Gruppen
Warum tu ich mich so schwer in Gruppen? Wie verhaltet Ihr Euch in Gruppen, wenn Ihr niemanden kennt?
Wie fühlt sich das an? Wie verhaltet ihr Euch? Denkt Ihr da groß drüber nach?
Ich fühle mich in bestimmten Situation extremst unwohl und werd augenblicklich panisch. Phobisch. Tiefste Angst. Ich bekomme sofort Fluchtgedanken, in meinem Kopf rast es. Ich verkrampfe und spiel eine Rolle. Es ist ega,l ob es auf dem Weihnachtsmarkt am Kinderkarrussel ist (remember?), oder in little Jils Ballett-Umkleide, im Kindergarten oder wie heute im Kaspartheater, wo die Hälfte der Kinder aus dem Kindergarten stammen. Sind sich alle unbekannt in der Gruppe ist es nicht so schlimm, aber je länger sich die Gruppe "kennt" (jil geht jetzt z.B 4 Monate zum Ballett), umso schlimmer wird es.
Julia war zwar heute mit im Kaspartheater und während wir nebeneinander saßen war es kein Prolem und alles ging so, aber als sich die Gruppe danach aufmachte um noch auf den Spielplatz zu gehen...da kroch das Gefühl hoch. Sobald sich Julia von mir abwendet, um ein Gespräch mit jemand anderem zu führen wanke ich, kriecht die Panik hoch. Es überkommt mich sofort. Ich finde überhaupt keinen Halt. Immer noch nicht . Mir macht das Angst. Ich möchte Jil augenblicklich an der Hand nach Hause ziehen. Aus Angst, aber wovor? Ich müßte doch mitlerweile viel weiter sein. Morgen ist vom KIGa ein Abendessen in einem Restaurant gepant, ein Alptraum... ich hatte mich mit Fragezeichen eingetragen..."natürlich kommst du" sagt Julia...sie weiß nichts von meiner Macke.
Heute war kein schöner Tag. ich sollte solche Situationen meiden, aber wenn ich sie meide...mehr und mehr und mehr dann...dann wird es vielleicht immer schlimmer und ich kann bald gar nicht merh unter Leute gehen! ich kann doch nicht meiner Mutter auftragen, Jil aus dem Kiga abzuholen... weil ichs nicht schaffe...das ist doch vollkommen bescheuert...ich muß doch auch alleine meinen mann stehen können...ich muß doch wohl "gruppentauglich" sein, oder? Gibt es Menschen, die nicht gruppentauglich sind und aus jeder Gruppe rausfallen? .... und dann ist dieses Bild wieder da, wie ich mit Flo alleine durch den Schnee schiebe...und alle denken..sie ist übriggeblieben
(ich will an dieser Stelle keinen Trost, es würde mich wirklich interessieren wir Ihr Euch in Gruppensituationen (wie oben beschrieben z.B.) verhaltet...tut Ihr Euch schwer?..fällt euch das leicht?...auch würde mich interessieren, wie Ihr Fehmarn-Mädels (pele, hedi, rabi, lady) mich in der Gruppe empfunden habt..besonders am Anfang...war ich seltsam? Gern bitte auch PN!)
Und NATÜRLICH sollt ich mir darüber nicht so einen Kopp machen aber es belastet mich und je mehr soziale Kontakte little jil eingeht, umso häufiger werde ich diesen Situationen ausgesetzt sein und deshalb sollte ich das doch mal langsam ernst nehmen. Das darf mich doch nicht so quälen, oder?




ein Problem mit Zurückweisung (unerfüllte Liebe klang schon mal an)?
eine Rolle spielen zeugt von gutem Selbstbewußtsein, du hast dir ein gewisses Repertoir angeeignet - du empfindest dich dann als unecht, falsch, was den Fluchtdrang verstärkt.
