Rabenmutter

29.09.2009 um 17:16 Uhr

Rekordverdächtig

von: Rabenmutter   Kategorie: Therapeutisches

Stimmung: Wooohooo!

So! Da habe ich heute früh meinen Lauf ausfallen lassen, weil Ralf vorbeikommen wollte. Kam nicht aus der Knete heute früh. Habe ihn gegen 11 eingeplant. Gegen 12 hab ich ihm ne SMS geschickt, dass ich dann erst mal einkaufen gehe. Da kam zurück, er käme gegen 3. Hallo?! Warum kapieren selbst langjährige Freunde nicht, dass ich meine Termine derzeit lieber vormittags abarbeite und vor allem Besucher, weil meine Kinder es nicht so toll finden, wenn sie nach Hause kommen und essen wollen, dass ich mit Gästen am (Ess)Tisch sizte...? Also hab ich ihm kurzerhand ganz abgesagt und mich nochmehr geärgert, vor allem auch, weil das blöde Wetter mich so runter zieht. Dann kam mein Kindlein nach Hause und hatte nur mit ihren Freundinnen zu telefonieren. Toll, da kann ich auch mein Ding machen - gesagt, getan, in die Laufkluft geworfen und ab die Post. Dank der inneren 180 (mindestens!) kam ich in einen super Rhytmus und hab meine Strecke, für die ich sonst morgens (also ohne Verkehr...) 75 min. brauche, nur ca. 60 min.  gebraucht. Ca., weil ich ja die blöden Ampeln und langsamen Spaziergänger nun nicht minutengenau abziehen kann. Jedenfalls bin ich stolz auf mich und mir geht es gleich viel besser!!!

29.09.2009 um 14:27 Uhr

Verhaltensauffälligkeiten

Stimmung: grau wie der Himmel

Tut ein Mann, der mit einer Frau nur so befreundet ist und sie als nette Kumpeline empfindet, Folgendes:

Er verlässt nachts gegen 1 Uhr eine Party seines Bruders und läuft Richtung der Wohnung dieser Kumpeline. Keine 100 Meter von ihrer Haustür entfernt, setzt er sich an eine Haltestelle und ruft diese Kumpeline an. Er erzählt ihr, dass die Party ja gleich um die Ecke stattfindet! Und wie cool die Party ist! Als er hört, dass die Kumpeline schon im Bett liegt, erzählt er ihr noch ein wenig dies und das, fragt, wie ihr Tag denn so war, sagt ihr, dass er auch müde sei und bald nach Hause fahren werde und wünscht ihr überschwenglich eine gute Nacht...

 

Nein, nein und nochmals nein - ich kapier solche Handlungen nicht!

29.09.2009 um 09:53 Uhr

Stöckchen Typentest

von: Rabenmutter   Kategorie: Tests&Spielchen

Du agierst  Extrovertiert

Denkst  Praktisch

Entscheidest  Fühlend

Lebst  Geplant

Diese vier Buchstaben stehen für Deinen Typ:
EPFG
der GASTGEBER

 

- gehört zur Gruppe der Traditionalisten


Eigenschaften Emotional, enthusiastisch, kontaktfreudig, traditionell, praktisch, loyal, hilfsbereit, hingebungsvoll, zuverlässig, fürsorglich, sachlich, gründlich, organisiert, freundlich

Beschreibung EPFG Gastgeber lieben es, für andere da zu sein:
Sie sind enthusiastisch, kontaktfreudig, emotional und zuverlässig. Sie sind aktiv, gehen gerne mit Menschen um und behandeln jeden wie einen Freund. Essentiell für sie ist, geschätzt, geliebt und gebraucht zu werden.

"Mein Haus ist dein Haus."

Wie Popstar Jennifer Lopez sind EPFG modebegeistert und achten stets ihr Äußeres und Ihre Kleidung. Der soziale Status ist sehr wichtig für sie, und sie benötigen stets ein Zugehörigkeitsgefühl. Die Gefühle und Meinungen anderer sind ihnen sehr wichtig. Sie verhalten sich sehr geschlechtstypisch und identifizieren sich oft vollkommen mit den gängigen Mann/Frau-Klischees.  Sie haben eine ausgeprägte soziale Ader, gerne und viel Kontakt mit Menschen und reden viel und gerne. Wie Fernsehkoch Alfred Biolek sind sie von Geburt an Frohnaturen und haben ein sonniges Gemüt. Zu ihren Mitmenschen sind sie freundlich, herzlich, mitfühlend, hilfsbereit und offen. In Familie und Arbeit für andere etwas zu organisieren oder auszurichten bereitet den hingebungsvollen Gastgebern große Freude.

