endlos
es regnet
Aber es war unser Abenteuer. An unsere Wohnungstür hast du groß Wir geschrieben. Nicht deinen Namen, nicht meinen Name. Wir. [...] So lange hatten wir gewartet. Hatten mit brennenden Augen vor unseren Monitoren gesessen und versucht mit Wörtern aus Pixeln die Distanz zu vernichten. Und oft genug brannten sie so, dass sie tränten. [...] Es reichte nicht. Es reichte nicht am Wochenende in den Zug zu steigen und irgendwann jeden verzerrten Baum am Rande der Schienen zu kennen. Freitag, Samstag und Sonntag reichten nicht. Aber wir dachten, die Zukunft würde reichen. Sie wäre groß genug für uns beide und für unsere Träume. Wir irrten uns. Wir verirrten uns. [...] Ich war genauso wenig ich, wie du du warst in den letzten zwei Jahren. Vielleicht gelingt es uns jetzt, wir selbst zu sein, weil wir nicht mehr wir sind. [...]
Du weißt nicht, wohin. Ich weißt nicht, wohin.
Wir wissen nicht wohin. Wir alle.
Und auf der Suche nach dem, was wir Glück nennen könnten, wechseln wir, wechselt meine Generation teure und billige Städte, große und kleine Länder mit billigen Airlines. Alle sind mobil, agil, alle sind online, skypen mit schnurlosen Headsets und schwören Liebe und Treue flüsternd oder schreiend durch tausend Kilometer lange elektronische Leitungen, die am Ende das arme Surrogat von echter Nähe sind.
Plötzlich war der Sommer da, bevor man den Sommer als, auf dem und im Körper haben konnte. Er ist da und er macht euch schön. Zu schön, um euch zu lange anzuschauen, euch anzulächeln oder anzusprechen. Eure Schönheit tut weh. Ihr zieht vorbei wie eine einzelne Wolke am Himmel, die keinen Schatten spenden will, während die Sonne mein Herz vertrocknet.
die natur spielt vor meinen augen mit sich selbst.
ich warte noch, dass der baum vor dem fenster in der horizontalen liegt.
dann schmeiss ich mich in den wind und lass mich heimwaerts tragen.
ob ich heil zuhause ankomme?
[wow! zuhause klingt toll...]
der drucker knickt und bedruckt eselsohren.
[man hoert das iah-en bis hier oben!]
es ist kalt und nebelig. die zwei tuerme dieser stadt sind nur schwer erkennbar. ich ziehe die kapuze tiefer in die stirn und stampfe im takt nickend die strasse hinunter | hinauf.immer dem ziel entgegen.
but uh oh, i love her because she moves in her own way
die sonne entblaettert sich guelden am horizont.
die busse kommen und gehen | an mir vorbei. ich warte.
es ist herbst und ich bereue nichts.
[komm, gib mir einen kuss, leben.]
auf drei verschiedenen wegen wurde mir vom mobilfunkanbieter der wahl fuer die vertragsverlaengerung gedankt.
[ein kleines praesent, eine kleine aufmerksamkeit, das waer doch auch ma was nettes.]