Rabenmutter

31.12.2010 um 18:57 Uhr

Ein kleiner Rückblick

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

...auf die letzte Woche. LONDON!

Ich hatte ja so meine Bedenken wegen des Hinfluges, und wie sich herausstellen sollte, waren sie nicht ganz unbegründet.

Zwar hatte es getaut und kräftig geregnet und als wir am 24. nachmittgs,  wie immer verspätet, zur S-Bahn eilten, regnete es noch. Schnee war kaum noch zu sehen, und besonders kalt fühlte es sich auch nicht an.

Am Flughafen die erste Überraschung - man muss sich jetzt selber einchecken. Nun ja, scheinbar waren wir nicht ganz auf dem Laufenden, wir fliegen halt nicht so oft. Und ehe wir das mit dem Computer raus hatten...! Aber wir schafften es, dann ging es schnell zur Kofferabgabe, Sicherheits- und Passkontrolle und zum Gate. Laut Internet sollte der Flug pünktlich starten, auch bis dahin gab es keine andere Information.

Als jedoch Boarding Time sein sollte, passierte... gar nix. Bis dann nach einigen Minuten jemand vom Bodenpersonal kam und uns auf Deutsch mitteilte, dass das Flugzeug auf Grund der Wetterlage noch nicht landen durfte und man mit 30 min. Verspätung rechnen würde. Eine der Passagiere musste das erst mal den nicht Deutsch sprechenden Mitpassagieren übersetzen!

Tja, und dann war Verwunderung angesagt. Wetterlage? Es regnete doch nur, und kalt war's auch nicht, von wegen Glatteis... also folgte erst mal der Gang ans Fenster und dort das große Staunen - es hatte tatsächlich zu schneien begonnen...

Ehe also das Flugzeug gelandet, entladen, aufgetankt, beladen war... hatten wir dann über 1 Std. Verspätung. Aber abgesehen von einigen leichten Turbulenzen kamen wir gut nach London, wo es erheblich kälter war.

Unser einer Koffer sah auch arg ramponiert aus. Ach und mein Sohn war arg enttäuscht, dass es im Flugzeug nur ein Stück Kuchen zu essen gab.

In Heathrow suchten wir uns erst mal durch zur Ausgabe der Fahrkarten, da ich die Wochenkarten für alle Tarifzonen bereits im Reisebüro bezahlt hatte, nun mussten wir sie abholen. Als wir sie endlich hatten, war der Bus weg. Laut meinen Notizen sollte aber aller 30 min. einer fahren, so dass wir uns rasch  ein paar Sandwiches holten und dann an die Haltestelle begaben - um feststellen zu müssen, dass nach 19 Uhr der Bus nur noch aller 1 Stunde fuhr, juhu... War das kalt!!!

Der Bus fuhr 1 Stunde und 20 Minuten bis nach Croydon.

Dann hatte ich mir im Internet heraus gsucht, wo der Bus halten sollte. Aber: die Haltestelle gab es gar nicht! Auch toll! So fuhren wir also bis Endstaion und mussten dann erst mal heraus finden, wo wir waren... Nun hatten wir allerdings keinen Stadtplan (so weit außerhalb wäre da aber auch nicht drauf gewesen) und ich frage so ungern andere Leute, schon nicht auf Deutsch - gleich gar nicht auf Englisch!

Aber ich bin ja nicht doof und an so einem Busbahnhof sollte es einen Plan geben, und wie  die Straße hieß und wie das Ganze von oben aussehen sollte, hatte ich mir oft genug angesehen - also fand ich schnell heraus, wo wir waren, in welche Richtung wir gehen mussten - und dann leuchtete uns auch schon bald das Traveloge-Schild entgegen. Keine 5 min. Fußweg!

Es machte etwas Mühe, den Portier zu verstehen, irgendwie scheint es in UK sehr in Mode zu sein, kaugummikauendes Servicepersonal zu haben - jedenfalls benahm sich die Frau am Fahrkartenschalter auch schon so... Und zwischen dem Katschen dann irgendwas Englisches genuschelt, priiima!

Unser Zimmer lag im 10. Stock und wir machten es uns gemütlich.

Soweit hatten wir also einen völlig unspektakulär-spektakulären Heiligabend :-)

 

Und das Ganze wird im neuen Jahr fortgesetzt, einerseits sind Fortsetzungs"romane" ja hier ganz beliebt, andererseits möchte ich erst mal allen einen guten Rutsch wünschen und mich auch langsam aber sicher auf die Feier mit Freunden vorbereiten.

