Rabenmutter

02.11.2014 um 18:57 Uhr

Vorbei

von: Rabenmutter   Kategorie: Berufliches

Seit gestern bin ich arbeitslos. Noch bis Donnerstag...

Es war ein sehr komisches Gefühl. Der Abschied von der alten Arbeitsstelle. Genau ein Jahr war ich jetzt dort.

Als ich kündigte, hatte ich dann erst mal eine ganze Woche (geplant) keinen Dienst, danach musste ich insgesamt noch genau 6 mal arbeiten, jeweils 2 mal pro Woche, wobei die Dienste immer kürzer wurden (hatte schon genug Stunden). Zum Glück habe ich dann auch immer mit meiner Chefin gearbeitet bzw. sie abgelöst oder sie hat mich abgelöst, mit ihrer Stellvertretung (mit der ich nie so 100% klar kam) hatte ich nicht mehr zu tun. Sie war krank, zu meiner Erleichterung. Sie war die einzige, von der ich zu meinem neuen Job schlechtes zu hören bekam, alle anderen haben mir Glück gewünscht.

An meinem letzten Arbeitstag stand auch noch die "Große Chefin" (Gebietsleitung) plötzlich auf der Matte; auch sie versteht meine Entscheidung, bedauerte, dass man mir keine Festanstellung hatte anbieten können und versprach, mich im neuen Job besuchen zu kommen. 

Von meiner Filialleiterin bekam ich dann zum Abschied sogar Blumen, viele gute Wünsche und die Aufforderung, falls es im neuen Job nicht klappen sollte, unbedingt zurück zu kommen... Das hat richtig gut getan! 

Nun ist das also vorbei. Noch ist alles sehr unwirklich, und doch: am Freitag schon geht der neue Job los!

Letztes Wochenende hatten wir noch ein Seminar. Vorwiegend Belehrungen und Organisatorisches, es waren nur etwas über 3 Stunden, war dennoch sehr anstrengend irgendwie. Nur dasitzen und zuhören ist so gar nicht mehr meins. Aber es kommt noch so ein Tag, nämlich am Freitag.

Ab Montag dann räumen wir das Objekt ein. Dann können wir uns vorm Buß- und Bettag, den wir ja als einziges Bundesland noch genießen, noch mit Arbeitskleidung eindecken (ich auch, falls ich rein passe) und nach dem Feiertag geht es mit voller Kraft voraus... ähm... los. Wird sicherlich Wahnsinn; mein Kindlein war erst letzte Woche in Berlin in einem dieser Geschäfte und berichtete von Menschenmassen... aber darüber mache ich mich noch nicht verrückt, ich lasse das auf mich zukommen. Ich bin optimistisch und gespannt. Ich schaffe das, bestimmt!

Mittels Überstunden (die man nicht abbummelt, sondern die IMMER bezahlt werden) kann ich dann auch austesten, ob ich es schaffe, mehr zu arbeiten als die 20 Stunden, die ich erst mal laut Vertrag arbeite. Man kann sich auf Überstunden bewerben, für ein paar (wenige) hab ich das schon getan, will nicht zu hoch einsteigen. 

Dann hat meine Mutter im Dezember einen runden Geburtstag, dafür konnte ich auch schon Urlaub beantragen. Alles wird... 

Die freien Tage zwischenrein hab ich dann genutzt und mein Zimmer umgestaltet. Ich hatte da im Internet ein Möbelstück im Bauhaus-Dekor gesehen und dachte mir, dass ich das auch haben möchte. Also habe ich einersetis einen wuchtigen alten Fernsehschrank raus geschmissen, ein paar neue Regale rein und alles wird weiß gestrichen. Das heißt, ein Großteil ist schon gestrichen, leider noch nicht alles, weil zwischendrin immerzu die Farbe ausging, es die Sorte, die ich wollte, aber nicht überall gab und gekränkelt habe ich auch noch. 

Letztes Wochenende ging es los mit dem Magen, ein ständiges Unwohlsein, Druck etc., was ich auf den Jobwechsel schob. Doch als auch noch Erkältungssymptome, Kopf- und Rückenschemrzen dazu kamen, tippte ich doch auf einen Infekt. Nach dem letzten Arbeitstag ging es mir nachts dann auch richtig mies, danach ging es aufwärts. Noch ist es nicht weg, aber viel besser!

Dann gab es noch ein lustige Episode, die ich mit euch teilen möchte!

Ich hatte mich mit einer Freundin und ihren beiden Kindern getroffen, 12 und 7 Jahre alt. Wir waren in einem Restaurant Kaffee trinken, da ich aber direkt von Arbeit kam, wollte ich zuvor erst eine Kleinigkeit herzhaft essen. Die Kinder bekamen Kinderspeisekarten, und darin gab es ein Nudelgericht. Ich beschloss, dass mir das durchaus reichen würde und ich dann außerdem zum Kaffee auch noch ein Stück Kuchen würde Essen können, denn die Kuchenauslage des Restaurants war phantastisch!

Wir gaben also die Bestellung auf, meine Freundin und die Kinder aßen jeweils nur Kuchen. Dann kam der Kellner freudestrahlend mit meinem Essen, blickte die Kinder an und fragte: "Na, welches Mäuschen bekommt denn die Nudeln?"  - Bei meiner Anwort "Ich!!!" mussten wir alle lachen und er lief knallrot an... armer Kerl! Dennoch konnte ich es mir nicht verkneifen, anzumerken, dass ich im Restaurant schon lange nicht mehr mit "Mäuschen" angesproche wurde...

