Rabenmutter

28.02.2011 um 22:37 Uhr

Zweifel

von: Rabenmutter   Kategorie: Therapeutisches

Schon als ich 2008 das erste mal so richtig in "Depressionen" vefallen bin, wurde mir von allen Seiten zugetragen, ich solle doch mal die Schildrüse untersuchen lassen, weil meine Symptome so sehr nach einer Fehlfunktion derselben klingen würden.

Mein Arzt hat das angeblich auch untersucht und alles für in Ordnung befunden.

Nun wurden letzten Herbst die selben Stimmen laut, und angeblich hat er es wieder untersucht  (im Blut) und es soll okay gewesen sein.

Man muss das als Patient ja auch glauben.

Jetzt gerade werden wieder und immer mehr und mehr Stimmen laut, die mich regelrecht anschreien, dass ich doch mal die Schildrüse testen lassen soll.

Und eine Freundin, nämlich Frau Schwarz, hat sich da mal intensiver rein gelesen und rief mich dann gestern extra noch mal an. Bei ihr stimmen die Blutwerte nicht - aber sie hat keinerlei Symptome, die typisch wären. Aber sie meinte, alles, was mich seit November plagt, würde in die Liste passen. Außerdem steht da wohl drin, dass die Werte im Blut im laufe des Tages schwanken können. Dass möglicherweise morgens (Blut zapft mein Arzt immer vor 8 ab) völlig in Ordnung sein können und im Laufe des Tages dann den Bach runter gehen - oder rauf, ich kenn mich da nicht aus, jedenfalls abweichen bzw. sich verändern. Dass, um ein genaues Ergebnis zu erhalten, mehrere Test nötig sind.

Nun werde ich also, da mein Doc sowieso nochmal ne Blutuntersuchung machen wollte (aller 2 Jahre dieser große Gesundheitscheck ist mal wieder fällig), da nochmal drauf drängen. Übermorgen kommt er aus dem Urlaub wieder, und ich wollte mir sowieso einen Termin holen - erhoffe MRT-Auswertung, Verschreibung empfohlener Schmerzmittel, und nun eben auch den (erneuten?) Test der Schildrüse.

Bin ohnehin am Überlegen, ob ich mal den schwulen Internisten frage, wo ich wegen des Venensacannens war, ob der neue Patienten aufnimmt. Der ist nämlich auch Allgemeinmediziner. Mein Arzt hat im Lauf der Jahre so sehr nachgelassen... Mag schon sein, dass vieles von den Kassen nicht mehr gezahlt wird, aber er ordnet immer eine Untersuchung an und dann wird sich zurück gelehnt. Kein Ergebnis - na, dann ist ja alles in Ordnung. Und nur, wenn ich dann drauf dränge, dass ich nich einfach einen Krankenschein möchte und mich mit den Händen im Schoß in die Ecke setzte, sondern es mir tatsächlich nicht gut geht und ich weitere Untersuchungen und eine Besserung will - dann passiert mal wieder eine andere Untersuchung. Völlig egal, wie lange man krank ist....

Aber ich bin vom Thema abgekommen.

Sollte sich heraus stellen, dass es die Schildrüse ist - ich glaub, dann bekommt der Hausarzt eine Klage an den Hals. Ob das geht? In Amiland werden ja dauernd Ärzte verklagt, aber hier???

Denn wenn es so wäre - dann hätte ich wegen Fehldiagnose sowohl meinen Job verloren als auch jetzt die Umschulung!!!

Da mir ja immer und immer wieder gesagt wird, ich sei so "untypisch depressiv"... und ich ja tasächlich nicht in der Ecke sitze, Trübsal blase und alles düster und Scheiße finde, und auch nicht der Meinung bin, alles sei schlecht und Selbstmord sei die Lösung... Ich pass da nicht rein, ich weiß das. Ich bin echt am zweifeln im Moment. Denn bisher habe ich die Diagnose so hin genommen, weil mir dann immer wieder erklärt wurdw, es gäbe halt verschiedene Formen blah blah blah...

Aber Schildrüse liegt in der Familie und das wäre die logischste Sache überhaupt... und ich glaube, der Bärenjunge hat das nämlich auch. Und nee, depressiv ist der bstimmt nicht...

 

26.02.2011 um 21:04 Uhr

Ich liebe Dich

von: Rabenmutter   Kategorie: Und so weiter...

Das Mäusekind ist schwer verliebt, ich glaube, ich hatte es schon mal berichtet.

