postmoderne liebschaften

15.04.2009 um 22:24 Uhr

wenig, fast nichts

 

eben kam der anruf und all das, was in mir die letzte stunde durch das warten gewachsen ist, fällt wie ein kartenhäuschen bei böe in sich zusammen.

es war ein sehr steifes, fast gezwungenes gespräch über das wetter, über die schöne luft noch spät abends und die vögel, die dann immernoch auch noch da sind. herrlich. yes, indeed. und so on.

ich war nie gut im smalltalk und auch nicht im "so tun als ob" ...

so gab es kein lächeln und kein erkennen . wir waren höflich . zwei fremde .

ich hatte mir nichts zurecht gelegt, worte die wichtig gewesen wären, ich hatte oli verdrängt für ein wenig frühling und ein wenig unbeschwertheit, richtig war es so, die worte wären mir heute abend im hals stecken geblieben.

ich war überrascht, als er mich dennoch fragte, was ich am wochendende mache. ich sagte:"weiß nicht", dachte: okay, vielleicht ist es besser, abschied zu nehmen, wenn man sich noch einmal in den arm nimmt.

aber es fühlt sich absolut verkehrt an

 

 

 


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