kraft mehr. Jeder Tag ist nur noch Quälerei für mich. Mir ist alles so egal geworden. Ich kann sowieso nur noch verlieren. Ich kann mich selbst und mein nutzloses Dasein nur noch abgrundtief verachten. Für mich wird es nie mehr eine Zukunft geben. Nie mehr!

Dieser letzte vernichtende Schlag hat mich endgültig zerstört und ich kann und will nicht verstehen, warum sowas immer mir passieren muss. Warum ich alles Unglück der Welt abkriege. Es kann ja nur an mir liegen. Weil ich ein Nichts bin. Weil man mit mir nix anfangen kann. Weil ich einfach zu kaputt bin, als dass sich noch jemand mit mir befassen wollen würde.

Es gibt keinen Ausweg mehr. Kein Vorankommen. Jetzt erst recht nicht mehr. Ich merke, wie mir alles entgleitet und bald so gleichgültig sein wird, dass ich dieses armselige Leben beenden kann. Wenn ich meine Nymphies nicht hätte, wäre ich schon längst weg.

Es ist zu spät, um bei mir noch irgendwas zu retten. Ich weiß, ich werde nie mehr jemanden finden. Diese Singlebörsen kann man einstampfen. Das ist der letzte Dreck. Ich kann das nicht mehr. Mich immer für alles schämen zu müssen, mich verstellen zu müssen und mich trotzdem wie eine Aussätzige zu fühlen. Das ist der größte Selbstbetrug. Ich bringe es kaum noch fertig, da ein paar Sätze zu schreiben. Entweder fällt mir nix ein oder ich breche gleich in Tränen aus, weil ich an Jan denken muss. Ich fühle nix mehr und ich werde es auch nie mehr.

Liebe ist etwas, das ich nicht mehr fühlen darf, denn es wird für mich nur tödlich enden, egal was ich auch mache. Ich hoffe, ich hab es bald überstanden. Dann hat die Welt einen Loser weniger. Who cares...Es ist sinnlos, sinnlos, sinnlos...

06.12.2008 um 22:47 Uhr

Schlimmer geht's nicht mehr...

von: futureless81   Kategorie: Lebenskrisen

Weitermachen, bis ich total am Ende bin...Ja, das bin ich jetzt. Seit gestern mehr als je zuvor. Ich bin so schlimm gedemütigt und verletzt worden, dass ich vor lauter Schmerz am Liebsten auf der Stelle tot umfallen möchte...

Ich habe Jan angerufen. Ja, ich weiß, dass es ein Fehler war und dass ich ihn endlich vergessen sollte. Erst recht nachdem, was er sich jetzt noch geleistet hat. Ich rief also bei ihm an; wie immer zu später Stunde, und er ging wie gewöhnlich nicht dran. Plötzlich klingelt es bei mir und für einen Bruchteil einer Sekunde denke ich: Hey, er ruft zurück! Ich bin ihm doch nicht egal!

Aber jetzt kommt's. Am Telefon meldet sich eine weibliche Stimme. Ich dachte mir erst nix dabei. Dachte er wäre auf ner Party und jemand geht vielleicht gerade für ihn dran. Ich frage, wer dran ist und die Tussi sagt in eifersüchtigem Ton, dass würde sie sich allerdings auch fragen. Daraufhin hab ich sofort aufgelegt. Die Sache war eindeutig und ich hatte eine Mordseifersucht. Kann man sich vorstellen, oder?

Dreist wie ich bin, ruf ich nochmal an. Denke mir, jetzt erst recht. Und dann geht Jan dran mit einer total komischen Stimme. Die blöde Tussi bequatscht ihn im Hintergrund und ich bin so verletzt, dass ich kein Wort rauskriege. Was ist das denn auch bitte für eine Situation? Die ruft mich von seinem Handy aus an und fragt mich dann noch, wer ICH bin? Ich wollte ja auch mit Jan sprechen und nicht mit dieser dummen Pute. Wie die sich schon angehört hat. So Eine kann doch unmöglich seine Freundin sein. Passt ja überhaupt nicht zu ihm. Und dass er zu feige ist, an sein eigenes Handy zu gehen, zeigt ja nur, wie sehr er sich schämt oder dass es ihm total am Arsch vorbei geht. Bestimmt hat er der Tussi extra noch gesagt, dass die rangehen soll, um mich zu verletzen.

