postmoderne liebschaften

05.05.2009 um 21:32 Uhr

kreise ziehen

 

eine hervorragende idee war das, mit dem bürgermeister!

er war nicht da. dringender termin. entschuldigung. auf wiedersehen .

ich rief dann noch die frauenbeauftragte an, der natürlich auch nichts intelligentes einfiel und spielte schon zärtlich mit dem gedanken zur hiesigen zeitung und so....

dann ereignete sich folgendes:

onkel hans war stinksauer auf mich.

jil hat einen patenonkel (warum ich sie getauft habe und warum ausgerechnet hans patenonkel ist, alles andere geschichten), dieser pantenonkel heißt hans. onkel hans ist bauleiter bei der stadt und der beste freund vom biber. schöne scheiße, ich dachte immer, das wär mein vater, nein, mein vater belegt nur platz zwei auf hansis hitlist.auf eins der arsch biber.

biber hatte sich meinen namen gemerkt, weil er wußte, daß jil hansis patenkind ist (aha?!dorf!ach so!). die beiden rauchten in der pause gemeinsam eine zigarette als der bürgermeister kam und biber zu sich orderte, frau lü hätte angerufen und um einen termin gebten, was denn da los sei...

hansis ohren, sehr groß eh schon von natur aus, weit aufgestellt.

was genau geschah weiß ich nicht, ich hatte ja kein einziges wort mit dem bürgermeister gewechselt, aber biber machte riesen wind..ich würde mich wahrscheinlich beschweren wollen, so eine hysterische kuh am telefon, unmöglich u.s.w . zum schluß traf es wohl den unschuldigsten, nämlich hans selbst. der bürgermeister sei zu ihm gekommen mit den worten:" na, dann können Sie doch ihr patenkind aus der krippe abholen, herr V., wenn es da probleme gibt"

ich fand das im ersten moment recht amüsant und fragte ironisch.
"super hans, wirst du dafür freigestellt?"

 

er fand es nicht witzig, folgen wird das haben..für mich eventuell...wenn ich solch einen wind mache...keinen guten eindruck würde das machen ...kreise ziehen... schlimmstenfalls zur krippe ...nicht gut für jil..gar nicht gut...

 

und ich steh wortlos, konfus, verwirrt, böse, traurig...ich hatte bei dem biber nachgefragt, ohne zu urteilen, ohne emotionen...ungewohnt sachlich wollte ich einfach nur informationen ..ich habe keine bekommen, also wollte ich weiter...zum bürgermeister..und ihn fragen..auch, um auf die allgemeine situation hinzuweisen...es ist doch mein recht zu fragen..zu hinterfragen...und antworten zu bekommen...

 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenZebulon schreibt am 05.05.2009 um 21:41 Uhr:Kommunalpolitik ist, wenn keiner weiß, worum's geht, aber alle machen mit und erstmal Opposition.
  2. zitierenlillestory schreibt am 05.05.2009 um 21:44 Uhr:ja, zum kotzen !
  3. zitierenZebulon schreibt am 05.05.2009 um 21:45 Uhr:Aber nicht vor den Dorfbewohnern!
  4. zitierenlillestory schreibt am 05.05.2009 um 22:01 Uhr:vor dem biber vielleicht ?
  5. zitierenZebulon schreibt am 05.05.2009 um 22:06 Uhr:Vor der Presse?
  6. zitierenlillestory schreibt am 05.05.2009 um 22:09 Uhr:das gefällt mir !
  7. zitierenZebulon schreibt am 05.05.2009 um 22:11 Uhr:Fakten schaffen, Öffentlichkeit herstellen, Massen mobilisieren.
  8. zitierenlillestory schreibt am 05.05.2009 um 22:14 Uhr:auf geht´s
  9. zitierenlady_bright schreibt am 06.05.2009 um 08:17 Uhr:Wenn nix geht schreib ein Fax an den Herrn Bürgermeister mit dem dezenten Hinweis ganz unten: Kopie an die Norddeutsche, Brandenburger oder was eben 'eure' Zeitung ist. Diese Kopie muss es nichtmal geben, aber das weiß ja keiner..
  10. zitierenHedera schreibt am 06.05.2009 um 09:39 Uhr:Allerdings! Der Vorschlag von lady_bright wäre auch genau mein Ding! Wahrscheinlich sind die bisher immer mit solchen Einschüchterungsversuchen hingekommen, bzw. sind ganz erstaunt, das überhaupt frau es wagt, evtl. (weil sie wissen ja noch gar nicht wirklich um was es geht) etwas in Frage zu stellen. Es gibt die nette Einrichtung "Leserbrief" in jeder Zeitung, die freuen sich eigentlich auch immer, wenn es mal so richtig zu Sache geht....Dort kannst du auch ganz einfach deine kleine Anfrage beschreiben und wie rüde du abgewiesen wirst und das eine Frauenbeauftragte keine Idee hat zu solche einem natürlich immer die Frauen betreffenden Thema "Was mach ich mit meinem Kind, wenn ich arbeite", das finde ich mehr als traurig. Da läßt sich eine nette Geschichte draus schreiben....
  11. zitierenjedderuesch schreibt am 06.05.2009 um 11:23 Uhr:Wow, das motiviert mich noch mehr, die Leute beim Jugendamt anzuschreien (andere Geschichte, andere Stadt, gleiche Willkür).
    Ich find den Vorschlag von lady_bright auch prima, mach genau das.
    Reinhaun! Lieben Gruß...

Diesen Eintrag kommentieren

Bitte beachte: Gästebucheinträge in diesem Weblog werden erst nach Freigabe durch den Autor angezeigt.