In den Sommerferien hat sie ihren Steffen kennengelernt, er ist der Neffe einer meiner besten Freundinnen und eigentlich kannten sie sich schon früher, haben das aber wieder vergessen.

Ich jedenfalls kenne ihn schon, seit er als ca. 6 Monate altes Baby mal bei uns zu Besuch war, mit seiner Mama.

Ich hätte in dem Alter noch keinen Freund haben dürfen (Mäusekind ist 13 und Steffen ist 14), geschweige denn, dass er hätte bei mir übernachten dürfen. Aber die beiden wohnen nun mal in 70 km entfernten Orten und so ist das mit dem regelmäßigen Sehen halt nicht so einfach und beschränkt sich auf die Wochenenden, und da schläft er halt auch hier oder Mäusekind dort, wenn sie hin fährt. Da er allerdings 4 jüngere Halbgeschwister hat, kommt er lieber her.

Aber worauf ich hinaus will - ich finde diese junge Liebe sehr anstrengend. OK, zu meiner Jugendzeit gab es kein Telefon bei uns und auch kein Internet, wenn man miteinander kommunizieren wollte, schrieb man sich Briefe oder traf sich.

Die beiden jedoch, telefonieren jeden Tag stundenlang miteinander. Und wenn sie nicht telefonieren, dann chatten sie übers Internet. Im Internet kontrollieren sie sich dann auch gegenseitig, und beinahe jeden Tag gibt es Zoff aus Eifersucht. "Du hast dem und dem das und das an die Pinnwand geschrieben!" etc. - das Thema wurde grad lang und breit bei Lady_Bright diskutiert. In dem Alter ja noch verständlich, aber dennoch so sehr anstrengend (für mich). 

Ich habe dann versucht, meiner Tochter darzulegen, dass "jemanden zu lieben" nicht heißt, ihn zu besitzen und als Eigentum zu betrachten. Sondern ihm alles Glück der Welt zu wünschen und ihn nicht in seiner Entwicklung zu behindern, im Gegenteil. Dass man sich freuen sollte, wenn der Partner beliebt ist und Freunde hat. Ihn  nicht stundenlang von den Hausaufgaben abhalten sondern wenn, dann sich am Telefeon gegenseitig bei denselben helfen. Denn wenn sie die Schule verhauen - ist es ihre gemeinsame Zukunft, die sie ja so großartig planen und sich zurecht spinnen, die damit den Bach runter geht.

Sie sagen sich auch ständig - nicht nur täglich, sondern beinahe aller 5 Minuten - "Ich liebe dich!"

Beim nächsten Eifersuchtsanfall dann beschwert sich Mäusekind, dass Steffen es wohl gar nicht zu schätzen wisse, wie sehr sie ihn doch lieben würde.

Ich habe ihr dann meine Meinugn dazu gesagt (oh, wie das jetzt klingt... nein, nicht böse... sondern ganz sachlich...) nämlich, dass der Satz "Ich liebe Dich!" etwas ganz Besoneres ist und man denn nicht einfach so daher sagen sollte.  Und auch nicht andauernd, dann wird er zur Routine und man fragt sich, ob er denn wirklich noch so gemeint ist nur nur noch aus Gewohnheit erklingt.

Ich habe ihn - auf Deutsch - bisher noch niemandem sagen können. Weil ich niemanden wirklich so gut kannte und mit niemandem so ein tiefes Vertrauen aufbauen konnte, um ihm wirklich diesen einen besonderen Satz sagen zu können. (Außer Angel, aber dem hab ich "I love you!" gesagt - und das ging irgendwie einfacher. OK, er war auch Angel...er war der EINE.)

Jedenfalls bin ich der Meinung, dass man jemanden wirklich erst sehr genau kennen lernen muss, um ihm das sagen zu können. Und ich habe das Gefühl, viel zu viele Menschen (und damit meine ich jetzt nicht explizit Mäusekind und Steffen - die beiden habe ich nur ständig vor Augen - sondern meine das allgemein, nicht nur auf sehr junge Leute bezogen) sagen ihn einfach so daher. Verwechseln "Ich bin in dich verliebt!" oder "Ich hab dich sooo lieb!" mit "Ich liebe dich!"

Oder sehe nur ich diesen Unterschied???

22.02.2011 um 14:21 Uhr

Kein Notfall

von: Rabenmutter   Kategorie: Therapeutisches

Stimmung: total angepisst!!!

Ich bin wieder da, wo ich vor ein paar Wochen schon mal war. Ich gehe mit Kopfweh ins Bett, und ich wache mit Kopfweh wieder auf.

