Black Ice 87

02.02.2014 um 20:11 Uhr

Chaostheorie-in mir

Stimmung: dissoziiert, leer, tot, depressiv, autoagressiv
Musik: Akanoid- Climax

ich bin den ganzen tag gelaufen. davon gelaufen. vor mir selbst. um den Gedanken zu entgehen.  den Gedanken mich verletzen zu wollen, oder sogar es zu müssen. ich bin über 20 Kilometer nur gelaufen. habe so Schöne Natur gesehen, habe die sonne auf meiner Haut gespürt, sowas wie Frühling gerochen. aber flüchten konnte ich nicht, den tag über sind die Gedanken eigentlich nur noch schlimmer geworden. und dann aber zu wissen dass ich eigentlich nicht kann und darf bringt mich um den Verstand. es so sehr zu wollen und nicht zu können ist...naja ganz ehrlich...es ist schlimm. und auch wenn ich Gefahr laufe dass der hutträger es morgen bemerkt...ich konnte nicht anders. warum fällt es anderen so schwer zu verstehen? ich wünschte ich könnte mit jemandem darüber sprechen, im Moment liegt dieser elende Wunsch mir selbst weh zu tun, so wie früher,  so schwer auf mir. zu irgendso psychotanten oder so will ich nicht, da hab ich mich in den ganzen acht Jahren noch nie ernst genommen gefühlt. wie ätzend sich krank im Kopf zu fühlen. lieber etwas das man sieht, hätte ich ein Bein gebrochen würde man sehen dass es mir schlecht geht. aber so...obwohl mir das im Moment ein wenig Sorgen bereitet. der Wunsch nach physischer versehrtheit hat sich mittlerweile von einem ganz kleinen funken in ein verdammt grosses Feuer entwickelt. so sehr, dass ich manches mal vor mir selbst erschrecke wenn ich mich und meine Gedanken im strassen- oder bahnverkehr genauer betrachte. nur einen schritt nach vorn, auf die strasse, auf die gleise, dann wäre es endlich soweit. ist das nicht vollkommen verrückt...manchmal frage ich mich ob das irgendwie zu Münchhausen zuzuordnen ist. nicht dass ich absichtlich einen Unfall oder so provozieren würde,  aber dieser Wunsch danach, er begleitet mich mittlerweile eigentlich ständig. überall male ich mir mögliche Szenarien aus was passieren könnte. 

ich will laufen. den ganzen tag. ganz weit weg. diesen ganzen scheiß der in meinem Kopf abgeht zurück lassen.

ich will normal sein. ich will glücklich sein.