Rabenmutter

28.09.2011 um 21:13 Uhr

Ich kann laufen!!!

Yeah, natürlich kann ich schon lange laufen. Aber: als "Bürotusse" hab ich früher natürlich auch eher so Pumps und sowas getragen. Irgendwann aber konnte ich mit Absatzschuhen üüüberhaupt nicht mehr laufen. Krämpfe in den Füßen etc. Damals bin ich dann halt auf flache Schuhe mit entsprechenden orthopädischen Einlagen umgestiegen. Nützt ja nix.

Na ja, dann kam ja letztes Jahr der Punkt, wo ich nicht mal mehr damit laufen konnte. Schmerzende Füße ohne Ende, und ich bin auf "Rollschuhe", wie mein Sohn die Dinger nennt, umgestiegen. M*B*T oder Shape*ups oder wie sie auch immer heißen. Seither trage ich bis auf wenige Ausnahmen nur noch solche Schuhe.

Nun hatte ich ja auf meine blöde Anfrage "Was zieht man denn zu dem Tanzklurs an?" die Information erhalten, "bequeme Schuhe mit einem Absatz zwischen 3 und 5 cm" - juhu!!! Absatzschuhe und bequem... *hüstel*

Na ja, ich ging also meine Altbestände durch, die ich in ein paar Schuhkartons immer noch habe - man hofft ja immer, dass es auch mal wieder besser wird und ich nicht den Rest meines Lebens in "Rollschuhen" verbringen muss...

Hatte halt auch welche gefunden und dann natürlich daheim erst mal Probegetragen. Und siehe da - mir taten keine Füße weh. Häää???  Gefreut hab ich mich schon!

Und auch in der Tanzstunde hatte ich keine Probleme mit den Absatzschuhen, nur hab ich sie ja leider gleich zertanzt.

Also ging es heute mit Mutti zum Tanzsschuh-Shopping. (Mutti war mal Schuhverkäuferin und hat Ahnung!)

Und wir fanden auch ein tolles Paar Tanzschuhe, waren sogar runter gesetzt. Und dann wollte ich es wissen und probierte mich noch durch diverse andere Schuhe und siehe da - ich fand ein paar Absatzschuhe in denen ich supergut laufen kann! Yeah! Ich hab sie gleich anbehalten!!! Wir waren beide total Happy, dass ich darin wieder laufen kann!

Und was sagt mein Töchting? "Wieso hat denn die Oma 3 Paar Schuhe mitgebracht???" Menno, das Kind ist so böööse.... ;-)

 

Dann war da noch...

...wir (also Mutti und ich) haben Gardinen abgenommen, gewaschen, Fenster geputzt und Gardinen wieder aufgehängt. Yeah, ich kann das Nachbarhaus wieder sehen!

...Mäusekind hat endlich das T-Shirt bekommen, was wir durch Punkte auf Schokoriegeln zusammen bekommen hatten - hat lange gedauert! Sieht aber schick aus!

...Mäusekind hat seit dem gestriegen Arztbesuch Krämpfe im Bein :-(
Wenn das nicht weg geht, marschieren wir morgen wieder zum Arzt. Nerv!!!

...heute wollten mich irgendwie alle sehen, und das, wo ich keine Zeit hatte, weil ich ja mit Mutti unterwegs war bzw. wir an den Fenstern gewuselt haben. U. a. der Zwerg, der in der Gegend war und die Bücher holen sowie ein geliehenes Hemd zurück bringen wollte. Hm, ich sagte ihm, er könne ja gerne kurz rum kommen, aber ich hätte meine Mutti da und nicht viel Zeit. Wir entschieden uns in gegenseitigem Einvernehmen auf andermal mit mehr Zeit :-)

...der Mini-Lieblingsneffe, der nun - weil 4 Wochen zu früh geboren - massive Atemproblem hat und meine Lieblingsschwägi ganz sehr besorgt ist um das kleine Würmchen. Menno, und sie sind sooo weit weg :-(

27.09.2011 um 23:30 Uhr

Es kann auch mal einfach schön sein

Dem Mäusekind geht es wieder besser, und ich wurde am Freitag endlich - Endlich! - meine Kopfschmerzen los, die ich wieder mal 2 Wochen am Stück hatte.

Damit Mäusekind sich daheim nicht zu sehr "langweilt", waren wir beide am Freitag bei IK*EA, da gab es MOP*PE Minikommoden zum Schnäppchenpreis. Wir haben uns jeder eine gekauft, dazu im Bastelgeschäft Farbe und fürs Mäusekind eine Schablone. Ich habe danach noch am Bahnhof ein paar Zeitungen geholt und dann ging es los.

Angemalt haben wir beide in einem dunklen Türkisgrün - nennt sich Phthalogrün (für diejenigen, die es genau wissen wollen).

Ich habe vorher bei 2 Schubkästchenfronten und auf Deckel sowie Seitenwänden Zeitungsschnipsel aufgebracht (Dekopatch).  Mäusekind hat nur angemalt und danach mit Weiß und ihrer Schablone ringsum eine Bordüre aufgemalt. Beide Kistchen sehen super aus! Mäusekind hat ihres sofort eingeräumt mit ihrem ganzen Schmuck und Make-up.

Damit war ihr altes, kleines Schmuckkästchen ausgemustert, welches ich mir direkt gekrallt habe und auch mit Dekopatch und neuen Farben hübsch gemacht, das bekommt mein Patenkind zum 9. Geburtstag - da reicht noch so ein kleines Schmuckkästchen ;-)

Für Samstag hatte ich mit dem Zwerg ausgemacht, dass wir uns evtl. treffen. Er hatte Max übers WE und es wäre eine  Feuershow gewesen, wo ich gern hin gemocht hätte. Der Zwerg war da schon mal und fand die Idee auch gut, wollte es aber davon abhängig machen, wozu Max Lust hatte.

Na ja, dann hatte ich aber für diese Feuersache gar nicht das Eintrittsgeld, und der Zwerg schrieb, dass Max evtl. lieber zu einem Straßenfest gehen möchte, was auch bei ihnen in der Nähe gewesen wäre.

OK, ich hatte Bücher für ihn - ausgemustert von meinen Kindern - Vorlesegeschichten für die Abende, an denen Max bei ihm schläft. Die konnte er letztens nicht mitnehmen und damit er aber vorlesen könnte, hatte ich angeboten, sie mitzubringen.

Dann teilte er mir ziemlich zerknirscht mit, dass Maxens Mutter (also seine zukünftige Kindsmutter) auch zu dem Straßenfest gehen würde. Also hab ich ihm abgesagt, denn einer Konfrontation mit dieser Frau möchte ich gern vorerst aus dem Weg gehen. Darüber war der Zwerg sehr traurig - woraufhin ich ihm die Mail schrieb, siehe vorheriger Eintrag.

Da wir aber sowieso nur für "vielleicht" und  "mal sehen" verabredet waren, fand ich das nun gar nicht so schlimm, hatte ja auch mit dem Aufmöbeln von meinen beiden Kleinmöbeln genug zu tun; im Haushalt sowieso und überhaupt. War nicht schlimm.

Nebenbei bastele ich auch grad an Klappkarten - Weihnachtskarten (Tze, lacht ruhig! Meine Kinder lachen auch - aber ich kann mich dann im Dezember entspannt zurück lehnen und habe alles fertig!!!), Geburtstags- und allgemeine Glückwunschkarten, auf Vorrat oder was halt grad gebraucht wird.

Ist ungeheuer entspannend und wunderbar, abends zu sehen, was man wieder geschafft hat. Wenn ich halt keine Therapie bekomme - mach ich mir selber meine Ergo! Pah!

Am Sonntag, ich wuselte gerade zwischen Wäscheständer, Basteltisch und Küche herum, klingelte das Telefon. Huch, Raven! Der hatte sich ja ewig nicht gemeldet!

Er meinte, ich würde so gelangweilt vorm Rechner sitzen - ach was, mein PC ist den ganzen Tag an, und ich gucke immer mal zwischendurch rein! Na ja, jedenfalls hatte er gesehen, dass ich online bein, und daraus geschlussfolgert, dass ich mich langweile - und fragte, ob ich Lust hätte, ein Stück mit Wandern zu gehen.

Nun, ich langweilte mich zwar nicht, aber das Wetter war super, der Bärenjunge ausgeflogen und das kranke Mäusekind auch zu nicht viel zu gebrauchen, aber wiederum nicht sooo krank, dass ich nun dauernd da sein müsste - ich sagte also zu.

Er und sein Kumpel Flash holten mich kurz darauf mit dem Auto ab, wir fuhren ein Stück raus und liefen bei herrlichstem Spätsommerwetter ca. 2 Stunden im Wald rum. Wunderbar! Pilze haben wir gefunden, Brom- und Walderdbeeren, und einen Stausee entdeckt, den wir alle noch nicht kannten! Schööön!

Abends bekam ich dann noch ein liebe SMS vom Zwerg, der wohl meine Post in den richtigen Hals bekommen und akzeptiert hatte, darüber hab ich mich auch sehr gefreut!

Und gestern - da war ich dann zu meiner ersten Sevillanas-Tanzstunde! Hach, was war ich aufgeregt! Ich war auch viel zu früh dort! 

Obwohl es ein Grundkurs ist, sind wir nur 2 Neuanfänger - bzw. sowohl ich als auch die andere Neue haben beide vor langer Zeit schon mal einen Kurs gemacht, seither aber nie mehr getanzt. (Also - getanzt natürlich schon, aber keine Spanischen Volkstänze!!!)

Die anderen haben alle schon mal einen Flamenco-Grundklurs besucht oder besuchen diesen gerade. Der findet vor unserer Kursstunde statt und die Frauen sind einfach dageblieben. Wir waren 13 plus Tanzlehrerin.

Also, ich dachte ja, wenn man sowas einmal gelernt hat, das ist doch wie Radfahren und kommt dann wieder. Nee, weit gefehlt! Was hab ich mich blöde angestellt! Immerzu nehm ich den falschen Fuß!!! Waaaah, was war ich von mir genervt!!! Und als ich endlich dachte, es klappt ... kam der 2. Schritt dazu, also die erste Drehung. Juhu, Rabi kam immerzu aus dem Takt!!! Hmpf!

Dann hieß es, wir sollten den einen Schritt so richtig knallen lassen. Hm, mein Schuhe knallten natürlich (als einzige) nicht!!! Zu weiche Gummisohlen! Waren leider die einzigen "bequemen Schuhe mit Absatz zwischen 3 und 5 cm", die ich in meinen Schuhbeständen vorrätig hatte.  An und für sich schließt ja bei mir schon mal das eine das andere aus...

