Rabenmutter

29.07.2011 um 00:59 Uhr

Ein unvollendetes Kapitel

Seitdem Jura das Thema Zwerg wieder auf den Tisch gebracht hat, geht er mir wieder ununterbrochen im kopf herum. Der arme Kerl, ihm müssen schon gewaltig die Füße weh tun... ;-)

Ich leg mich abends ins Bett, mache meine Augen zu - und sehe seine Augen vor mir.

Ja, er hat mich sehr beeindruckt. Diese Harmonie vom ersten Moment an. Diese zufälligen Übereinstimmungen, die in meinen Augen nicht wirklich Zufall sein können - wir haben die gleichen Initialien, im Abstand von einer Woche (okay, und 2 Jahren) Geburtstag und auch sonst einige Gemeinsamkeiten. So einem Menschen, dem man einmal über den Weg läuft und ihn dann monatelang sucht, weil er einem einfach nicht aus dem Kopf will - dem begnet man nicht alle Tage. Mir jedenfalls ist das zum ersten Mal passiert.

Ja, natürlich war ich es, die die Verbindung abrupt abgebrochen hat - weil seine Bemerkung, die er in dem Moment machte, mich sehr getroffen hat. Zu dem Zeitpunkt hätte das so nicht kommen dürfen. Daher empfand ich es für besser, ihn aus meinem Leben erst mal heraus zu halten.

Das sich sein Leben in gewisser Weise seither im Kreis gedreht hat und er nun wieder mal an dem selben Punkt steht wie damals, weiß ich nun durch Jura. Dass er mich nicht vergessen hat, auch. Und dass er mich lieb hat...

Dass er im Moment alles andere brauchen kann als eine neue Beziehung, kann ich mir natürlich gut vorstellen. Er schrieb mir vor ein paar Wochen, er freue sich auf das Baby "Wie ein Fünfjähriger auf seine erste Eisenbahn". Ich habe ihn als sehr pflichtbewussten Menschen kennengelernt, und als solcher war er nun selbstverständlich für die Mutter desselben da und versuchte, ihr das Leben zu erleichtern. Dass sie sich aber nun wegen seines Kindes nicht verändern wird, dass ist ihm erst Monate später klar geworden. Na ja, wer von uns macht sich nicht immer wieder solche Hoffnungen und glaubt, dass alles doch noch irgendwie gut wird... Nun hat er ihr also mitgeteilt, dass seine Liebe für sie erloschen ist - da hat er lange mit sich gekämpft, das weiß ich - und er würde nun am Liebsten seinen Ziehsohn und das Baby nehmen und ganz weit weg gehen. Den beiden ein toller Vater sein wollen, weit weg von allem, was sein und ihr Leben irgendwie negativ beeinflussen kann.

Das wird nicht gehen, denn er steckt einerseits mitten in einer neuen Ausbildung und diese ist seine Berufung, er hat - trotz all dieses persönlichen Ärgers - super Noten und hängt sich da voll rein. Als Vater braucht er ja auch einen Beruf, also wird er diese Ausbildung nicht einfach aufgeben (weder wollen noch können), zumal es ohnehin schwer für ihn wird, die Kinder zu bekommen - eins ist nicht seins und das andere wird ein Baby, wo er schon mal den Nachteil hat, es nicht stillen zu können. Sie muss zwar schon Erziehungshilfe vom Jugendamt in Anspruch nehmen, dennoch wird der Kampf für ihn ein schwerer werden, am Ende vielleicht gar scheitern.

Um all dies weiß ich... und doch habe ich ihm heute geschrieben. Nicht viel, nur ein paar Worte. Eigentlich wollte ich ihm nur ein Symbol zukommen lassen, ohne Namen, er würde wissen, dass es von mir ist. Dann jedoch kam mir das irgendwie blöd vor - ich stehe ja zu dem, was ich da tue.

Und so habe ich ihm geschrieben, dass, falls er den Mut, sich fallen zu lassen, wieder finden sollte... ich gerne da wäre, um ihn aufzufangen...

28.07.2011 um 19:04 Uhr

So viel Neues...

Eigentlich ein Eintrag, der auch in mehrere Kategorien passt bzw. Teile aus mehreren Kategorien hat. Ich will aber nun nicht an einem Tag 3 Einträge verfassen, wär ja auch blöd...

1.)

Der Bärenjungenmäusekindsvater hatte sich für heute angemeldet. Er müsse wegen der Unterhaltszahlung noch ein Formular ausfüllen und bräuchte dabei meine Hilfe, weil Angaben zu den Kindern gefragt sind, die er aktuell nicht weiß. Also, er hatte mich um einen Termin gebeten und ich hatte ihm den heutigen Nachmittag angeboten.

Ich weiß ja, dass er und seine neue Freundin nicht viel Geld haben. Ich weiß aber auch, wofür sie ihr kleines Geld ausgeben, darum kann er von mir kein Mitleid mehr erwarten.  Daher hatte ich ihm ein Schreiben vorbereitet, mit den Bankverbindungen der Kinder und meinem Vorschlag, wann und wie er zahlen soll. Haben das auch nochmal besprochen, ein paar kleine Veränderungen vorgenommen, aber am Ende das Blatt beide unterschrieben und somit sollte er nun zahlen. Bin ja mal gespannt.

Das Formular, was es auszufüllen gab, was für die BfA, kein Problem, haben wir zusammen ausgefüllt.

Was ich sehr interessant fand - Dank der Berechnungen vom Jugendamt weiß ich ja, was er in etwa verdient - dass seine Freundin monatlich unter 20 Euronen Stütze bekommt... ansonsten bekommen sie nur Wohngeld, welches direkt an den Vermieter geht. Sehr vernünftig, finde ich - wird bei mir nicht gemacht, obwohl ich da auch seit Jahren drum bitte. Weiß nicht, wieso das bei denen funktioniert, dabei müssten wir ja den selben Bearbeiter beim Amt haben (weil: selber Nachname). Egal.

