Rabenmutter

31.03.2009 um 21:52 Uhr

(1)

von: Rabenmutter   Kategorie: Splitter

Musik: Nintendo My Sims im Hintergrund... (spielt das Mäusekind)

It takes more than good memory to have good memories. 

31.03.2009 um 16:37 Uhr

Frühling

Stimmung: sonnig
Musik: Vögelgezwitscher und spielende Kinder im Hof

An sonnigen Tagen - so wie wir heute einen haben - endlich!!! - ist auf dem Balkon Sonne ab 9:30 Uhr bis ca. 17 Uhr (sie steht gerade über der Dachkante...) - wie geil ist das denn!!! Und da draußen waren heut über 20 Grad! Meine Wäsche ist super getrocknet, habe mit dem Kaiser, der kurz zu Besuch war, die draußen-Kaffe-trink-Saison eröffnet und danach das tolle Wetter genutzt, um meine Zimmerpflänzchen ein- und umzutopfen. Das macht Spaß!!! Nun müssen nur noch die Balkonpflanzen anfangen zu grünen - sie durften im Keller überwintern und ich hoffe, sie haben's überlebt...

31.03.2009 um 14:35 Uhr

30 positive Aussagen über mich

von: Rabenmutter   Kategorie: Therapeutisches

Nach einem Anstoss von Lady Bright:

 

30 positive Aussagen über mich:

 

 

  1. Ich habe Schule und erste Berufsausbildung mit 2, zweiten Beruf (nach der Wende) mit 3 abgeschlossen.
  2. Ich lerne gern und gut Fremdsprachen, habe einen Englisch-Abschluss der London Chamber of Commerce & Industries und aus eigenem Interesse Spanisch gelernt.
  3. Ich kann gut kochen und backen und habe mir das selbst beigebracht.
  4. Ich kann auf mein Äußeres Erscheinungsbild achten, mich selbst frisieren, schminken, geschmackvoll kleiden. (Hey, es gibt Leute, die können das nicht!!! Meine Tante wäscht sich nicht mal selber die Haare sondern geht dazu zum Friseur…)
  5. Ich kann gut zuhören.
  6. Ich kann gut organisieren.
  7. Ich kann gute Briefe schreiben, ich habe langjährige Brieffreunde seit z. t. über 20 Jahren.
  8. Ich hänge mein Fähnlein nicht in den Wind bzw. mache nicht jede Mode mit – ich höre seit ca. 20 Jahren die gleiche Musikrichtung und bevorzuge den gleichen Kleidungsstil.
  9. Ich bin treu, das beweisen Freunde, die mich schon seit der (Grund-)Schulzeit begleiten.
  10. Ich kann mit meinen Händen schöne Dinge schaffen, z. B. Bilder malen, töpfern, sonstiges kreatives Gestalten.
  11. Ich habe 2 Kinder zur Welt gebracht.
  12. Ich habe diese beiden Kinder zum größten Teil allein erzogen und auch wenn sie grad im anstrengenden Teenie-Alter sind – wage ich zu behaupten, recht gut.
  13. Ich kann Wände streichen!
  14. Ich kann Auto fahren, auch wenn ich kein eigens mehr habe – kann mich auf jeden Mietwagen rasch einstellen. (Bus ausgeklammert, da weigere ich mich!!!)
  15. Ich kann (Feste und Feiern, den familiären Alltag, Urlaubsreisen etc.) organisieren.
  16. Ich hab schon 6 Umzüge überstanden… und die letzten beiden alleine mit 2 Kindern…!
  17. Ich kann meine Meinung vertreten.
  18. Ich werde von anderen gern um Rat und Hilfe gebeten – und ich helfe gern.
  19. Ich kann schwimmen.
  20. Ich kann Radfahren.
  21. Ich kann Schlittschuh laufen.
  22. Ich kann meinen Haushalt in Schuss halten (auch wenn ich ein bisschen faul bin, geb’s ja zu…)
  23. Ich kann gut Ämterbriefe, Bewerbungen u. ä. schreiben (d.h. kann gut formulieren).
  24. Ich kann auf Leute zu gehen (auch wenn’s manchmal schwer fällt).
  25. Ich habe es geschafft, mich aus schwierigen Beziehungen zu lösen.
  26. Ich kann um Hilfe bitten (fällt auch schwer, aber ich kann’s…) und mir helfen lassen.
  27. Ich kann für meine Familie sorgen, d. h. notwendige Dinge einkaufen und den Blick für Wichtig und Unwichtig behalten.
  28. Ich kann selbstständig, aber auch im Team arbeiten (da auch eher untergeordnet).
  29. Ich habe ein hohes Allgemeinwissen, weil ich viel lese und mich für vieles interessiere, habe keinen „Hausfrau-und-Mutti-Tunnelblick“ entwickelt.
  30. Ich bin seit 5 Jahren aktives Mitglied im Englischclub.

 

 

30.03.2009 um 10:17 Uhr

Yeah!

von: Rabenmutter   Kategorie: Tests&Spielchen

Stimmung: Könnte besser sein - aber das baut auf ;-)

20-30 Years Old
You're hot, you're cool, and you're just out of school.

You may be entry level, but hey, you're young and the whole world lies before you!

Look out, here comes you!
Wiedermal ein Facebook-Test, kein Link... :-(

29.03.2009 um 19:05 Uhr

Schildi fetzt...

Schildi frisst grad Himbeere... und Erdbeere... und so :-)

Schildi ist erst seit Dezember bei uns und total lustig - schläft und frisst und schläft und frisst .... und schläft überm Fressen ein :-)

Ganz anders als ihre Vorgängerin, Susemi. Susemi war 25 Jahre bei mir, bevor sie weglief... Aber Susemi war eine sehr eigene Esserin, sie mochte nicht alles!

Insofern sind Laras Essgewohnheiten schon faszinierend! Sie hat sogar schon mal ein Heimchen verputzt...

Aber mein Entschluss steht seit Kindheitstagen fest: Im nächsten Leben werd ich Schildkröte!!!

Gestatten: Lara

Schildkröte


 

29.03.2009 um 17:23 Uhr

10 Jahre Ehe

von: Rabenmutter   Kategorie: Vergangenes

Stimmung: grau

Vor beinahe einem Jahr hatte ich mich von meinem Freund getrennt, und mir ging es irgendwie nicht so gut. Klar war ich viel unterwegs, einerseits mit meiner Mum, aber auch viel mit Freunden, hatte auch eine neue „beste Freundin“ gefunden, mit der ich beinahe täglich unterwegs war – aber dennoch, da blieb die Sehnsucht nach einem Mann in meinem Leben – und mein Wunsch nach Ehe und Kindern.

Schrieb das natürlich auch meinem besten Freund, der 50 km entfernt in der nächsten Großstadt lebte. Der hatte natürlich einen Plan parat – nein, er weihte mich nicht  ein, aber im Nachhinein bedacht, kann es nur so gewesen sein.

Jedenfalls fragte er an, ob ich nicht  Lust hätte, mal  wieder mit ihm und ein paar Kumpels in seiner Stadt wegzugehen. Zu einem Konzert. Okay, da ich mir  nicht sicher war, wie ich zu dem Veranstaltungsort kommen sollte, verabredeten wir uns in einer Kneipe, die ich gut kannte. Dort traf ich also etwas früher als vereinbart ein und wartete auf ihn. Was ich nicht wusste, er hatte den Bruder seiner Freundin auch dorthin bestellt – und der saß also an der Bar und beobachtete mich. Ich fragte mich, was ist das nur für ein Typ, der mich die ganze Zeit angrinst… Er wusste, wer ich bin!

