Rabenmutter

31.01.2012 um 13:58 Uhr

Meine Karten 2011

von: Rabenmutter   Kategorie: Und so weiter...

Da ich es letztes Jahr versäumt habe, hier die gelegten Karten zu notieren, will ich dies nun rückblickend nachholen. Gleich in auswertender Weise.

Am Silvesterabend 2010 habe ich folgende Karten gezogen: Der Gehängte, 7 Stäbe, 4 Schwerter

Der Gehängte warnt vor unangemessenen Leidensgeschichten, ermuntert jedoch zu großer Passion und vollkommener Hingabe an die Liebe. Ich habe die Welt aus einer anderen Sicht gesehen und neue Dimensionen erfahren. Es war ein Prozesse des Ganz- oder Heilwerdens. Ich habe mich auf neue Art gespürt, ein intensiveres, gesteigertes Bewustsein erlebt und in eine alternative, umfassendere Wirklichkeit geblickt. Der Schlüssel zum Erfolg war letzlich ein Bewusstseinswandel, und es war OK, sich mal hängen zu lassen.

Sieben Stäbe sagen, dass mehr Einsatz für mich selbst gefragt war. Dem kann ich nur zustimmen. Und alles mit Begeisterung anzugehen, nicht mit innerem Druck. Auch das, denke ich, habe ich im vergangenen Jahr gelernt. Ich habe mich weder auf dramatische Entscheidungen noch auf Trotzreaktionen verlassen, bei besonderen Herausforderungen mit Achtsamkeit und erhöhter Präsenz reagiert, jadoch nicht mit Stress oder Verkrampfung. Ich habe mich nicht provozieren lassen - und hoffentlich auch andere nicht provoziert.

4 Schwerter stehen für Ruhe, Konzentration, innere Sammlung und Reifung. Ja, dafür habe ich mir viel Zeit gelassen / lassen können. Viel Getanes und Erlebtes war zu "ventilieren", neue Ereignisse galt es zu überdenken. Die selbst gewählte Distanz zum geschäftigen Trubel ermöglichte dem inneren Wissen, zutage zu treten.

Alles in allem hat das alles zugetroffen, auch wenn ich die nötige Ruhe nicht ganz freiwillig gesucht habe, denke ich jedoch, ich habe sie genutzt und habe auch tatsächlich ein paar alte Ansichten umkrempeln können. Bin mir selbst ein Stück näher gekommen.

31.01.2012 um 11:28 Uhr

Verwirrend

Das Mäusekind wechselt zum Halbjahr auf eine Mittelschule. Daher habe ich nun ihr Schließfach in der jetzigen Schule gekündigt und mit der Schließfachvermietung der neuen Schule per E-Mail Kontakt aufgenommen, um da eins anzumieten.

Ich habe auch direkt Antwort erhalten, was sehr löblich ist, auch wenn diese vor Rechtschreibfehlern nur so strotzt - der letzte Satz jedoch verwirrt mich völlig: " Wir benötigen dann noch die Klasse und die Größe Ihrer Tochter und eine Bankverbindung von Ihnen, damit wir die Schlüssel auch gleich mit zusenden können. "

Ähm, nicht meine Tochter soll in das Schließfach, sondern ihre Schulbücher - und was will meine Bank mit den Schlüsseln???

29.01.2012 um 17:33 Uhr

Gedanken zum Sonntag

Gestern war ich auf einen 40. Geburtstag einer langjährigen Freundin eigeladen. Meine Ella. Wir kennen uns, seit wir 12 waren. Haben den Kontakt nie abreißen lassen. Schrieben uns, sahen uns - mal öfter, mal weniger oft. Es war auch sehr witzig, wie wir uns - ohne uns regelmäßig zu sehen - in ähnliche Richtungen entwickelt haben. Waren öfter überrascht, dass wir zu unseren Treffen ähnlich gekleidet waren und ähnliche Frisuren trugen. Gleiche Musik hörten, gleiche Bücher lasen...

Es gibt so Freunde, die muss man nicht ständig um sich haben, aber wenn man sich sieht, hat man das Gefühl, das letzte Treffen wäre erst gestern gewesen. So eine ist sie, meine Ella.

Ich wünsche mir, dass sich diese Ähnlichkeit nicht verliert. Bzw. fortsetzt. Denn im Moment bewundere ich diese Frau und wünschte mir, so zu sein, wie sie ist. So mitten im Leben und wunderbar entspannt.

Sie war verheiratet, etwa genau so lange wie ich. Holter-di-polter  zerbrach sehr plötzlich ihre Ehe, und in der Folgezeit hatte sie mehrfachen Hörsturz. Hat sich selbst an den Haaren aus diesem Sumpf wieder heraus gezogen - und seitdem strahlt sie. Immer. Auf jedem Foto, dass es von ihr seither gibt, springt einem die pure Lebensfreude entgegen. Ein strahlendes, bezauberndes Lächeln.

Sie hat offensichtlich sich und ihren Standpunkt im Leben gefunden. Sie hat einen sehr großen Freundeskreis und mit jedem geht sie gleich herzlich um. Obwohl sie wieder in einer festen Beziehung lebt, wohnt sie dennoch allein. Herzt, umamrt und küsst auch andere männliche Freunde, ohne dass ihr Freund darauf eifgersüchtig wäre.

Wozu er keinen Grund hätte, aber ich kenne so viele Männer oder auch Frauen, die ihre/n Partner/in als "meins" (also ihrs) in Besitz nehmen und niemand anderen heran lassen. Eifersüchtig über jede Regung des "geliebten" Menschen wachen. Wo sich mir dann der Verdacht auftut, dass das mit Liebe nicht viel zu tun hat. Denn wenn man jemanden liebt, dann vertraut man ihm auch und dann lässt man ihn so sein, wie er ist!

Die beiden bekommen das wunderbar hin. Und dadurch, dass sie nicht zusammen wohnen, bleibt offenbar auch die Spannung in der Beziehung erhalten. Es tritt keine Gewöhnung ein, weil das Zusammensein eben nicht selbstverständlich, sondern immer wieder aufs Neue etwas Besonderes ist.

Sowas wünschte ich mir auch!

Im Moment bin ich eigentlich auch ganz gut mit mir selbst zufrieden. Ja, der Schlaf und die Kopfschmerzen und alles, aber da ich nun den Gedanken zulassen kann, dass es offenbar an der Wohnung und dem Schimmel liegt und ich einen Ausweg sehe, erschreckt auch das nicht mehr so sehr.

