der traum von der anderen seite
in der nacht zum ersten mai habe ich von oli geträumt. ich träumte ich stünde in meinem elternhaus unten in der küche und hatte mir spiegeleier und spinat gekocht (das geht übrigens auch mit einem topf und einer pfanne), jil war gerad oben in ihrem zimmer eingeschlafen. dann kam unerwaretet oli und diese gefühl war so dermaßen unangenehm. er setzte sich in mein mädchenzimmer, machte sich dort breit als wärs seins und mit dieser selbstverständlichkeit....diese selbstverständlichkeit, die ich anfangs so liebte und zum schluß haßte....ich blieb unten in der küche weil ich ihn einfach nicht sehen wollte und räumte dort etwas rum. ich hörte von unten wie er die musik laut drehte und ich ging wütend hoch und stellte die musik wieder ab, sagte, daß ich die schnauze voll hätte, jil würde hier doch gerad schlafen aber darauf hätte er ja nie rücksicht genommen....er hätte jil nie akzeptiert und die gefühle, die er damit in mir auslöste wären ihm schon immer scheißegal gewesen.....
und dann wachte ich auf und mich durchflutete eine welle von erleichterung.....
und dankbarkeit....dafür, daß ich es getan hab...loszulassen...
ich hab mich wirklich richtig lieb dafür
diese erleichterung begleitet mich ja schon seit montag, nur durch den traum und heute morgen potenzierte sich das gefühl ...
ich hab das richtige getan
ich bin so froh, daß es vorbei ist..mir fallen nach und nach so viele dinge ein, die zum kotzen waren..die ich mir aber immer wieder so hingedreht hatte, daß es doch noch paßte..zu viele dinge...wie diese dreiste selbstverständlichkeit, mit der er in meinem leben rumspielte........
er ist weg, es ist alles wieder gut und ich glaub tatsächlich er hinterläßt auf meiner seele zwar wie jede begegnung fußspuren (das ist ja gut so) aber keine narbe. und das ist das eigentlich erstaunliche!




der Traum sagt ja so einiges.
Du und dein Leben, was zu dir gehört, deine Vorstellungen, deine Gefühle, wie sollten sie dann da noch Platz haben wenn alles von Olli belegt war, wenn er sich ausbreitete, sich breit machte, alles belegte wie selbstverständlich, wo war dann da noch der Raum und Platz für dich und dein Innerstes?
Im Traum jedenfalls liess er ihn dir nicht.
Liebe Grüsse