Rabenmutter

30.06.2011 um 20:31 Uhr

"Mit Erfolg teilgenommen"?

von: Rabenmutter   Kategorie: Therapeutisches

Ich wurde heut begutachtet. Man hat mir allerdings mein Prädikat nicht mitgeteilt...

Von vorn: dass ich einen Antrag auf EU-Rente gestellt hab, wissen Stammleser.

Die Eingangsbestätigung des selbigenen kam gleichzeitig mit einer Information, dass ein Gutachter beauftrag wurde und dem Terminvorschlagt des Gutachters bei mir an. Besser gesagt, der Gutachterin.

Diese ist ein niedergelassene Psychologin/Psychotherapeutin in einer kleinen Stadt. Ich musste eine Dreiviertelstunde mit dem Zug fahren und dort noch ein gutes Stück laufen.

Nun war der Termin auf dem mir zugestellten Schreiben per Hand eingetragen und es konnte sowohl 14:30 Uhr als auch 16:30 Uhr heißen. Also habe ich gestern nochmal da angerufen, um  zu erfahren, wann ich denn da sein sollte. Ich musste eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen.

Bekam dann heute morgen eine Anrufbeantworternachricht zurück - dass sich was verschoben hätte und ich bitte schon um 15:30 Uhr da sein soll.

Das mit dem X:30 gefiel mir nicht so recht, da die Züge immer so fuhren, dass ich immer genau kurz nach halb vor Ort wäre - egal, welchen Zug ich nähme - ich hätte immer eine Puffer von ca. 45 Minuten. Na ja, nützt ja nix...

Ich hatte mir noch die Wegstrecke ganz altmodisch vom Bildschirm abgemalt, da ich auf meine Druckertintelieferung immer noch warte...

Habe mich also hier um 13:30 in den Zug gesetzt, um pünktlich dort zu sein.

Der Bahnhof dort ist ziemlich abgelegen und ich musste ein ganzes Stück laufen - gefühlte 5 km. War bestimmt viel viel weniger! Ich  konnte unterwegs noch Geld und Kontoauszuüge abfassen, was ich daheim doch nicht mehr vorher geschafft hatte - aber meine Bank stand dort am Wegesrand. Sehr nett, das so einzurichten... ;-)

Musste ein bissel suchen, da ich auf meiner Wegeskizze einige (meiner Meinung nach weniger wichtige) Details weggelassen hatte, die aber doch ganz hilfreich gewesen wären, fand mich aber dennoch recht gut und ohne größere Umwege dahin. War dann so gegen 14:45 Uhr dort, musste also zu meinem Termin 45 Minuten warten.

An der Anmeldung wollte man weder eine Krankenkarte, noch die Einladung noch sonst irgendwas sehen, ich sollte mich einfach ins Wartezimmer setzen.

Nun ist es ja die eine Sache, dass so eine Arzthelferin gern den ganzen Tag etwas Radiogedudel um sich hat - mir macht aber das Wetter schon Kopfweh, und dazu dudelte dort also das Radio... Nerv!

Mit mir im Wartezimmer saß noch ein Mann, wie sich später heraus stellte, die Begleitperson einer weiteren zu begutachtenden Frau. Sonst keine Patienten.

Draußen das absolute Mistwetter und meine Kamera hatte ich auch noch vergessen, aber bei dem Nieselregenwindundeisekältewetter mochte ich eh nicht weiter draußen rum laufen, sonst hätte ich ja locker noch ne Runde gehen können.

So saß ich also da. Las ein wenig. Lange kann ich mich aber darauf nicht konzentrieren. Wartete. Las wieder ein wenig... die Zeit schien angestemmt.

Dann, nach über einer Stunde, nahm man mich erstmals "richtig" zur Kenntnis.