War jedenfalls ein entspanntes Aufeinandertreffen, sein Gebarme hebt mich nicht mehr an und auch nicht seine abertausend Entschuldigungen, warum er sich nicht mit den Kindern treffen konnte oder kann - diese Erklärungen ist er nicht mir schuldig, sondern seinen Kindern. Und wenn die irgendwann gar keinen Bock mehr auf ihn haben, muss er die Suppe auch selber auslöffeln...

2.)

Danach habe ich es sogar noch geschafft, aufs Bürgerbüro zu fahren und einen Antrag für einen Bürgerpass zu holen, was ich seit Wochen vor mir her schiebe. Und hatte denselben auch im Handumdrehen ausgefüllt, letzte Bescheide kopiert und flugs wieder hin geschafft. Super, in exakt einer Woche können wir die Pässe dann schon holen, und dann ab September verbilligt Bus und Bahn fahren und andere Vergünstigungen nutzen. Bisher war die Antragstellung so kompliziert, dass ich es irgendwann einfach gelassen habe, da es mir zu blöd war, aller 6 Monate 50 Seiten Belege zu kopieren, die denen alle schon vorlagen. Ist jetzt alles viel einfacher geworden und wie gesagt - dauert auch nur noch eine Woche bis zur Ausstellung. Tolle Sache! Es gibt mal ein Amt, das schnell arbeitet!

3.)

Dann hat Jura mit dem Zwerg gesprochen. Nein, umgekehrt - der Zwerg hat mit Jura gesprochen. Lange, seeehr lange. Sie hatte ihm ja "ihre Meinung" gesagt, und das hat ihm wohl keine Ruhe gelassen. Außerdem brauchte er sicherlich auch ihre Fachkenntnisse.

Jedenfalls hat er wohl nun der zukünftigen Mutter seines Kindes mitgeteilt, dass er sie nicht mehr liebt. Er hatte sich ja sowieso von ihr trennen wollen, solange ich ihn kenne, aber da er halt seinen Ziehsohn weiterhin sehen wollte, hat sie ihn immer und immer wieder um den kleinen Finger wickeln können.

Ob er den Absprung diesmal schafft, sei noch dahin gestellt. Er ist jedoch Willens, das jetzt durchzuziehen.

Jedenfalls hat er Jura erzählt, er könne sich mit mir keine Beziehung vorstellen, weil "er nicht genug Kraft hätte, um mich auf Dauer aufzufangen". Hääää? Wieso muss man mich auf Dauer auffangen? Und beruht sowas nicht auf Gegenseitigkeit? Wer hat denn stundenlang sein Herz ausgeschüttet, das war doch eher er...

Ich fürchte, er hat einen viel zu hohen Anspruch an sich selbst. Alle Fehler, die seine Eltern gemacht haben, will er auf gar keinen Fall wiederholen - und ich fürchte, dadurch macht er noch schlimmere Fehler. Er macht es sich selbst unheimlich schwer.

Na ja, jedenfalls hat er Jura erzählt, dass er mich aber immer noch ganz doll lieb hat... Au weh. Da isses wieder... Das Kind Hoffnung mit seinen zerschlagenen Knieen...

26.07.2011 um 13:07 Uhr

Antworten

So, mal schauen, ob ich den Beitrag von gestern Abend, wo alles frisch war, noch irgendwie zusammen bekomme...

Ich hatte gestern mit Mr. Grey gechattet.

Wir erinnern uns...  http://www.blogigo.de/rabenmutter/Kapitel-Neun/266/

Für die, die nicht nachlesen wollen - ich war mal total in ihn verknallt, bin dann mit ihm zu einem Festival gefahren - also, nur mitgefahren - dort haben wir uns zusammen betrunken und endeten in einer wilden Knutscherei. Jedoch beschwor er mich die ganze Zeit, ich solle mich "bloß nicht in ihn verlieben".

Meinen Zeltnachbarn zufolge, soll ich ihn dann mit Engelszungen bekniet haben, doch mit in meinem Zelt zu übernachten (...es wird wohl eher nur ein großes Gelalle gewesen sein...), was er jedoch abgelehnt hat und dann wohl mit denen weitertrank. Kann ich nicht beurteilen, ich lag in komatösem Schlaf in meinem Zelt ;-)

Jedenfalls hatte er mir danach auch noch angeboten, doch wieder mit ihm dahin zu fahren, aber ich hatte die letzten beiden Jahre gecancelt - letztes Jahr wegen der Ausbildung.

Nun steht dieses Festival wieder ins Haus, und dieses Jahr lasse ich mir die Teilnahme nicht nehmen!

Bei der Planung gab er einiges hin und her, wer fährt wie hin und mit wem etc., und für mich der zusätzliche Planungspunkt, wie komme ich danach von dort aus Richtung Norden, da ich eine Einladung habe, da ein paar Tage Urlaub zu verbringen. Die Familie meiner Freundin Jura hat da ein Häuschen.

Nun war mir zu Ohren gekommen, das Mr. Grey ebenfalls plant, nach dem Festival an die See zu fahren, also wagte ich die Anfrage, ob ich denn ggf. mit ihm fahren könne - was viel einfacher wäre, als gefühlte 20 mal umzusteigen und den ganzen Tag in Zügen und auf Bahnhöfen zu verbringen... Zudem noch mit vollem Gepäck, da Zelt und Schlafsack evtl. auch dort benötigt werden, da das Häuschen wohl irgendwie nun überbelegt sein wird.

Jedenfalls fragte er mich, ob es denn in meinem Urlaubsquartier die Möglichkeit einer Aufbettung gibt. Ich leitete die Frage an Jura weiter und bekam zur Antwort, wenn wir uns ein Bett teilen würden, dann wäre das kein Problem.

Diese Antwort wiederum gab ich so an Grey weiter - mit einem Zwinker-Smiley hinterher und der Bemerkung, dass ich ihm jetzt hoffentlich keine Angst gemacht hätte...

Woraufhin er mir schrieb, er hätte "noch nie ein besseres Angebot bekommen"! Häääää???!!!

Ich hab das dann mal so im Raum stehen lassen, und er wollte die Entscheidung nochmal überschlafen. Mal sehen, was nun kommt.