Ich empfinde mich im Moment als sehr entspannt und gelassen. Habe ein tolles neues Hobby in der Hexenküche gefunden. Bin mit den Aufgaben, die ich mir täglich selber stelle, durchaus zufrieden. Mal irgendwann wieder stundenweise dazu arbeiten, und alles wär gut...

Das Einzige, was mir im Moment noch irgendwie fehlt, sind die Männer in meinem Leben. Dass die so wenig Zeit haben. Es fehlt mir nicht der Sex (jedenfalls im Moment nicht), sondern der Wunsch, einfach mal zusammen zu sein. Zu reden, zu lachen... irgendwas. Nicht telefonieren und nicht schreiben, sondern da sein. Hoffentlich kommt das noch... Das Jahr hat ja gerade erst angefenangen. Es hat also noch Entfaltungsmöglichkeiten.

28.01.2012 um 13:08 Uhr

Was frau so treibt

So kann man sich auch einen ganzen Tag vertrödeln. Indem man im Internet Wohnungen anguckt. Mit dem Mäusekind. Halleluja, sehen manche schön aus! Nur da, wo wir suchen, gibt's irgendwie grad nicht so viel. Oder viiiiel zu teuer. Prima. Nun ja, man muss es ja nicht überstürzen!

Gestern Abend wurde getup*pert. Neiiin, nicht bei mir! Bei Kiffern... ich kann nur sagen: Hallaluja! Natürlich kommen (außer mir) alle zu spät. Teils viiiiel zu spät! Sieht man alles sehr entspannt.

Und dann zieht sich der Abend hin... Die Tup*perfrau muss öfter um Gehör bitten, da nebenher dies uns jenes besprochen, Tütchen gebaut oder Pfeifchen gestopft und immer wieder geraucht wird... Wenn man das so als Außenstehender mal ein paar Stunden betrachten kann, ist es ja noch recht witzig. Uuund - positiver Nebeneffekt: passiv gekifft, herrlich tief und fest und erholsam geschlafen, nur 8 Stunden!

Nee, keine Angst, ich fang jetzt nicht an zu kiffen!!!

Na ja, und natürlich Geld ausgegeben, was eigentlich nicht über ist. Aaaaber es ist doch Tup*per... Uuund ich hatte eine Reklamation, das Mehlsieb ist bei der Weihnachtsbäckerei zerbrochen. Da gibt es ohne Diskussion ein neues.

Heute gibt es dann einen weiteren 40. zu feiern. Schön, wenn im Freundeskreis so nach und nach alle nachziehen :-)

Auch wenn mir dadurch die eine oder andere Parallelveranstaltung durch die Lappen geht, wo ich auch gern gewesen wäre - man kann nicht auf jeder Hochzeit tanzen! Und hier handelt es sich um eine Freundin, die ich seit 1983 kenne! Bin schon sehr auf den Abend gespannt!

Der Doktor schreibt weiterhin eifrig jeden Abend eine Mail. Zeit für ein Wiedersehen hat er leider immer noch nicht, und jeden Tag stelle ich in Frage, ob er denn überhaupt noch Interesse daran hat - aber, wenn er dieses nicht hätte, würde er wohl die Schreiberei an mich einstellen. Oder zumindest vernachlässigen und nicht mehr so regelmäßig schreiben. Ist schon irgendwie süß!

Und die Karten haben mir ja gesagt, ich solle Ruhe bewahren und alle und alles sinnvoll einsetzen. Ach ja, die Karten... das wollte ich ja auch noch eintragen... Mal sehen, wann das wird.

Mit einem kranken Kind daheim komme ich irgendwie zu gar nix. War schlimm diese Woche! Außer 2 Seifen angerührt, ist kaum was geworden. Der 2. Versuch mit dem Roten Mohn sieht schon viel besser aus, weniger Pink.

So, vielleicht schaffe ich ja heute mal bissel im Haushalt. Motivation ist zwar nicht vorhanden. Nun ja... Wochenende... ;-)

27.01.2012 um 14:52 Uhr

Auf zu neuen Ufern

Das Gesundheitsamt hat zurück gerufen. Das ging ja mal schnell.

Und siehe da, meine Idee wird nicht von der Hand gewiesen. Es gibt Schimmelsporen, die Kopfschmerzen(!) und häufige Infektanfälligkeit (Mäusekind) verursachen, die aber auch zu Schlafstörungen (!!!) führen können.

Und es wäre hier gut möglich, dass dieser Schimmel vorhanden ist. Denn: als wir hier gerade eingezogen waren, war irgendwo über uns ein Rohrbruch. Im Flur, Bad und WC waren Wasserfelcken an den Decken. Laut der Frau vom Gesundheitsamt hätte dann der Vermieter/Eigentümer folgendermaßen vorgehen müssen: Alle Zwischendecken und Zwischenwände in den betroffenen Räumen heraus machen und erneuern. So aber - ließ man nur trocknen. Wir haben in der kompletten Wohnung Trockenbau-zwischendecken und in Bad und WC ebenfalls Trockenbauwände. Kein Fenster. Der Schimmel wurde letztes Jahr oberflächlich beseitigt - kein Mensch weiß, wie es hinter den Gipskartonwänden aussieht!

Man kann das auch messen lassen. Aber - und jetzt kommt der springende Punkt - wenn der Vermieter/Eigentümer das nicht übernimmt, muss ich das selber bezahlen. Ab 95 Euro = 1 Messpunkt aufwärts in ca. 25-Euro-Schritten je weiterem Messpunkt. Das wäre erst der Anfang, wenn dann diese Sporen nachgewiesen werden könnten, würde der Vermieter/Eigentümer angehalten, eine grundlegende Sanierung zu betreiben. Einerseits würde das alles ewig und ewig dauern, auf lange Sicht aber aufs Selbe hinaus laufen: Wir müssen umziehen.

Langsam aber sicher muss ich mich also mit diesem Gedanken anfreunden... halleluja, wie oft denn noch?

26.01.2012 um 18:51 Uhr

...und täglich grüßt das Murmeltier

Die Ärzte wollen also nicht ran, an meinen / unseren Verdacht. Aber jeder "normale" Mensch, dem ich von meiner Vielschläfrigkeit berichte, von unser aller Kopfschmerzen, dem Dauerkrank meiner Tochter (die wegen eines Infesktes wieder mal die ganze Woche krank ist) und neuerdings ja auch der Tagschläfrigkeit meines Sohnes - jeder sagt, das muss doch an unserer Wohnung liegen.

