(Alter Eintrag vom 12.09.2006 um 23.11 Uhr)
Stimmung: seit 24 Stunden konstant Herzklopfen und ständiges Seufzen xD
Musik: Bela B.- Loverboy
Oh. Mein. Gott.
Ich bin erneut dem Verband der be(la)kloppten
Möchtegern-Groupieschlampen beigetreten- brunzverreck. Ich war ja gestern, am
11.09.2006 auf dem Konzert von Bela B. Y Los Helmstedt in der Großen Freiheit
auf’m Kiez… ich hab’s geschafft, mich bis ganz nach vorne durchzudrängeln, vor
mir war zwar am Anfang noch so ein Spast der sich auch nicht durch liebevolles
Ellbogenrammen in den Rücken vom Platz hat bewegen lassen, aber der ist später
auch von der Menge weggeschwemmt worden. Hehe.
Als Bela zuerst auf die Bühne kam, um die Vorgruppe (Tiki
Tiki Bamboos) anzukündigen, hat mein Herz einen Moment ausgesetzt. Ich hab’s
echt nicht begreifen können, dass DIESER Mann, der da zwei, drei Meter von mir
entfernt stand… dass dieser Kerl der Mann ist, über den ich so viel gelesen,
gesehen so unheimlich viel gehört habe. Dass dieser Mann mit der seltsamen
Brille tatsächlich Bela B. Felsenheimer ist. Als er wieder abgegangen ist, um
den Bamboos Platz zu machen (die waren übrigens ziemlich scheiße), hab ich nur
auf seine Arme gestarrt. Ich glaube, ich habe die Narben erkennen können, die
er von seinem Autounfall hat, möglicherweise war es aber auch das Licht, dass
es so aussehen ließ. Auf jeden Fall war das Stern-Tattoo an seinem rechten Arm
einer der Gründe dass mir irgendwie schlagartig klar wurde: Scheiße Alter, das
ist verdammt noch mal Bela B.!!
Naja, das Tattoo hab ich glaub ich auch auf mehr Bildern
gesehen als sein Gesicht –grins–
Wie dem auch sei, nachdem diese beschissene Vorgruppe endlich
weg war haben die Roadie-Hanseln erst mal eine halbe Stunde gebraucht um
umzubauen… ich dachte mir haut’s die Haxen weg, dieses Rumstehen und das
Gedränge war echt übel. Neben mir stand ein total netter Typ der aussah wie Tom
Welling, den hab ich irgendwann angequatscht und wir kamen auf das Thema
„Durst“. Ergebnis unseres Gespräches: Man müsste Schläuche an den Decken
anbringen, die bei Bedarf einfach runtergezogen werden können und man dann halt
draus trinken kann. Naja, Hitze ist halt nicht gut fürs Denkvermögen.
Als Bela die Bühne betrat, hab ich erst mal einen
Schreikrampf gekriegt. Und also soweit ich mich erinnern kann, hab ich mich zur
Be(la)kloppten zurückverwandelt in dem Moment, als ich ihn gesehen habe. Oder
als er angefangen hat zu spielen… Naja, das nennt man wohl Liebe auf den ersten
Blick? –lach- Also auf jeden Fall total umgehauen haben mich seine Augen. Bela
B. Felsenheimer hat mit Abstand die irrsten, schönsten und anziehendsten Augen
die ich JE gesehen habe… als er an den Rand rechts ging, war er ja nur noch um
die 2 meter von mir entfernt und… oh gott, ich bin halb kollabiert. Echt mal, 3
Stunden Pogo schaffen mich nicht. 5 Sekunden der Blick von Bela B. und ich
brauch Erste Hilfe! Seine Augen sind so übelst hell und haben richtig gestrahlt
und… Oha, ich komme aber gewaltig ins Schwafeln hier. Hübsch anzuschauen war
übrigens sein, ähm, Tanz mit der Los Helmstedt- Keyboarderin. Sie sah ein
bisschen aus wie Charlotte Roche, aber nicht so hübsch. Also auf jeden Fall
haben sie und Bela bei „1.2.3….“ eine Art engen Tanz hingelegt… Irre komisch,
mich hat es irgendwie an Enten erinnert.
Sie ist danach aber soweit ich mich entsinne zum Gitarristen
rüber und hat mit ihm geknutscht, dazu will ich mir jetzt gar nichts denken.
Und eine Sache die ich jetzt jedem erzählt habe, den es interessierte (oder
auch nicht, war mir ziemlich schnuppe)… also, ich bin mir nicht mehr 100% im
klaren darüber, weil Sandy mich verunsichert hat… aber Tina und das andere
Mädchen und, na ja ich war mir auch total FELSENfest (haha) davon überzeugt…:
Er hat mich „Süße“ genannt. Mich. Mich allein.
Als es so’n büschn leiser war, hatte ich gebrüllt „Bela, färb dir die
Haare blond“, und das hat er auf jeden Fall gehört. Er meinte daraufhin:
„Danke, Süße“ und ich bin nahezu zusammengeklappt. Tina und ihre Freundin (zwei
Mädchen, die ich da getroffen hab, sind beide ziemlich viel älter, aber extrem
nett und haben sich am Ende auch so ein bisschen um mich gekümmert weil ich
komplett dehydriert war) haben auch fast nen Anfall bekommen und vor allem Tina
hat gegrinst wie ein Honigkuchenpferd. Also eigentlich MUSS er damit dann ja
mich gemeint haben, einen anderen Grund GAB es nämlich einfach nicht für so
einen Kommentar wie „Danke, Süße“! Also ich meine, ich würde so was ja nicht
erzählen wenn’s nicht wahr wäre… meine größte Sorge ist ja immer dass ich
irgendwas erzähle und stolz bin wie Oskar und irgendwer kommt dann an und
verkündet dass ich da wohl was missverstanden hab oder so… das ist nämlich
EXTREM peinlich.
Ach ja, und weil ich das bestimmt vergessen werde… hier eine
Liste von Sachen die Bela so von sich gegeben hat:
Über den guten Olsen, der gerade ein wenig frech geworden
war: „Und Olsen hier ist ein perfektes
Beispiel für einen zukünftigen Arbeitslosen!“
Als ihm eine Papiertüte mit unbekanntem Inhalt auf die Bühne
geworfen wurde: „Osama Bin Laden hat es
auf Bela B. abgesehen? Ich glaube nicht. ‚Schöne Grüße aus Poppenbüttel’?“ (packt
es aus, es ist irgendwas zu essen. Grinst.) „Mh. Lecker. Vor allem, weil ich hier ja kein Catering habe!“
Bela hat uns animiert, bei 1.2.3… die Hände hochzuhalten und
eben die Zahlen zu zeigen…
„Und jetzt zeigen wir
mit dem Zeigefinger nach vorne: Das ist…
ERSTENS! … Nein, nicht den Mittelfinger, den…! Ja, gut. Nur mit dem
Zeigefinger auf Leute zeigen!“
Ähh und was hat er noch so gesagt… ach ja:
„Das nächste Lied handelt von etwas, was
Vampire schon hinter sich haben… ach nee, die Ansage ist doof. Noch mal: Das
nächste Lied ist einer Freundin gewidmet…“ (den Rest hab ich vergessen…)
„Glückliche Mütter
(…)? Da kann ich nachhelfen!“ (grinst)
„Und, wer hat es
gesehen? Bayern gegen Sankt Pauli… im Weserstadion…“ (Pause) „…ich war da. Und wisst ihr was? Ich habe
eine verdammt schlechte bayerische Mannschaft gesehen.“