postmoderne liebschaften

08.04.2010 um 09:29 Uhr

dornenvögel

 

da gibt es die legende von einem vogel, der in seinem leben nur ein einziges mal singt, doch singt er süßer als jedes andere geschöpf auf dem erdengrund. von dem augenblick an, da er sein nest verläßt,sucht er nach einem dornenbaum und ruht nicht, eher er ihn gefunden hat.

Und wenn er im Gezweig zu singen beginnt, dann lässt er sich so darauf nieder, dass ihn der größte und schärfste Dorn durchbohrt. Doch während er stirbt, erhebt er sich über die Todesqual, und sein Gesang klingt herrlicher als das Jubeln der Lerche oder das Flöten der Nachtigall. Ein unvergleichliches Lied, bezahlt mit dem eigenen Leben. Aber die ganze Welt hält inne, um zu lauschen, und Gott im Himmel lächelt. Denn das Beste ist nur zu erreichen unter großen Opfern... So jedenfalls heißt es in der Legende''

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenZwischenweltler schreibt am 08.04.2010 um 10:34 Uhr:Es gibt dieses Phänomen auch unter den Menschen.
    Oft entflammt ihre Kreativität, wenn es ihnen besonders schlecht geht.
    Gerade bei Künstlern ist das häufig zu beobachten.

    Und was den Vogel betrifft. Kennst Du dieses Lied?
    http://www.youtube.com/watch?v=9LQiLwc2Lis
  2. zitierenMariaHilf schreibt am 08.04.2010 um 13:34 Uhr:Ach Lille....traurig! ganz sehr traurig ist die Geschichte vom Dornenvogel....mir fällt dabei seltsamerweise ein wie es ist ein Kind zur Welt zu bringen....als ich dachte "Jetzt geht gar nichts mehr - mehr kann ich nicht ertragen!"....da war sie da - die Schöne!...und so scheint es mir immer wieder im Leben, wichtige Entwicklungsschritte werden von einem verzweifelten "Mehr geht nicht! Ich kann nicht mehr!" geboren...

    ich drück dich...und bis ganz bald...mein Telefon??? ist seit zwei Wochen kaputt....:-(((

    deine m
  3. zitierenPelegrina schreibt am 08.04.2010 um 14:01 Uhr:Ach weh, so eine traurige Geschichte. :-(

    Aber Du kannst doch auch ganz viel erreichen, das hast Du doch hier schon mehrfach gezeigt. Da braucht es doch kein Todesopfer. Du schaffst das schon! Ich jedenfalls, glaube an Dich. :o) *umärmel*
  4. zitierenTigerschnute schreibt am 10.04.2010 um 10:27 Uhr:Ich finde diese Geschichte wunderschön. Nicht wirklich traurig. Wenn wir wissen, wie das Sterben wirklich sein kann... Dann singen wir auch die schönsten Lieder... Den Vergleich mit der Geburt finde ich wirklich toll. Es ist kein grosser Schritt zwischen Geburt und Tod.
  5. zitierenlillestory schreibt am 12.04.2010 um 21:28 Uhr:@ zwischenweltler: vielen dank lieber zwischenweltler für deinen musiklink ! ja, viele künsler sind dornenvögel. sie werden vom schmerz getrieben.


    @tigerschnute: schön an der geschichte ist das lied, was durch die schmerzen, durch die todesqualen entsteht. das traurige ist, daß es nur dadurch enstehen und wachsen kann. was tun, also? nimmt man den schmerz und den tod in kauf, für den einen moment sich ganz und gar zu spüren...oder versucht man ohne lied (und leidenschaft) zu überleben...
    und das ist das eigentlich tragische an dieser geschichte...

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