postmoderne liebschaften

11.04.2009 um 20:43 Uhr

zwischen . durch . schönes . vanessa .

 

abgesehen von meiner postmodernen scheiß-beziehung verbringe ich hier auf der insel eine wirklich wundervolle zeit. ich versuche nicht viel an ihn zu denken, mit den jahren lernt man das, schmerz auszublenden. natürlich nicht ganz, er ist immer da, wie ein schatten auf dem gemüt, wie ein gewicht auf dem herzen, ein kleiner schwarzer fleck...aber ich denke nicht permanent daran.

am donnerstag sind meine eltern hier "zu besuch" gekommen, das ist auch der grund warum ich schreiben kann. am donnerstag habe ich aber auch meine freundin vanessa wiedergesehen. und das ist wirklich erstaunlich.

ich habe nicht viele freundinnen, vielleicht drei oder vier und vanessa ist meine längste. wir kennen uns mitlerweile über 15 jahre, haben uns damals in amerika kennengelernt, wo wir zusammen als deutsche ein high school jahr absolvierten. mitlerweile lebt sie in london und währned ich einen schritt richtung erwchsenwerden tat, indem ich schwanger wurde tat sie es, indem sie sich dort in london eine wohnung kaufte. wir schafften uns also beide eine art "zu hause", jeder auf seine art. wir haben nicht ständig kontakt, das ändert nichts an unserer freundschaft. ich wußte nicht dass sie auf der insel sein würde.

vanessas eltern haben eine wohnung auf norderney, genauso wie marcs mutter. ich denke an sie, jedes mal wenn ich hier bin und diesmal haben wir es geschafft. wir waren zufällig zur gleichen zeit am gleichen ort und so trafen uns auf der straße.so als wäre es ganz selbstverständlich, dabei unmöglich.

absolut surreal und genauso schön. so hat sie endlich die bekanntschaft mit little jil gemacht. wir waren abends dann aus,meinen eletrn sei dank, tranken und redeten und küßten uns.

sie erzählte mir von chris martin und gwyneth, die sie auf einer party getroffen hatte und wie peinlich sie auf dem fußboden hockten, sie mit lila pumps rittlinks auf seinem schoß, bier trinkend als wären sie tim burgess mit frau fixend. wir können ewig über solche dinge sprechen. sie ist die einzige, mit der ich das kann. wir haben immer vom rock´n roll geträumt, haben damals geschichten darüber geschrieben, nächte durch und jahre hindurch. neue realitäten erschaffen, glitzernd und funkelnd wie eine discokugel und wir waren kleine sternchen, männliche und weibliche. alles was wir sein wollten. die leute waren oft pikiert, wenn wir stunde um stunde im cafe´saßen und den block hin und her schoben und nur schrieben. es war unser ventil, um zu überleben, das klingt dramatisch, aber tatsächlich war es das irgendwie. vielleicht reden wir aus dem grund heute immer noch so gerne darüber. wir fliegen gemeisam fort.

aber wenn man älter wird, ist es nicht mehr so wichtig, der rock´n roll, man möchte lieber eine familie gründen und sich das rauchen abgewöhnen. man beachte die reihenfolge.jaja.

so gingen wir im dunkeln am strand entlang und sie war mir so nah wie immer schon. so, als wäre alles ganz einfach. so. als würden wir es jeden abend so tun. und ich dachte, wie schön es ist. wie schön. und vielleicht werden wir als omas zusammen auch diesen weg am strand entlanggehen, mit stöckchen und unsere fußspuren vom frühling´09 suchen. vielleicht werden wir immer noch geschichten erfinden oder vielleicht...wer weiß es schon...

vanessa, ich hab dich lieb 

gestern morgen ist sie wieder zurückgeflogen, nach england. aber vielleicht feiern wir silvester hier zusammen.

 

 


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