Kommt noch hinzu, dass sich immer mehr Nebenwirkungen des Medikamentes in mir breit machen, das ich nun seit 3 Woche auf Höchstdosis nehme. Zahnfleischbluten, wirre Träume...

Einmal hatte ich ja schon diese Magenkrämpfe, diese kamen nun am Wochenende wieder. Heftigst. Nicht weichend, trotz Busco*pan, Tee und Kräutertinktur. Zum "Glück" am nächsten Tag "nur" eine leichte Übelkeit. Die sich dann gestern dahingehend steigerte, dass ich nach dem Aufstehen und Einnahme des Medikaments anfing zu erbrechen.

Ohnehin hatte ich am Wochenende schon beschlossen, dass ich gestern zu dem Facharzt für Neurologie und Psychiatrie gehen würde und mein altes Medikament zurück verlangen wollte. Da dieses jetzige ja nicht tut, was es soll, da sich zwar mittlerweile mein Schlafverhalten dahingehend gebessert hat, dass ich "nur noch" nachts schlafe (in meinen Augen zwar immer noch zu viele Stunden), mich trotzdem total erschöpft fühle und ständig Kopf-, Hals-, Zahn- oder Ohrenschmerzen habe, im Laufe des Tages von hier nach da wandernd.

Da ich kein Freund von chemischer Keule bin und mein Magen ja ohnehin empfindlich, nehme ich Asp*irin oder, wenn es Zahnweh ist, Ibu*profen, nur im Notfall, lege mich ansonsten lieber hin und warte, bis es einigermaßen wieder geht.

Jedenfalls war ich gestern den ganzen Vormittag mit Kot*** beschäftigt und brauchte danach ca. 1 Stunde, um einen trockenen Toast und eine Tasse Kräutertee hinunter zu würgen.  Dann machte ich mich mit meiner Tochter auf den Weg zum Facharzt. Nur, um festellen zu müssen, dass der montags keine Nachmittagssprechstunde und dienstags gar keine Sprechstunde hat.

Mein Hausarzt ist bis 1. März im Urlaub und zu dessen Vertretung brauche ich nicht gehen, die kenne ich, die macht nur das Nötigste. Bei meinem derzeitigen Problem würde sie die Hände heben, weil es nicht in ihren Bereich fällt.

Also war ich dann gestern an dem Punkt, weil völlig entnervt, dass ich in die Notaufnahme gehe. Eine Bekannte, die in der Uniklinik in der Neurologie arbeitet, hatte mir schon früher den Tipp gegeben, mal dahin zu gehen.  Aber nach 18 Uhr, da sie mich tagsüber wieder weg schicken würden zu einem niedergelassenen Arzt.

Nachdem ich mich eine Weile hingelegt hatte,  ein paar trockene Salzkekse gegessen und noch ein wenig Tee getrunken hatte, fing ich an, ein paar Sachen und mein Waschzeug zusammen zu packen und fragte meine Freundin Jura, ob sie mich in die Klinik begleiten würde. Wollte das nicht mit den Kindern machen.

So waren wir dann gegen 19:30 Uhr dort und man wollte uns gleich wieder weg schicken, als man hörte, dass ich ein Antidepressivum einnehme. "Damit müssen sie aber in die Psychiatrie!" Nach Aufklärung meinerseits, dass es um extrteme Kopfschmerzen und Nebenwirkungen des Medikamentes geht , hieß es, ich sei damit kein Notfall sondern solle mich an meinen behandelnden Arzt wenden. Also nochmal runter geleiert, was wir vorher schon erzählt hatten - dass der Neurologe vor Mittwoch nicht zu erreichen und der Hausarzt im Urlaub ist. Also hieß es, wir sollten mal Platz nehmen.

Nachdem ein Patient, der nach mir kam aber wohl interessantere Kopfschmerzen als ich hatte, mir vorgezogen und von 3 (3!) Ärzten mehrfach untersucht wurde, inkl. Röntgenaufnahme,  hatte dann, nachdem Jura nochmal nachdrücklich nachgefragt und ins Feld geführt hatte, dass 4 Kinder unbetreut daheim warten, nach 2 Strunden ein (1!) Arzt mal "10 Minuten" für mich Zeit. Während er mit mir beschäftigt war, wurde er 2 mal telefonisch unterbrochen und einmal weggerufen, aber das ist nun nicht das Schlimmste.