01.10.2014 um 13:48 Uhr

Einen Schritt weiter

von: Rabenmutter   Kategorie: Berufliches

...oder schon 2?

Meine Chefin scheint schon was geahnt zu haben, weil ich ihr ja bereits am Telefon sagen musste, dass es dringend ist und ich unbedingt heute vorbei kommen muss. Daher hat sie wohl schon was geahnt...

Gut war, dass ich direkt nach meinem Anruf hinkommen konnte. Kein längeres Warten mehr, puh! 

Blöd war, dass die Stellvertreterin ebenfalls da war, die war zwar nicht beim Gespräch dabei, erfährt/erfuhr es aber nun direkt im Anschluss und war schon sooo neugierig. Kann mir aber egal sein! ;-)

Gestern war ich dann schon mit Mutti Arbeitskleidung für den neuen Job einkaufen. Die müssen wir selber kaufen, Vorschrift sind schwarze Hose, schwarze Bluse, flache schwarze Schuhe ... :-D 

Hosen und Schuhe sind also schon mal da, es mangelte nur an Blusen, nun habe ich 4 Stück im Schrank. Der November kann kommen! 

01.10.2014 um 11:02 Uhr

Nervenfalttern

von: Rabenmutter   Kategorie: Berufliches

Oh je, was bin ich aufgeregt...

Dadurch, dass meine Chefin erst heute Nachmittag aus dem Urlaub zurück kehrt, konnte ich bisher mit ihr noch nicht über meinen bevorstehenden Weggang aus dem Unternehmen sprechen. Dass ich dies so lange vor mir her schieben musste, hat mir nicht gefallen, leider ging es nicht anders. Mit der Stellvertreterin mochte ich das nicht abwickeln, und Dank der gesetzlichen Kündigungsfrist liegt auch alles noch im zeitlichen Rahmen.

Nun muss ich also heute Nachmittag diesen schweren Weg antreten.

Den Schriftkram habe ich fertig, ich nehme 2 Vorschläge für eine Kündigung mit und außerdem einen Vorschlag für einen Aufhebungsvertrag. Weiterhin einen Entwurf für ein Arbeitszeugnis, und als Trumpf eine Bewerbung des Bärenjungen auf meine Stelle.

Er hatte sich bei der letzten freien Stelle nämlich schon dafür interessiert, da er mit seinen derzeit 2 Arbeitstagen pro Woche auf keinen grünen Zweig kommt, leider geht es aber nicht, dass 2 so enge Verwandte in einer Filiale arbeiten. Nun könnte er ja meinen Platz einnehmen, bringen würde er es auf jeden Fall! Der labert allen - zumindest allen weiblichen Kunden - Schuhe an die Backe ;-)

 

Wenn es für mich doch nur schon überstanden wäre - ich brauch dann mal eure Daumen!!! 

 

04.09.2014 um 16:10 Uhr

Veränderung

von: Rabenmutter   Kategorie: Berufliches

Waaaahh!!! Ich habe ab November einen neuen Job!!!

Die Arbeitszeiten sind zwar erst mal ziemlich blöd / unflexibel, aber ich hab erst mal den Fuß in der Tür!

Vertragsunterzeichnung ist nächstes Wochenende... da fällt mir auf, sie hat mir gar nicht gesagt, wo...?! Panik...!!! Aber: das kriege ich raus! :-)

23.07.2014 um 18:44 Uhr

Uuurlauuub!!!

von: Rabenmutter   Kategorie: Berufliches

Heute war ich den letzten Tag vorm Urlaub arbeiten, und da ich im Moment immer nur 2 Tage pro Woche zu je 6 Stunden arbeite - muss ich erst morgen in 3 Wochen wieder ran!

Ist das mal cool???!!! :-))) 

26.06.2014 um 12:35 Uhr

Drücker erwünscht!

von: Rabenmutter   Kategorie: Berufliches

Vorgestern kam Post vom Amt - mal wieder eine Einladung von meinem "Berater" - er will mit mir über die Umsetzung der letzten Eingliederungsvereinbarung sprechen... *schluck*

Ja, da war doch noch was. Ich sollte mich ja trotz Minijob weiterhin bewerben, was ich persönlich dämlich fand/finde, weil ich ja einen eben begonnen Job nicht gleich wieder an den Nagel hänge, seine Vorstellung von mehreren Minijobs nicht in der Praxis realisierbar wäre (mein derzeitiger AG akzeptiert sowas gar nicht!) und ich mich außerdem ja auch erst mal austesten wollte, was kann ich schaffen etc.

Aber inzwischen bin ich an einem Punkt, wo ich gern mehr tun würde, stundenmäßig jedenfalls. Gern bei mir im Schuhladen, nur - da ist das nicht gewünscht. Nötig wäre es schon, eine Kellegin ist schwanger und damit ausgefallen und nun findet man niemand Neues. Aebr - wir, die da sind, können unseren Minjob eben leider nicht aufstocken.
Gibt's so nicht, fertig. Blöd :-/ 

Somit war der Anstoß durch erwähnten Brief gegeben, wieder mal in die Stellenangebote vom Amt zu schauen - vergiss es! Da stehen ja fast nur noch Angebote von Zeitarbeitsfirmen und privaten Arbeitsvermittlungen drin oder die AG sind anonymisiert. Was, bitte, soll das denn? Ich will doch wissen, wo ich mich bewerbe! 