Nun jedenfalls klärte sich die Sachlage auf, als mein bester Freund dann kam, und wir fuhren zum Konzert. Und irgendwie ging mir dann dieser grinsende Typ nicht mehr aus dem Kopf.

Wenige Tage später feierte einer der Leute aus dem Dunstkreis meines besten Freundes Geburtstag und ich war also wieder in der Großstadt, und der erste, der mir über den Weg lief, war dieser „Fast-Schwager“ meines besten Freundes – und mein Herz begann zu hüpfen, als der mir übern Weg lief. Wir hatten ja überhaupt nicht miteinander geredet und ich kannte auch seinen Namen nicht… dennoch war da was…

Wir sind uns auf der Party 2, 3-mal über den Weg gelaufen. Einmal fragte er, ob ich nicht  mal zum quatschen vor an sein DJ-Pult kommen möchte… Ja, klar, gerne doch. All ich vorging, redeten wir auch nicht  - sondern schauten uns nur in die Augen und küssten uns. Wow!!!

Danach haben wir dann gequatscht aber ich weiß gar nicht mehr, worüber. Jedenfalls trafen wir uns schon einen Tag später wieder auf nem Konzert und von da ab war es klar, wir gehören zusammen. Ich sagte auch zu ihm klipp und klar, dass ich keine Spielchen will und keine Liebelei, sondern ich will heiraten und Kinder – jetzt! Und ich würde nur einen Mann heiraten, der meinen Namen annimmt. Für ihn war das okay. Kurz darauf fuhr ich dann also nach Spanien – für 4 Wochen!

In der Zeit gingen eine Menge Briefe hin und her und er war wohl auch kurz davor, mir nachzureisen, hatte zum Glück das Geld nicht – ich hätte ihn ja dort nicht unterbringen können! Jedenfalls als ich von Spanien zurückkam, kam er gleich am nächsten Tag zu Besuch – und da sprachen wir noch mal über unsere Zukunftspläne etc. und machten uns sozusagen gegenseitig einen Heiratsantrag – wohlgemerkt, wir kannten uns seit 5 Wochen und 4 davon war ich gar nicht im Lande… Ganz schön verrückt, was?!

So machten wir uns auch keinen Kopf über Verhütung und nachdem wir uns insgesamt 2 Monate kannten, wurde ich schwanger. Ich kann das so genau sagen, weil ich es gemerkt habe, wie „es“ in meinem Körper passiert ist.

Dann fuhren wir zusammen in Urlaub und kurz darauf machte er mir noch mal einen richtigen Heiratsantrag mit Kniefall, allerdings auf den versprochenen nachfolgenden Blumenstrauß warte ich bis heute!!!

Denn er wollte mich  am nächsten Tag von der Schule (FOS) abholen, tat er auch – ich erwartete , dass er mit nem dicken Blumenstrauß kommen würde – wie gesagt, ich wurde enttäuscht.

Nahm das aber nicht so wichtig, leider, denn genau diese Art war ein wichtiger Charakterzug an ihm: groooße Versprechungen machen – und nichts dahinter. Aber Liebe macht ja bekanntlich blind.

Da mir – oder besser meinem Magen - die Schwangerschaft sehr stark zu schaffen machte, musste ich die Schule aufgeben. In den Oktoberferien heirateten wir, mein bester Freund - mein Trauzeuge, und danach kehrte ich nicht mehr in die Schule zurück. Brauchte ich ja nicht  – mein „Plan A“ ging ja gerade in Erfüllung!

Allerdings war er auch arbeitslos und wartete gerade auf ne Umschulung, die er dann im Ruhgebiet machen sollte… waaah! Da ich, nun schwanger und bald auf Omas angewiesen, nicht  weg wollte, bekam er dann doch was vor Ort. Ich war zu ihm in die Großstadt gezogen und gemeinsam bezogen wir kurz vor Bärchens Geburt eine 3-Zimmer-Plattenbauwohnung. – Nein, nun nicht einer meiner Wunschträume, jemals in der Platte zu wohnen, aber wir machten uns die Wohnung recht gemütlich. Dank großzügiger Hochzeitsgeschenke seitens meiner Familie hatten wir auch genug Geld zur Verfügung.

Er machte seine Umschulung und ich war fürs Bärchen da. Leider hatte unser Bärenjunge Klumpfüße an beiden Beinen und somit waren seine ersten Jahre eine wahre Odyssee an Arztbesuchen, Klinkaufenthalten, Operationen, Krankengymnastik, Frühforderung... etc. also ich hatte gut zu tun. Machte das auch gern, also nicht dass ich meinem Kind so eine Krankheit gewünscht habe, bitte nicht falsch verstehen – aber ich machte gern alles für mein Kind, er war für mich das absolute Wunschkind und seit dem Verlust meines allerersten Babys damals im Frühstadium der Schwangerschaft so sehnsüchtig von mir erwartet. Ich ging voll in meiner Mutterrolle auf, wir waren die perfekte Kleinfamilie, Papa ging zur Weiterbildung und wir erledigten unsere Termine, nachmittags und am Wochenende waren wir 3 gemeinsam auf Achse. Meine Mama und Oma kamen uns auch regelmäßig besuchen, ebenso die Freunde. Immer mal passte jemand von unseren Freunden auch aufs Bärchen auf, als der älter wurde, so dass Mama und Papa auch zusammen ausgehen konnten, oder die Mama oder der Papa gingen getrennt mit Freunden weg, das muss ja auch  mal sein.

Uns ging’s gut, ich war happy – hatte endlich eine eigene Familie, alles so, wie ich es mir gewünscht hatte!!! Ich änderte auch ein wenig mein Äußeres, trug nicht mehr vorrangig Schwarz sondern wieder viele bunte Farben, wurde eine richtige „Mutti“.

Da ich von Anfang nicht wollte, dass mein Kind ein Einzelkind sei, waren wir uns auch schon von Anfang an einig, 2 Kinder müssen sein und als sich die Weiterbildung meines Mannes dem Ende zu neigte, war ich plötzlich unerwartet schwanger… Leider folgte dem eine Fehlgeburt doch da wir ja gern ein zweites Kind wollten, wurde ich kurz darauf wieder schwanger, so ziemlich genau um den 2. Geburtstag vom Bärchen herum – und ich spürte es auch von Anfang an, dass es ein Mädchen sein würde. Große Freude bei uns, nun würde die Familie bald vollzählig sein, Papa würde nach seiner Umschulung anfangen zu arbeiten und alles wird gut…

Aber wie das im Leben so ist – erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt…

Ich war mit den 2 Kindern ziemlich überfordert und die Hilfe von Papas Seite wurde irgendwie immer weniger. Er beendete dann seine Ausbildung, hatte aber keine Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Er arbeitete immer wieder pauschal, war aber damit total unzufrieden und diese Unzufriedenheit ließ er einerseits verbal an uns aus, andrerseits fing er an, regelmäßig zu kiffen. – Nachdem er sein Versprechen, mit dem Rauchen aufzuhören, schon Jahre vorher nicht gehalten hatte, ging mir das nun etwas gegen den Strich. Aber ich tat das als Phase ab und dachte, seine kleine Familie wird ihn schon wieder auf den rechten Pfad bringen.