Ich wurde  von der Arzthelferin in einen Raum gebeten, wo ein "elektrischer Stuhl" stand. So sah es jedenfalls aus. Ich wurde verkabelt - nen Gumminetz über den Kopf, am Kinn festgeschnallt, überall Elektroden drunter gesteckt, sowie an die Ohren und an die Hangelenke. Als hätte ich es geahnt, hatte ich Schmuck weggeleassen und auch wenig Stylin auf meine Haare verwendet, was sich nun als positiv heraus stellte. Man hätte aber, meine ich, schon im Einladungsschreiben darauf hin weisen können - oder? Vermutlich verlange ich zuviel.

Mancher hätte sicher eine mittelschwere Krise bekommen unter diesem Netz, die Elektroden mussten dann auch noch extra angefeuchtet werden und alles tropfte und triefte... Eklig!

Na ja, es wurden jedenfalls ein EEG und ein EKG geschrieben. (Ohne dies mit mir auszuwerten.) Danach musste ich noch ein paar Fragen beantworten - wo ich wohne, wann ich gestern ins Bett gegangen sei und wann heute aufgestanden.

Dann saß ich wieder im Wartezimmer. Nochmal ungefähr eine halbe Stunde...!!!

Dann rief mich die Ärztin hinein. Und fragte, warum ich eine Reha beantragt hätte.

Öhm - ich teilte ihr mit, ich hätte keine Reha beantragt, sondern einen Antrag auf Erwerbsunfähigkeitsrente gestellt. Eine Reha hatte ich 2008. Davon wusste sie nix - obwohl sie ja von der Rentenkasse beauftragt ist!

"Ja, dann erklären Sie mir mal, warum Sie der Meinung sind, nicht mehr arbeiten zu können!"

Als Erstes erklärte ich ihr mal, dass ich nicht der Meinung bin, dass ich gar nicht mehr arbeiten könnte, sondern dass ich im Moment nicht in der Lage bin, zu arbeiten. Und dass ich, zur Sicherheit, da ich nicht weiß, wie es weiter geht, von diversen Seiten darauf hin gewiesen wurde, einen Rentenatrag zu stellen.

Ob mein Arzt das gutheißen würde? - Ja, tut er.

Ich erzählt ihr jedenfalls im Schnelldurchgang die letzten 3 Jahre. Dank ihrer Nachfragen waren es am Ende die letzten 20 Jahre... Sie schrieb fleißig mit, sicher 6 DIN A4-Seiten, mindestens!

Und stellte mir am Ende immer noch die Frage, wo denn das Problem wäre. Warum ich denn krank wäre. Warum es mir denn nicht gut geht - wo sei der Grund?

Tja, wenn ich das wüsste, wäre ich gut ein paar Schritte weiter...

Ich hasse es, mich quasi dafür rechtfertigen zu müssen, dass und warum es mir nicht gut geht. Ich eiß es nicht! Ja, vielleicht ist es wichtig, weiter einen Tiefenpsychologen bohren zu lassen, wo der Grund liegt - kann schon sein, dass man das eigentliche Problem nicht beheben kann, ohne seine Ursache zu kennen. Fakt ist einfach, dass es mir nicht gut geht, dass ich viel zu viel schlafe, etc. Warum ist mir im Grunde egal - ich möchte nur, dass es wieder besser wird!

Am Ende machte sie mit mir noch ein paar Tests zur Konzentration. Ähnliche musste ich auch schon 2009 beim A-Amt absolvieren, dort am PC, hier auf Papier. Diese dauerten insgesamt wohl keine 10 Minuten. So lange kann ich mich ganz gut auf eine Sache konzentrieren! Aaargh...

Ich bin jedenfalls sehr gespannt, was nun folgt...

30.06.2011 um 12:20 Uhr

Die Bürokratie verfolgt mich!

Heute erhielt ich eine Rückfrage zu meinen Rentenantrag - und frage mich, was da für Leute sitzen...

Man muss in dem Antrag ja auch Dinge, die die schon ewig wissen oder selber entschieden haben, nochmal angeben. So habe ich u. a. angeben müssen, dass ich aus der Versicherung meines Vaters damals Halbweisenrente erhalten habe. Dies nur für wenige Monate, also habe ich auch definitiv angegeben "von... bis...".