Also hab ich Inititativbewerbungen raus geschickt, 3 Stück. Alle an Buchhändler, davon eine an eine konkrete Buchhandlung und die anderen zwei an Ketten, die hier in der Umgebung jeweils mehrere Filialen haben. Mal sehen, ob jemand Interesse hat... 

Ungern würde ich den jetzigen Job ja aufgeben, aber was nützt es, wenn ich da nicht weiter komme. Also, drückt bitte die Daumen für mich!

27.02.2014 um 21:32 Uhr

Allein allein *sing*

von: Rabenmutter   Kategorie: Berufliches

4 Monate arbeite ich jetzt in "meinem" Schuhladen und ich muss sagen, ich bin ganz schön voran gekommen. Ja, ich bin regelrecht stolz auf mich!

Diese Woche habe ich das erste Mal ganz alleine den Laden geschmissen im Sinne von Kasse machen & abends abschließen. Tschaka! 

Das Tolle an meiner Chefin in der Beziehung ist, es passiert immer ganz spontan. Auch, als sie mich das erste mal für ne Stunde im Geschäft alleine ließ. So dass ich mich vorher gar nicht zu sehr heiß machen kann, sondern es passiert einfach JETZT.... und gut. Und es klappt auch prima!

Natürlich hatte ich mich zuvor schon bissel heiß gemacht, ich hatte 2 mal mit einer Kollegin abends Kasse gemacht und die stimmte beide Male nicht. Erster Panikanflug.... Dann machte ich es das erste Mal alleine: stimmte! Danach hatte Chefin mir gesagt, dass ich nochmal üben könnte und in 2 Wochen müsse ich es dann das erste Mal alleine machen. Tja - nun ist es schon vorbei ;-)

Die Arbeit macht immer noch Spaß und ich könnte mir inzwischen vorstellen, da auch mehr Stunden zu arbeiten - das wird aber nicht möglich sein. Die einzigen beiden fest angestellten Personen in den Filialen sind jeweils die Leiterin und deren Stellvertretung, letztere hat auch nur eine halbe Stelle. Alle anderen sind Pauschalkräfte mit gleicher Stundenzahl wie ich.

Nun denke ich darüber nach, mir doch anderweitig was zu suchen, wo ich noch ein paar Stunden flexibel dazu machen kann - flexibel im Sinne von "kurzfristig auf meine jetzige Arbeit abstimmbar", da der Dienstplan manchmal doch recht kurzfristig gemacht wird. Denn aufhören möchte ich da nicht und mir komplett was anderes suchen, jetzt, wo ich es endlich alles allein kann!

18.11.2011 um 12:03 Uhr

Totaaaal verschätzt

von: Rabenmutter   Kategorie: Berufliches

Ich stand also gestern Abend in der Küche, und neben Spätzle, Gulasch und Gemüse köchelte ein Topf angeriebene Seife vor sich hin...

Ich weiß, ich weiß, manche werden jetzt entsetzt die  Hände überm Kopf zusammen schlagen - aber ich dachte mir so, da man ja nicht mit Chemikalien hantiert (außer Farben und Düften, die aber alle lebensmittelecht sind), macht das nix. Ich wollte es halt uuuuuunbedingt ausprobieren!

Und habe mich gleich mal tüchtig in die Irre führen lassen. Im Rezept stand, man benötigt für 500g geriebene Seife ca. 350 ml Flüssigkeit, temperiert um die 80°C. Da ich eine winterlich-weihnachtliche Seife haben wollte, kochte ich also 400 ml Weinachtstee.

Rieb, während dieser auf 80 Grad abkühlen sollte, meine Seifen. Wie ich schon schrieb - es waren größtenteils alte, ausgeduftete Seifen aus meinem Kleiderschrank. Die wurden zu feinem Pulver, nix mit Spänen...

Nun war die Flüssigkeitsmengenangabe wohl auf frische Seifen berechnet, die in hübsche Späne geraspelt werden können.

Ich habe dann insgesamt noch komplette 500 ml Buttermilch rein gerührt! Am Ende war der Topf sooo voll, dass er beinahe überschwappte, und ich brauchte noch eine weitere Form! Der Bärenjunge hat mir dann assisitiert, sonst wäre ich wohl gar nicht mehr fertig geworden gestern.

Merke:
- Lebensmittelfarben werden sehr schlecht angenommen, man muss davon unheimlich viel zusetzen.
- Es dauert wesentlich länger als angenommen, bis so ein Seifenpulver wieder flüssig wird.
- Koche niemals wieder die Seife "nebenher"!!!
- Ich brauche einen größeren Topf!

