Geburtstag in Stockholm - oder: "Ich wünsche mir NIE wieder Schnee!"
Musik: Snow Patrol - Chasing Cars
Angefangen hat alles damit, dass Irish und ich „spontan“ per e-mail-konversation beschlossen haben, dass wir uns vor „Midsomar“ schon mal Stockholm anschauen wollen. Gesagt, getan, gebucht, gezahlt.
Am Tag nach Halloween war es dann soweit. Unser Flieger sollte um 9.25 Uhr in Frankfurt abfliegen. „Super Sache!“ dachte sich Tania (das wäre in diesem Fall: ich!) und hat auch schon auf „buchen“ geklickt. Hm… dumm nur, wenn man nicht daran gedacht hat, dass man am selben Tag Geburtstag hat und man mit der Familie reinfeiern wird. Noch dümmer, wenn man ein irrational denkender Mensch ist und nicht bedacht hat, dass der Zug ja auch noch eine kleine Weile bis Frankfurt braucht, bzw. der Bus vom Hauptbahnhof zum Flieger ja auch noch eine kleine Weile… Kurzum, hier die Geschichte meines Geburtstages in Stockholm:
Am 31.10. habe ich noch bei meinem Bruder im Laden gearbeitet um danach um Mitternacht zusammen mit Irish, ihrer Schwester Hobbit, meinen Eltern und meiner Lieblingstante nebst Ehemann zwei Flaschen Sekt zu killen! Ja, ich habe in der Tat das Gefühl gehabt, ich hätte beide Flaschen alleine gesoffen, aber das nur nebenbei bemerkt.
Nach nicht soooooo ausgiebigem Feiern und einer Stunde Schlaf stand Irish vor meiner Tür um mich abzuholen. Wir fuhren zum Bahnhof, stiegen in den Zug und fuhren nach Frankfurt am Main – Hauptbahnhof! *cool zwinker* Von dort aus, ab in den Bus Richtung Frankfurt (Hahn) und erstmal ne Runde freuen!
Am Flughafen haben wir eingecheckt und sind in den „VIP“-Bereich (in diesem Fall: Gate 5) um Platz zu nehmen und die Leute zu beobachten. Fragen kamen auf, wie „Was wollen die wohl alle in Stockholm? Sind das alles schwedische Menschen hier?“ Als … „etwas“ den Aufenthaltsbereich des Gate 5 betrat, was man nicht mehr als „Menschen“ bezeichnen konnte. Wir nannten sie fortlaufend nur noch : Die Party-Crew! Die Party-Crew war ein Haufen „lustiger“ junger Männer, die nach Stockholm fliegen wollten. Nichts weiter verwerfliches daran, wenn man davon absieht, dass zwei von ihnen ziemlich… sagen wir mal „lustig“ waren. Der eine (wir nannten ihn „torkelnder Locken-Alkie“) war sooooooooo betrunken, dass er nicht einmal mehr gerade stehen konnte. Außerdem trug er eine Sonnenbrille (es regnete wie blöd!) und eine Kooks-Frisur (ja, die Locken waren wirklich eine Pracht). Der zweite von diesen Jungs wurde „Schafsfellimmitat“ von uns genannt. Grund ist folgender: Er trug über seinem nackten Oberkörper nichts als eine Wildlederjacke mit (wie wir annahmen) Schafsfellimmitatinnenfutter. Nicht schlecht, für ne Hühnerbrust *lach*.
Im Flieger machten wir es uns im sicheren Abstand zur Party-Crew bequem und sobald wir in der Luft waren, bin ich weggeratzt, um kurz vor der Landung wieder wach zu werden.
Als wir gelandet sind, sehe ich ein paar Schneeflocken und freue mich wie ein kleines Kind. „Was ist das für ekeliges weißes Zeug da draußen?“ fragte Irish leicht entsetzt und ich freue mich noch mehr. „Schneeee!“ jubele ich und warte, dass wir endlich das Flugzeug verlassen können.
Kaum haben wir das Flugzeug verlassen, kommt uns ein EISKALTER Wind entgegen und ich freue mich, dass ich mich in der Tat für meinen dicken Wollrolli UND den Schal entschieden hatte. Am Flughafen haben wir die Party-Crew und alle anderen hinter uns gelassen, da wir ja mit unserem Handgepäck nicht noch auf die Koffer warten mussten, und stiegen in den Bus nach Stockholm!
Nach 1 ½ Std. war es dann endlich soweit. Wir verließen den Bus und standen an der Stockholmer Centralstation. Jetzt hieß es: Stadtplan auf und schauen, wo unser Hostel sich befindet.
… to be continued.


