postmoderne liebschaften

07.05.2010 um 09:11 Uhr

visionen vom goldfisch im hotel

 

zwei geschichten:

1.

stell dir vor du kommst ins hotel und die dame an der rezeption fragt wie es geht und du antwortest: meine mutter ist gerad gestorben, mein kind hat krebs und mein partner hat mich verlassen. die dame sagt jaja und oh wie schön und tippt auf ihrem rechner rum ohne zuzuhören. das einzige, was sie interessiert, das einzige, was sie veranlaßt zu dir hochzuschauen ist die antwort auf die frage :zahlen sie bar oder mit karte ?!

 2.

stell dir vor du kommst ins hotel  und die dame an der rezeption sagt: schön, daß sie kommen. nehmen sie sich doch diesen kleinen kescher hier, und dieses glas, und suchen Sie sich einen goldfisch aus. hier aus diesem glas.

du wärst sicherlich irritiert. vielleicht würdest du sagen:"aber warum denn einen fisch?

"sie sind so schön anzuschauen und wir dachten wir geben Ihnen einen kleinen freund mit aufs zimmer. damit sie sich dort für die dauer ihres augenthalts nicht so alleine fühlen."

 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenlady_bright schreibt am 07.05.2010 um 09:36 Uhr:Die zweite Geschichte würde mich irritieren, die erste Geschichte..nicht. Schon komisch, Freundlichkeit und Zugewandtheit erstaunen, Desinteresse ist (fast) normal.
  2. zitierenindalo schreibt am 07.05.2010 um 09:37 Uhr:Das erste ist wohl traurige Realität, und das zweite die humorvolle Variante, das Desinteresse zu kaschieren.
  3. zitierenZebulon schreibt am 07.05.2010 um 09:44 Uhr:(...) und du antwortest: meine mutter ist gerad gestorben, mein kind hat krebs und mein partner hat mich verlassen. die dame sagt "nehmen sie sich doch diesen kleinen kescher hier, und dieses glas, und suchen Sie sich einen goldfisch aus, die sind so schön anzuschauen und wir dachten wir geben Ihnen einen kleinen freund mit aufs zimmer damit sie sich dort für die dauer ihres augenthalts nicht so alleine fühlen ... ach ja: zahlen sie bar oder mit karte?!"
  4. zitierenJOblogt schreibt am 07.05.2010 um 10:05 Uhr:die erste geschichte, erlebt der mensch heute nicht nur häufig in hotels - das geht auch beim arztbesuch.

    ...und ein goldfisch gegen einsamkeit *grübel - isch wes net??
  5. zitierenPelegrina schreibt am 07.05.2010 um 10:33 Uhr:Die erste Geschichte kenne ich nicht. Ich starre Menschen so eindringlich an, das sie mir zuhören MÜSSEN! So Geschichten, wie die zweite passieren mir eigenlich ständig, mich würde sowas nicht wundern.

    Was mich aber gerade wundert, ist das es mich nicht wundert. Aha.
  6. zitierenHedera schreibt am 07.05.2010 um 11:56 Uhr:tierquälerei sage ich zum zweiten und was die erste betrifft: traurige wahrheit. ich vergesse immer wieder, das menschen, die nach dem befinden fragen, gar nicht wissen wollen wie es wirklich ist...ich antworte ehrlich: gut oder beschissen. selber schuld, wenn man mich fragt, gibbet auch eine antwort....
  7. zitierenHedera schreibt am 07.05.2010 um 13:00 Uhr:mein männe sagt, bei uns im dorfteich schwimmen trillllliiiionnnnen von goldfischen, so was hätte er noch niiiie in der menge gesehen. wenn der reihe keine festmahle feiert, sehen wir sie ja vielleicht noch!!
  8. zitierenlillestory schreibt am 07.05.2010 um 18:33 Uhr:oi, ich freu mich voll über eure unterschiedlichen reaktionen/interpretationen....
  9. zitierenjedderuesch schreibt am 07.05.2010 um 19:13 Uhr:Hm. Ich finde die erste Version blöd..ähm..irgendwie von beiden Seiten - sorry, ist so.

    Die zweite gefällt mir (das Glas ist bestimmt groß genug, Hedi...)...

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