Rabenmutter

06.10.2014 um 16:40 Uhr

Und Familie kann man sich doch aussuchen!

Letztes Wochenende hatten wir lieben Besuch, den wir nur selten sehen: meine Schwägi, die im hohen Norden wohnt, war mit Lütt-Matten bei uns.

Der Kleine wurde kürzlich 3 und sie wollte den Geburtstag gern mit ihrer hiesigen Verwandtschaft feiern, und da ihr kleines Häuschen daheim uns nicht alle fassen würde, wählte sie den umgekehrten Weg und kam halt zu den Gästen.  Buchte hier Plätze in einem schicken Kinder-Café und lud alle ein, um den Junior gehörig zu feiern.

An dem Punkt kam allerdings meine Ex-Schwiemu ins Spiel. Da sie die Oma meiner Kinder ist, hatten wir all die Jahre den Kontakt zu ihr aufrecht erhalten, anfangs sogar bei ihr Weihnachten gefeiert etc. Da sie auch psychisch krank ist, kam zwischendurch immer mal der Kontakt zum erliegen, baute sich aber immer wieder auf und wann immer sie irgendwie Hilfe brauchte - sei es beim aufsetzen und ausdrucken irgendwelcher Schreiben an Ämter, bei ihrem Umzug oder wo auch immer - wir waren für sie da.

Nun hat sie eine sehr unangenehme Eigenschaft, die schon immer mal störend ins Gewicht fiel, aber ich hatte immer wieder ein Nachsehen und verzieh ihr. Und zwar ist es so: alles, was sie erfährt, erzählt sie irgendwem weiter. Und sie erzählt nicht unbedingt das weiter, was man ihr erzählt, sondern dreht es sich so, wie sie das verstandan hat oder erzählt das als Tatsache, was sie sich hineininterpretiert.

Beispiel aus der Vergangenheit: Bärenjunge war bei Oma eingeladen. Leider brach er zu Hause auf, bevor ich dazu gekommen war, Abendessen zuzubereiten und so kam er hungrig bei Oma an. Was erzählte Oma meiner Schwägi? Ich würde den Kindern nix zu essen geben, würde mich nur um mich sorgen und die beiden müssten sich selber kümmern. Hallo? Das Schlimmste daran war, Schwägi hat natürlich ihrer Mutter vertraut und das damals geglaubt, was sie ihr erzählt, hat, ohne das bei mir oder den Kindern zu hinterfragen, das als Wahrheit hingenommen und mich mit Vorwürfen überschüttet.

Wir haben das dann unter uns ausdiskutiert, und in den letzten Jahren dann habe ich gelernt, das, was Ex-Schwiemu mir erzählte, mehr oder minder an mir vorbei rauschen zu lassen, vor allem, wenn es um das Familienleben von Schwägi ging. Da erfuhr ich nämlich mehrfach, dass Schwägi sich getrennt habe und diverse sich um das Thema rankende haarsträubende Stories, die sie sich mehr oder weniger alle aus den Fingern gesogen hat. Es ist wohl ihr Wunschdenken, dass Schwägi sich trennt, da Schwiemu mit deren Partner nicht auskommt. In erster Linie ist da wohl viel Eifersucht im Spiel.

Nun zurück zu unserem aktuellen Thema: Mäusekind traf sich in den Sommerferien mit Oma (=Schwiemu), man sprach unter anderem über den geplanten Geburtstag von Lütt-Matten und Schwiemu sprach zu meiner Tochter darüber, dass ausdrücklich NUR die Familie dazu eingeladen sei. Das ließ ich erst mal so stehen, bis dann die Einladung von Schwägi kam, wo keine Namen drauf standen und ich fragte also bei ihr an, wer denn alles zu dem Geburtstag eingeladen sei. Da an dem Wochenende Ben mit Mona bei uns sein würde (die für uns Familie sind) und auch die Kinder ihre Mädels mitnehmen wollten, denn da die Familie so selten zusammen kommt, wollten sie schon alle dabei sein, wenn der Besuch aus dem Norden vor Ort ist. Man kann ja nicht mal eben zum Nachmittagskaffee vorbei gehen.

Schwägi bat ihre Muter, sich nicht in ihre Planung einzumischen. Schwägi und ich klärten außerdem ab, dass alle willkommen wären und alles war gut.

Denkste! Da kam Oma wieder ins Spiel. Zum einen warf sie dem Mäusekind vor, sie würde Lügen erzählen. Sie hätte NIIIE gesagt, dass nur die Familie eingeladen gewesen wäre. Andererseits aber rief sie das Mäusekind an und machte ihr dann am Telefon Vorwürfe, dass sie das unverschämt finden würde, dass wir FREMDE mit zur Familienfeier bringen würden, bei ihr würde es sowas nicht geben, schließlich wären wir ja alle nicht verheiratet etc. Nicht, dass Mäusekind mir das alles haarklein erzählt hätte - Oma sprach so laut am anderen Ende, dass ich ihre Hasstiraden problemlos mithören konnte...

