Black Ice 87

30.05.2012 um 23:36 Uhr

Der schlimmste Fehler in diesem leben ist, ständig zu befürchten dass man einen macht

Stimmung: Bedrückt, weinend
Musik: Jakatta- American Dream

Seit einiger zeit ist mein leben immer mehr von angst geprägt. Angst vor der Arbeit, ich bin noch immer mit meinem fiesen Kollegen allein unterwegs. Angst beim auto fahren, obwohl ich es liebe, es könnte ja was passieren und ich könnte ja was kaputt machen. Angst beim Roller fahren, obwohl ich es liebe, ich könnte ja übersehen werden. Angst davor Mama zu verlieren und dann allein zu sein. Angst vor Monstern unterm Bett und in dunklen Ecken meiner Wohnung. Angst davor, allein zu sein...

Neuerdings fürchte ich, jemand könnte abends wenn ich ins Bett gehe in meinem dunklen Flur auf mich warten und mir was tun wollen. Ich hab in der Wohnung immer ein Stofftier dabei was Mama mal für mich gemacht hat früher. Dann stehe ich abends da und halte es fest und manchmal wird die Vorstellung wie mir jemand was tut und ich Schreie, nach Mama zb, so Real dass ich plötzlich da stehe und heule wie verrückt... :( und Mama ist einfach nicht da, weil sie es vielleicht irgendwann geschafft hat sich das leben zu nehmen :,( verrückt nicht wahr

Die Angst vor der Arbeit mit meinem Kollegen lässt mich im Umgang mit ihm verstummen und erstarren. Ich Sage nichts, außer er fragt oder verlangt nach meiner Zustimmung. Ich mache das Fenster nicht runter, das Radio nicht laut, esse außerhalb der Pausen nicht mehr. Ich lese die Bild nicht mehr mit und wenn alle zusammen Grillen esse ich nichts mehr mit, weil ich für all so unwichtige Dinge immer wieder zu spüren bekomme dass egal was ich tu, nichts richtig sein kann. Wenn ich mir Mühe gebe, alles verkehrt. Wenn ich mitdenke, alles verkehrt. Wenn ich befolge was andere Kollegen mir sagen, alles verkehrt.

Sollte ich dieses Jahr keinen Studienplatz mehr bekommen werde ich trotzdem vor dem winter kündigen. Bevor das häckseln wieder los geht. Wenn ich das noch einen Winter tun muss, dann kann man mich einweisen. Selbst wenn ich mich auf der Arbeit mit schweren Dingen, Holz zb, quäle ist es nicht genug. Dann bin ich faul und lustlos. Vielleicht würde den meisten so ein Kollege nichts ausmachen, aber ich kann sehr schwer damit umgehen. Ich fühle mich wie ständig in einer angststarre gefangen, ich komm da nicht raus. Wie ein beutetier.

Im Gegensatz dazu der hutträger, der mich das erste mal in der Öffentlichkeit als Seins verteidigt hat. Ich war nicht dabei, aber er hat mir recht stolz erzählt wie klein sein gegenüber wurde als ihm klar wurde dass ich nicht mehr zu haben bin :) ich war fast jeden Tag bei ihm, mit Silo fahren und er fand es gut, er fand es schön dass ich da war sagt er. Ich werde glücklich und kann es nicht genießen, weil ich selbst nach der Arbeit noch im Kopf im Modus angststarre bin :( aber das wird sicher besser und vllt kann ich dann wieder richtig schlafen, derzeit Wache ich nachts sehr oft schweißgebadet auf oder habe schreckliche Träume die mich noch mehr in Angst versetzen....alles wird gut, ganz bald.

Und, mein lieber Gott und die Welt....ich mag immer sehr was du mir schreibst, manchmal triffst du besser als ich wie ich denke oder mich fühle. Schön dass du dir solche Mühe gibst, ich weiß es jedes mal aufs neue zu schätzen :-*

05.05.2012 um 02:56 Uhr

Hej hutträger

Stimmung: Unter Druck, deprimiert
Musik: Northern Lite- Black Day

Oh hutträger. Seit einiger zeit fühlt es sich so an als wäre ich deine Freundin, heute hast du bei strautmann gesagt ich sei deine Freundin als wir den neuen ladewagen holten. Am Sonntag willst du mit mir bei uns an der Feuerwehr zum Tag der offenen Tür gehen. Und gleichzeitig sagst du du wolltest derzeit keine neue Freundin weil du noch ab und zu an Frau r. denken würdest. Was soll ich denken? Was soll ich fühlen? Ich weiß es nicht und du bist mir keine große Hilfe. Heut Abend bist du auf dem Geburtstag von einer, die was von dir will, du aber sagst dass das gar nicht ginge...Dass das nix für dich wär. normal schreibst du immer wenn du im Bett bist, das hast du heut noch nicht getan, reagieren auf meine SMS tust du aber auch nicht. Das tut mir weh, eigentlich wollte ich dich abholen heut Nacht. Da haben wir sogar noch drüber gesprochen :'-( 

Dabei war der Tag heute so schön, wir hatten viel Spaß und es war lustig. Bis du mir etwas erzählt hast was ich bis heute immer anders gehört hab, du hast mir quasi aus Versehen die Wahrheit erzählt. Es tat mir sehr weh zu hören was du erzähltest und bis jetzt ist es auch nicht so recht besser. Dabei schmerzt mehr noch als das reine Ereignis die Tatsache dass du mir nicht vertraut hast. Ich habe dich während der zeit mit Frau r. nicht allein gelassen, warum sollte ich es jetzt tun? Dass du mir zutraust ich könnte einfach gehen wenn ich das wüsste macht mich traurig, ich liebe dich fast noch wie am ersten Tag, ich Hänge noch immer an dir, schade dass dir das nicht bewusst ist oder du es nicht Glauben kannst. 

Weisst du, heute ist ein Tag an dem ich mich normalerweise selbst verletzen würde, ich will es auch wie verrückt und es fällt mir schrecklich schwer nicht aufzustehen und einfach anzufangen. Blaue Flecken machen, rote Linien sehen...du kannst dir nicht vorstellen wie schwer es ist einfach dazuliegen und obwohl es mich so zerreißt nichts zu tun. Bei dem Gedanken daran dass ich etwas tun könnte werd ich ganz kribbelig, unruhig, aufgeregt. Das verstehst du nicht, aber da bist du nicht alleine. Wer will so etwas auch verstehen, das ist verrückt. Der Druck steigt, ich fühle mich wie eine Hochdruckleitung :( aber davon merkst du nichts und warum sollte ich auch etwas sagen, heute reagierst du eh nicht mehr. Es macht mich traurig und es schmerzt mein Herz. 

Schlaf schön, ich werd es auch müssen