Er machte seine neurologischen Untersuchungen - also Reflexe, Finger hinterher schauen und solche Sachen - aber er kontrollierte z. B. nicht einmal meinen Blutdruck. Er hörte sich alles an und sagte mir wieder, dass ich ja kein Notfall sei. Ich versuchte, ihm deutlich zu machen, dass ich seit Oktober/November nun beinahe täglich an den Kopfschmerzen leide, keine Ursache gefunden wird, jetzt noch mein Magen rebellliert, was die Einnahme von Schmerzmitteln, die ich ohnehin nur im allerhöchsten Notfall anwende, auch noch verhindert, und dass ich einfach am Ende mit meinem Latein sei und nur noch endlich geholfen haben möchte.

Er erklärte mir daraufhin, dass ich - und jetzt kommt's! -  wenn ich mit Kopfschmerzen, die plötzlich aufgetreten wären, und ohne vorherige Behandlung von anderen Ärzten, zu ihnen gekommen wäre, ein Notfall wäre. Dann hätte man mich sofort stationär aufgenommen. Aber, da ich ja schon bei 2 anderen Ärzten in Behandlung sei (egal, ob die gerade nicht greifber sind), zudem ohne für ihn ersichtlichen Grund mit Antidepressivum behandelt würde (ich würde auf ihn nicht depressiv wirken - das sagt mir jeder!!!), könne er nichts tun außer mich an die Kopfschmerzambulanz zu verweisen. Meine (wiederholte) Frage, wo die denn sei, wurde nicht beantwortet, sondern mir gesagt, er würde diesen Hinweis in den Arztbrief schreiben und mein Hausarzt (der ja bis 1. März in Urlaub ist!) müsste dann dort telefonisch für mich einen Termin vereinbaren... Der würde schon wissen, wo er anrufen müsste, und wenn nicht, könne man im Internet nachschauen. Selber bräuchte ich da nicht anrufen, das müsse von einem behandelnden Arzt ausgehen...

Fazit: Kopfschmerzen, die plötzlich auftrteten, sind ein Notfall. Kopfschmerzen, die man seit Monaten hat, sind kein Notfall! Müssen auch nicht behandelt werden!

Ach ja, und die Übelkeit sei keinesfalls eine Nebenwirkung. Wenn es eine Nebenwirkung wäre, dann hätte ich vom 1. Tag der Medikamenteneinnahme erborchen.

Ah ja, ich nehme ja auch zum ersten Mal in meinem Leben ein Medikament über längeren Zeitraum und ich habe "noch nie" erlebt, dass mein Magen nach ein paar Wochen rebelliert... Nein, er war der Meinung, ich hätte bestimmt einen Magen-Darm-Virus, das würde gerade umgehen. Ja, klar, ich bin auch erst  5 und kann eine Magen-Darm-Grippe nicht davon unterscheiden... Die ja auch, wenn man sich einmal ausgek*** hat, sich wieder beruhigt, klar. Die man, wenn er mir mal auf dem Bauch herum gedrückt hätte, sicherlich auch erkannt hätte. Oder eben nicht, weil es keine ist.

Ich habe weder gegen die Übelkeit noch gegen die Kopfschmerzen eine Behandlung erfahren! Ich wurde mit einem max. 10-zeiligen Brief wieder entlassen!

Meine Bekannte, die mir den Tipp gab, und die leider gerade in Urlaub ist, war entsetzt!!! Und nicht nur sie, sondern alle, die davon hören... Sie kümmert sich jetzt um den Termin in der Kopfschmerzambulanz.

Ich fühle mich mal wieder von den Ärzten total vera***.

Hab ich auf der Stirn stehen "Nehmt mich nicht ernst!" oder sowas???

Ich nehme also weiterhin das Medikament, denn da es ein ziemliches Hammerteil ist (und zudem noch Kapseln, also ich kann nicht mal geringer dosieren), kann ich es nicht einfach absetzten. Das ruft ziemlich heftige Entzugserscheinungen hervor, die brauch ich nicht auch noch. Ich habe Verstopfung. Mir ist kotzübel und ich habe, verdammt noch mal, KOPFSCHMERZEN!

 

19.02.2011 um 14:39 Uhr

Ich mach mir Sorgen...

Sicher wissen hier alle aus den Medien, dass in Dresden diesmal nicht nur am 13. Februar ein Nazi-Aufmarsch geplant war (wie jedes Jahr am Tag der Zerstörung der Stadt) sondern diesmal auch für heute, den 19. Februar. Die größte Nazi-Demo Deutschlands soll es wohl sein. Dagegen, dass wir sie am 13. Februar hier nicht haben wollen.