Alles in allem ein sehr lehrreicher Versuch. Die Seifen duften himmlisch - ich habe neben roter Lebensmittelfarbe Mandelduft und geriebene Mandeln und Lebkuchengwürz hinzugefügt. Mjamm!!! Außerdem sind solche angeriebene Seifen wunderbar für Ungeduldige (wie mich) geeignet, da ich die ersten schon aus den Formen holen konnte.  Wäre also zum Beispiel hervorragend geeigent, wenn man mal einen "Mach-deine-eigene-Seife"-Kindergeburtstag ausrichten will - was mir allerdings wohl nicht mehr passieren wird. *seufz*

17.11.2011 um 20:31 Uhr

Nein! Natürlich nicht!

von: Rabenmutter   Kategorie: Berufliches

Ach Pele, du hast mich natürlich von Anfang an durchschaut!

Heute sollte meine Bestellung an Seifensiederequipment ankommen. Da ich sowieso mit dem Mäusekind zum Einkaufszentrum musste, habe ich mir gleich noch vorgenommen, den restlichen Kleinkram da zu kaufen und bin mit einer laaangen Liste losgazogen.

Japp, jetzt, wo ich also beschlossen hatte, den Glasmessbecher von IK*EA zu kaufen - gibt es den nicht mehr. Nur noch Plastik! Und auch sonst - nirgends Glas. Im Internet kosten die Dinger um die 10 Euro. Mir zu teuer, so!

Aber ich hab ja noch bissel Zeit, weil ich sowieso noch keine Chemikalien bestellt habe. ABER (jaja, jetzt kommt's) in dem schicken Buch, welches die Lady mir zum Geburtstag geschenkt hat, gibt es ein Kapitel über angeriebene Seifen. Und da mein Schrank von alten (wirklich alten) Seifen überfüllt ist, die schon nach gar nix mehr duften, ist das doch ein netter Einstieg für zu Hause. Da ich natürlich mein Equipment auch einweihen will!

Zumal ich heute zufällig auch noch Weihnachts-Silikonformen  für nur 3,99 Euro erwischt hab :-)

Es köchelt da also gerade in meiner Küche vor sich hin... ich werde berichten!!!

15.11.2011 um 15:22 Uhr

Angefixt

von: Rabenmutter   Kategorie: Berufliches

Ich wurde angefixt, jawollja, von Frau Pelegrina - mit dem Seifensieden!

Schon als sie nur darüber erzählte, hier in ihrem Blog, hat mich das schon sehr interessiert. Dann durfte ich ja im Sommer bei ihr mal mitmachen, zusammen mit der Lady. Hach hach hach, das hatte so ein Laborfeeling, und machte Spaß und überhaupt - ich will das auch!!!

Also hab ich mich nach dem Urlaub hingesetzt und mal aufgeschrieben, was man dafür so alles benötigt. Ups, ist ne ganze Menge.  Vieles davon gibt es bei einem großen Internetmarktplatz. Also hab ich mir zum Geburtstag Gutscheine dafür gewünscht.

Vorhin hab ich mich dann hingesetzt und nochmal alles durchgeklickert. Und dabei immer wieder in das neue Buch von der Lady geguckt - das ist nämlich eins über Seifen und Düfte und da ist auch gut aufgelistet, was man so braucht. Thermometer zum Beispiel hätte ich glatt vergessen ;-)

Nun hab ich eine groooße Bestellung abgeschickt, danach ist an großem und "teurem" Equipment beinahe alles da.

Den Rührstab erklicker ich mir gerade, da fehlen bloß noch 6,40 Euro :-)

Förmchen stapeln sich auch schon hier. Teils habe ich in meinen Backutensilien gekramt und diejenigen"geopfert", die sich eh nicht so gut machen zum backen - z. B. hab ich Herz-Muffinförmchen, aber die Muffins kommen nie heil raus! Ich denke, beim Seifemachen geht das besser. Und geschenkt bekommen hab ich auch schon welche. Und Silikonspray hab ich gleich mitbestellt...

Wenn ich die ganze "Hardware" beisammen hab, geht es ans Rohstoffe einkaufen. Vorher werd ich mich aber in die Weihnachtsbäckerei stürzen. Und wenn ich damit dann durch bin, kann es losgehen! Übrig gebliebene Backzutaten kann ich dabei teilweise direkt weiter verwerten! Hach, ich freu mich schon!!!

 

09.03.2011 um 12:02 Uhr

Geschichte

von: Rabenmutter   Kategorie: Berufliches

Stimmung: traurig aber erleichtert

Gestern hatte ich einen Gesprächstermin in meiner Schule.

Ich hatte darum gebeten - nachdem durch das nicht-wirkende Medikament ja nun abzusehen war, dass ich mindestens 1 weiteren Monat krank sein würde - und da sich nicht mal in Sachen Untersuchungsergebnisse was tut, werden daraus sicher noch ein paar mehr Monate.

Ich hatte meine Mutter gebeten, dabei zu sein, da ich nicht so ganz ohne moralischen Beistand hin gehen wollte - auch wenn meine Mum wenig Verständnis hat und mich eher
be- als entlastet, wenn sie da ist - ist sie die einzige Person, die ich zusowas halt hinzuziehen kann.

Natürlich musste ich dann im Schulhaus einer meiner Mitschülerinnen über den Weg laufen - etwas, was ich eigentlich vermeiden wollte, der Gang war so schon schwer genug für mich. Die Begegnung lief zum Glück sehr positiv und sie hat wohl den anderen auch erst Bescheid gesagt, als ich das "feindliche" Terrain schon wieder verließ - ich wollte nicht mit den anderen zusammen treffen, das hätte mich dann doch zu sehr mitgenommen.