EPFG stellen mit ca. 9% der Bevölkerung einen zahlreichen Typen. Es gibt mehr weibliche als männliche EPFG.

Bevorzugte Berufe für EPFG Gastgeber: Administrator, Caterer, Friseur, Hausarzt, Kindergärtnerin, Pfleger, Koch, Krankenschwester, Grundschullehrer, Sekretär, Sozialarbeiter, Stewardess, Verkäufer, uvm.

Beste Partner: EPFG-Gastgeber, EPLG-Direktor, IPFG-Fürsorger

Prominente Beispiele für EPFG Gastgeber:
Mario Barth
( Komiker )
Geri Halliwell ( Popstar )
Jennifer Lopez ( Popstar )
Alfred Biolek ( Fernsehkoch )
Kai Pflaume ( Moderator )
Reiner Calmund ( Fußball-Manager )

Oli P. ( Moderator, Entertainer )
George Clooney ( Schauspieler )
Justin Timberlake ( Popstar )
Eddie Murphy ( Comedian, Entertainer, Schauspieler )
Roger Moore ( Schauspieler )

 
gefunden bei Lady Bright

28.09.2009 um 08:58 Uhr

Katzenallergie

von: Rabenmutter   Kategorie: Und so weiter...

Stimmung: albern

Ich muss allergisch sein.
Immer, wenn ich mit einem Kater aufwache, läuft mir ganz furchtbar die Nase.
(Diese Erkenntnis stammt allerdings nicht von mir sondern von Raven.)

25.09.2009 um 11:55 Uhr

Stadtmarathon

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Stimmung: sonnig

Es ist vollbracht!!! Ich habe mich soeben angemeldet... Für die 10-Kilometer-Distanz am 18. Okotber. Den Halbmarathon lauf ich dann im nächsten Jahr ;-)
Wer mir huldigen will, den Streckenverlauf gibt's hier .

:-D

25.09.2009 um 10:20 Uhr

Russisches Fieber

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Stimmung: neugierig
Musik: The Russian Doctors - Schleim am Arm

Heute Abend werde ich auf den Spuren Pratajevs wandeln. Schon in den vergangenen Jahren las ich manchmal über den Kongress, habe es aber erst in diesem Jahr geschafft, mir die Band anzusehen.
Die genialen Texte machen einfach gute Laune. Insofern gehe ich davon aus, dass es ein Abend voller guter Laune wird. Die passenden Leute kommen ja mit. Die Musik hab ich seit Montag schon pausenlos im Kopf und soeben auch eine ganze Weile gehört...

Wenn man sich so sehr auf irgendwas freut, wird es manchmal eine Enttäuschung. Das hoffe ich vom heutigen Abend nicht!

25.09.2009 um 07:17 Uhr

Die Bauchweh bereitende Hausaufgabe

von: Rabenmutter   Kategorie: Therapeutisches

Gestern war meine Mama da. Das Kuriose war, seit sie aus dem Urlaub wieder da war, hat sie nicht mehr jeden Tag angerufen! Hat sie was geahnt?

Jedenfalls kam es nun gestern nicht zu einem "Gespräch" wie es mir in der Gruppe angeraten wurde, also sich mit Stichpunktzettel an einen Tisch zu setzen und dann alles auf den Selbigen zu packen, was irgendwie nicht passt. Wäre auch irgendwie doof gewesen, wir haben ansonsten wirklich ein super Verhältnis und wir hatten einen Tag voller Spaß.