Der Freund meiner Mutter behauptet ja sogar, er hätte von Anfang an ein schlechtes Gefühl bezüglich unserer neuen Wohnung gehabt. Schön und gut, da hätte er einerseits mal damals was sagen können - andererseits: wenn ich gewusst hätte, dass ich hier nach 3 Jahren genauso viel Miete bezahle wie in der alten Wohnung, wären wir dort geblieben! Dort hatten wir wesentlich mehr Platz, Ruhe, eine große Terrasse und und und. Aber sowas weiß man halt nicht vorher. Leider :-/

Nun waren wir am Montag zum Gesrpäch in Bärenjunges Schule. Dort wird natürlich vermutet, dass er absichtlich die Schule schwänzt. Hat er gar nicht nötig. Und außerdem hatte der Hausarzt es auf die letzte Krankschreibung mit drauf geschrieben (was er nicht müsste), dass die Verschlaferei gesundheitlich bedingt ist und er in Behandlung sei. Wird insoweit auch akzeptiert - solange es nicht um Versäumnisse geht, wo Tests und Klausuren geschrieben werden. Na prima...!

Heute sollte er eine Klausur nachschreiben, kam 3 Minuten nach dem Klingeln zu spät - und durfte nicht mehr mitschreiben. Wie doof ist das denn? Ist doch seine Schuld, wenn ihm die 3 Minuten fehlen, oder?

Egal, darum geht es nicht. Jedenfalls brachten die 2 Lehrerinnen, mit denen wir am Montag sprachen, mich auf eine Idee. Als ich nämlich noch meiner Umschulung nachging, roch es fast jeden Tag, wenn ich nach Hause kam, in Haus und Hof nach Kiff. Also, ich selber habe in  meinem Leben 3 mal gekifft. Beim ersten mal habe ich danach beinahe 24 Stunden am Stück geschlafen. Und beim letzten Mal bin ich mitten in einem Gespräch - einfach auf die Seite gekippt (wir saßen zum Glück auf dem Boden) und eingepennt. Also - mich macht das Zeug definitiv hundemüde! Und wie es riecht, weiß ich auch - war lange genug mit nem Kiffer verheiratet...

Insofern wäre es ja möglich, dass wir in der Nachbarschaft (direkt nebenan ist ein Punkhaus und unsere Nahcbarn sind größtenteils Studenten-WGs) einfach ein paar Extrem-Kiffer haben...

Jedenfalls habe ich mich jetzt ans Gesundheitsamt gewendet. Habe denen von unseren Symptomen berichtet und angefragt, ob es die Möglichkeit gibt, unsere Wohnung oder das Haus auf irgendwelche möglicherweise austretenden Stoffe oder was auch immer untersuchen zu lassen. Bin sehr gespannt, was die antworten!

23.01.2012 um 15:39 Uhr

Mir ging's wohl zu gut...

von: Rabenmutter   Kategorie: Therapeutisches

Gestern Abend machte ich mir noch so meine Gedanken, war ich doch so mutig gewesen, Bratkartoffeln zu essen. Aber der Magen war ganz brav! Puh!

Dafür wachte ich dann des nachts mehrfach wegen eines Brummschädels auf und heute früh tobte dann ein gazes Hammerwerk in meinem Kopf :-/

Da ich mit dem Bärenjungen einen Termin in seiner Schule hatte, nahm ich ein Apsirin. Ehe das langsam anschlug, das dauerte - doch eins kam sofort hinterher: Bauchschmerzen. Zuerst im Magen, und nun wieder da, wo ich immer meine Galle vermute. Die ja angeblich nix hat. Ich mich aber gerade krümme und nicht, wie geplant, mit dem Mäusekind (die schon wieder Grippe hat) zum Arzt kann. Hmpf, hätt ich bloß die Klappe nicht aufgerissen am Wochenende... ^^

22.01.2012 um 12:30 Uhr

Mir geht's sooo gut!

Das musste ich gestern Abend so feststellen.

Ein dunkelbunter Tanzabend stand auf meinem Plan. Leider wollte von meinem engeren Freundes- und Ausgehkreis niemand mitkommen. Noch vor ein paar Wochen hätte ich damit vermutlich die Flinte ins Korn geworfen und wäre daheim geblieben.

Diesmal aber wollte ich unbedingt tanzen, mir fehlt Bewegung, eindeutig! Außerdem würde ich in der Location sowieso die meisten Leute kennen. Also schlief ich zum Spätnachmittag ein, zwei Stündchen vor und machte mich dann hübsch. Effektsträhnchen nachfärben, Kleiderschrank konsultieren, Nägel lacken...

Der erste Aha-Effekt kam schon beim anziehen. Die Strumpfhose, welche Weihnachten noch eher unter der Haut saß (=Stützstrumpfhose), ließ sich locker-leicht überstreifen. Und das T-Shirt, dass vor noch 2 Wochen vom Bauch im freien Fall gebremst wurde, schlabberte fröhlich um mich herum. Ein herrliches Gefühl!

Obwohl die Veranstaltung für 22 Uhr angesetzt war und ich erst gegen 22:45 Uhr dort war, war ich wohl der erste zahlende Gast - halleluja! Na ja, zum Glück hatte ich schon auf dem Weg einen der debilen Freunde getroffen und stand da nicht ganz so verloren herum, auch wenn die Veranstaltercrew mir nicht ganz unbekannt und sehr lustig war.

Nach 23 Uhr endlich wurde es voller, eine Bekannte brachte noch Geburtstagskuchen mit (ihre Kuchen sind immer sündhaft lecker!!!), ich schaffte es, nur ein Stück zu essen und auch nur 2 Biere zu trinken, zwischenrein gab es alkfrei. Auch wenn an der Bar mit Pfeffi und Wodka um sich geworfen wurde und Raven hinterm Tresen mich immer wieder zu einem Mixgetränk überreden wollte - nein, ich hab noch genug von vor 2 Wochen ;-)

Nach und nach wurde dann auch die Musik besser und besser und so kann ich wohl stolz behaupten, 2 - 3 Stunden getanzt zu haben, und das sehr exzessiv. Wow, hat das gut getan!

Plötzlich brach bei einem abrupten Beatwechsel am Rande der Tanzfläche eine junge Frau zusammen. Ich Unschuldslamm dachte noch, dass ihr vielleicht der krasse Rhythmuswechsel zugesetzt haben könnnte (empfindliche Menschen können davon schon mal Herzrhytmusstörungen bekommen) - nein, die Gute war schlicht und ergreifend so besoffen... Was man ihr gar nicht angesehen hatte! Halleluja!!!

Da ging mir schon so durch den Kopf, dass es mir zwar eigentlich nicht sooo gut geht - aber im Gegensatz zu ihr wohl doch sehr viel besser...