Für das neue Jahr wünsche ich allen vor allem Gesundheit, Kraft und Mut. Ich selber gehe mit sehr gemischten Gefühlen in dieses neue Jahr, da ich so gar nicht weiß, was es bringen wird - gesundheitlich, schulisch, persönlich... alles ist gerade in einem Schwebezustand.

Aber ein sehr lieber Freund, der mir heute noch spontan einen Jahresendbesuch abgestattet hat, hatte da einen wunderbaren Ausspruch parat, und den werde ich mir zum Jahresmotto machen. Auch wenn ich nicht, so wie er, katholisch bin.

"Gott hat mich nun einmal so gemacht, wie ich bin. Und wenn ich mich umschaue, dann scheint nichts ohne einen gewissen Plan zu geschehen, also hat er sich auch dabei was gedacht. Also kann und werde ich mich so annehmen, wie ich bin, und das Beste daraus machen. Und mein Leben so, wie es ist, genießen."

In diesem Sinne - alles Gute für 2011!

24.12.2010 um 10:34 Uhr

Weihnachtsgruß

Ich wünsche allen, die hier lesen, ein Frohes Fest!

Ich verabschiede mich also für eine Woche vom heimischen PC - hoffe ich.

Die Koffer sind gepackt und es wurde hoffentlich nichts vergessen. Ein ausgiebiges Weihnachtsfrühstück wird es noch geben, Geschenke und um 14 Uhr verlassen wir dann die heimischen Hallen.

Der nächtliche Nebel hat sich verzogen,  und bisher schneit es auch noch nicht. Also wollen wir hoffen, dass es so bleibt!

 

Schöne Weihnachten euch allen!

23.12.2010 um 12:05 Uhr

Wunderbar...

von: Rabenmutter   Kategorie: Therapeutisches

...wenn man einen Tag vor der anstehenden Urlaubsreise mit Migräne aufwacht...

Hmpf!!!

21.12.2010 um 10:33 Uhr

Schnee

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Stimmung: besorgt

So langsam mache ich mir nun auch Sorgen... ob bei dem Wetter überhaupt eine Möglichkeit besteht, nach London zu gelangen am 24.
Die Nachrichten sagen bisher anderes... und wir können uns nur überraschen lassen. Die Reiserücktrittsversicherung greift in so einem Falle nicht.

19.12.2010 um 17:06 Uhr

Wunschträume

Deine Hand in meinem Haar - wie ein Vogel, der ins geborgene Nest heimkehrt.

Unsere Körper in perfekter Haarmonie, in einem sanften, gefühlvollen Reigen. Vertraut, als kenne man sich schon ewig. Fallen lassen, Geborgenheit spüren. Küsse wie Samt.

Gemeinsam Musik hören, Musik fühlen. Genießen, reden, lachen, Frühstücken gehen, Kinderfernsehen gucken... Geborgenheit.

Wie sehr wünschte ich einen Mann wie dich in mein Leben. Aber nicht dich.

 

17.12.2010 um 13:49 Uhr

Neuro-logisch

von: Rabenmutter   Kategorie: Therapeutisches

Nee, logisch ist hier irgendwie nix...

Ich wurde kürzlich darauf hin gewiesen, dass ich so unzufrieden wirke. Nein, ich weiß, es war nicht böse gemeint, aber ich glaube, ich habe im Moment ein Recht darauf, unzufrieden zu wirken. Und nein, ich ruhe mich darauf nicht aus und ja, es gibt Leute, denen geht es viel schlimmer als mir... dennoch.

Heute also endlich, endlich der Termin beim Neurologen. Ich bin gestern Abend um halb 9 ins Bett gegangen, weil ich ja im Moment immer so zwischen 9 und 10 Stunden schlafe. Natürlich konnte ich aber ganz schlecht schalfen, wachte nachts dauernd auf (dabei schlafe ich gerade gar nicht auf der Magnetmatraze), musste gefühlte 100 Mal pinkeln... Ächz!

Als der Wecker um 6:30 Uhr klingelte, hatte ich das Gefühl, es sei mitten in der Nacht... quälte mich also raus und unter die Dusche, um dann in letzter Minute loszurennen und exakt 8:15 Uhr (für da war ich bestellt) in die Arztpraxis hineinzuschneien - im wahrsten Sinne des Wortes!