Woraufhin ich Schwägi informierte, dass das Thema für ihre Mutter wohl noch nicht ausgestanden sei und sie sich da noch auf Diskussionen gefasst machen müsse, bat sie aber, ihre Mutter nicht nochmal deswegen anzurufen. (Was sie auch nicht tat.)

Prompt jedoch bekam ich am Folgetag eine SMS von meiner Ex-Schwiemu, ob ich denn wieder alles gepetzt hätte und dass sie ja wohl mal noch ihre Meinung sagen dürfte. Woraufhin ich ihr schrieb, dass sie gerne eine Meinung haben darf, es aber unpassend sei, diese in dem Fall kund zu tun, da es einzig und allein Sache von Schwägi ist, wen sie zu einer Familienfeier einladen möchte und wen nicht. Das sie in diesem speziellen Fall sich mit dem Kundtun ihrer Meinung in das Leben ihrer Tochter ebenso einmischt wie in meins und das meiner Kinder, und dass dies ein Problem wäre, was Schwägi und ich sehr wohl untereinander zu besprechen und zu klären haben.

Daraufhin verbot (!) sie mir, ihre Tochter weiterhin aufzuhetzen... WTF???!!!

Doch sie bekam den Sturm, den sie gesät hatte...

Schwägi wurde diese Einmischerei nämlich zu viel, sie konnte sich nicht vorstellen, nach diesem unverschämten einmischen in ihre privaten Angelegenheiten, so eng bei ihrer Mutter zu sein, so dass ich ihr anbot, mit dem Lütten bei uns zu übernachten.

Woraufhin Ex-Schiemu überschäumte und erst mal den Kontakt zu ihrer Tochter und deren Familie komplett abbrechen wollte. Dann überlegte sie es sich anders, entschuldigte sich bei mir (?), und teilte ihrer Tochter mit, dass sie doch bei der Geburtstagsfeier dabei sein möchte.

So saßen wir dann zu 11. an einer Tafel, nur eine sprach mit keinem... sie begrüßte weder Mäusekind noch ihre Freundin  und verabschiedete sich weder vom Bärenjungen noch von seiner Freundin... womit sie dann für die beiden auch gegessen ist...

Somit also sind wir ein Familienmitglied weniger, was sich den ganzen Scheiß aber selbst zuzuschreiben hat.

Wir jedenfalls für unseren Teil hatten ein sehr harmonisches Wochenende, zu 7. hier in unserer Butze, war sehr kuschelig aber sehr entspannt und für alle eine Bereicherung! 

 

 

19.09.2014 um 16:44 Uhr

Es tut sich was

Man sollte es kaum glauben, wie sich so eine Ungewissheit über die berufliche Zukunft auf die Psyche auswirkt.

Also, nicht, dass mein jetziger Job irgendwie ungewiss wäre, aber ich möchte halt gerne mehr Stunden arbeiten, und das geht im Schuhladen leider nicht. Also hatte ich im Frühsommer begonnen, wieder fleißig Bewerbungen zu schreiben.

Nach dem Urlaub hatte ich ja das "Job-Casting" - ach je, davon hatte ich noch gar nix berichtet...

Also, es gibt da eine Art großes Bekleidungskaufhaus, die kommen ausm Norden und eröffnen demnächst in unserer Landeshauptstadt eine Filiale. Bei meinen Jugendlichen ist das seeehr beliebt, so fanden sie das auch ganz toll, dass ich mich da bewerbe. Man musste online einen Test machen, dann erhielt ich die Einladung zum Vorstellungsgespräch.

Da kam ich mir allerdings eher wie auf nem Casting vor: pro Termin waren ca. 10 bis 15 Personen da. Man sah sich gemeinsam ein Video über das Unternehmen an, dann gab es noch einen Vortrag, danach ging man in die Einzelgespräche - ein großer Raum, beinahe Saal, darin lauter kleine Tische, wo sich immer ein Mitarbeiter und ein Bewerber gegenüber saßen. Sowas hatte ich ja noch nie erlebt! Allerdings suchen die auch unheimlich viele Mitarbeiter... also standen die Chancen nicht schlecht.

Dennoch: ich rutschte danach irgendwie in ein Tief, war dauermüde, antriebs- und lustlos... hätte können nur schlafen - schlafen - schlafen.

Dann kam der Anruf mit dem Jobangebot und dem Termin zur Vertragsunterzeichnung... immer noch war ich verunsichert. Was, wenn da irgendwelche Bedingungen drin stehen, die ich unmöglich annehmen kann? Außerdem musste ich ja erst mal raus finden, wo der Termin statt fand, da wir das im Telefonat vergessen hatten, zu besprechen. Aber nach ewigem rumgemaile und einigen nicht funktionierenden Mailadressen bekam ich es letztlich heraus und dann war es soweit: der Vertrag ist unterschrieben!!!

