Rabenmutter

27.09.2012 um 18:41 Uhr

Ich weiß nicht, was soll es...

von: Rabenmutter   Kategorie: Therapeutisches

Stimmung: unzufrieden

Nein, ich will um Himmels Willen nicht herum jammern. Aber ich bin derzeit mit mir sowas von unzufrieden und mache mir daher wohl auch mal wieder viel zu sehr einen Kopf.

Komisch ist es aber schon. Noch im Juni ging es mir so super gut, dass ich vorübergehend auf meine Medis verzichten konnte. Okay, war vielleicht unklug von mir, aber ich nahm ohnehin zu dem Zeitpunkt nur die halbe Dosis, und weiter reduzieren war nicht mehr möglich, weniger als jeweils eine halbe Tablette geht nämlich nicht.

Na ja, dann schlichen sich die Kopfschmerzen wieder ein, ich nahm also wieder die Abenddosis, und dann kam auch die Müdigkeit wieder dazu, Halleluja, also auch morgens wieder... und dann musste ich das ganze wieder auf die normale Dosis vom Anfang erhöhen, weil es nicht besser werden wollte.

Das berichtete ich dann halt so meinem Arzt beim letzten regulären Besuch, woraufhin er dann das andere Medikament vorschlug. Ich weiß nicht, warum ich mich darauf eingelassen hatte - ich ging schon mit einem unguten Gefühl an die ganze Sache heran, hatte mich nach dem letzten "Ausprobieren" ja eigentlich entschieden, nicht mehr mit Medikamenten herum experimentieren zu wollen und ärgerte mich über mich selbst, dass ich mich drauf eingelassen hatte.

Wie es weiter ging, war vor kurzem dann hier zu lesen. Inzwischen habe ich auch eine Einweisung für die Tagesklinik in der Hand, da ich mich aber mit telefonieren schwer tue - kann im Moment nicht mal bei guten Freunden anrufen - habe ich da auch noch nichts gemacht. Steht für nächste Woche auf meinem "Zettel".

Und wieder mal gehen mir dann Gedanken zu manisch-depressiv durch den Kopf und die Frage, ob ich das vielleicht doch bin? Also diese Hoch- und Tief-Phasen, normal ist das ja keinesfalls!

Im Moment bin ich immer noch in einer totalen Tief-Phase. Brauche unendlich viel Schlaf, habe Heißhungerattacken noch und nöcher, kriege nix auf die Reihe (selbst hier zu schreiben hab ich tagelang vor mir her geschoben). Den Tanzkurs habe ich wieder mal auf Eis gelegt, weil ich nach 20 Uhr keine Energie mehr habe. Zur Theatergruppe konnte ich diese Woche leider nicht, da Elternabend in Mäusekinds neuer Schule war. Der steht wiederum  auf einem ganz anderen Blatt, vielleicht schaffe ich es mal noch, darüber zu schreiben.

Und dann nehme ich mir schon so wenig wie möglich pro Tag vor und schaffe nicht mal das... Immerhin konnte ich heute fürs Mäusekind eine Schulbescheinigung auftrteiben und gleichzeitig den Antrag auf die Fahrt ins Skilager unterschreiben lassen. Zahlungsaufschub hat man mir auch gewährt, da man Mäusekind gerne mitnehmen will (O-Ton Sportlerherin: "Eine tolle Tochter haben Sie, Rabenmutter!") und ich jetzt zum Monatsende dieses Geld nicht habe.

