Rabenmutter

07.03.2012 um 19:07 Uhr

Teenie vs. Schildi

von: Rabenmutter   Kategorie: Beobachtungen

Da soll mir mal noch einer sagen, Schildkröten seien unterdurchschnittlich intelligent und würden nix hören! Der hat gar keine Ahnung vom Alltag mit einer Schildkröte!

Besagte, nämlich unsere Lara, hatte sich zum Schläfchen mal wieder ins Bad zurück gezogen. Heute früh habe ich sie dann dort auf der Waage erwischt...

Was sie da gesehen hat, hielt sie wohl für bedenklich*, denn sie machte sich auf den Weg zu meinem Zimmer - wohl, um mich um Nahrung anzubetteln. Das macht sie nämlich sehr gern und ganz wuderbar und ohne jemals einer Katze begegnet zu sein (zumindest nicht, seit sie bei uns wohnt) - sie geht einem so lange um die Füße oder setzt sich gar drauf, bis es was zu futtern gibt.

Ich wuselte aber in der Wohnung umher und sprach zu ihr: "Schildi, zu futtern gibt es in der Küche! Du läufst in die falsche Richtung, also dreh um, ich stell dir was zu essen hin!" Sprach's und ging in die Küche. Als ich ihr einen Teller mit Salat und einen mit Nudeln hingestellt hatte und zurück kam, war sie auf halbem Wege zur Küche!

Also, wenn ich das mit meinen Teenies vergleiche... Sage ich beispielsweise zum Bärenjungen: "Du gehst jetzt bitte in die Küche und bringst den Müll runter!", dann irrt das arme Kind meist erst viele Stunden erfolglos in der Wohnung umher, zur Toilette, möglicherweise noch ins Mäusekindzimmer, aber den Weg in die Küche findet er erst nach mehreren Anläufen.

Ebenso beim Mäusekind, wenn sie den Auftrag bekommt, in die Küche zu gehen und das Geschirr wegzuräumen, irrt sie mittlerweile ebenso lange und erfolglos durch diverse andere Räume wie der Bärenjunge, der Weg zur Küche jedoch ist immer schwer zu finden.

Schildi nun beeindruckte mit direkter Kehrtwendung und Befolgung meiner Worte, ich war begeistert!

Allerdings musste ich dann später feststellen, dass sie nur wenige Schritte später eingeschlafen war. Das - und das muss ich ihnen wohl zugute halten - ist meinen beiden Teenagern (zumindest bisher) noch nie passiert!

 

*Unsereins wäre froh, sich einfach ein paar Monate zum Winterschlaf hinzulegen und rank und schlank wieder aufzuwachen!

05.02.2012 um 17:07 Uhr

Wenn aus Göttern Menschen werden u. ä. Beobachtungen zum Wochenende

von: Rabenmutter   Kategorie: Beobachtungen

Am Freitag wollte ich mir ein Konzert ansehen, im kleinen Stammclub, der nun leider nicht mehr Submarine heißt. Aber immer noch klein und fein ist...

Jedoch plagte mich den ganzen Tag eine heftige Migräne und 2 Zäpfchen brachten null Linderung!!! Also beschloss ich am frühen Abend, mich geschlagen zu geben und legte mich ins Bett.

Welch Wunder - nach 1 Stunde rumduseln waren die Kopfschmerzen weg. Also stand ich wieder auf und machte mich ausgehfein.

Beginn 22 Uhr stand drin, na, man kennt das ja - es geht nie pünktlich los. Also ging ich nach 22 Uhr hier los und war gegen 22:30 Uhr da. Nachdem ich diverse Schichten Zwiebellook an der Garderobe los geworden war, traf ich im Club einige bekannte Gesichter - Raven war da, der debile Chef und einige mehr. Es brach gerade Hektik aus - es würde eine "Vorband" geben und diese gleich los legen. Also schnell ein Getränk gegriffen und rein in den "Saal". Da saß ein - nun ja, ich sage mal "alter Mann" mit Gitarre. Also, nicht  wirklich alt - keine grauen Haare oder so - aber er trug irgendwelche braunen Treter, Schal, hatte einen dicken Bauch und einen Vollbart, und er saß (!) mit seiner Gitarre. Die Texte waren nach seinen Worten nicht von ihm, nur die Musik - und na ja, es war halt so Lagerfeurmusik. Dann sagte er plötzlich: "Übrigens, ich bin der N.I.!"

N.I.??? Ja, eine entfernte Ähnlichkeit hatte er mit einem N.I., den ich von früher her kannte. Der damals bei einer sehr beeindruckenden Band spielte, welche ich leider erst kurz vor ihrer Auflösung kennen lernte, und somit nur 2 Konzerte von ihnen sah, das letzte 2006. Da stand ein N.I. an der Gitarre - durchtrainiert, mit freiem Oberhörper, halblangen Haaren, großen Creolen in den Ohren, blau lackierten Fingerägeln. Wow! Der Typ hatte mich damals schwer beeindruckt.

Er wohnt auch hier irgendwo in der Ecke, und immer wieder lief er mir über den Weg - meist mit seiner Frau und den süßen Kindern. Und immer sah er toll und glücklich aus.