Jede Gruppe oder Anhäufung als geschlossene soziale Einheit wahrzunehmen ist schon mal riskant, weil dann bist du prinzipiell Außenseiter. Du empfindest dich gleichermaßen aber in den Mittelpunkt gestellt und beäugt. Es ist in dir dieses Denkschema, verursacht durch was?!
und mit "ich müßte doch schon viel weiter sein"mein ich, daß ich natürlich ständig an mir arbeite..ursachensuche...hach..mein ganzer blog ist voll davon...und es hat sich während der 2 jahre hier schon vieles gebessert bloß eben nicht DAS...DAS wird immer schlimmer *seufz*, das ist wirklich ein Teufelskreis denn mitlerweile weiß ich schon, daß diese Panik dannunddann kommt und das verstärkt sie im Vorfeld schon...Panik vor der Panik sozusagen...ach mensch...
Bei geschäftlichen Veranstaltungen mit "get2gether-Zeit" wie man es offiziell nennt, bin ich allerdings auch unsicher, wenn ich keinen kenne. Ich brauche da wenigstens eine Person als Rückendeckung. Ich komme mir sonst verloren vor und denke, dass mir die anderen ansehen, dass ich allein bin. Eben wie ein Außenseiter. Aber auch damit komme ich mittlerweile klar. Ich stelle mich dann an den Rand und beobachte die Menge und versuche herauszufinden, wer interessant sein könnte. Oder ich bestelle mir einen interessanten Gesprächspartner.
Die anderen halten einen nicht sofort für einen Außenseiter, auch wenn man sich selbst oft so fühlt.
Achja.. eins noch: das beste Mittel gegen Angst ist, sich ihr zu stellen. Überleg mal, was wäre das schlimmste, was in dieser Situation passieren könnte? Und dann versuch dich damit abzufinden.
Ich wette du bist super nett. Gibt doch den anderen eine Chance, das zu entdecken!
Und dein "eigentlich müsste ich schon weiter sein" deute ich für mich anders. Bezogen auf die Gruppe von Müttern bei Elternabenden in der Schule oder beim Abholen im Hort. Ich müsste schon weiter sein, weil die Gruppe ja keine völlig fremde Gruppe von Frauen ist, eigentlich sollte ich doch schon integrierter sein, so wie die anderen eben auch. Wieso bin ich's nicht, was ist falsch an mir, wieso stehe ich noch draußen, während alle anderen schon Freundschaft geschlossen haben? Wir haben uns doch alle zum selben Augenblick kennengelernt..
Und in der Inselgruppe fand ich dich sehr entspannt und gelöst. Zu Beginn, da du ja erst zuletzt hinzukamst, noch ein wenig zögerlich, aber schon nach wenigen Minuten dazugehörend. Ich fand z.B. daß du dich viel spielerischer in die Gruppe einfügtest als ich, viel entspannter warst. Aber das kann auch ein subjektives Gefühl sein. Möglich, daß du es gerade andersherum empfunden hast. ;) Ich hab es dir auf jeden Fall nicht angemerkt, sollte es dir schwer gefallen sein. Dein doch etwas derberer Humor zu deiner zarten, mä Möglicherweise macht man gar keinen so verqueren Eindruck, wie man selbst von sich denkt. Andererseits "kannten" wir uns durch das Geschriebene ja schon zu einem gewissen Teil, wussten Dinge voneinander, die niemand in einer anderen neuen Gruppe auch nur geahnt hätte. Das machte das Zusammentreffen zu einem besonderen, mit einem besonderen Vertrauensverhältnis.
"Dein doch etwas derberer Humor zu deiner zarten, mädchenhaften Gestalt hat überrascht und war sehr sympathisch." :)
Das kann ich unterschreiben, Du hast ja sogar MICH angerotzt und damit für den größten Lacher am Wochenende gesorgt! :-)
Die Gruppe hat aber auch nur solange funktioniert, bis sich eine über alle anderen heben wollte, ab da ging es schief...
Aber wieso ist es Dir nicht einfach egal, was andere (vermeintlich) über Dich sagen? (Ich glaube das sowieso nicht.) Man kann doch nicht allen gefallen wollen? Oder musst Du dazugehören?