Problem hat sich aber insofern selbst erledigt, dass sich nach dieser ersten Tanzstunde die Sohlen lösen (na ja, sie waren halt nicht neu sondern aus Bürozeiten-Altbeständen...) und ich nun morgen mit meiner Mama neue kaufen gehen werde!

Ansonsten hat es sehr viel Spaß gemacht und ich hatte sogar ein klein wenig Muskelkater!

Heut war ich dann mit Mäusekind zum Lungenfunktionstest; weniger schön ist, dass sie sehr schwach auf der Lunge ist und nun mit 2 Sprays arbeiten muss, morgens und abends. Nächste Woche müssen wir wieder hin und dann nochmal Mitte Oktober. Ab morgen kann sie wieder zur Schule, aber erst mal keinen Sport mitmachen und dann hat sie ja ohnehin dieses Teilattest für Ausdauersport.

Und dann bin ich heute Tante gewornden!!! Na ja... fast. Das Baby meiner (Ex-)Schwägi ist da!!! Allerdings 4 Wochen zu früh... Gleich heute morgen rief mich meine (Ex-)Schwiemu an und erzählte, dass die Fruchtblase geplatz wäre und man die Geburt einleiten würde. Da waren wir schon bissel besorgt. Den ganzen Tag haben wir alle ganz sehr an Schwägi gedacht und kurz nach 5 am Nachmittag war es vollbracht und sie hat einen kleinen Jungen zur Welt gebracht! Hach, endlich endlich sind meine Kinder Cousin und Cousine - das wünschen sie sich schon seit Jaaahren! Und der Kleine ist zwar sehr schlank (2.500 Gramm) aber 48 cm groß - so groß war mein Mäusekind auch. Eine Woche müssen sie nun in der Klinik bleiben, weil er eben vor der 37. Woche geboren ist, aber alles ging gut und ist in Ordnung. Hach, wir sind alle ganz aus dem Häuschen! Ich hab auch gleich eine Karte gebastelt!!!

Und "ganz nebenbei" hab ich in den letzten Tagen auch noch 2 Ladungen Marmelade gekocht. Die Weihnachtsgeschenke sind also gesichert ;-)

Ja und morgen kommt die Mama - mit der nächsten Finanzspritze (wenn wir sie nicht hätten, wir würden wohl schon unter der Brücke schlafen :-/) und um mir beim Gardinen waschen zu helfen. Nee, beim waschen natürlich nicht - aber beim abnehmen und wieder aufhängen. 3 Meter Höhe sind nicht ganz ohne...

 

24.09.2011 um 15:37 Uhr

Post für den Zwerg

Lieber Zwerg,

wie auch immer das „Menno“ in deiner SMS gemeint war, auf alle Fälle brauchst du dir jetzt wegen mir keinen Kopf machen!

Wenn es bedeutet, dass du nun traurig bist, mich nicht zu sehen, freut mich das natürlich!

Wenn du aber denkst: "Menno, jetzt hab ich der Rabenmutter was versprochen und nun klappt das nicht, jetzt ist sie sauer oder traurig" – keine Sorge.

Ich hatte ja lange genug Zeit, über die Situation nachdenken zu können.

Dass deine zukünftige Kindsmutter in dein Leben gehört und – jetzt erst recht – nicht so schnell aus selbigem verschwinden wird, ist mir klar. Und dass ihr nun mal beide für Max und bald dann für zwei  Kiddies die wichtigsten Personen seid, ist es auch wichtig, dass ihr was zusammen mit den Kindern macht. Da bin ich die letzte, die irgendwelche Ansprüche oder Einsprüche zu erhaben hat!

Dass deine zukünftige Kindsmutter sicher keine deiner Freundinnen akzeptieren wird – oder irre ich mich da? – ist mir auch klar, egal, in welcher Beziehung du zu irgendeiner anderen weiblichen Person stehst oder auf welcher Ebene deine Beziehung zu deiner zukünftigen Kindsmutter läuft – aus dem, was ich bisher von dir so gehört hab, ist jede Frau Feind und ein Grund, einen Streit vom Zaun zu brechen…

Also versuche bitte, dein WE so entspannt wie möglich zu gestalten – ich tue dasselbe. Ich habe außerdem in den letzten Monaten – aus gesundheitlichen Gründen – gelernt, immer das Beste aus der jeweiligen Situation zu machen und manche Dinge viel gelassener zu sehen, als das noch vor ein paar Monaten der Fall war.

Außerdem hast du ja die Bücher dagelassen, um einen Grund zu haben, bald wieder zu kommen – da wäre ich ja eigentlich blöd, wenn ich sie dir nun bringen würde.

Langeweile kommt bei mir auch nicht auf, da ich immer irgendwas zu tun finde. Morgen Nachmittag will ich vielleicht auf einem Flohmarkt verkaufen.

Und als positiv nehme ich heraus, dass du es schade findest, mich nicht zu sehen – das ist fast so gut als wenn wir uns gesehen hätten.

Insofern ist es immer noch genau so, wie ich es in meinem ersten Brief geschrieben hatte – ich stelle nicht irgendwelche Forderungen oder Ansprüche an dich, ich möchte einfach nur fair behandelt werden. Ansonsten nehme ich mir die Energie schon irgendwie, die ich aus deiner Anwesenheit in meinem Leben ziehen kann und die mir gut tut – und ich hoffe, das Gleiche für dich tun zu können!

Du brauchst einfach nur zuzulassen, ohne Ansprüche und Verpflichtungen lieb gehabt zu werden...

Rabenmutter

20.09.2011 um 19:46 Uhr

Irgendwas ist halt immer

von: Rabenmutter   Kategorie: Die lieben Kleinen

Das Mäusekind kränkelt seit dem Pfeifferschen Drüsenfieber irgendwie so vor sich hin.

Beim Sport hat sie seither Atembeschwerden, ist nicht belastbar. Und dabei ist sie eine Sportskanone! (Von mir hat sie das nicht!)

Nun waren wir schon vor 2 Wochen deshalb in unserer Kinderarztpraxis. Da gibt es 2 Ärzte, Herr Doktor und Frau Doktor. Die meisten Eltern schwören auf ihn. Ich sage immer, es ist egal, zu wem wir rein geschickt werden - so wartet man meistens nicht ganz so lange. Heute aber ist der Beschluss gefasst worden, dass wir doch lieber zu Frau Doktor gehen wollen, in Zukunft. Sooo lang ist die Zukunft eh nicht mehr, dann ist das Mäusekind zu alt für die Kinderaztpraxis...

Nein, Frau Doktor ist auch nicht fehlerfrei. Aber als wir das erste Mal wegen der Atembeschwerden vorsprachen, stellte Herr Doktor fest, es sei... Nichts.

Na prima. Wenn nichts wäre, hätte sie ja keine Beschwerden!

Aber nein, das hätte sicher nichts mit dem Pfeiffer zu tun, ach was, das ist doch Monate her...!

Dann sollte sie zum Hautcheck, wird auch dort angeboten, regelmäßig kommt eine ältere Hautäztin in die Praxis und erspart somit den Eltern zusätzliche Wege. Als wir diesen Termin hatten, habe ich sie gleich nochmal bei Herrn Doktor vorgestellt - zu den Atembeschwerden war ein trockener Husten gekommen.

Sie wurde also wieder untersucht, na ja, es sei nicht so schlimm. Ein leichter Infekt, geht grad um. Spitzwegerichhustensaft oder Tee mit Honig wurden uns empfohlen, ein Erkältungbad, eine Teilsportbefreiung für Atemnotsituationen ausgestellt. 2 Tage blieb sie daheim.

Na ja, dann fieberte das Mäusekind am darauf folgenden Wochenende. Ich ging also montags mit ihr wieder hin, da sich ansonsten nicht viel verändert hatte am Husten, bekamen wir eine Schulbefreiung für weiterte 3 Tage, bei Verschlechterung sollten wir aber unbedingt mittwochs wieder vorsprechen. Aber es wurde nicht schlechter, das Fieber schwand - immer mal etwas erhöhte Temperatur, aber nicht schlimm, und Husten Husten Husten. Nun ja, Herr Doktor hatte uns erklärt, dass sich dieser fest sitzende Husten erst mal lösen müsse, erst dann könne es besser werden. Sie bellte aber immer noch so trocken vor sich hin, nach lösen klang das nicht...

Am Wochenenden nun wieder Fieber. Nein, das gefiel mir ganz und gar nicht. Und nachts hustete sie mehr als sie schlief. Also wieder zum Arzt, heute. Ich um 6:30 Uhr aufstehen... Bin den ganzen Tag nicht in die Gänge gekommen und komme mir wie im Halbdämmer vor seit dem Aufstehen, trotz eingelegtem Mittagsschlaf :-/

Jedenfalls war heute Frau Doktor da. Ja, das könne gut sein, dass seit dem Pfeiffer Mäusekinds Immunsystem angeschlagen sei. Wie jetzt, Herr Doktor hätte kein EKG und keinen Lungentest gemacht? Das müsse aber schleunigst nachgeholt werden! Gleich morgen! Und der Husten, nein, der gefällt ihr gar nicht! Seit Wochen schon? Keine weiteren Medikamente als Hausmittel? Sofort müssen sie zum Lunge röntgen! Und wenn man ihnen dort sagt, dass Sie Antibiotikum braucht, dann kommen Sie bitte noch heute wieder vorbei!

OK, wir fahren also in die nächstliegende Radiologie. Sie wird auch rasch geröntgt. Man gibt uns einen Kurzbefund mit - ein kleiner Zettel, krakelig in Latein beschrieben. Hmpf... Ich lasse mich von der Schwester aufklären - Müssen wir nun heute nochmal zum Arzt oder nicht? - Doch, damit sollten Sie schnell ein Antibiotikum besorgen!

Na super, eine Lungenentzündung! Auch der Bärenjunge hatte mal eine "kalte", er hatte auch nur gehustet und gehustet.

Nun den Rest der Woche keine Schule, nächster Arzttermin am Montag, der Lungentest und EKG auf nächsten Dienstag verschoben. So lange ist sie also auf jeden Fall noch krank.

So kann's gehen - der eine Arzt stellt "Nichts" fest und der nächste eine Lungenetzündung!!!

18.09.2011 um 20:18 Uhr

In 97 Tagen ist Weihnachten!

Ich hab heut jedenfalls das erste Weihnachtsgeschenk gebastelt. Bei dem Wetter...