Nun habe ich also meine Umschulung aufgekündigt - kurz bevor das Amt es sowieso getan hätte, so hat es mir zumindest meine Betreuerin in der Schule mitgeteilt. Dass die Dame vom Amt wohl schon angerufen habe, aber sie konnte ihr ja da bereits mitteilen, dass ich zu einem Gespräch in die Schule kommen würde, so haben die im Amt diesen Termin noch abgewartet. Wenn ich jetzt auf "Weitermachen" plädiert hätte (Wie??? und Wann???), dann wäre mit Sicherheit nächste Woche die Kündigung von amtsseiten gekommen.

Na ja, klar bin ich traurig, dass ich mir diesen Jugendtraum nun nicht mehr erfüllen kann. Aber auch erleichtert, denn dieser Druck, dass mir dort alle Felle davon schwimmen - der ist nun von mir gewichen. Nun kann ich mich voll und ganz aufs Gesundwerden konzentrieren. Hoffe ich...

11.01.2011 um 17:52 Uhr

IHK

von: Rabenmutter   Kategorie: Berufliches

Heute rief meine Betreuerin von der Schule an. Und meinte, sie hätte schelchte Neuigkeiten für mich.

Ich dachte natürlich, dass ich zu lange krank bin und demnach also raus.

Nein, die Sache ist viel verrückter!

Ich hatte ja im letzten Jahr, da das Amt sich nicht ausgekäst hatte, eine Woche später mit der Umschulung begonnen als die restliche Klasse. Die anderen haben in der ersten Woche ihre Ausbildungsverträge sowohl mit der Schule als auch mit der IHK abgeschlossen.

Nun, einen mit der Schule hab ich auch abgeschlossen - aber keinen mit der IHK! Und da die IHK von mir keinen Vertrag hat, bin ich also auch nicht zur Prüfung zugelassen!

Nun habe ich ihr zwar mitgeteilt, dass ich nicht glaube, im Mai an der Prüfung teilnehmen zu können. Habe ihr auch kurz berichtet, wie die Dinge liegen, dass im Moment nur mit Medikamenten herumexperimentiert wird, bisher nichts wirklich besser geworden ist und noch kein Ende abzusehen ist.

Das sei nicht so schlimm, sie müsse mich aber auf jeden Fall dazu erst mal anmelden, weil sonst womöglich wirklich das Amt dahergeht und mich einfach raus kickt. Also kommt sie morgen mit einem Vertrag her und ich muss den unterschreiben. Alles Weitere klären wir, wenn ich wieder gesund bin. Wenigstens muss ich mir also um die Schule erst mal keinen Kopf machen... auch wenn ich im Moment kaum glaube, dass ich weiter machen kann. Wenn es nämlich die Psyche ist, wovon ich ausgehe, dann werd ich keine 40-Stunden-Woche mehr auf mich nehmen können. Aber das wird sich ja alles zeigen.

23.06.2010 um 11:39 Uhr

Was hab ich...

von: Rabenmutter   Kategorie: Berufliches   Stichwörter: gelaaangweilt

... mir einen Kopf gemacht, dass ich 2 Tage wegen meines Getränkeunfalls nicht in der Schule war. Und nu? Hätte mir echt die ganze Woche einen Schein geben lassen sollen... "Informatikkurs"... das ich nicht lache... Wir bekommen irgendwelche Zettel in die Hand gedrückt und tippen die ab. Und dann??? Woooaaaah...

 

Total spannend... ^^

02.03.2010 um 18:08 Uhr

Rabenmutter forscht

von: Rabenmutter   Kategorie: Berufliches

Stimmung: hervorragend, allerdings etwas müde und kaputt auf die Füße

Ich habe in meinem Praktikum an der Uni eine Grätzelzelle gebaut. Ehe ich jetzt mit tausenden Fragen bombardiert werde - das ist eine Solarzelle auf Photosynthese-Basis. D. h. da kommt zwischen 2 Glasplatten (ok, Plättchen) ein bissel dieses und jenes Chemikalienzeug aber die Hauptkomponente - pflanzliche Säfte. Also, einer pro Zelle, aber es sind verschiedene möglich. Ich habe z.B. Rote-Beete-Saft benutzt. Vorbereitet habe ich das Experiment für eine Schulklasse, die am Dienstag ins Elektrochemielabor einfallen wird - dann bin ich aber leider nicht dabei. (Ich hab die nächsten 2 Wochen Berufsschule.) Die Schüler dürfen dann noch mit Petersiliensaft, Rote-Paprika-Saft und Früchtetee experimentieren.

Ich habe beim Essen gestern und heute Raven von meiner Aufgabe erzählt und er als Elektrotechniker war davon sehr angetan. Also hab ich ihn, als das Zellchen fertig war und funktionierte (über 200 mV!!!), angerufen, und er kam mich im Labor besuchen. Er fand es auch ganz toll, hatte gleich noch zig Experimentierideen etc.

