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30.12.2008 um 22:25 Uhr

2008 - ein alljährliches Resümee

Stimmung: ausgeglichen

So - das Jahr 2008 geht seinem unverzüglichen Ende entgegen. Zeit - wie jedes Jahr ein kleines Resümee zu ziehen und die Ziele für das nächste Jahr in Worte zu fassen.

Gelernt habe ich in diesem Jahr, dass ich nicht alles erreichen kann, was ich möchte, was ich mir vorgenommen habe. Angefangen damit, dass ich es einfach nicht schaffe, alle Post, alle Mails, alle Nachrichten zu beantworten, die sich zeitweise - wie momentan - in meinen Postfächern stapeln. Manchmal fehlt mir einfach die Zeit, die Ruhe und ja - die Muße, die Lust zu schreiben - dann schiebe ich sie nach hinten, die wichtigen, die Mails, die längerer Antworten bedürfen und schwupps bekomme ich eine böse Mail, oder eine Nachfrage, ob ich da jemanden vergessen hätte, oder aber - Schweigen, wenn ich dann endlich antworte.

Nein - es passiert nicht häufig und doch führte es in diesem Jahr dazu, dass ich Bekanntschaften, die sich hauptsächlich auf dieses Medium beschränkten, aussortieren musste. Zu lange Pausen, zu unterschiedliche Erwartungen führten dazu, dass es nicht mehr möglich war, zurück zu rudern, oder neu zu beginnen.

Ich komme meinen Aufgaben nach - die Pflicht erledige ich - die Kür bleibt oftmals liegen...

Vielleicht denkt der Ein oder Andere, das sei Missachtung, Desinteresse, Null-Bock-Mentalität - doch weiß ich es besser und mag mir kein schlechtes Gewissen mehr machen - ich schaffe einfach nicht mehr.

Ähnlich sieht es mit Bildern aus. Nur noch fotografieren, wenn ich die Altlasten abgearbeitet habe - so ist es geplant, so will ich es machen, weil ich nicht mehr nachkomme. Keine 120 Bilder mehr, keine 50 mehr - nein - vielleicht 10 oder 5 - so viele halt, wie ich mag, oder immer mal wieder eines, was ich noch toll finde, oder was ich plötzlich doch noch finde...

Natürlich ist es bei Aufträgen anders.

Und ich bin nicht die Fotografin der Nation, die ihr einziges Wohl darin sieht, Menschen zu fotografieren, die gern Bilder von sich hätten und meinen, ich dürfe dann froh und dankbar sein, sie zu knipsen.

Nein- ich fotografiere nur noch für Geld oder wenn ich es mag - und genau dann werde auch ich entscheiden, wie viel ich daraus mache. Ansonsten - wegbleiben bitte. Stört mich nicht - es gibt mehr als genug sehr interessante Menschen, die es schätzen, wenn ich sie portraitiere.

Überhaupt -wenn wir gerade dabei sind - ich habe fotografische Ziele für das nächste Jahr:

In diesem und im letzten habe ich mich auf die Printmedien konzentriert - im nächsten sind mal wieder die Wettbewerbe dran - genügend gutes Material habe ich. Ja - und ich werde mein Atelier nutzen und trotzdem viel rausgehen - in anderen Umgebungen arbeiten - mit wenig Mitteln authentische Bilder machen. Ich mache eine Ausstellung und möchte ein Buch machen.

Eine neue Kamera wird es geben - sehr bald schon. Ich schwanke noch zwischen zwei Modellen - aber ich denke, die Entscheidung ist - beeinflusst durch meine finanziellen Mittel - fast gefallen.

Ich bin an meine Grenzen gekommen mit meiner Kamera - es wird Zeit für eine Kamera für eine große nachtblau - die die ersten digitalen Schritte bereits hinter sich hat.

In diesem Jahr habe ich viele ganz alte Kontakte aus meiner Jugend wieder gesucht und erlebt, wie schön es ist, wenn man die Menschen wieder sieht, die man so lange nicht mehr sah - wie meine Klassenkameraden, meinen Klassenlehrer, meine älteste Grundschulfreundin.