Nun die Rückfrage, dass ich angegeben hätte, ich würde Halbwaisenrente beziehen - ob ich diese tatsächlich laufend beziehe oder ob es sich um einen eingestellten Bezug handelt?

a) Mein Vater ist seit über 19 Jahren tot. Also einerseits bin ich für eine Halbwaise zu alt, und ich war zwischendrin verheiratet. Spätestens damit erlischt ein solcher Anspruch! Und die Frage wäre damit beantwortet (dass ich verheiratet war und wie alt ich bin, musste ich auch ausfüllen.. ;-) )

b) Logischerweise erhielt ich damals diese Rentenzahlung von der Rentenversicherung. Also brauchte man doch einfach nur in meine Akte zu schauen - ggf. in die Akte meines Vaters, dessen Rentenversicherungsnummer ich ebenfalls angeben musste - und würde die Informationen intern finden.

Aber nein - man fragt mich, ist wohl der einfachere Weg... ^^

 

29.06.2011 um 14:21 Uhr

...mal wieder ein Hoch auf die Deutsche Bürokratie

Der Bärenjunge hat seine Prüfungen hinter sich gebracht bzw. verpeilt und schließt nun kommende Woche die Realschule ab.

Durch die (über die Schule in die Wege geleitete) Berufsberatung hat er einen eigenen Berater beim Jobcenter, welcher ihn kürzlich zu einem Beratungsgespräche eingeladen hat. Der Einladung lag ein Formular bei, welches man ausfüllen sollte, wenn man den Termin nicht wahrnehmen kann oder will.

Wir haben also ausgefüllt, dass er ab dem neuen Schuljahr voraussichtlich aufs Berufliche Gymnasium gehen wird und daher im Moment keine Berufsberatung benötigt.

Jedoch haben wir von der Schule noch keine schriftliche Bestätigung bzw. keinen Ausbildungsvertrag.

Nun hat der Sachbearbeiter meines Sohnes meinen Sachbearbeiter der Leistungsabteilung beim Jobcenter darüber informiert, dass Bärenjunge ab August eine weiterführende Schule besuchen wird.

Daraufhin hat mir mein Sachbearbeiter einen recht böse klingenden Brief geschrieben, worin stand, dass ich wichtige Informationen zurück gehalten hätte, zu deren Mitteilung ich verpflichtet wäre. Dass ich umgehend für Bärenjungen Schülerbafög zu beantragen hätte. Würde ich nicht den Bescheid innerhalb von 14 Tagen vorlegen, würden unsere Leistungen zum Lebensunterhalt gekürzt.

Moment mal... mir liegt nichts Schriftliches vor, womit ich den Schulebsuch ab Ende August nachweisen könnte. Er hat auch diese Ausbildung noch gar nicht begonnen. Wieso habe ich dann Informationen zurück gehalten?

Und: welches Amt erstellt inerhalb von 14 Tagen einen Bescheid???

Also habe ich nun beim Amt für Ausbildungsförderung angerufen. (Ich! Angerufen! Ich bin so stolz auf mich!) Da habe ich erst mal erfahren, dass eine solch grundlegende Frage nur der für meinen Nachnamen zuständige Bearbeiter beantworten kann. Aha.

Nach mehreren Versuchen habe ich diese Person dann auch erreicht. Und habe folgendes erfahren: Abitur, Berufliches Abitur oder Fachabitur sind nur dann förderfähig, wenn der Schüler aus zwingenden Gründen nicht mehr daheim wohnt. Das heißt nicht, dass er sich mal eben eine eigene Bude sucht, sondern dass er z.B. schon mit Freundin und eigenem Kind zusammen wohnen würde (nur mit Freundin zusammen zählt auch nicht...). Da mein Sohn ja weiterhin hier bei mir wohnt, ist er also grundlegend nicht förderfähig. Soweit das Gesetz, welches dem Jobcenter definitiv bekannt ist.