Also bezweifelte ich, dass der N.I. dort auf der Bühne jener welcher sein könnte - dennoch kam dieser Verdacht auf, da es zu den weiteren Musikern passte und diese auch damals schon verbandelt waren. Als er später an der Bar stand, sah ich ihn mir im besseren Licht noch einmal an - und musste geschockt feststellen - er war genau der N.I., den ich im Kopf hatte! Oh je, ob ihm die Frau weggelaufen ist? Irgenwas drastisches muss doch passiert sein, wenn aus einem "Bühnen-Gott" so ein ... verlottert wirkender Mensch wird.
:-/

Irgendwie bekomm ich das immer noch nicht in meinen Kopf!

Außerdem kreiselte die ganze Zeit ein anderer Giterrenspieler in meinem Kopf... der zeitgleich irgendwo ebenfalls auf einer Bühne stand... und fragte mich, wie die Lady das all die Zeit mit Mr. Tiger nur ausgehalten hat, nicht pausenlos an ihn zu denken... aber sie ist ja eine von den Menschen, die ihr Herz da raushalten können. Ich kann das nicht. Wenn ich irgendwas tue, egal was, dann von und mit ganzem Herzen...

 

Danach spielte die "Hauptband" und der Sänger hat eine wirklich beeindruckende Stimme, dabei ist der so ein "Hemd" - unglaublich! War jedenfalls wunderschön!

Anschließend legte der debile Chef Schallplatten auf, und obwohl er das großartig machte, fingen meine Kopfschmerzen wieder an und ich beschloss, lieber doch nach Hause zu gehen. Draußen schneite es, und dieser Spaziergang nachts bei klirrender Kälte und Schnee war wirklich herrlich. Alles glitzerte, die Straßen lagen zum größten Teil still und wie bezuckert da... wunderschön!

Der Samstag begann zum Glück kopfschmerzfrei und blieb es auch. Ich wollte abends zu den Goa-Freunden tanzen gehen. Anders als ich es von "unseren" Tanzveranstaltungen gewohnt bin, wurde von Anfang an aufgelegt und es wurde auch von Anfang an getanzt! Das hat mir gut gefallen, und ich habe mich der Tänzerschar auch gleich angeschlossen und 2 Stunden fleißig das Tanzbein geschwungen. Nass geschwitzt und mit Blasen an den Füßen trollte ich mich dann nach Hause - wo für die meisten die Party noch gar nicht richtig angefangen hatte... ;-)

Da ich aber gelernt habe, mehr auf meinen Bauch zu hören als früher, und der sagte, es reicht - ging ich einfach zufrieden nach Hause. Ohne mich von irgendwem zum bleiben überreden zu lassen. Und so war es einfach nur schön und hat gut getan.

19.11.2011 um 14:47 Uhr

Was ich nicht mag

von: Rabenmutter   Kategorie: Beobachtungen

Mein Ex-Mann war ein DJ. Als ich ihn kennenlernte, legte er so 80er Jahre und Alternative Musik auf. Passte also. Jedoch ging es dann immer mehr zu Technoiden Klängen über, bis er dann irgendwann beim Goa landete. Ich bin ja tolerant und ich mag sehr viele Arten von Musik, so find ich auch hin und wieder das mal nicht schlecht.

So auch gestern Abend. Endlich haben wir es geschafft, die Noisefraktion der Dunkelbunten Tanzmusik mit den Goaleuten auf eine Party zu bekommen. Ich fand die Party großartig.

Was ich aber nicht mag, und das ist auch der Grund, warum ich höchstselten auf Goa-Parties gehe: diese Leute konsumieren Drogen. Viele Drogen, krasse Drogen, jedenfalls die meisten.  Okay, ich trinke auch Kaffee und Alkohol, und ich schlucke 2 mal tägliche meine Tabletten. Sind auch Drogen. Aber die verändern einen nicht so sehr.

Und so hatte ich gestern auf der Tanzfläche eine ganze Zeit lang einen recht nett aussehenden, freundlich lächelnden Mann um mich herum. Hätte mir gefallen können. Bis er dann plötzlich anstatt des netten Lächelns dieses typische Dauergrinsen im Gesicht hatte. Schade, sehr sehr schade! Ich musste dann auch bald gehen, ich kann das nicht ab, so viele Dauergrinser um mich rum...

30.08.2010 um 21:26 Uhr

Laufrock

von: Rabenmutter   Kategorie: Beobachtungen

Wir sitzen im Auto - 3 gestresste Umzubinen nach der 2. Schicht auf dem Heimweg. Freitags.

Vor uns ein Radfahrer, der unsere Aufmerksamkeit erregt.

Er trägt eine Teilnehmernummer für einen am Abend vor Ort stattfindenden Citylauf am Rücken. Außerdem trägt er Sportkleidung und seine Laufhose ist für uns eine Augenweide.

Wie Rockschöße umflattern die hochgeschlitzten Hosenbeine seinen dürren Hintern und bei jedem Tritt in die Pedale geben sie den Blick auf eine seiner Arschbacken frei.

Gleichzeitig brechen wir 3 in schallendes Gelächter aus - so laut, dass die Insassen der Fahrzeuge um uns herum verwundert herüber schauen...