Die zweite Antwort kam vom Zwerg. Sozusagen. Indirekt...

Jura hat derzeit ein recht inniges Verhältnis zu dessen bestem Kumpel, dem Zigeuner. Daher, dass die beiden Namensvetter ganz dicke befreundet sind, trifft sie halt auch öfter mal auf den Zwerg.

Un kürzlich kamen wir irgendwie im Gespräch auf ihn, und sie meinte, wenn er ihr noch einmal was vorjammern würde, dann würde sie ihm mal die Meinung sagen.

Ich fragte, ob er denn immer noch wegen der Mutter seines zukünftigen Kindes (so nannte er sie) rumjammern würde, aber sie meinte, nein, ganz allgemein und wohl  berührt von dem, was Jura und der Zigeuner da grad (er)leben,würde er sich immer wieder beschweren, dass er auch so gern eine Beziehung hätte, wo er "einfach nur er selber und einfach nur lieb" sein müsse.

Und Jura weiß ja, dass er bei mir diese Chance gehabt hätte. Ich gab ihr mein OK, dass sie ihm das ruhig so sagen könne.

Nun hat er wohl mal wieder eine seiner Tiraden losgelassen, und Jura hat ihm die Meinung  gesagt. Woraufhin er meinte, er hätte darum mit mir keine Beziehung haben wollen, weil er "nicht bereit sei, in eine Frau nochmal sowas wie Liebe zu investieren".

Aaaah ja....

 

Edit: Es war wieder alles weg und ich musste mich neu anmelden. Doof! Aber diesmal hatte ich ja alles gespeichert... Trotzdem blöd.

26.07.2011 um 01:05 Uhr

Ich kotz ab!!!

Gerade an einem langen Eintrag gefeilt und wie ich veröffentlichen will, schmeißt mich blogigo auf die Startseite zurück und alles ist weg... hallooooo???!!!!!!

24.07.2011 um 16:42 Uhr

Hoffnung

von: Rabenmutter   Kategorie: Splitter

Ich muss hier einfach mal etwas festhalten, was sich aus einem Chat mit der Lady herausgelöst hat, seither in meinem Kopf herum kreiselt und was ich nicht vergessen möchte.

"...und da war es wieder, das dumme Kind Hoffnung, das nach einem gewaltigen Sturz sich mit zerschrammten Knieen wieder aufrappelte und weiterrannte. Und sich auch noch über die hübschen Pflaster freute..."

23.07.2011 um 13:01 Uhr

Und noch ein Schritt

von: Rabenmutter   Kategorie: Alles was mein Herz begehrt   Stichwörter: Angel

"Lieber Melville,
ich hoffe, die Informationen, die ich dir schickte, haben der Familie und vor allem dem Baby geholfen!
Übrigens, die Ärzte haben die Idee mit dem Tumor wieder verworfen und es ist "nur" eine Depression, ich habe jetzt eine vorübergehende Rente beantragt und hoffe, irgendwann eine Therapie zu bekommen, die mir wieder etwas Kraft zurück gibt...
Es tut mir leid, aber ich muss dich hier aus meiner Freundesliste löschen, da ich die Vergangenheit hinter mir lassen muss. Die Zeit mit dir wird immer einen Platz in meinem Herzen und in meiner Erinnerung haben, aber ich muss nach vorn schauen, in die Zukunft...
In Liebe, Rabenmutter"

22.07.2011 um 23:30 Uhr

Pictures of an Angel

Angel hatte mich vor einer Weile im Gesichtsbuch angeschrieben. Hatte sich erst dafür entschuldigt, sich so lange nicht gemeldet zu haben, um dann ein paar Fragen bezüglich der angeborenen Fußfehlstellung des Bärenjungen loszuwerden.

Mein Bärenjunge wurde mit beidseitigem Klumpfuß geboren und mehrfach daran operiert - erfolglos 3 mal in der Uniklinik Dresden, erfolgreich in der Uniklinik Heidelberg dann kurz vor seinem 5. Geburtstag.

Jedenfalls hat Angel wohl ein befreundetes Paar, das ein Baby mit einem verkrüppelten Fuß hat - ob es nun ein Klumpfuß ist, hat er so genau nicht geschrieben - jedenfalls wollten die Ärzte dort dem Kind den Fuß amputieren.  Daher hatte er mich um Kontaktadressen gebeten, die an die Ärzte dort weitergeleitet werden sollten, damit diese sich eine Meinung ausländischer Spezialisten einholen können.

Allerdings bin ich mir nicht mehr sicher, ob er Ärzte in Neuseeland gemeint hat - da ich diese Woche entdeckt habe, dass er mit seiner "neuen" Freundin in Spanien ist.

Natürlich habe ich sofort nach seiner Nachricht im Internet recherchiert, ihm die betreffenden Links zur Klinik in Heidelberg gemailt, und da er kurz anfragte, wie es uns gehe - hab ich ihm kurz beschrieben, was hier los ist.

Also von den Kindern, aber natürlich auch meinem Krank - damals war die Diagnose Hypophysentumor noch aktuell.

Da wir ja vor einer Weile mal gechattet hatten, Angel und ich, und sich das damals sehr gut anhörte und -fühlte,  sehr nach einer immer noch existierenden Freundschaft, hatte ich nun erwartet, dass Angel sich bald wiederzurück melden würde. Man sorgt sich doch um Freunde... und erst recht doch um jemandem, dem man mal ewige Liebe und Treue geschworen hat, das Schicksal aber andere Pläne hatte...

Jedenfalls hatte er mir noch bei unserem Chat geschrieben, dass ich in seinem Herzen auf ewig einen Platz habe.

Tja - nun kam jedoch... nichts. Nicht mal ein Dank dafür, dass ich ihm die gewünschten Informationen geschickt hatte. Das hat mich sehr enttäuscht.

Und so habe ich dieser Tage mal ein wenig auf seinem Profil herum gestöbert und mir seine aktuelleren Fotos angeschaut. Und der Mensch auf diesen Bildern - ist mir völlig fremd. Nichts erinnert mehr an meinen Angel. Natürlich habe auch ich mich in den letzten 5 Jahren verändert, aber Angel ist 5 Jahre jünger als ich - und der Typ auf seinen Fotos - ist in meinen Augen ein alter Mann. Nichts, absolut nichts haben mir diese Bilder gegeben.