Allerdings sind wir nun gezwungen, der Form halber einen Kurzantrag zu stellen, welcher auch erst dann bearbeitet werden kann, wenn er die Schule dann besucht, weil die Schule dann ein weiteres Formular ausfüllen muss (was vorher aber nicht ausgefüllt werden kann/darf/whatever).

Dann müssen wir diesen Kurzantrag persönlich dort abgeben, um eine schriftliche Bestätigung zu erhalten, dass wir diesen abgegeben haben, die wir dann dem Jobcenter umgehend vorlegen müssen. 

Schauen wir mal, wie es dann weiter geht - ob sie ihm erst mal die Gelder streichen und dann nachträglich wieder genehmigen...

Hallo - wenn das Gesetz besagt, dass für Schüler, die daheim wohnen, diese Ausbildungsförderung fürs Abitur generell nicht genehmigt wird - warum dann erst diese Tippeltappeltour???

Deutschland, deine Bürokratie...!

25.06.2011 um 21:20 Uhr

Glücklich sein?

Mein Jahresmotto lautet ja (aus dem silvesterlichen Glückskeks):
"Der erste Schritt zum Glück ist der Entschluss, glücklich sein zu wollen."

Ja, ich will glücklich sein. Aber irgendeine höhere Macht scheint absolut dagegen zu sein...

Bin ich wirklich schon in dem "Irgendwas-ist-ja-immer"-Alter???

Okay, wir feiern jetzt das 3. Wochenende. "Früher" hat mir das gar nix ausgemacht. Früher, das war vor 4, 5 Jahren...

Dieses Jahr habe ich das erste Festwochenende - das WGT - auf nur einen Tag reduziert, und war danch sowas von platt und meine Füße total kaputt von dem bissel Rumgelaufe.

Das zweite Festwochenende - BRN - habe ich auf 1,5 Tage reduziert und fühlte mich irgendwie auch völlig zerfeiert, und das, wo ich ja kaum Alkohol zu mir nehmen kann.

Okay, das Abschlusskonzert, das ich dann letzten Sonntag versäumt hatte, wollte ich dieses Wochenende, genauer gesagt heute - beim EHF - nachholen.

Gestern Abend waren wir auch da, die Lady, mein Mäusekind und ich. Okay, Mäusekind ging die meiste Zeit mit einer Freundin eigene Wege, drängelte uns dann aber, nach dem Konzert schneller zu verschwinden, als uns das lieb gewesen wäre - es blieb kaum Zeit, sich von den Musikern und den weiteren anwesenden Freunden und Bekannten gebührend zu verabscheiden. Aber es war ein wunderbarer Abend, trotz des Wolkenbruchs ein schönes Erlebnis.

Und dann fängt heute mitten im Entspannungs-Tagesprogramm - wir waren bei L*U*S*H, haben uns ein bissel verwöhnen lassen haben nun wunderbar zart gepfelgte Hände - meine Galle an, herumzuspinnen. Erst dachte ich ja, okay, ein wenig aufgebläht, das passiert schon mal, wenn man zum Frühstück frische Radieschen und Schnittlauch vom Balkon auf sein Brötchen dekoriert - aber nein, es wuchs sich mal wieder zu einer handfesten Gallenkolik aus, wobei ja meine Galle angeblich super in Ordnung ist...

Mit ständig irgendwelchen körperlichen Gebrechen konfrontiert zu werden, das nervt einfach inzwischen ungeheuer! Zudem man regelmäßig von den Ärzten quasi vorgehalten bekommt, dass es einem ja superprächtig ginge, die Blutwerte sind doch alle in Ordnung - "Was wollen Sie denn?"

Ich möchte ganz einfach auch das fühlen, was die super guten Blutwerte vorgaukeln!

Dann wäre es auch viel einfacher, sich um alles Weitere zu kümmern...

19.06.2011 um 22:50 Uhr

Gesinnungswandel

von: Rabenmutter   Kategorie: Therapeutisches

Nachdem in den letzten Jahren mein Motto war "Lebe jeden Tag, als wenn es dein letzter wäre!" ist es nun wohl eher "Lebe jeden Tag so, dass er nicht dein letzter wird!"