Somit gingen heute die nötigen Anträge ans Amt raus, das ist auch immer ein Akt, den ich vor mir her schiebe - ich hasse es, ständig die selben Formulare auszufüllen und ständig die selben Kopien dranzuhängen. Aus dem Grund wollte ich die EU-Rente, fürchte aber, wäre damit nicht um die zusätzliche Beantragung laufender Beihilfen gekommen - zumindest aber hätte man Einkommen aus verschiedenen Quellen gehabt. Nun sieht es so aus, dass das A-Amt einen Einkommensnachweis vom Bärenjungen benötigt - der ist seit 1. September Azubi und erhält Ausbildungsvergütung. Aber die erste Abrechnung für ihn erfolgt erst im Oktober, weil Zahltag in der Firma erst Mitte des Folgemonats ist. Ich wette, dass wir damit zum 1. November wieder ohne einen Cent da stehen - weil sie es dann so schnell wieder nicht schaffen, unser Geld zu berechnen... (was unter Garantie auch nur ein Programm errechnet, man muss sicher nur die nötigen Zahlen eintippen).

Solche kleinen Dinge nagen dann an mir und machen es mir noch schwerer, aus der Depristimmung heraus zu finden. Dabei gibt es doch so viele Dinge, die meine Stimmung aufhellen müssten - ich habe Ben und darüber bin ich unsagbar glücklich! Ich habe seine Tochter endlich kennengelernt und wir mögen uns sehr! Seine Wohnung nimmt auch Gestalt an, und morgen kommt er übers Wochenende her!

Das Mäusekind macht sich gut in der neuen Schule und der Bärenjunge geht in der Ausbildung auf. Er wollte mit seiner aktuellen Erkältung nicht mal zum Arzt gehen, aber sein Chef hat ihn geschickt - er vergrault die Kunden mit seiner Triefnase. Nun hat der Arzt ihn auch noch bis Dienstag krank geschrieben, das findet er ganz furchtbar, er hätte am WE arbeiten sollen und wollte das auch gerne... (Wer ist das in Bärenjunges Zimmer, und was hat er mit meinem Sohn gemacht????) 

Und ich hab hier das Gefühl als müsste ich mich jeden Tag durch einen kaputten Sack kämpfen und finde den Ausgang nicht. Entweder ich bin total müde oder aber der Kopf brummt. Wahlweise auch beides. Wenn ich mich zu irgendwas aufraffe, fällt mir ein, dass ich doch eigentlich was ganz anderes vor hatte... Versprochene Treffen oder Telefonate mit Freunden kann ich nicht einhalten, weil wir somit hier daheim im Chaos versinken würden...

Habe mir heute meine Magnetmatratze  wieder ins Bett gelegt, die mir meine Mutter wegen der Wassereinlagerungen gekauft hatte. Vielleicht hilft sie auch diesmal...

19.09.2012 um 15:21 Uhr

Selber schuld...