Doch es hat gut getan, sie anzusehen. Denn ich habe gemerkt, dass ich nicht dem Menschen hinterherträume, sondern einfach nur den Gefühlen und Erlebnissen, die wir hatten. Und selbst wenn er wieder käme - der Zauber wäre verflogen. Denke ich, natürlich weiß ich nicht, was ich ggf. in seinen Augen sehen würde, wenn er vor mir stünde.

Irgendwo in meinem Inneren habe ich jedoch das Gefühl, wieder einen Schritt voran gekommen zu sein.

 

20.07.2011 um 12:14 Uhr

Wie blöd kann Mann sein

Ich hatte ja schon mal berichtet, dass der Vater meiner Kinder, also mein Ex-Mann, letztes Jahr zum Jugendamt gegangen war und seinerseits um die Berechnung von Unterhalt gebeten hatte. Da er diesen Job aber bereits während der Probezeit wieder verlor, hatte die Berechnung nur eine Einmalzahlung ergeben, welche er jedoch nie geleistet hat und es - da er ja arbeitslos war - auch zu keinem vollstreckbaren Titel kam.

Nun hatte er Ende letzten Jahres ein Praktikum vom Amt "verordnet" bekommen und obwohl es hieß, die würden ihn nie einstellen, hatte sich sein damaliger Teamkollege für seine Festanstellung eingesetzt und seit Januar ist er also wieder berufstätig. 

Nun hat wiederum er sich ans Jugendamt gewendet, denen mitgeteilt, dass er wieder arbeitet, und das Amt hat (nach meiner Zustimmung) berechnet, dass und was er ab diesen Monat an die Kinder Unterhalt zahlen darf. 

Nun hatte ich mich schon gewundert, dass er sich gar nicht meldet, denn er hat ja gar keine Bankverbindung von mir. Ich hatte aber ohnehin gedacht, ich lasse ihn das Geld direkt an seine Kinder überweisen - da sieht er zum einen, dass es wirklich sie erhalten, zum anderen sehen die Kids, ob er sich wirklich kümmert oder nicht...

Da ich es einfach leid bin, immer zwischen den Fronten als Vermittler zu dienen. Er sollte endlich mal den Arsch in der Hose haben, zu seinen Kindern zu stehen und wenn nicht, die Folgen selber auszubaden.

Nun ja - heute jedenfalls bekam ich Post vom Jugendamt. Ist er nicht etwa in Widerspruch gegangen...!!! Da frage ich mich, warum geht er (ER!) selber zum Amt, um dem Unterhaltstitel dann zu wiedersprechen? Es sind 47 Euro raus gekommen, für beide Kinder je Monat! Dass das nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, ist ja wohl klar... und er geht in Widerspruch!

Ich kapiere es irgendwie nicht...

Und der Bärenjunge hatte sich schon gewundert, dass der Papa ihm zwar immer mal ne SMS schreibt, worin steht "Ich rufe dich demnächst mal an!" - aber er ruft nie an und sein Telefon ist auch immer aus, wenn die Kinder ihn erreichen wollen.

Nun, nach der Aktion wundert es mich natürlich nicht, dass er sich nicht meldet!

13.07.2011 um 17:09 Uhr

Von mir hat sie das nicht!!!

von: Rabenmutter   Kategorie: Die lieben Kleinen

Das Mäusekind wird mich eines Tages auch noch zur Verzweiflung bringen... Zumindest aber wird sie uns irgendwann in den finanziellen Ruin treiben, das ist gewiss.

Okay okay, auch der Bärenjunge hatte so Phasen, wo er alles verlor oder kaputt machte. Er hat es z. B. fertig gebracht, nagelneue Addi*das-Turnschuhe im Landheim stehen zu lassen - weil er nicht mehr wusste, dass sie ihm gehören. Aber ich schweife ab...

Das Mäusekind: Sie ist gerade im Campingurlaub auf Insel Poel, zusammen mit ihrer Lieblingstante, deren Freund und ihrer Lieblings-Stiefcousine. Im Bauch der Lieblingstante noch Mäusekinds zukünftiger Cousin oder Cousine.

Also schon enorm, dass die Lieblingstante (meine Schwägi bzw. exakter Ex-Schwägi) in ihrem Zustand noch zelten fährt und sich dann auch noch freiwillig das Mäusekind aufhalst, aber so lieb isse nun mal.

Das Mäusekind hatte am 7. Juli endlich endlich, langersehnt, ihre festen Zahnspangen losbekommen. Damit die Zähne aber so bleiben, wie sie sind, hat sie noch am selben Tag für oben und unten lose Spangen bekommen, die sie die nächsten 4 Wochen außer beim Essen, Zähneputzen und Sport auch wirklich durchweg tragen muss. Dann, am 10. August, bekommt sie von hinten Drähte an die Schneidezähne geklebt - eine Maßnahme, die die Kasse nicht trägt, aber die Oma hat sich bereit erklärt, diese Kosten zu übernehmen. Danach wird das Tragen der Spangen mehr und mehr reduziert.

Mäusekind hatte sich für die neuen Spangen Glitter in ihrer Lieblingsfarbe ausgesucht, passend zum neuen Kleid... und dazu passend dann eine neue Spangendose, in der selben Farbe und auch mit Glitter. Alles wunderbar, sie wollte auch unbedingt die Spange immer tragen und war ganz eifrig bei der Sache, sie freut sich ja auch über ihre schönen ebenmäßigen Zahnreihen.

Tje, und was macht das Kind? Anstatt ihre Zahnspange in die wunderhübsch blaugitzernde Spangendose zu legen, nimmt sie sie am Frühstückstisch raus und wickelt sie in eine Serviette...

Den Rest kann man sich nun schon denken, oder?