Lady, Du warst nicht entspannt? *gacker*
ich würd mich gern aus diesen ganzen sozialen strukturen befreien, so wie house ... aber so bin ich nicht...die gesellschaft ist mir nicht egal..ich brauch sie irgendwie...als selbstbestätigung?...ist es immer wieder dieses leidige thema liebe?.....
ich weiß einfach nicht wie ich mein problem angehen kann, wie ich die panik und die angst wegschieben kann
- wer ist symphatisch
- wer sieht einfach gut aus
... nimm die Gruppe gedanklich auseinander, dann bist du nicht mehr der Mittelpunkt und auch nicht am Rand. Dein Intellekt hat zu tun und die Emotionen vielleicht Sendepause.
wenn ich in jils ballett umkleide komme und "hallo" sage dann antwortet niemand, es blickt auch niemand auf und schaut kurz mal. es sagt auch niemand tschüß. kein blickkontakt. nichts.
und dann hat jil ja schon lange die freundin marlene aus dem kindergarten, im letzten sommer haben wir uns öfter mit ihrem vater auf dem spielplatz getroffen, die mama war hochschwanger zu hause. die fand ich eigentlich wirklich immer nett. die kommt in den kindergarten und sagt NICHTS. Sie schaut auch nicht. und ich halt ihr beim gehen die tür auf...sie mit kinderwagen...wir gehen gleichzeitig...sie beachtet mich nicht und geht einfach.....hä?????...so ein verhalten das trifft mich echt...es verunsichert mich...
und irgendwie ist es hier überall so...und deshalb hat mich wohl auch diese geschichte mit der ärztin und der einladung bzw nicht einladung so getroffen...ich will keine freundschaften..ich hab julia...ich hätt nur gern etwas nettigkeit...etwas mehr offene blicke...verhaltensweisen, die irgendwie grundsätzlich freundlciher natur sind.....
wenn ich in hamburg auf den spielplatz geh da herrscht überall reger blickkontakt, grinsen, lachen...manchmal sogar keksanbieten...(sowas erwarte ich ja nicht aber rein theoretisch WÄRE soetwas möglich)
Dorf hin oder her...Leute, die nicht Guten Tag oder Danke sagen können, sind unhöflich.(ich habe dieses Problem gerade auch,nur in einem anderen Zusammenhang) Ich glaube nicht, das es bei dir überall so ist...diese negativen Dinge fallen dir wahrscheinlich nur viel mehr auf und bleiben dir im Gedächtnis.
Vielleicht bist du selber in Hamburg auch viel offener und auch gelassener, als in deinem Dorf, in dem du dich eh nicht wohl fühlst.
und ja, chouchou... genau so verhalte ich mich auch. wenn ich mich in einer gruppe wohl fühle, dann kann ich die party ganz alleine schmeißen...und ich genieße es dann sogar sehr im mittelpunkt oder mittendrin...eine meiner gaben ist es z.b andere für ein thema zu begeistern...ich kann auch gut unterhalten...eigentlich eine extrovertierte persönlichkeit...extrovertiert sein heißt ja auch seine energien aus der umgebung ziehen...die umgebung entscheidet (mit), wie ich mich fühle. so ist es tatsächlich. sie gibt mir- oder nimmt mir. ist das normal? ist es immer so?
irgendwo muß es einen bruch in der persönlichkeitfindung gegeben haben....*seufz*...
ich danke euch für eure offenen kommentare..ich für meinen teil, war heute abend nicht bei diesem kiga-Treffen, ich würd gern schreiben ich war zu müde aber in wirklichkeit war ich zu feige. gute nacht ihr lieben!
vielleicht fürchte ich -wie ein schlechter schauspieler- die bühne. vielleicht habe ich angst ausgebuht zu werden, vielleicht wurde ich zu oft ausgebuht und wage mich deshalb nicht mehr raus. dabei geht es nicht um freundschaften und liebe (ich möchte mich nicht mt den ganzen fürchterlichen mamas anfreunden) sondern um anerkennung und applaus.....
ich glaub ich bin gerad ganz nah an mein problem rangekommen
kann ein selbstdarsteller authentisch sein ?
auch mir geht es manchmal so, dass ich mich in Gruppen unwohl fühle. Das sind meist solche, bei denen ich das Gefühl habe, dass ich weniger weiß, dass ich nicht gut genug aussehe, dass ich immer noch allein bin und alle Anderen mit einem Partner da sind etc.
