Rabenmutter

24.01.2013 um 11:51 Uhr

Rhythmus

von: Rabenmutter   Kategorie: Therapeutisches

Ich habe erste Möglichkeiten aufgezeigt bekommen, um wieder in einen besseren Rhytmus zu gelangen. Am ersten Tag, als ich es ausprobierte, klappte alles wunderbar. Ich machte 15 Minuten "Powernapping" nach dem Mittag und war den ganzen Nachmittag fit und schaffte auch alle Punkte auf meiner To-Do-Liste für den Nachmittag in der entpsrechenden Zeit. Blöd nur, das der Rhytmus gestern gleich wieder durcheinander kam. Was nicht an mir lag, sondern ausgeechnet über die Mittagszeit angelegten Untersuchungsterminen. Einerseits ist es ja toll, dass gesundheitlichen Beschwerden hier sofort und direkt nachgegangen wird, nach Ursachen gesucht und nicht einfach "herumgedoktort" wird, wie ich das von "draußen" kenne. Ich habe ein Taubheitsgefühl auf der Oberseite des linken Fußes, was mir letzte Woche bewusst wurde. Möglicherweise habe ich das schon länger. Hatte mir den Fuß im Herbst überlastet und der ist immer noch nicht wieder ganz in Ordnung. Jedenfalls wurden also 2 Untersuchungen gemacht, die Ergebnisse sollte ich heute Nachmittag, spätestens morgen erfahren. Erst um 14 Uhr war ich wieder auf Station, legte mich dann kurz hin. Ich denke, es war einfach zu spät, der Punkt der Müdigkeit schon zu weit überschritten. Es war nicht erholsam und ich kam den ganzen Nachmittag nicht in die Gänge, schaffte nur einen Teil der To-Do-Liste und schon gar nicht in der anvisierten Zeit. Wobei es leicht gesagt ist, dass ich nach der angesetzten Zeit aufhören soll - ich kan die nasse Wäschen icht einfach liegen lassen, das Essen nur halb zubereiten oder lasse das Geschirr dann eben draußen stehen, satt die Maschine voll und an zu machen... Geht nicht!!! Zu guter letzt fiel ich kurz nach 8 ins Bett... Hoffentlich klappt das heute wieder besser! Aber mit diesem Auf und Ab muss ich wohl erst mal leben. Es wird besser, da bin ich mir ganz sicher!

21.01.2013 um 19:43 Uhr

Belastungsgrenze

von: Rabenmutter   Kategorie: Therapeutisches

Seit 2 Wochen bin ich nun in der Tagesklinik und was ich befürchtete, hat sich so nun mittlerweile bestätigt bzw. ist so eingetreten: ich halte dort zwar 8 Stunden durch, knicke aber ab, wenn ich nach Hause komme. Entweder, ich sinke dann direkt ins Bett, oder schleppe mich so dahin bis gegen 8. Es wird jedenfalls neben den absolut notwendigen Handgriffen im Haushalt kaum mehr was.

So blieb also einiges liegen und ich hatte mir fürs Wochenende einiges vorgenommen, vor allem, was den Hausputz angeht. Nun ist das so eine Sache, wenn man so viele Aufgaben auf einmal sieht... mir jedenfalls fällt das schwer, dann eins zu Ende zu führen, wenn ich schon wieder das nächste sehe und in Panik gerate, nicht alles zu schaffen. So habe ich zig Baustellen nebeneinander eröffnet und kaum eine davon beenden können, was natürlich zu erneuter Unzufriedenheit führt.

Habe dann auch gestern zu spüren bekommen, dass bei 12 Stunden wach sein und hintereinander weg was tun - dabei meine ich nicht nur arbeiten, sondern auch spazieren gehen, lesen, essen etc. -  einfach Zick ist. Dann geht gar nix mehr. So geschehen am gestrigen Sonntag, wo ich dann nach 12 Stunden umfiel (also, nicht so direkt, sondern ins Bett sank) und erst nach 4 Stunden Schlaf wieder einigermaßen zu was zu gebrauchen war. DAS GEHT SO NICHT!

Habe das heute früh im Morgenkreis auch gleich so angesprochen und festgestellt, dass ich mir eine Mittagspause schaffen muss, um neue Energie zu tanken. Um daheim nachmittags auch noch was machen zu können. Bekam auch direkt grünes Licht, wir haben ja auf Station Betten, wo man sich zwischendurch mal fix hinlegen kann.

Also legte ich mich nach dem Mittagessen ins Bett, nach einen knapp 3-stündigen Ausflug im Schnee war ich auch entsprechend platt. Stellte mir den Wecker, wollte nach 1,5 Stunden wieder aufstehen...