Aber wir wollen sie auch am 19. Februar nicht!!!

Von mir aus können sie bei sich daheim demonstrieren, so viel sie wollen - aber, bitte, nicht in unserer Stadt. Wir wollen damit nix zu tun haben!!!

Viele sind per Bussen hergekommen, um den Dresdnern beim Blockieren zu helfen. Letztes Jahr war ich dabei. Diesmal blockiert mich mein Gesundheitszustand, leider, muss ich sagen, denn noch nie haben so viel meiner Freunde und Bekannten sich aufgemacht, um dabei zu sein. Den Nasen zu zeigen "Hier nicht!".

Ich also sitze brav zu Hause, und da kommt soeben eine SMS vom Zwerg: "Bleib ja zu Hause, in der Stadt ist Krieg... Sorry, ich mach mir grad Sorgen!" 

Wie war das noch mit "Es ist ihm nicht so egal, wie er tut!" usw.???

 

15.02.2011 um 14:37 Uhr

Hotel Mama GmbH

von: Rabenmutter   Kategorie: Die lieben Kleinen

Geh mal...

mach mal...

bring mal...

Hol mal...

Aber nicht mit mir, liebe Jugendliche!
Auch nicht, weil Ferien sind...!

11.02.2011 um 11:39 Uhr

Zum Valentinstag

Gestern habe ich mit Jura ein Sektfrühstück gehabt... (Hatte ich bereits in nem Kommi erwähnt.) Eigentlich hatten wir uns vorgestern abends treffen wollen, aber sie war dann (man staune!) eher müde als ich. Der Vorschlag zu dem Frühstück kam dann von ihr, da sie ihren freien Tag hatte.

Es ging darum, dass sie mich in Sachen Zwerg ein wenig aufmuntert bzw. man die ganze Sache auch nochmal bespricht, dabei sieht man ja dann doch manches wieder in einem anderen Licht etc. - darum tun mir eure Reaktionen hier auch sehr gut, danke nochmal!

Jedenfalls kam sie auf die Idee, ich solle ihm doch eine Valentinskarte schreiben und die zurückgelassenen Kondome (nicht von diesem Mal, die hat er irgendwann mal dagelassen - was für mich hieß "Ich komme wieder" aber er meinte dann, es hieß "Hab Spaß auch mit anderen"... na ja, egal) mit rein zu stecken.

Irgendwie erscheint mir das dann doch als Schlag unter die Gürtellinie, zumal mir eingefallen ist, dass er mir, als wir uns kennen lernten, erzählt hat, er hätte noch nie eine Affäre gehabt und würde das gern mal ausprobieren... Dummheit schützt vor Strafe nicht, aber manches hat er wohl einfach nicht besser gewusst.

Also hab ich ihm nun, statt einer Valentinskarte, eine Trauerkarte geschickt. "In stillem Gedenken" steht drauf. Ich hab ihm geschrieben, dass ich es bedauere, dass es so enden musste und es mir auch leid tut, wenn ich in seinen Augen übertrieben oder gar "zickig" reagiert hab. Aber dass sein Drängeln nach meiner Mitteilung, ich möchte keine Affäre mehr mit ihm haben, für mich hieß, er wolle doch mehr.

Dass mir aber jetzt wieder eingefallen sei, es sei für ihn ja Neuland. Also hab ich ihm ein paar Punkte nochmal auseinander gesetzt, was - in meinen Augen - eine Beziehung ausmacht und was der Unterschied zu einer Affäre ist.

Und vor allem, dass seine Frage, ob wir nach Kalendermethode verhüten wollen, für mich eine klare Ansage dazu war, dass wir nun eine Beziehung haben. Und dass es in einer Affäre nicht nur darum geht, eine Schwangerschaft zu verhüten sondern vor allem, sich vor diversen Krankheiten zu schützen...!

Und hab ihm seine Kondome mit rein gesteckt, sicher hat er dazu mehr Verwendung als ich ;-)

(Japp, ein kleines A***loch kann ich schon doch sein...)

Aber ich wollte manche Sachen jetzt einfach nicht so unausgesprochen im Raum stehen lassen. Umgekehrt wöllte ich ja, wenn mir jetzt sowas passieren würde, auch eine Begründung haben bzw. eine Erklärung, was ich denn falsch gemacht hab. Fehler sind da, damit man daraus lernen kann. Wenn man aber nicht weiß, worin der Fehler bestand, wird's mit dem "Daraus Lernen" Essig...