Als Erstes zogen wir, als das Mäuschen dann 1 Jahr alt war, ins Szeneviertel. Die Wohnung hatten wir durch Zufall entdeckt und die begeisterte uns sofort. Auch das Umfeld war für die Kinder optimal – insgesamt wohnten im haus 30 Kinder aller Altersgruppen, jeder hatte im passenden Alter Spielgefährten und es war genial. Auch der Zusammenhalt mit den Nachbarn war toll, Haus- und Hoffeste waren an der Tagesordnung, nachmittags trafen sich beinah generell alle im Hof, die Kinder spielten, die Großen schwatzten – einfach Klasse!

Nur für meinen Mann war es nicht so der gute Einfluss, da einige Kiffer dabei waren, und Partypeople… So fing er an, sich wieder mehr aufs DJing zu konzentrieren, allerdings nicht mehr, wie früher, auf 80er Jahre gerichtet sondern Techno und Chillout.

OK ich war früher auch auf Techno-Parties und als das Bärchen klein war, waren wir auch mal zur Love Parade – aber so recht konnte ich mit der Musik nichts anfangen. Nun ja, er schon, sie lief beinahe nur noch bei uns zu Hause und an den Wochenenden ging er auflegen. Ich war mit den Kindern beinahe nur noch allein zu Hause. Fühlte mich so nach und nach wie eine Alleinerziehende.

Irgendwann fing er dann auch noch an, das Zeug, was er da rauchte, zu verkaufen. Daheim!!! In einer Wohnung mit 2 kleinen Kindern! Ich versuchte oft, mit ihm zu reden, machte ihm klar, dass er uns schon durch den Konsum in Gefahr bringt, geschweige denn noch das Zeug in der Wohnung zu lagern und zu verticken…

Irgendwie war ich froh, dass ich, kurz bevor das Mäusekind 3 wurde, einen Job fand. Ich dachte mir so, wenn Papa wieder voll und ganz in seine familiären Pflichten eingebunden wird, dann kriegt er sich auch wieder ein und alles wird wieder gut. Denkste!

Mir ging es mit dem Job ganz gut, es tat mir gut, unter Leute zu kommen. Allerdings musste ich in 2 Schichten arbeiten und sah die Kinder nur noch ganz wenige Stunden am Tag, das machte mir schon zu schaffen. Und das Geld, was ich mühsam verdiente – schaufelte mein lieber Mann mit beiden Händen zum Fenster hinaus! Anstatt selber zu kochen, kaufte er sich täglich beim Metzger warmes Mittagessen – sich, nicht  für die Kinder, die hatten ihr warmes Essen im Kindergarten bzw. in der Schule! Der Rest floss in seine Parties und Drogen…

Irgendwie atmete ich auf, als ich nach knapp einem Jahr wieder entlassen wurde… Da es daheim so gar nicht lief… und mein Mann mir immer mehr zu entgleiten drohte.  Ich kämpfte dann beim Amt um eine Weiterbildung und versuchte, meinen Mann von einem Weggang in eine andere Region zu überzeugen – dahin, wo er einen guten Job finden könnte, damit er in seinem Ego gestärkt als der Familienvater dastehen könnte, der er hier nicht war – Hauptverdiener etc., das klassische Deutsche Bild halt. Er ließ mich Pläne schmieden und organisieren, ansonsten machte er sein Ding, schlief des Tags und lebte des Nachts, konsumierte Drogen aller Couleur und verkaufte das Zeug auch weiterhin – nun aber vorsichtiger eher hinter meinem Rücken… Versprach mir immer wieder, aufzuhören, sich Arbeit zu suchen, etc.

Schrie dennoch permanent die Kinder an oder tickte aus, wenn er mal mit uns frühstücken sollte, seine Mutter wurde bei jedem Besuch angebrüllt und ich wunderte mich, wieso sie überhaupt noch kam. Ich stellte uns ein Ultimatum – sollten wir nicht bis zum Sommer Arbeit gefunden haben, würden wir weggehen.

Nun ja – ich musste für meine Weiterbildung ein Praktikum machen und dadurch kam ich zu meinem Job. Da mir die Arbeit Spaß machte, ließ ich es durch gehen – und wir blieben da. Mein Mann machte weiterhin große Versprechungen, er würde sich in Therapie begeben, und so weiter. Ich glaubte immer noch an unsere große Liebe, kämpfte um ihn, machte ihm immer wieder klar, wie wichtig mir das Eheversprechen war und dass ich zu ihm halten würde, wenn er in Therapie gehen würde. Ich glaubte immer noch an ihn und alle Berichte von Freunden über seinen extremen Drogenkonsum, alle Warnungen meiner Mutter und Schwiegermutter – schoss ich alles in den Wind. Wir würden das gemeinsam schaffen!!! Wenn keiner mehr an ihn glaubte – ich tat es, ich war seine Frau!!!

Dabei störte mich es anfangs noch wenig, dass wir nicht mehr miteinander ins Bett gingen – was nicht  nur hieß, dass er sexuell kein Interesse mehr an mir zeigte, sondern er schlief auf der Couch und ich im Schlafzimmer.

Aber so nach und nach hörte ich dann doch auf meine innere Stimme und die sagte mir, irgendwas läuft da total schief und dein Mann ist innerlich so weit weg von dir… das geht so nicht. Zu meinem Geburtstag brachte er es fertig, kurz bevor meine Freunde kamen, „mal kurz“ zu nem Kumpel zu müssen – und erst 24 Std. später wieder aufzutauchen. Nicht nur, dass seine Kinder Fragen stellten,  sondern auch die gemeinsamen Freunde waren mehr als enttäuscht…

Da schrieb ich ihm einen Brief, da reden ja nichts brachte, und stellte ihm den auf seinen Plattenspieler. Darin mein Verdacht, es gibt in seinem Leben eine andere Frau. – Als er nach Hause gekommen war, kam er unter Tränen mit dem Brief zu mir. Es täte ihm ja alles so leid, aber seine Gefühle für mich seien nicht mehr die wie am Anfang. Und er sei mit den Kindern völlig überfordert, hatte gehofft, wenn die zu zweit wären, würden sie sich umeinander kümmern und wir Eltern hätten mehr Freizeit. Nun hatten wir aber doppelte Arbeit und damit käme er nicht zurecht. Außerdem würde durch die Kinder die Erinnerung an seine eigene, unglückliche Kindheit so massiv in sein Bewusstsein drängen und damit würde er auch nicht zu Recht kommen. Aber – zum wiederholten Male –versprach er, er würde nun endgültig eine Therapie machen und wenn er alles verarbeitet hätte, dann würde er sich auch wieder in mich verlieben und alles würde gut werden. Wenn wir zwei nur zusammen halten würden, würde er das schaffen.

Ich sprach mit ihm über meine Zweifel, aber er wies jeden Vorwurf bezüglich einer anderen Frau von sich und fing an, sich über Nachbarn auszulassen, die fremdgehen würden, und wie niederträchtig das doch sei.

Leider hatte ich nur einen Monat zuvor einen Urlaub nach Ägypten gebucht für den Februar und so stellte ich ihm das Ultimatum, dass sich bis zum Urlaub was getan haben müsse, sonst wäre das das Aus für unsere Beziehung.

Der Urlaub war die Hölle. Ich hätte ihn absagen sollen… Einerseits hatten wir kein Geld, ich versorgte uns über unsere Kreditkarte mit Bargeld, dass wir in Ägypten überhaupt irgendwie Geld hätten, um ein paar kleine Souvenirs zu kaufen. Pyramiden oder so bekamen wir gar nicht zu sehen, dafür war kein Geld da, wir verbrachten die meiste Zeit im Hotel und er war innerlich sooo weit weg, das wurde mir von Tag zu Tag deutlicher bewusst. Er schickte auch ständig SMS, angeblich um sich mit seinen Party-Kumpels abzusprechen, da er am Tag unserer Rückkehr – 14. Februar, Valentinstag! – nach Berlin wollte, zum Auflegen.