von: Rabenmutter   Kategorie: Therapeutisches

Stimmung: *aaargh* *schrei* *kreisch*

Man sieht mich mit 200 Puls... mindestens!!!
Komme gerade von meinem Facharzt... aaargh, warum nur ist man von solchen Leuten abhängig?!!!
Wie gerne würde ich mir einen anderen suchen aber man kommt ja nirgends dran...
Aaalso: erst hat er ewig herum gestottert wegen der Bescheide zu Teilhabe / Erwerbsunfähigkeit von der Rentenkasse - beides abgelehnt - und ob ICH denn nun weiter klagen will oder wie oder was. Wieso immer ICH? Das A-Amt hat mich dazu verdonnert, Teilhabe zu beantragen und EU-Rente habe ich nur aus dem Grund beantragt, dass ich gerne die 2 Jahre Ruhe vorm A-Amt gehabt hätte, um mich in Ruhe um meine Gesundung zu kümmern ohne dass ich dort ständig Anträge ausfüllen und hin rennen muss...
Nun ja, dann meinte er, es wären schon 15 min. rum und ich hätte keinen Termin, was denn sonst noch wäre???
Hallooo, ich sollte ja wegen der Medikamentation einfach vorbei kommen! Berichtete ihm also, wie es mir mit dem anderen Medikament gegangen wäre. Dass es auch nach erhöhen der Dosis wenig besser gewesen ist, ich aber nicht mal das Bisschen "normalen" Alltag mehr leben konnte, was ich mir mühsam aufgebaut habe. Dass ich wenigstens noch in der Lage sein muss, meinen Kindern Essen zu kochen und mit ihnen einkaufen zu gehen. Dass ich neben Müdigkeit und Kopfweh nun noch mit Schwindel und Magenschmerzen zu kämpfen hatte.
Und dass ich wieder die alten Medis nehme, jedoch wieder in voller Höhe aber immer noch nicht zufriedenstellendem Gesundheitszustand, was Müdigkeit und Kopfschmerzen betrifft.
Was durfte ich mir anhören? Dass ich immer viel zu schnell aufgeben würde! Dann hätte ich eben ein paar Wochen lang ganz langsam das andere Medikament steigern müssen, und mich derweil ins Bett legen sollen. Auf meinen Alltag mit 2 Kindern, den ich zu bewältigen habe, könne man da keine Rücksicht nehmen. Sonst "müsse er mich eben dafür stationär einweisen".
Hallo, davon war noch nie die Rede!!!! Genau das sagte ich ihm dann auch, dass ich von Anfang an drum gebeten hatte, eingewiesen zu werden, mich von Kopf bis Fuß auf alles körperliche durchtesten zu lassen und, wenn nichts gefunden wird, eine psychosomatische Therapie zu beginnen. ER sagte damals, mir ginge es ja viel zu gut!
Daran konnte er sich natürlich nicht erinnern, aber ich müsse verstehen, dass er keinen seiner Patienten gleich beim 2. Termin einweisen lassen würde, da müsse man schon erst mal ambulant sehen, was man tun kann. Außerdem wäre es ja MEINE Entscheidung gewesen, auf die Entscheidung der Rentenkasse zu warten...
Ich war so wütend, dass ich beinahe geheult hätte!!!
Nämlich ER war es, der meinte, solange die Rentenkasse sich nicht entscheidet, unternimmt er weiter nichts!
Jetzt, wo in dem Schreiben vom Sozialgericht drinnen stand, dass ambulante oder stationäre Therapie erfolgen sollte, wird es plötzlich interessant und ICH solle mich doch mal drum kümmern. Ebenso muss ICH mich drum kümmern, dass was mit dem Schlaflabor passiert. Dort bin ich seit Januar angemeldet. Ich sagte ihm, dass es sicher sinnvoller ist, wenn der Arzt, der mich überwiesen hat, da nochmal nachhakt, aber da meint er, das sei nicht seine Aufgabe und darum könnte ich mich ja selber kümmern.
Außerdem meint er, die Sache mit der Rentenkasse sei erledigt, solange ich nicht austherapiert bin, habe ich keine Ansprüche (ach, auf einmal???) und er macht mir eine Überweisung zur Tagesklinik fertig, die ich mir nächste Woche abholen kann.
Außerdem sollte man halt nochmal alles körperliche abchecken, darum sollte ich mich doch mal kümmern...

Also wie man sieht - alles meine Schuld...

14.09.2012 um 19:37 Uhr

...und wieder von vorn???

von: Rabenmutter   Kategorie: Therapeutisches

Im Moment bin ich sehr sehr unzufrieden, was meinen gesundheitlichen Zustand angeht.

Ich hatte diese Medikamentenumstellung letzten Monat abgebrochen, weil ich unter dieser meinen "normalen" Alltag nicht leben konnte. Der Alltag, der für mich Normalität bedeutet, hat nichts gemein mit einem "wirklich normalen Alltag" mit 8 Stunden arbeiten gehen, einkaufen, Kinder ver- und umsorgen, Haushalt etc.

Aber ich will mich nicht beschweren und bin ja schon einigermaßen mit dem zufrieden, was ich mir wieder erarbeitet habe.