Ich erwische mich immer wieder dabei, dass ich mich mit anderen vergleiche. Und genau das ist der Punkt: Vergleiche bringen gar nichts!
Halt dich an dem fest, was du hast!
Du bist eine wundervolle, liebevolle Mutter!
Du bist eine kluge Frau!
Du bist liebenswert!
Du bist freundlich und nett und ZEIGST das Anderen!
Du kannst über dich selber lachen!
Du schaffst es, dich an kleinen Dingen zu erfreuen, die Andere schon gar nicht mehr sehen!
Du hast einen Blick für dich und deine Tochter!
Du bist sehr respektvoll!
Du steckst voller Liebe!
Das Problem ist, dass wir manchmal zu viel von uns verlangen und zu viel Veränderung auf einmal wollen.
Der wichtigste Faktor, den ich für mich versuche zu beherzigen: Gib dich nicemals mit Leuten ab, die dir deine Kraft und Energie rauben. Und wenn es denn mal sein muss (Kinder brauchen halt Kontakte), dann investiere nur so viel Energie, wie gerade notwendig ist, um freundlich zu sein (Wie man in den Wald hineinruft ...).
Da das schon ganz gut klappt, beginne ich nun mit Schritt zwei:
Sage Anderen durchaus deine Meinung, wenn es notwendig wird. Wenn mich jemand aus einer Laune heraus anpampt zum Beispiel. Dann nehme ich das nicht mehr hin, sondern bitte den Anderen bestimmt um einen freundlicheren Ton. (Mein bestes Übungsbeispiel ist mein Ex!)
Und dann gibt es immer wieder Erlebnisse, dir mir helfen, mich nicht unter meiner Würde zu sehen: Wenn man sich die Mühe macht, Andere ein bisschen kennenzulernen, dann gibt man sich auch die Gelegenheit, sie von ihrem Thron herunterzuheben, den wir ihnen, warum auch immer zugestanden haben. Sie alle kochen nur mit Wasser und sie alle haben ihre Macken, Ecken und Kanten. Zu sehen, dass sie letztenendes nur Menschen sind, mit denen man eigentlich gar nicht tauschen möchte, tut unheimlich gut.
Womit wir bei dem Punkt wären, sich selbst zu leben!
Ich bin mittlerweile kein Fan mehr von Schauspielerei, auch wenn mir die ein oder andere Eigenschaft eines Anderen an mir ganz lieb wäre. So bin ich nun aber nicht und das fliegt auf, so bald jemand ein bisschen nachgräbt.
Also konzentriere ich mich nur noch auf mich selbst und versuche, das Bestmögliche aus meinen Fähigkeiten rauszuholen. Fehlschläge nicht ausgeschlossen. Aber ich schaffe es dadurch immer mehr, auf die Meinung anderer Menschen zu pfeifen.
Was ist die Frau des Arztes schon ohne das Ansehen ihres Mannes? Sie ist ein Mensch wie du und ich. Sie hat Verdauungsstörungen wie du und ich, sie furzt genauso und sie schnarcht vielleicht genauso. Sie mag ein größeres Auto fahren, mag sein. Aber nimmt man ihr all ihre materiellen Güter weg, was bleibt dann?
Es ist und bleibt so, dass die Äußerlichkeiten vergänglich sind und nur die inneren Werte zählen, auch wenn das abgedroschen und altmodisch klingt. So lange du aber morgens in den Spiegel schauen kannst und dich freundlich anlächelst, weil du weißt, dass du eine herzensgute Seele bist, so kann dir nichts passieren!