In diesem Sinne will ich weitermachen und die dadurch wieder aufgelebten Freundschaften intensivieren - sie haben mich sehr glücklich gemacht in diesem Jahr.

Gesundheitlich hat es in diesem Jahr einiges gegeben, was nicht so schön war, sich Gott sei Dank aber doch noch relativiert hat - wie der Knoten in meiner Brust, der mich tagtäglich bei jedem Schmerz daran erinnert, dass das Leben kurz sein kann und ich verdammtes Glück hatte, dass das Ding gutartig ist.

Mein Rücken ist hin - nichts neues - und ich habe extreme Schmerzen in den Fingern - die machen mir zu schaffen.

Mein Ziel ist, mehr auf meine Gesundheit zu achten - Ernährung, Sport, Ruhezeiten ( ich habe am wenigsten Zeit mit Schlafen verbracht) einhalten usw.

Mein Kind braucht mich - zum Vokabeln lernen, zum Grenzen stecken und zum Hinhören und im Hintergrund jederzeit zur Verfügung zu stehen, um bei der Schlittenfahrt durch die Pubertät Pflaster und Tempos zu reichen. Manches Mal ist es mir zu viel - und doch weiß ich, es muss sein und auch wenn ich selbst noch so müde und erschöpft bin, muss ich ran und Vokabeln abhören, mir Geschichten anhören, ungeliebte Klassenpflegschaftssitzungen besuchen usw.

Es schmerzt, dass ich manches inzwischen allein mache und Frl. Kröte nicht mehr mitmachen mag - andererseits genieße ich es auch, ebenfalls mehr Freiheiten zu haben und abends auch einfach ins Atelier fahren zu können, ohne dass sie beleidigt oder traurig ist - oder gar Angst hat.

Mein Kind ist toll - und ich weiß das zu schätzen - wie auch unser gutes Verhältnis trotz Meckereien und Nörgelei ab und an.

Ich musste mir eingestehen, dass es mir nicht gelingen kann, Menschen unterschiedlichster Couleur zusammen zu bringen und davon auszugehen, dass alle sich so mögen, wie ich die einzelnen. Immer gibt es irgend einen Grund der dazu führt, dass es nicht einfach und leicht ist und funktioniert. Entweder sind es Oberflächlichkeiten, oder Befindlichkeiten - Empfindlichkeiten oder Zeitprobleme. Eingleisigkeit ist mir nicht genug und so musste ich mich damit auseinandersetzen, dass es eben nicht meines zu sein scheint, viele Menschen gleichzeitig an einen Tisch zu holen. Besser fahre ich in kleinen Runden, einzelnen Kontakten - ohne Zwischentöne.

Mein größtes Glück - abgesehen von meinem Kind - besteht jedoch definitiv darin, so viele wunderbare Menschen nah bei mir zu wissen.

Habe ich im letzten Jahr noch gejammert, weil alle Freunde so weit entfernt sind, immer erst auf große Fahrt gegangen werden muss, wenn ich mal gedrückt werden wollte, oder beim Quatschen eine Flasche Wein vernichten wollte - so habe ich inzwischen ein stabiles und weiches Bett aus Freunden um mich herum.

Es gibt so nah Menschen, die so wertvoll sind, interessant, wie kreativ, warmherzig, witzig, zuverlässig und Freunde geworden.

Jene, die dazugehören, werden sich angesprochen fühlen und sollten dieses auch tun - wobei jene, die weit weg sind, sicher ebenfalls wissen, wie sehr ich sie mag und wie wichtig sie für mich sind.

Hatte ich zwischenzeitlich das Gefühl, mich nie wieder einem Mann nähern zu können, so hat auch das sich in diesem Jahr nicht bestätigt, sondern im Gegenteil - es funktioniert noch - und sogar gut.

Bleibt noch mein Job.

Eine große Prüfung ist bestanden - sogar überdurchschnittlich gut.

Das Fazit - mein Fazit: ich will mehr - ich will weiter - ich will anders weiter.

Heißt: Bewerben, Marktwert testen, eventuell sogar freiberuflich nebenher - Schulen, Entwickeln, Implementieren.