Gegen 3 beschloss ich, die erste Heimfahrt zu nutzen, und machte mich langsam auf den Weg. Draußen vor der Tür stand eine weitere junge Frau, die vorher immer fleißig mit getanzt hatte, und brüllte in ihr Handy: "Lass mich endlich in Ruhe! Fahr nach Hause! Es geht dich gar nichts an, was ich mache! Und erst recht nicht, mit wem! Krieg es endlich in deinen Schädel, dass seit verdammt noch mal 2 Monaten Schluss ist!" und so ging es ununterbrochen. Noch ein gtues Stück hallte mir ihre Stimme im Ohr und ich dachte  wiederum, wie gut es mir doch geht, da ich mich mit solchen Problemen nicht herum schlagen muss.

An der Haltestelle angekommen, fand ich dort einen jungen Mann mit Handy am Ohr vor - sehr offensichtlich war er der Gesprächsparntner der jungen Frau von eben. "Aber es ist mir nicht egal, was du machst! Du bist mir nicht egal! Und ich will doch nur wissen, ob er der Typ ist, wegen dem du Schluss gemacht hast! Ich hab es doch an der Stimme erkannt, dass er das ist! Ich will doch nur, dass du ehrlich zu mir bist! Das darf ich doch wohl verlangen!" und so fort.

Mann ohn Mann, manche können es sich aber auch wirklich schwer machen. Wenn sie nicht mehr zusammen sind, warum gehen sie dann noch zusammen weg? Japp, mir geht es sooo gut...!

Gegen halb 4 war ich zu Hause, gegen 4 im Bett und  gegen halb 5 eingeschlafen uuund - jetzt kommt das Beste!!! - ich war um 10 schon wieder wach! Putzmunter, fit und ausgeschlafen! OMG, wie lange ist es her, dass ich das erleben durfte?!

Dazu scheint draußen noch die Sonne und heute wird endlich endlich, von langer Hand geplant, meine erste Seife  entstehen... Oh, hoffentlich gelingt sie, ich habe die Idee schon sooo lange im Kopf...

Noch ein paar Randbemerkungen:

Der Herr Doktor hat leider keine Zeit für ein Treffen in absehbarer Zeit, was sehr schade ist. Er arbeitet unheimlich viel und ich frage mich, wovor er damit wegläuft. Nein, eigentlich frage ich mich nicht, sondern glaube es zu wissen.

Egal bin ich ihm aber nicht, jeden Abend kommt zuverlässig eine Mail, und die Mails werden auch immer ein ganz klein wenig länger. Allerdings muss man auch sehr viel zwischen den Zeilen lesen... Und als er neulich eines Abends nicht zum schreiben gekommen war, kam die Post reumütig am darauffolgenden Mittag...
Hach, schon das tut einfach mal gut.

Uuund Raven - war ja gestern auch dort. Uuuuund: er hat eine Freundin! Waaahnsinn, ich dachte wirklich, er kann mit Frauen überhaupt nix anfangen... Aber die beiden waren dauernd am Händchen halten und tun und machen. Er hatte ja damals so erwähnt, er könne mit "Frauen wie mir" nicht viel anfangen. Auch wenn manche diese Aussage als böse empfanden - ich bin genauso groß wie er und wesentlich schwerer. Damit konnte er wohl echt "nichts anfangen".

Diese Frau nun ist ein gutes Stück kleiner als er, eher zart gebaut und sieht auch eher maskulin aus. Hätte ich die beiden nicht zusammen beobachtet, hätte ich sie eher in die Lesbenecke gesteckt... ups! Würde ihm das aber echt wünschen und gönnen, dass das was Festes wird oder ist.

Und Julius hat dann gestern dem Heimtrainer dem Weggehen vorgezogen. Männer! Verstehen muss man die nicht, oder?!

20.01.2012 um 12:51 Uhr

Schlafmützenpost oder: Lachen ist gesund!

Kurzer Rückblick: Im Frühling letzten Jahres war mein Facharzt der Meinung, ich solle mal ins Schlaflabor. Und er würde mich dafür anmelden, sprach er.

Was ich natürlich so verstand, dass er mich dort tatsächlich anmeldet - aber nein, er schrieb nur die Überweisung, anmelden musste ich mich selbst. Was sich erst 6 Wochen später klärte und ich darum erst im Juni anfing, bei diversen Schlaflabors vorzusprechen. Viele fand ich jedoch nicht.

Eines gab mir damals telefonisch einen Termin für den 18. Januar. Ein Zweites hatte nur einen Anrufbeantworter geschaltet, dessen Stimme mir mitteilte, ich solle die Überweisung an folgende Adresse senden und würde dann einen Termin mitgeteilt bekommen. Das 3. war erst für nach der ersten Untersuchung zuständig, so dass es bei den 2 Versuchen blieb.

Meine Schwiemu hat die Untersuchung schon hinter sich, sie hatte bei der Institution meines 2. Versuches innerhalb kürzester Zeit (1 Woche!!!) einen Termin. Erzählte mir was von furchtbar  vielen Kabeln und dass ich damit unmöglich auf die Straße könnte, ich sollte mir jemanden suchen, der mich fahren könnte oder ein Taxi nehmen.

Ich stellte mir nun ein Sezneario mit unendlich vielen bunten Kabeln auf dem Kopf und überall am Körper vor und fuhr mit sehr gemischten Gefühlen am Mittwochabend zu dem Verkabelungstermin. Man wird halt nur an die Überwachungsinstrumente angeschlossen, schläft aber daheim, ausgewertet wird dann in der Ambulanz am nächsten Tag.

Ein Bekannter hatte sich bereit erklärt, mich mit dem Auto abzuholen. Ich verblieb mit ihm so, ihn zu informieren, wenn ich fertig wäre, damit er nicht auch noch unnötig Zeit vertrödeln müsste. Hinzu währe es ja kein Problem, den ÖPNV zu nutzen.

Nun, alles war ganz easy. Ich bekam ein etwa fernebdiehnungsgroßes Gerät um den Hals gehängt, dieses wurde mittel elastischem Gurt um die Brust gehalten. Dazu 2 Schläuche - einen sollte ich mir zum Schlafen in die Nase stecken, den 2. an den Finger (Sauerstoffkontrollsensor). Schwups, schon war ich wieder draußen. Jacke drüber - alles unsichtbar! Also dem hilfsbereiten Bekannten mitgeteilt, dass ich ihn nicht brauche. Nach Hause gefahren, um 21 Uhr die Schläuche an Ort und Stelle gebracht und wundersamer Weise auch direkt 21:20 Uhr eingeschlafen.

Morgens um 8 Uhr aufgestanden - Wecker gehört, tadaaa! - und zur Auswertung gefahren.