Ich war die ganze Nacht nur am Heulen. Etwas Schlimmeres als das hätte er mir gar nicht antun können. Der Schmerz ist unendlich groß und ich kann mich nur mit größter Mühe noch vor einem Totalzusammenbruch beherrschen. Das war einfach zuviel. Wie kann er mir das antun und mein Herz dermaßen zerfetzen? Woher hätte ich es wissen sollen, als ich da gedankenlos anrief? Ich weiß nur, er ist ein gottverdammter Feigling, der mir das Herz in tausend Einzelstücke zerbrochen hat. Ich werd das nie überwinden. Das nicht...

Aber es kommt noch besser. Er kam heute auch noch scheinheilig online. Er setzt sich einfach dahin und beachtet mich nicht. Da ist mir endgültig der Kragen geplatzt. Es war meine einmalige Chance, mir den ganzen Frust in seiner Anwesenheit von der Seele zu schreiben. Natürlich hat er nichts geschrieben und es einfach ignoriert. Wahrscheinlich hat er mich für völlig irre gehalten, was ich da von mir gegeben habe. Aber es musste sein. Warum soll ich das für mich behalten, wenn er mit dafür verantwortlich ist, dass es mir so dermaßen beschissen geht?

Ich hoffe, er hat es wenigstens gelesen. Ich hoffe, dass es ihn trifft und fertigmacht und dass er darüber nachdenkt, was er mir angetan hat. So gewissenlos kann man doch gar nicht sein, dass man alles ignoriert. Außerdem habe ich ihm nix getan. Aber das war's dann wohl endgültig. Das musste ja so kommen. Immer hab ich nur Pech im Leben. Nicht ein Mal wird mir etwas gegönnt. Ich weiß nicht, wie ich das noch aushalten soll. Jeder Tag wird nur noch die Hölle sein und das auch noch, wo bald Weihnachten vor der Tür steht. Vielen Dank, Jan, dass du mir den Rest des Jahres auch noch versaut hast. Wie grausam kann man eigentlich sein???

27.09.2008 um 21:38 Uhr

Angst vor morgen

von: futureless81   Kategorie: Lebenskrisen

Die Lage hat sich noch verschlechtert. Der Tierarzt hat festgestellt, dass mit der Niere etwas ist und jetzt hat mein Nymphi auch noch zusätzlich eine Lungenentzündung. Abgenommen hat er auch noch weiter. Seine Chancen, dass er's schafft, stehen alles andere als gut. Das Schlimmste ist, dass man nichts machen kann und hilflos zusehen muss. Ob er die Kraft hat, wieder gesund zu werden, weiß niemand. Im Moment liegt alles im Ungewissen...

Der Gedanke, dass er sterben könnte, ist unerträglich. Aber dennoch muss ich damit rechnen. Es kann so schnell gehen. Jede Minute mit ihm ist jetzt wertvoller denn je, denn es könnte die letzte sein. Es ist wie ein Albtraum und man will einfach nur aufwachen. Die Nacht wird am Schlimmsten. Einzuschlafen und morgens wieder aufzuwachen mit panischer Angst, er könnte vielleicht gar nicht mehr am Leben sein.

Aber wie es morgen aussehen wird, kann man nicht sagen. Nur das Schicksal weiß es. Das große schwarze Loch kommt unverkennbar auf mich zu und die Frage ist nur noch, ob ich mitten hineinfalle oder einen Bogen darum machen kann. Reinzufallen würde unendliche Leere bedeuten. Und da helfen Sprüche wie: "Das Leben geht trotzdem weiter" einen Scheißdreck. Es stimmt nicht. Es geht nichts weiter, weil ein Teil von einem selbst mit abstirbt, wenn man jemanden verliert.

Außerdem habe ich vor einem halben Jahr erst meinen Nymphensittich Rocky verloren. Damals dachte ich, es wird nie wieder ein guter Tag kommen und alles für immer so schwarz und schmerzvoll bleiben. Und jetzt soll ich schon wieder einen Freund verlieren? Nein, das geht einfach nicht! Der Schmerz wäre viel zu groß.

Was soll ich nur machen? Was, wenn es nicht gut ausgeht? Wieder einen neuen Vogel kaufen? Außerdem wäre der andere Nymphensittich sonst ganz allein. Das geht ja auch nicht. Morgen werde ich mehr wissen, aber ich habe Angst davor. Hoffentlich verschluckt das schwarze Loch mich nicht. Das wäre das Ende...