Nun ist es zum einen so, dass ich aus diversen Quellen weiß, dass Medikamentenumstellungen stationär stattfinden sollten. Eben weil man dann keinen normalen Alltag leben kann - und bei mir ist eben keiner da, der sich statt meiner hinstellt und sich um die Kinder und den Haushalt kümmert. Klar sind sie schon sehr groß und sehr selbstständig, aber eben auch noch nicht sooo weit, dass alles ohne meine Organisation etc. läuft.

Also habe ich dann wieder zu meinen bewährten Medis zurück gegriffen. Und erwartet, dass der Zustand von vor dem Medikamentenexperiment wieder einkehrt.

Ich warte immer noch. Aber es geht mir eher schlechter als besser.

Am Wochenende war ich mit Ben, der Lady und noch einigen anderen Freunden und Bekannten auf einem Festival. Normalerweise ziehe ich aus solchen Wochenenden Energie, und es verlief auch alles recht entspannt, das Wetter war bombastisch, Ben und ich gingen sogar jeden Tag im nahe gelegenen Stausee schwimmen. Okay, ich schlief nicht besonders auf dem Zeltplatz, aber ansonsten war alles gut und ich fühlte mich wohl.

Plötzlich hatte ich am 3. Tag das Gefühl, dass es mir den Boden unter den Füßen wegzieht. Ich kann es schwer erklären, ich bin auch nicht umgefallen oder so, nur packte mich mit einem mal eine bleierne Müdigkeit und ich wollte nur noch eins: weg und in ein Bett. Zum Glück hatte Ben dafür Verständnis und wir brachen viel eher auf als geplant und ich verpasste auch 2 Bands, die ich gern noch gesehen hätte - aber es ging einfach nicht mehr. Keine Kraft mehr da.

Vom Festival aus fuhren wir nicht zu mir nach Hause, sondern zu Ben. Das war von vornherein so ausgemacht, ich wollte ja unbedingt seine Wohnung sehen und ihm auch ein wenig helfen.

Das Wetter blieb strahlend schön und hochsommerlich warm und wir bauten schwitzend Möbel auf, hatten damit auch viel Spaß. Kamen nur nicht ganz so voran, wie ich das gedacht hatte und so fragte ich dann meine Kinder, ob es okay wäre, dass ich am nächsten Morgen erst nach Hause käme. Das war ca. 1,5 Stunden bevor der letzte in Frage kommende Zug gefahren wäre. Beide Kinder meinten, es sei okay.

Wir bauten also weiter, plötzlich eine SMS vom Mäusekind, ich müsse doch sofort kommen, sie bräuchte eine Unterschrift für die Schule... Höm... nun ja, zu "normalen" Zeiten wäre das kein Problem gewesen - nur war ich zu dem Zeitpunkt schon wieder über einen gewissen Punkt hinaus und hatte nur noch ein Bedürfnis: hinlegen, schlaaaafen. An eine 2,5-stündige Zugfahrt nicht mehr zu denken!!! 

Da machte ich mir aber noch nicht weiter einen Kopf drüber, ich redete mit Mäusekind, sie verstand auch, fuhr am nächsten Morgen nach Hause, alles gut soweit.

Dann kam der Mittwoch - Theaterprojekttag. Vorher allerdings stand noch eine Runde einkaufen mit Mäusekind an, die zu einem Geburtstag geladen war - und das sehr spontan, zu Juratochter. Also fuhren wir ins Einkaufszentrum, nachdem Mäusi aus der Schule kam. Von da aus nach Hause und dann hätte ich weiter gemusst zum Knast. Wollte aber noch schnell was essen, dann aber fix aufs Fahrrad. - Da merkte ich dann schon, irgendwas passt nicht. In mir stieg Panik auf. Ich bekam kaum Luft....

Schwang mich dennoch aufs Rad und sprach mir innerlich Mut zu. Dennoch, die Fähigkeit, genügend Luft einzuatmen, war mir irgendwie abhanden gekommen. Mein Atem wurde zu einem Keuchen. Ich musste runter vom Rad. Die Uhrzeiger rannten vor meinen Augen nur so dahin. "Du kommst zu spät!" hämmerte es in meinem Kopf, was das Ganze auch nicht besser machte...