Nun, es ist immer eine blöde Situation, wenn man vor einem neuen Arzt sitzt und dann geht es auch noch um Psychosomatik. Wo sich alles so banal anhört und man manchmal selber das Gefühl hat, man sei doch nicht krank, nur faul und müde. Und es sich so doof anhört, wenn man das dann jemandem erklären soll...

Aber der - für mich - neue Arzt ist nett, er hörte sehr aufmerksam zu, er stellte viele Fragen. Machte einige Tests, so Reflexe mit dem Hämmerchen, hinter seinem Finger hinterhergucken etc.

Er schickt mich zum MRT, da er der Meinung ist, ich würde mich nicht nach einer "gewöhnlichen" Depression anhören, ich wirke mehr so erschöpft... und das könnte sehr wohl doch auch körperliche Ursachen haben.

Den Fragebogen wegen der Depression hat er mir dann doch nicht mitgegeben, ich werde auf ein neues Medikament eingestellt (nach Weihnachten) und muss Ende Januar wieder hin. Das heißt also auch, bis dahin geht keine Schule, womit ich diese dann wohl ad acta legen kann...

Aber: die neuen Tabletten sollen auch gegen die Schmerzen helfen. Da ich ja immerzu Kopfschmerzen habe, und er der Meinung ist, dass ich das nur so wahrnehme. Dass irgendwo Informationen falsch übertragen werden...

Und er hat mir versprochen: sie machen nicht dick! Ich will es hoffen. Denn die meisten Antidepressiva machen dick. Wo ich doch so schon, wenn es mir schlecht geht, gerne zunehme...

Im Moment bin ich gerade wieder ganz unzufrieden mit mir, weil eben der Kopfschmerz wieder da ist, ich - obwohl nach dem Arztbesuch nochmal geschlafen - immer noch total müde bin... und ich nicht weiß, was das in London werden soll...

Morgen fahren wir zu meiner Mutter und ich habe kaum Weihnachtsgeschenke, weil ich weniger geschafft habe, als ich gern gewollt hätte. Sie wird es mir nicht ankreiden, das weiß ich, aber ihr Freund. Wirklich Verständnis haben aber beide nicht; heute am Telefon fragte sie mich, ob ich denn wieder besser "gelaunt" sei und hat mit keiner Silbe nach dem Arzttermin gefragt.

Aber zum Glück ist das Jahr bald zu Ende und das neue wird hoffentlich besser.

Was bleibt, ist die Freude über den Schnee!

(Mal sehen, ob Morgen Züge fahren und ob am 24. unser Flieger überhaupt fliegt...)

13.12.2010 um 11:48 Uhr

Sehn-sucht

von: Rabenmutter   Kategorie: Splitter   Stichwörter: ASP

Musik: genau diese

"So geschah's, dass ich das, was ich einst war, vergaß
Nur das eine, von dem ich niemals genas
Lässt sich nicht aus den Träumen entfernen
Und das Sehnen lebt immer noch unter dem kühlen Gras
Zu wandern zwischen den Sternen

Ich fiel aus den Himmeln, dem Nachtlichtermeer
Ja, ich fiel so tief und ich fiel so schwer
Und ich stürzte durch die Schwärze
Und ist es auch ewig und ewig und noch länger her
Trag ich doch die Sterne im Herzen"

aus

ASP
"Ballade von der Erweckung"

08.12.2010 um 17:14 Uhr

Mama, ... bist du krank?

von: Rabenmutter   Kategorie: Therapeutisches

Ich musste für meinen Sohn eine Entschuldigung für die Schule schreiben. Da der Drucker kaputt ist, mit der Hand.

Eigentlich hab ich immer noch das Gefühl (gehabt...), wenn ich per Hand schreibe, weniger Fehler zu machen. Aber es ist wohl wahr - meine Konzentration lässt sehr zu wünschen übrig und wenn ich hier einen Text getippt habe, sitze ich länger an der Korrektur als am Schreiben. Und finde immer noch nicht alle Fehler... ist ja nix Neues.

Einer der Gründe, warum ich mich in keinem Büro mehr sehe. Geht einfach nicht, geht gaaar nicht!

Nun also die Entschuldigung... Den Umschlag hatte ich offen gelassen, und mein Sohn hat gelesen. Kommt danach zu mir und fragt: "Mama, was hast du denn hier für ein Deutsch an den Tag gelegt? Sag mal... bist du krank?"

Schön, Sohn, dass du es nun auch endlich verstanden hast!