Nein, es ist nicht so, dass ich totsterbenskrank bin - aber ich gönne meinem Körper lieber eine Auszeit, anstatt alles mitzunehmen, was es zu erleben gibt. In der Hoffnung, dass sich dieser Körper bald wieder erholt und ich wieder an mehr Abenteuern teilnehmen kann.

Eigentlich war mein Plan, heute nochmal auf unser Nicht-Stadtteilfest zu gehen und mir noch wenigstens ein Konzert anzusehen. Aber dann fing das Wetter an,  April zu spielen. Und ich wurde müde. Und faul...
Anziehen, rausgehen? Ach nee, lass mal lieber.

Lass einfach den gestriegen Tag der Eindrücke genug sein. So viele Kilometer, wie wie hinter uns brachten. Ein tolles Konzert, dessen Genuss jedoch durch meine schmerzenden Füße geschmälert wurde. Die "Schnapsnase" nach nur 0,1 Liter Honigwein...

Trotzdem war's schön, umringt von lieben Freunden, mit mehr oder weniger überraschenden lieben Frühstückgästen, tiefgehenden Gesprächen, kleinen Lachern am Rande...

Nun war ich sooo müde, kann aber dennoch nicht einschlafen. Gefühlt ist es weit nach Mitternacht - dabei wird es gerade mal 11. Irgendwie ist meine innere Uhr völlig aus dem Rhytmus. Die braucht wohl noch einige Zeit der Erholung.

Ob man mir die gönnen wird? Ich sehe dem Begutachtungstermin am Monatsende mit sehr gemischten Gefühlen entgegen. Die Kraft, die ich vermutlich brauchen werde, um mir diese Auszeit zu erkämpfen - genau die ist es ja, was mir fehlt...

17.06.2011 um 13:25 Uhr

Es kommen trockene Zeiten...

von: Rabenmutter   Kategorie: Therapeutisches

Kaum sind die Temperaturen etwas höher, fängt mein Körper wieder mit der Vorratshaltung an ... will sagen: Ich hab wieder Wassereinlagerungen in den Beinen.
Prima ... :-/

Na ja, ich muss nächste Woche sowieso zum (Haus-)Arzt, da ich von ihm noch Befunde für die Begutachtung (der Rentenkasse) brauche - diese wird am 30. Juni sein.

Mal sehen, was die Ärzteschaft zur Rückkehr der Einlagerungen meint!

16.06.2011 um 23:46 Uhr

Nicht nur Kindermund

von: Rabenmutter   Kategorie: Splitter

Bevor das neue Wochenende losgeht und bestimmt weitere schöne Sprüche hergibt, will ich die 2 besten vom letzten Sonntag mal noch notieren.

Den ersten brachte das Mäusekind: "Ich mag kurze Ponys mit Nasenpiercing!"

Das hatten wir dazu im Kopf: 

Pony

... ein kurzes Pony...

piercing

 ...mit Nasenpiercing.

Das war gemeint:

gothic ...!!!

 

Den zweiten brachte ich - im Gespräch mit der Lady:

Sie: "Frankfurt."
Ich: "Main oder Oder?"
Sie: "Postleitzahl begint mit 6."
Ich: "Frankfurt!!!"

16.06.2011 um 12:45 Uhr

Rabenmutter will's wissen...

...oder: Henna zum Zweiten

 

Da ich ja hier einige gute Ratschläge erhielt, wie ich die Anwendung von Henna positiv dahingehend beeinflussen könnte, um das gewünschte Schwarz zu erhalten, bin ich also dieser Tage noch mal zu L*U*S*H gefahren, um mir ein neues Probestückchen mit dem treffenden Namen "Mama. Caca. Noir." zu besorgen.

Leider ließ ich erstmal 60 Euronen in dem Geschäft... die haben einfach sooo tolle Sachen...

