postmoderne liebschaften

01.12.2009 um 14:18 Uhr

herzlose hedonisten . rohe gedankenfetzen

von: lillestory   Kategorie: spurensuche

 

oli hat einmal zu mir gesagt ich sei durch und durch hedonistin, das sei gut, denn so bräuchter er kein schlechtes gewissen zu haben.

dieser satz geht mir nicht aus dem kopf und ich habe angefangen darüber zu lesen. sind hedonisten grundsätzlich nicht bindungsfähig ?!  wo sind seine grenzen ?! wechle leitmotive gibt es ?!

was folgt sind bloß ein paar lose gedankenfetzen, gewiß nicht sonderlich verständlich

narziss und goldmund...ich bin goldmund...

auf der suche nach inspiration, nach schönheit, ästhetik..ich meine damit nicht die vollkommene schönheit, das makellose langweilt mich, das glatte und künstliche auch.

vielleicht suche ich auch nach der perfekten identifikation, weil ich mich selbst noch nicht gefunden habe.

vielleicht ist es aber auch genau umgekehrt...das ich mich eben nicht finden (lassen) möchte

die meißten menschen, die ich treffe interessieren mich nicht

ich bin lieber allein, als mich mit jemanden zu langweilen

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spiegel:aber wächst nicht gerad die sehnsucht nach solidarität und gemeinschaft?

duerr: die sehnsucht gewiß, aber auch das unvermögen, gemeinschaften zu verwirklichen.

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es ist einerseits ja auch befriedigend, wenn man lästige bindungen und verpflichtungen abstreifen kann und mehr freiheiten gewinnt. nur schwebt ein geist der vorläufigkeit, der unsicherheit, der schnellen trennung über den individuen

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tatsächlich bewegen wir uns auf eine gesellschaft zu, die eher eine ansammlung von innerlich und aüßerlich voneinander isolierten individuen ist, deren kontakte von kunrzfristigen kosten-nutzen-rechnungen bestimmt sind. immer stellt sich diesen leuten die frage "was bringt mir das?"

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den link dazu gibts hier, die seite ist häßlich aufgemacht aber wirklich spannend zu lesen

(link)

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hedonismus:

-1. die lust als höchstes gut und bedingung von glückseligkeit und gutem leben

-2.eine nur an materiellen genüssen orientierte egoistische lebenseinstelung

 

 

 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenHApart1 schreibt am 01.12.2009 um 14:50 Uhr:er meint: er hat damit nichts kaputt gemacht, oder herzschaden hinterlassen?!
    verabsolutierungen und charakterschubladen.
    was bedeutet das wort bindung für dich?
  2. zitierenlillestory schreibt am 01.12.2009 um 15:09 Uhr:er meinte damit, ich tu auch nur das was ich will, ohne rücksicht zu nehmen auf andere, also muß er sich nicht schlecht fühlen bezüglich dieses von ihm vorgegebenen lieschafts-konstrukts.
    und er hat recht, aber nicht ausschließlich.
    bindung löst in mir zweilerlei aus: angst und sehnsucht
  3. zitierenHApart1 schreibt am 01.12.2009 um 15:21 Uhr:ich glaube du hast ihm dies so glaubhaft gemacht, das er nicht umhin kam es zu glauben - womit er sich jetzt gutfühlen darf, was aber garnicht sein verdienst ist.
    wäre er sensibel genug, hätte er die andere seite finden können - was du aber garnicht befördern mochtest, wegen deiner 2. seite.
    das willentliche leben führt nicht zum herztod, sondern in den mikrokosmos.
    ich hoffe dein töchterchen weißt dir einen ausweg (;->)
  4. zitierenlillestory schreibt am 01.12.2009 um 15:34 Uhr:oh je, ich hoffe sie wird keine philosophin.
    es geht auch gar nicht darum, mir jetzt dinge einzureden, sondern ihnen auf den grund zu gehen.
    ich würd mich gern einfach ein bißchen mehr verstehen, um dann in bestimmten situationen anders, vielleicht richtiger zu reagieren.
    es ist spannend, irgendwie. ich hatte mich noch nie mit unsere gesellschaft und ihrer veränderung auseineandergesetzt.
    es interessiert mich
  5. zitierenindalo schreibt am 01.12.2009 um 15:48 Uhr:Ich kann jetzt zwar nicht behaupten, alles verstanden zu haben, was du geschrieben hast. Aber ich stimme dir auf jeden Fall darin zu, lieber allein zu sein als sich zu zweit zu langweilen.

    Und ja, die Gesellschaft strebt immer mehr in die Richtung der Nutzbeziehungen. Und man gibt zu leicht auf, daher die ganzen Scheidungen und Trennungen. Aber genau deswegen muss jeder einzelne dagegen wirken. Deswegen sollten wir uns Freunde suchen, die bleiben. Die man nicht hergibt. Für die man kämpft. Und eben auch einen Partner für den man kämpft und der für einen kämpft. Und um Himmelswillen eine gute handvoll von Beziehungen, der Grundlage nicht aus Nutzen besteht. Sondern aus Gefühlen.
  6. zitierenHApart1 schreibt am 01.12.2009 um 15:49 Uhr:ja an verantwortung kommst du nicht mehr vorbei - vertrau dir.

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