Und irgendwie... fiel damit eine Last von mir. 

Klar, ich hab immer noch ein wenig Angst: Bin ich den Anforderungen gewachsen? Schaffe ich den Übergang zur doppelten Stundenzahl? Wird es dort so schlimm stressig, wie man sagt? Wer und wie werden meine Kollegen sein? Wie wird es unsere Beziehung beeinflussen, wenn ich nur noch ein Wochenende pro Monat frei habe? Wie wird es sich auf mein Leben auswirken, dass ich (vorerst) immer nachmittags bis abends arbeite? Und nicht zuletzt: wie bringe ich es meiner jetzigen Chefin bei???

Trotzdem bin ich, seit der Vertrag unterschrieben ist, irgendwie energiegeladen. Gleich am nächsten Tag, nachdem Ben wieder in den Bus gen Heimat gestiegen war, habe ich mich in meinem Zimmer auf die Leiter gestellt und begonnen, zu renovieren. Da war nämlich im Frühling, als ich meine Pflänzchen auf den Balkon umsiedelte, Schimmel in der Fensternische... also riss ich die schimmlige Tapete, die eh nur noch auf halb 8 hing, ab, soweit es ging und nahm mir vor, die restliche vorm Herbst ganz zu entfernen und die Fensternische nur auszuweißen, damit das Mauerwerk besser atmen kann.

Das liegt nun inzwischen hinter mir: Gardinen ab, Tapete abgespachtelt, Nische samt ganzer Wand gestrichen, Fenster geputzt. Gardine gewaschen, wieder aufgehängt. Grünpflanzen auf dem Balkon alle umgetopft und nach und nach wieder rein getragen. Mich dabei von Kakteen übelst zerkratzen und stechen lassen... Heute noch die Übergardinen gewaschen und wieder aufgehängt. Voilá, das Fenster ist fertig!

Nun soll es mit dem Zimmer weiter gehen. Ich hatte da neulich im Netz was entdeckt, was mir farblich total gefällt, und das möchte ich gerne umsetzen. Zumal ich einfach mehr Platz brauche und mich ohnehin von einigem Krempel schon seit einiger Zeit trennen will. So habe ich letztens mit Ben schon Technik zum Metmacher zurück geschleppt, die der mir mal geliehen hatte. Außerdem möchte meine Schwägerin sich demnächst auf den Flohmarkt stellen, für sie sind schon 3 Tragetaschen gepackt... Bücher will ich ausmisten - auch wenn mir das schwer fällt, aber es gibt hier einige, die ich nur einmal gelesen habe und nicht sooo doll finde. (Ich bin ja eine, die liest Bücher immer und immer wieder...)

Dann will ich neue Regale. Also, mehr Regale, zu denen, die da sind. Nur der olle Fernsehschrank fliegt raus. Dann alles anstreichen... auch wenn es blöd ist, für vielleicht nur ein Jahr - aber ab und zu braucht man sowas und die Möbel kann ich ja dann mitnehmen in eine neue Wohnung.

Ein wenig ausgebremst werde ich allerdings, nämlich durch meinen Kniefall. Da habe ich mich nämlich Ende August in meiner Küche aufs Knie gelegt - nasse Fliesen und so segelte ich dahin... Es tat nicht weiter weh, gab nur einen dicken blauen Fleck, der tat dann weh - er ging aber wieder weg und alles war gut. Doch nach ein paar Wochen fing das Knie an zu mucken - wenn ich lange stehe, viel laufe oder Rad fahre. Mit dem geplanten "Marathon" im Oktober wird's also schon mal - wieder - nix :-/

Also ging ich zu meinem Hausarzt, der gab mir eine dringende Überweisung zum Orthopäden.  Als ich damit zum Orthopäden trabte, war dort Praxisurlaub. Gnarf! Wieder eine Woche verloren... Am ersten Tag nach deren Urlaub stand ich also auf der Matte. Ich war dort seit 15 Jahren Patientin und wurde von einer - mir unbekannten - Arzthelferin abgekanzelt mit der Information, dass sie eine reine Terminpraxis wären, es noch niiie eine Notfallsprechstunde gegeben hätte (Komisch, da war ich aber schon drinnen!) und ich mir gerne am 10. Oktober einen Termin für den Januar holen könne. Hallo, geht's noch?! Das Knie tut jetzt weh! "Ach, wenn sie gestürzt sind, gehören sie sowieso zum Chirurgen, nicht zu uns!" Aaargh!!!

Also hab ich mir einen anderen Orthopäden gesucht. Ergebnis: nächste Woche habe ich einen Termin! Geht doch! 