Jedenfalls denkt sie nach dem Frühstück da nicht dran und geht mit Lenchen zum Waschraum, während Schwägi und Volker den Tisch abräumten. Nichtsahnend, entsorgten sie natürlich die "zusammngeknüllten Servietten" mit allem anderen Müll und, da sie ordentliche Mitbürger sind, bringen den Müll auch gleich weg. Nun sind da nicht etwa "normale" Mültonnen, da sind irgendwelche Müllpressen. Jedenfalls - lange Rede, kurzer Sinn - die Zahnspangen sind weg! Beide!

Das Mäusekind ist am Boden zerstört. Gemeinsam rufen sie mich an. Sie möchte am Liebsten mit dem nächsten Zug nach Hause fahren. Das ist nun nicht so ganz einfach, verursachte auch nochmal zusätzliche Kosten und vor Donnerstag Nachmittag wäre sie nicht hier und unsere Kieferorthopädin auch nicht greifbar - freitags hat sie die Praxis gar nicht offen und danach habane sie dann Praxis-Urlaub... - einfacher wäre es, vor Ort einen Kieferorthopäden zu finden, der, so wie es hier läuft, morgens einen neuen Abdruck macht und mittags die Zahnspange fertig stellen lässt, so dass man sie am selben Nachmittag in Empfang nehmen kann.

Ich erhalte den Aufrtrag, übers Internet Kieferorthopäden in Wismar zu finden.

Ich versuche zuerst, unsere Kieferothopädiepraxis zu erreichen. Geht natürlich nur der AB ran und teilt mir mit, dass erst morgen Nachmittag wieder jemand da ist. Also das Internet. Es gibt 2 Kieferothopädinnen in Wismar! Ich klemme mich ans Telefon. Und höre wieder nur Anrufbeantworter. Der eine teilt mir mit, dass man morgen ab 7 Uhr wieder da sei, der andere mit ähnlichem Worttlaut, aber erst ab 8.

Nun habe ich die Informationen so weiter gegeben.

Bitte bitte - erspar mir weiteren Unsinn, Mäusekind!!!

12.07.2011 um 17:38 Uhr

Rückfrage zum Dritten

von: Rabenmutter   Kategorie: Therapeutisches

Stimmung: geneeervt

Na, wer hätte das Gedacht - heute kam wieder mal eine Rückfrage zu meinem Rentenatrag. Wäre ja auch ein Wunder gewesen, wenn diese Woche keine käme...

Und zwar wird angemahnt, dass ich noch die Nachweise zu meiner abgebrochenen Umschulung nachreichen wollte.

Das war meine Antwort:

"Sehr geehrte Frau Mayer*,

ich hatte die Kopien der Zertifikate bei der Begutachtung mit abgegeben, da ich davon ausgegangen war, dass alle meinen Rentenantrag betreffenden Unterlagen auf einem Tisch landen. Offensichtlich ist dies nicht der Fall, daher reiche ich Ihnen gern die beiden Zertifikate noch einmal nach.

Mit freundlichen Grüßen

Rabenmutter"

 

*Name selbstverständlich geändert!

12.07.2011 um 11:16 Uhr

Es wird...

von: Rabenmutter   Kategorie: Therapeutisches

Heute morgen war ich ganz überrascht, als ich aufwachte - gänzlich ohne klingelndes Telefon oder sonstige Störungen - und es erst um 9 war. Hey, bloß 9 Stunden Schlaf gebraucht!

Da kann man mal sehen, was es ausmacht, wenn ich mir meinen Tag komplett selber einteilen und alles in Ruhe angehen kann. Hatte gestern keine Termine, habe in aller Ruhe überall ein bissel rumgewuselt, in der Küche; Bettwäsche abgezogen und gewaschen; mir sogar richtig was zum Mitagessen gekocht (wenn ich alleine bin, ess ich auch gerne einfach mal nur nach und nach den Kühlschrank leer, ohne zu kochen...) - japp, ich denke, diese kinderfreie Woche wird mir echt gut tun.

Bin auch stolz auf das, was ich geschafft habe. Man mag es kaum glauben, aber ich liebe es, wenn alles so schön sauber und ordentlich ist, warum ich das auch vorrangig dann gern tue, wenn ich alleine daheim bin - dann bleibt es wenigstens eine Weile so.

Und irgendwie hat Putzen auch was Meditatives...

Da ich nun heute so unerwartet früh wach war (grinst nicht - für mich ist das früh!!!), konnte ich auch schon meine Balkontür putzen, bevor die Sonne drauf knallt. Schööön :-)

Außer einem Arzt- und einem Physiotherapietermin habe ich mir auch nichts weiter in diese freie Woche rein gepackt, außer dass ich am Donnerstag einen "Weibertag" einlegen werde - ursprünglich mit einer alten Freundin aus meiner Heimat geplant, die nun leider arbeiten muss, aber statt dessen kommt nun meine Mum. Und ich soll mit ihr shoppen gehen - sie (!!!) braucht was zum anziehen (sie hat 2 Kleiderschränke voll)...

10.07.2011 um 19:56 Uhr

Meine erste Juliwoche 2011

Ist das wirklich jetzt alles in einer Woche passiert???

Na, ich versuche mal, alles zusammen zu bekommen…

Ich war verklemmt, und das schon seit einer Weile. Mein Hausarzt hatte eine Blockade der Brustwirbelsäule diagnostiziert und mich zur Manuellen Therapie geschickt.

Obwohl es zwar heftig im „Gebälk“ knirschte und knackte, wenn die Therapeutin auf mir rum drückte, wurde es immer schlimmer. Von einem Schmerz, den ich anfänglich hauptsächlich bei „falschen“ Bewegungen, wie z. B. Überkopfarbeiten, zu spüren bekam, mauserte sich das Ganze zu einem Dauerschmerz, vorn rechts und hinten links oben.

Die Therapeutin empfahl mir daher, doch noch mal den Arzt aufzusuchen, was ich also am Montag tat, und er gab mir eine dringende Überweisung („Schmerzpatient“) zum Orthopäden.