Und der Zwerg war mich besuchen. Hach, schön, ihn wieder in meinem Leben zu haben :-)

17.09.2011 um 21:15 Uhr

Wiedermal Widerspruch

von: Rabenmutter   Kategorie: Therapeutisches

Heute kam die Ablehnung meines Rentenantrages.

Man halte sich fest!

"...liegen bei Ihnen folgende Krankheiten oder Behinderungen vor:

- Anpassungsstörung
- Adipositas.

Die Einschränkungen, die sich aus Ihren Krankheiten oder Behinderungen ergeben, führen nicht zu einemn Anspruch auf Rente wegen Erwerbsminderung.
Denn nach unserer medizinischen Beurteilung können Sie noch mindestens 6 Stunden täglich unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes erwerbstätig sein."

Hm, irgendwie waren es letzte Woche noch 3 Stunden täglich...

Und nein, ich habe den Antrag keinesfalls wegen der Adipositas oder der Anpassungsstörung (Was ist das überhaupt???) gestellt, sondern wegen Schlafstörungen, unnormal hohem Schlafbedarf, Schwäche, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsproblemen und und und...

Aaaargh!

Widerspruch ist schon fertig, danach geht das Ganze an Jura!

17.09.2011 um 14:50 Uhr

Warum ich?

von: Rabenmutter   Kategorie: Therapeutisches

Ja, langsam aber sicher hat man mich da, wo man mich seit Jahren hin haben will.

Immer wieder bekam ich zu hören, dass man zwar "Depression" als Diagnose für mich notieren müsse, weil mein Krankheitsbild da hineinfallen würde, aber "so richtig" depressiv wäre ich ja nicht. Ich wäre viel zu optimistisch und gut gelaunt, und würde auch nicht immer allen anderen oder äußeren Umständen die Schule an allem geben, sondern würde schon alles sehr realisitsch einschätzen.

Schön und gut, ist das dann der Grund, warum anderen geholfen wird und mir nicht?

Schon 2008, wo ich mich das erste Mal wegen der "Depressionen" behandeln ließ, lief ich immer wieder vor verschlossene Türen. Nein, eine Tagesklinik sei nichts für mich, mir würde es dafür doch viel zu gut gehen, usw., blah blah.

In der stationären Reha durfte ich dann erfahren, dass viele, die dort waren, zuvor in Tageskliniken gewesen sind und man diese nicht als ausreichend betrachtete, weshalb sie anschließend noch ein stationäre Reha machen mussten.

Ich wollte ja was tun! Die Anderen mussten!!!

Diesmal dachte ich nun, ich hätte rechtzeitig die Notbremse gezogen; habe nicht gewartet, bis gar nix mehr ging und mich Panikattacken ans Bett fesselten, sondern bin gleich zum Arzt, habe gemerkt, dass ich auf ein schwarzes Loch zusteuere und direkt gegen gesteuert. Medikamente, Bereitschaft zu einer Therapie, was auch immer, ich bin zu den Ärzten gelaufen und wollte geholfen haben.

Was ist bisher passiert?  Eigentlich nix. Untersuchungen, deren Ergebnisse dann doch vorworfen wurden; ein paar Medikamente zum ruhigstellen, fertig. Nein, ich kam ja auch aus keinem Arbeitsverhältnis, daher hält sich die Krankenkasse diesmal aus allem raus. Toll, das hilft mir natürlich unheimlich weiter!

Nur, weil ich so blöd war, und 2009 meine "berufliche Rehabilitation" selbst in die Hand genommen habe, werde ich nun bestraft? Jedenfalls komme ich mir bestraft vor!

Ich möchte gern wieder auf die Füße kommen, ich würde gern in eine Tagesklinik gehen oder überhaupt eine Therapie angehen, aber alles wird herunter gespielt - und mir geht es immer schlechter.

Hatte ich nun gehofft, dass es nach dem Urlaub aufwärts geht. Ich hatte das Gefühl, neue Energie getankt zu haben. Aber nein, irgendwie wird es schlimmer. Die Schlafstörungen immer skuriler. Mittlerweile wache ich jede Nacht zwischendrin auf und liege dann ein paar Stunden wach. Quäle mich dann irgendwann um Mittag herum aus dem Bett - nicht etwa erholt und ausgeschlafen, sondern völlig zerschlagen. Kopfschmerzen rund um die Uhr sind wieder "Normalzustand".

Bei Freunden melde ich mich kaum noch - wann denn? Wie denn? Ein Kumpel hatte um Übernachtung angefragt. Sorry, tut mir leid, kann ich derzeit niemanden hier gebrauchen.

 

Dann unterhalte ich mich ab und zu mit Freunden und Bekannten, meiste per Chat. So kommt dann nach und nach heraus, wer noch so alles unter Depressionen leidet. Und dann mal eben so Sprüche wie: "Ich gehe jetzt in die Tagesklinik." - Ich: "Waaaas, duuuu??? Wie hast du das denn gemacht?!!!" - "Na ja, mir ging es  so schlecht, da bin ich in die Notaufnahme gegangen, war da ein paar Tage stationär und nun mache ich da Tehrapie." - Ja, und mich schickt man weg, wenn ich in die Notaufnahme gehe! Weil ich ja schon in anderweitger Behandlung bin!

Oder aber: "Ich muss jetzt ins Schlaflabor, nun habe ich 2 kurzfristige Termine bei 2 Kliniken, was mache ich denn jetzt???" - Das fragt man mich? MICH???!!! Die seit Monaten einen Termin für Januar hat!!!

Ja, langsam aber sicher bin ich soweit, dass ich sage "Das konnte ja nur mir passieren!" - da, wo man mich hinhaben will. Seit Jahren. Weil Depressive eben so ticken. Fein. Geholfen wird mir trotzdem nicht...

15.09.2011 um 15:29 Uhr

Die Sache mit der Tagschläfrigkeit

von: Rabenmutter   Kategorie: Therapeutisches

Langsam aber sicher verliere ich mit mir selbst die Geduld. Mal wieder. Ich bin, gelinde gesagt, genervt!

Davon, dass sich an meinem Zustand so gar nix ändern will.

Im Urlaub ging es mir relativ "normal". Ich brauchte zwar weiterhin meinen vielen Schlaf, aber zu halbwegs normalen Zeiten. Oder konnte mich mal schnell mittags ein Stündchen aufs Ohr hauen und war dann wieder fit, und schlief morgens auch nicht zu lange.

Wieder daheim, ist das alles längst den Bach runter.

Nach Anweisung meines Arztes soll ich abends erst dann ins Bett gehen, wenn ich mich wirklich müde fühle. Kein Problem, sollte man meinen. Allerdings fühle ich mich manchmal schon um 18 Uhr müde. Das funktioniert dann nicht, das weiß ich - schlafe dann 1 -3 Stunden und bin dann bis in die frühen Morgenstunden wach, um danach bis mittags zu schlafen. Das verkneife ich mir also, reize aus, bis mir die Augen zuzufallen drohen und ich mich gerade noch so die Leiter hoch schleppen kann.

Aber dann geht es los. Ich liege. Und liege. Und liege... wach! Irgendwann gehen dann auch die Augen wieder auf, ich schalte das Licht wieder an und nehme mir ein Buch. Um mich müde zu lesen. Hat früher immer geklappt. Jetzt klappt es nicht mehr. Selbst wenn die Buchstaben dann vor meinen Augen verschwimmen, kann ich nicht einschlafen. Denke über irgendwelchen Mist nach, z. B. welche Wäsche ich als nächstes wasche, was ich morgen koche, lauter so Sachen halt, die auch locker bis früh warten könnten. Und danach fallen mir dann halt die größeren und kleineren Problemchen meiner Umwelt ein und ich grübel darüber, siehe Eintrag vor ein paar Tagen. Nerv!!!

Manchmal stehe ich dann wieder auf und mache den Rechner wieder an, erspiele ein paar Dshins, um wenigstens etwas halbwegs Sinnvolles zu tun.

Der Arzt meint, ich solle mich dann beschäftigen... haha, ich kann ja mal nachts um 1 den Staubsauger anwerfen oder anfangen, Essen zu kochen. Nicht nur meine Kinder würden mir einen Vogel zeigen!!!

So ist es nun wieder soweit gekommen, dass ich bis morgens um 2 oder um 3 wach liege - ich schaue nicht ständig zur Uhr, nein - aber ich höre die nahe gelegene Kirchturmuhr läuten!

Und dann schlafe ich so meine 10 - 12 Stunden. *Ironie an*  Man ist natürlich total motiviert *Ironie aus*, wenn man um 14 Uhr aufwacht. Und weiß, gleich stehen die Kinder vor der Tür, und erwarten, dass die Mutter inzwischen was getan hat . Wenigstens Essen gekocht. Aber ich hab zu tun, wenigstens geduscht und gefrühstückt zu haben!!!

Nun denke ich mir, es ist ja auch ein Teufelskreis, wenn ich so spät aufwache und dann so spät meine "Motivationspille" nehme, die mich tagsüber mobilisierren soll. Umgekehrt nehme ich die abendliche ja auch erst, wenn ich zu Bett gehe, da ich diese "zur Nacht" nehmen soll. Wegzulassen getraue ich mir die abendliche nicht, versuche  aber, sie schon nach dem Abendessen zu nehmen - was ich leider zu gern vergesse.

Aber sie ist es, die den Kopfschmerz eindämmen soll.

Heute mal wieder um 14 Uhr erwacht, aus abstrusen Träumen, ich suchte mir gerade in einem Weiterbildungslager (fragt nicht, wofür - ich weiß es nicht) Tücher für mein Zimmer raus, welches meinem früheren Kinderzimmer verdammt ähnlich sah. Nebenbei auf der Suche nach einer Toilette und das hat mich wohl letztendlich geweckt - dass ich wirklich zur Toilette musste...

Nun habe ich also die Motivationspille weggeleassen - mit dem Ergebnis, dass ich Kopfschmerzen habe. Hallo - die abendliche Pille ist doch diejenige welche gegen den Kopfschmerz!!!

Aaaaargh!!!

 

Also hab ich mich endlich mal ans Telefon geklemmt. Den Anruf beim Gynäkologen schiebe ich seit März vor mir her. Ja, ich hasse anrufen und ich hasse diese dauernden Arztbesuche. Nützt aber nix. Jedenfalls kann ich gleich nächsten Mittwoch hinkommen! Super! Habe ihr auch direkt gesagt, dass ich Hormonschwankungen vermute und deshalb zu ihnen empfohlen wurde.

