Rabenmutter

31.10.2012 um 20:47 Uhr

Natürlich

Sorry an alle, dass ich hier derzeit so selten schreibe und auch mit dem Lesen ewig hinterher hänge...

Keine Angst, es gibt mich noch. Aber entweder, ich bin nur auf Achse - oder mir geht es nicht so gut. Irgendwas ist halt immer ;-) 

In letzter Zeit ging es mir wirklich ziemlich oft weniger gut. Die Kopfschmerzen als Dauerschleife - Wetterumschwungsbedingt? Vielleicht... - die Müdigkeit. Auch das Wetter? Ich weiß es nicht.

Aber wenn Ben um mich ist, dann geht es mir sehr schnell auch viel besser. Nicht immer zu 100%, aber doch zu einem wesentlichen Teil. Mit ihm an meiner Seite schaffe ich auch viel mehr. Er war eine halbe Woche da und wir haben so viel geschafft... Erledigungen außerhalb und innerhalb der Wohnung, kulturelle Highlights, Spieleabende mit den Kindern, innige Kuschelstunden... alles hat seinen Anteil.

Dabei fühlt es sich alles so ... normal an. So... natürlich. Ach, alles klingt so banal und trifft nicht den Punkt. Was wir füreinander und miteiandner empfinden... das ist so schwer in Worte zu fassen... Und manch einer denkt beim Miteinander Empfinden jetzt vermutlich eher in horizontale Richtung, aber nein, das bezieht sich auf alles, was wir gemeinsam tun. Es passt einfach. Es ist DAS... das Eine, das, woran ich immer geglaubt aber bisher vergeblich gesucht habe. Das, was meine Eltern mir vorlebten. Ich wusste also, dass es das gibt. Nur in meinem Leben gab es das halt bis vor kurzem nicht. Da bestand jede Beziehung immer aus so vielen Kompromissen. Und aus so vielen Missverständnissen. Aus zu hohen Erwartungen und zu herben Enttäuschungen...

In der Therapie vor 3 Jahren  wollte man mir schon einreden, dass es an mir läge, dass ich nicht genug an mir arbeiten würde, um mir selbst zu genügen und mit mir allein glücklich zu sein. Schon damals war mir klar, dass ich das nicht kann. Dass in meinem Leben etwas entscheidendes fehlt, nämlich ein Partner, der meine Gedanken, Gefühle, Erlebnisse teilt.

Ich kann alleine nicht ganz sein. Und nein, ich meine damit nicht, dass ich es nicht will. Sondern es geht einfach nicht. In Ben habe ich meinen fehlenden Part gefunden, und wir sind beide sehr glücklich, dass das so passiert ist. Was mich noch krank macht, scheint die Entfernung zu sein. Und die Angst davor, dass einem von uns irgendwas passieren könnte und uns das, was wir haben, wieder genommen wird...

Wie gern würde ich eine Ben-Therapie beantragen. Ein paar Wochen, nur er und ich - gerne im normalen Alltag. Aber  den wird es so bald im realen Leben für uns nicht geben - eben weil man nicht von jetzt auf gleich alles abbrechen und weggehen kann, wenn man Verantwortungsträger ist - nicht nur für sich, sondern für die Kinder. Für Mensche, mit denen man arbeitet. Etc. - es gibt da so vieles. Im Moment jedoch fühle ich mich so gestärkt und energiegeladen, und das fühlt sich auch so natürlich an... Oh bitte, lasst es so weiter gehen, ihr Götter... dann sieht auch der Blick in die Zukunft viel heller aus. Mit Ben schaffe ich es aus diesem Loch, in das ich vor 2 Jahren gefallen bin, da bin ich mir ganz sicher. Das muss ich versuchen, festzuhalten...

22.10.2012 um 17:26 Uhr

Gemischte Gefühle

von: Rabenmutter   Kategorie: Therapeutisches

Obwohl mein Kopf brummt, muss ich irgendwie meine Gedanken ordnen und darum hier - nun ja, nicht zu Papier bringen, aber runter schreiben.

