~* + And so it shall be + *~

11.10.2006 um 15:57 Uhr

Zu viel nachgedacht...

Ich mag solche Nächte nicht. Ich rede von solchen, in denen ich wach liege und über Dinge nachdenke, die ich nicht ungeschehen machen kann. Über Dinge nachdenke, die viele Jahre zurück liegen und an die ich noch immer denke. An Dinge, die irgendwelche Freunde irgendwann mal gesagt oder getan haben. An Menschen, die einmal in meinem Leben eine sehr große Rolle gespielt haben, und die ich durch meine eigene Sturrheit verloren habe. "Dich" z.B. Letzte Nacht ist mir aufgefallen, wie sehr ich Dich eigentlich vermisse...
 
Du hast mich vor einigen Jahren an meinem Geburtstag gefragt, was mit uns passiert ist. Wir wären doch ein "Kopp und ein Arsch" gewesen. Du hast Recht. Die eine hat etwas gedacht, die andere hat es ausgesprochen. Ich habe nicht um unsere Freundschaft gekämpft. Ich war "am Ende unserer Freundschaft" so sehr davon überzeugt, dass Du mich ausnutzt, dass ich gar nicht gesehen habe, dass wir beide auf eine gewisse Art und Weise von außerhalb manipuliert wurden. Wir wollten uns nie aus den Augen verlieren... Diesen Sommer hast Du geheiratet und ich war während der Trauung in der Kirche. Als Du in Deinem Kleid aus dem Oldtimer gestiegen bist, habe ich schon längst geheult... Du warst wie eine Schwester für mich.
 
Wir sind noch Freunde, aber es ist nicht mehr wie "früher". Nichts ist mehr wie früher.
 
"Menschen ändern sich" hast Du mal gesagt und ich habe Dir zugestimmt - wie so oft. Ich habe nicht gesehen, dass Du mit den Problemen, die wir früher hatten, gewachsen bist, während ich an ihnen zerbrochen bin. Du bist ein Monat jünger als ich und wirkst viel reifer, gewandter, eloquenter als je zuvor. Zusammen haben wir literweise Tränen vergossen - vor Glück und vor Lachen, aber auch vor Trauer. Wir haben so einiges zusammen durchgestanden und durchgemacht. Dinge, an die viele Menschen nicht glauben. Wir haben's allen gezeigt, was? :-)
 
Du warst immer für mich da; egal wann, egal wie, egal wieso. Du hast nie mein Handeln oder mein Verhalten hinterfragt. Du hast mich so akzeptiert, wie ich war. Und ich habe Dich im Stich gelassen.
 
Jetzt will ich mich bei Dir entschuldigen. Ich dachte früher, Du würdest ohne mich untergehen, dabei warst Du schon immer die Stärkere von uns beiden. Es tut mir leid. Und da Du das hier nie lesen wirst, freue ich mich auf unser Treffen, damit ich mich persönlich entschuldigen kann. Und ich hoffe, ich fange nicht wieder an zu heulen...

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