22.11.2006 um 20:06 Uhr
Aber es war unser Abenteuer. An unsere Wohnungstür hast du groß Wir geschrieben. Nicht deinen Namen, nicht meinen Name. Wir. [...] So lange hatten wir gewartet. Hatten mit brennenden Augen vor unseren
Monitoren gesessen und versucht mit Wörtern aus Pixeln die Distanz zu
vernichten. Und oft genug brannten sie so, dass sie tränten. [...] Es reichte nicht. Es reichte nicht am
Wochenende in den Zug zu steigen und irgendwann jeden verzerrten Baum
am Rande der Schienen zu kennen. Freitag, Samstag und Sonntag reichten
nicht. Aber wir dachten, die Zukunft würde reichen. Sie wäre groß genug
für uns beide und für unsere Träume. Wir irrten uns. Wir verirrten uns. [...] Ich war genauso wenig ich, wie du du warst in den letzten zwei Jahren.
Vielleicht gelingt es uns jetzt, wir selbst zu sein, weil wir nicht
mehr wir sind. [...]
[moi_judita - jetzt.de]
Deine letzten Sätze... sehr , wie soll ich sagen, gut? nett? passend? Ja, ich denke passend passt. Warum ändert man sich für andere Menschen? Warum bleibt man nicht sicher selber treu? Man möchte akzeptiert werden, geliebt ... und am Ende hat man Schwierigkeiten wieder zu sich selbst zu finden.
ich schreibe nich mehr allzuoft und solche texte gelingen mir aeusserst selten. schade eigentlich...
zumindest mag ich ihren stil sehr.
so sehnsuechtig.
so irgendwie.
Wenn ich jetzt sage, dass ich es toll finde, die Texte zu lesen, dann ist das, angesichts der Themen, irgendwie doof.
Aber g-sus, es ist so wahr, man erkennt sich irgendwo auch wieder.
Und trotz des Inhaltes klingt es wie ein Märchen. Oder wie sie schreibt : ein Abenteuer.
All good things must come to an end...this is ours..from now on there's no tomorrow my friend....
Ich meinte, dass es irgendwie nicht ganz passend wäre, die Texte toll zu finden, da die Themen so traurig/tragisch/usw. sind