Da mein Facharzt mit meinem Verhalten bei der Umstellung auf ein neues Medikament nicht zufrieden war, "drohte" er mir mit einer Einweisung und war etwas perplex, als ich ihn ausdrücklich darum bat...

Er hat mich in die Tagesklinik "eingewiesen". Im beigelegten Arztbrief hatte er mitgeteilt, dass ich mich bei ihm erst in 3 Monaten wieder vorstellen müsse.

Nun war aber vorher schon der Termin für heute vereinbart. Also wollte ich bis dahin auch wenigstens eine Rückmeldung von der Tagesklinik haben.

Da telefonieren nicht so meins ist (und ich außerdem eh alles vergesse, was ich nicht aufschreibe), habe ich der Klinik eine E-Mail geschrieben. Darauf erhielt ich keine Reaktion, also habe ich die Einweisung samt der beigelegten Blätter hin geschickt und um Rückmeldung gebeten.

Da erhielt ich dann eine E-Mail mit einem Termin für heute Nachmittag.

Also bin ich heute Vormittag zum Doc gestiefelt und meinte zur Anmeldung, dass ich eigentlich nicht rein müsste, ich bräuchte halt nur meine neue AU-Bescheinigung und würde heute Nachmittag zum Gespräch in die Tagesklinik gehen.

Ich musste rein und bekam von meinem Arzt erst mal einen Vortrag, dass er mich eigentlich nicht mehr krank schreiben dürfte, in seinen Augen sei ich arbeitsfähig nur der Suche  nach einer Stelle nicht gewachsen.

Mal ganz davon abgesehen, dass letzteres sicher ein Problem darstellt - man findet ja eh nix, da warten die nicht auf jemanden, der nach 2 Jahren krank ankommt - aber ich sehe mich nicht in der Lage, täglich zu arbeiten, nein, nicht mal 3 Stunden. Da es mir jeden Tag anders geht, mal sind gute Tage dabei, wo ich arbeiten könnte - das sind aber Einzelfälle. Und vorher nicht abschätzbar. Ansonsten holt mich der Kopfschmerz und das Gefühl, keine Kraft mehr zu haben, beinahe täglich ein. Dann hilft nur noch isn Bett legen, weil nichts mehr geht...

Aber er hat mir die neue Bescheinigung ausgestellt und ich musste auch nichts dafür zahlen, obwohl da ein Aushang darüber war.

*sidekick* Ich bin jetzt ganze 2 Jahre daheim und mein Zustand hat sich nicht wesentlich verändert :-/ *sidekickende*

Aber darum geht es grad nicht - ich will meine Eindrücke von dem Gespräch in der Tagesklinik wiedergeben.

Irgendwie hab ich das Gefühl, man hat mich nur eingeladen, damit ich nicht "nerve". Bestellt hatte mich eine Schwester der Station. Ich habe keine Ahnung, ob sie die Station leitet. Sie hat mich im Schwesternzimmer empfangen und ich bekam die Information, dass Tagesklinik heißt, man kommt von Montag bis Freitag täglich dahin (soviel war mir klar) und dann von 7:30 bis 16:30 Uhr. Zwischendrin wären aber auch Ruhepausen.

Nun, mit 7:30 habe ich schon mal ein dickes Problem.

Sie ließ sich dann von mir meinen Zustand schildern, fragte, wie ich mir jetzt so meinen Tag einrichte. Erzählte, dass es dann in der Therapie Einzel- und Gruppengespräche gibt (kenne ich - hab nur keine Ahnung, worüber ich sprechen soll...), außerdem Ergotherapie, Walkinggruppe, Bewegungsgruppe... Ja, mache ich alles schon!

Ich stehe halt auf der Warteliste, die haben 21 - 22 Personen in der "Gruppe" (das ist die Gesamtkapazität der Tagesklinik) und ich werde evtl. im Januar einen Termin bekommen. Da fällt mir ein - wie lange so eine Therapie geht, hab ich nicht gefragt. Aber ich bin eh skeptisch, ob das DAS ist. Also, für mich... 

