postmoderne liebschaften

08.12.2010 um 10:08 Uhr

...2.

 

und man kann sagen was man will, es gehört einfach glück dazu.

das glück zum richtigen zeitpunkt am richtigen ort zu sein-

glück auf die richtigen menschen zu treffen, DEN richtigen menschen zu treffen

mehr glück als glaube

und jeder ist seines glückes schmied-

dieser satz hängt mir längst zum hals raus

wer hat schon einfluß auf sein glück?ganz ehrlich?

"änder die betrachtungsweise, den blickwinkel, versuch es positiv zu sehen, dann kommt das glück von allein"

jaja

 

ich habe meinen blickwinkel hin-und hergedreht, war an verschieden orten, immer zum falschen zeitpunkt, stand vor meinem spiegel und hab die fraze liebevoll aufmunternd angelächelt und die essenz :

live is a f"*%ing bitch

weihnachten allein, silvester wieder marzipanschweinchen bastelnd...yeah !!!

und es geht ja nicht um das reine glück

nicht um pure glückseligkeit, sodern um das stille leise glück, jemanden gefunden zu haben, mit dem man zusammen am kinderkarussell stehen und winken kann. liebe spüren. zärtlichkeiten austauschen.

because one is the loniest number...- lala.jammer..modus

ob ich dann glücklicher bin weiß ich nicht, aber ich möchte es mal wieder ausprobieren.

pf

Diese vorweihnachtszeit tut mir nicht gut. ich hätte gern die power zu sagen

"das leben ist zu kurz ums mir wegen fehlender zärtlichkeiten zu verderben"

margarethe steiff hatte die kraft und den positivismus, nach diesem satz zu leben. ich zieh meinen hut vor ihr.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenPelegrina schreibt am 08.12.2010 um 10:27 Uhr:Man kann auch Gemeinsam einsam sein. Sehe ich bei vielen Paaren, selbst wenn sie am Kinderkarusell stehen. Sich nicht anschauen, wie zwei Fremde. Das finde ich persönlich, viel viel schlimmer...
    Und Margarete Steiff war eine tolle Frau, von der können wir uns alle ein Scheibchen abschneiden. Was für Dich auch kein Trost ist, deswegen drücke ich Dich mal aus der Ferne. Und wenn Dir die Leere auf den Kopf fällt, dann rufst Du an, dann haben wir uns wenigstens an der Strippe, zu zweit. *lächel*
  2. zitierenHedera schreibt am 08.12.2010 um 10:33 Uhr:allerdings pele - die schlange derjenigen, die sich anstellen müßten, wenn sie zugeben müßten, dass sie zwar zweisam aber trotzdem einsam sind, wäre sicher länger als die der bekannt "Eisamen" - toller Schachtelsatz übrigens, oder???!!!
    Mir ist die laune auch gründlich verhagelt aber es nützt ja nüscht. Ich habe auch nicht wirklich lust stundenlang nur zu dritt unterm Weihnachtsbaum zu hocken. Letztes Jahr haben wir uns alle später bei meiner Freundin getroffen und es war noch ein lustiger abend. Dieses Jahr trifft sich meine Freundin sicher bei ihrer Schwester und wir sind nicht mit von der Partie...schade eigentlich......deswegen und überhaupt freu ich mich auch nicht gerade wahnsinnig auf diesen anstrengenden Abend......
  3. zitierenPelegrina schreibt am 08.12.2010 um 10:42 Uhr:Ich hoffe, man sieht es mir nach: Ich scheiße dieses Jahr auf Weihnachten. Verstehen kann ich Euch beide aber trotzdem. Nur stellt sich bei mir so gornix weihnachtliches ein.
    Ich glaube, ich muss mal auf den Weihnachtsmarkt, mich mit Glühwein runterfeiern. *schieflächel*
  4. zitierenHedera schreibt am 08.12.2010 um 10:47 Uhr:darfst du Pele, darfst du. Ist für nicht Gläubige und Andersdenkende eh eigentlich mehr ritual als "Feier"-tag - genau wie Silvester. Den finde ich eigentlich noch 10x schlimmer. Aber ich hab frei und darauf freu ich mich. Frei....
  5. zitierenPelegrina schreibt am 08.12.2010 um 10:55 Uhr:Ich bin ja gläubig, ich hab nur einen anderen Chef, als die Christen. Das Jesus gelebt hat, glaube ich auch. Also darf ich auch auf den Weihnachtsmarkt. ;-)
  6. zitierenlillestory schreibt am 08.12.2010 um 11:35 Uhr:ach ihr lieben...ich weiß ja, dass einsame zweisamkeit viel viel schlimmer ist als einfaches alleinsein....
    aber ein wenig liebe bei all dem kerzenschein wäre schön