09.02.2011 um 19:30 Uhr

Keine Schweiger-Filme mehr für den Bärenjugen!!!

von: Rabenmutter   Kategorie: Die lieben Kleinen

"Mum, was ist denn los?" fragt mich der Bärenjunge. Er hat meinen heute etwas "männerfeindlichen" Status bei fb gelesen und will wissen, welcher Mann das denn ausgelöst hat.

Meine Kinder kennen ja den Zwerg, also hab ich ihm die Sache grob umrissen. Und dass das Problem hauptsächlich darin besteht, dass die Männer nur noch Spaß haben wollen aber vor allem, was in Richtung Beziehung und Verantwortung übernehmen geht, ganz schnell Reißaus nehmen.

"Keiner will mich haben!" ningel ich dem Bärenjungen vor.

Daraufhin er (altklug wie immer): "Also hör mal, Mum, so kannst du das nicht sehen. Immerhin wollen sie ja mit dir ins Bett gehen, also kannst du nicht darüber klagen, dass sie dich gar nicht haben wollen. Und nun stell dir doch mal vor, keiner wöllte mit dir ins Bett gehen... dann wärst du doch nach ein  paar Jahren total untervögelt... (kurze Pause) ...Mum, ich glaub, ich hab zu viele deutsche Spielfilme gesehen!"

He made my day... :-)

09.02.2011 um 12:26 Uhr

Trotzdem würd ich mich gern weiter mit dir treffen

So, ich habe seine Antwort erhalten.

"Du hast dich in mich verliebt... ich weiß nicht, ob dir das gut tut... na ja, bist erwachsen... Jedenfalls würd ich mich trotzdem gerne weiter mit dir treffen. Aber verlieben werd ich mich nicht - sorry :*"

 Japp- das war's. Hab es ja gewusst.

08.02.2011 um 19:23 Uhr

Ich halt das ni aus...

Spannend, oder?

Da der Zwerg seit gestern sehr kurz und knapp und nur eher unpersönliche Nachrichten beantwortet, hab ich ihm dann vorhin eine SMS geschickt. Diese beinhaltete meine Frage, ob es an mir liegt oder ob er einfach nur seine Ruhe haben möchte, weil er seit gestern so kurz angebunden ist. Oder ob mal wieder SMSen verloren gehen? (Japp, mein Handy spinnt manchmal, jemand schickt mir ne Simse und ich krieg eine, die ich vor Monaten schon mal bekommen hab - und das passierte heute auch.)

Und dass ich darum gerade etwas verwirrt bin.

Antwort: "Musst du ni, bin nur beschäftigt. Viele Grüße vom Zigeuner."

Na, dann ist ja gut..!

08.02.2011 um 15:05 Uhr

Iss mir schlecht...

Oh Mann. Ich bin total nervös. Ich bin doch soooo ungeduldig...

Heute müsste mein Brief ankommen. Wird er sich heute melden??? Was wird er sagen?

Vielleicht schreibt er ja auch zurück... das wird dann dauern. Wie lange muss ich warten???

 

Aaaaaaaargh...!!!

06.02.2011 um 23:42 Uhr

Ein dicker Brief

Endlich, endlich, endlich haben wir uns mal wieder gesehen...

Derjenige, in den ich mich im Dezember verliebt hab... es ist natürlich... der Zwerg.

Ich hatte ihm ja, nachdem ich das Herzmagneten-Buch gelesen hatte,  geschrieben, dass ich keine Affäre mehr möchte und ihn, wenn, dann nur noch auf freundschaftlicher Ebene treffen möchte.

Dann hatt er immer wieder gedrängelt, mich besuchen zu wollen, als es mir so gar nicht gut ging - und ich hatte das Gefühl, er hört irgendwie nicht zu. Aber irgendwie scheint es ihm nicht wirklich anders gegangen zu sein als mir, denn er hatte wohl einfach Sehnsucht...

Na ja, und irgendwann gab ich halt doch nach, weil ich mich mal wieder nach Geborgenheit sehnte - und das Treffen im Dezember hat verdammt gut getan. Aber nach wie vor war ich da der Meinung, dass ich diesen Mann nicht auf Dauer in meinem Leben haben will.

Aber irgendwie... war er verändert. Konnte sich viel mehr fallen lassen, war viel ruhiger und gelassener, erzählte unheimlich viel von sich, gab mir Ratschläge, die nicht nach "Belehrung" klangen und die mir wirklich weiter geholfen haben, und nicht zueltzt - gab mir jede Menge Mut und Energie. Bestätigung und Anerkennung für Dinge, die ich tue oder getan habe. Sowas ist so selten. Und tut so gut. Und das meint er auch ehrlich, er ist ohnehin sein sehr offener, ehrlicher Mensch. Er kann auch irgendwie nichts verbergen, man merkt ihm vieles an.