Nun, es war, wie ich vermutete. Ich atme auch im Schlaf! Nein, Spaß beiseite, ich habe keine Atemaussetzer. Auch sonst war man mit meiner Lungenfunktion, welche auch gleich noch getestet wurde, zufrieden - 22 Jahre mehr oder weniger Rauchen haben keine Schäden hinterlassen -  nur mit dem Schlafverhalten ist man halt auch nicht zufrieden und ich werde weitergeschickt, zur Schlafdiagnostik (also Klinik 3, wo ich mein Glück versucht hatte, kommt nun ins Spiel). Innerhalb von 4 Wochen würde man mich anrufen, wenn nicht, muss ich beim Schlaflabor 1 nochmal nachhaken.

Dann zapfte man mir noch 4 Röhrchen Blut ab - um nochmal alle Organe zu prüfen, ob nicht doch der eine oder andere Arzt was übersehen hat.

Heute nun sollte ich um 8:30 Uhr beim Facharzt sein, auch zur Blutabnahme. Er wollte nochmal die Hormone kontrollieren. Aber: 2 Tage nacheinander den Wecker hören - illusorisch! Punkt 8:30 Uhr wachte ich durch Druck auf der Blase auf. Ein Glück, dass ich nachts immer so durstig bin!

Also aus dem Bett geprungen, öhm, geklettert natürlich, zu meinem Entsetzen festgestellt, dass auch beide Kinder noch im tiefsten Schlummer liegen - beide aufgescheucht, Zähne geputz, angezogen, Farbe ins Gesicht geklatscht und losgerannt. Mit knapp einer Stunde Verpätung beim Arzt aufgeschlagen, aber gerade in letzter Minute für die Blutentnahme. 3 Röhrchen diesmal nur.

Wie erwartet, machen wir nichts Neues, weiterhin meine 2 Tabletten und nun abwarten, wann sich die Rentenkasse zuckt und was die Schlafdiagnostik bringt. Geduld!!!

Wieder daheim - ein Brief im Kasten. Mir war gleich so, als ob das nicht der Termin für das schriftlich angefragte 2. Schlaflabor sei. So war es! Nach Anfrage vom 7. Juni 2011 teilt man mir am 18. Januar 2012 einen Termin für den 19. Februar mit! Halleluja, das nenne ich doch mal zeitnah!!! Ich musste herzhaft lachen - soll ja gesund sein.

16.01.2012 um 18:46 Uhr

Ein Prinz, ein Prinz!

Lange Zeit habe ich gewisse Dinge liegen lassen, hatte einfach keinen Nerv dafür. So zum Beispiel meinen mp3-Player, den ich nach einem Jahr Pause wieder hervor holte, weil mir so danach war, wieder mal unterwegs Musik zu hören - und da tat er nix mehr. Hatte sich wohl zerlegen - nach nur einem Jahr - unverständlich für mich, aber nun ja. Zum Glück brachte "der Weihnachtsmann" einen neuen, und nun bin ich wieder mit Musik unterwegs und siehe da, alles geht viel besser, fällt viel leichter... Unbändige Lust versprüre ich, endlich wieder mal laufen zu gehen, noch passt es aber nicht in den Zeitplan.

Was ich auch liegen ließ, waren meine Tarotkarten. Jahreskarten hatte ich mir wohl für 2011 und 2012 gezogen, aber ansonsten hatte ich sie nicht mehr befragt. Die Auswertung für 2011 ist auch noch immer offen, das mus ich mal in Ruhe machen.

Die Karten für 2012 sind super, das werde ich hier auch noch mal aufschreiben, damit ich nächsten Januar einfacher schauen kann, was sie verprachen. Habe das nämlich im letzten Jahr nicht ausführlich notiert, nur die 3 Karten...

Nun habe ich meine Karten mal wider konsultiert, und zwar um heraus zu finden, was denn dieser Dr. in meinem Leben für eine Bedeutung hat.

Und wurde überrascht...

PRINZ DER KELCHE

Auf den Wellen thronst du sicher über der Tiefe! Erhebende Gefühle - das Wasser trägt! Leidenschaftliches Verlangen verdichtet die Gefühle.
Aus der ägyptischen Mythologie stammt die Transformationsreihe Skorpion, Schlange, Adler: Der Adler ist ein mächtiger und erhöhter Skorpion. Die geringelte Schlange zeigt eine notwenige Klärung von Instinkten und Bedürfnissen, von Verlockungen und Verführungen, von Wegen und Abwegen.
Gehe den Gefühlen (aller Beteiligten) auf den Grund. Habe den Mut, dein wahres  Verlangen zu ermitteln und auszudrücken.
LIEBE
Du bist eine liebende, würdevolle Persönlichkeit, deren große Kraft aus der Tiefe kommt. Dein Innenleben und deine Gefühle sind für dich sehr bestimmend. Solange du das nicht anerkennst, kannst du dich selbst stark verletzen. Sobald du aber den Impulsen aus deinem Unbewussten nachgehst und danach lebst, hast du Oberwasser und eine erfahrene, lustvolle Lebensart. Sei "gut gelaunt wie ein Pascha und boshaft wie ein Stachelschwein" (Italo Calvino).
GLÜCK
Du lebst im Uferlosen. Die Wasserwelt mit allen Tiefen ist dein Glück. Jeder äußere Rahmen (Erfüllung von Pflichten, Aufgaben, Regeln) würde an dem Problem deiner persönlichen Uferlosigkeit nichts ändern. Sicherheit und Halt besitzt du einzig in dir. Dein Thron im Hin und Her der Wellen hat auch große Vorteile: Du bist sensibel für Strömungen und Schwingungen. Bleibe dafür offen.
ERFOLG
Gehe den Motiven auf den Grund - deine feine Wahrnehmung von Emotionen und Instinkten führt dich zuvielfältigen, oft mutigen Ideen und Inspirationen.

Wow, kann ich da nur sagen!

15.01.2012 um 18:06 Uhr

Nun ist die Kleene eine Große

Was für ein Wochenende - ein schönes!

Okay, das Mäusekind war von Mittwoch bis Freitag krank und wir waren am Donnerstag wieder mal beim Arzt - da waren wir ja lange nicht, aber man kannte uns noch ;-)

Sie hatte eine dicke Mandel aber Dank der Lutschtabletten wurde es rasch besser - ohne Behandlung wäre bestimmt gleich wieder ne Angina draus geworden, bei ihrem schlappen Immunsystem.