Jedenfalls ist derzeit meine Schwägi in der Stadt und da sie mich gefragt hatte, ob ich ihr blonde Strähnchen machen kann, hab ich natürlich gleich zurück gefragt, ob sie mir auch meine Haare machen könnte. Also haben wir uns gestern zu einem ausgiebigen Weiberfrühstück mit anschließender Haarfärbeaktion getroffen.

Diesmal habe ich es mit Kaffee angerührt, und ich hatte es gaaanz lange auf dem Kopf. 8 Stunden hatte ich eingeplant. Nach 6 Stunden hatte ich aber nur noch einen festen Helm auf dem Kopf, alles angetrocknet. Und am Bröseln, igitt... Da hab ich dann fix noch mein Kontraststrähnchen eingepinselt und danach mit dem restlichen Kaffee und mit nur lauwarmemWasser ausgespült .

Okay, das Braun ist dunkler geworden als beim letzten Mal... doch diesmal wusste ich mir zu helfen: ich hab ja ein ganzes Sammelsurium bunter Farbtöfpchen von Direc*tions. Darunter ist auch ein dunkles Blau, und das hab ich einfach drüber geschmiert. Voilá - ein schönes Blauschwarz entstand :-)

07.06.2011 um 23:58 Uhr

Sind sie wirklich so... doof? ...leichtgläubig? ...naiv?

Um wen es geht?

Um Männer im Allgemeinen - um den Zwerg im Besonderen.

Nach unserem letzten Kontakt, wo er mir ausdrücklich nochmal mitteilte, dass er sich seine nahe Zukunft auf jeden Fall nur ALLEINE vorstellen könne, hatte ich nichts mehr von ihm gehört.

Nun fragte mich Jura, ob ich nicht jemanden kennen würde, der im Sommer aufs SF-Festival fährt. Sie würde auch gern fahren, hat auch kein Problem, dann dort ihr Ding zu machen, würde aber gern mit jemandem zusammen hin- und zurück fahren.

Da fielen mir nur der Zwerg und sein Busenfreund, der Zigeuner, ein - die hatte Jura auch beide schon letztes Jahr beim Stadtteilfest getroffen, also für sie keine gänzlich Unbekannten und umgekehrt.

Also schickte ich dem Zwerg eine SMS mit der Anfrage, ob er zu besagtem Festival führe und wenn ja, ob sich Jura anschließen dürfe. Erklärte kurz, dass und woher er sie kennt.

Er gestattete mir mit einem Grinsegesicht, ihr seine Kontakdaten zu geben. Dass er Jura "interessant" findet, hatte er mir damals schon verklickert...

Da ich ihn nun einmal "an der Strippe" hatte, fragte ich auch gleich noch, wann er denn gedenke, seine Videos mal abzuholen. Er hatte nämlich bei seinem letzten Besuch anstatt der nur 2 Bandvideos (er war früher in einer kleinen Band) eine ganze Einkaufstüte voller Videofilme mitgebracht und diese hier gelassen. Da stehen sie nun, und wo ich gerade im Aufräumwahn bin, stören sie um so mehr.

Daraufhin bekam ich die Information, dass er leider sehr sehr wenig Zeit habe, einerseits würde ihn die Ausbildung sooo viel Kraft und Zeit kosten (Ach was???), und das wenige Bisschen Freizeit, das er noch hätte, würde er aufwenden, um der Mutter seines zukünftigen Kinder das Leben angenehmer zu gestalten.

Ach was, ein Baby?  Nun schau mal einer an. Ich konnte es mir natürlich nicht verkneifen, zu bemerken, dass er ja auf gar keinen Fall eine feste Beziehung wollte. Fragte aber nicht, wer denn die Glückliche sei.

Und dann kam DER Knaller!

Er erzählte von sich aus, dass die Mutter seines Kindes keine Andere ist als diejenige "Ex"-Freundin, von der er sich seit unserem ersten Wiedersehen "trennte". Die ihm ja soooo zusetzte, ihm das Leben zur Hölle machte, mit seinen Gefühlen spielte...