Ein bissel doof mag ich ja sein – aber so doof, um nicht zu merken, wie der Hase läuft, bin ich nun doch nicht. Was die Sache noch krönte, war, dass er von unserem wenigen Geld auch noch Haschisch kaufte – worauf dort die Todesstrafe steht – und dieses dann auch noch im Flugzeug zurück nach Deutschland transportierte… Was er mir stolz nach Landung mitteilte…

Dann fuhr er mitten in der Nacht direkt weiter nach Berlin und von da aus weiter zu seiner Schwester nach Hamburg – und ich hörte von ihm kaum was. In der Zeit reifte dann mein Entschluss, die Kinder zu nehmen und weg zu gehen, denn er würde nicht gehen, er hatte es doch gut bei mir. Das war mir schon klar.

Ich fing also an, nach Wohnungen zu suchen – und am meisten überraschte mich das Mäusekind, die da auf einmal fragte: „Mama, wann ziehen wir endlich aus?“ – sie war gerade 6 geworden, konnte noch nicht  lesen, konnte von meinen Recherchen im Internet also nicht wirklich etwas mitbekommen haben…. Geredet hab ich auch mit niemandem drüber.

Aber sie war diejenige, die schon lange gespürt hatte, dass da was schief lief, denn sie ließ den Papa seit geraumer Zeit nicht mehr an sich heran.

Als ich dann anfing, mit Freunden darüber zu reden, stand mein Entschluss schon lange fest – bekam dann nur meinen Verdacht bestätigt.

Am 14. März hab ich ihm dann mitgeteilt, dass ich mit den Kindern ausziehen würde. Dann brachen seien Mauern zusammen, er „beichtete“ mir seinen täglichen Konsum (ich wollte es gar nicht wissen) und sein Verhältnis mit ner jungen Berlinerin (wollte ich auch gar nicht wissen) – immerhin war er so weit Mann, sich daran zu erinnern, dass ich ihm wiederholt mitgeteilt hatte, dass, wenn ich gehe – man um mich nicht mehr kämpfen muss. Wenn mein Entschluss einmal gefallen ist, steht er fest und es gibt kein Zurück mehr. Er hatte ja auch monatelang seine Chance, immer und immer wieder – meine Kraft war am Ende.

Somit zog ich denn 2 Monate später ins Nachbarviertel, von meinen Freundinnen liebevoll begrüßt im „Club der Alleinerziehenden“…

28.03.2009 um 22:54 Uhr

Enttäuscht...

Stimmung: na - enttäuscht!
Musik: Die Ärzte im Hintergrund (hört meine Kleene)

Menno... gestern Abend total fertig gewesen und aus finaziellen und dann auch körperlichen Gründen das geplante Konzert ausfallen lassen... Für heute war aber ne Tanzveranstaltung eingeplant und eigentlich mit Freunden zusammen. Mit ner Freundin war asugemacht, wir telefonieren oder simsen noch mal. Da mein Guthaben grad leer ist und ich es erst am Montag wieder aufladen kann, versuchte ich ein paar mal, sie per Telefon zu erreichen - erfolglos. Dann schickte ich über nen kostenfreien Anbieter eine SMS übers Internet - aber die kam wohl nicht an... Dann schrieb ich ein paar Freunden heute früh E-Mails, ob sie nicht doch Lust hätten - es kam aber überhaupt keine Rückmeldung...

Vom Geburtstag am Nachmittag waren wir schon um 7 rein und ich hätt mich gern vorm weggehen noch irgendwo getroffen, aber immer erst so spät los - dafür bin ich irgendwie langsam zu alt oder was. Na ja, jedenfalls bekam ich dann auch Kopfweh und habe nun wenigstens noch einen schönen Spieleabend (Trivial Pursuit) mit den Kindern gemacht. Jetzt geh ich ins Bett, anstatt zum Tanzen... auch doof, und Fragen werd ich dann auch jede Menge beantworten müssen... Bin halt einfach enttäuscht, dass sich gar keiner zurück gemeldet hat, vermutlich hat es einfach keiner gelesen. Aber es fällt mir auch in letzter Zeit wieder so schwer, alleine irgendwo hin zu gehen, hab da lieber einen Spannmann. War noch nie der große Alleinweggeher, bin schon eher ein Herdentier (und nein, damit meine ich jetzt nicht "dummes Schaf"...!) und gehe lieber mit ein paar Freunden, zumindest aber einer Bezugsperson, aus.

Naja, so bin ich nun von mir selbst und dem Verlauf des Wochenendes ziemlich enttäuscht und kann nur hoffen, dass es wieder besser wird.

28.03.2009 um 20:00 Uhr

Fortsetzung zum Anfang

von: Rabenmutter   Kategorie: Vergangenes

Ich war also ein "Vati-Kind", wie gesagt, er hat mit mir viel Zeit verbracht, wir sind nachmittags zusammen in den Garten gefahren, er hat Gartenarbeit gemacht und ich meine Schulaufgaben oder schrieb Briefe, wir sind zusammen in der Stadt bummeln gewesen und holten anschließend meine Mutter von Arbeit ab... Wir haben uns abends vorm Fernseher gegenseitig den Rücken gekrault, oder die Füße massiert. Ich fand meinen Papa immer toll und wollte immer gern einen  Mann wie ihn haben... Aber sowas denkt vermutlich jedes kleine Mädchen, oder?!

Als ich 14 Jahre alt war, wurde er krank ->Krebs. Schon bevor er überhaupt eine Diagnose bekam, verabschidete er sich unter Tränen von uns - er ahnte, dass es Krebs ist, und dass er nur noch eine begrenzte Zeit mit uns haben würde...

Es folgte tatsächlich eine Zeit der Operationen, Therapien, Gesundphasen, dann kam das nächste Tief, und das ganze wieder von vorn... wobei die Abstände bis zum nächsten Tief immer kürzer wurden.

Für mich stand mit 16 fest, ich würde auch eines Tages so enden wie mein Vater, und eigentlich hatte ich damit irgendwie mit meiner Zukunft abgeschlossen. Klar, man hatte irgendwie noch Pläne und Ideen im Kopf, was einmal sein könnte - aber es war nicht mehr so wichtig. Um trübe Gedanken zu verbannen, fing ich an, abends Schnaps zu trinken oder auch Tabletten und Alkohol - nein, nun nicht in großenMengen aberschon irgnedwie... regelmäßig., Nicht, dass es irgendwer bemerkt hätte, man hat damals eh sehr schnell zu Kopfschmerztabletten gegriffen und Kirsch-Whisky bekam man zum Geburtstag geschenkt....

Und ich fing an, schwarze Klamotten zu tragen und "dunkle" Musik zu hören - DeMo allen voran, dazu kamen dann The Cure, Sisters of Mercy, Dead Can Dance und ähnliches. Danach kamen  punkige Sachen, vor allem auch die ganzen Ostbands um die Wendezeit herum. Die Musik tat mir aber gut und machte mich fröhlich, viele behaupten ja, die Musik mache depressiv - aber nein, mich lenkt die Musik unheimlich gut ab. Meistens. Ich begann, mehr im Jetzt zu leben und nru noch kurzfristige Zukunftspläne zu schmieden.

War jedes Wochenende mit Freunden und später mit meinem Freund unterwegs. Im Nachhinein hatte ich ein verdammt schlechtes Gewissen meiner Mutter gegenüber - sie pflegte daheim meinen Vater, ich genoss meine Jugend... Aber, verdammt - man ist doch nur einmal jung!!!

