Küchenlatein

01.12.2005 um 08:02 Uhr

Kulinarischer Adventskalender #1 - Glühweinkuchen englische Art

Es ist also soweit. Ich habe heute am 1. Dezember die Ehre,  das erste Söckchen des Kulinarischen Adventskalenders zu füllen.

Das Söckchen wird mit einem Glühweinkuchen englischer Art - Make-ahead mulled wine cake - gefüllt.

In diesem Rezept werden getrocknete Früchte und  saftige Backpflaumen in  gewürztem Portwein eingeweicht  und geben dem Kuchen einen voll entwickelten Fruchtgeschmack. Dieser Kuchen muss bis Weihnachten gut verpackt lagern, ehe er dann -  mit einer Glasur überzogen - serviert wird.

Wir planen, diesen Kuchen am Heilig Abend zu genießen. Wer also wissen will, wie der Kuchen endgültig ausschaut: Dranbleiben!



Man benötigt am Tag vor dem Backen:  500 ml Süßen, schweren Portwein
1 Beutel Glühweingewürz
1 mittl. Orange
1 Teel. Nelken, ganz
200 Gramm Sultaninen
200 Gramm Korinthen
200 Gramm Rosinen
250 Gramm Backplaumen, gehackt
100 Gramm Kandierte Kirschen,                                                               geviertelt
100 Gramm Orangeat und/oder Zitronat, gehackt

Am Backtag:                                                        
200 Gramm Butter, weich
200 Gramm dunklen Muscovado Zucker **
4 Eier, Größe M, verquirlt
250 Gramm Weizenmehl Type 405
1 Teel. Zimtpulver
2 Teel. Mischgewürz*, das o. das
1 Prise Nelkenpulver
1 Ingwerwurzel,daumengroßes Stück, fein gerieben

1. Die Früchte am Abend vor dem Backtag einweichen: Den Portwein mit

dem Glühweingewürzbeutel, 1 Stück Orangenschale (der Rest wird am
Backtag verwendet) und die Nelken in einen Topf geben. Zum Kochen
bringen, von der Kochstelle nehmen und 15 Minuten ziehen lassen. Die
Trockenfrüchte und Zitronat/Orangeat in einer Schüssel mischen und
den heißen Glühwein durch ein Sieb darüber geben. Orangenschale,
Gewürzbeutel und Nelken verwerfen. Die Schüssel abdecken und bei
Raumtemperatur stehen lassen, damit die Flüssigkeit über Nacht
absorbiert werden kann.

2. Den Backofen auf 160 °C/Heißluft 140 °C/Gas 3 vorheizen. Eine 22
cm Springform fetten und mit einer doppelten Schicht Backpapier
auskleiden. Die Springform auch von außen mit einer doppelten
Schicht Backpapier versehen. Die Butter und Zucker schaumig rühren,
dann das verquirlte Ei nach und nach zugeben. Wenn die Masse anfängt
zu gerinnen, ein wenig Mehl zufügen. Die restliche Orangenschale
fein reiben und zufügen. Die nicht absorbierte Flüssigkeit der eingeweichten Früchte verwerfen und die abgetropften Früchte
unterheben. In die Springform geben und in der Mitte mit einem
Esslöffel eine leicht Mulde formen. 30 Minuten backen.

3 Die Ofentemperatur auf 150 °C/Heißluft 130 °C/Gas 2 reduzieren und
für 1 1/2 - 1 3/4 h backen bis der Kuchen eine dunkles goldbraune
Farbe angenommen hat und ein Holzspieß ohne Rückstände aus dem
Kuchen kommt. Eventuell vorhandene Risse schließen sich wieder beim
Abkühlen.

Zum Abkühlen in der Springform lassen, danach entfernen und den
Kuchen gut eingewickelt in einem luftdicht schließenden Behältnis
bis Weihnachten lagern.




* Lebkuchengewürz verwendet
** Statt des dunklen Muskovadozuckers habe ich 160 g Zucker und 40 g

Zuckerrübensirup verwendet.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. dilekce schreibt am 01.12.2005 um 09:16 Uhr:Morgen morgen! Ich kam, probierte und hatte schon viel früher als geplant meine Freude! War richtig gespannt:)) Hab Interessanter Kuchen!
  2. Cascabel schreibt am 01.12.2005 um 09:54 Uhr:Da hast du aber was Feines eingepackt - und es nochmal spannend gemacht!
  3. zorra schreibt am 01.12.2005 um 10:03 Uhr:Da bin ich aber gespannt, wie er schmeckt.

    Frage: Warum muss man die Springform so einpacken?
  4. ostwestwind schreibt am 01.12.2005 um 12:17 Uhr:@zorra: Stand nicht im Rezept aber ich vermute:

    1. Damit, wenn die Springform nicht richtig schließt, der Backofen sauberbleibt?

    2. Die Hitzeverteilung gleichmäßiger ist?

    Denn die Mulde hatte auch ihren Sinn: Der Kuchen hatte keine Kuppel.
  5. astrid schreibt am 01.12.2005 um 13:29 Uhr:Das hört sich sehr lecker an und sieht auch so aus.

    :))
  6. bauernkueche schreibt am 01.12.2005 um 13:33 Uhr:Ach sieh mal, das ist sehr ähnlich wie unser populärer \"Gâteau aux fruits\" auch \"brandied fruit cake\" genannt. Na ja, Kanada war halt eine britische Kronkolonie...

    Ich bin gespannt darauf, wie euch der Kuchen schmecken wird!
  7. Drache schreibt am 01.12.2005 um 14:44 Uhr:Hey, das ist ja eine Kalender-Füllung mit Langzeitwirkung. Man muß bis Weihnachten eigentlich noch warten...

    Sieht gut aus.
  8. ostwestwind schreibt am 04.12.2005 um 14:31 Uhr:@Astrid: Sind dir da nicht zu viele getrockenete Weinbeeren und deren <a rel="nofollow" href=\"http://kochtopf.twoday.net/stories/1226980/#comments\">Cousinen</a> drin :-)?
  9. astrid schreibt am 10.12.2005 um 20:15 Uhr:doch, aber ich bin so freu uns dersetze sie durch getrocknete und feingeschnittene aprikosen und cranberries ;o))

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