Meine Hoffnung - und auch die meines Arztes - dass sie evtl. noch weitere Vorunteruchungen ankurbeln oder einen Einfluss auf andere in selbiger Klinik ausstehende Untersuchung haben könnten, erfüllt sich leider nicht. Seit Januar warte ich auf einen Termin in der Schlafdiagnostik. - Die gute Frau wusste gar nicht, dass die Klinik ein Schlaflabor hat...!

Ich bin sehr skeptisch, dass mir dies was bringen wird. Spannungskopfschmerzen schön und gut - aber woher und warum??? Ich stehe immer noch am selben Punkt :-/

09.10.2012 um 17:11 Uhr

Auf und ab

von: Rabenmutter   Kategorie: Therapeutisches

Letzte Woche war mal wieder ein schlimmer Tiefpunkt. Die Kopfschmerzen wieder schlimm wie - keine Ahnung, mir fällt kein passender Vergleich ein. Selbst die Theaterprobe war ein Härtetest und außer derselben war ich auch am Mittwoch zu nichts in der Lage - danach direkt ins Bett. Der Kooopf... ich hätte die Wände hoch gehen können. Dazu hab ich mir noch den Fuß "zertanzt" und konnte die letzte Stunde nix mit machen. Doof!

Und: lediglich die "Knackis" bemerkten, dass es mir nicht gut geht. Wenn man so lange Zeit auf einem Haufen hockt, bekommmt man wohl feinere Antennen für sowas...

Ich hatte echt meine Bedenken, ob ich es schaffen würde, mit dem Zug zum Liebsten zu fahren. Aber auf das gemeinsame Wochenende wollte ich auch nicht verzichten, ziehe ich doch immer so viel Energie daraus, wenn wir uns sehen!

Schaffte es dann auch, zwar mit Kopfweh aber eingermaßen unbeschadet, die 2,5 Stunden zu überstehen. Und dann am Wochenende wieder - ging es mir super. Keine Kopfschmerzen, alles gut... Ja, er tut mir sehr gut - aber das kann doch nun nicht soweit gehen, dass es mir nur gut geht, wenn er bei mir ist (oder umgekehrt)!!!

Habe die Einweisung an die Klinik gemailt mit der Anfrage, wie es denn nun weiter geht. Wie die meitens hier wissen: Ich habe ein Problem zu telefonieren. Erst recht, wenn mir der Schädel zu platzen droht und ich mich nicht auf gesprochenens Wort konzentrieren kann. Ergebnis bis jetzt: Keine Rückmeldung der Klinik!

Dabei war ich letzte Woche wirklich drauf und dran, mal wieder in die Notaufnahme zu gehen. Es mangelte dann an einem Spannmann, also jemandem, der mich hätte hinbringen können - ich selbst hatte letzte Woche null Energie... 

Nun habe ich also am WE ein wenig Energie auftanken können. Gut getan hat auch, dass ich mit dem Liebsten über meine Ängste sprechen konnte. Auch wenn das so nicht geplant war und es mir ohnehin sehr schwer fällt, über mich zu reden.

Zumindest weiß er jetzt, dass ich furchtbare Angst habe. Davor, dass es was Schlimmes ist, was ich habe. Zwar wurde der Hypophysen*tumor ja wieder vom Tisch gewischt, aber so ganz traue ich der Sache nicht.  Bei meinem Vater wurde mit 42 Krebs diagnositiziert und mit 48 ist er gestorben. 

Das hängt immer wie ein Damoklesschwert über mir! Und da will ich dann gar nicht wissen, was es ist - nur geholfen hätte ich schon gerne...

Andererseits würde ich jetzt auch gern das Theatrerprojekt mit zu Ende erleben, ehe ich mich in eine Behandlung / Therapie begebe.

Ich fühle mich also dauernd hin und her gerissen... na ja, eben genau so, wie mein Gesundheitszustand auf und ab geht. Im Moment geht es mir soweit gut. Gestern leichte Kopfschmerzen zum Abend hin - damit kann ich leben. Heute früh sogar von selbst halb 9 wach geworden, der Waaahnsinn! Dafür zwar Mittagsschlaf eingeschoben - aber auch damit kann ich leben. Nur arbeiten kann ich so nicht - wenn das doch mal einer verstehen würde... also, einer von denen, auf die es ankommt!