Vielleicht sollten wir, wenn ich mit der Ausbildung fertig bin (noch 2 Jahre - bis dahin sollte er dann auch sein Diplom in der Tasche haben *hüstel*) zusammen ein Forschungslabor eröffnen... ;-)

08.02.2010 um 16:40 Uhr

Der 1. Tag

von: Rabenmutter   Kategorie: Berufliches

Heute hat mein Praktikum an der Uni begonnen. Alles seeehr entspannt. Vielleicht ein wenig zu sehr, ich hoffe, das wird noch besser. Ich kann meine Betreuerin alles fragen, was ich in der Schule nicht verstanden habe. Bissel schwierig, das dann auch richtig rüberzubringen, und es ist da so manches was irgendwie nur gestreift aber nicht wirklich verstanden worden ist. Aber sie hat mir heute ein Buch über Titration und eins mit Rechenaufgaben in die Hand gedrückt. Da habe ich zumindest ein paar Sachen besser erklärt gefunden als in der bisherigen Ausbildung. Und hab dann noch ein bissel herumgerechnet.

Dann hatte ich um 9 Frühstückspause (ich fange um 8 an), halb 12 "Mittagspause", die wir aber nur genutzt haben, um mir einen Essenschip zu holen und diesen aufzuladen. In der Mensa war sooo ein Gedränge, dass ich beschloss, lieber später essen zu gehen, was sie mir auch erlaubte. Aber ich musste dennoch mit ihr die ganze Mittagspause machen und noch einen Kaffee mit trinken. Danach ging ich dann - mit Raven - essen. Sehr entspannt und sehr lecker. Nartürlich wollte ich diese zusätzliche Zeit dann hinten dran hängen, aber nein, 10 min. vor um 3 kam sie in mein Büro und sagt, ich solle nun aber mal Schluss machen, so viel Wissen für einen Tag könne man ja gar nicht aufnehmen... Ui :-)

Dann habe ich auf dem Heimweg noch einen ehemaligen Nachbarn getroffen und eine halbe Studne mit ihm verquasselt.  Alles in allem ein sehr angenehmer Tag bisher.

06.01.2010 um 17:08 Uhr

Juhuuuuu

von: Rabenmutter   Kategorie: Berufliches

Stimmung: jipijipijeeeeeh - überdreht

Also, ich wollte schon zu Schulzeiten gern ins Labor. Am Liebsten in die Forschung. Die phantastische DDR-Literatur, wo es immer um zukünftige Forscher und Wissenschaftler ging, hab ich verschlungen...

Nun also werde ich Chemielaborantin, und immer im Hinterkopf, am Liebsten wöllte ich ja nicht in die Wirtschaft - sondern in die Forschung. Also hab ich mich auch bei allen möglichen Instituten und so beworben, auch an der Uni. Und von dort hab ich gerade einen Praktikumsplatz angeboten bekommen. Hurraaaa!!!

23.10.2009 um 22:06 Uhr

Die erste Woche

von: Rabenmutter   Kategorie: Berufliches

Stimmung: hervorragend
Musik: oh ja, schnell Musik anmachen... Die Art "Last Live Sequenzes"

So - die erste Woche ist überstanden. Dabei war sie noch nicht mal eine ganze Woche, aber es war anstrengend genug.... und schön!

Natürlich war ich am Dienstagmorgen total aufgeregt. Und heilfroh, dass Raven mich hin gefahren hat, auch wenn ich um ein Haar zu spät gekommen wäre (mit der Pünktlichkeit steht er ein wenig auf Kriegsfuß), aber alles ging gut.

Es läuft so, dass man jeweils für eine Woche einen Ausbilder hat. Also keine stundenweisen Unterweisungen oder so, sondern Kurse, die wochenweise geführt werden. So war die Ausbilderin auch gleich im Bilde, dass da ein neues Gesicht ist. Angekündigt war ich halt auch schon, und so ging es direkt und einfach los. Die Unterlagen der 1. Woche bekam ich kopiert, dennoch ist es natürlich schwer, das aufzuholen. Denn: Zuerst ist jeden Tag Theorie und danach geht man immer direkt ins Labor und wendet das Gehörte an. So bleibt es natürlich viel besser hängen. Diese praktischen Erfahrungen der ersten Woche fehlen mir komplett.

Jedenfalls haben wir dann gleich am ersten Tag Dichtemessungen vorgenommen und danach Berechnungen durchgeführt. Das Protokoll dazu mussten wir abgeben und ich hätte eine 5 oder 6 gehabt... Uuups! Da es aber mein erster Tag war, meinte sie, "wir gehen das morgen nochmal zusammen durch". Ehe sie jedoch Zeit hatte, habe ich die Berechnungen alle selbständig noch einmal durchgeführt und muss wohl irgendwo eine falsche Ziffer eingetippt haben, jedenfalls stimmte es diesmal und ich hatte meine erste 1 :-)

Wir haben auch einige sehr interessante Sachen gemacht, z.B. pH-Wert-Spielchen mit Rotkrautsaft (ist ein guter Indikator) - wir hatten 9 verschiedene Lösungen zugegeben und hatten 9 Farben im Regenbogenverlauf, sah sehr hübsch aus! Heute haben wir mittels Dichtebestimmung verschiedene Cola-Sorten identifiziert, das war auch sehr lustig und interessant!