Und du hast einen ganz großen Vorzug: Du setzt dich immer wieder mit dir selbst auseinander! Das bringt sicherlich die ein oder andere Spannung mit sich und manchen Moment der Verzweiflung. Aber wie ich aus all deinen Posts bisher mitnehmen durfte, bist du auf einen sehr guten Weg, nämlich dem Weg zu dir selbst. Du läufst dem Leben nicht davon. Und das mag ich an dir!
Alles Gute!
Wari
Ich denke dabei auch an eine Geschichte in dem Buch "Komm, ich erzähl dir eine Geschichte" von Jorge Bucay. Grob zusammengefasst: wenn jemand dich anlügt, tut er es nicht wegen d i r , sondern um sich selbst zu schützen. Und so ist es ganz oft im alltäglichen Leben. Wie oft tust du wirklcih etwas wegen einer anderen Person und nicht wegen dir? Ganz ganz oft geht es dir um dich - und das ist okay und stinknormal (schließt Altruismus ja nicht aus). Wieso sollte es anders sein, wenn jemand dir nicht antwortet? Dir geht es um dich - und den anderen geht es um sich. ;)
Ich war früher wirklich sozial inkompetent, aber sowas von, das war nicht mehr feierlich *kicher*.. Wenn ich mich an meinen ersten Klinikaufenthalt erinnere - holla die Waldfee, was war ich u n f ä h i g , mich in die Gruppe zu integrieren, eben wegen all meinen Ängsten und Unsicherheiten. Heut ist es nicht ganz weg, klar. Gerade in der Uni, wo es eine eingeschworene Gruppe gibt und ich eher eine Einzelgängerin bin, fühl ich mich immer wieder unwohl - aber dann zucke ich die Schultern und bleib bei mir, schieb aus meinem Kopf die Unsicherheiten und Zweifel. So interessant bin ich gar nicht, als dass ich das Thema dieser Gruppe sein könnte *lach*. Und das gibt Gelassenheit und Ruhe.
Das Leben ist ein Spiel. Wenn ich mich zu wichtig nehme, bin ich angespannt, verkrampft, sozial absolut inkompetent und der größte Volltrottel. Nehme ich mich aber nicht wichtig, sondern "spiele" einfach, füge ich mich wunderbar in Gruppen ein und habe keine Probleme. Anerkennung von Anderen? Die musst du dir entgegen bringen, liebe Lille. :)
manchmal kann ich loslassen...und ich fühl mich befreit..ich hab also eine ahnung von dieser gelasssenheit und ruhe, die du beschreibst...lockerer sein...nicht so wichtig nehmen...das ist DER punkt...das gefühl die welt muß doch um MICH kreisen ist ganz ganz giftig, ich versink abgrundtief darin und seh irgendwann gar nichts mehr...so wie ein stier auf rot fixert ist und sich total verliert...wie ein wadenkrampf, etwas im kopf verkrampft...vergiftet..
danke liebe ame, fürs auf den punkt bringen!
und
wari..jungejunge...i thank you 4 that!
PS: Das Buch, das ich erwähnte,ist wirklich toll - gerade auch, um runter und zu sich selbst zu kommen. Wunderbare kleine Geschichten (bzw. Märchen ^^) für Erwachsene, die in mir sehr viel bewegt haben. Ich glaube, es könnte auch was für dich sein :).