Dann hat mir meine Ex-Schwiemu den heißen Tipp gegeben, dass eine weitere Klinik hier im Umkreis ein Schlaflabor hätte. Da hab ich dann heute angerufen. Na ja, wie sollte es auch anders sein - die Information war eine falsche. Die haben kein Schlaflabor sondern machen neurologische Schlafdiagnostik. Da falle ich wohl nicht drunter, na ja, den Versuch war es wert.

In einem anderen Schlaflabor warte ich ja seit Monaten auf eine Rückmeldung. Dort hieß es, man solle seine Überweisung hin senden und die geben einem dann einen Termin. Bei mir hat sich seit - wann war das, Mai? Juni? - nix getan.

Nun also hat meine Ex-Schwiemu ihre Überweisung dort pesönlich (!) abgegeben und siehe da, sie kann schon nächste Woche hin kommen! Häää??? Ich vermute ja mal, die haben hier angerufen. Hallo, kann mal bitte einer lesen? "Erhöhte Tagsschläfrigkeit"!!! Da ist wohl anzunehmen, dass ich schlafe, wenn man mich vormittags anruft! Mann oh Mann, einmal mit Profis arbeiten!!!

Ganz nebenher bewundere ich meine Ex-Schwiemu. Der es ja sooo schelcht geht, die gaaar keine Energie hat - aber sie rennt jeden 2. Tag zu nem anderen Arzt. Die Energie hätte ich nicht!!! Dabei ist sie nun im Vorruhestand und könnte das Ganze in Ruhe angehen. Egal, geht mich nix an.

 

14.09.2011 um 20:03 Uhr

Des Urlaubs 3. Teil

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Insel Hiddensee

So, es wird ja nun mal Zeit, den Urlaubsbericht abzuschließen. Schließlich fühlt es sich schon an, als wäre es ein paar Monate her...

Also - nachdem wir montags in Hildesheim unsere Zelte dann doch einigermaßen trocken abgebaut bekamen, brachte mich die Lady zum Hildesheimer "Haupt"bahnhof, wo ich geduldig auf meinen Zug wartete. Die Lady fuhr, mit einem Großteil meines Gepäcks beladen, gen Heimat.

Ich fuhr nach Norden. Das "Nötigste", was ich mitnahm, umfasste dennoch 2 große Gepäckstücke... Wie sich später herausstellte, hatte ich viel zu viel mit.

Da die Sonne schön schien, setze ich mich vor den Bahnhof, schrieb ein paar Karten und Briefe, las ein wenig - erst später fiel mir ein, dass es ja vielleicht  einen früheren Zug nach Berlin gegeben hätte, aber da waren die 2 Stunden Wartezeit schon fast rum.

Ich fuhr also erst mal nach Berlin, sollte dort ein Stunde Aufenthalt haben und dann weiter nach Stralsund fahren. Aber irgendwie hatte ich plötzlich Hummeln, hatte keine Lust mehr auf Großstadt, Lärm und viele Menschen, wollte endlich raus, ans Meer und entspannen...

So fuhr ich mit einem früheren Zug weiter, wo ich zwar den Großteil der Strecke stehen musste, weil der Zug so rammelvoll war, aber irgendwie war mir das egal. Ans Meer, ans Meer!!!

In Stralsund muss man vom Bahnhof ein gutes Stück zum Hafen laufen und da die Person, die ich nach dem Weg fragte, wohl nicht besonders gut im erklären war, machte ich einen kleinen Umweg und anstatt durch die Stadt zu laufen, lief ich wohl eher drum herum und kam natürlich am genau entgegengesetzten Ende vom Hafen an. Machte aber nix, ich hatte ja Zeit, eine frühere Fähre gab es nicht.

Also kaufte ich mir erst mal ein Fischbrötchen und setzte mich hin und genoss den Anblick. Das Meer!

Die Überfahrt nach Hiddensee sollte 90 Minuten dauern. Beim Gedanken daran wurde mir schon etwas mulmig. Ich werd gern mal seekrank.

So blieb ich dann auch die ganze Zeit - und letztendlich beinahe als Einzige - auf dem Oberdeck sitzen, ließ mir den Wind um die Nase wehen und genoss den herrlichen Sonnenuntergang, mit dem ich begrüßt wurde. Traumhaft!

In Neuendorf am Hafen standen Jura sowie der große und der kleine Räuber. Mit den Fahrrädern waren sie mich abholen gekommen.

 

*Sidekick*

(Hihi, danke, Pelegrina!!!)

Das Ferienhäuschen gehört Juras Familie, es wird nur unter der weitläufigen Verwandtschaft vergeben, also es gibt keine Fremdeinmietung. Da es 3 Schlafzimmer gibt, nimmt jeder, der keine ganz so große Familie hat, meist ein paar Freunde mit.

So war ich zu der Einladung gekommen, ein paar Tage auf Hiddensee auszuspannen.

*Sidekick off*

 

Mein Gepäck wurde also auf den Fahrradanhänger geladen, man hatte mir ein Minirad mit wackeligem Sattel mitgebracht... So ging es 5 Kilometer durch die Heide. Im Halbdunkeln und von Mückenschwärmen umtobt. Das war schon ziemlich abenteuerlich.

Irgendwo mitten im Nichts stand dann das Häuschen, duckte sich hinter die Düne, und man konnte das Meer rauschen hören!!!

Von meinem Vorhaben, direkt an den Strand zu laufen, wurde mir abgeraten - die Mücken...

So wurde ich nur von allen Anwesenden begrüßt, die da neben den 3 Abholern noch Jurasohn und Juratochter (letztere aber die meiste Zeit bei einer Freundin weilend) und ein befreundetes Paar mit kleinem Sohn waren. Wir saßen noch bissel und schwatzten, aber ich war auch müde und ging früh schlafen.

Ich durfte im Kinderzimmer schlafen :-) War aber kein Problem für mich.

Dan nächsten Tag verbrachten wir größtenteils am Strand. Herrlich! Einfach nur rumliegen und nichtstun und sich die Sonne auf den Bauch bzw. Rücken scheinen lassen... ich ließ allerdings ein bissel doll scheinen und hatte gleich einen hübschen Sonnenbrand. Egaaal!!!

Es war eine herrlich entspannende Woche. Diejenigen Erwachsenen, die morgens als erste wach waren, fuhren mit den Rädern Frühstück einkaufen. Nein, ich war nie dabei ;-)

Ich wurde dann geweckt, wenn das Frühstück auf dem Tisch stand.

Ansonsten wurde sich ins kochen, abwaschen etc. einfach rein geteilt. Einen Tag machten die anderen z. B. einen Segeltörn, da hab ich mich freiwillig in die Küche gestellt. Hab auch meine Zutaten selber eingekauft und auf dem Heimweg noch Bromnbeeren gepflückt und Marmelade gekocht.

Über letztere gab es große Begeisterung und am nächsten Tag sind alle nochmal zum Brombeerpflücken ausgeschwärmt und ich hab nochwelche zum mit nach Hause nehmen gekocht. Leeecker!!!

Einen Tag bin ich mit der Kamera um die Insel gezogen aber zu meiner großen Enttäuschung sind die meisten Bilder nix geworden, wie blöd. Na ja, inzwischen hab ich eine neue Kamera.

Auf der Insel hätte ich es mal eben 3 - 4 Wochen ausgehalten, vielleicht sogar noch ein wenig länger. Irgendwie hatte man das Gefühl, fernab aller Zivilisation zu sein.

Das Haus hat zwar Strom und fließend Wasser, aber  letzteres nur kalt. Es gibt auch kein Badezimmer, nur 2 Toiletten und eine Dusche mitten im Garten. Bei warmem Wetter hat die auch warmes Wasser... bei kaltem Wetter will sowieso keiner im Freien duschen ;-)

Da man sowieso jeden Tag in die Ostsee springen konnte, störte das irgendwie auch nicht.

Und überall Sand, aber auch der stört einen da nicht. Den ganzen Tag ohne Schuhe rumlaufen. Kurze Hose und T-Shirt, fertig. Keine Haare stylen, kein Schminken... Herrlich herrlich!!!

Einfach nur in den Tag rein leben, lesen oder schreiben, Sonne tanken, schwimmen und eben ein wenig Essen kochen und so - aber das könnt ich mir wunderbar als Kur vorstellen. Kein Zeitdruck, keine Termine - sich einfach nur um sich selber und Grundbedürfnisse kümmern. Ein Traum!

Leider war der Traum nach 5 Tagen zu Ende. Einen ganzen Tag verbrachten wir mit der Heimreise. Zuerst vom Haus zu Fuß bis zur Inselpromenade. Von da mit dem Inseltaxi = Pferdefuhrwerk zum Hafen in Vitte. Von da mit der Fähre 2 Stunden nach Stralsund.

Dann mit dem Zug weiter, zwischendurch noch 2 mal umsteigen, weil wir auf Wochenendeticket fuhren - und nach 23 Uhr abends wieder daheim. Schön... aber auch schade.

Vielleicht darf ich ja wieder mal mitfahren...

 

11.09.2011 um 23:28 Uhr

Ihr regt mich nicht auf!

Diesen Satz sollte ich mir wohl ganz groß an den Spiegel stecken...

Da ich mich über so viel fremdes Leid aufrege, kein Wunder, dass ich nicht zur Ruhe komme. Aber ich kann einfach nicht anders, ich mache mir halt um alle einen Kopp.

Und nee, nicht so wie meine Mutter, die ständig Radio hört und Nachrichten schaut und sich dann über all die Ereigenisse tierisch aufregt, die von den Medien hoch geputscht werden.

Nee, ich mache mir ja schon Sorgen um  Leute, die ich persönlich kenne...

Natürlich in allererster Linie um meine Familie, meine Kinder.

Ums Mäusekind, die schon wieder kränkelt. Die seit dem Pfeiffer gesundheitliche Problem hat, bekommt im Sport keine Luft mehr - und dabei ist sie so eine Sportskanone und macht das so gerne!  Nun hat sie ein Teilattest, dahingehend, dass, wenn sie gesundheitliche Probleme hat, aufhören darf. Das hat der Sportlehrer ohne Attest nämlich nicht durchgehen lassen. Blödmann!

Nun steht auf der Kippe, ob sie überhaupt weiter ihren Tanzsport betreiben kann oder nicht. Ganz davon abgesehen, dass ich mir den Beitrag für diesen Verein so nicht leisten kann - aber es gibt ja die Unterstützung mittels "Bildungspaket". Dass ich nicht lache! Im Frühjahr bekam ich die Anträge zugeschickt und es stand drin, man könne rückwirkend bis  Jahresbeginn beantragen. Ich habe auch gewissenhaft beide Anträge fristgerecht ausgefüllt und eingereicht. Passiert ist seither nichts.

