ein ums andere
so hat nun schon bald der neue tag geburtstag, eine
halbe stunde noch ist samstag und oli ist wieder weg. es war anfangs
schwierig. wir saßen lange zeit nebeneinander im sand und wußten nicht
recht, was zu sagen, er las in meiner zeit und ich backte kuchen aus
sand, haufenweise davon, nur um irgendetwas zu tun.
ich weiß nicht woran es lag, aber irgendwann war es besser und wir fanden unsere kommunikation wieder. vor allem ging es darum, daß ich zurück nach hamburg ziehen "müsse", raus aus dem dorf, weg von meinen eltern, zurück zu mir, in ein von mir endlich wieder selbstbestimmtes leben. alles eine frage der organisation, sagt er, ich müsse wieder lernen an mich zu glauben, neue ziele stecken, alles durchrechnen, nach und nach...er sprach mir aus der seele. den ganzen urlaub über habe ich es genossen, frei von meinen eltern zu sein, allein verantwortlich für jil zu sein...alles lief ganz problemlos. und es gab mir so viel selbstbewußtsein zurück..meine eltern trauen mir ja nicht besonders viel zu zu, machen sich ständig sorgen und bezweifeln all meine entscheidungen. so war es schon immer. ich habe sie lieb, ganz klar, aber sie haben mir immer schon eingeredet ich wäre eine art "problemfall", zu chaotisch, zu verträumt und irgendwie nicht richtig im kopf- würde mich doch immer noch für die falschen dinge interessieren...
bestimmt einer der 69 gründe warum ich so oft in meinem leben strauchel, mich so schwer tu mit dem selbst- vertrauen und das es all diese zwanghaften nuancen gibt in mir, aber-stop-...das soll heute âbend kein thema sein,
oli und ich redeten also wieder, aßen beim intaliener und hatten sex.
es fühlte sich anders an, heute mit ihm. nicht schlechter, nicht besser, nur anders, leichter, als wäre mein herz befreit und ich glaube, ich habe tatsächlich abstand gewonnen.