Was war noch? Ach ja, Ralph... wir hatten ein Beratungsgespräch von einer Beratungsstelle. Viel kann man uns nicht weiter helfen, aber ein paar kleine Schritte hilft es schon. Dann kam Post von einer weiteren Beratungsstelle, auf Grund einer Anfrage um Hilfe beim Sozialamt. Es tut sich also auch da was! 

 

27.08.2014 um 21:02 Uhr

Ehe der Monat zu Ende geht...

...will ich wenigstens noch von unserem Urlaub berichten.Mmann, der Alltag hat einen so schnell wieder im Griff, das ist echt furchtbar! Und irgendwie hab ich auch das Gefühl, dass ich grad kaum was schaffe bzw. auf der Stelle trete, das nervt.

Aber: Der Urlaub!

Der ist auch schon wieder 4 Wochen her - unglaublich, oder?

Wir hatten aber wirklich Glück. Obwohl, anfangs sah es gar nicht so aus...

Wir starteten Samstagmorgen hier ganz früh, Ben und ich waren halb 5 aufgestanden. Wir wollten so früh wie möglich los, um möglichen Staus aus dem Weg zu gehen. Um Flensburg rum standen wir dann doch drinnen...

Dann stellte sich heraus, dass wir in Dänemark erst mal weit an unserem eigentlichen Urlaubsort vorbei mussten, um den Schlüssel fürs Ferienhaus abzuholen. Das war nervig! Dann bekamen wir eine Wegbeschreibung, die den Namen nicht verdiente, sollten uns ans Navi halten - das aber fand uns erst mal gar nicht, dann schickte es uns über die Autobahn, obwohl es über Landstraße wesentlich kürzer gewesen wäre. Nun ja... 

Im Feriendomizil angekommen, gab es bei den Kindern erst mal lange Gesichter: unser Haus war ein halber, umgebauter ehemaliger Stall. Es roch nach Bauernhof. Die Einrichtung war aus den 70er Jahren. Der See vor Ort war zu weit weg, um hin laufen zu können... Am Liebsten wären sie gleich wieder heim gefahren.

Aber es wurde ein wunderbarer Urlaub daraus, auch wenn es dann am Sonntag gleich regnete.

Dafür hatten wir freien Eintritt in eine Erlebnisbad, was wir also gleich nutzten. Außerdem nutzen wir, dass in Dänemark die Supermärkte auch sonntags geöffnet haben, kauften noch ein und warfen abends den Grill an. Der war nämlich da, samt großzügiger Terrasse und zugehöriger Katze ;-)

Den Rest der Woche hatten wir super Wetter. So fuhren wir mal an den Ostssestrand, mal an die Nordsee. Ließen uns den Wind um die Nase wehen und von der Sonne braun brutzeln, die Kinder tobten im Wasser und bauten Burgen - wie die Kleinen. alles war herrlich entspannt. :-)

Wie kämpften uns durch ein Labyrinth, blieben mit dem Auto am Strand stecken, fuhren Ruderboot und Tretboot, meine Rasselbande tobte sich im Keltterpark aus und trotz schönen Wetters musste auch dem Erlebnisbad ein zweiter Besuch abgesattet werden - immerhin, war ja kostenlos! Abends, einmal sogar tagsüber, wurde ausgiebig gespielt, und wir fanden am Haus einen Igel und Frösche. Wir picknickten am Wattenmeer und genossen dort den Sonnenuntergang.

Was rar war: typische Touristenläden. So für ein paar Souvenirs... fanden wir nur einmal, auf einer Nordseeinsel. Das war aber mittendrin, so dass wir da kaum was kauften - wollten wir zum Abschluss machen. Gelang uns leider nicht, wir fanden nur Supermärkte oder normale Geschäfte wie Schuh-, Klamotten und Haushaltwarenläden. Dabei waren überall Touristen!

Die Heimfahrt war dann nochmal sehr anstrengend, da wir ja erst mal wieder ein gutes Stück landeinwärts fahren mussten, um den Hausschlüssel abzugeben - so waren wir alles in allem gut 12 Stunden unterwegs.

Trotzdem hat es allen super gefallen. Nun wird es endgültig der letzte Urlaub in der Form gewesen sein,wenn wir wieder zusammen fahren, werden sicher meine Schwiegertöchter mit kommen (wollen). Auch wenn ich noch nicht weiß, wie wir das dann fahrtechnisch regeln werden... aber davon mal abgesehen: irgendwie fühle ich mich schon wieder urlaubsreif!!!

14.08.2014 um 13:43 Uhr

Eskalation

Wie der geneigte Leser weiß, ging ich mit gemischten Gefühlen in den Urlaub - bezüglich des Alkohol-Problems.

Und siehe da, im Familienurlaub war auch alles gut, klar trank ich abends mein Glas Wein und Ben sein Bier, oder mal ein Mixgetränk - der Liebste hat neulich entdeckt, dass ihm Radler schmeckt, man glaubt es kaum, man kann das trinken obwohl weniger Alkohol drinnen ist! Auch mal ein Schnäpschen zur Verdauung, alles kein Problem.