Imerhin ist es mir gelungen, meiner Mutter 2 Dinge zu verklickern, aber völlig "nebenher" im Gespräch und kein Bißchen gezwungen oder als Vorwurf... Erstens, dass ich üüüberhaupt nicht mehr gerne telefoniere, und Zweitens, dass es viel schöner ist, wenn wir nicht täglich telefonieren, weil es dann von uns auch mal was mehr zu erzählen gibt und dass wir auch mal die Chance haben möchten, sie anzurufen.  Das Mauskind sagte ihr dann noch "Oma, wenn was Schlimmes passiert, dann werden wir dich schon sofort anrufen, keine Angst! Aber wenn es uns gut geht, sind wir so viel unterwegs, da haben wir nicht jeden Tag Zeit und Lust, mit dir zu reden!" - Sehr schön, und nein, das war so nicht mit dem Kind abgesprochen!

Wollen wir hoffen, dass sie es verstanden hat.
Heute allerdings werde schon wieder ich es sein, die bei ihr anruft - sie hat ihren Schal hier liegen lassen, den hab ich beim Zubettgehen gestern Abend entdeckt. Und ehe sie denkt, dass der im Zug liegt...

23.09.2009 um 12:34 Uhr

Positive Zwischenmeldung

Stimmung: besser

Es geht aufwärts. Sei es die Sonne, sei es, dass die Hormone sich wieder einpegeln oder ich mir einfach genug auf den Nerv gegangen bin. Ich tu mir jetzt was Gutes und hab mir Leber gebraten. Iiiih, werden einige tönen, aber ich hab das immer gern gegessen und koche doch meistens nur das, was die Kinder mögen (oder wo ich denke, dass sie es mögen...) - heute gibt es Extrawurst für Muttern, so! Frau gönnt sich ja sonst nix ;-)

Die Muffins sind auch gut gelungen und schmecken hervorragend, mein Schreibtisch ist aufgeräumt, ich habe Post erledigt, die für heute noch gar nicht auf dem Plan stand, den ganzen Ämterscheiß weggeschickt - ich bin gut, trotz der anfangs so miesen Laune.

:-)

23.09.2009 um 10:17 Uhr

Alle unfähig...

von: Rabenmutter   Kategorie: Und so weiter...   Stichwörter: Ralf

Stimmung: !!!

Hab ich doch gestern mit Ralf wegen seiner Betreuungsangelegenheit 2 Anwälte angeschrieben - mehr waren in Sachen Betreuung im Netzleider nicht zu finden.

In das Anschreiben, dass ich per Mail verschickt habe, haben wir ausdrücklich hinein geschrieben, dass eine Bekannte die Mail sendet und dass er weder Telefon noch Internet besitzt und die Anwälte bitte unter angegebener Postadresse mit ihm Kontakt aufnehmen möchten (dann hat er auch was in der Hand...). Nein, natürlich antwortet die Anwältin per Mail! Wenn sie schon nicht mal lesen kann, dann kann sie auch nicht zuhören und dann braucht man auch gar nicht zusammenarbeiten. Was ist bloß mit den Leuten los?

23.09.2009 um 09:15 Uhr

Ich kann so nicht arbeiten!!!

Stimmung: aaaargh!

Nein, nein, es wird nicht besser. Total optimistisch und einigermaßen ausgeruht, weil ich nochmal bis um 7 ins Bett kriechen durfte (das Kindlein hat heute Sportfest und durfte länger schlafen), freute ich mich über die Sonne und dachte, es könne nur besser werden.

Als Erstes streikte der Schrittzähler. Immerhin habe ich heraus gefunden, dass da wohl gestern was schwief lief, denn heute früh zählte er nur jeden 4. bis 5. Schritt von mir - na priiima.... Einstellen ließ sich das Ding nicht und nun kann ich nur hoffen, meine Freundin, von der ich es geliehen habe, kann mir am Freitag eine Bedienungsanleitung nachreichen!

Damit schon mal 10 Minuten verplempert, beschloss ich dann, wenn ich die Entfernung schon nicht weiß, einfach auf mehr Zeit zu laufen - und nach 10 Minuten war die Batterie meines mp3-Players leer. Kein Problem, die Rabenmutter nimmt sich ja Ersatz mit... Aber mein liebes Kindlein hatte mir aus der Packung ein paar Batterien raus gemopst - und statt dessen leere hinein getan! Wer macht denn bitteschön sowas??? Also hatte ich wohl 3 Batterien mit aber alle radikal leer... Und ohne Musik kann ich nicht laufen! Also bin ich nach 10 Minuten unverrichteter Dinge und ziemlich stinkig nach Hause gegangen!