Nun würde das Mäusekind gern an der Schulspeisung teilnehmen - was ich aber nur mittels Bildungspaket finanzieren könnte... Teufelskreis und total blöd!

Dann kommt dazu, dass Mäusekind sich zwar endlich von Steffen getrennt hat und auch geschafft hat, sich wirklich zu lösen. Das ging ja ewig hin und her, bevor ich in den Urlaub fuhr, wechselte deren beider Beziehungsstatus beinahe stündlich. Von grooooßer Liebe bis zu Hass, alles wurde öffentlich im Internet breit getreten. Da half auch kein Belehren, sie taten es immer und immer wieder.

Leider habe ich vom endgültigen Trennungsauslöser zu spät erfahren - Steffen hat mein Mäusekind verprügelt! Hier, bei uns zu Haus - als ich nicht da war! Allerdings hat sie sich wohl gut gewehrt und der Bärenjunge hat ihn dann sofort rausgeschmissen... Aber dennoch, man stelle sich das vor! Der Junge ist 14!!!

Leider haben es meine Kinder nicht für wichtig gehalten, mich gleich darüber zu informieren, als ich nach Hause kam, so dass ich nur durch eine zufällige Bemerkung irgendwann davon erfuhr, da war es aber, in meinen Augen, dann auch zu spät, um nochmal auf den Tisch geholt zu werden - und ich war außerdem froh, dass der Kontakt endlich ganz abgebrochen war, den wollte ich nicht neu aufleben lassen. Mit seiner Mutter brauch ich eh nicht drüber reden - sie spricht seit 2 Jahren nicht mehr mit ihm - weil sie Angst hat, dass er sie verprügelt. Das hab ich dann aber auch erst später erfahren. Hallo, was sind denn das für familiäre Verhältnisse???!!!

Nun hat sich Mäusekind neu verliebt - in Timo, und der kommt auch noch aus demselben Kaff wie Steffen. Na prima, ganz großes Kino! Natürlich trägt auch er ein Kindheitstrauma mit sich herum, und natürlich wird auch alles wieder groß und breit im Internet ausgetragen. Nein, bisher keine Hasstiraden, sondern nur Liebesschmacht... und das, bevor man sich überhaupt gesehen hatte.

Nun haben sie sich am Wochenende getroffen, obwohl das Mäusekind krank war - aber da kennt sie nix und ist dickköpfig... Na ja, mein dezenter Hinweis, dass er, wenn er sie wirklich sooo sehr lieben würde, auf ihren Gesundheitszustand Rücksicht nehmen würde, verhallte natürlich ungehört.

Jedoch beschwerte sie sich dann vorhin bei mir, dass er kein Verständnis für sie habe, wo es ihr doch gerade so schlecht geht, und es nicht akzeptieren mag, dass sie eben grad nicht mit ihm telefonieren mag. Nun ja, sie wird langsam aber sicher dahinter steigen, dass er auch ein Egoist ist - hoffentlich weniger aggresiv als sein Vorgänger...

Ja, das sind natürlich schon irgendwie persönliche Sorgen, die mich ja direkt betreffen.

So ganz nebenbei erfahre ich aber auch diese oder jene aktuelle Story von Freundinnen und Freunden von mir, und man macht sich ja doch einen Kopf drum.

So beispielsweise um Cordula, die mich noch 2008 in der Reha besuchen kam, obwohl wir in der gleichen Stadt wohnen, es aber hier selten auf die Reihe kriegen, uns zu treffen. Letztes Jahr trafen wir uns dann auf dem Staddteilfest, und - da wir es wieder nicht eher geschafft hatten - übernahmen wir den Termin gleich fürs diesjährige Stadtteilfest.

Sie hatte in  einem  Geschäft gearbeitet, mit dem wir, als ich noch arbeitete, betrieblich Kontakt hatten und ich habe dann sie mit unseren Produkten beliefert. Natürlich ging ich davon aus, dass sie immer noch da arbeitet. Fragte also, wie es denn so auf Arbeit läuft. "Arbeit... welche Arbeit?" sprach sie sarkastisch. Ja, dass sie noch dünner als sonst war, war mir schon aufgefallen... Und auch, dass ihr Kleidungsstil weniger farbenfroh wirkte als früher. Ja, auch sie hat eine Depression erwischt und ja, auch ihre Chefin hat - genau wie mein Chef damals - sie aufgrund dessen rausgeschmissen.

Das kann ja wohl nicht wahr sein!!! 11 Jahre hat sie dort geschuftet, der Chefin immer den Rücken frei gehalten und ihr eigenes Privatleben hintenangestellt. Ja, das ist dann der Dank!

Und da soll man sich nicht aufregen...

Dann mache ich mir Sorgen um den Zwerg. Ja, ich weiß, ich bin blöd und er hat mir weh getan... Aber irgendwo mag ich den Kerl halt. Nein, er hatte auf meine Post und auch auf meine Urlaubspost nicht reagiert. Ich hab ihm dann kürzlich geschrieben, dass ich ihn geren wieder mal treffen würde. Er schrieb zurück, dass er nix dagegen hat, insofern ich mir keine weiteren Hoffnungen machen würde. So weit, so gut. Und dass er sehr wenig Zeit hat, auf Grund seiner Ausbildung - aber das weiß ich ja alles.

Von Jura weiß ich ja, dass er seinen Ziehsohn in letzter Zeit regelmäßig bei sich hatte, hatte den Kleinen auch mit zum Campingurlaub. Ich hatte nun gehofft, dass sich der ewige Zank ums Kind mal gelegt hat, zumal er ja dann bald nicht nur den Ziehsohn sondern auch seinen eigenen Sproß gern regelmäßig sehen möchte.

Abar nein, sie spielt, obwohl nun von ihm schwanger, die gleichen Machtspielchen wie eh und je, wie ich heute erfahren durfte. Das kam so: Meine Kinder haben Bücher aussortiert, so wie ich auch. Wir haben schon einen ganzen Schwung in die ehemalige Grundschule meiner Kinder gebracht, als Spende für die Hortbibliotheklund die haben sich dort wie verrückt gefreut.

Nun sind aber auch viele Vorlesebücher dabei, und im Urlaub (im 3. Teil, der steht ja noch aus) habe ich erleben dürfen, wie der Zigeuner (oder aber der Räuber, wie er selbst sich nennt) seinem 4jährigen  jeden Abend Gute-Nacht-Geschichten vorgelesen hat. Oder auch mal zwischendurch am Strand. Also kam ich auf die Idee, ihm die Bücher für kleinere Kinder anzubieten. Nun ist das aber so ein großer Stapel, dass ich mir dachte, es ist genug für alle da, fragst mal den Zwerg, ob er auch welche brauchen kann für Maxen.

Ja gern, schrieb er - aber ob und wann er noch Gelegenheit haben würde, ihm diese vorzulesen, da wäre er unsicher. Ich fragte ihn, ob es denn immer noch so viel Zoff geben würde und er schrieb, er würde langsam resignieren... Oh je, so kenne ich ihn gar nicht! Wenn er resigniert, dann geht es ihm wirklich besch***. Aber Trost oder Ablenkung gönnt er sich nicht. Mein Angebot, am Wochenende mit auszugehen, hatte er abgelehnt.

Dann ist da noch die Geschichte von einer ehemals sehr engen Freudin, die mittlerweile seit vielen Jahren in Irland lebt. Sie hatte dort Au Pair und dann ein Praktikum gemacht und bei der Arbeit einen Iren kennen- und lieben gelernt, den sie auch geheiratet hat. Wie sie aber schrieb, war aus der Beziehung kurz nach der Hochzeit die Luft raus und er suchte nur noch Streit. Sie durfte auch  nicht meht im Job arbeiten - bei ihm in der Firma, wo man sich ja kennen gelernt hatte - nachdem die gemeinsame Tochter geboren war. So hat sie eine Ausbildung als Tagesmutter gemacht und eine Erzieherausbildung hinten dran gehängt - alles in Irland, versteht sich.

Aber irgendwann ging die Ehe gar nicht mehr und er hat  wohl  sogar zu ihr gesagt, sie solle ihr Kind nehmen und nach Deutschland verschwinden.

Blöderweise hat sie ihn nicht beim Wort genommen. Sie wollte nichts Unrechtes tun, also - gegen kein Gesetz verstoßen. Hat sich also ordnungsgemäß von ihm getrennt, für sich und die Tochter eine kleine Wohnung genommen, Trennungsjahr abgewartet etc.

Nun ist es so, dass die Tochter die irische Staatsbürgerschaft hat und daher kann sie das Kind nicht einfach mit nach Deutschland nehmen. Da muss der Vater eben erst zustimmen, und das geht auch nur dann, wenn sie das gerichtlich anstrengt und schwerwiegende Gründe vorbringt, warum sie nach Deutschland zurück will.

Nun leidet sie auch seit Jahren unter Depressionen, teils durch Heimweh hervor gerufen. Leidet darunter, dass die ihre Familie (Mutter, Geschwister) nur so sehr selten sehen kann und auch immer nur unter enormem finanziellen Aufwand.

Also hat sie sich eine Anwältin gesucht und wolte die Rückkehr nach Deutschland zusammen mit ihrer Tochter einklagen. Alles sah gut aus, der Gerichtstermin war für April diesen Jahres angesetzt und im Juni plante sie, hierher zu ziehen. Ja, sogar in meine Stadt!

Sie bat um Hilfe und so hab ich ihr Wohnungsangebote vermittelt, Grundschulen empfohlen, über eine Freundin ein Stellelangebot zukommen lassen (sie brauchte das alles beglaubigt für Vorlage beim Gericht, also nix mit Internetrecherche sondern sie musste Fakten auf den Tisch legen). So fiel der Anwältin immer was Neues ein,  was sie noch bräuchte, Kostenvoranschläge für was auch immer, Aufnahmebstätigung einer Schule und und und... und so verschob sich der Gerichtstermin immer mehr nach hinten bis es plötzlich hieß "Pech gehabt,  Frau Amadeus, letzte Woche wurde ein neues Gesetz verabschiedet und nach diesem ist es völlig unmöglich, ein Kind irirscher Staatsbürgerschaft dauerhaft außer Landes zu bringen!"