Wir hatten eine wunderbare und sehr entspannte Ulraubswoche in Familie, Bericht dazu gibt es später.

Dann hatten wir eine Woche mehr Stress als Urlaub, Umzug,  Ben's Mona zu einem Kindergeburtstag samt Übernachtung karren, Kino, Einkäufe etc. - und dann das gemeinsame Wochende beim Festival.

Ben hatte ja letztes Jahr selber Apfelwein gemacht, nun hat er sich auch an anderen Sorten versucht und pünktlich zum Festival war sein erster selbst gemachter Met fertig. Sehr lecker das Zeug, sehr süffig...

Tja, und so kam es denn zum großen Knall. Anstatt meiner (gut gemeinten) Hinweise, immer mal zwischenrein doch was alkoholfreies zu trinken oder aber zumindest genug zum Alkoholkonsum zu essen, kamen nur blöde Bemerkungen wo man meint, man spräche mit einem Teenager, nicht mit einem erwachsenen Mann über 40. 

Ben trank fröhlich Bier und Met durcheinander, es wurde spät und später, und als dann unsere Freunde, mit denen wir noch vorm Zelt saßen, sich zur Nachtruhe verabschiedeten, stand er schon nur unter Mühen auf und stellte fest, dass er ziemlich betrunken war. Ach?!

Nun habe ich das Schlimmste, was passiert, wenn er betrunken ist, bisher verschwiegen, weil es auch unsagbar peinlich ist...

Aber nun ist es wieder passiert. Und ich hoffe, zum letzten Mal!

Also, wenn er einen zu viel hat, dann schläft er komatös, und zwar so komatös, dass er ins Bett pinkelt. Das war ihm in meiner Gegenwart bis dahin 2 mal passiert und sofort beim ersten mal war mir klar, dass es am Alkohol liegt. Stritt er natürlich ab.

Diesmal passierte es nun wieder, und dass, obwohl ich ihn die ganze Zeit über anstupste, weil er schnarchte wie ein Wilder. Damit war dann für ihn das Wochenende so ziemlich gelaufen.

Ich war stinkesauer, zog aus der gemeinsamen Schlafkabine aus, ließ ihn aber in mein neues Schlafdomizil nicht hinein. Sollte er mal schön in seinem Gestank das Wochenende verschlafen! 

Am nächsten Morgen stand er dann zerknirscht vor mir, ich solle nun endlich los schimpfen. Nee, wozu denn? Bestraft hatte er sich schon selber genug, ich diskutierte nur mit ihm aus, dass ich nun hoffe, er würde zukünftig bewusster mit Alkohol umgehen und das Argument, er würde ja nur müde und nicht agressiv, sei damit vom Tisch - das war einfach nur ekelhaft!!! 

Zwar hab ich mich ein bisschen ja auch selbst bestraft, da ich sehr gern in seinen Armen einschlafe, aber ich hab das Wochenende so durchgezogen und ich hoffe sehr sehr sehr, dass es ihm eine dauerhafte Lehre sein wird und sowas nie wieder passiert! 

21.07.2014 um 20:43 Uhr

Zeit wird's!

In letzter Zeit war einiges los.

Wir waren mit dem Tanzporojekt im Knast (mal wieder), haben uns eine Theateraufführung angesehen. War sehr interessant. Dann war noch eine Ausstellungseröffnung mit Kunst, die in der Therapie im Knast entsteht. Und da dachte ich mir so, wieder mal: das konnte man früher alles "fürn Äppel und 'n Ei" in seiner Freizeit machen. Also... diese Männer, die da Theater spielten... in nem Sprotverein, mit nem Hobby... wären sie vielleicht dahin nicht gekommen. Ja, ich weiß, nicht unbedingt, einige aber vielleicht. Wenn ich bedenke, was früher ein Sportverein kostete und was der heute kostet...

Hab das auch mit Ben ausdiskutiert, der arbeitet ja mit solchen Leuten. Er meinte, die wollen das gar nicht. Oder die Eltern interessiert es nicht - die könnten ja Teilhabe beantragen, da werden ja teils auch Mitgleidschaften in Sportvereinen finanziert. Na ja - ich finde dennoch, es ist nicht das Selbe. Nicht, dass ich alte Zeiten zurück wöllte, es war nicht alles gut!

Aber ich war einfach im Sportverein und musste meine Eltern nicht fragen. 30 Pfennig oder was ich im Monat dafür bazahlte - hallo? Das ist echt kein Vergleich zu heute... Und ich weiß, wie kompliziert das war, um diese Teilhabe fürs Mäusekind zu beantragen - und dann wird auch nur ein Anteil beazhlt, man bleibt immer noch auf genügend Euronen selber hängen. Lass dann mal mehrere Kinder in der Familie sein: vergiss es!!!