Das Ende vom Lied: Ich musste stehen bleiben, Luft holen, mich beruhigen, den Blick wieder einigermaßen klären. Plötzlich waren da rasende Kopfschmerzen. Und die Einlasszeit war auch vorbei - aber in dem Zustand hätte ich ohnehin nicht am Projekt mitarbeiten können.

Also setzte ich mich auf mein Rad und fuhr gaaanz, gaaanz langsam nach Hause. Der Kopf dröhnte, vor meinen Augen drehte sich immer noch alles. Als ich die Wohnung betrat, atmete ich, als wäre ich die Treppen hoch gerannt. Dabei war ich geschlichen...

Nahm mir ein Schmerzzäpfchen und legt mich ins Bett. Es wurde gaaanz langsam besser, dann kam eine Heißhungerattacke - und danach: Durchfall. Na toll....

Und ich brauche wieder viel zu viel Schlaf und bekomme viel zu schnell Kopfschmerzen. 

Ich kam nicht umhin, am nächsten Tag nochmal nach den Symptomen im Internet zu schauen, und fand wieder mal, dass das alles auch zu einer Diabetes Typ 2 passen würde. Eine Bekannte von mir, ehemalige Kollegin, hat auch seit Jahren psychische Probleme und nach jahrelangem Drängen hat man bei ihr dann diesen Glukosetest gemacht und Diabetes 2 diagnositziert.

Vielleicht habe ich das ja auch?

Ich weiß, dass ich seit Jahren nach jeden Strohhalm greife, aber es macht so unzufrieden, immer wieder vor den gleichen Problemen zu stehen, wo man denkt, man wäre schon lange ein paar Schritte weiter.

Kommt noch hinzu, dass Jura wieder Post von der Rentenkasse erhielt. Man lehnt weiterhin alles ab - Rente und Teilhabe - weil ich nach deren Meinung nicht austherapiert bin. Nun, damit haben sie ausnahmsweise mal recht - nur, wie komme ich zu einer Therapie, wenn der Arzt es von der Entscheidung der Rentenkasse abhängig macht?

Das jedenfalls werde ich nächste Woche angehen müssen... und habe dabei das Gewfühl, wieder ganz am Anfang zu stehen.

03.09.2012 um 13:20 Uhr

Back to the ... Alltag

Es fühlt sich wieder "normal" an. Hoffentlich bleibt es auch so!

Ganz komisch war das gestern Abend. 22 Uhr, und alle lagen in den Betten. Bärenjunge und Mäusekind ganz aufgekratzt wegen des beginnenden Schuljahres... aber mit dem Vorsatz, ausgeruht anzukommen, pünktlich im Bett!

Kritik hatte ich von den beiden bekommen... denn eigentlich schenkte ich ihnen bisher jedes Jahr zu Beginn des neuen Schuljahres eine kleine Zuckertüte. Immer hatte ich Ideen, was ich ihnen an Kleinigkeiten da hinein packen würde. Dieses Jahr nicht. Sie sind schon so groß, gehen in so vielem ihren eigenen Weg, dass ich mir nicht mehr wirklich sicher bin, ob ich ihren "Geschmack" getroffen hätte. Sie werden selbstständig, die lieben Kleinen...

In den letzten Wochen haben wir uns eigentlich recht wenig gesehen, klar, es waren Ferien und die beiden waren viel unterwegs. Bis zur Samstagnacht wurde das ausgekostet. Freunde treffen, den Sommer feiern - klar, haben wir früher auch nicht anders gemacht!

Gestern dann wollte das Mäusekind noch die Haare neu gefärbt haben.  In den Ferien hatte ich sie ihr "gedippt", Schwarz mit Türkisen Spitzen. Das Türkis sah leider eher wie Grün aus, aber toll allemal. Nun wollte sie aber eine Farbe, die sich nicht ständig rauswäscht. (Knallfarben gibt es leider nur als Tönung - wenn jemand andere Infos für mich hat, her damit!!!)