Mein Vater wurde durch seine Krankheit auch wunderlich, z. B. fing er an, mich zu verprügeln, wenn ich übers WE bei Freunden geblieben war - was meist aber vorher so abgesprochen war. Wir hatten kein Telefon, nur einen Zweitanschluss mit den Nachbarn - und wenn einem dann mitten in der Nacht der Bus weggefahren ist, ruft man nun nicht seine alten, kranken Nachbarn an, sondern bleibt lieber da und sucht sich nen Schlafplatz... Dass ich alleine mitten in der Nacht durch die ganze Stadt nach Hause lief, wollten sie ja auch nicht!

Na ja jedenfalls konnte man ihnen nur schwer was recht machen, aber klar, beide standen unter extremer Anspannung wegen Vaters Krankheit.

Als ich 19 war und meine ersten richtig festen Freund hatte... wurde ich auch prompt schwanger (wie gesagt, ich war ja nicht aufgeklärt, hatte mich zwar um Kondome gekümmert aber ansonsten verließ ich mich so ziemlich auf meinen Freund... der hatte schon "Ahnung") und habe das Baby nach einem Nazi-Überfall auf ein Punk-Konzert, wo wir waren, verloren. Das war für mich ein Schock, ich hatte mir immer gewünscht, erstens früh Mutter zu werden und zweitens, dass mein Vater es noch erlebt, Opa zu werden. Er hatte sich immer so darauf gefreut und schon frühzeitig Pläne geschmiedet...

Jedenfalls stürmten die Nazis den Saal und prügelten alles nieder, was ihnen in die Quere kam, auch Frauen und Mädchen, so dass wir mit ein paar anderen Mädchen zum Fenster des Backstagebereiches raus gesprungen sind... 1. Stock... Danach wars das also fürs Baby. Mein Freund war heilfroh... der wollte noch keine Kinder. Ich schon. Vermutlich hätte ich mich da schon von ihm trennen sollen...

Aber das nächste Schlimme, was passierte, war dann, dass nach 6 Jahren Leiden mein Vater gestorben ist. Klar ging es mir danach nicht gut, nahm auch wieder ein wenig zu aus Kummer... Bekam Magenprobleme und wenn ich irgendwo - sei es im Film, auf der Straße oder nur in ner Werbung - eine glückliche Familie sah, fing ich an zu heulen. Jedenfalls suchte mein lieber Freund, statt mich zu trösten, sich Trost bei ner Anderen und als ich das Gefühl nicht los wurde, dass da irgendwas schief läuft, schmiss ich ihn kurzerhand 2 Tage oder so vorm geplanten gemeinsamen Urlaub raus und trat den Urlaub mit meiner Mutter an.

Für seine Mutter war diese Trennung ein solcher Schock, dass sie sich wegen Depressionen in Behandlung begeben musste...  Meine Mutter und ich bekamen keine Therapie, meiner Mutter war wohl eine Kur angeboten worden, sie lehnte diese ab, weil ich nicht mitgekonnt hätte... Im Nachhinein betrachtet, hätte sie die auf jeden Fall machen müssen und ich auch eine, nur mir hat das gar keiner angeboten. Okay sie hat Magenschmerzen aber sie hat ja auch den Tod ihres Vaters zu verkraften... Dass dort meine Depris begonnen oder schon ne Weile liefen, weiß ich jetzt!

Jedenfalls kam danach ein Jahr, wo ich mich intensiv um meine Mutter kümmerte, wir waren viel zusammen unterwegs, gingen zusammen aus, verreisten...Es war eine tolle Zeit, sie war meine beste Freundin. Aebr in dem jahr suchte ich auch nach einem Weg, mich "sanft" von ihr abzunabeln. Klar, papa war nciht merh da, sie klammerte ein wenig an mir .... ließ mich aber uahc meinen Weg gehen. Also hatte ich folgenden "Schlachtplan" und alle meine Freunde kannten ihn (bis auf meine Mutter):

Plan A) Ich finde einen Mann fürs Leben, heirate und gründe eine Familie.

Plan B) Sollte ich nicht innerhalb kurzer Zeit den Mann fürs Leben finden, mache ich mein Abitur nach (FOS) und gehe studieren.

Gesagt, getan. Nach Beendigung meiner  2. Berufsausbildung war ich 1 Jahr abreitslos, wo ich aber pauschal in ner Heizungs-Sanitär-Firma jobbte. Dann war ich mit Freunden zum Tag der offenen Tür in der Uni, ließ mich vom Amt beraten, meldete mich danach für einen 4-wöchigen Sprachkurs in Spanien an und an der FOS. Wollte was mit Sprachen studieren, Dolmetscher werden oder so.

Der große Masterplan sah aber anderes vor, denn knapp 1 Woche bevor ich nach Spanien fuhr, lief mir ein Mann über den Weg, in den ich mich verliebte ...

26.03.2009 um 21:02 Uhr

Ich fange mal am Anfang an...

von: Rabenmutter   Kategorie: Vergangenes

Stimmung: Verwirrt - warum wurde es nicht angezeigt???

Schadet es, ein Einzelkind zu sein???

Ich denke, ja.

Ich weiß, wovon ich rede – ich war (bin) eins.

Alle Aufmerksamkeit meiner Eltern richtete sich auf mich. Ich stand immer im Mittelpunkt, ob ich wollte oder nicht. Sie interessierten sich für alles, was ich tat – und wollten mich auch vor allem beschützen.

Meine Mutter hab ich dabei eher als die Glucke erlebt, immer behüten und beschützen, tu ja nichts Gefährliches, vor allem: bleib so lange wie möglich mein Kind!

Mein Vater traute mir mehr zu, klar, in Ermangelung eines Sohnes… Den wollten sie nicht. Meine Mutter hatte eine Abtreibung, ich muss 11 oder 12 gewesen sein. Ich fand das total schlimm, dass ich das mitbekommen habe. Ich habe mir immer einen Bruder gewünscht, okay einen großen, das ging ja nun nicht, aber der Kleene… Wer weiß, wofür es gut sein sollte, aber meine Mutter wollte ihn nicht. Hat so viel gerackt bis sie von selbst zu bluten anfing, obwohl sie den Termin in der Klinik ohnehin schon hatte.

Viele viele Jahre später habe ich erfahren, dass sie es bereut und nie ganz verarbeitet hat. Hätte mich auch gewundert, wenn es anders gewesen wäre. Eine Wahrsagerin hat sie mit der Nase drauf gestoßen… „Sie haben eine brünette Tochter, die ist soundso alt, und einen blonden Sohn, der ist soundso alt.“ Da war Mama platt.

Vielleicht war ich auch darum immer ein Abtreibungsgegner, weil ich das so mitbekommen habe, bin aber nach wie vor der Meinung, wenn ein Kind bzw. neues Leben entsteht, ist das ein Wunder, und es obliegt uns nicht, dies Mutwillig zu zerstören. Man sollte vorher über Verhütung nachdenken, wenn man keine Kinder möchte, aber nicht nachher…

Jedenfalls hatte ich also meine Eltern ganz für mich alleine und das konnte ganz schön anstrengend sein. An allen Bereichen meines Lebens wollten sie Anteil haben. Meine Mutter mischte sich sogar ein, wer mein Freund sein durfte und wer nicht (als ich noch kleiner war, später ließ ich mir das nicht mehr vorschreiben).