Ja es klingt alles nach ein wenig Spielerei aber noch darf es ja Spaß machen ;-) Anstrengend war z. B., dass die Messgeräte nicht richtig funktionierten und meine Partnerin und ich völlig falsche Ergebnisse bekamen (da zweifelt man an sich und denkt, man macht alles falsch....) oder die Ausbilderin nicht wusste, dass bestimmt Lösungen nicht gemessen werden können, weil die Geräte nur bestimmte Größen anzeigen können. Sowas ist dann sehr ärgerlich.

Es ist auch sehr gut, dass wir eine eigene Klasse sind - 13 Personen, 2 davon Männer. Ich bin die Nr. 13 - ich mag diese Zahl, sie hat mir schon öfter Glück gebracht und sollte ich je wieder heiraten - dann nur an einem Freitag dem 13.! Wenn weniger Umschüler gewesen wären, wären diese mit zu den Lehrlingen gekommen, was auf Dauer sicher anstrengend ist. Wir haben zwar auch zwei sehr junge Leute aber der Rest von uns ist Mitte bis Ende 30. Es ist ein tolles Lernen, keiner schwatzt, keiner redet dazwischen, sogar in den Pausen herrscht Stille im Raum - also, normale Unterhaltungen schon, ja, aber alles sehr gediegen. Ich fühle mich wohl und bin sehr optimistisch!

 

Die anderen haben schon Panik wegen der Prüfungen aber darüber mache ich mir doch jetzt noch keinen Kopf, wir müssen ja erst mal was lernen!!!

Ach ja, diese Woche ging der "Unterricht" von 11 bis 19:45 Uhr. Normaler Turnus ist 7 bis 16:45 Uhr und Berufsschule (ja, da müssen wir auch noch hin...) ab 7:30 Uhr. Nächste Woche haben wir auch "nur" Unterricht, aber alles Grundlagenwiederholungen und Berechnungen und sowas. Ein bissel fühle ich mich ja um 20 Jahre zurück versetzt und war auch erstaunt, wieviel Wissen noch da ist nach all der Zeit!!!

 

 

16.10.2009 um 14:49 Uhr

Chemielaborantin - Was für ein Kampf

von: Rabenmutter   Kategorie: Berufliches

Stimmung: geschafft aber glücklich

Nachdem ich mich im August für die Umschulung beim Amt beworben hatte, dann ewig nichts passierte, ich am Mittwoch den Pscho-Test absolvieren musste, wo alles gut lief - sollte ich nun heute zum Amt kommen und die nötigen Unterlagen abholen. Die Vertretung meiner eigentlichen Bearbeiterin Frau Frö*, Frau Wim*, hatte mir allerdings keinen Termin gegeben. Da ich aber um 10 Uhr in der Bildungseinrichtung sein sollte, ging ich also einfach heute morgens um 8 Uhr hin.

Ca. 8:30 Uhr an der Anmeldung: "Guten Morgen. Ich möchte zu Frau Wim*." "Worum geht es?" "Um meine Umschulung und den Bildungsgutschein." "Bildungsgutschein? Das dauert Wochen! Da kann ich Sie nicht so einfach ohne Termin rein schicken!" "Hören Sie, die Umschulung läuft sein Montag, ich möchte seit August daran teilnehmen, ich habe am Mittwoch den Psychotest gemacht und Frau Wim* ist so mit mir verblieben, dass ich heute meine Unterlagen abholen kann, insofern der Test positiv läuft. Dass sie mir keinen Termin gegeben hat, obwohl wir es verainbart hatten, kann ich jetzt nicht ändern!"  Sie wendet sich ab und bespricht meinen Fall mit ihrer Schreibtischnachbarin.  Wieder zu mir gewandt: "Ich muss Sie zu Frau Wim* schicken, ihre eigentlich Beraterin ist nicht da." - Hm, genau darum hatte ich doch gebeten, oder? Nun gut, ich werde elektronisch bei ihr angemeldet und soll vorm Büro Platz nehmen.

Wie ich so vor diesem Büro sitze, kommt eine andere Sachbearbeiterin auf der Suche nach einer Kundin. Witzig ist, als ich das letzte Mal dort war, lief sie schon ständig Kunden suchend durch die Gänge... Sie fragt mich, zu wem ich denn möchte. "Frau Wim* ist leider krank. Ich sehe mal nach, ob ich Ihnen helfen kann!" Schön, dass die Anmeldung nicht weiß, wenn jemand krank ist, aber es gibt hier immerhin Leute, die wollen was tun! Leider muss sie mich enttäuschen, denn da ich eigentlich zu Frau Frö* und nicht zu Frau Wim* gehöre, darf sie die Vertretung nicht übernehmen. Also werde ich zu Frau Ger* geschickt. Diese wiederum schickt mich zu Frau Bam*, denn diese wäre angeblich mit meiner Akte vertraut. OK...

Frau Bam* teilt mir jedoch unumwunden mit: "Ich stelle Ihnen keinen Bildungsgutschein aus!" "Wer macht das dann?" "Niemand. Es besteht für Sie keine Notwendigkeit, eine Umschulung zu machen. Sie haben 2 Ausbildungen und Sie haben Berufserfahrung. In dem Bereich, in den Sie umschulen wollen, gibt es viel zu geringe Nachfrage. Im kaufmännischen Bereich gibt es über 200 Stellen!" "Das kann gut sein, nur kann ich aufgrund meiner psychischen Erkrankung und einiger traumatischer Erfahrungen im letzten Arbeitsverhältnis momentan nicht im Büro arbeiten. Darum wurde ja der psychologische Test gemacht!" "Die Auswertung besagt  nur, dass Sie im Moment in der Lage sind, eine Umschulung zu absolvieren. Ich aber meine, Sie brauchen keine, darum gebe ich Ihnen den Gutschein nicht! Wenn Sie jetzt nicht in ihrem Beruf arbeiten können, dann eben später." (Wohlgemerkt: diese Frau hatte mich noch nie zuvor gesehen!) Auf meine Frage, ob ich dann vielleicht mal in 10 Jahren wieder arbeiten gehen solle, zuckt sie die Schultern. "Dann möchte ich bitte Ihren Vorgesetzten sprechen!"