Da wollte ich dann eigentlich gleich am Dienstag früh hin, da der im gleichen Haus wie meine Physiotherapie sitzt, und ich dort ohnehin um 9:40 Uhr einen Termin hatte – aber trotz pünktlichen Schlafengehens am Abend zuvor, kam ich nicht früher aus dem Bett, als dass ich es mit Müh und Not zu diesem Termin schaffte, da ich mitten in der Nacht dann über 2 Stunden wach lag. Dann hatte ich auch noch die Überweisung daheim liegen lassen. Also hätte ich noch mal nach Hause und wieder hin fahren müssen – da aber die nächsten Termine schon unter den Nägeln brannten, wurde das nix.

Als Nächstes düste ich nämlich zum Amt für Ausbildungsförderung in unser riesiges Rathaus, wo ich jedes Mal das Gefühl habe, in einem Labyrinth gefangen zu sein… diese endlosen Gänge… gruuuuselig!!!

Na ja, zumindest hatte mir die Dame am Telefon  exakte Angaben gemacht, so fand ich das Büro recht flott und kam auch bald dran – obwohl sehr viele Leute vor dieser Tür warteten. Die meisten holten sich erst mal die Vordrucke für den Antrag ab – Hallo, Leute, das gibt es heutzutage alles im Internet! – konnte mir jedoch nur recht sein, dass es so schnell ging.

Als nächstes stand der allwöchentliche Tafeltermin mit dem Flieger auf dem Plan.

Ich schrieb ihm fix eine Nachricht, dass er nicht klingeln müsse, ich würde gleich runter kommen – der Bärenjunge schlief nämlich, nachdem er mit einem Mitschüler zusammen die Abschlussrede ausgetüftelt hatte.

Wie ich unten vor der Haustür und vorm Flieger stand, fiel mir auf, dass ich zwar die Einkaufstasche bei mir hatte – nicht aber meine Handtasche, in welcher sich meine Fahrkarte, mein Geld – und leider eben auch mein Schlüssel und mein Handy befanden…

Ich schlug vor, dass wir einfach hin und zurück laufen könnten; der Flieger aber meinte, er hätte dafür keine Zeit.

Zuerst klingelten wir von unten, bis der Flieger feststellte, dass die Haustür nicht ganz ins Schloss gefallen war. Also hoch vor die Wohnungstür. Klingeln. Klopfen. Klingeln. Klopfen. …und dann wieder von vorn. Und wieder und wieder und wieder… Der Bärenjunge hat einen guuuten Schlaf!!! Ein klingelndes Handy hätte ihn vielleicht eher gestört, aber ich hab seine Nummer nicht im Kopf - und mein Handy war ja in der Handtasche...

Wir klopften und klingelten eine Dreiviertelstunde!!! Bis er endlich öffnete…

Fix die Tasche geschnappt, in die nächste Bahn gesprungen, bei der Tafel reinkommen, drankommen, wieder auf den Rückweg machen – ich denke, wenn wir gelaufen wären, hätten wir ebenfalls diese Dreiviertelstunde verplempert, aber nun ja…

Abends bin ich wieder beizeiten ins Bett, in der Hoffnung, dass es mit dem Schlafen und Frühaufstehen diesmal klappen würde – hat es auch, so war ich am nächsten Morgen kurz nach 8 beim Orthopäden. Da dort alles dunkel war, hatte ich schon die Befürchtung, dass die zu hätten, aber nein, ich hatte Glück – es saßen erst 2 Patienten im Wartezimmer und ich wurde auch sofort aufgerufen (was mir böse Blicke der anderen einbrachte, höm…). Der hat mich dann „ausgehebelt“ (so von hinten unter meine verschränkten Arme gefasst und hochgezogen) und „Knirsch Knack“ – waren 3 Rippen wieder da, wo sie hingehören.

Dann wurde ich noch zum Röntgen geschickt, und das Ergebnis lautet, dass sich an meiner Wirbelsäule irgendwelche „Häkchen“=Verschleißerscheinung gebildet haben und daher schnell mal solche Blockaden entstehen. Ich hatte das ja im vergangenen Jahr, wo ich dachte, ich hätte was am Herzen…

Für 10:30 Uhr war ich mit meiner Ex-Schwiemu verabredet, der ich die Haare färben sollte/wollte.

Vorher wollte ich aber noch schnell zu Jura, die dort um die Ecke wohnt, und wollte ihr einen Setzkasten hin bringen (von Mäusekind aussortiert, für Juras Tochter). Ich also mit meinem Fahrrad losgedüst und bei Jura vorm Haus hatte ich wohl irgendwie zu früh abgebremst, jedenfalls wollte ich absteigen aber das Rad stand zu schnell und ich blieb dann mit dem Setzkasten hängen und rrrrummms, saß die Rabenmutter auf dem Gehsteig, das Rad über mir. Was nun nicht sooo schlimm gewesen wäre, wenn nicht ausgerechnet gegenüber eine Baustelle voller Bauarbeiter gewesen wäre, die nun alle herüber grinsten….! Aber nicht, dass mal einer Hilfe angeboten hätte… tze, Männer!

Zum Glück hab ich mich nicht verletzt.

Das Haare färben verlief  auch ganz gut und für nachmittags stand dann schon wieder der nächste Termin an: Zahnarzt. Ich hatte seit einer Weile das Gefühl, dass meine Füllungen bröseln. Da mir die Antidepressiva sehr aufs Zahnfleisch schlagen, hatte ich den Verdacht, dass sie vielleicht auch die Zahnsubstanz angreifen. Aber des Rätsels Lösung lautet, dass ich mal wieder nachts mächtig gewaltig mit den Zähnen knirsche... Eine Füllung hatte ich tatsächlich schon zerknirscht und die musste nun erneuert werden. Außerdem darf ich nun wieder mit meiner Zahnschiene schlafen… In einen Eckzahn habe ich schon eine richtige Ecke rein geschliffen :-/

Ich hatte das schon, wo das Mäusekind klein war, seither habe ich auch diese Schiene. Zwischenzeitlich hieß es dann mal, ich bräuchte die Schiene nicht mehr, die Zahnoberflächen würden wieder okay aussehen. Na ja, nun also wieder das, warum auch nicht…

Am Donnerstag dann musste das Mäusekind morgens zum Kieferorthopäden, um – endlich endlich – ihre feste Zahnspange los zu werden! Eigentlich war mein Plan gewesen, sie morgens dort abzuwerfen, und dann weiter zum Jobcenter zu fahren, wo ich meinen Antrag auf Teilhabe abgeben musste und auch gleich den Nachweis über den Bafögantrag los werden wollte, der musste bis zu diesem Tag dort sein und da war es mir sicherer, ihn selber hin zu bringen (hätte ihn natürlich auch am Dienstag in die Post stecken können – aber wenn ich sowieso dahin muss…).