Dann kam mir der Gedanke, dass die Bearbeiterin vom Amt möglicherweise nicht auf meine Mails reagiert (obwohl wir das so vereinbart haben, dass ich ihr E-Mails sende), weil sie diese gar nicht erhält... Also habe ich die ganzen A-Mails nochmal ausgedruckt und schicke sie ihr heute per Brief.

Wenn mir jetzt noch die Muffins (anlässlich meiner letzten Gruppenstunde) anbrennen oder so, geh ich ins Bett und komme so schnell nicht wieder raus!

22.09.2009 um 21:21 Uhr

Herbstdepri?!

Stimmung: dksajjkafhjkdsak

Hmpf. Hatte ich ja letzte Woche schon so einen doofen Tag, und heute geht es so weiter. Liegt das wirklich am Wetter? Der heutige Tag ging grau los. Aber eigentlich gut, ich bin pünktlich aufgestanden, rechtzeitig laufen gegangen, hab unterwegs noch eine Freundin getroffen... Alles war schick. Als ich nach Hause kam, war ich zum ersten Mal sauer - hatte mir ja über Goog**Maps schon mal meine Laufstrecke ausgemessen und war auf 8,5 km gekommen. Habe mir nun einen Schrittzähler ausgeliehen und siehe da - ich kam nur noch auf 6 km. *Grummel* Hab ich mir also die ganze Zeit nur eingebildet, so gut zu sein. Hmpf! Vor allem geht es über meinen Verstand, wieso ich, wenn ich eine große Runde am Fluss laufe, weniger Kilometer in der gleichen Zeit schaffe, als wenn ich im Park meine Runden drehe.

Dann musste ich einen Antrag fürs Amt fertig machen - sowas nervt mich ohnehin schon immer - und da die die gleichen sinnlosen Unterlagen aller halben Jahre neu anfordern, bekomm ich jedesmal Wut. Und nun habe ich schon - endlich!!! - all meinen Papierkram sortiert UND DANN FINDE ICH DENNOCH NICHT ALLES...!!! Noch mehr Wut...

Dann sollte ich was für Ralf schreiben, halb 12 wollte er bei mir sein. Er ist nie pünktlich - trotzdem hat es mich heute aufgeregt... Na ja und wenn ich für ihn was schreiben muss, ist da ohnehin Aufregung vorprogrammiert - so, wie mit ihm umgesprungen wird. Diesmal ging es um den Widerspruch gegen die Aufhebung seiner Betreuung, da es ein psychiatrisches Gutachten vom letzten Jahr gibt, dass eine Betreuung für MINDESTENS 3 Jahre als notwendig erachtet - aber der Betreuer will sie ablehnen, weil er keinen Handlungsbedarf sieht. Ich sage euch, jeder von euch würde, wenn er Ralf nur sehen würde - Handlungsbedarf sehen!!!

Und als Ralf ging, Post in meinem Kasten - ein dicker Brief vom Amt... Hurra, denke ich, endlich die Unterlagen für meine Umschulung! - Denkste, doch nicht am heutigen Tag! Ein Widerspruch vom Januar (!!!), der nun bearbeitet wurde... und völlig falsch bearbeitet wurde... Weil man sich auf eine Bewilligung bezieht, gegen die ich gar nicht widersprochen habe. Man hatte im Januar von mir meine Mietkaution in einer Summe gefordert, welche ich allerdings seit Dezember in Raten zurück zahle. Gegen die Rückzahlung in einem Betrag habe ich Widerspruch eingelegt. Man bezog meinen Widerspruch jedoch auf Renovierungskosten... Aaaargh!!! Was für Leute schickt das Arbeitsamt???

Dann musste ich gleich noch eine "böse" (natürlich nett formulierte) Mail an meine Beraterin schreiben,WANN SICH DENN ENDLICH MAL WAS WEGEN MEINER UMSCHULUNG TUT. Start soll der 12. Oktober sein und ich wüsste es schon gern etwas VORHER!

So kam irgendiwe eins zum anderen und meine Laune segelte immer weiter in den Keller. Ganz zu schweigen von meinen lieben Kindern, die nach der Schule gleich wieder verschwanden, dann an meinem Essen rummeckerten (Hallo? Ich hab ihnen POMMES vorgesetzt... das mochten sie bisher immer und das gibt es auch nur selten...tze!), keine große Lust hatten, was mit mir zu spielen (Ja, ich hatte das Bedürfnis, was in Familie zu tun!) - alles in allem kam irgendwie eins zum anderen.

