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Ich habe heute den Anruf mit der Absage von der Waldorfkrippe bekommen ! Es täte ihr leid, daß sie mir erst doch Hoffung gemacht hätte aber die Frau, die ihre zwillinge rausnehem und in einer anderen Kindergarten stecken wollte hat nur für einen der beiden zwillinge dort einen Platz bekommen und..................blablabla
ich war nicht traurig oder entäuscht. ich spühre gar nichts mehr.
gestern vormittag beim musikunterricht versuchte ich mit meiner neunen Freundin britta über Oli zu sprechen. sie meinte ich seh scheiß aus und ich begann zu erzählen warum aber es kam kein richtiges feedback. und wie auch, wir kennen uns ja erst seit kurzem und von oli hatte sie nie etwas gehört. ich plapperte es also einfach so runter und sie sah mich merkwürdig an
nachmittags in der apotheke waren die kollegen wieder pissig, obwohl ich nicht einmal meinen Mund aufmachte
dann kam abends eine mail von meiner freundin claud, die mir schrieb, dass ihr im café erzählt wurde, wie gut es dem vater von jil ginge, wie er aufblühe, daß er all seine schulabschlüsse nachhole und schon lange in einer glückliche beziehung stecke. ich dachte immer, er sei hochgradig beziehungsunfähig. jil kennt ihn nicht. er hat sich verpißt als es anstrengend wurde. er bezahlte auch nicht. das macht seine mutter. es gab mal ein lied da wurde gesungen:*schlampe, drecksau, ich hoffe es geht dir schlecht* ich hab ihm über zwei jahre weiß-gott so viel schlechtes gewünscht (aber meine wünsche, selbst die bösen, gehen nicht in erfüllung.)
ganz spät gestern habe ich mit einem Mädchen telefonert, die ich hier bei blogigo letztes Jahr im Sommer kennengelernt und liebgewonnen habe. dann verschwand ich hier für geraume zeit, als ich wiederkam verschwand sie und kehrte erst vor kurzem hierher zurück.
gestern abend haben wir nach über einem halben Jahr wieder telefoniert. sie erzählte erst von sich und von dort, wo sie gewesen war und dem mann den sie dort getroffen hat. sie klang so viel besser als im sommer. sie klang so...gesund! ich begann von mir zu erzählen und sie hörte mir einfach nur zu und fragte ab und an leise etwas und plötzlich fing ich an zu heulen und konnte nicht mehr aufhören. und sie sprach ganz leise und ihre stimme streichelte mich und ich sagte immer wieder:ach, so schlimm ist s gar nicht. das geht gleich wieder" und konnte doch nicht aufhören.
und sie sagte leise:"doch, lille, das ist schlimm." und ich fing an wie ein baby zu plärren und sie ließ mich weinen und sagte:"lille für dich ist das schlimm. und wenn du mir sagst, es sei nicht so schlimm und du dabei aber nicht aufhören kannst zu weinen dann ist das ganz ganz schlimm."
ich flüster"ich hab keine kraft mehr. ich schaff das nicht mehr allein."
und wir reden darüber und welche möglichkeiten es gibt, sie redet mit mir mit einer sanftheit, als würde sie mich in die arme nehmen und ich bin das gar nicht mehr gewöhnt, dass jemand wirklich lieb zu mir ist und sich zeit nimmt und ich weine wieder und mir wird zum ersten mal bewußt, daß ich wirklich ernsthaft erkrankt bin. seelisch im eimer, dass es so nicht mehr weitergehen kann und das ich etwas tun muß dagegen. das es nicht reicht ein zimmer in hamburg zu finden oder einen krippenplatz. dass es tiefer geht, dass es höchst zeit wird mich um MEIN INNERES zu kümmern.



