Rabenmutter

23.01.2014 um 15:05 Uhr

Nachwehen...

...oder "Weitere Kapitel aus der Unendlichen Geschichte Deutscher Bürokratie".

Episode 1:
Ich hatte gegen Jahresende meine gesammelten Werke an Zuzahlungen bei der Krankenkasse eingereicht und dabei erfahren, dass ich auch Zuzahlungen für meine Kinder mit einreichen könne, da sie familienversichert sind. War mir bis dato nicht bekannt, ich dachte, das zählt immer pro Person.
Jedenfalls also hatte ich eine alte Zuzahlung für Mäusekind, die ich damals an die Krankenkasse selbst getätigt hatte. Könne ich nachreichen, auch wenn's für ein vergangenes Jahr ist, da ich im selbigen dann die Befreiung hatte. Gesagt, getan.
Wie gesagt: es handelte sich um einen Betrag, den ich damals direkt an die Kasse selbst gezahlt hatte. Aber: um diesen rückzuerstatten, benötigen sie einen Kontoauszug von mir, der bestätigt, dass ich den Betrag überhaupt gezahlt habe.
Moooment mal: die brauchen doch nur in mein Kundenkonto gucken, ob ich die Rechnung beglichen hab, oder nicht?!
*Kopf auf Tisch knall*

Episode 2:
Bärenjunge war im vergangene Jahr 4 Monate selbstständig tätig.
Da er keinen Gewinn erzielte, hat er aufgegeben und sich wieder arbeitssuchend gemeldet.
Die Krankenkasse fragte damals auch an, wegen seiner Versicherung, ich teilte damals mit, er sei vorübergehend selbstständig gewesen, und wusste nun nicht, wird er nun selbst versichert oder wieder familienversichert. Bekam dazu keine Rückmeldung von der Kasse und vom Amt nur die mündliche Info, da würden sie sich drum kümmern. 
Jetzt kam also Post von der Kasse, die die Familienversicherung prüfen will, zu den Versicherungszeiten und Täötigkeiten meiner familienversicherten Angehörigen im vergangenen Jahr. Ich denen also nochmal die Zeiten genau aufgelistet, was wer von wann bis wann gemacht hat.
Darufhin kamen Fragebögen zum Einkommen des Bärenjungen... *an den Kopf greif*
Da er nicht mehr selbstständig ist, führten wir "keins" auf, keine Arbeitszeit etc. und schickten alles zurück.
Vorhin klingelte das Telefon...
Nun sieht unsere Bearbeiterin gar nicht mehr durch! Oh je... Da hat nämlich auch das Amt Mist gebaut.
Wohlgemerkt: Bärenjunge ab Mitte April selbstständig, auch private Versicherung beantragt. Hängt bis heute in der Schwebe, da der Typ, der ihm diese (und andere) Versicherungen aufdrängt, ihn total übern Tisch gezogen hat. Aber: andere Geschichte.

Zurück zur jetzigen Krankenversicherung... 
Das Amt hatte den Bärenjungen, trotz Selbstständigkeit, bis Juni versichert. Hä?! Nur im Juli war er nicht versichert, ab 1. August hat man ihn wieder zur Familienversicherung angemeldet. Kurios: er hatte sich erst am 13. August wieder arbeitssuchend gemeldet...
Jaaa, nun ist es aber so, dass er möglicherweise gar keinen Anspruch mehr auf Familienversicherung hat. Die hätte ich (!) neu beantragen müssen. Aha - woher soll ich das wissen, wenn man mir vom Amt her mitteilt, dass er automatisch wieder familienversichert ist???
Kann also sein, er ist demnächst nicht mehr krankenversichert... Problem: er steht kurz vor einer Mandeloperation....

*schreiend im Kreis lauf*

Noch einen drauf? Okay:

Episode 3:

Das Amt schickt mir ein Stellenangebot für Vollzeit Montag bis Sonntag... Halloooo, ich habe eine Leistungsfeststellung beantragt und ich bin, ehrlich gesagt, mit meinem derzeitigen Job und meinen Therapien vollkommen ausgelastet... Aaaaaaargh!!! 

 

16.01.2014 um 19:13 Uhr

Das Leben ist schön

Das neue Jahr hat für mich gut angefangen und ich hoffe, das geht so weiter.

Nachdem wir im Herbst eine kleine Durststrecke hatten, da Ben öfter mal Termine in seiner Stadt hatte und ich in meiner und wir uns daher nicht so oft sehen konnten; die Treffen im November dann für mich etwas anstrengend waren, weil ich so doll dauer-erkältet war, hat sich das Ganze im Dezember etwas entspannt und um Weihnachten herum haben wir ständig "aufeinander gehockt", was wir sehr genossen haben.

Alles war, trotz der vielen Hin- und Herfahrerei, sehr entspannt und gemütlich und richtig schön.

Das Wochenende vor Weihnachten war ich mit Mäusekind bei Ben, er hatte Mona da und wir sind zusammen über diverse Weihnachtsmärkte gepilgert. Am 4. Advent dann musste er Mona wieder abliefern, anschließend fuhren wir in meine Stadt, wo er an dem Abend schon sein Weihnachtsgeschenk bekam - wir gingen auf ein kleines Festival in der Landeshauptstadt, 4 Bands, darunter Subway to Sally und Lordy. Ja, genau die, die mal den Eurovision Song Contest gewonnen haben! War jedenfalls ein sehr abwechslungsreicher, teils witziger Abend und wir hatten viel Spaß. Und das Wichtigste: Ben hat sich riesig über sein Geschenk gefreut!