Halb 4 wurde ich von der Schwester geweckt, die nur nochmal schauen wollte, ob alle Fenster zu sind... tja, Feierabend klassisch verpennt. Sollte ich Beamte werden???

Jedenfalls war die Reaktion der Schwester der Hit und ich ärgerte mich, dass ich für eine schlagfertige Antwort einfach zu verpeilt war. (Ich hatte knapp 3 Stunden geschlafen.)

Also, sie weckte mich ganz offensichtlich... und fragte dann: "Haben Sie jetzt etwa geschlafen?"

WTF??? 

16.01.2013 um 19:57 Uhr

Rabi im Tiwi

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Menno, liebe Fangemeinde, ich hab doch eins ganz verschwitzt! Nämlich meine Fernsehdaten zu posten...

Könnter mir verzeihen???

Im Gesichtsbuch hatte ich es aber erwähnt und so hat hoffentlich manch einer den ersten Teil schon gesehen. Der kam letzten Donnerstag um 19:50 Uhr im M D R.

Der 2. Teil kommt morgen, also wieder donnerstags, auch um 19:50 Uhr im M D R  und dann die nächsten beiden Donnerstage Teil 3 und 4.

Es heißt "Gitter*blick".  Wer fix ist, erwischt Teil 1 ggf. heute noch in der Mediathek...

13.01.2013 um 19:06 Uhr

Gute neues Jahr

Die Feiertage verliefen tatsächlich so ruhig und entspannt, wie es geplant war.

Als Ben am 24. Dezember hier ankam, gab es Kaffeetrinken und danach bestanden meine Jugendlichen auf Bescherung. Nach allgemeinem Auspacken, Staunen und Freuen gab es wieder ein paar Runden Spiele, abends aßen wir Nudelsalat mit Kassler und / oder Würstchen. Es gibt ja so diverse traditionelle Heilig-Abend-Essen, das ist mir persönlich die liebste und entspannteste Variante. Danach wurde fleißig weiter gezockt.

Außerdem sahen Ben und ich uns über die gesamte Zeit über Weihnachten, Silvester und bis zum 1. Januarwochenende die ganzen Folgen von "Die Säulen der Erde" zusammen an. Beide lieben wir Buch und Film...

Am 1. Feiertag kochten wir gemeinsam. Bärenjunge musste arbeiten. Mäusekind wünschte sich, ins Museum zu gehen - leider hatten an diesem Tag alle geschlossen. So gab es nur einen ausgiebigen Spaziergang bei frühlingshaftem Wetter. Abends das große Schlemmen - Hirschgulasch, Gänsebrust, Klöße, Kartoffeln und Rotkohl... Leggaaaa!!!

Leider hatte sich der Bärenjunge wieder mal eine Grippe eingefangen und ging am 2. Feiertag statt zur Arbeit zum Ärztlichen Notdienst, bis 30. lag er dann auch straff im Bett. 

Also fuhren Mäusekind und ich alleine zur Oma, die war auch krank, hatte Weihnachten im Bett verbracht, wieder mal wegen irgendeiner vermutlich allergischen Reaktion. Mann, dass da die Ärzte nichts finden...

Es war dennoch ein schöner und gemütlicher Nachmittag, nur abends fiel ich schon beizeiten ins Bett.

Mein kleines Patenkind besuchte ich dann am 27., sie ist wirklich ein Sonnenschein! Sie läuft schon an den Möbeln lang, dabei wird sie erst im April 1 Jahr alt. Unglaublich!

Am 28. fuhren wir also zum Festessen zu meiner Mum und ihrem Freund, Mäusekind durfte ihre beste Freundin mitbringen. Aufgetischt wurden Kaninchen- und Entenbraten. Den verabredeten Rosenkohl gab es leider nicht dazu. O-Ton meiner Mum: "Davon bekommt man doch so schlimme Blähungen!" - stattdessen stellte sie Erbsen auf den Tisch! ...ohne Worte!!!

Ich hab dann mit der Mutti ein paar Runden gespielt, die Mädels hatten keine Lust dazu und schliefen irgendwann zusammengekuschelt auf der Couch ein, Mamas Freund saß vor der Flimmerkiste (wie - fast - immer). 

Ben kam zum Kaffeetrinken und dann fuhren wir nach Hause. Bis Neujahr blieb er dann da! Sooo schön war die Zeit!

Wir waren am 29. und 30. jeweils im Deutschen Hygienemuseum in Dresden und haben uns faszinierende Ausstellungen angesehen. Einziger Minuspunkt: am 29. fing die Galle mal wieder an zu mucken und drücken und zwicken. Ben war schon drauf und dran, mich in die Notaufnahme zu schaffen. Sie beruhigte sich aber wieder einigermaßen, aber leider nicht 100%ig. Ich werd das morgen in der Klinik nochmal ansprechen (müssen).