 

26.09.2008 um 21:53 Uhr

Nichts wird besser

von: futureless81   Kategorie: Lebenskrisen

Stimmung: depri

Was für eine schreckliche Woche! Und es ist noch immer nicht ausgestanden. Meinem Nymphensittich geht es gerade ziemlich schlecht, obwohl er schon auf dem Weg der Besserung war. Aber wie es aussieht, hat er eine Leberschädigung und er hat auch Schmerzen deswegen. Er hat schon soviel abgenommen, weil er die Tage nicht richtig fressen konnte. Jetzt könnte er sogar sterben, woran ich gar nicht denken möchte...

Das ist so ungerecht! Warum kann es mich nicht treffen? Warum ein hilfloses Tier, das gerade mal 1 Jahr alt ist? Ich hab solche Angst, dass er's nicht schafft und ich wieder etwas verliere, was mir wichtig ist. Als ob es nicht so schon alles schlimm genug wäre...Aber nein, das Schicksal muss ja mein Leben noch mehr verpfuschen. Was soll das? Ich will und kann das alles nicht mehr ertragen! Dann sterbe ich lieber selbst!

Und der September hat mir auch kein Glück gebracht. Von Jan auch nix mehr gehört. Warum sollte sich um mich auch jemand bemühen? Ja, warum auch? Ist doch alles scheiße. Wozu kämpfe ich überhaupt noch? Es lohnt sich nicht. Wenn mein Nymphensittich jetzt auch noch stirbt, dann weiß ich nicht, was ich noch soll auf dieser Welt. Dann ist es für mich auch Zeit zu gehen. Wahrscheinlich hätte ich das schon lange tun sollen, anstatt dieses ganze Elend noch weiter zu ertragen. Ein Leben, was nichts weiter als ein einziges Leiden ist, das mich mit Problemen, Ängsten und Hass erdrückt.

Ich glaub nicht mehr an das Gute. Ich glaub nicht mehr an Gerechtigkeit. Denn wenn es so etwas noch geben würde, würde es nicht immer die Unschuldigen treffen. Verdammt, ich hasse es alles so. Hier zu sitzen und einen Depri-Schrieb nach dem nächsten zu verfassen, wo jeder nur verständnislos den Kopf schütteln wird. Mein Leben ist wie eine Seifenblase, die jeden Augenblick zerplatzen könnte. Und keine Ahnung, wie tief ich noch fallen soll und kann. Aber irgendwann geht's einfach nicht mehr...

13.08.2008 um 22:11 Uhr

Neuester Seelenmüll

von: futureless81   Kategorie: Lebenskrisen

Stimmung: im Arsch

Neue Woche, aber an meiner Stimmung hat sich nix geändert. Ich hab die ganzen Tage krampfhaft versucht, mich aus diesem schwarzen Loch wieder hochzuziehen oder mich irgendwie abzulenken. Doch das scheint im Moment unmöglich zu sein, Ich hab höchstens noch den Eindruck, dass es mit der Zeit immer schlimmer wird. Und die Gedanken...die Gedanken lassen mich überhaupt nicht mehr los. Lassen mir keine Ruhe mehr...

Man könnte meinen Zustand gerade gut mit einem Elektrogerät vergleichen. Am Anfang läuft es einwandfrei, aber irgendwann ist die Garantie abgelaufen und es funktioniert nicht mehr richtig. Vielleicht hat man es auch schon dutzende Male fallen gelassen oder mit dem Hammer draufgekloppt, so dass das Innenleben durcheinander geraten ist. Die Schrauben locker sind oder irgendwas da drinnen einfach nicht mehr am richtigen Platz ist, um zu funktionieren. Und genauso fühlt sich das bei mir an. Ich fühl mich aufgebraucht, leer und abgenutzt. Und kann man diese defekten Geräte noch wieder reparieren, dass sie wie vorher werden? Kann man das? Wohl eher nicht. Und irgendwann kommt der Tag, wo man es anstellt und es gibt nur einen Kurzschluss oder Ähnliches und es ist hinüber. Dasselbe wird es bei mir sein...

Ich mache mir nicht mehr die Mühe, diesen "Kampf" zu führen. Wisst ihr nicht, dass man auch im Kampf verwundet wird? Und selbst wenn man gewinnt, kann man danach noch sterben. Es bleiben immer Spuren zurück! Ich laufe nicht mehr barfuß durch mein mit Scherben bedecktes Leben um mir dabei blutige Füße zu holen. Ich bahne mir einen Weg durch all diese Scherben und selbst das ist schwer genug, weil da kaum noch Platz zum Laufen ist...