Es gibt Angebote, Gespräche, Ideen, Netzwerke - und ich fühle mich nicht mehr gebunden, nachdem ich feststellen musste, dass ich trotz überragender Ergebnisse die einzige bin, die noch immer kein Weihnachtsgeld bekommen hat und worüber auch kein Wort mehr verloren wurde...

Auch hier ist die Zeit vorbei, in der es erlaubt war, mich zu benutzen.

Ich bin wach, mir sehr bewusst, welche Qualitäten und Fähigkeiten ich mitbringe und was ich leisten kann - jetzt heißt es testen und neue Ziele suchen.

Vielleicht wird 2009 ein kämpferisches Jahr - es scheint fast ein wenig so, wenn ich selbst lese, was ich unsortiert zu „Papier" gebracht habe - in jedem Fall jedoch wird es ein bewusst gelebtes und eines, in dem ich mich nicht mehr benutzen lassen werde - eines, in dem ich meiner Kreativität Raum geben will und mich auf die Menschen konzentrieren möchte, für die es sich lohnt, meiner Gesundheit etwas Gutes tun mag und mich selbst nicht in den Schatten stellen möchte.

Ich bin gespannt, offen und positiv gestimmt - 2009 kann kommen.

07.12.2008 um 10:15 Uhr

Zeit, die ich nicht habe...

Stimmung: verschnupft

Ja- es ist so. Es ist blöd gelaufen...und doch erleichtert es mich auf eine Weise, die ich vorher niemals für möglich gehalten hätte.

Vergleichbar vielleicht mit einem Heißluftballon, der je mehr Ballast er abwirft, höher fahren kann.

Unverständlich? Ganz einfach zu erklären...

Mein Leben platzt aus allen Nähten – ich arbeite zuviel, habe zu wenig Zeit für mein Kind, ich möchte viel mehr fotografieren, doch schaffe ich es nicht, noch mehr Zeit für die Nachbearbeitung aufzubringen – also verbringe ich die Nachtstunden am Rechner, anstatt zu schlafen – was sich dann wieder in meiner sinkenden Kraft und Gesamtkonstitution bemerkbar macht.

Ich leiste mir einen Tage wie den gestrigen, an dem ich lese, Weihnachtskekse backe und eigentlich nichts tun mag, weil ich krank bin – verrotzt und umnebelt. Doch treibt es mich – immer wieder – ich will Briefe schreiben, der Badezimmerboden müsste noch gewischt werden, weil man auf weißen Fliesen logischerweise dunkle Haare sofort sieht. Der Brief – mit Briefpapier und Füller geschrieben, an meine große Jugendliebe – er wartet schon seit zwei Monaten – inzwischen liegt er dort – begonnen und nicht beendet – seit zwei Tagen auf dem Tisch – wie eine Anklageschrift.

 

Meine Kröte möchte so gern mit mir ins Kino – also gab es zum Nikolaus Kinokarten und damit ich es nicht verschieben kann, habe ich sie gleich übers Netz bestellt und ausgedruckt, so dass ich heute mit ihr gehen muss . Sie freut sich wie eine Schneekönigin – mir ist es zuviel – ich bin noch immer total erkältet und mag eigentlich auf meine Couch – mit einem Buch, einem Kaffee und endlich mal nichts tun müssen.

 

Der Chef ruft an – ist verzweifelt – jemand muss beobachtet werden – das ganze Wochenende – nichts wirklich dramatisches – eigentlich eine Tätigkeit, die angenehm ist und viel Kohle bringt – zusätzlich, weil Überstunden. Doch nein – ich nicht, sage ich – und weiß, er ist verzweifelt, weil schon alle arbeiten. Ich war seine einzige Hoffnung – aber nein – ich kann nicht – egal, wie gut ich die verdammte Kohle brauchen könnte, zwei Wochen vor Weihnachten mit Wünschen und Überraschungen.

Ich kann nicht – ich bin krank – sage ich – und er seufzt. Prima – nun habe ich auch noch deswegen ein schlechtes Gewissen.