@ Lille: Warum wir uns in Frauengruppen unwohler fühlen? Ich musste spontan an einen Spruch denken, den ich mal gehört habe "Frauen machen sich nicht schön, um den Männern zu gefallen, sondern um andere Frauen zu ärgern." Wir sind so. Wir nehmen war, was die andere an hat, was für ne Frisur sie hat, ob sie gut aussieht. Und ja... wir lästern über andere Frauen, fühlen uns von ihnen angegriffen, bedroht und sind eifersüchtig. Und das oft bei besonders hübschen Frauen oder Frauen mit besonderer Ausstrahlung oder erfolgreichen Frauen. Wir tragen Konflikte nicht offen aus, sondern intrigrieren. Das steckt irgendwie drin. Man sagt immer, Kinder können sehr gemein sein, aber Frauen noch mehr, weil sie es bewusst einsetzen. Männer sind da gradliniger. Sie gehen auf offensichtliche Statussymbole und gehen da noch anders mit um. Als Frau in einer Männergruppe ist man oft die Bienenkönigin.
Das soll nun nicht heißen, dass wir alle so sind. Aber so sehr ich versuche bei mir zu bleiben und vorurteilsfrei durchs Leben zu gehen, ich kann mich dem nicht immer entziehen. Auch ich ertappe mich dabei einen Menschen nach seinem Erscheinungsbild zu beurteilen. Und weil weil ich weiß, wie das bei anderen Frauen ist, bin ich unsicher, zu welchem Schluss sie kommen. Und dann kommen Wari's gute Tips zum Einsatz und helfen einem da durch.
"ich will keine freundschaften..ich hab julia" Gut.. vielleicht muss man mit diesen Oberzicken nicht befreundet sein, aber kategorisch alle möglichen Freundschaften auszuschließen finde ich (muss ich gestehen) etwas merkwürdig. Vielleicht ist da doch noch jemand dabei, mit dem es sich lohnt näher in Kontakt zu stehen. Gib dieser Person mal ne Chance. Im Grunde haben die anderen Frauen keine Chance, weil du von vornherein schon negativ ihnen gegenüber eingestellt bist. Ich habe immer die Erfahrung gemacht, dass gerade die Vielseitigkeit in meinem Freundeskreis mich auf unterschiedliche Art befruchtet. Vielleicht ist das auch etwas für dich.
neinnein, nicht falsch verstehen: "ich wil ja keine freundschaften" war anders gemeint:nämlich, daß ich nicht zwanghaft krampfhaft irgendwo zugehören werden möchte, dass sie mich alle in ihr herz schließen... ..sondern einfach...wie soll ich das sagen, nett behandelt werden will...weil man sich halt vom sehen kennt ...und nicht dieses ignorieren...dieses ignrorante verhalten...diese kalte grundstimmung...wenn ich freundlich guten tag sage und NICHTS passiert, wirklich KEINER reagiert....oder auf dem spielplatz....da erwidert niemand deinen blick, da kommt kein lächeln, in der ballettumkleide friert die cola emotional ein....*seufz*
leider jetzt erst gelesen...
also - mein eindruck von dir von der insel?
ich hatte vorher nicht bei dir gelsen, nix, nada.. du warst die einzige, die ich überhaupt nicht kannte... und dennoch hatte ich, als du reinkamst, das gefühl, dich schon ewig zu kennen. du kamst so offen daher...
(oh je, nicht dass sich die anderen jetzt auf den schlips getreten fühlen...!!!!)
nein, ich empfand dich dan icht als verkrampft oder so. später schon, als sich gespräche zu sehr in eine richtugn zu drehen begannen - aber das hat ja mit deienr angst vor frauengruppen nix zu tun.
hm, ich würde es auch so sehen - angst vor frauengruppen, denn die sind ja "konkurrenz" - männer sind ja potetiell "interessant", darum vor denen auch keien angst, denke ich.
also ich hab ja gnerell angst, d.h. ich mag auch nirgends alleine hin gehen - selbst wenn ich alle, die dort sind, sehr gut kenne... da hab ich dann angst, dass alle schon in gespräche vertieft sind und ich "übrig" bleibe. oder was auch immer, keine ahnung - ich weiß auch nicht, wo meine angst her kommt. aber alleine irgendwohin gehen kostet immer viel überwindung, früher hab ich dann ganz viel geraucht oder mir mut angetrunken oder so, heute frage ich halt lieber, ob jemand mit mri hin geht oder gehe ganz ganz früh, damit ich eben zuerst da bin - kann ich ncith übrig bleiben ;-)
was du allerdings beschreibst, dass keienr zurück grüßt oder sich für das aufhalten der tür bedankt - das ist einfach komplett unhöflich! furchtbar!