Ein Rot-Schwarz hatte sie sich ausgesucht - nun sind die Haare an den Ansätzen eher Schwarz, in den Längen leuchten sie wunderbar in diversen Rot-Nuancen und die Spitzen sind eher knallig Dunkelrot. Toll sieht sie aus! Oh weh, die Jungs werden wieder Schlange stehen... 

Jetzt macht es sich leider dann doch bemerkbar, dass sie die 6. wiederholt hat. Hat nun gerade die 8. begonnen, sieht aber aus wie 16, 17 ... und wird wieder mit vielen Mitschülern nichts anzufangen wissen, weil die noch so "kindlich" sind. 

Trotzdem hoffe ich, dass sie nun die letzten 3 Schuljahre wenigstens mal auf einer Schule bleibt. Dass sie dort gut zurecht kommt. Und dass sie eine Idee für ihren weiteren Weg findet.

Allerdings... der 1. Schultag heute beinhaltete nur eine einzige Stunden Organisatorisches. Die restliche Woche werden sie dann nur jeweils 2 Stunden haben, Begründung: Es sind noch keine Bücher da. Was ist denn das für eine doofe Begründung? Ich denke mal eher, dass die Renovierung der Schule noch nicht abgeschlossen ist und daher nicht alle Räume genutzt werden können. Auf den Schulhof dürfen sie nämlich auch nicht, da steht noch das ganze Baugerät herum - und Toiletten stehen derzeit als Container bereit. Ich finde solche Verzögerungen immer sehr ärgerlich, da ich ohnehin das Gefühl habe, dass das Schulsystem die  Kindern und Jugendlichen nicht wirklich auf das System vorbereitet, was sie später erwartet... zu lasch wird mit allem umgegangen, dann fällt eben mal was aus, na und... Wie sollen die Kinder dann damit in der heutigen Gesellschaft zurecht kommen, wo es nur hart auf hart und mit Ellenbogen voran geht?

So sehe ich auch des Bärenjungen Weg noch mit viel Skepsis entgegen. Heute den ersten Tag der Ausbildung, in der Berufsschule. Er sollte erst um 11 Uhr da sein. Klar geht er das locker an. Aber wird er es ab morgen schaffen, pünktlich aufzustehen? Warum kann sein Ausbilder ihm nicht vorher sagen, wie lange er ab Mittwoch arbeiten muss? Wie sich sein Arbeitstag gestaltet (Zeiten, Pausen etc.)? Erwarte ich zu viel?

Vielleicht hatte ich auch einfach nur zu viel Zeit, über alles nachzudenken. Die letzte Woche verbrachte ich nämlich weitestgehend im Bett. Unfreiwillig...

Meinem Facharzt gefiel nicht, dass ich die Dosis meiner Medikamente wieder hoch schrauben musste, weil ich zu oft Kopfschmerzen bekam. (Mir auch nicht!) Mit der ganzen Dosis schlafe ich aber auch länger. Also meinte er, da ich ja ohnehin wieterhin krank sein würde (solange es keine Entscheidung der Rentankasse gibt, bleibt nichts weiter, als dass er mich immer weiter krank schreibt) , könnten "wir" auch mal ein neues Medikament ausprobieren.

Ich war skeptisch... erinnerte mich noch zu gut an das letzte Experiment, wo ich viel schlimmere Kopfschmerzen bekam als vorher.

Nun ja, nach dem Urlaub sollte ich damit beginnen. Hatte natürlich vorher vergessen, das Rezept einzulösen. Machte das dann nach dem Urlaub. Tat mich immer noch schwer, damit zu beginnen.... Machte das dann am Wochenende, als Ben da war. Mit ihm fühle ich mich in allem sicherer.