    und silvester...boah..ganz ganz schlimm

    heute schneit es und einen glühwein trink ich mit
  7. zitierenHedera schreibt am 08.12.2010 um 11:50 Uhr:ich meinte irgendwie auch mich mit meinem christ/gläubig/kommi. eigentlich dürfte ich ja gar kein weihnachten feiern, wenn ich an all das gar nicht mehr glaube. jedenfalls nicht so....aber es ist halt tatsächlich ein ritual . eins das ich schön finde, wenn alles passt.....hier schneit es nicht, gottlob. ich will nur heim auf meine couch.....eigentlich...oder irgendwo auf den arm, aber geht auch nicht. mein männe versteht meine sorgen immer nicht wirklich und meint, ich wäre zu pessimistisch...der ist dann auch keine hilfe und glühwein vertrage ich nicht...so ein mist....
  8. zitierenlillestory schreibt am 08.12.2010 um 11:56 Uhr:glühwein veträgt kaum jemand... viel zu viel zucker
  9. zitierenameamagao schreibt am 08.12.2010 um 12:07 Uhr:Auch das Unglück darf sein, lille. Was wäre schon die Zweisamkeit ohne die Einsamkeit? Wir sind oft getrieben davon, dass alles gut sein muss. Dabei hat auch die Melancholie und die Trauer etwas "Positives" für sich - wann kommt man sich selbst schon so nahe, als in diesen Stunden?

    Ich weiß nicht, ob das gerade für dich passt - aber dalassen wollte ich es dennoch mal.
  10. zitierenHApart1 schreibt am 08.12.2010 um 12:35 Uhr:for memory
    beim "Glücksrad" war das Verhältnis Zahl zu Buchstabe wichtig. Ohne daran zu drehen, wäre das ganze Spiel unsinnig. Nun gehen wir also unseren Weg und vergessen ab und zu zu drehen. Jetzt fragst du wo das Rad steht? - eben, wir vergessen auch das ab und zu!
  11. zitierentrinidad schreibt am 08.12.2010 um 13:27 Uhr:hab ich glühwein gelesen? scheiss auf zucker, runter damit! prost allerseits! und es wird wieder. es ist immer irgendwie geworden! drück dich lille, und die anderen auch gleich mit!
  12. zitierenHedera schreibt am 08.12.2010 um 15:15 Uhr:um noch mal auf des glückes schmied zu kommen: den spruch find ich auch shice, ehrlich! Ich racker mich doch nicht weniger ab wie andere, denen scheinbar alles in den schoss fällt: die haben, warum auch immer, einfach das glück z.T. zur rechten zeit am rechten ort zu sein. ich anscheinend eher immer nicht. Ich racker mich langsam hoch zu einem eigenen büro um dann festzustellen, (schon vor jahren, nachdem mein erster chef wegen schlimmer dinge gefeuert werden mußte)dass ich mal wieder aufs falsche pferd gesetzt habe und ich besser die nähe zum verwaltungsleiter gesucht hätte..........eine logik steckt für mich nicht dahinter und mittlerweile gebe ich zu, hasse ich bezeiten diese glückskinder, die das wort sorgen nur vom hörensagen kennen....knurrrrrrrrrrr
  13. zitierenMariaHilf schreibt am 08.12.2010 um 17:56 Uhr:Liebe Lille....die Zeit...so um Weihnachten herum....da ists ganz besonders schlimm - das allein unglücklich sein; immer ist man versucht zu sagen, allein einsam sei doch immer noch besser - ABER.....erstens geht man doch immer davon aus, das man zu zweit nicht einsam ist...man hofft ja schließlich immer das Beste....und....der Mensch ist fürs Alleinsein nicht gemacht...deshalb gehen ja auch soviele soviele Kompromisse ein...am Kinderkarussel alleine stehen IST traurig....ich weiß nicht ob du John Irving liest - warist einer meiner liebsten Schriftstellern "Bleib weg von offenen Fenstern"....ist ein Satz von ihm....vielleicht ist es einfach gut Plätze zu meiden, die einen einsam und unglücklich zurücklassen.....
    in Liebe....und danke für deine schönen Melodien....
  14. zitierenWari schreibt am 11.12.2010 um 17:36 Uhr:hey Lille, ich nehm dich mal hier im blog ganz lieb in den Arm, denn auch mich hat es besonders in der Vorweihnachtszeit ausgeknockt. Wie ich sie zeitweise hasse, diese kuschelnden, liebvoll schauenden Paare, all jene, die sich gerade im Moment mit dem richtigen Partner umgeben. Und ich gestehe es mir zu, sauer, traurig, wütend zu sein, zumindest für einige Momente. Für die ganz Schwachen! Und um dann wieder rauszukommen, schaue ich auf all jene, die gemeinsam einsam sind und denke mir: "Nee, das möchtste nich nochmal erleben!"
    Ich bin gerade dabei dem Glück etwas auf die Sprünge zu helfen und Nr. 378tausend im Forum der Verlassenen, Hinterbliebenen, Hoffnungssuchenden hat es scheinbar voll erwischt. Nur mich nicht. Und nu?
    Wenns vielleicht ein bißchen hilft, dass ich auch allein einsam bin ... naja, immerhin sind wir dann auch gemeinsam einsam. Ändert zwar nichts an unserer momentanen Situation, aber ...
    Wenn es dir grad nicht nach Lachen ist, dann geb ich dir jetzt zwei Buchempfehlungen incl. warmen Wasser in der Wanne:

    "Frau Ella" von Florian Beckerhoff (WUNDERVOLL!!! Und du wirst lachen, auch wenn du ganz furchtbar traurig einsam bist!) und "Theo - Antworten aus dem Kinderzimmer" von Daniel Glattauer (KÖSTLICH! Allein der Stil Glattauers ist liebevoll lesenswert!)

    Wenn ich wüsste wohin, ich würd´s dir glattweg schicken, um dir deine Wintertage ein wenig zu versüßen!

    Herzige & verstehende Grüße

    Wari
  15. zitierenlillestory schreibt am 12.12.2010 um 21:17 Uhr:liebe wari, hab dank für deinen lieben kommentar! nr. 378tausend ?? ..oh man...und deinen buchtip...den beherige ich

    mariechen..."bleib weg von offenen fensten", ja sehr bemüh ich mich, aber jil liebt karussellfahren, sie liebt es und wenn´s dann schon mal hier eins gibt..hach...da kann ich doch nicht immer nein sagen...ich muß einen weg finden mich unter all diesen seltsamen leuten wohl zu fühlen...jil wird bald selbst eigene soziale kontakte knüpfen...oh man...
    es ist nicht mehr sooo schlimm wie es mal war, kurz nachdem ich diesen eintrag geschrieben hatte rief julia an...als ob sie was geahnt hätt...kam sie für ne stunde auf einen kaffee vorbei und rettete damit meinen tag

    es war schon viel viel schlimmer.

    HApart, wie kann ich das rad drehen? ich hab das vergessen..nein..ich bin meißt zu müde...
  16. zitierenWari schreibt am 17.12.2010 um 03:16 Uhr:lille ... Nr. 378tausend ... nur eine Nummer, wir sind alle nur eine Nummer in dieser Plattform, wo manchmal alles ganz platt ist und man sich manchmal vorkommt wie beim Durchblättern eines Versandhauskataloges. Aber du weißt ja, die Hoffnung stirbt zuletzt und wenn sie dieses Jahr noch nicht gestorben ist, dann können wir sie auch ins neue Jahr hinüberretten, damit sie uns noch lange begleiten möge.

    Maria, ich weiß nicht, ob Irving recht hat mit seinem "Bleib weg von offenen Fenstern". Na klar tut es weh, Pärchen turtelnd zu sehen, klar tut es weh, allein am Kinderkarussell zu stehen, klar ist es nicht schön, allein mit zwei Kindern im Schwimmbad zu schwimmen, während sich ringsherum Familien tummeln. Aber noch schlimmer ist, sich von all jenem fern zu halten, sich vom sozialen Leben auszuschließen.
    Wir brauchen Kontakte, egal wie nah oder fern sie uns berühren. Selbst das kleinste Augenzwinkern eines anderen Mneschen kann wie der Sonnenstrahl nach einer finsteren Nacht sein, etwas, was uns aufatmen lässt.
    Gerade mit den Kindern müssen wir manchmal einfach über unseren Schatten springen und das ist gut so!
    (Ich hatte neulich das Vergnügen, dass ich am liebsten daheim versauert wäre, aber die lieben Mitbewohner wollten ins Schwimmbad. Ich wusste, wie mich alles nerven würde, wie sehr ich die Turteltäubchen beneiden und den glücklichen Familien gerne eine Portion Einsamkeit von mir hätte abgeben wollen. Und dann kam alles anders. Was hatten wir für einen Mordsspaß!
    Das ist das Schöne am Schon-groß-Sein: Man hat in den meisten Fällen eine große Portion Frustrationstoleranz abgehäuft, auf die man sich im Härtefall verlassen kann! ;-) )

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