Mit 14 hielt sie mir die Augen zu, wenn im Fernsehen ein Film mit Kussszenen lief…

Es spricht auch für sich, dass, wenn ich nicht heimlich Aufklärungsbücher und Dr. Sommer gelesen hätte, ich nicht gewusst hätte, was passiert, als meine erste Regelblutung kam. Meine Mutter hat mich in keiner Weise aufgeklärt. Papa natürlich auch nicht…

Meine Familie hab ich so erlebt, dass meine Mutter das „Arbeitstier“ im Haushalt war und mein Vater viel Freizeit mit mir verbracht hat. Dabei war es eigentlich so, dass er längere Arbeitszeiten hatte als sie, sie arbeitete "wegen mir" nur halbtags. Ich könnte aber nun nicht sage, dass sie darum viel Zeit mit mir verbracht hätte, sondern wie gesagt, sie arbeitete dann im Haushalt. Als ich Baby war, hab ich auch die meiste Zeit im Laufstall verbracht, wenn ich ihren Berichten glauben darf – und kann es mir auch lebhaft vorstellen, da sie mir, als meine Kinder klein waren, das auch immer einreden wollte. „Tu den Kleinen (die Kleine) in den Laufstall und mach deine Hausarbeit. Dann kannst du dich dem Kind widmen! Wenn eine Frau daheim ist, muss es im Haushalt tipp topp aussehen!“ Nee, muss es nicht, ich war nicht Hausfrau sondern im Erziehungsurlaub und daher lagen meine Prioritäten immer bei den Kindern, bin viel mit denen raus gegangen, Babysport, Krabbelgruppe, einfach nur laufen, Spielplatz etc. Dann habe  ich mich um meine Bedürfnisse und Hobbies gekümmert, um einigermaßen gesund zu bleiben (als ich dafür keine Zeit mehr hatte, hat man ja gesehen, was dabei raus kommt… Depression…) Dann kam der Haushalt. Daran hat sich bis heute eigentlich nichts geändert – oder sagen wir mal, es ist wieder so.

Ich war also ein „Vati-Kind“ und irgendwann muss ich sie mal damit geschockt haben, dass ich sie auf offener Straße anbrüllte „Du bist sowieso nicht meine Mutter!“ und dann hat sie mich mal irgendwann gefragt, zu wem ich gehen würde, wenn meine Eltern sich trennen würden – und ich hab mich ohne zu zögern für meinen Vater entschieden.

Schräg aber schon die Idee, ein Kind so was zu fragen… ich glaube nicht, dass meine Eltern je ernsthaft in Erwägung zogen, sich zu trennen. Habe die beiden immer als sehr harmonisch und eine Einheit empfunden. Die „Vorzeige-Eltern“. Sei stritten nie ernsthaft (jedenfalls nicht  in meinem Beisein) und wenn es irgendwelche Wutausbrüche seitens meines Vaters gab, dann weil irgendwas nicht lief – der Rasenmäher zum Beispiel, oder so… nichts Zwischenmenschliches.

Und wie gesagt, sie interessierten sich für alles, was ich tat, und natürlich auch für meine Freunde. Wenn ich Freunde einlud, waren meine Eltern da, um mit denen zu quatschen. Meine Freunde fanden das toll, „Mann hast du coole Eltern!“ – prima, mich nervte es!

Sie kamen auf der Schuldisco vorbei, sie fuhren mit auf Klassenfahrt (waren im Elternaktiv…), kamen aber auch auf Wochenendfahrten mit Freunden vorbei…

Klar hab ich meine Familie sehr genossen, und ich kannte es ja auch nicht anders, genoss aber auch immer die Zeiten im Ferienlager oder auf sonstigen Fahrten, wo ich zum einschlafen jemanden zum schwatzen hatte! Das war es wohl eigentlich, was mir am meisten fehlte – am Ende eines Tages jemanden zu haben, mit dem man den Tag noch mal Revue passieren lassen konnte, über den und jenen tratschen, solche Sachen halt. Habe dann auch beizeiten begonnen, Briefe zu schreiben – was ich bis heute tue.

 

…wird fortgesetzt…

 

26.03.2009 um 13:37 Uhr

Therapiestundenauswertung

von: Rabenmutter   Kategorie: Therapeutisches

Stimmung: Wo bleibt der Früüühling...???

Nein, er konnte mit meinem Vasentraum nichts anfangen. Und meinte, die Traumdeutungen im Netz und ich Büchern wären schlecht. Häää? Er guckt doch auch in Bücher...

Ich selber interpretiere den Traum so, dass ich mich von noch mehr innerem Ballast trennen muss. Jo - darum bin ich ja hier ;-) 

Von äußerem auch (Gewicht sowieso) - aber beim Dinge-auf-meinen-neuen-Zwischenboden-räumen hab ich auch schon einiges ausgemistet!

26.03.2009 um 11:26 Uhr

Nachsorge und Träume

von: Rabenmutter   Kategorie: Therapeutisches

Stimmung: mir fehlt Sonne

Gestern war ich das erste Mal zur Nachsorgegruppe. Nach über 3 Monaten... Aber habe gestern schon mitbekommen, dass die meisten recht lange auf den Termin warten mussten - mir unverständlich, wir waren nur 7 Leute und laut Angaben der Klinik fasst die Gruppe max. 25 Personen...

War sehr skeptisch und hatte vorher auch regelracht Angst, überhaupt hin zu gehen. Der Therapeut meinte, er sei auch aufgeregt gewesen - aber Aufregung ist anders als Angst. Kann es nur nicht erklären. Irrational...

Immerhin war es gut. Man fühlt sich gut aufgehoben, verstanden, da jeder in der Gruppe in gewisser Weise ähnliches erlebt hat. Obwohl ich zuerst skeptisch war, ob ich diese Gruppe überhaupt noch möchte, sage ich jetzt ganz klar Ja. Trotz Englischclub, da gehe ich dann immer direkt im Anschluss hin, gar kein Problem und die Kinder werden sich auch dran gewöhnen, dass die Mutter halt mittwochs zum Abendessen nicht da ist. Sind ja nur noch 24 Wochen...

Heute nun wieder zu meinem Therapeuten, mal sehen, wie der mit mir zufireden ist... Mit Sicherheit gar nicht... Vielleicht versteht er meinen Vasen-Traum. Habe geträumt ich habe Vasen weggeben, in so eine Art "Altkleidersammlung" nur dass man eben nicht Altkleider sondern sonstigen alten Krempel da abgeben konnte. Richtig an einem Tresen, und sie wollte meine Vasen nicht nehmen. Hab sie ihr einfach aufgedrängelt. 

Der Traumdeuter sagt, wenn man Vasen zerbricht, trennt man sich von jemandem, den man zu lieben glaubt. Ich hab sie ja aber nicht zerbrochen, sonder nnur weggegeben, teils gegen meinen Willen, denn ich sah, dass eine Vase von meiner Oma dabei war, die meine Mutter mir eben erst mitgebracht hatte - und wollte die eigentlich zurück holen, entschied mich aber dann doch dagegen...

Ganz schön schräg :-)

26.03.2009 um 07:53 Uhr

Ja bitte...!

von: Rabenmutter   Kategorie: Tests&Spielchen

Stimmung: müüüde

You Belong in Australia

Ace!
Sunny, upbeat, and cute
You make the perfect surf bum
Now stop hogging the Vegemite!
 
Obwohl Vegemite ekelhaft ist... aber Australien...coool!!! Sofort!!!