 

Ich wollte doch noch schreiben, denke ich – und setze mich an den Tisch, nehme meinen Füller, beginne einen Satz – und es fließt aus mir heraus. Alles, was ich ihm schon immer sagen wollte – da fällt mir ein, dass ich doch die Bilder rausgeben muss, damit die Mutter sie noch vor Weihnachten entwickeln kann für die Familie – und ich springe auf und setze mich an meinen Schreibtisch und starte mein Bildbearbeitungsprogramm.

Schreiben kann ich noch später...erst die Arbeit.

 

Meine Kröte kommt vom Nikolaustreffen zurück und verkündet stolz, sie habe keinen Kuchen gegessen, aber jetzt habe sie Hunger. Mama – kannst Du etwas zu essen machen?

Ok – sage ich – ist ja auch schon spät – und begebe mich an den Herd. Die Bilder müssen warten – ich habe ja noch die Nacht...

 

Heute morgen schlage ich um 8.05 die Augen auf und schalte das Licht an. Ich träumte von ein paar Tagen in einem reedgedeckten Haus am Meer und konnte die Sträucher berühren im Traum. Die Wege durch die Dünen bis zum Strand mit Sand bedeckt – und dann war es dort: mein Meer. Ich habe Heimweh.

 

Um noch ein paar Minuten für mich zu haben und endlich die letzten Seiten meines geliebten Buches zu lesen, setze ich meine Lesebrille auf und beginne zu lesen – ich muss blinzeln, denn meine Augen sind noch müde – viel zu müde um zu lesen und müssen sich erst mit dem Licht anfreunden, doch ich möchte endlich wissen, wie es ausgeht – mein Buch.

 

Nun ist es geschlossen und ich muss ein neues beginnen – nachdem ich die Trilogie gefressen habe – oftmals noch mitten in der Nacht, nach den Bildern und dem langen Tag und mit der Aussicht auf vier – vielleicht fünf und mit sehr viel Glück sechs Stunden Schlaf.

Ich sitze hier am Rechner und alles ist noch ruhig – Fr. Kröte schläft noch und ich bin traurig. Traurig – weil ich nicht kann, wie ich will – und weil ich sehe, dass ich meinen Freunden nicht gerecht werden kann – meiner Arbeit , meinem Kind – und letztendlich auch meinem Bedürfnis nach Ruhe und Erholung nicht.

 

So lange schon will ich ein Päckchen nach Borkum schicken – und nein, es ist keine Vergesslichkeit, oder Unlust – ich kriege es nicht hin.

So lange will ich meinen Brief schrieben und Mails und so vieles so gern tun – Karten mit meinen Bildern drucken lassen und verschicken und kleine Geschenke schicken, über die sich jemand freuen kann, mit meiner Kröte ein paar Tage wegfahren – oder auch nur ihr Zimmer endlich endlich ausmisten und renovieren, potentielle Modelle anrufen, um mit ihnen Termine zu machen, mit Constanze sonntags morgens einen Kaffee im Bett trinken – mit dem Telefonhörer am Ohr – und ich schaffe nichts davon.

 

Du hast es mir nicht geglaubt – dachtest, ich rede mich mal eben raus, nehme nicht ernst, oder mir sei unsere Freundschaft nicht wichtig – hieltest meine Begründung für lapidar und zu wenig. Mag sein – doch glaube mir – ich weiß sehr genau, was ich verliere – nicht nur an Dir, sondern auch an anderen und auch an Zeit, die niemals wiederkehrt – wie z.B. mit meinem Kind. Ich weiß es genau und versuche, so viel wie möglich in mein Leben zu bekommen – so viel wie möglich zu tun, mitzunehmen, zu geben, zu schenken und dabei gerät mein Kopf – so hoch ich ihn auch strecken – ab und wann einfach unter Wasser. Dann schlucke ich und weiß nicht, wie ich wieder hochkommen kann, denn die Last, die auf meinen Schultern zu liegen scheint, wird immer größer – je mehr Menschen ich kennen lerne, je mehr davon ich so sehr mag, dass ich sie nicht ziehen lassen mag, je mehr Kreativität ich entwickle, je mehr ich fotografieren lerne, je mehr schöne Dinge mir passieren, die mich beschäftigen...