Ach ja, am Mittwochabend waren wir auch noch alle 3 auf einer Filmprämiere, das war auch sehr erlebenswert. Vor allem, als das Mäusekind sich ein Autogramm vom gutaussehndsten Jungschauspieler holte und er genau so rot wurde wie sie :-)

Japp, ansonten habe ich dies und das zusammen getragen und dann gestern den ganzen Tag in der Küche zugebracht. Am Freitagabend hatte ich ja die erste Badebombenmischung zusammen gerührt. Geht schnell und einfach und macht Spaß! Allerdings wurde die verwendete Form inzwischen für den Zweck disqualifiziert - Fische, und beinahe alle sind beim aus-der-Form-lösen zerbrochen :-/

Da es ansonsten mti der Herstellung so gut klappte, habe ich dann gestern früh gleich noch 2 Sorten gemacht - muss mich ja ein wenig heran tasten, an die Mischung der Farben, wieviel Aroma dazu, etc.

Danach habe ich angefangen zu backen - eine Schokoladentorte, einen Blaubeerkuchen, eine Pizza und 2 Sorten Muffins. Das Mäusekind wurde nämlich heute 14!

Groß feiern wollen wir das im Frühling, wenn man draußen sitzen kann. So wollte sie nur mit 2 Freundinnen reinfeiern - hat sie auch. Die Mädels kamen gegen 7 und dann sind sie zusammen im Kino gewesen. Während dessen hab ich die Kuchen verziert. Nach dem Kino gab es die Pizza.

Dann bekam ich noch kurz Besuch von der Lady und Andrew, die auf dem Weg zum Tanzlokal ums Eck bei mir waren. Ja, klar wäre ich gern mitgegangen - aber 14 wird die Tochter nur einmal!!!

Alsdann wurde das Geburtstagskind in ihr Zimmer gesperrt und ich habe den Tisch gedeckt, schön mit Torte, auf die Muffins hatte ich in ihrer Lieblingsfarbe "Happy Birthday" geschrieben, dazu alle Geschenke und bereits eingetrudelte Geburtstagspost auf den Tisch. Punkt um 12 haben wir dann angestoßen und sie hat ihre Geschenke ausgeppackt und sich sooo gefreut.

Heute kamen dann die Großeltern zum Kaffeetrinken, wo es dann leider ein Geschenk nochmal gab, was schon eine Freundin geschenkt hatte - na ja, das wird nun von der Oma wieder umgetauscht.

Jetzt gibt es gleich noch das Festessen, Rouladen (ach ja, die hatte ich auch noch gekocht ...) und nachher gehen wir das erste einzulösende Geschenk einlösen - ich hab ihr Tickets für eine Flamenoc-Aufführung heute Abend geschenkt.

Hoffentlich hängt sie dann morgen in der Schule nicht zu sehr durch vor Müdigkeit... :-/

13.01.2012 um 15:56 Uhr

Ich will

Jeden Abend kam eine Mail. Er erzählt mir von seinem Tag, seinen Projekten, seinem Leben. Umgekehrt mach ich das genauso.

Und es tut so gut, jemanden zu haben, den das interesseirt und der einen an seinem Leben ein klein wenig teilhaben lässt.

Trotzdem hab ich jeden Abend gebibbert, ob er nicht vielleicht doch schreibt, ich solle ihn nun in Ruhe lassen. Aber nein, das kam nicht, und als dann der  Bericht im Tourtagebuch zu lesen war, war zwischen den Zeilen auch ganz schön was zu lesen...

Gestern dann schrieb er, dass er übers Wochenende wegfährt. Und verabschiedete sich brav bis Montag. Ist das süß, oder ist das süß? - Ich wäre nämlich womöglich am Amok laufen gewesen, warum er am Wochenende nicht schreibt.

Nun habe ich auch seinen Geburtatg heraus gefunden, und unvorsichtiger Weise - habe ich einfach mal eben ein Partnerhoroskop erstellt. Oh mein Gott, das hätte ich nicht tun sollen...

Ich will diesen Mann!!!

10.01.2012 um 21:53 Uhr

Rückfällig

von: Rabenmutter   Kategorie: Therapeutisches

Ja. Ich habe wieder angefangen zu trinken.

Und das kam so...

Das Abenteuer am Wochenende hat mich ganz schön aufgewühlt. Obwohl ich "geflohen" bin, ehe "es" passierte, hab ich trotzdem seither ein breites Grinsen im Gesicht (na ja, zumindest, seit ich wieder nüchtern bin). Ich hab mich wie ein Teenager gefühlt. Und irgendwie fühl ich mich grad immer noch so. Als hätte ich zum allerersten Mal geknutscht. Da irgendwo in meinem Bauch ist ein Punkt, der gibt mir die ganze Zeit das Gefühl, kurz vorm Explodieren zu sein. Ein imenses Glücksgefühlt, dass sich nicht in Worte fassen lässt. Der Moment kurz vor einem Orgasmus... so in etwa. Aber das nun seit Tagen.

Schlafen kann ich immer noch miserabel. Aber ich schaffe es, morgens um 10 Uhr aufzustehen - welch Fortschritt!

Und ich fühle ungeheuere Energie in mir. Gestern war ich an meiner ehemaligen Arbeitsstelle einkaufen, ganz entspannt und vor allem: ganz allein!!! Ich bin fast geplatzt vor Stolz! Ich habe meinen Ex-Chef gesehen und innerlich darüber grinsen müssen, dass auch er nun zum Brillenträger geworden ist. Ja, wir werden alle nicht  jünger...

Nein, bedient hat er mich nicht. Hätte er auch nie gemacht. Die Mädels an der Kasse kannte ich beide nicht. Na ja, dort ist sowieso immer ein Kommen und Gehen.

Heute war ich gleich früh im Waschsalon. Mittags mit dem Mäusekind in der neuen Schule. Sie ist angenommen, und der Schulleiter ist ein ganz netter. Nächste Woche ist da Tag der Offenen Tür, da werden wir hin gehen. Wieder was zum Positiven hin erledigt.

Danach war ich doch erst mal irgenwie platt. Legte mich hin. Doch dann trieb mich eine innere Unruhe wieder raus. Blick auf den Rechner: Mail vom Doktor. Die hatte ich doch heute schon vermisst... Ja, auch wieder alles ganz banal... nur so... zwischen den Zeilen...

Und da isses wieder, dieses Glucksen im Bauch... Zuletzt habe ich das bei Angel erlebt. Damals hab ich unheimlich viel geraucht, sonst hätte ich diese Zeit emotionalen Aufruhrs nicht überstanden.