Am Schlimmsten ist wohl, dass Raven in seiner wahnsinnig romantisch-unromantischen Art  am Sonntag einen wunderschönen Ausflug mit mir gemacht hat - dem aber genau dieses Tüpfelchen Romantik, sprich Händchen halten oder so, fehlte - und ich nun wieder an diesem Frustpunkt angelangt bin, wo ich zuletzt im Juli oder so war...

Also wenn der Herbst so weiter geht - kann es lustig werden. Dann kann ich nur hoffen, dass mir der Psychotest beim Amt meine Unfähigkeit bestätigt (einem Bekannten so widerfahren), und ich mich  gleich für die nächste Therapie anmelden kann...

17.09.2009 um 21:18 Uhr

Neben der Spur

Nun konnte  ich es schon bei einigen von euch lesen, dass es euch heut auch so ging - ich hatte heute ebenfalls einen völlig verqueren Tag... War total neben der Spur. Früh ging es ja noch, aber vormittags wurde ich total müde und bekam Kopfweh - also hab ich mich kurz nochmal hin gelegt. Mittags hat mich meine Tochter geweckt, als sie aus der Schule kam - das war so nicht vorgesehen. Sie musste dann wieder los, weil sie in ein Museum gingen mit der Schule. Ich ging einkaufen und hab mit keiner Silbe dran gedacht, dass sie um 16 Uhr einen Augenarzttermin gehabt hätte - den wir dann natürlich verpeilt haben - wir haben auch nur 4 Monate darauf gewartet. Oh Mann! Aufgefallen ist es mir um 18 Uhr...

Neben Essen, Lesen und Schlafen war dann ab nachmittags gar nix mehr. Hab das Gefühl, ich hab graue Suppe im Kopf - so grau, wie der Himmel den ganzen Tag war. Morgen soll das Wetter besser werden - na hoffentlich!

17.09.2009 um 14:50 Uhr

Hausaufgaben

von: Rabenmutter   Kategorie: Therapeutisches

Stimmung: grau

Gestern hatte ich meine vorletzte Gruppentherapie. Thema war meines, Abgrenzung gegen meine Mum. Die immer noch mein Leben so sehr kontrolliert, die mir das Gefühl gibt, dass sie dem, was sie da großgezogen hat, absolut nicht vertraut und damit auch so gar nicht zufrieden ist.

Nicht, dass ich sie nicht lieb hätte, im Gegenteil, sie ist mir sehr wichtig, sie ist das einzige und letzte Stück Familie meiner Kindheit, das ich noch habe. Sie ist für uns da, und ich kann mit ihr unheimlich viel Spaß haben und über so vieles reden. Ich bin traurig darüber, dass sie nicht glücklich ist. Und manchmal hätte ich sie schon gern näher bei mir, dass man eben mal unter der Woche eben einen Kaffeeklatsch macht oder sowas.

Und dennoch erdrückt sie mich, indem sie jeden Tag anruft. Letzten Herbst in der Reha war das bereits einmal mein Thema, ich habe das dann auch mit ihr ausdiskutiert und eine Weile hatte sie begriffen, worum es ging, und hat nicht mehr täglich angerufen. Wir hatten auch mal die Chance, sie zuerst anzurufen, mal die Chance, das Bedürfnis zu entwickeln, ihr etwas erzählen zu wollen.

Dann mischt sie sich ja in die Erziehung meiner Kinder ein und in mein Leben an und für sich, neulich hatte sie meine Telefonnummer an jemanden von der Vermögensberatung weiter gegeben und ich war stinkesauer, dass sie einem Menschen, den ich nicht kenne, meine Telefonnummer gibt - vom Inhalt des Anrufes ganz zu schweigen. Sie weiß genau, dass es nicht mein Ding ist, Leuten Versicherungen zu verkaufen oder ähnliches, und ich brauch auch keinen, der her kommt und mir sagt, welche Versicherung gerade die preiswerteste ist und wie ich mein nichtvorhandes Geld anlegen soll!

