über die vor-und nachteile eines kirschbonbon-Daseins
ich wollte es nicht. ich wollte es wirklich nicht, mir den kopf über die symbolik eines blöden kirschbonbons zerbrechen.
aber
irgendwann zwischen meines ersten erwachens heute morgen um sechs und dem
endgütigen aufstehen gegen acht hat sich das gedankenkarrussel in
meinem kopf angefangen zu drehen und dreht seitdem unaufhörlich, und
dreht und dreht ..
zum beispiel habe ich oli noch nie einen kirschbonbon lutschen sehen. er hat mich auch noch nie nach einem gefragt. nicht mal nach kirschsaft . das hätte ja mal eine andeutung sein können... . nichts.
ich frage mich also, welchen versteckten stellenwert haben kirschbonbons allgemein in einem leben des oliver D. ?
oder -noch alamierender-,was habe ich mit einem kirschbonbon gemein?
je mehr ich darüber nachdachte, um so trauriger bin ich geworden. ein kirschbonbon ist nämlich vor allem eines: süßes genußmittel für zwischendurch. sieht schön aus, knistert vielleicht beim auspacken, macht sehr viel spaß aber definitiv nicht satt. zack-peng-mpf.
und so drehen wir uns im kreis, während ich die illusion pflege, wir würden von der postmodernen liebschaft-dieser ausdruck stammt übrigens nicht von mir, sondern von ihm-langsam in eine art beziehung driften, geht er immer schön fleißig seine schritte zurück. nicht ,daß mich das schockieren würde, ich weiß es, verdammt er hat es mir ja selbst gesagt. und doch...
aus diesem grund weiß ich auch, daß er mich nicht zufällig mit einem kirschbonbon verglichen hat. oli schreibt keine dinge "einfach so", da sind wir uns ziemlich ähnlich. außerdem ist er philosoph.
wenn ich also von meiner liebe zu einer mit ziegenkäse gefüllten ravioli spreche, kommt er mit seiner (für mich bislang unbekannten) lust auf kirschbonbons.
@sun:ich glaube mir wird jetzt auch ein wenig übel
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ich muss meinen sohn jetzt duschen und ihm in der zeit alle Süßigkeiten wegnehmen...