Aber mit dem Rauchen hab ich ja vor über 2 Jahren aufgehört. Und das habe ich auch dadurch geschafft, dass ich damals immer und überall ein Getränk dabei hatte. Eine kleine Flasche - Wasser, Tee, Schorle - egal, irgendwas zum in-der-Hand-halten und an-den-Mund-führen. Und genauso mache ich das jetzt. Ich schleppe überall mein Getränk mit mir rum. Mag zwar manchen Mitmenschen merkwürdig erscheinen - ist ja nun nicht gerade heiß draußen - aber es hilft ungeheuerlich und vor allem: es bremst auch noch den Appetit.

Erinnert sich noch wer an meine letzte Gewichtsmeldung? Nein? - Besser so! Es war jedenfalls im 3-stelligen Bereich und dann hab ich mich lange nicht mehr auf die Waage stellen mögen. Jetzt kann ich fühlen, wie es purzelt. 4 Kilo unter 3-stellig - und das nach der Jahresendvöllerei!

In diesem Sinne - hoch die Flasche! Auf den Doktor, auf die Liebe, auf das Leben...

 

07.01.2012 um 20:21 Uhr

Ungeplante Doktorenkonsultation

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Zählt das als Therapiestunde, wenn man von einem Psycho-Doc geknutscht wird??? Ob ich ein Rezept für weitere Sitzungen bekomme???

Aber ich fange mal von vorne an...

Am Donnerstag las ich völlig überrascht, dass ein Gesangsduo, welches ich sehr gern mag, am Freitag in einem Club gleich bei mir ums Eck gastieren würde. Oh je, das war zwar gar nicht eingeplant, aber da muss ich doch hin!

Auch die Lady konnte es ratz-fatz organisieren, dabei zu sein, und so wanderten wir gemeinsam zu eigentlich schon später Stunde hin. Laut Programm sollte es um 22 Uhr losgehen und sie sollten zuerst spielen. Natürlich kommt immer alles anders - als wir nach 22 Uhr dort ankamen, wurden wir sogleich herzlich vom Dr. Stone umarmt und dann von Mr. Tiger, der uns darüber informierte, dass die erste Band um 23 Uhr spielen sollte, sie dann um Mitternacht. War eigentlich schon zu erwarten. Aber mit den beiden kann man wunderbar schwatzen, so dass wir uns nicht langweilen würden, außerdem wartete die Lady noch auf Andrew und ich hatte mich eigentlich mit Julius verabredet, der dann aber sehr lange arbeiten musste und sich am Ende für Couching entschieden hat. Einerseits fand ich das sehr schade, andererseits... hatte der Dr. mal keine weibliche Begleitung dabei - und süß fand ich den schon immer! Einmal noch Groupie sein...!!!

So verwickelte ich ihn dann nach dem Konzert in ein Gespräch und landete mit ihm an der Bar. Wir teilten uns einen Drink und schwatzten ein wenig, so erfuhr ich, dass er im wahren Leben - ein Psycho-Doc ist! Hmmm, japp, von ihm würd ich mich schon gern therapieren lassen - leider praktiziert er nicht in meiner Stadt.

Plötzlich kam er ganz nah ran und flüsterte mir ins Ohr: "Duu, wir müssen ganz schnell hier weg... und dringend knutschen!" Hui... ;-)

So landeten wir in einer finsteren Ecke, ich fürchte, uns hat trotzdem jeder gesehen - egal, er knutscht wunderbar!!!

Nun hätte ich ihn schon gerne mit zu mir nach Haus genommen, das Sofa war sowieso hergerichtet, weil vielleicht die Lady da übernachten wollte - sie zog dann doch vor, mit Andrew zu verschwinden. Ich war total überrascht, als die beiden aufbrachen, hatte aber keinen Schimmer, wie spät es war...

Also landete ich dann als Groupie in der Bandschlafstätte, welche kein Hotel, sondern eine Wohnung war, in deren Zimmern halt nix als Betten standen. Nun hatte irgendwie die Vereinbarung nicht geklappt, eigentlich wollten die beiden jeder ein eigenes Zimmer - aber in allen Räumen schlief schon wer. Mist! Nun noch zu mir ging auch nicht... so landeten wir in einem Bett in einem Raum, wo schon andere Leute schliefen.

Hm, irgendwie war ich aus der Groupiephase dann doch raus und ehe zu viel passieren konnte, wofür ich kein Publikum haben möchte, hab ich dann doch die Flucht ergriffen... Was wohl auch besser so war, denn kaum daheim (es war halb 7!!!), stellte sich heraus, dass entweder das Bier schlecht war, oder aber der Wodka, der Likör - oder doch der geteilte Drink???

Leider habe ich damit wohl einen sehr verwirrten Dr. zurück gelasssen, schade :-/

Und meine Brille ist auch weg - aber da hat er mir schon geschrieben, dass sie sie gefunden haben - nur leider schon mit in ihre Stadt genommen. Na ja, so kann ich mich auf Post freuen ;-)

05.01.2012 um 22:09 Uhr

Up to Date und weitere News...

So, endlich, endlich habe ich es wieder mal gesachafft und bin bei all meinen Favoriten hier auf Blogigo auf dem neuesten Stand. Auch wenn ich noch sooo viel anderes auf der Liste hab und im neuen Jahr bisher nicht so recht aus der Hüfte komme, wenigstens das ist nun geschafft.

Dem Mäusekind habe ich heute endlich den Brief für den Schulleiter geschrieben, den sie eigentlich schon am ersten Tag im neuen Jahr mitnehmen sollte. Sie kommt durch ihr häufiges Krank in der Schule nicht mehr hinterher, kaum ist sie wieder gesund und kann wieder zur Schule, stürmt neuer Stoff auf sie ein und sie hat kaum eine Chance, das Versäumte nachzuholen. Klar geht es am Gymnasium zack-zack-zack hintereinander weg, genau darum soll sie ja nun zum Halbjahr auf eine Mittelschule wechseln.

Nun hat jedoch ihre Französischlehrerin als Einzige begriffen, wie die Situation ist und verzichtet daher bis zum Halbjahr darauf, das Mäusekind zu benoten - weil es ja nix bringt, sie mit schlechten Noten fürs Krank noch zu bestrafen, sondern wichtig ist, sie am Ball zu halten und ihr die Lust auf Schule nicht gänzlich zu vermiesen. Alle anderen Lehrer kapieren das nicht, obwohl ihr Klasseneleiter das auch schon angesprochen hat.

So hat sie nun in den paar Tagen im neuen Jahr massig 5en und 6en gefangen, na prima. Am Boden zerstört, wollte sie nun nicht mehr zur Schule. Das geht aber mal gar nicht...