Mit der Anweisung, vor ihrem Büro zu warten, werde ich nach draußen geschickt. Ich höre, wie sie mit ihrer Vorgesetzten telefoniert und lautstark ihre Meinung kundtut, dass es verschenktes Geld sei, ich bräuchte keine Umschulung, man könne mir ja eine kaufmännische Weiterbildung anbieten. (Ach, die kostet wohl nix?) Danach infromiert sie mich, dass ich bei Frau Freu* im Büro erwartet werde. Tatsächlich, auf mein K lopfen ertönt softort der Ruf "Herein!" Ich lege ihr noch einmal die Situation dar. Da sie auch nur die Vertretung der Vorgesetzten ist (diese ist auch krank...), wirkt sie ein bißchen vorsichtig. Sie hört mir zu. Sie kennt weder mich noch meine Akte. Argumentiert jedoch auch, dass es nicht sinnvoll erscheint, mich von einem scheinbar gefragten Beruf auf einen scheinbar ungefragten umzuschulen. Meiner Information nach ist er zwar im Moment gefragt, aber ich argumentiere mit dem Psychotest. Der sollte ja herausfinden, ob eine Umschulung notwendig ist. Erneut werde ich gebeten, vorm Büro Platz zu nehmen und Frau Freu* geht zu Frau Bam*, um Einsicht in den Testbericht zu nehmen und Rücksprache zu halten. Als sie zurück kommt, entschuldigt sie sich bei mir, sie hat  Rücksprache mit der Psychologin genommen und diese hat ihr den Bericht erläutert und dass darin steht, dass eine Umschulung angeraten sei. Sie schickt mich zurück zu Frau Bam*, die mir den Bildungsgutschein aushändigen soll. Ich hätte heulen können...

Frau Bam* tut jedoch erneut ihre Meinung Kund, dass ihrer Meinung nach das Geld vergeudet wäre, in 2 Jahren würde ich unvermitelbar wieder bei ihr sitzen, blah blah blah. Ich war total fertig, nahm den Gutschein, steckte ihn unbesehen in die Tasche und machte mich auf den Weg in die Schule. Zum Glück fährt der Bus direkt vom Amt bis vor die Schule. Dort stellt natürlich die Bearbeiterin fest, dass der Gutschein nur für 24 Monate ausgestellt wurde, die Maßnahme geht aber 28 Monate. Ich hatte es schon geahnt. Ihr Vorgesetzter wiederum legt mir nahe, direkt zum Amt zurück zu fahren. Ich umriss kurz, was mir widerfahren war und er meinte, das Beste sei wohl, zu Frau Freu* zu gehen. Also, ich in den nächsten Bus und zurück zum Amt. Es war um 11. Bei Frau Freu* - keiner da. Also in den sauren Apfel beißen und direkt zu Frau Bam*. Als diese die Tür öffnet, ist sie ganz überrascht: "Frau Rabenmutter, Sie sind immer noch da? - Nein, schon wieder?" "Ja, schon wieder." Als ich ihr mitteile, dass der Gutschein für 28 Monate hätte ausgestellt werden müssen, entschuldigt sie sich: "Wissen Sie, ich habe doch von Ihnen überhaupt keine Unterlagen hier. Nur das psychologische Gutachten, aber keine Akte! Und die meisten Maßnahmen dauern eben 24 Monate..." Ähm - hat irgendjemand während meiner Abwesenheit diese Person umgetauscht? Also, sie sieht immer noch so aus wie zuvor - aber total nett!

Am Gutachten hat sie dann doch einen Anhang mit den Infos zu meinem Lehrgang gefunden, sie hat mir sofort den neuen Gutschein ausgedruckt, sich erneut entschuldigtund mir mitgegeteilt, dass dann auch sie mit mir den neuen Eingliederungsvertrag machen würde.

Ich erst mal wieder zum Bus gehetzt und erneut zur Schule. Der Vetrag wurde unterzeichnet, nun muss er zum Amt zurück. Das mache ich am Montag, inklusive dieser Eingliederungsvereinbarung und dann steige ich am Dienstag in den Kurs ein. Ich bekomme noch ein paar Bücher, den Stundenplan (den ich aber nächste Woch wieder wegschmeißen kann, das ändert sich andauernd...) und mein Namensschild. Puh...

Auf dem Heimweg habe ich mir gleich noch (m)einen Laborkittel gkauft, ohne den ich nicht mittun darf, ein bissel Schreibkram und Zeug, was man für Schule halt so braucht.

Hurra, es geht los!!! Ich werde Chemielaborantin - das wollte ich ursprünglich in der 9. Klasse mal werden :-)