Na ja, ich kam mal wieder früh nicht rechtzeitig aus dem Bett und so brachte der Bärenjunge sein Schwesterchen zur Kieferorthopädie.

Ich düste sobald als möglich zum Jobcenter, wo ich zuerst den Antrag auf Teilhabe abgab. Den hatte man mir zugeschickt und es stand drin, dass ich ihn abgeben müsse, ansonsten würden mir möglicherweise Gelder gekürzt.

Nun ja, diejenige, die mir den Antrag zugeschickt hatte, war nicht da – an ihrer Zimmertür wurde ich an ein anderes Büro verwiesen.

Die junge und sehr freundliche Frau darin teilte mir mit, dass ihre Kollegin „wohl geschlafen“ habe, denn, da ich EU-Rente beantragt habe, muss ich gar keinen Antrag auf Teilhabe mehr stellen  Ich versuchte, die mir unbekannte Kollegin in Schutz zu nehmen und meinte, dass es zu dem Zeitpunkt, als ich den Brief erhielt, vielleicht noch nicht bekannt war – aber sie meinte „Nein nein, das steht hier alles in Ihrer Akte, und der Eintrag, dass Sie den Rentenantrag gestellt haben, steht eindeutig genau vor demjenigen, indem die Zusendung des Teilhabe-Antrages vermerkt wurde! Mit Datum vom Tag zuvor.“ Höm… :-)

Na ja, den Bafögantrag vom Bärenjungen brauchte ich auch nur abgeben, musste dazu allerdings ne halbe Stunde anstehen, aber immerhin – erledigt!

Nun hatte ich bei der Terminabsprache beim Kieferorthopäden so vereinbart, dass das Mäusekind nachmittags um 14:30 Uhr wieder dran sein sollte, um die neue lose Spange (zur Nachsorge) abzuholen. Da der Bärenjunge abends seinen Schulabschluss haben würde – feierliche Zeugnisübergabe in einem Schloss und anschließende Feier in einem historischen Restaurant!

Jedoch ließen sich Mäusekind und Bärenjunge morgens einen späteren Termin aufbrummen, nämlich 16:45 Uhr, wo wir auch erst um 17 Uhr dran kamen – und sollten doch um 18:30 Uhr im Schloss sein! Vorher  mussten wir uns aber noch umziehen und hübsch machen, so kamen wir trotz aller Eile 10 min. zu spät. (Der Bärenjunge musste früher da sein und war ohne uns hingefahren, zum Glück!) Es sang gerade ein Chor und – wie blöd – der Saal hatte nur einen Eingang – ganz vorne! Wir warteten also ab, bis der Chor fertig war, um uns dann hinein zu schleichen – aber oh je, der Saal war voll! Allerdings… es gab noch genau 2 freie Plätze, in der ersten Reihe – zwischen Direktorin und Klassenleiterin. Sehr zur Freude aller anwesenden Personen nahmen wir da also Platz…

Genau richtig, denn dann ging die Übergabe der Zeugnisse los und der Bärenjunge war gleich in der ersten Gruppe. Dazu erhielt er auch noch seinen Preis für den landesweiten Informatikwettbewerb, wo er in seiner Klassenstufe der Beste war :-)

Er hielt dann später auch die Abschiedsrede seiner Klasse, hatte die Lacher auf seiner Seite und machte damit seine legere Festgarderobe wieder wett – zu mehr als einem Kurzarmhemd konnte ich ihn nämlich nicht überzeugen. Seine Mitschüler in Anzügen, die Mädels in tollen Cocktailkleidern und Pumps… und mitten drin der Bärenjunge in seiner roten Lieblingshose, Lady-Gaga-Shirt und offenem Kurzarmhemd ^^

Immerhin trug das Mäusekind ein neues Kleid…

Jedenfalls war seine Rede viiiel besser als die der Parallelklasse! :-)

Vom Schloss aus fuhren wir anschließend mit der Straßenbahn zu dem Restaurant, wo ich dann erst mal einen Schrecken bekam. Ich war nämlich nach dem Kieferothopädietermin extra noch schnell zur Bank geradelt, um für den Abend Bargeld zu holen. 100 Euro hatte ich abgehoben. Als ich jedoch meine Geldbörse öffnete, um die paar Euro für das Lehrerabschiedsgeschenk an eine andere Mutter zu zahlen – war da nix! Oh Mann, ich hatte das Geld nicht mitgenommen!!!

Also erst mal rasch eine Bank gesucht, zum Glück, muss ich sagen – denn draußen lief mir die Klassenlehrerin über den Weg, die offensichtlich gerade wieder gehen wollte, weil sie das Restaurant nicht fand! (Da stehen große Bäume davor, so dass man den Namen nicht sieht, wenn man nicht direkt davor steht.)

Wir saßen mit der Familie von der besten Freundin des Bärenjungen am Tisch … die aus ihrem Vater und einer jüngeren Schwester bestand. Sehr sympathisch, der Vater… leider gerade frisch neu verbandelt, wie schade ;-)

Das Essen war lecker, danach gab es noch eine Fotopräsentation, wo erst die Technik nicht mitspielte und es eeewig dauerte, ehe das mal los ging (und der Bärenjunge viel Kritik einstecken musste, von wegen er als Informatikerster des ganzen Landes, und dann bringt er nicht mal die Technik zum laufen...), das Mäusekind wollte schon nur noch nach Hause. Sie war sooo müde.