Nun hatten wir eigentlich im Dezember vereinbart, uns gleich im neuen Jahr wieder zu treffen - allerdings hatte er dann eine Magen-Darm-Grippe (dachte er). Diese hat sich ewig und ewig hin gezogen und er vermutet, dass es eine psychosmatische Sache ist. Dass sich der ganze Streit und Stress mit seiner Ex-Freundin, Streit vor allem auch darum, dass er gern seinen Stiefsohn weiterhin sehen möchte, da er ihn seit Geburt mit aufgezogen hat und der Kleine in ihm die Vaterfigur sieht - und sie will das halt immer wieder verhindern oder ihn damit irgendwie unter Druck setzen.

Dazu macht er ja auch seit ein paar Monaten eine neue Ausbildung und auch an ihm geht diese Art Stress nicht spurlos vorbei. Ähnlich wie damals bei mir, gibt es bei ihm unter der Woche nur noch Schule, Hausaufgaben, Schlafen. War ja bei mir nicht viel anders, nur dass ich halt zwischendrin noch meine Kinder zu umsorgen hatte...

Nun fühlte er sich etwas besser und hatte mal wieder Zeit für ein Treffen. Noch bis Donnerstag war unklar, ob er den Kleinen nun am Freitag oder Samstag nehmen darf, so hab ich ihm einfach gesagt, "Ich nehme den anderen Tag" - ich wollt ihn halt einfach sehen und hab meine weitere Wochenendplanung einfach offen gelassen...

So kam er dann am Freitagabend her. Im Gepäck jede Menge alter Videokassetten, u. a. Livemitschnitte seiner alten Band. Hach - ich hätte ihm als Fan zu Füßen gelegen (leider kannte ich die Band damals nicht) ... ;-)

Leider rief das Video aber viele unschöne Erinnerungen in ihm wach, so dass wir dann doch zu Musik hören und Kuscheln übergegangen sind. Und das sind auch die Momente, die ich mit am meisten genieße. Nur selten hab ich Männer getroffen, die Streicheleinheiten wirklich genießen können. Die sich ganz fallen lassen und mich einfach "geben" lassen... was für ein Geschenk! Das finde ich so wunderbar an ihm.

Dann waren wir ganz verrückt und sind um 23 Uhr zu einem Spaziergang aufgebrochen - und in einem Türkischen Restaurant noch essen gegangen! Mitten in der Nacht :-) Es hat total Spaß gemacht (und lecker geschmeckt). Allerdings hat sein Verdauungssystem das dann doch nicht so gut aufgenommen - obwohl hungrig. Aber er muss halt total aufpassen, leicht verdaulich zu essen, sonst plagen ihn Sodbrennen, Magenschmerzen etc. Es war Huhn mit Reis, dennoch hatte er zu kämpfen...

Er hat mir dann auch erzählt, dass er, obwohl nun endlich von dieser anstrengenden Ex-Freundin getrennt und in der Ausbildung, die er seit Jahren so gern machen will, er im Moment dennoch totale Probleme hat und sehr sehr viel am Grübeln ist und mit sich selbst nicht ganz zurecht kommt. Tendenz Depression, er kann darüber auch ein Lied singen (bei ihm der Grund, warum er der schwarzen Szene damals den Rücken gekehrt hat und auch 15 Jahre lang nicht mal die Musik hörte... inzwischen hört er sie aber wieder. Wohl nich zuletzt auch durch mich.)

Mittags sollt er dann den Kleinen abholen. Eigentlich hatte ich mit ihm frühstücken gehen wollen, aber da wir ja nun erst nachts im Restaurant waren, wäre das einerseits bissel übertrieben gewesen, fand ich - und hätte auch zu viel Zeit in Anspruch genommen. So machte ich für  uns Frühstück im Bett. Er konnte es gar nicht fassen, dass ihn jemand so verwöhnt. Es war so schön... Dann haben wir noch einen wunderbaren Film angesehen, den er mitgebracht hatte - eine Art Film, wie ich sehr mag aber ich habe bisher noch keinen Mann kennen gelernt, der auch solche Filme mag...aber wir hatten ja schon beim letzten Mal zusammen viel Spaß beim Jugendfilme gucken.