All das war also gestern Inhalt der Gruppensitzung und wir haben dann den Fall durchgespielt, dass ich mit meiner Mutter rede. Es war mega anstrengend und ich war total fertig. Und heilfroh, dass Raven mich abholte. Dass ich jemanden zum reden hatte. Es war eine klassische Zigaretten-Situation (ich rauche ja aber seit Ende Juni nicht mehr). Jedenfalls hab ich die Hausaufgabe bekommen, mich mit meiner Mutter an einen Tisch zu setzen und mich auszusprechen, weil die Situation mich eben krank macht, und mir vorher alles aufzuschreiben, was genau ich ihr sagen will. Heute früh noch hatte ich mir fest vorgenommen, dies gleich heute auch zu tun - und nun fällt es mir unheimlich schwer. Ich habe Kopfschmerzen und bin mir nun nicht sicher, liegt es am wenigen Schlaf letzte Nacht, am Wetter heute - oder an der Hausaufgabe?

17.09.2009 um 09:38 Uhr

Morgens im Park

von: Rabenmutter   Kategorie: Und so weiter...

Stimmung: Ich hätte gern etwas besseres Wetter, einen so sehr grauen Himmel mag ich nicht.

Heute morgen kam ich  so gegen 8:15 Uhr im Park an, um meine Runden zu drehen. Heute mal nicht am Fluss Strecke gemacht sondern nur Zeit abgelaufen, sozusagen.

Im Park gibt es zwei Tischtennisplatten. An einer von beiden steht eine Gruppe Männer. Es sieht aus wie eine geschäftliche Beratung, warum nicht an frischer Luft, denke ich. Doch als ich näher komme, halten alle von ihnen Bierflaschen in der Hand bzw. haben diese vor sich stehen. Ich rieche Zigarrenduft. Und bin verwirrt. Morgens um 8:15 Uhr? Durchfeiert wirken sie nicht... Auch nicht irgendwie verwarlost, obdachlos oder so. Keine von denen, die vorm Supermarkt stehen, Bier trinken und rauchen und damit ihre überschüssige Zeit totzuschlagen versuchen.Sie sidn eher geschäftsmäßig gekleidet.

Ich hab eine Stunde meine Runden gedreht, und die ganze Zeit standen sie dort, rauchend und Bier trinkend. Ihre Gespräche hab ich nicht gehört, kann auch sein, dass sie mir was nachgerufen haben - aber ich habe ja meine Musik in den Ohren und höre nix. Der Anblick dieser Männertruppe hat mich irgendwie verwirrt.

16.09.2009 um 12:53 Uhr

Kastanienzeit

von: Rabenmutter   Kategorie: Vergangenes

Stimmung: sonnig

Heute morgen sah ich sie liegen - die ersten Kastanien, frisch herabgefallen, noch halb in ihrer Schale, braun und glänzend. Wie jedes Jahr bückte ich mich nach der ersten und nahm sie mit. Hielt sie beim Laufen die ganze Zeit in der Hand. Nun wird sie abwechseln in meine Jacken- und Hosentaschen wandern und mich den ganzen Winter begleiten. So ist es seit meiner Jugend.

Damals war es mein Vater. Er hatte immer ab Herbst eine Kastanie in der Jackentasche, angeblich schützt diese vor Rheuma. Vorm Krebs konnte sie ihn nicht beschützen, aber mich erinnert sie jedes Jahr an meinen Vater und diese kleine, liebenswerte Marotte von ihm. Außerdem liegt so eine Kastanie schön in der Hand, sie ist mein Handschmeichler und ein ganz kleines bisschen gibt sie mir das Gefühl, dass er mich durch die kalte Jahreszeit führt, dass ich seine Hand halte - in Form einer kleinen, braunen Katanie.

16.09.2009 um 12:51 Uhr

Vorteil

Stimmung: sonnig

Soeben ist mir ein entscheidender Vorteil des Waschsalons bewusst geworden, der bisher etwas im Hintergrund stand: Es scheißt kein Vogel auf deine frisch gewaschene Bettwäsche!!!