Man muss sich das mal vorstellen, sie hatte dort schon beinahe mit allem abgeschlossen, fast ihr Haus verkauft, für hier schon Verträge eingegangen... und dann alle Hoffnung zerstört von einem Moment auf den nächsten.

Und der Hit ist, dass ihr Ex-Mann seit Ostern wieder glücklich verheiratet ist und die kleine Tochter nur gegen ihre Mutter aufhetzt. Es ist schon soweit, dass das Kind seine neue Frau mit Mama anspricht, und meine Freundin ist natürlich am Boden ezrstört...

Und dann war da noch... eine weitere Freundin von mir, die in ähnlicher Weise wie ich, mit einem ähnlichen Chaoten wie mein Ex-Mann war, verheiratet war, seit Jahren geschieden und mit ihren 2 Kindern allein lebt. Seither hat sie ein paar unglückliche Beziehungsversuche hinter sich gebracht und war nun der Meinung, sie möchte keine Beziehung mehr eingehen. Mal hin und wieder jemanden fürs Bett, mehr aber nicht.

Lernte da auch vor einer Weile jemanden kennen, war aber plötzlich überraschend oft mit demjenigen zusammen unterwegs und ich fragte micht - und sie - ob das gut sei, wo sie ja "nichts weiter" möchte als eben ein wenig Spaß im Bett und gut ist. Ach, sie könne das schon gut trennen, meinte sie. Sie würde ihn einfach nicht in ihr Herz rein lassen und alles wäre schön und gut.

Wow, dachte ich mir, was die so kann... ^^

Allerdings, wenn ich die beiden zusammen sah - sah das irgendwie alles schon sehr innig aus, was ich ihr auch mitteilte. Und dass ich befürchten würde, dass da doch mehr dahinter sei. Ach wo, blockte sie wieder ab, das würde doch sowieso nicht lange gehen, er hätte ihr erzählt, dass er das mit allen Frauen so macht und wenn es dann langweilig würde, dann zöge er eben weiter zur nächsten. Oh je, dachte ich mir, ob das gut für sie ist?

Tja, und nun kommt das dicke Ende, dass sie nämlich schwanger ist. Und nein, nicht etwa aus Versehen, sondern man hat - weil es ja ohne viel schöner ist - bewusst auf Gummis verzichtet...

Ähm... da komme ich jetzt irgendwie nicht mehr mit. Also einerseits, seit AIDS gibt es da bei  einer sich neu anbahnenden Sache mal gar keine Frage, ob Gummi oder nicht - ohne ist nicht, soviel Verantwortungsbewusstsein sollte man nicht nur sich selbst sondern auch dem Partner gegenüber haben. Wenn man dann lange genug zusammen ist, sich auch sicher sein kann - gegenseitig - dass keiner irgendwleche Krankheiten in sich trägt und man dann auf eine andere Verhütungsmethode umsteigt, auch okay. Dann sollte aber schon mehr dainter sein, als "nur" zusammen ins Bett zu gehen. Also eine feste Beziehung.

Aber im zarten Alter von 40 und 45 Lenzen mal eben aus lauter "No Risk - No Fun" heraus ein Kind zeugen??? Das geht über meinen Horizont...

Und ich mache mir nun Sorgen, wie es nun bei denen weiter gehen soll. Am Ende sieht sie es noch ganz gelassen - also ich könnte mir nicht vorstellen, jetzt nochmal ein Kind zu bekommen!!! Schon gar nicht aus einer solchen Situation heraus...

Jaja, ich weiß - ich sollte mich über all diese Dinge nicht aufregen und mir keinen Kopf um die anderen machen. Tu ich aber... :-/

 

 

11.09.2011 um 20:15 Uhr

Des Urlaubs zweiter Teil

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Mera Luna 2011

 

Am Freitag, dem 12. August,  starteten also die Lady und ich nach einem ausgiebigen und gemütlichen Frühstück von Üftelstütz aus Richtung Hildesheim – zum Mera Luna Festival. Das Navi sprach von 333 Kilometern und ich hatte insgeheim mit 3 – 4 Stunden Fahrt gerechnet, wir wurden aber vorgewarnt, dass diese Strecke freitags stark befahren sei und also viele Staus zu erwarten wären. Mit 5 Stunden mussten wir rechnen.

Die Vorwarnung bestätigte sich. Entweder wir schlichen im Schritttempo in großen Kolonnen  dahin, steckten im Stau, konnten wegen der wolkenbruchartigen Regegüsse nur sehr langsam fahren – oder standen nach jedem solchen wieder im Stau, weil irgendwo weiter vorn jemand im Regen wieder ineinander gerast war.  Also die Fahrkünste auf deutschen Autobahnen sind wirklich unter aller Sau, wir wurden sogar von grinsenden Typen mal eben rechts überholt…

Allerdings trafen wir unterwegs 7 Autos mit den Stadt-Buchstaben unseres tapferen roten Flitzers auf dem Kennzeichnen und einige mehr aus unserem schönen sächsischen Umfeld - was machen die Leute alle in und um Üftelstütz???

Zwischendurch kamen dann immer mal ein paar Simsen derjenigen Freunde und Bekannten, die schon vor Ort am Flugplatz Hildesheim waren. Auch da bekamen wir von Wolkenbrüchen zu lesen, von Zelten, die im Regen aufgeschlagen wurden… Die allgemeine Stimmung schien etwas gedämpft zu sein.

Wir hatten durch die vielen Verzögerungen jedoch den Vorteil, unsere Zelte im Trockenen aufschlagen zu können, denn obwohl wir unsere Festivalbändel noch im strömenden Regen abholten, ließ dieser bald nach unserer Ankunft nach. Außerdam sah man jetzt, wo sich Pfützen bildeten - sehr praktisch, um einen wetterfesten Zeltplatz auszumachen.

Wir fanden auch „unseren Zeltkreis“ sehr rasch – ich war ja schon paar Mal dabei gewesen, die Lady war zum 1. Mal mit.

Einen Platz hatte man uns freigehalten, zwar war der Zelt“kreis“ eher ein wirrer Haufen, aber wir zelteten alle in unmittelbarer Nähe und einen Gemeinschaftspavillon gab es auch.

Nachdem unsere Zelte also aufgebaut und eingeräumt, setzte man sich zum ersten Umtrunk unterm Pavillon zusammen, und bald trudelten auch erst Gäste ein – meine Freunde aus Thüringen.

Am ersten Abend standen 3 Lesungen auf dem Programm, und da wir die anderen zwei Autoren nicht wirklich kannten, wollten wir alle zur Lesung des Christian von Aster.

Allerdings hatten wir uns verquatscht, gingen viel zu spät los – und das Programm war so gestaltet worden, dann man Herrn von Aster als ersten der Autoren lesen ließ. Blöd, da seine Lesung die lustigste war (wie uns gesagt wurde), na ja, also gingen wir wieder und setzten uns in gemütlicher Runde unter den Pavillon.

Am Samstag waren meine ersten beiden geplanten Bands die Blind Passengers und Qntal. Da mir die Lady aber unterwegs schon was von Qntal vorgespielt hatte, war ich mir ziemlich sicher, dass dieses Konzert nicht nach meinem Geschmack sein würde, und wählte es daher ab. Ich mag so hohe Frauengesänge einfach nicht sonderlich.

Blind Passengers haben sich auch nicht mit Ruhm bekleckert, und Fetisch:Mensch war auch nicht so der Bringer. Na ja, dann geht man halt ein bissel shoppen, ich fand fürs Töchterlein die gewünschten Fake-Plugs und ein paar coole T-Shirts für meinen Großen...

Mesh, die ich als nächste auf meiner „Will-ich-sehen“-Liste angestrichen hatte,  habe ich nun doch nicht gesehen. Vermutlich waren wir uns da gerade umziehen, da es sehr warm war.

Funker Vogt waren gut, wie erwartet, hab ich die nun also auch endlich mal live gesehen… also abgehakt.

Als nächstes standen Apocalyptica auf dem Plan, waren auch nicht schlecht, dann schnell in den Hangar, Atari Teenage Riot wollte ich auf gar keinen Fall versäumen – und war der 1. Höhepunkt für mich! Super Konzert, schön laut und mitreißend. Hat mir gut gefallen!

Leider haben wir dann den Anfang vom ASP-Konzi verpasst und damit mindestens eines meiner Lieblingslieder, auch den „Schnee“, den er fallen ließ – und den wir nur als dahinwirbelnde Flatter-Masse wahrnahmen und ich fragte, ob dies nun Schmetterlinge oder Insekten seien… ;-)

Im weiteren Verlauf ein Klasse Konzert, welches ich wieder sehr genossen habe.

(Und am 21. Oktober sehe ich sie wieder…)

Die Frontfrau von Within Temptation überraschte mit ungewohntem Bühnenoutfit, kein Rauschekleid diesmal. Ansonsten find ich die Band nun nicht sooo spannend und so fand man sich wieder zu geselliger Runde unterm Pavillon ein!

Am Sonntagmorgen erwachte ich kurz nach 7 und bei strahlendem Sonnenschein, freute mich über das schöne Wetter, kroch aber noch mal bis zum morgendlichen Weck-Soundcheck in mein Zelt – um dann eine böse Überraschung zu erleben: es goss wie aus Kübeln :-/ Einige aus unserer Runde beschlossen daher, ihre Zelte abzubrechen und abends nach Hause zu fahren.

Ich bewundere ja die Lady und ein paar andere Hartgesottene, die sich nicht den Mut nehmen ließen und dennoch um 11:30 Uhr vor der Hauptbühne standen… Nun gut, die schicken Gummistiefelchen von Lady mussten ja auch ausgeführt werden!

Ich jedenfalls ließ mir viiiiel Zeit und pilgerte dann erst gegen 13 Uhr los, sah als erste Band Coppelius. Mit „Wasserfall“ am Bühnenrand und vielen Regenschirmen, die die Sicht nahmen – war aber eine ganz witzige Band.

Um 3 hörte es dann doch auf zu regnen!

Als nächste schaute ich mir Teufel im Hangar an, nein, das war enttäuschend. Tyske Ludder danach hingegen waren mitreißend wie immer und meinen „Langjährigen“ Leipziger und seine bezaubernde Frau Linda traf ich da auch.

Mono Inc. und Tiamat habe ich leider wieder mal verpasst, diesmal auf Grund eines eingeschobenen Mittagsschläfchens – ist schon doof mit so hohem Schlafbedarf!

Zu Project Pitchfork kam ich dann auch leider ein wenig zu spät und habe so den Gastauftritt von Steve Nagavi verpasst, wie schade.