Aber wenn ich dann lese, in Interviews mit den Strafgefangenen, die dann schreiben, dass sie im Knast die Kunst als Ventil entdeckt hätten und draußen beispielsweise unbedingt weiter ein Instrument spielen wollen - die werden das nicht machen. Weil die Möglichkeiten fehlen, das ohne großen finanziellen Aufanwand zu betreiben...

Was war noch? Ich war bei meinem Arbeitsberater und habe diesmal Tipps bekommen, um meine Bewerbung aufzupeppen. Wir hatten doch damals nach einem Begriff gesucht, wie man die Zeit umschreiben kann, wo ich nicht berufstätig war. "Außerberufliche Erfahrungen" - schöne Umschreibung!!!! Kinder müssen auch nicht merh in den Lebenslauf, so große wie meien soweiso nicht...

Hab dann auch noch einiges an Bewerbungen dank seiner Vorschläge raus geschickt und für nach dem Urlaub bereits eine Einladung zum Vorstellungsgespräch, juhu!!!

Dann hatten wir das letzte Treffen vom Tanzprojekt und sind nun in der Sommerpause. Mal sehen, wie es ab September weiter geht.

Am Wochenende war Ben da, wir waren zur Eröffnung einer Kunstausstellung, was uns viel Spaß gemacht hat, und am Samstag dann ausgiebig am Badesee - das wurde auch Zeit, war das erste mal dieses Jahr! Rundherum waren wir größtenteils eins: faul!

Dann stand die Wohnung die letzte Woche mehr und mehr voller Umzugskisten, und gestern Abend dann war es soweit: der Bärenjunge zog von dannen... ein bissel komisch ist es schon, sehr ruhig halt. Waren ihn heut auch in seiner neuern Wohnung besuchen. Ein paar Kisten stehen hier noch, die er "vergessen" hat, bringen wir ihm mit Ben am Donnerstag. Außerdem will das Mäusekind dann Möbel einkaufen und die ersten Fuhren von MMona fahren.

Des Bärenjungen Ex-Zimmer wird schon fleißig renoviert, ab Morgen Abend steht da wohl das Bett drinnen.

Na ja, ich bin raus - ich arbeite morgen und übermorgen, dann will ich am Mittwoch gleich nach der Arbeit noch zum Stammfriseur, der ist da gegenüber, die Haare sind zu lang, ich brauch einen Sommerschnitt!

Dann wird am Donnerstag Ben mit BMona hier aufschlagen, am Freitag wird das Auto voll gepackt und am Samstag geht es los gen Norden! Was soll ich sagen: Zeit wird's!!! 

16.07.2014 um 14:00 Uhr

Erfolgserlebnis

Ich hatte ja schon mal erwähnt, dass ich dieses Jahr so ca. 5 kg abgenommen hatte, was aber biher keine großartige Veränderung der Kleidergröße nach sich zog.

Jetzt brauchte ich mal wieder neue Hosen, da ich mir immer mal wieder eine zerreibe (zwischen den Oberschenkeln, Problem seit meiner Jugend...), und die bestelle ich gern bei einem bestimmten Shop. Beim letzten Mal bestellte ich die selben 2 Größen zur auswahl wie dieses Mal, nur dass mir beim letzten Mal Ausnahmslos die größere Größe passt und diesmal... tadaaaa... die Kleinere! :-)

Dabei hab ich laut Waage nicht weiter abgenommen! Fetzt trotzdem!!! 

15.07.2014 um 15:47 Uhr

Das schlägt auf den Magen

Wer erinnert sich, dass ich nie eine Fernbeziehung wollte? Und keine Kompromisse?

Ja, und ich hab es trotzdem getan.  Und gerade in diesem Moment bereue ich es - ganz furchtbar.

Nein, nicht wegen Ben. Also, wegen nichts, was konkret zwischen uns wäre. Aber der ganze Planungs-Spagat macht mich gerade total fertig. Halbe Absprachen, alle hören nur halb zu, keiner notiert sich etwas... 

Ben sieht es dann auch immer gleich als schimpfen, wenn ich was sage. Und da er der Meinung ist, alle erwarten im Leben immer nur, dass er versagt, erfüllt er diese Klischee dann auch gern immer wieder und sieht sich nur bestätigt in seiner Opferrolle.

Und ich bin immer diejenige, die zwischen den Fronten steht :-/

Worum es geht: Bärenjunge zieht aus, Mäusekinds Mona (MMona) zieht ein. Zwischendurch fahren wir in den Familienurlaub.