Letzten Endes hat er es dann bis zur wirklich letzten Minute hinaus gezögert, zu gehen, was mir zeigt, dass es auch ihm gut getan hat, bei mir gewesen zu sein.  Und als er kaum weg war, kamen auch schon wieder SMSen...

Ich war dann im späten Nachmitag mit meinen Kindern im Kino. "Kokowääh". Uns hat der Film sehr gut gefallen. Und zudem hat er bei mir einiges aufgewühlt...

Jedenfalls hatte ich mich für abends mit ein paar Freunden verabredet, wir wollten alle zusammen zum Metmacher, der neue Sorten abgefüllt hatte und uns zur Verkostung geladen hatte.

Meine Kinder wollten aber im Einkaufszentrum noch ein wenig Bummeln gehen, so dass ich alleine nach Hause fuhr. Und in der Straßenbahn rollten dann die Tränen... Und da der Zwerg ja wusste, dass wir in diesen Film gegangen waren, und außerdem von mir eine Filmkritik haben wollte, schickte ich ihm eine SMS, dass mich der Film ganz schön aufgewühlt hätte und ich ihn lieber mit ihm zusammen angesehen hätte, denn mit ihm hätte ich drüber reden können. Kaum abgeschickt, klingelte das Handy... Allerdings war ich wirklich voll am Heulen und das in der Straßenbahn, telefonieren wäre gar nicht gegangen... so schrieb ich ihm, dass ich ihm für das Angebot unendlich dankbar bin aber es grad wirklich nicht geht, zu sprechen. Da schickte er noch eine ganz liebe, aufmunternde Nachricht.

Dass er sofort für mich da sein wollte, hat  natürlich einiges mehr in mir ausgelöst... War es mir doch Bestätigung, dass ich ihm eben auch nicht egal bin.

Na ja, jedenfalls fällt es mir ja immer schwer, über mich oder meine Gedanken und Gefühle zu reden, sondern ich schreib sie lieber auf. Er hätte sicher lieber heut mit mir telefoniert, aber ich hab ihn gefragt, ob ich ihm nicht einen Brief schreiben darf. "Wenn du möchtest..." kam zurück. Also hab ich ihm einen Brief geshrieben - und der ist unheimlich lang geworden, 6 Seiten, vorn und hinten.

Hoffentlich ist es mir gelungen, das rüber zu bringen, was ich ihm sagen will...

02.02.2011 um 23:32 Uhr

Es geht voran

von: Rabenmutter   Kategorie: Therapeutisches

Ja, vermutlich musste ich wirklich erst mal zur Höchstdosis gelangen. Aber - sowas kann einem doch auch gesagt werden, oder? Vor allem, wo ich doch so uuungeduldig bin - und das in erster Linie mit mir selbst!!!

Jedenfalls ist die Galle wieder brav und die Kopfschmerzen werden auch geringer. Es besteht allerdings ein sehr hoher Sauerstoffbedarf - sprich, viel rausgehen, nur bei offenem Fenster schlafen (brrr, kalt, ich hab 3 Decken!!!) - sonst kommen die ganz schnell wieder.

War heute beim Augenarzt, wollte eigentlich nur einen kurzfristigen Termin, durfte aber gleich da bleiben. Bin etwas kurzsichtiger geworden (hach, das Alter!!!) und bekomme nun eine Fernbrille. Von den Augen aber kommen die Kopfschmerzen nicht!

Bin dann gleich mit einer Freundin, der Schwarzen nämlich, zum Optiker udn sie hat mir beratend zur Seite gestanden. Völlig "neu und spektakulär" wird die neue Brille Schwarz mit Transparent sein...  (Meine bisherige Lesebrille sieht farblich genauso aus!) Allerdings wirkt sie sehr filligran und ist auch wunderbar leicht, mit Titanbügeln. So gibt es an mir dann wenigstens etwas Filligranes ;-)

Und kostet inkl. Komplettentspiegelung nur 75 Euro! *Freu* Ab nächster Woche bin ich dann also auch auf der Straße mit Brille unterwegs... Vielleicht dämmt es aber den kopfschmerz ja ein wenig, wenn das gucken weniger anstrengend wird. Bin außerdem seit 9 Uhr morgens am Stück wach, war außer beim Augenarzt und beim Optiker noch bei der Krankenkasse, bei der Bank und mit der Schwarzen Käffchen trinken, danach mit meinem Sohn Getränke einkaufen, hab 2 Telefonate erledigt, und Gemüsesuppe gekocht. Puh!!!

Morgen dann das MRT...