Wir waren dann zusammen beim Schwedischen Möbelriesen für seine neue Wohnung, und ich war mittags sowas von platt, dass wir schnell nach Hause fuhren und ich mich wieder ins Bett packte. Erst nach 2 Stunden Schlaf war mit mir wieder etwas anzufangen. So sahen wir weit weniger vom Straßenfest, als ich eigentlich ursprünglich geplant hatte...

Leider zog sich das so weiter. Ab mittags ca. 14 Uhr konnte man mich in die Ecke stellen, da war ich nur noch müde, konnte mich auf nix mehr konzentrieren, hatte weder Kraft zum Kochen noch sonst irgendwas. Platt wie Flunder!

Nun sollte ich nach einer Woche die Anfangsdosis verdoppeln. Machte ich nach weniger, weil es einfach nervte, dass ich keinen "normalen" Tagesrhytmus mehr leben konnte - was für mich "normal" ist... Damit verschob sich dann meine "Wach-Phase" bis ca. 17 Uhr, danach: Kopfschmerzen und müde. Ganz ganz "toll"... und auf den Msagen schlug das "Zeug" auch.

Am Freitag kam der Waschmaschinenmonteur... Termin war sehr großzügig gehalten: zwischen 8 und 17 Uhr! Ich stand also um 7 Uhr auf - das heißt: quälte mich total verquollen aus dem Bett. Pennte zwischendrin immer wieder ein, da ich mich auch nicht aufraffen konnte, irgendwas Sinnvolles zu machen. Der Monteur kam 13 Uhr - der Motor war defekt - innerhalb von 20 Minuten war er gewechselt. Maschine lief wieder. Wesentlich mehr Zeit benötigte er dann, um mir die "Rechnung" auszustellen - die zwar auf Null endete, weil es ja eine Zusatzgarantieleistung war, aber Bürokratie muss sein und nimmt, wie in den meisten Fällen heutzutage, mehr Zeit in Anspruch als die eigentliche Arbeit...

Nun, zumindest lief die Waschmaschine wieder - also fehlte nun nur noch besseres Wetter, damit die Waäsche auch trocken wird. Dieses haben wir nun endlich wieder!

Dann beschloss ich am Freitag, wieder zu meinen alten Medis zurück zu kehren. Fühlte mich am Samstag tagsüber auch schon viel besser, wollte außerdem abends mit Freunden zu einem Konzert - was in dem vorherigen Dämmerzustand gar nicht gegangen wäre! So war mir das Ganze zwar immer noch ein wenig viel, aber trotzdem schön.

Allerdings... bekam ich ein 2. Bier geschenkt und danach noch Schnapspralinen... und fühlte mich dann gestern den ganzen Tag, als hätte ich mindestens 10 Bier getrunken!!! Ob das nun an den Medis lag oder einfach "nur" einer meiner Migräne-Anfälle war - keine Ahnung - ich verbrachte jedenfalls den halben Sonntag im Bett...

Heute fühle ich mich wieder "normal" und hoffe, dass es so bleibt. Denn ab Mittwoch geht das theaterprojekt wieder weiter. Am Freitag fahren wir in Truppe zu einem Festival. Ben kommt auch hin. Da muss, da will ich fit sein!!!

Und nach dem Festival fahre ich dann mit zu Ben. Zwar nur für eine Nacht - aber ich will doch seine Wohnung sehen! Er hat die letzte Nacht das erste Mal drin geschlafen... Wird sicher komisch für ihn gewesen sein. Das werde ich aber erst heute Nachmittag oder Abend erfahren - vom Büro aus ist keine Kommunikation möglich.

Dafür kann ich ihm jetzt Briefe nach Hause schicken, soviel ich will :-) Und bald werden wir telefonieren können und chatten... und "unser" Leben weiter entwickeln und aufbauen... auch dafür könnte ich so einen "Dämmerzustand" wie letzte Woche keinesfalls brauchen!!!

Heute also geht es wieder richtig los - das "ganz normale" Leben! :-)