Sie war ja auch sooo eine schlechte Mutter für ihre Kinder, kümmerte sich nicht richtig, wusste nicht mit Ämtern umzugehen und so weiter und so fort - die Liste ließe sich weiter fortsetzen.

Einmal hat er es ja sogar gebracht, zu bemerken, dass, wenn sie nur ein ganz klein wenig so wäre wie ich - er sie sofort heiraten würde!!!

Bei jedem unserer Treffen teilte er mir freudestrahlend mit, dass er es nun endlich geschafft hätte, sich gänzlich und endgültig von ihr zu lösen, aber wegen ihres Jüngsten (der in ihm den Vater sieht, weil er seinen richtigen Vater nicht kennt)  ja weiterhin mit ihr Kontakt halten müsse, und daher auch manche Kompromisse eingehen müsse, usw. usf., das muss ich jetzt nicht auswalzen.

Jedenfalls machte er sie immer sowas von schlecht und heulte mir jedes Mal die Ohren voll, bis ich dann irgendwann sagte, dass ich davon nix mehr hören mag und entweder, er verkneift sich diese Berichte oder er lässt es bleiben, mich zu treffen. Er verkniff sich die Berichte...

Ja, und jetzt schrieb er, dass er gedacht hatte, diesmal sei er nun endlich soweit, sich wirklich von ihr zu trennen, er wollte sie gerade endgültig aus seinem Leben katapultieren, als in der Abschiedsnacht (!!!) neues Leben entstand. Keiner hätte damit gerechnet, am allerwenigsten er....

Moment mal... diese Frau hat, nach seinen Erzählungen, bisher 3 Kinder von 3 verschiedenen Männern. Keines der Kinder wurde (laut seiner Aussage) innerhalb einer Beziehung geboren, sondern immer, wenn diese bereits gescheitert war.

Sollte dieser Mann, mit dem man sich wirklich gut unterhalten konnte und der einen sehr intelligenten Eindruck machte, tasächlich so naiv sein,  zu glauben, dies sei zufällig passiert???

Wie blöd muss man sein???

Und natürlich bleibt er nun bei ihr und kümmert sich und tut und macht und freut sich auf den kommenden Nachwuchs... ich hab mir jeglichen weiteren Kommentar verkniffen.

Ich werd ihm seine beiden Bandvideos, welche er als einzige zurück haben will, in einen großen Umschalg stecken und hin schicken. Die restlichen verschenke ich, ich weiß auch schon, an wen.

Nein, ich mag ihn nicht persönlich sehen, denn ich wette - er hätte dann soooo schlimme Erlebnisse, die er unbedingt jemandem erzählen müsste...

Vergiss es, Zwerg!!!

07.06.2011 um 12:41 Uhr

Überweisung ins Schlaflabor

von: Rabenmutter   Kategorie: Therapeutisches

Im April hatte mir mein Facharzt gesagt, ich solle mal ins Schlaflabor, weil er der Meinung ist, dass ich evtl. unter Schlafapnoe leide und dies überprüft haben möchte.

Leider hatte ich ihn misverstanden, da er formuliert hatte, er melde mich im Schlaflabor an - also ging ich davon aus, er hat mich da angemeldet, die kontaktieren mich wegen eines Termins. Es kontaktierte mich keiner, so dass ich letzte Woche nochmal nachfragte - und erfuhr, dass ich mich schon selber kümmern müsse.

Prima...

Es gibt hier, soweit ich gefunden habe, 2 Schlaflabore. Habe mich also gleich ans Telefon gehängt. In dem einen habe ich auch direkt einen Termin erhalten - für den 18. Januar 2012!!!

Bei dem anderen hat man nur einen AB dran, der darüber informiert, dass man den Überweisungsschein mit der Post hinschicken soll, dann wird man wegen eines Termins zurück gerufen. Da bin ich ja mal gespannt, ob man dort früher einen Termin für mich hat...

06.06.2011 um 21:44 Uhr

Bagdad?

von: Rabenmutter   Kategorie: Splitter

 Hat die Rechtschreibreform weltweit Kreise gezogen?


couscous