Von diesem und von jenem...
Stimmung: gut
Das Unternehmen Atelier läuft...und ist hoffentlich am Wochenende oder in der nächsten Woche beendet - so weit jedenfalls, dass wir Bilderleisten aufhängen können und die Sitzecke gestalten können.
Es ist fast alles raus und viel mehr Platz jetzt - gestrichen ist auch und so bleiben noch Lackierungen von Türen und Rahmen, ein Teil streichen mit einem Lack und die Böden.
Und Ihr erinnert Euch an diesen Eintrag?
http://www.blogigo.de/picture_it/Ich-halte-es-in-den-Haenden/10/
Heute ist es wieder soweit - ich halte es in den Händen...das zweite Buch, in dem Bilder von mir erschienen sind - dieses Mal sind es fünf - im letzten Jahr waren es zwei. Ich freue mich, denn es steckt viel Herzblut und Liebe in den Bildern - von der Arbeit mal ganz zu schweigen.
Und noch etwas kann ich erzählen - ich übernehme es von einem anderen Ort, an dem ich schon davon schrieb:
Frau p_i hatte ein Klassentreffen - das erste nach 25 Jahren.Vor lauter Aufregung kam ich an, mit hochroten Wangen und eiskalten Händen und hatte mehr als furchtbare Vorstellungen.
Mein ganzes Leben lang dachte ich, wir hätten eine besondere Klassengemeinschaft gehabt, eine besonders innige und enge Verbindung - und ich wähnte mich vor allem inmitten der Jungs immer sehr behütet und angenommen. Doch plötzlich ergriffen mich große Zweifel - ich war sicher, mir das alles nur schön gedacht zu haben im Laufe der Jahre. Vermutlich würden alle mit schrägem Blick auf mich sehen und sich denken, was ich wohl für eine geworden sei - oder vielleicht auch immer gewesen bin...
Ich war sicher, ich würde ein Desaster erleben und alle Freude wäre dann dahin - ganz sicher war ich.
Dann kamen alle an - wir waren die ersten und so wurden wir der Reihe nach begrüßt.
Und was für eine Begrüßung das war!!
Niemals hätte ich für möglich gehalten, dass sich alle an mich erinnern, mich alle anstrahlen, mir sagen, wie sehr sie sich freuen, dass ich dieses Mal dabei bin, wo sie mich beim letzten Mal nicht gefunden hatten. Die Jungs - inzwischen natürlich ausgewachsene Mannsbilder schlossen mich in ihre Arme und sofort war es wieder da - das alte Gefühl von Gemeinschaftsgeist, Freundschaft, Zusammengehörigkeit.
Wir saßen bis halb drei und irgendwann kam auf den Tisch, wie sie uns damals empfunden hatten, als wir in die Klasse kamen - was sich dadurch verändert hatte ( wir kamen zu dritt in der 9. in die Klasse ). All das, was sie dann erzählten, führt dazu, dass ich am Ende des Abends vor der Kneipe stand, keine Minute nach der Verabschiedung und heulte wie ein Schlosshund, weil ich so voll, so glücklich, so unendlich erleichtert und voller wunderbarer Gespräche war, dass ich nicht wusste, wohin mit mir.
Eine Liebesgeschichte klärte sich mit einer Liebeserklärung nach 25 Jahren - und dafür bin ich besonders dankbar, denn da stand etwas - all die Jahre, was mir nicht klar war, was mich zwar nicht mehr schmerzte, aber irgendwie nie geklärt wurde. Jetzt ist alles so einfach, so sanft und liebevoll geklärt und Raum für neues geschaffen worden - mit eben diesem Mann.
Die symbiotische Verbindung von damals sofort war sie wieder da - als sei keine Zeit vergangen zwischendurch - doch jetzt mit einem anderen Hintergrund - ohne Angst, ohne Erwartungen - und vor allem freundschaftlich.
Ich zehre noch immer von diesem Abend - es war ein ungeheuer intensives Erlebnis, was ich mir niemals so vorgestellt hätte...
So fühlt sich Glück an - ich weiß es.
So - genug für heute - ich muss was tun.