All die Dinge, die mir mal Freude bereitet haben, sind mir ziemlich gleichgültig geworden. Wenn überhaupt dringt es nur noch minimal spürbar zu mir durch. Ich kann es gar nicht mehr richtig wahrnehmen, weil die Last des Negativen mich schon zu sehr erdrückt hat. Jeder Tag ist eine neue Wunde. Jeder Tag macht mich verzweifelter, hilfloser und auch wütender. Ich weiß, irgendwann wird der Tag kommen, wo ich mich selbst vergesse und wild um mich schlage und aus mir rausschreie, wie verdammt beschissen es mir geht. Und selbst darüber könnte ich noch froh sein. Es ist besser, als all seinen Frust bloß runterzuschlucken. Ihn wegdrücken zu müssen, nur um Ignoranten keine Schwachstelle aufzeigen zu müssen.

Ist so. Erzählt man jemandem seine Probleme, wird er sie bei der nächstbesten Gelegenheit gegen einen verwenden und einen damit eins reinwürgen. Meine Erfahrungen. Aber damit wird jetzt auch ein für allemal Schluss sein. Wenn ich nur noch den Anschein solcher Anzeichen bemerke, werde ich demjenigen SOFORT das Maul stopfen. Das ist natürlich nicht wörtlich gemeint. Aber ich bin's echt leid, dass man mich mit meinen Problemen auch noch aufzieht. Das ist das Allerletzte. Wer meint, noch zusätzlich Salz in meine Wunden streuen zu müssen, der wird mich kennenlernen!

Ich hab echt keine Kraft mehr für diesen ganzen Scheiß. Es reicht mir schon, mich jeden Tag meinem entstellten Äußeren aussetzen zu müssen. Die verdammte Haut wird auch nicht mehr besser. Mein ganzes Gesicht ist voller Schwellungen, Entzündungen und geröteter und einfach krankhaft unnormaler Haut. Wenn ich nur daran denke, dass ich sonst mal gezwungen wurde, damit raus und unter Leute zu gehen. Sich im Grunde jede Sekunde unwohl damit zu fühlen. DAS ist seelische Folter. Eine Folter, die ich auch jetzt noch empfinde, wenn ich diesen Anblick von mir nur ertragen muss. Über Jahre. Und da kann mir keiner sagen, dass einen sowas nicht kaputtmacht. Denn das tut es verdammt nochmal!!!

Selbst wenn dieser ganze Wahn eines Tages nochmal besser werden sollte (was ich kaum noch glaube), die Spuren des Leids bleiben. Das ganze Verhalten, was man sich dadurch angeeignet hat. Dass man sich unnormal fühlt und sich schämt. Dass man sich immer beobachtet fühlt. Sich ständig fragen muss, ob man für seine Mitmenschen überhaupt noch anschaubar ist. Es ist im Grunde wie bei Alkoholsucht. Man kann die Krankheit vielleicht bekämpfen, aber wie vorher wird man nicht mehr leben können. Fast nichts geht spurlos an einem vorüber. Und das ist das Schlimme daran. Dass das Leben; die schlechten Erfahrungen, die man macht, einem eine Gravur verpassen, die einen lebenslänglich zeichnet. Man könnte es vielleicht durch die positiven Dinge ausgleichen und den Schaden etwas abfangen. Aber was, wenn man von dem Positiven einfach nicht genug hat???

Ich will mir keine Illusionen mehr machen. Mir nicht sagen, es wird schon noch alles gut werden...irgendwann. Denn damit belüge ich mich nur selbst. Mein Haltbarkeitsdatum ist abgelaufen. Und dass in meinem Leben eigentlich alles schiefgelaufen ist, was nur schieflaufen kann, das sehe ich als Fluch. Der Scherbenhaufen ist da und ich kann die Trümmer nicht wieder zusammenflicken. Es ist einfach zuviel kaputtgegangen. In mir, an mir und vielleicht auch um mich herum. Die Jahre, wo ich noch versucht habe, zu kämpfen, haben mich nur umso mehr ausgelaugt...