25.03.2009 um 23:17 Uhr

Diese Tests sind einfach Klasse :-)

von: Rabenmutter   Kategorie: Tests&Spielchen

Vampire

You seem sad allot you drift to corners solitude is the thing you crave most. (ha ha) People don't realize how dangerous you really are. Not that you seem all sunshine and happiness by any means just that they think you're faking... How annoying. You do have and aura that makes people slightly adverse to wanting your company but they are also curious. You could completely mess with their minds if you wanted to but you don't...usually.

 

Sorry... Facebook-Test

25.03.2009 um 10:51 Uhr

weiter zu Ralf...

von: Rabenmutter   Kategorie: Und so weiter...

Ralf versuchte also, sich selbst am Schopf aus dem Schlamassel heraus zu ziehen, und irgendwie gelang ihm das auch ganz gut.

Es ging ihm eigentlich immer besser, doch dann hatte er eine Pechsträhne. Ich steckte gerade mitten im Umzug, als von ihm eine ellenlange SMS kam. Er hatte sich 2 Zähne ausgebissen und auf dem Weg zum Zahnarzt war er die Treppe hinunter gestürzt und hatte sich den Fuß gebrochen. Dazu kam dann noch, wenn ich mich recht erinnere, eine Medikamentenallergie und eine Sehnenscheidenentzündung…

Er entschuldigte sich noch, dass er nun nicht  bei meinem Umzug helfen könne!
In diese Situation hinein ein Schlag, der jeden wohl aus der Bahn werfen würde: sein Mitbewohner, mit dem er auf Anraten des Amtes zusammen in eine Wohnung gezogen war, hatte seit Monaten keine Miete mehr gezahlt und die Post vom Vermieter verschwinden lassen. Nun stand eine Räumungsklage ins Haus und beinahe von Heute auf Morgen stand Ralf auf der Straße – 2 Wochen vor Weihnachten…

Dabei hatte er noch zum Geburtstag von einer Bekannten ein Kätzchen geschenkt bekommen, damit er lernt, wieder Verantwortung zu übernehmen…

Diese Bekannte nun wollte ihn über Weihnachten aufnehmen – der Psychiater hätte ihn am Liebsten sofort in die Klinik gesteckt. Aber sein neuer Betreuer versprach, ihn innerhalb von 14 Tagen in einer neuen Wohnung untergebracht zu haben. Also stellte er Ralf nebst seinen Tieren, Möbeln und Umzugskisten erst mal bei der Bekannten unter… Aus 2 Wochen wurde 3 Monate – und ne neue Wohnung hat er immer noch nicht!!! Ach ja – wohin er gezogen ist: in ne ca. 50 Quadratmeter große Wohnung in der bereits ein (ständig streitendes) Paar, ein Baby, 3 Hunde, 2 Katzen und diverse Kleintiere wohnten… Also von „wohnen“ kann keine Rede sein, Schlafplatz und Postanschrift, ja….

Da der Psychiater immer mehr drauf drängte, Ralf in die Klink zu stecken, wandte Ralf sich mit der Bitte um Hilfe an mich. Wir versuchten, seine Tiere irgendwo unter zu bringen. Da Tierheim mit einem Haufen Kosten verbunden war, war es dann gut, dass er doch privat noch jemanden gefunden hat.

Geld hat er ja keins, durch die vielen Medikamente, die er braucht, reicht es nie. Seit Jahresbeginn hat er dann auch keine Medis mehr gehabt, 17 Stück müsste er täglich nehmen (also 17 verschiedene!!!) nur war dafür kein Geld da. Wie gesagt, Rente und ein klein wenig Sozialhilfe und der Betreuer ließ sich von ihm auch noch die Transportkosten für den „Umzug“ zurückzahlen, anstatt beim Amt Druck zu machen, dass er die Umzugskosten mal endlich ausgezahlt bekommt (die stehen dort noch seit dem letzten Umzug zu Buche… und der vorletzte, soweit ich weiß, ebenso…)!

Dann war eine Anhörung von der Betreuungsbehörde und ich war dabei… Man kann nur den Kopf schütteln! Der Betreuer hatte angegeben, dass Ralf keine Betreuung braucht – er wäre sehr gut in der Lage, seine Dinge selbst zu regeln (aha, er hat ja auch nicht  mal Angst davor, alleine zum Arzt zu gehen, sobald er nur eine Weile mal nicht dort war…) und außerdem hätte er ja Freunde, die ihm helfen. Ja, Hallo, die Bekannte hat ihn nur für „über Weihnachten“ aufgenommen und ich helfe ihm mal, ein Telefonat zu führen oder aber er kann bei mir duschen/baden. Habe der Mitarbeiterin der Behörde dann gesagt, dass wir nur im Rahmen der Freundschaft versuchen, im Notfall zu helfen, aber keine von uns beiden kann mehr helfen oder gar die Aufgaben eines Betreuers übernehmen, da wir beide Alleinerziehende und außerdem beide selber psychisch krank sind. Unser Limit ist erreicht. Stelle man sich die Antwort vor: „Ja, so geht es unseren Betreuern auch, deren Limit ist auch erreicht!“ Ähm – wie jetzt?! Ist so ein Betreuer nicht dazu ausgebildet, zu helfen, zu wissen, wo welcher Antrag wann gestellt werden muss, etc.? Wir wurden informiert, dass Betreuer keine Therapeutische Ausbildung hätten und daher nicht mit Ralfs Störung umgehen könnten. – Sich belesen, Ausraster nicht persönlich nehmen? – Nein, das sei nicht Aufgabe eines Betreuers. Gibt es andere Stellen, wo man Hilfe bekommen kann? – Nein.

Ja aber, irgendwer muss doch da sein, der einem hilft, wenn man schon um Hilfe bittet?! Anfangs wurde Ralf  zum Vorwurf gemacht, man könne ihm nicht helfen, solange er die amtlichen Betreuer ablehnt – dann hat er dieses Angebot angenommen und nun will ihm von dort nicht mehr geholfen werden???! Laut psychologischem Gutachten wird er noch mindestens 3 Jahre einen Betreuer brauchen aber es will keiner machen! Das kann wohl nicht wahr sein…

Nun hat  ihn die Bekannte also erst mal in die Klink gebracht, wie gesagt, auf der Inneren ist er unter gekommen, weil auf Grund der seit Januar fehlenden Medikamente sich sein Gesamtzustand vor allem sein Asthma so stark verschlimmert hat, heute soll er nun nach A. kommen. – Eigentlich ein sinnloses Unterfangen, da er immer noch keine Wohnung hat. Wohin kommt er, wenn die Stabilisierung abgeschlossen ist – wieder auf die Straße? Dann ergibt  doch die Behandlung gar keinen Sinn…

Die Klinik will den Betreuer anzeigen – unterlassene Hilfeleistung – da die gesundheitliche Betreuung zu seinen Aufgaben gehörte. Aber wie es weiter gehen wird, weiß keiner. Sein Leben wird wohl weiterhin eine Berg- und Talfahrt sein, da keiner da ist, der ihn mal für eine Weile an die Hand nimmt. Er fällt einfach durch die Maschen unseres „Sozialen Netzes“…

25.03.2009 um 10:14 Uhr

Dazugelernt...

Musik: Cephalgy

Werde meine längeren Beiträge zukünftig im Texprogramm schreiben müssen... Hatte sooooo einen langen Text zum Thema Ralf getippt - und auf einmal war alles weg :-(

25.03.2009 um 08:52 Uhr

Tagebucheintrag

Stimmung: könnte besser sein

Dem Rücken geht's besser... Wie können Kinderhände doch Wunder wirken! Das Mäusekind hat mir gestern 2 mal den Rücken schön eingeschmiert, mti Voltaren, da die alte Mutter sich kaum noch rühren konnte. Und dann hat das Mäusekind auch noch bei mir geschlafen... Ach, wie schön sich das anfühlt, Händchenhalten zum einschlafen... Dann hab ich immer wieder wach gelegen - da atmet was neben mir!!! Wer weiß, wie lange ich sowas noch genießen darf... Sie werden viel zu schnell groß!

