feierlichkeiten
heute vor einem jahr: das erste hier geschriebene wort.
heute in einem monat: weihnachten.
heute in drei monaten: japan erwartet uns.
heute vor einem jahr: das erste hier geschriebene wort.
heute in einem monat: weihnachten.
heute in drei monaten: japan erwartet uns.
die berliner u-bahn riecht vertraut.
ich betrete eine wohnung, die 6 wochen ohne mich belebt wurde. mein zimmer ist kahl.
den kranken freund ins bett verfrachten und alleine durch die nacht stromern.
[es gibt so viele idioten auf der welt. sollte man denen die vermehrung nicht verbieten?!]
ich liebe chaos.
[berlin, berlin, ich vermisse dich! noch zwei tage, dann hab ich dich wieder. fuer kurz, jedoch ausreichend genug um aufzutanken. hoffentlich.]
worte schweben wirr im kopf.
ich tauschte kastanien gegen pappeln - alleeiert [ja, ich beschritt die sagenumwobene, die beruehmteste aller, spielte in ihrem laub].
wir fuhren die kleene in den viel zu kurzen schlaf. sie gluckste, lachte, schrie [kranksein suxx!].
shout out louds im ohr. rote wohnzimmer im blick. warten auf heute grundsaetzlich verspaetete s-bahnen. einen feiertag auf schienen verbracht.
2 stunden, die im flug vergingen.
am ende steht ein versprechen, dessen einhaltung erwartet wird.
[am ende stehen immer versprechen...]
p.s.: die muetze rockt!
mit dem duft frischen lavendels in der nase durch laubberge huepfend den perfekten drachensteigenlassentag stattdessen mit fast-|vielleicht-schwiegermama verbracht.
dir hinterherlaufend trage ich kornblumen im haar und suche ein bett. in der ferne steht stolz frankfurts skyline. wir erklimmen huegel und stolpern durch felder.
die suche nach dem perfekten ort mit der richtigen portion wind scheitert.
es ist sonntag.
[wir haben noch ein leben lang sonntage vor uns. es wird sich finden lassen.]
genuesslich geniesse ich geniessend stueck fuer stueck | kruemel um kruemel des selbstgebackenen weisse-schoki-himbeer-muffins. draussen scheint die sonne hell.
die arbeit ruht.
es ist ein schoener tag!
der wind zieht scharf durch tiefe haeuserschluchten und laesst warme
weiche gesichtszuege zu stein erstarren. ich grabe mich tiefer in
meinen lieblingspulli und schreite voran.
bergauf. bergab. bergauf.
beim betrachten aufgehender [im busfenster gedoppelter] sonnen, meine ich, wandern gehen zu muessen.
bergauf. bergab. bergauf.
as i whisper in your ear
i want to fucking tear you apart
crackeressend sassen wir am mainspitz. wir konnten ueber wasser gehen und sogen die sonne tropfenweise auf.
deine schulter ist ohrkompatibel.
ich koennte es mir vorstellen. bildlich. das mit dir. das mit mir. das mit uns. wir beide. hier.
[was ist schon fuer immer?]
im stillen ziehen die bilder vergangener nacht an mir vorueber. i'm bleary eyed and sleepy still.
eben in der mittagspause an der supermarktkasse [ich persoenlich wuerde von kaufhalle sprechen, aber dann schauen mich die leute so verstaendnislos an]: vor mir ein aelterer herr gehobener klasse.
die kassiererin verlangt 10,14€. er schaut hilfesuchend in seine hand.
doch dort liegen nur 20,12€. sein blick geht zur kassiererin. er
brabbelt was missverstaendliches. sie schaut sich um, kann ihm nicht
helfen.
da schreite ich rettend zur tollkuehnen tat - und reiche ihm zwei cent.
freudestrahlend grinst er mich an. er gibt es mir gleich wieder, im
auto habe er noch etwas geld. ich winke laechelnd ab. er laesst nicht
locker. als ich den supermarkt | die kaufhalle verlasse, kommt er mir
schon wieder entgegen. ob ich vielleicht diese packung fishermen's
friend haben wolle. ich nehme dankend an und schaue ihm hinterher.
[was fuer ein tausch!]
o-ton: was fuer eine liebe seele.
[ja, und so selbstlos]
ich sagte doch: jeden tag eine gute tat.
es ist fruehstueckszeit und kalt.
ich ueberlege, ein bisschen
sonne fuer dieses zimmer zu bestellen. aber schattenseiten im leben
kann man nicht einfach wegwischen | -wuenschen. mein arbeitsnachbar ist
frischluftfanatiker, besonders an kalten tagen, wie es scheint. ich brauche waerme. hmmm,
vielleicht naechste woche? das zimmerthermometer zeigt 21grad. es muss
wohl luegen.
das hochgefuehl von gestern haelt an. habe jemandem
bei seiner dissertation geholfen, obwohl ich noch nicht den hauch ahnung von dem
programm hatte.
[nunja, jeden tag eine gute tat =) ]
drachentoeter der ich bin. und maneater.
[nachts schleich ich mich raus in die welt der vergangenheit, gegenwart, zukunft. fliege durch luefte. gehe ueber wasser. schaffe alles und nix. bin gross und klein. stark und schwach. werde verfolgt. verfolge. wenn ich verliere, gewinne ich.
doch am ende bin ich immer ich.]
auf dem letzten heimweg fuer die naechsten fuenf monate atme ich noch einmal die warme grossstadtluft.
[wo nur kann ich sie deponieren? ich kann doch nicht ohne!]
innerlich koche ich.
dem koerper einhalt gebieten.
es zappelt mich.
ich moechte tanzen und kann es nur schwer nicht.
kopf, finger und knie wackeln im takt.
die stufen hoch und runter huepfen.
ein laecheln fuer jeden.
sie gucken komisch.
[who cares?!]
diesen raum fuer fuenf monate verlassen. ich raeume auf | miste aus | erinnere mich.
die kaefer-ohrringe, die ich als kleines maedchen so gerne trug. der ring aus dem 10-pfennig-kaugummi-automaten, den ich geschenkt bekam, von jemandem, der ja nein vielleicht ja ankreuzte. mein minidisc-player, der nach dem urlaub nicht mehr mit mir sprach - es noch immer nicht tut. die klassenfotos aus der siebten, die nie jemand wieder sehen sollte. die tuete voll murmeln - der lange flur laedt ein.
[wieder kind sein | oder nicht?]
ahhhhhh... ich brauch zucker. diese knobelei hier raubt mir den nerv!
zucker!!!!!!!!!!!!
[it was supposed to be so easy...]
waere heute gestern...
ich moechte geld ausgeben und kann es nicht. durch strassen zu laufen, deren laeden geschlossen haben, macht wenig spass.
eine renovierte und geputzte kueche sieht aus wie neu | kann. koerperliche arbeit ist ehrlich - ehrliche arbeit fuehlt sich gut an | befriedigt.
ein himmel ist blau.
die baeume sind gruen | gelb | rot.
im osten geht die sonne auf.