16.09.2009 um 10:23 Uhr

Die Leichtigkeit des Seins

von: Rabenmutter   Kategorie: Therapeutisches

Stimmung: nachdenklich

Wenn man so läuft, hat man ja unheimlich gute Gelegenheit, die Gedanken schweifen zu lassen. Neben den Blicken - heute durch Nebel, es war wunderbar. Es lief sich viel leichter, und wieder bin ich nach 45 Minuten umgekehrt - nur dass ich diesmal einen ganzen Kilometer schon weiter war - und da ich auf den letzten ca. 500 Metern neben einer Freundin herlief, also laaangsam, die gerade auf dem Weg zur Arbeit war, brauchte ich dann für den Rückweg auch 45 Minuten :-)

Ich hätte nie gedacht, dass mir laufen mal sooo gut tun würde. In der Schule war ich die Unsportlichkeit in Person und Laufen der Hass, ich bekam eine Zeit lang sogar Nasenbluten davon... So skeptisch war ich letztes Jahr im Oktober, als es in der Reha hieß: Walking. Nur leicht beruhigte mich die Tatsache, dass es ohne Stöcke abgehen würde. Und dann hat es mich so sehr infiziert... Ich denke sogar schon über den Halbmarathon nach, bin mir aber ziemlich sicher, mich nicht so weit aus dem Fenster lehnen zu müssen - den kann ich mir immer noch fürs nächste Jahr aufheben - allerdings werd ich dann gar nicht mehr die Zeit haben, so viel zu laufen.

Nebenresultat: 2 kg definitiv verloren, da wo vor kurzem noch alles straff weil fettunterpolstert war, fängt es an zu "schwabbeln" - nee, nicht schön, aber nun kommt wieder die Zeit der Massagehandschuhe und Cremes :-) Im Winter sowieso immer. (Also - viel eincremen, meine ich.)

Aber die schweifenden Gedanken - da hatte ich ja angefangen. Ich höre ja beim Laufen Musik, und eines meiner bisherigen Lieblingslieder brachte mich plötzlich stark zum Nachdenken. Es heißt "Ich will brennen" von ASP, hier ein Auszug:

Berühr´ mich lieber nicht
Es hat keinen Zweck
Sonst reißt der Strom aus
Feuer dich noch mit mir weg

Bleib mir lieber fern
Weil es sonst überspringt
Und weil das Fieber
auch in deine Seele dringt

Fass mich nicht an
Sonst kann´s passier´n
Dass wir uns in der Hitze
Dieser Nacht verlier´n

Komm mir nicht zu nahe
Sonst kann´ s geschehen
Dass wir beide
Lichterloh in Flammen stehen

Ich will brennen! Ich will brennen!
Auch wenn danach nur kalte Asche übrig ist
Ich will brennen! Ich will brennen!
Selbst, wenn du meinen Namen morgen schon vergisst
Heißes Licht im Himmelsflug
Mit dem letzten Atemzug
Will ich brennen! Ich will brennen!

 

Jedenfalls kam es mir so in den Sinn, dass ich gar nicht mehr brennen will - sondern leben... Raven hat mir in den letzten Monaten so deutlich vor Augen geführt, wie schön Leben ist - auch ohne zu brennen, in Leidenschaft zu lodern, sondern einfach den Alltag gemeinsam zu genießen. Ich wusste bisher nicht, dass das geht, und ich bin so froh über diese Erfahrung. Das Leben ist wieder richtig schön, und lebenswert.

Und ich verstehe auch, warum mir Angel damals wieder genommen wurde. Ich musste tatsächlich erst zu mir selbst finden. Ihm habe ich das damals zum Vorwurf gemacht... aber er war wohl doch weiser. Eine Welle der Leidenschaft hat uns damals hinweggerissen. Damals habe ich alles getan, damit es ihm gut geht. Aber auf mich zu achten, in mich hinein zu hören, was ich will - das habe ich erst in den letzten 1 1/2 Jahren gelernt. Und sehr viele und große Schritte habe ich wohl in den letzten Monaten gemacht, in denen ein junger Mann mich an die Hand genommen hat - ohne dass mir das bewusst war. Dankbar dafür, dass er am 10. Mai plötzlich mit mir alleine noch losziehen wollte, war ich von Anfang an, denn vom ersten Moment an hat seine Nähe mir einfach nur gut getan. Erschreckt hat mich damals das Datum, denn es war genau 15 Jahre nachdem mir mein Ex-Mann zum ersten Mal über den Weg gelaufen ist. Vermutlich habe ich darum auch so viele Parallelen gezogen - damals ging alles sehr schnell, ich war so sehr ungeduldig, ich war es ja bis vor wenigen Wochen immer noch - aber irgendwie spüre ich im Moment eine solche Ruhe in mir. Mir geht es richtig, richtig gut! Danke, Raven! Und danke auch allen hier, die ihr mir immer wieder mit euren Kommentaren über meine schlimmen Ungeduldsphasen hinweg geholfen habt.