MMona hatte Ben gefragt, ob er bei ihrem Umzug helfen kann. Sie bringt ein Piano mit und ein paar größere Möbel, die mit dem Auto transportiert und, vor allem, von starken Männern geschleppt werden müssen. Ben hat diese Hilfe zugesichert und die Absprache war, dass das nach unserem Urlaub passiert, wenn Ben und seine Mona (BMona) noch hier sein würden. Allerdings lief die Absprache halt immer von MMona über mich zu Ben und umgekehrt, obwohl ich beide um direkte Kommunikation gebeten hatte, hat man das von beiden Seiten nicht auf die Reihe bekommen.

Nun hat  BMona eine Einladung für direkt nach unserem Urlaub und die hat Ben - natürlich! - sofort zugesagt. Den Umzug hatte er total ausgeblendet bzw. eben nicht mehr die Absprache auf dem Schirm, wann der stattfinden soll. Und vor allem auch nicht vor Augen, dass MMona erwachsen und auch berufstätig ist, d. h. sie muss für den Umzug frei nehmen etc., kann da mal nicht eben so alle Pläne umwerfen und neu organisieren. Er vergisst dann auch schnell, dass es für ihn als Beamten einfacher ist, mal schnell einen freien Tag zu bekommen, als für jemanden in der freien Wirtschaft.

Egal, jedenfalls war ich diejenige, die nun von allen Seiten die Wenns und Abers und das Hin und Her um die Ohre geballert bekam. Einerseits meine völlig aufgelösten Mädels, die den Umzug kippen sahen, andererseits den völlig gelassen wirkenden Ben mit "Das planen wir am Wochenende!". Ja, vielleicht ist er nicht so gelassen, wie es in Mails rüber kommt, aber es ist anstrengend! Und bestimmt ist es ungerecht von mir, wenn ich jetzt auf ihn sauer bin, aber er hat einen Terminplaner, nutzt ihn aber nicht. Oder nicht genügend.

Wir hatten erst kürzlich das Problem, dass er die Ferienzeiten seiner Tochter nicht auf dem Schirm hatte, wir schon ein Festival geplant hatten und dann fiel ihm auf: Ups, da habe ich ja mein Kind! Mir hatte er allerdings, bevor ich an die Planung und Vorfreude ging, mitgeteilt, er hätte sein Kind eine Woche zuvor...

Es ist nun keinesfalls mein Part, seine Kinderwochenenden zu planen, das muss er schon selber auf die Reihe bekommen! Mich ärgert das halt, dass er das nicht hin bekommt und ein wenig kann ich da auch seine Ex-Frau verstehen, wenn sie ihn dann unzuverläsig schimpft - er schreibt es sich einfach nicht auf und vergisst es dann. Er überträgt mir gern die Organisation, weiß aber genau, dass ich das nicht tun möchte, weil ich diesen Part schon in meiner Ehe hatte und es gegen den Baum gelaufen ist.

Ich gehe gewissenhaft an die Planung unserer gemeinsamen Zeit heran, schreibe mir Termine auf und verspreche nix, bevor ich es nicht genau weiß. Verlange ich zu viel, wenn ich das so auch von ihm erwarte?

Vielleicht bröckelt auch nur langsam der Putz... :-( 

10.07.2014 um 15:00 Uhr

Mein Problem mit dem Alkohol

Musik: Herbert Grönemeyer "Alkohol"

Ich hatte es schon mal erwähnt, dass ich im letzten Sommerurlaub ein gewaltiges Problem damit hatte, dass Ben jeden Abend Alkohol trinken "musste" - und nicht mal eben ein, zwei Bier sondern mehr, als unbedingt nötig und gut für ihn ist.

Zum einen habe ich damit ein Problem, weil ja seine Ex-Frau angeblich alkoholkrank ist (ich kenne sie nicht, so dass ich mir selber kein Bild machen kann), er damals auch noch beinahe an dem Punkt war, seine Tochter aus genau dem Grund von ihr weg zu holen (was die Nachbarn ihm - in meinem Beisein - kürzlich immer noch ans Herz legten!) - und dann erlebt das Kind ihn jeden Abend "bechernd".

Ja, ich trinke auch mal einen übern Durst, vor allem beispielsweise bei Partys beim Metmacher, wenn er seine leckeren Gesöffe auf den Tisch stellt, fällt es mir schwer, nein zu sagen. Sobald ich aber merke, dass ich genug habe, trinke ich dann alkoholfrei. 

Auch vor Pfingsten hatten wir dann wieder die Diskussion... mir war Ben im Vorjahr einen Abend peinlich gewesen, er war sehr trunkig, lallte in der Straßenbahn und schlief dann sogar ein. Ich bat ihn darum, dass sowas nicht wieder passieren möge, und wir fanden uns in einer Diskussion darüber wieder, dass er meinte, das würde bei einem Festival dazu gehören und er würde jetzt nicht meinetwegen seinen Lebensstil komplett aufgeben. Häää???