So konnten wir leider am 29. dann abends nicht tanzen gehen, ich bin mir aber auch nicht sicher, ob ich das noch geschafft hätte, nach so einem ausgefülltem Tag.

Der letzte Tag des Jahres war auch sehr entspannt. Wir haben einfach Rummy gespielt, Sektchen geschlürft, den Nachbarn zugesehen, wie sie ihr Geld in die Luft jagten... Wir haben nur Wunderkerzen abgefackelt, aber das vergnügt wie kleine Kinder :-)

Meine Jugendlichen waren mit Freunden unterwegs und so haben wir die Zweisamkeit einfach genossen. Nicht, dass deren Anwesenheit uns davon abhalten würde, uns einfach so zwischendurch immer wieder zu umarmen, zu küssen.... oder einfach nur tief in die Augen zu schauen. Es ist sooo schön, dass wir uns haben!!!

Das erste Januarwochenende verbrachte ich dann bei Ben und Mona. Wir waren im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle und ich habe endlich die Himmelsscheibe von Nebra gesehen. Wunderschön ist sie! Und das Museum ist insgesamt toll!

Abends hat Mona uns beim Monopoly gnadenlos abgezockt... was sie sehr bedauerte, weil das Spiel ja dann dadurch zu Ende war. Gewinnen war ihr gar nicht so wichtig, sondern zu spielen an sich... so schön!

Ja, und dann rückte der aufregende Tag näher.... der Beginn meiner Therapie in der Tagesklinik. Ich muss sagen, ich war sehr sehr skeptisch. Dachte, die machen da sicher nur ihre Therapien und gut.

Aber nein,  man wird sehr gründlich untersucht und es wird auf alles eingegangen, was irgendwie mit rein spielen könnte. Man schiebt nicht ainfach alles in die Schublade "Psychisches". Ich fühle mich da inzwischen gut aufgehoben und auch wenn es unglaublich klingt - es gibt erste Erfolge!

Man hat nämlich festgestellt, dass mir Eisen und Vitamin B12 fehlen. Kann sein, dass mein Körper das aus der Nahrung nicht richtig aufnehmen kann (die Gallenprobleme!), daher bekomme ich das B12 gespritz. Eisen war leider als Serum nicht da, so muss ich das als Kapseln nehmen und dann wird man im nächsten Bluttest sehen, ob es aufgenommen wird. Es stehen auch noch weitere Untersuchungergebnisse aus.

Aber, was soll ich sagen - nachdem der 1. Tag ziemlich anstrengend war, weil ich nachmittags auch noch mit einem kranken Mäusekind zum Arzt traben und da den ganzen Nachmittag verplempern musste; am 2. Tag ich nüchtern kommen musste und dadurch den ganzen Tag Megakopfweh hatte - am 3. Tag fiel zwar das frühe Aufstehen noch sehr schwer, aber ich merkte nachmittags, dass ich noch Kraft habe, daheim was zu machen. Das war meine größte Sorge, dass ich nach dem ganzen Tag in der Klink dann daheim nur noch ins Bett fallen würde. Doch es ist nicht an dem und ich bin damit einen großen Schritt weit in Richtung Normalität gekommen. Es kann nur noch besser werden.

Zur Krönung hatten wir noch ein wunderbares Wochenende. Ben war da, holte mich am Freitag von der Klinik ab. Wir erledigten zusammen den Wochenendeinkauf und spielten bis tief in die Nacht Rummy - war mir gar nicht bewusst, dass es schon sooo spät war!

Am Samstag kochten wir zusammen, dann waren wir im Kino - Matthias Schweighöfer gucken! Also, nicht nur den neuen Film, sondern er war auch selber da! Das Ganze ging von meinen Jugendlichen aus, die große Fans von ihm sind.

Danach holte uns die liebe Lady ab und wir fuhren zum ersten Tanzvergnügen im neuen Jahr - und ich habe tatsächlich bis morgens 5:30 Uhr das Tanzbein geschwungen, und das sehr ausgiebig! Ich denke, da sind schon Pfunde geppurzelt... Ich habe auch keinen sooo großen Hunger mehr - sicher hat mein Körper immer nach mehr Nahrung geschrien, als eigentlich notwendig, weil er nicht genug Nährstoffe / Vitamine raus ziehen konnte oder so. Außerdem ist das Medikament, was Gewichtszunahme begünstigt, auch schon abgesetzt worden.

Hach, das war so ein guter Start ins neue Jahr - ich hoffe, das geht so weiter!