25.03.2009 um 08:32 Uhr

Und...???

von: Rabenmutter   Kategorie: Tests&Spielchen

Musik: last.fm ist kaputt... :-(

You Are Ready, Willing, and Able to Commit

You are not scared of commitment in the least.
In fact, there's a good chance that you're already committed to someone you love.

You are willing to give up a little freedom for relationship stability.
And once you're in a relationship, you'll do almost anything to make things work.

24.03.2009 um 21:13 Uhr

Mehr zum Thema Ralf

von: Rabenmutter   Kategorie: Und so weiter...

Ralf ist in meinen Augen ein wunderbaras Beispiel dafür, wie die Deutsche Bürokratie und Gesellschaft überhaupt einen Menschen kaputt spielen kann... Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.

Ich habe Ralf vor ca. 10 Jahren kennen gelernt , damals gehörte er zur Hippie-"Kommune 2", wie sie sich selbst nannten, einige deren Mitglieder wohnten mit uns im selben Haus und da im Haus ein ziemlich großes Zusammengehörigkeitsgefühl vorherrschte und alle mit allen etwas unternahmen, kamen wir auch in Kontakt mit den "Hippies". Ralf hatte damals eine Freundin und wirkte ziemlich lässig und ausgeglichen.

Wiedergetroffen hab ich Ralf ca. 5 Jahre später auf der Straße... Er war im Knast gewesen und da in der Zwischenzeit das Hochwasser seine Wohnung weggespühlt hatte, stand er auf der Straße. Als ich ihn das erste Mal traf, trank er noch und eigentlich wollte ich lieber nichts mit ihm zu tun haben.

Ne Weile später traf ich ihn wieder, er erzählte stolz, dass er nicht mehr trank, wir unterhielten uns ganz gut und er fragte mich dann, ob er nicht mal zum duschen oder baden vorbei kommen könnte, weil es im Obdachlosenasyl einfach ekelhaft sei. Das mit dem Trinken glaubte ich erst mal nicht, aber ich bin ja ein hilfsbereiter Mensch, also kam Ralf zum Baden.

Von da an war Ralf regelmäßiger Gast bei uns, wir redeten viel und entdeckten auch viel Gemeinsamkeiten. Er hatte das Trinken tatsächlich aufgegeben und wollte eine Therapie machen. Die bekam er dann auch und damit die Diagnose: Borderline. Von da an begann für ihn eine Art Odyssee.

Er wehrte sich anfangs gegen einen Betreuer, da er der Meinung war, er schafft das auch alleine. Da er aber unter starken Ängsten leidet, willigte er dan ndoch ein. Damit bekam er endlich wieder eine Wohnung - aber diese war eine Katastrophe... Nur halbfertig saniert, keine Fußböden gemacht, keine Tapeten an den Wänden, kein funktionierendes Bad... Also kam er weiterhin zu uns baden. Er war inzwischen richtig gut drauf. Wir hörten die gleiche Musik und gelegentlich gingen wir auch zusammen weg.

Dann machte er wieder Therapie und dort lernte er seine Freundin kennen. Das war jedoch ein Fehler, da diese Beziehung ihn irgendwie noch mehr kaputt gespielt hat. Er bekam zwar dann eine neue Wohnung, wodurch es ihm erst mal insgesamt besser ging, aber psychisch ging es immer weiter in den Keller.

Betreuer gaben die Verantwortung immer wieder ab, kamen mit seiner Störung nicht klar. Er wird schnell agressiv, wenn man ihm Dinge verspricht und diese dann nicht funktionieren.

Mir gegenüebr ist Ralf noch nie agressiv geworden!!! Also meiner Meinung nach liegt es sehr wohl auch am Gegenüber...

Jedenfalls haben ihn die Betreuer irgendwie immer tiefer in den ganzen Schlamassel hinein geritten. Haben ihm immer wieder versprochen, dies und das und jenes zu tun, sich aber nie wirklich drum gekümmert. Er hat Außenstände beim Amt schon allein in 3 bis 4-stelliger Höhe. Er bekommt nur Rente und ein Minimum Sozialhilfe dazu, also jeder Cent zählt aber keiner der Betreuer kümmerte sich darum, dass er sein Geld erhält. Weiterhin sind die Betreuer für die Gesundheitsfürsorge zuständig. Die letzte Betreuerin hat es fertig gebracht, ihn gar nicht mehr ernst zu nehmen. Ihm ging es körperlich und psychisch Anfang letzten Jahres hundeelend und Ralfs Mitbewohner rief also die Betreuerin an, dass Ralf dringend in Behandlung am besten in Tehrapie müste. Daraufhin reagierte die Betreuerin mit den Worten, sie sei kein Notfalltelefon...

Ralf also von Klink zu Klinik. Leider können die wenigsten Kliniken in der Stadt mit Borderlinern etwas anfangen und die für ihn zuständige Klinik (Wohnortgebunden) behandelte ihn total falsch. Statt einer Stabilisierung bekam er eine Trauma-Therapie, was ihn noch verrückter gemacht hat! Ihm ging es zusehends schlechter.

Ich war selber grad in mein schwarzes Loch gestürzt und dennoch hab ich mich aufgerafft, ihn in eine Klinik gebracht - nachdem wir beim psychosozialen Notdienst und was weiß ich waren, alles ziemlich für die Katz.... Auch diese Klinik hatte wiederum nicht kapiert, worum es ihm geht. Einen suizidgefährdeten Patienten legt man nicht mit einem beinahe Toten an ner Herz-Lungen-Maschine aufs Zimmer - oder sehe ich das falsch? Dann machte die Ärztin Ralf Vorwürfe von wegen er würde falsche Vertragsangaben machen, nur weil seine Versichertenkarte der Krankenkasse noch auf die alte Adresse lief (ein Punkt, um den sich die Betreuerin "gekümmert" hatte...) und ähnliche diffuse Vorwürfe, die nichts aber auch gar nichts mit seinem Gesundheitszustand zu tun hatten... nach wenigen Tagen floh er aus der Klinik. Dann kam er in eine Therapie außerhalb, wo er vom Wochenendurlaub nicht zurück konnte - er hatte kein Geld für die Rückfahrt, hatte Geld und seinen mp3-player verloren, aber das traute er sich - Angststörung!!! - nicht,  in der Klinik zu sagen...

...wird fortgesetzt...

24.03.2009 um 20:13 Uhr

Ohne Worte

von: Rabenmutter   Kategorie: Tests&Spielchen

Musik: And One

Fallen Angel

You have abandoned your quest to protect the heaven.
Now you live with the curse, witch tears you apart, from the inside.
You seek for the answer, which can`t be found!

 

Facebook-Test...kein Link :-(

24.03.2009 um 20:05 Uhr

Heaven or Hell?

von: Rabenmutter   Kategorie: Tests&Spielchen

Musik: Soman

You Are Going to Hell

Going to hell is fine with you. You're not sure if you even believe in hell.
And if there is a hell, it's probably a pretty fun place! You rather be stuck with the troublemakers.

Life is short, so why wouldn't you live it up? Being good is incredibly boring.
You're not going to miss out on anything in life... even if you have to lie, steal, or cheat to get it.
 
...die letzte Zeile stimmt nicht!