Auf dem Jakobsweg .... von Frankfurt nach Santiago Di Compostella

30.09.2005 um 22:11 Uhr

3. Etappe - von Mainz – Kostheim bis Oppenheim

ca. 20 km, gemeinsam mit Carmen

Ich hatte eigentlich mit einer „Durst­strecke“ gerechnet, nach meiner Erfahrung mit Sofia zum autofreien Sonntag auf der linken Rheinuferseite und den Berichten meines Kollegen Dirk

Entsprechend mental gerüstet gingen wir dann los, ziemlich spät Autofahrt bis Kostheim,  über die Mainbrücke nach Gustavsburg, durch Industriegebiet und nicht ganz klarem Weg, aber wir haben ja eine tolle Karte, finden dann bald den Uferweg und beginnen unsere Wanderung auf dem Damm. Eine schöne Landschaft, wir sehen nicht sehr viel vom Rhein, immer wieder schimmert er zwar mal durch, aber es ist nicht das grosse Panaorama. Aber wunderschön, grüne Wiesen links, Uferwald rechts, die Sonne ist warm und scheint uns genau ins Gesicht; wir fühlen uns wohl, das Laufen mach Freude.

Mit der Fähre dann in Ginsheim  (ganz hüsche Häuser am Ufer, manche allerdings mit Ziergärten für Zuschauer) auf die Insel, Nonnenau, und dann wagen wir einen schmalen Feldweg, der uns eine Stunde lang durch Gras und Pfützen wunderschön bis in den Süden der Insel führt. Keine Menschenseele. Erst in der Nähe der Brücke zum Parkplatz die ersten leute, FKK Gelände, Campingplätze. Immer die Sonne im Gesicht, die prickelt auf der Haut. Weiter direkt am Rhein entlang über den Damm, durch knöchelhohes Gras, viel Freude, Arme hoch und den Körper gestreckt; Picknick mit selbstgebackenen Vollkornbrötchen und wie gut ein Aldi Apfel doch schmecken kann. Weiter über den Damm, gegenüber Nierstein dann Campingplätze, mitten durch, kurz vor dem Ziel dann ein Hochsicherheitszaun, aber wir finden einen kleinen Weg drumherum und sind stolz, erreichen etwas müde aber zufrieden die Autofähre nach Nierstein / Oppenheim. Ein Bikertreff, aber heute bin ich nicht neidisch. Alle geniessen die Sonne, und wir auch, sitzen mit unserem Getränk auf einer Bank und lassen uns sonnenbaden. Die Fähre nach Oppenheim, Bahnhof, Spaziergang durch die Altstadt, netter Marktplatz, die Kirchen dann leider bei zu. Wir belohnen uns mit einem Eis, Rückfahrt nach Mainz, wo uns der Neubau des Bahnhofs beeindruckt. Bus 54 nach Kostheim und schliesslich erreichen wir genen 21:00 dann Frankfurt. Einfach gut, so zu laufen und sich zu bewegen, die „Kartenblätter“ herunterzulaufen und sich weiter und weiter auf dem Weg zu befinden.