VNV Nation legten danach direkt mit „Chrome“ los – für mich der absolute Tanzhit! Danach kamen eher die langsamen Lieder, die zwar sehr schön sind, mir aber immer irgendwie aufs Gemüt schlagen. So erwartete ich ungeduldig das Konzert von Hurts. Und wurde nicht enttäuscht. Wo vorher noch viele, auch unter unseren Freunden, am Zweifeln waren, was denn „diese Neulinge“ auf dem Mera zu suchen hätten und schon beinahe gewillt waren, vorher ans Zelt zu gehen – nach ein paar Titeln hatten sie wohl alle in ihren Bann geschlagen. Ja, Open Air wirkt ihr Auftritt noch besser; er hat eine so tolle Stimme, und die Bühnenshow war auch großartig – mit Streichern und Tänzern. Traumhaft schön! Es war ein sehr würdiger Abschluss eines wieder sehr schönen Festivalwochenendes – der Regen kann die schönen Eindrücke nicht in den Hintergrund drängen.

Hoffentlich 2012 wieder und in gleicher Runde!!!

 

10.09.2011 um 12:34 Uhr

Die wirklich wichtigen Fragen...

von: Rabenmutter   Kategorie: Splitter

...des Lebens:

"Woher kommen wir? Wohin gehen wir?
Is das weit? Muss ich da mit?"

- Horst Evers -

08.09.2011 um 00:13 Uhr

Glaube niemals...

...einer Verkäuferin im Baumarkt! Die tut zwar so, als ob - aber in Wahrheit hat sie üüüüüberhaupt keine Ahnung!

Das habe ich jedenfalls heute gelernt, und das kam so:

Ich habe  einen Tisch zu viel. Das ist der ehemalige Spieltisch vom Mäusekind, sie hatte damals so eine Gruppe - kleiner Tisch, 2 Stühlchen - in ihrem Kleinmädchenzimmer. Die Stühle sind längst zusammen gebrochen, der Tisch "lebt" immer noch. Er stand mal da, mal dort, mal Couchtisch, meist unser "Geburtstagstisch" oder der Weihnachtsbaum stand drauf.

Seit wir hier wohnen, ist er zwar immer noch als letzterer in Gebrauch, steht aber ansonsten immer irgendwie  im Weg und es gibt keinen Ort, wo man ihn gescheit unterbringen könnte. Er macht einfach nur den Essbereich noch enger.

Kürzlich räumte nun Jura die Zimmer ihrer Kinder um, und es fehlt in einem Zimmer solch kleiner Tisch. Da bat ich meinen überzähligen Tisch Jura an, fürs Zimmer ihrer Tochter; letztere wollte ihn auch gerne haben. Aber wie das so ist, bisher haben wir es noch nicht geschafft, den Tisch von A nach B zu transportieren...

Nun hat Juratochter nächste Woche Geburtstag, und ich hatte die Idee, ich streiche ihr den Tisch in der passenden Farbe an und schenke ihn ihr zum Geburtstag. Sie wünscht sich Lila.

Aus meinen bisheringen Bastlererfahrungen weiß ich: Holz kann man gut mit Acrylfarbe anstreichen. Aber wie das manchmal so ist - überall da, wo ich bisher Acrylfarbe gesehen hatte, gab es entweder nur Mini-Packungsgrößen - wirklich nur für Bastler - oder nicht den passenden Farbton. Also dachte ich mir, ich fahre in den Baumarkt, da sollte es Farben geben!

Oh, da gibt es Lacke in Seidenmatt und in Hochglanz, auf Kunstharzbasis, Acryl und was auch immer, in Hülle und Fülle - aber keinen in Lila! Häää???

Ich wollte schon meine Schritte weiter lenken, da stieß ich auf einen Stand "Hier ihren Wunschfarbton mischen lassen!" und alle möglichen Grundlacke und jede menge Farben zur Auswahl. Juhu, wenn das mal kein Angebot ist!

Na ja, etwas teuer sollte der Spaß schon sein, aber was tut Frau nicht alles... Sie sucht sich also den gewünschten Farbton und eine Dose Grundlack und stellt sich an. An der Reihe, fragte(!) ich(!!!) als erstes die Verkäuferin, ob es denn vielleicht noch irgendwo anders Farben geben würde und ob ich Lila möglicherweise nur übersehen habe. Ich erhielt zur Antwort, dass es keine Lila Acrylfabe geben würde und ich mir diese Farbe nur anmischen lassen könne. Ok, ich gab also meine Dose Farbe in Auftrag, während der Wartezeit spazierte ich ein wenig weiter.

Und kam... in die Abteilung für "Künstlerbedarf" - schau an, die ist neu!  Und was grinste mich im erstbesten Regal an? Ein Riesensortiment an Acrylfarben, in allen Farben und Größen!!! Waaaah! Und natürlich viiiiel billiger als mein extra Gemisch!

Ich hab dann trotzdem das Gemisch genommen, was vielleicht blöd war. Lehrgeld halt...

Denn normalerweise ist es so, dass ich nie, niemals nicht in einem Geschäft oder Großmarkt nach irgendwas frage, sondern ich suche immer selber; nur wenn meine Kinder dabei sind, die nervt das manchmal und die gehen dann schon mal fragen. Und nun, wo ich einmal über meinen Schatten springe - bekomme ich eine falsche Aussage!

Niemals werde ich je wieder eine Verkäuferin nach irgendwas fragen!!! Hmpf!

 

08.09.2011 um 00:07 Uhr

Traumdeutung

von: Rabenmutter   Kategorie: Träume

Mir träumte, ich habe Metallklammern bzw. Drähte in meinem linken Handrücken stecken, und um diese heraus ziehen zu können, musste ich sie durchschneiden. Es waren nicht viele, so 3 - 5, und ließen sich auch ganz leicht zerschneiden.

Doch als sie zerschnitten waren, waren es auf einmal Haare, die aus meiner Hand wuchsen. Ich versuchte, diese Haare abzuschneiden, aber um so kürzer ich sie schnitt, um so mehr Haare wuchsen auf meiner Hand. Ich konnte richtig das kribbeln spüren, mit dem die Haare wuchsen, ich schnitt und schnitt und die Haare wurden mehr und mehr, ich hatte auf der Hand ein regelrechtes Fell!

Da erwachte ich... auf dem Bauch liegend, beide Hände unter mir und beide total eingeschlafen und am kribbeln...!!!

So einfach konnte ich lange keinen Traum deuten.... ;-)

04.09.2011 um 20:55 Uhr

Baila Baila...

Musik: http://www.youtube.com/watch?v=LweA7NLPB0c

1994 war ich für 1 Monat in Spanien. Dort habe ich einen Spanischkurs besucht, und zum Programm gehörte auch ein Sevillanas-Tanzkurs. Der hat sehr viel Spaß gemacht.

Damals hätte ich dann gern daheim weiter getanzt, wurde jedoch schwanger, hatte dann später für sowas entweder keine Zeit oder kein Geld oder (meistens) beides nicht.

Nun hatten wir ja letztes Jahr auf Fehmarn diesen Bauch- und Linientanz-Schnupperkurs. Das hat Spaß gemacht, aber durch die Umschulung habe ich ja rundum alle Freizeitaktivitäten auf ein absolutes Minimum herunter fahren müssen. Also hab ich den Tanzgedanken ganz weit hinter geschoben.

Jetzt aber, jetzt habe ich ja viel Zeit, und außerdem bei Frau Pele in Üftelstüzt die Linientänzer in Aktion gesehen. Hach ja, ich will auch! Tanzeeen!!!!

Also hab ich das Internet befragt, aber mit Linien tanzen sieht es bei mir in der Gegend eher schlecht aus, Gruppen dafür gibt es nur außerhalb, die meisten davon tanzen dies mehr aus Liebe zur Countrymusik. Höm, ach nee, das wär mir dann doch nix... so ein Country-Fan bin ich nicht! ;-)

Also weiter geforscht - und was habe ich gefunden - es gibt da ein Tanzzentrum, gar nicht so weit weg (eine S-Bahn-Station), und ja, Bauchtanz bieten sie auch an aber ... hach, sie bieten auch einen Sevillanas-Grundkurs! Yipppieh, da bin ich heut gleich zum Tag der offenen Tür getappert - gleich 2 mal, weil ich das Programm irgendwie im Internet übersehen hatte,  und Flamenco kam zum Schluss. Habe kurz mit derTanzlehrerin gesprochen, ihr persönlich mein Interesse mitgeteilt, und wurde aufgefordert, mich per E-Mail anzumelden. Das habe ich auch sofort nach Rückkehr getan!

Hach, was soll ich sagen... ich freu mir!!!!

 

03.09.2011 um 00:05 Uhr

Wussten Sie schon...

...dass man Hausfrauen mit hübschen Wischeimern eine Freude machen kann? Ich konnte mich heute jedenfalls nicht entscheiden, ob ich nun den schwarzen mit den bunten Motiven oder den weißen mit den schwarzen Motiven schöner finde. Also nahm ich beide. Danach entdeckte ich noch einen durchsichtigen mit bunten Motiven...

3 Wischeimer erschinen mir aber dann doch zu viel des Guten und ich stellte ihn (schweren Herzens) wieder zurück.

Das Ganze kam so:

Mein Fön ist schon etwas älter, so um die 10 Jahre. Früher hielten alle Haushaltsgeräte mindestens 15 Jahre, aber heutzutage sind 10 Jahre für einen Fön schon ganz schön alt. Weil er schon etwas altersschwach ist, hat er die Macke, bereits nach lürzester Zeit, sobald man ihn nochmal ausschaltet - zum Beispiel, weil einem ein anderes Familienmitglied etwas versucht, verbal mitzuteilen und man nix verstehen kann; oder, weil man die Bürste nicht finden kann; oder, weil der Postbote an der Tür klingelt; oder ... Nun, jedenfalls bleibt der Fön aus, wenn man ihn dann wieder einschalten möchte - weil der Überhitzungsschutz aktiviert wird. Das ist ziemlich ärgerlich, vor allem, wenn man eilig aus dem Haus will - und das ist bei meinen Kindern morgens immer der Fall.

Also hat mein Bärenjunge heute morgen seine Haare gefönt, der Überhitzungsschutz sprang irgendwann ein und anstatt den Fön  auszuschalten, hat er ihn offenbar nur hingelegt und ist zur Schule gegangen.

Der Fön jedoch ist irgendwann wieder angesprungen und durch den Luftausstoß hat er sich selbstständig gemacht und fiel in den leeren Wischeimer, der dort eigentlich nicht hingehört aber zufällig da stand.