Danach jedoch musste der Bärenjunge ja noch alle in seiner Abschlusszeitung unterschreiben lassen, und dies, und das… so dass wir zwei uns ohne ihn auf den Weg machten. Leider hätten wir aber 25 min. auf unsere Anschlussbahn warten müssen, so dass wir beschlossen, den Rest der Strecke nach Hause zu laufen und gleichzeitig mit dieser Bahn vor unserer Haustür waren – und wie von mir schon vermutet, war der Bärenjunge schon daheim…

Ach ja, und das Mäusekind, die ja wieder Single ist, fand doch den einen Jungen aus Bärenjunges Klasse sooo süß. Natürlich musste sie ihrem Bruder das erzählen – und mein Sohn ist eine echte Tratsche – er hat es demjenigen natürlich erzählt…

Und derjenige findet auch das Mäusekind sehr süß… ich glaube, sie haben nun auch schon eine Verabredung ^^

Am nächsten Morgen musste das Mäusekind ja dann noch zu ihrer Zeugnisausgabe. Es gab nur eine kurze Ansprache vom Schulleiter, danach die Zeugnisse und nach 20 min. waren die Kinder schon wieder auf dem Heimweg – als sie daheim ankam, stand ich gerade unter der Dusche.

Da wir gesehen hatten, dass es Schultaschen im Angebot gab, machte ich ihr den Vorschlag, dass wir zusammen mal in das entsprechende Geschäft gehen könnten. Erst musste ich zur Physiotherapie, danach gingen wir gemeinsam zur Bank – auf der Suche nach meinen 100 Euro – die auch glücklicher Weise nicht der nächste Kunde mitgenommen hatte sondern die der Automat wieder eingezogen hatte und inzwischen sind sie auf mein Konto zurück gebucht! Puuuuh!!!

Im Einkaufszentrum fiel dem Mäusekind noch ein, dass sie ja noch eine kurze sportliche Hose bräuchte für den Urlaub… Na ja, und dazu hat sie nun noch eine neue Jogginghose. Dann kauften wir Schulzeug und noch so einigen Kleinkram, den ich brauchte – aber die Schultaschen waren entweder zu klein oder (mir) zu teuer, oder aber das Design gefiel (ihr) nicht. So wollte sie mich schon für einen Rucksack für 60 Euro überzeugen, ich schlug ihr jedoch vor, erst mal ins Internet zu gucken. Das Problem ist nämlich nicht, dass ihr Rucksack kaputt wäre – er ist einfach zu klein. Sie trägt einen Teil der Bücher dann in einer Extra Tasche mit sich rum. Was nicht  Sinn und Zweck der Sache ist, sie hat schon Probleme mit dem Rücken und sollte daher alles auf dem Rücken tragen.

So fand ich dann auch einen im Internet mit einem 33-Liter-Fassungsvermögen (Das größte, was an Schulrucksäcken zu finden war!) und auch noch in ihrer Lieblingsfarbe - und für 29 Euro! Das lässt sich doch hören; wurde auch direkt bestellt und sollte morgen hier sein.

Nach dem Einkauf war ich dann so platt von der ganzen Woche, dass ich erst mal in mein Bett gefallen bin…

Gestern dann waren wir nur kurz im Supermarkt und hatten für 17 Uhr die Ex-Schwiemu zum Grillen da, so als Ferienauftakt und Abschied für die Kinder, die heute beide in die Ferien gefahren sind.

Dabei machte sie dem Bärenjungen (und damit indirekt mir) ein tolles Angebot – sein Zug fuhr nämlich morgens um 7 Uhr und ich komme so früh doch so schwer raus im Moment… Er wollte aber gern zum Zug gebracht werden. Da sie jedoch an Schlafstörungen leidet und sowieso kaum schläft, bot sie ihm an, dass er bei ihr übernachten könne und sie würde ihn morgens zum Zug bringen. Gesagt – getan, im Handumdrehen hatte er seinen Koffer gepackt und weg war er. Inzwischen ist er auch schon gut bei seinem Kumpel in Thüringen gelandet.

So brauchte ich dann heute Vormittag nur das Mäusekind zum Bahnhof bringen. Schnell auf dem Weg noch eine Batterie und Filme für die „normale“ Kamera geholt, da ihr kurzfristig einfiel, dass Fotos mit dem Handy für einen Urlaub doch nicht sooo toll wären. Dann sah ich, dass mein Lieblingskrimskramsladen am Bahnhof offen hatte und nachdem ich das Mäusekind wohlbehalten mit ihren 4 Gepäckstücken im Zug untergebracht hatte (Nein nein, sie zieht nicht weg… sie fährt nur eine Woche zelten!), wollte ich da mal ein bissel bummeln – und was entdeckte ich? Kisten, stabil aus Holz, so was, was ich für mein Zimmer suche… wo man sich auch mal drauf setzen kann. Tja, das Ende vom Lied war, dass ich 2 solcher Kisten dann nach Hause geschleppt habe… Juhu, den Rücken wird es nicht freuen.

Den Rest des Tages war ich dafür ziemlich faul, aber ab morgen bin ich wieder fleißig – will doch die kinderfreie Zeit auch mal nutzen, um hier richtig sauber zu machen. Wenn die 2 da sind, ist es immer so schnell wieder dreckig und das macht irgendwie keinen rechten Spaß…

Ansonsten werd ich die Woche ruhig angehen und mich ein bissel entspannen – war echt heftig die letzte Woche und ich hab eigen Schlaf nachzuholen – wüsste gar nicht, wann und wie ich denn noch arbeiten gehen sollte… ^^

Ach ja, das Mäusekind ist gut im hohen Norden gelandet und morgen geht es weiter auf den Zeltplatz direkt an der Ostsee!

Uuund es kam diese Woche Post vom Jugendamt... der Vater meiner Kinder darf ab diesem Monat Unterhalt zahlen! Zwar nicht viel, aber immerhin - ein kleines Zeichen, dass ihm doch irgendwie an den Kindern gelegen ist. (Er hat den Antrag auf Unterhaltsberechnung gestellt; ich musste nur zustimmen...)