15.09.2009 um 09:39 Uhr

Wetterfest?!

Stimmung: beliebt

Hab ich heut früh noch über meinen Sohn gegrollt, der trotz Husten ohne Pulli (also nur im T-Shirt) und mit nassem Haar davon gerannt ist... Öhm, bin ich dann selbst trotz Nieselregens laufen gegangen - ohne Regenjacke... denn darin schwitzt man immer so! Dann hatte ich keine Lust, bei dem Wetter die ganze Strecke zu laufen - bin nach 40 min. umgekehrt - hihi, somit dennoch im Prinzip die ganze Strecke gelaufen! Man muss sich halt selbst auszutricksen wissen :-)
Der Witz: hab rückzu für die gleiche Strecke beinahe 10 min. weniger gebraucht - häääh??? Torzt gleicher Ampeln und so, und dazu kam noch einige Herumbummelei, weil die Batterie vom mp3-Player leer war (und die 2 mitgenommenen Wechselbatterien ebenso - hmpf!).
Dann komm ich also nach noch nicht mal 80 min. Abwesenheit an meinen Rechner und hab schon wieder 4 neue Nachrichten - nein, kein Spam. Hach, seit wann bin ich so beliebt? ;-)
Und dann bin ich durch die Lauferei auch noch voller Energie. Menno, wohin damit? Muss mich dringend verabreden, damit ich wenigstens ein paar Termine habe...

14.09.2009 um 11:37 Uhr

Auf und davon

von: Rabenmutter   Kategorie: Therapeutisches

Stimmung: hervorragend

...bin ich mir heute gelaufen. Der Rhytmus war wieder da, und ich hab 5 min. weniger für meine Strecke gebraucht, juhu! Es ist auch optimales Laufwetter, nicht so warm, bissel windig... richtig gut. Genau das, was ich jetzt brauchte. Hab mich allerdings vorhin auch mit meinem Physiotherapeuten - hatte heut das letzte Mal Schleim am Arm, sprich Ultraschall - über den Stadtmarathon unterhalten. Er meinte, wenn ich regelmäßig an die 10 km laufe, könnte ich mich locker für den Halbmarathon anmelden. Aber wir wollen es mal nicht übertreiben! Aber die 10 km sind wohl nun ein Muss, muss mich also bald anmelden. Hoffentlich herrscht dann auch so ein Wetter wie heute!

14.09.2009 um 08:50 Uhr

Erbeerwein und Bier

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

... vertragen sich so gar nicht. Jedenfalls nicht in meinem Magen bzw. dann als Gemisch in meinem Blut... Oh wei!

Also als erstes hab ich mit dem DJ Walzer getanzt... DAS ist ja noch zu entschuldigen! Und es war SEINE Idee.
Ich habe mir eine Kerze über mein neues (!!!) Kleid gekippt. Ich hoffe, dass ich es noch retten kann...
Dann hab ich Raven eine SMS geschickt, dass ich ihn vermisse... Oh je... sowas von peinlich... Aber: Er hat mir daraufhin ne Mail geschrieben, und versucht, mich anzurufen. Allerdings: Das Gemisch (Erbeerwein und Bier... wie gesagt) kreiste in meinem Körper. Ich war weder in der Lage, meinen PC anzuschalten noch zu telefonieren, ganz davon abgesehen, dass mein Bärenjunge das Telefon stundenlang blockierte (von wegen, Frauen telefonieren immer so lange...).

Ich war den ganzen Tag krank, schlimm krank. Von wegen Katerpillen oder so ... es blieb ja nix drin. NIX! 24 Std. ausgeknockt... 24 Std. im Bett verbracht (also ... mit Ausflügen zum gewissen Örtchen... sehr regelmäßigen).

Erdbeerwein gibt's zukünftig NUR NOCH ZU HAUSE!