Also habe ich es dem Klassenleiter und dem Schulleiter nochmal schriftlich dargelegt, was los ist und darum gebeten, bis zum Halbjahr  auf eine Benotung zu verzichten, außer es handelt sich um gute Noten. Von Pädagogik haben diese Lehrer wohl noch nicht viel gehört... ^^

Auf der neuen Schule, wo sie gern hin möchte, hab ich niemanden ans Telefon bekommen und darum gestern per E-mail  angefragt, ob generell neue Schüler aufgenommen werden und um einen Termin für ein Gespräch gebeten. Keine Reaktion bisher - wenn morgen nix kommt, ruf ich da am Montag wieder an.

Meine Weihnachtspäckchen hatte ich fast alle per Hermes versendet, weil mein Vergleich ergab, dass die billiger sind als die Post. Nun hatte ich ein Geburtstagspäckchen zu versenden und huch, die sind plötzlich teurer geworden! So bin ich nun Onlinepaketkunde der Post geworden und hatte prompt wieder meine Adresse als Empfänger und die des Empfängers als Absender eingetragen - zum Glück hab ich es diesmal aber bemerkt!!!

Meine Weihnachtsseife habe ich angewaschen und find die Klasse. Zwar hat sie leider viel an Duft verloren beim Trocknen, aber durch die gemalenen Mandeln und das Lebkuchengewürz, was drinnen ist, hat sie eine wunderbaren Peeling-Effekt. Also - mir gefällt das!

Weitere Zutaten zum richtig Seife machen sind bestellt bzw. gekauft, ich habe schon sooo viele Ideen im Kopf... na mal sehen. Am Ende hab ich gar keinen Platz für so viele Seifen!

Morgen ist Weihnachtsfeier von Mäusekinds Klasse - wir machen ein Lagerfeuer am Fluss. Ich finde die Idee prima. Hoffentlich regnet es nicht!

Und morgen Abend ist dann ein Konzert, wo ich gern hin möchte, was ich aber gar nicht eingeplant hatte... hmpf... ich denke, ich werd dennoch hingehen. Hoffentlich kommt jemand mit. Habe sowieso viel zu viel Geld für Mäusekind Geburtstag ausgegeben, da kommt es auf den einen Zwanni nun auch nicht mehr an...

05.01.2012 um 13:45 Uhr

Zwei Herzen

...schlagen in meiner Brust...

Der Zwerg ist nun endlich Vater geworden. Viel Zeit hat sich sein Karlchen gelassen, wurde letztendlich mit Macht heraus gedrängt, also die Geburt wurde eingeleitet, da es 1 Woche über die Zeit war. Und da die Mutter über 35 ist, zählt es als Risikoschwangerschaft, da wird dann nicht länger gewartet. Ich weiß nicht, ob ich das gut finden soll - manches Kind braucht eben ein bisschen länger, und sooo perfekt sind die Berechnungen ja nun auch nicht...

Egal, jedenfalls ist der Junior nun da. Seit Weihnachten war der Zwerrg nur noch am Warten, und natürlich immer um die Kindsmutter herum. Klar, da gehört er jetzt auch hin.

Er hatte mich mit dem Mäusekind gesehen, als ich zwischen den Feiertagen mit ihr in der Klinik war, die letzten Proben abzugeben. Sein Junior wurde in dieser Klinik geboren, und er war beinahe täglich zu den Voruntersuchungen mit ihr dort. - Ich habe ihn nicht gesehen. Wenn ich ihn gesehen hätte, hätte ich ihn sowieso nicht sehen dürfen, um Stress zu vermeiden.

Ich habe ihm eine CD zu Weihnachten geschenkt, sie heißt "Alles, was dein Herz begehrt". Dazu habe ich ihm gewünscht, dass er im neuen Jahr dafür bereit sein möge, für alles, was sein Herz begehrt.

Ich weiß nicht, ob er das verstanden hat, denn ich war damit nicht gemeint. Ich weiß, dass er sehr gern eine richtige Familie möchte, mit seinem eigenen Baby, dessen Mutter und den anderen Kindern, die nicht von ihm, aber ihm lieb wie eigene sind. Jedoch möchte er, dass sich die Kindsmutter für ihn ändert. Warum? Er hat sich in sie verliebt, als sie so war, wie sie ist. Warum kann er sie nicht so akzeptieren? Und auch er will sich für sie ändern... Irgendwie finde ich das traurig. Er hat (nicht nur) mir gegeüber so oft schelcht von ihr gesprochen,  sich beklagt, dass er mit ihr nicht die Art Beziehung leben kann, wie er gern möchte. Warum kämpft er dann immer wieder darum? Immer wieder reicht er ihr die Hand, um sie beim kleinsten Grund wieder zu entziehen. Umgekehrt sie genauso. Die armen Menschen, und vor allem: die armen Kinder, die ständig hin und her geschubst werden...

Ja, ich mag ihn immer noch sehr gern, aber irgendwie bin ich auch ganz weit weg von ihm. Wenn er meine Hilfe erbittet, bin ich da - das habe ich verpsrochen und das möchte ich auch gern tun. Ich hoffe, dass ich sein Baby mal werde sehen können, ohne das dessen Mutter sowohl ihn als auch mich dafür umbringt... Aber mehr ist irgendwie nicht da im Moment.

Dafür gehen wunderschöne Mails hin und her, zwischen Julius und mir. Er schreibt so wunderbar ausführlich, eine Wohltat zwischen all den Ein-Wort- oder Satzfragment-Mails, die andere Männer so schreiben. Er schreibt auch wunderbar erfrischend, und ohne dass das Geschriebene bisher zu persönlich wurde, steckt doch sehr viel zwischen den Zeilen. Es macht Spaß, es tut gut, und ich freue mich darauf, ihn wieder zu sehen...

02.01.2012 um 23:26 Uhr

Die schönsten Neujahrsgrüße 2012

von: Rabenmutter   Kategorie: Splitter

Das sind die 2 witzigsten Neujahrsgrüße, die ich dieses Jahr gelesen habe und die möchte ich gern mit euch teilen:

"...und wenn Ihr am Ende des Jahres 365 Gummis verbraucht habt, schmelzt sie ein, macht einen Autoreifen draus und schreibt "GOOD YEAR" drauf!"

"Immer die gleiche Sauerei am Neujahrsmorgen: Überall explodierte Feuerwerkskörper, der Mülleimer ist ausgebrannt, leere Flaschen und Glasscherben, wohin man blickt. Alle paar Meter Kotzflecken, in jeder Ecke stinkt es nach Urin, und hie und da torkeln lallende Besoffene, die den Heimweg nicht finden. Und das Schlimmste: Draußen vor dem Haus sieht es genauso aus."