 

Vielleicht ist das alles nicht nachvollziehbar – ich jedoch finde keine besseren Worte dafür, wie schwer das Leben an einem ziehen kann – in diesem Fall an mir – und wie viel ich tun möchte, wie viel ich erleben mag und anderen Menschen zugute kommen lassen möchte, wie viele Freunde mir so vieles wert sind – und wie schwer mich das alles macht, weil ich nicht mehr weiß, wie ich die Prioritäten verteilen soll, damit niemand auf der Strecke bleibt.

 

Wie schön ist es, mit einem wie Dir, lieber G. zu telefonieren – so unbeschwert und ohne Vorwurf, ohne schlechtes Gewissen und sich alles von der Seele erzählen zu können und zu hören, dass es gut läuft, dass sich alles fügt, von dem man so oft dachte, es zerbricht – wie schön ist es, Deine Stimme zu hören, die so weit weg ist – und doch so nah.

Auch wenn wir uns schon lang nicht mehr gesehen haben, so steht unsere Freundschaft für mich außer Frage – und ich hoffe, es ist für Dich ebenso.

Ich wünschte mir – das wäre überall und mit jedem so und nein – das ist kein Vorwurf, denn ich selbst kann es ja auch nicht mit jedem so handhaben – ich bin ja die, die dauernd rennt und versucht, hier und dort zu retten, was zu retten ist.

Dieses Rennen ist so anstrengend – ich kann es kaum beschreiben – und dabei vergeht mir die Leichtigkeit so oft – und eben die brauche ich doch so sehr – ohne die ist alles doch nichts.

Was würde ich für ein paar Abende in einem reedgedeckten Haus geben, bei Kamingeknister und Schatten an den Wänden. Dann würde ich laufen und laufen und laufen und mir die Gedanken aus dem Kopf wehen lassen – vom Wind – und danach einen heißen Tee trinken mit Kandiszucker und Milch.

Und wenn ich ganz ehrlich bin – würde ich das am liebsten einmal allein für mich haben – oder zumindest nicht noch für die Bedürfnisse eines Kindes dabei sogen müssen, sondern einmal nur an mich denken.

Grenzenlos egoistisch und doch bald unumgänglich – weil ich einfach diese Ruhe brauche, doch wie sollte ich das wohl einem Kind erklären, was genau so gern ans Meer möchte?

 

So träume ich mich dorthin und beginne jetzt den Tag, in dem ich versuche, so viel wie möglich von dem zu schaffen, was ich mir vorgenommen habe, was laufen muss, was ich erledigt kriegen möchte.

Ich will kein Jammerlappen sein – es ist nur ein Erklärungsversuch – auch wenn es wieder nur einer ist, wie Du ihn schon mal bekamst.

Es gibt nichts anderes zu sagen – es ist das selbe Thema – immer die Zeit, die ich nicht habe und – zugegebenerweise – auch die Erschöpfung, die ich spüre und die mir manchmal dann, wenn ich Zeit hätte, die Konzentration, die Lust, die Energie nimmt – mich wieder hin zu setzen und zu schreiben.

 

Sei mir nicht böse – nimm es mir nicht übel – ich hätte es auch gern anders gehabt, doch scheint es mich nur noch so zu geben – im Dauerlauf und unstet.

Ich war nicht immer so – doch war auch mein Leben damals noch nicht so gefüllt – mit wunderbaren Menschen, einem Job, den ich eigentlich mag, meinem Kind, meiner Fotografie – die Reihenfolge ist keine Rankingliste.

Wie andere es machen, alles zu leben, alles zu schaffen, was sie möchten – ich weiß es nicht. Kannst Du es mir sagen?

 

Mir schrieb mal jemand: „Manchmal möchte man dir einfach und schweigend ein Glas rüberschieben, oder etwas Watte. Oder ein Tempo, oder etwas Meer. "Jenachdem". Nur so... „

 

Besser hätte es niemand ausdrücken können.