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16.12.2007 um 17:47 Uhr

Hotel Barcelona

von: jafmar

Nicht erst mit den jüngeren Immigrationsbewegungen im post-olympischen Barcelona sondern schon viel früher in seiner wechselvollen Geschichte übte sich dieses „barrio mutante“ im - mehr oder weniger - fröhlichen Nahkampf. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts platzte das Raval durch den starken Zuzug von Arbeitssuchenden aus der spanischen Provinz, insbesondere Andalusien, fast aus den Nähten. Nicht zum Arbeiten sondern aus reinem Vergnügen zog es die Matrosen ins Viertel, das gemäß seinem Namen auch Rotlichtbezirk war. Als Ende der 1970er Jahre, also nach Francos Tod, das Heroin in Spanien salonfähig wurde, machte es natürlich auch ums Raval keinen Bogen. 1988 begann man mit Blick auf die Olympiade das Sorgenkind herauszuputzen; man riss ganze Häuserzeilen ab und zog neue Wohnblöcke hoch. Zugleich sorgte man durch soziokulturelle Projekte und Einrichtungen für frischen Wind im Viertel, kümmerte sich um die Förderung der diversen urbanen Parallelkulturen. Besuchen Sie Raval von Ihrem Hotel in Barcelona aus.