Als ich dann, zu meiner großen Überraschung, trotz der nächtlichen Wachphase, kurz nach 10 Uhr wach wurde, dachte ich erst, es sei noch sehr früh am Morgen. Da Lady Ga*ga mich mit lautstarkem Gesang zu erfreuen suchte, der Fön fönte und ich somit den Bärenjungen im Badezimmer wähnte.

Groß meine Überraschung, als ich die Badezimmertür öffnete und mir eine Hitze wie aus der Sauna entgegen schlug. Kein Bärenjunge drin! Zuerst brachte ich Frau Ga*ga zum Schweigen, danach musste ich vom Fön den Stecker ziehen. Er (der Fön, nicht der Stecker!) war so heiß, dass ich ihn nicht anfassen konnte, und er war mit dem Wischeimer verschmolzen, hatte außerdem 2 Löcher in selbigen gebrannt.

Hätte ich etwas länger geschlafen oder wäre der Fön auf den Wannenvorleger gefallen, dann hätte es wohl einen netten Wohnungbrand gegeben...

Nun hatte ich ohnehin vor, heute zu einem großen Restpostenmarkt zu fahren, wo es vorm Urlaub Klappstühle im Sonderangebot hatte und ich 3 Stück für uns haben wollte, für Balkonien, und (m)einer sollte mit in den Urlaub, konkret aufs Festival, fahren. Da es leider hier vor Ort die Stühle aber nicht mehr gab, bat ich  die Lady, die mich überhaupt erst von dem Angebot informiert hatte, bei sich 3 Stück für uns zu besorgen. Was sie auch tat. So nahm ich also einen mit aufs Festival und 2 ließ ich meinen Kindern daheim.

Meiner brach am letzten Festivaltag durch :-/ Okay, ich bin ein bisschen schwer, aber Freunde von uns haben ähnliche Stühle schon seit Jahren und die sind beide schwerer als ich! Aber es kann ja mal Materialfehler geben.

Als ich jedoch nach Hause kam, musste ich erfahren, dass der Stuhl, in den mein Sohn sich versuchte, zu setzen, bereits bei diesem ersten Versuch völlig zusammen gebrochen war!!!  Bärenjunge wiegt 20 kg weniger als ich... und ich war sauer.

Nun hatte mir die Lady ja den Kassenebeleg mitgebracht, und wir dachten uns, wie es auch in anderen Handelsketten üblich ist, kann man in jeder Filiale Ware reklamieren bzw. umtauschen.

Da fuhr ich also heute hin, es ist eine halbstündige Bahnfahrt und irgendwie kam ich mir schon blöd vor, mit meinen zwei kaputten Stühlen... Aber sie wurden mir wiederspruchslos und sehr wortkarg und unfreundlich abgenommen, kein Blick auf den Schaden, kein Wort zu viel... na ja, Kundenfreundlichkeit scheint man dort nicht zu kennen.

"Geld gibt's an der Kasse!" wurde mir kurz angebunden zugebellt. Ich fragte, ob ich das mit einem neuen Einkauf verrechnen könnte, da wurde man(n) auf einmal freundlicher, ja, natürlich, das sei gar kein Problem!

Na bloß gut, dass ich nun einen Wischeimer brauchte, denn alles, was ich sonst da kaufen wollte, fand ich nicht. Und dass ich wegen der Entscheidungsschwäche gleich 2 Eimer kaufte... Außerdem nur noch ein paar Naschereien für die Kinder, die ich in die beiden Eimer füllte und zur Kasse marschierte.

Den Raklamationsbon sollte ich zuerst vorlegen, hatte man mir noch mitgeteilt. Gesagt - getan - für eine Reklamation musste jedoch die Chefin kommen. Sowas ist ja bei vielen Märkten so, dass die dann den speziellen Schlüssel hat. Chefin brauchte seeehr laaange, kam und steckt den Schlüssel, Frau Kassiererin gab die Ware ein. Chefin schaute auf den Bon und bellte "Das geht ja mal gar nicht! Woher ist denn die Ware?! Wer hat das denn zurück genommen?!"  Der maulfaule junge Kollege hatte wohl eine gute Ausrede, er wurde jedenfalls nicht weiter angemeckert, mir jedoch wurde mitgeteilt, eine Auszahlung wäre unmöglich, da es sich ja um fremde Ware handelt. Man könne nur mit dem aktuellen Einkauf verrechnen und ich solle mir ja niiiie wieder trauen, mit ortsfremder Ware zu ihnen zu kommen! Meine Anschrift sei ja nun hinterlegt!

Uiuiui, was war ich froh, statt nur einem zwei Wischeimer gewählt und mit dem Süßkram dann auch die reklamierte Summe abgedeckt zu haben...

Tze, so schnell kauf ich da nicht mehr ein!!!

02.09.2011 um 00:37 Uhr

Das alte Leid...

von: Rabenmutter   Kategorie: Therapeutisches

Ich habe Halllls!!! Soooo einen!!!!!

Heut hat es mich wieder eingeholt. In Form von Heißhunger (Schookoolaaadeeee!!!!) und abends um 9 ins Bett fallen. Da ich mich schon den 4. Tag nach Weckerklingeln aus selbigem Gequält hab. Nein, mein Wecker klingelt nicht zu normaler Morgenstunde. Er klingelt um 10! Weil ich es leid bin, erst mittags aufzuwachen und dann ist der halbe Tag weg und ich krieg nix gebacken.

 Ich will, dass es geht. Aber es geht eben nicht...

Um 9 ins Bett gefallen, um Mitternacht aus einem chaotischen Traum wieder aufgetaucht. die wichtigsten Traumbilder vergessen (3 Tiere hatte die weise Frau...3! Ich erinnere mich aber nur an eins konkret, und dieses war eine Schlange) und dann hellwach im Dunkeln herum liegen.

Super. Das liebe ich. Nach einer Weile sinnlosen Herumliegens bin ich nun wieder herab gestiegen. Jage ich halt ein paar Dshins oder so.

Und dann hängt sich auch noch der Rechner auf. Mitten in Blogigotext! Hrmpfff!!!

Dies hier also der zweite Versuch. Nur der Titel und die Kategorie waren noch da. Wehe, das klappt jetzt nicht...!!!

01.09.2011 um 11:54 Uhr

Des Urlaubs erster Teil

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Ehe aktuelle Ereignisse sich türmen, sollte ich endlich mal was schreiben, sonst gerät noch dies oder das in Vergessenheit!!!

Also, für den Sommerurlaub war mal wieder eine Deutschlandrundreise angesagt. Zuerst sollte es nach Üftelstütz gehen, wo es einen 40. Geburtstag zu feiern gab, danach zum Mera Luna Festival und als Abschluss dann ein paar Tage auf der Insel Hiddensee.

Die ersten beiden Etappen waren zusammen mit der Lady geplant, und die ursprüngliche Idee war, mit dem Zug zu reisen.

Bloß gut, dass sie angeboten hat, ihr Auto zu nehmen!!! Wir hätten unser Gepäck niemals nicht mit dem Zug wegbekommen, nicht mal dann, wenn die Muffinbleche daheim geblieben wären...

Nun ist es jedoch so, wenn die Lady zu mir kommt, entfernt sie sich ein gehöriges Stück vom ersten Zielort Üftelstütz. Also kamen wir überein, dass sie mich am Vorabend mitsamt meinem vielen Gepäck daheim abholte, so dass also noch eine weitere Stadt zu meiner Reise hinzukam.

Allerdings habe ich diesmal nicht viel von Silberstadt gesehen, wir haben noch ein bissel geschwatzt und in den Fernseher geguckt - da ich daheim nur Antenne hab, ist alles für mich neu und spannend... ;-)

Ich wurde am nächsten Morgen ungewohnt früh wach und so kamen wir einigermaßen früh los. Jedoch anstatt die Lady, wie ursprünglich versprochen, mal beim fahren abzulösen, bin ich irgendwann sogar eingenickt... Ja, wirklich blöd mit diesem hohen Schlafbedarf!!!

In Üftelstütz war alles gut zu finden, allerdings fanden wir erst mal eine ziemlich aufgelöste Frau Pelegrina vor, die soeben den erfolgreichen Versuch, ob Tupper*ware brennt, hinter sich gebracht hatte... Weiße Qualmwolken und ein strenger Duft im ganzen Haus, bekam sie denselben nur sehr schwer wieder aus der Nase.

Also stand das Haus unter Quarantäne, so setzten wir uns erst mal in die Chillecke im Garten. Um in den Pool zu springen, war es leider zu kühl :-/

Es gab viel zu erzählen, vier Fellknäuel zu begrüßen und zu bestaunen, in ein herrliches Gästegemach einzuziehen, viel zu erzählen, dann warf der Ihrige den Grill an und es kamen weitere liebe Blogbekanntschaften vorbei. Erst dann, als wir in der Grillrundesaßen, kamen wir endlich dazu, unsere Geschenke los zu werden...

Hatte ich schon erwähnt, dass es viel zu erzählen gab? So saßen wir bis spät in die Nacht, ehe wir uns an den Aufstieg Richtung Betten machten...

Am nächsten Vormittag gab es dann einen Programmpunkt, dem ich voller Spannung entgegensah - wir durften in die Seifensiederei hinein schnuppern, nein, nicht nur schnuppern, wir durften mittun!!!  Und jaaa, es macht ganz viel Spaß und ist genau das Richtige für eine beinahe-Chemielaboratin-gewordene und ich bin schon dabei, mir die entsprechende Ausrüstung zusammen zu stellen!!!

Und wie es der Vorführeffekt so will - unsere Seifenmassen wurden, Frau Pelegrinas "Böse Butter" wurde nix - als alles in den Formen war, ging es an den Einsatz der mitgebrachten Muffinbleche. Ein Polterabend stand bevor, zu dem wir als Gäste einfach mitgeschleppt wurden - aber nicht ohne Muffins! So zauberten wir davon 4 Bleche und brachen dann auf. Obwohl wir ja niemanden dort kannten, war es ein sehr kurzweiliger Abend und wir kamen sogar in den Genuss eine Tanzdarbietung! Klasse!!!

Am nächsten Tag mussten wir dann nach dem gemütlichen Frühstück schon wieder aufbrechen, mit einem weinenden und einem lachenden Auge  - einerseits wären wir gern noch länger geblieben, es ist gemütlich im kleinen schiefen Haus und mit den lieben Gastgebern gibt es auch immer viel zu erzählen! Aber natürlich freuten wir uns auch schon aufs Festival...

TBC