Eine unselige Beziehung, die mich schon fast seelisch ruiniert hat. Danach ein sinnloses Jahr, was ich damit verbracht hab, jemandem näherzukommen, der mich am Ende einfach hat fallenlassen. Der ohnehin ständig noch Depris in mir ausgelöst hat und mich verbiegen wollte. War schon ein Wunder, dass ich das noch überstanden habe. Und dann kam endlich Mister "Jan" Right und für einen kurzen Moment schien alles gut und ich hatte noch so etwas wie Hoffnung. Aber das Ergebnis dieser Geschichte kennt ihr ja. Eine weitere Enttäuschung. Und eine zuviel in meinem Trümmerleben. Und ich glaube nicht, dass ich noch eine weitere brauche. Denn das würde einen tödlichen Knall auslösen. Also lass ich es.

Ich lass ab jetzt alles nur noch auf mich zukommen. Frage mich nicht mehr, was noch sein wird. Wie meine Zukunft sein wird. Versuche nicht mehr Schicksal zu spielen. Warte auf keine Besserung mehr, die es sowieso in 100 Jahren nicht geben würde. Ich mache nur noch solange, wie es irgendwie geht und das werden allenfalls noch ein paar Jahre sein. Denn wie gesagt, ich bin bereits aufgebraucht und ein seelisches Wrack. Depressiver geht's wohl nicht mehr...

25.06.2008 um 21:50 Uhr

In den Fängen des Schicksals

von: futureless81   Kategorie: Lebenskrisen

Was ist nur los? Hat sich die ganze Welt gegen mich verschworen? Langsam glaube ich schon, dass das Schicksal gehörig Spaß daran hat, mein Leben bis auf die Grundmauern niederzureißen...

Meinem Nymphensittich geht es immer noch nicht besser. Er hat eine schlimme Kropfentzündung und frisst nichts. Waren auch schon beim Tierarzt, aber es hat sich noch keine Besserung eingestellt. Sein Leben hängt zunehmend mehr an einem seidenen Faden. Es kann einfach nicht mit rechten Dingen zugehen, wenn so ein junger Vogel jetzt schon sterben soll...Wir haben ihn doch erst ein halbes Jahr. Noch so einen Verlust...ich weiß nicht, wie ich das noch verkraften soll...

Und das ist das Schlimme und Fiese am Leben: Dabei zuzusehen, wie der Kreis geliebter Menschen und Tiere sich immer mehr verringert und man irgendwann ganz alleine dasteht. Und es kann so schnell gehen. Gestern noch war das Leben mit den Menschen und Tieren, die einem nahe stehen selbstverständlich und normal. Und einen Tag später tut sich der Boden auf und verschluckt alles Geliebte wie der Schlund eines Monsters. Es ist manchmal schwer zu begreifen und nicht zu verstehen. Nur eines ist Fakt: Nichts bleibt für die Ewigkeit!

Aber wie soll man sein "Lebensgerüst" noch aufrecht erhalten, wenn ständig daran gerüttelt und etwas herausgerissen wird. Man baut sich etwas auf, verliert es dann aber sofort wieder. Leute, die man kennenlernt, verliert man wieder aus den Augen. Partnerschaften gehen zu Bruch. Man verliert vielleicht seine Arbeit, usw, usw.

Woran soll man sich dann noch festhalten? Ich weiß es nicht. Ich habe das Gefühl, dass alles, wofür ich je gekämpft und worum ich mich je bemüht habe, mir im Endeffekt nichts gebracht hat. Denn davon übrig geblieben ist nix mehr. Nix außer mir. Mir wäre es manchmal lieber, es würde mich treffen statt jemand anders. Wenn ich Jemandem einen Teil meines Lebens schenken könnte, ich würde es sofort machen. Meistens trifft es ja ohnehin immer die, die es am Allerwenigsten verdient haben.

Der Tod an sich ist nichtmal das Schlimmste. Schlimmer ist es für diejenigen, die durch ihn zurückgelassen werden. Es ist wie bei einem Bild, dessen Farben nach allen Seiten auseinanderlaufen und ineinander verlaufen und man kann sie nicht beisammen halten. Und irgendwann überfluten einen eben diese Farben, die nur noch ein wirres Chaos sind. Und das Bild...das Bild gibt es nicht mehr!

Das Bild gibt es nicht mehr, weil es die geliebten Menschen und Tiere nicht mehr gibt. Man muss sein Lebensgerüst neu aufbauen und ausbessern, aber meistens wird es nicht mehr so stabil wie vorher und es bleiben Risse zurück. Es könnte auch komplett einstürzen, wenn es vorher schon brüchig war. Was ich damit sagen will: So wie einem das Schicksal manchmal mitspielt, kann es einem vollständig die Lebenslust rauben. Friss oder stirb! So ist es und so wird es immer bleiben...