was du mit dem spielplatz von hamburg schreibst - ja, heir in meinem jetzigen stadtteil ist das auch recht offen. man kam spontan mit fremden müttern ins gespräch, weil eben die kinder zusammen in der sandkiste saßen.
vorher wohnte ich in einer plattenbausiedlung - da hat keiner mit einem geredet, man wurde total schräg angeschaut auf dem spielplatz und niemand sagte hallo...
das hat wohl was mit der umgebung und den menschen, die da eben wohnen, zu tun. und wenn mir sowas z. b. mit meienr mutter oder meinen kindern oder mit irgendwem passiert - also, man geht gemeinsam irgendwo rein und grüßt, und keiner grüßt zurück - dann grüßen wir uns gegenseitig ganz laut und überdeutlich und überfreundlich, damit das auch alle mitkriegen, wie doof sie sich gerade verhalten! vielleicht funktioniert das auch schon mit jill, probier es mal aus... spätestens dann merken die anderen, was sie da abziehen und pass auf, spätestens nachdem du es ein, zwei mal gemacht hast, fangen sie an, zu grüßen!
Ich danke Dir und Euch allen für die lieben, tollen-allesamt sehr sehr hilfreichen- Kommentare !!!!
Wenn ich heute in die Ballett-Umkleide geh werde ich an Euch denken und grinsen.....und versuchen...MICH LOCKER ZU MACHEN !!!!
Die Sonne scheint, es ist arsch kalt und ich schieb mindestens noch 3,5 Tage Oli Frust!
Ich wünsch Euch eine schöne Woche und schick eine dicke Umarmung!
ich fand lille total entspannt. und wie pele schon sagte: dein spruch wegen des i-phones war so wahnsinnig komisch, da hätte ich dich an meinen großen busen drücken mögen, so verschärft fand ich das. ich ertappe mich in fremden gruppen gerne dabei, wie ich zu viel rede um mögliche gesprächslöcher zu überbrücken.....ich habe auch gruppen in denen ich mich wohler und welche, in denen ich mich tendenziell unwohl fühle...zb. unsere diversen tanzgruppen: die damen montags mag ich, die machen mich aber irgendwie nervös. ein, zwei sind dabei,die mich ständig zu beobachten scheinen,..die damen mittwochs machen mich sogar noch kirrer, weil das seltsamerweise ein ganzer haufen voller weiber sind, die hinter dem rücken über die anderen lästern was das zeug hält und sehr kritisch sind, wenn jemand fremdes, wie ich z.b., mal mittanzt. mußte ich letzten sommer aber, weil dort zu wenig frauen waren, die die tänze beherrschten und ich mußte einspringen. das war mir sehr, sehr unangenehm und ich wäre fast lieber im boden versunken aber ich hab mich durchgebissen. jetzt tanze ich , just for fun dort wieder mit...ganz hinten diesmal, weil ich bei unserer show im märz gottlob dort nicht mittanzen muß. sie verstehen aber z.t. nicht, warum ich überhaupt da bin. wir alle haben glaube ich, manchmal hemmungen wenn wir uns in einem rahmen bewegen, der nicht der unsere ist. wenn ich hausrundgänge mit mir völlig fremden frauen machen, bin ich aber total entspannt. weil es MEIN territorium ist, weil sie sich nicht auskennen und quasi auf meine einleitungen angewiesen sind. dann geht das. sobald ich als "einfaches" glied in einer gruppe irgendwo neu mitmache, fühle ich mich unwohl...bis ich hoffentlich eine oder einen finde, mit dem ich mehr kontakt halte bzw. mich unterhalten kann....
da tun wir uns glaube ich lille, alle nix!!!