Der Heiligabend begann damit, dass die ganze Wohnung geputzt wurde - gehört bei mir dazu, wenn's nicht richtig sauber ist, ist irgendwie nicht richtig Weihnachten. Dann machte der Bärenjunge Kaffee, nach dem Kaffeetrinken gab es die Geschenke. Ehe da so alles ausgepackt war, inklusive der Geschenke, die uns auf dem Postweg erreicht hatten, das dauerte eine Weile. Ben hat mir einen Ring geschenkt!!!

Abends wurde dann gleich das neue Monopoly eingeweiht.

Zum 1. Feiertag waren wir bei meiner Mama und ihrem Freund eingeladen. Da der Bärenjunge Heiligabend einen Gig hatte, fuhren nur Ben, Mäusekind und ich hin. Nach leckerer Ente spielten wir ein paar Runden mit meiner Mama, dann gab's Kaffeetrinken und dann fuhr uns Ben zum Zug; er fuhr vo da aus wieder nach Hause, da er Mona ab dem 2. Feiertag hatte.

Ich war am 2. Feiertag mit meinen Kiddies bei der Ex-Schwiemu samt Ex-Schwager zum Kaffee, am Freitag dann düste ich zu Ben. Wir spielten noch mit Mona, ehe sie wieder heim musste. Am Wochenende dann besuchten wir eine Ausstellung im Landesmuseum für Vorgeschichte zu Ausgrabungen um 3.300 vor unserer Zeit - sehr spannend! Das lässt einen auch nicht so schnell wieder los.

Am 30. mussten wir beide nochmal arbeiten, also düste ich mit dem Bus nach Hause, um am 31. wieder zurück zu fahren. Silvester verbrachten wir dann bei Freunden von Ben. Deren Tochter ist die beste Freundin seiner Tochter und eigentlich war der Plan, dass Mona dabei sein würde - was ihre Mutter aber nicht genehmigte. Jedoch hat sie schon das nächste Silvester genehmigt.

Nun ja, jedenfalls war es dann so, dass wir nach dem Raclette (Lecker!) zu 4. Tessa bespaßten - ich hab sogar mit Monter*High-Puppen gespielt! - wobei wir aber alle viel Spaß hatten. Gegen Mitternacht sind wir auf einen Hügel gestiegen, um uns ringsum das Feuerwerk anzusehen. Zurückgekehrt, wurde noch eine Runde gespielt und dann ging es ins Bett.

Am nächsten Tag ging es mit dem Bus wieder nach Hause, da ich auch am 2. schon wieder arbeiten musste! Aber: es macht mir nichts aus und es tut immer noch gut und macht Spaß, auch wenn die Kunden ganz schön anstrengend sein können, es aufreibend sein kann, allein im Laden zu sein und es mich einige Nerven gekostet hat, einen Diebstahl zu verdauen. 

Aber alles in allem ist mein Leben grad rund, durch Ben, durch die Arbeit, die Therapien und momentan auch grad relativ entspannte Jugendliche um mich rum.

Mäusekind war gleich die erste Schulwoche im Skilager, was diesmal zum Glück ohne Blessuren abging und ihr wieder sehr gut gefallen hat. Gestern dann ist sie 16 geworden... Morgen gibt es dann den "Kindergeburtstag": Lagerfeuer im Hof. War meine Idee und wurde für gut befunden.

Der Bärenjunge hat sich gleich ab 1. Januar wieder mit einer fetten Angina ins Bett gelegt, die 4. innerhalb weniger Monate, nun müssen die Mandeln raus. Heute sollte er darum einen HNO-Arzt konsultieren, was wir aber leider total verpeilt haben - er ebenso wie ich... Muss er morgen los.

Wir spielen ganz viel im Familienkreis in letzter Zeit, d. h. wir machen also regelmäßig wieder was zusammen, und das macht Spaß und tut uns allen gut. Vor allem auch Mona findet das toll, bei ihrer Mutter erlebt sie sowas leider viel zu selten - da wurde beispielsweise am Silvesterabend komplett nur ferngesehen und nicht ein einziges Spiel gespielt...

Und dann die Zeiten mit Ben... alles ist so entspannt und so schön und so innig und manchmal fang ich dann an zu heulen, einfach so, weil ich so glücklich bin. Er ist zwar davon etwas irritiert; sagt mir aber so oft, wie glücklich auch er ist und das macht alles noch viel schöner, zu wissen, dass das alles auf Gegenseitigkeit beruht.

Außerdem auch zu wissen, dass man sich vertrauen kann und eben nicht immer zusammen sein muss, aber dennoch sehr intensiv verbunden sein kann. Er meldet sich zwischendrin nicht, weil ich das so will, sondern weil es ihm ein Bedürfnis ist - und umgekehrt. Soooo schön!

So ist es auch gar nicht schlimm, dass das nächste Wochenende in unserer Planung irgendwie noch "offen" war und ich dann erfuhr, dass es einen Tanzabend gibt, wo ich gern mit "meinen Mädels" hingehen würde. Und so machen wir das: Ben bleibt mit Mona zu Hause und sie machen ein Papa-Tochter-Wochenende; ich gehe alleine Tanzen - und ich freu mich drauf!!! Noch vor ein paar Monaten hätte ich es mir nicht vorstellen könnne, ohne ihn weg zu gehen, aber jetzt freu ich mich richtig auf einen Mädelsabend!

Ja - so kann es bitte weiter gehen im neuen Jahr! :-)