Nun war ich kürzlich auf einem Stadtteilfest und kam da näher mit einem Mann ins Gespräch, den ich vom Sehen her schon länger kenne, jetzt aber kennen wir uns auch namentlich. Ich war mit der Lady dort, die kennt ihn schon länger und so unterhielten wir drei uns. Und dann erzählte er uns ganz stolz von einem "Kneipenrekord", wo man(n) sich im Freundeskreis kürzlich furchtbar betrunken hätte und dass sie damit die höchste Rechnung in der bisherigen gemeinsamen Ausgehgeschichte erzielt hätten und so weiter. Ich fragte mich zuerst, "Warum erzählt der uns das?" und dann dämmerte es mir: er wollte uns beeindrucken! Sich zu betrinken, ist cool und Fauen finden das toll - so ähnlich dachte er sicher, sonst hätte er das nicht so stolz berichtet!

Und ich fragte mich dann, denken Männer wirklich so? Müssen die Alkohol trinken, um sich toll zu fühlen? 

Und wie kann man ihr Ego aufbauen, dass sie das nicht mehr müssen???

Für Ben jedenfalls ist es ein Zeichen von Männlichkeit, viel Alkohol zu trinken, und schmecken tut es ja außerdem. Es gehört für ihn ganz normal zur Entspannung, weshalb er das auch im Urlaub täglich tut. Es macht ihm nichts aus, mit mir zusammen keinen Alkohol zu trinken, wenn ich beispielsweise in der Fastenzeit keinen trinke. Wenn ich aber sonst mal nix trinken möchte, bekomme ich blöde Kommentare an den Kopf geworfen, und das stört mich. Im Gespräch kommen wir diesbezüglkich auf keinen grünen Zweig und mein Therapeut meinte mal, ich solle das bloß nicht zu sehr aufbauschen und mir damit die Beziehugn kaputt machen. Nein, das habe ich auch nicht vor - aber es stört mich nun mal!  

Wie kann es sein, dass ein ansonsten sehr vernünftiger und intelligenter Mensch in dieser Sache so verbohrte Ansichten hat? Oder ist er auch schon süchtig nach dem Zeug und merkt es nur nicht? Wenn irgendjemand Ideen für mich hat, wie ich die Sache noch angehen kann - her damit! Wir fahren nämlich in knapp 2 Wochen in Urlaub...

 

03.06.2014 um 21:15 Uhr

Aufregender Urlaubsauftakt

Was für ein Tag gestern! 

Er begann mit einem Arzttermin, mein FA wollte mich wieder mal sehen und er ist mit mir zufrieden. Ich auch soweit ;-) 
Wir haben vereinbart, dass ich auch die Einzel-Ergo mit Ende des derzeitigen Rezeptes auslaufen lasse, um mal zu sehen, wie es ohne klappt. Ich habe aber die Option, falls es nicht geht, neue verordnet zu bekommen. Gut!

Danach radelte ich zum Brillenmann, hatte 2 Nachrichten erhalten, dass die neue Probelinse da sei und die Lesebrille sei auch fertig.
Dann der Schock: ich setzte die Lesebrille auf - und konnte nichts lesen. Alles verschwommen! Die Beraterin fing noch an zu diskutieren, dass aber doch alle Werte richtig seien etc. - schön und gut, was mir nichts nützt, wenn ich mit der Brille nicht lesen kann! Nun habe ich für kommende Woche einen neuen Termin.

Danach war ich noch fix was einkaufen, begegnete an der Kasse einem Prominenten, danach schnell heim, fix noch was essen und auf zu Ralph. Wir hatten eine Ladung zum Gericht wegen seiner Beschwerde gegen die Aufhebung der Betreuung.

Die ganze Anhörung war eine Farce! Leider kamen wir ca. 10 min. zu spät, ein übliches Problem mit ihm, zumal er ja jetzt auch noch an Krücken läuft. Daher hatte die Richterin die Gegenseite (Ex-Betreuerin und Zuständige der Betreuungsbehörde) schon angehört. Nun fragte sie also Ralph. Und nur ihn! Ich musste mehrfach um Gehör bitten, obwohl ich ja extra geladen worden war!

Außerdem durften wir nur Fragen beantworten. Sowohl er als auch ich hatten uns extra Notizen gemacht, was zum Thema wichtig gewesen wäre, das wollte sie nicht hören. Immer wieder drängte sie uns, dass wir uns kurz fassen sollten. Das war mehr als unverschämt!!!

Es kam mal wieder deutlich heraus, dass die Leute alle keine Ahnung von psychischen Störungen haben. Null, und sich auch nicht damit versucht haben, auseinander zu setzen...

Er müsse sich eben etwas zusammen reißen, dann würde er das alles auch selber können. Warum er denn nicht seit Aufhebung der Betreuung endlich die seit langem angedachte Intervalltherapie gemacht hätte (wie denn, wenn kein Betreuer hinter ihm steht, der ihm hilft, sowas durchzukämpfen und ihm dann den Rücken frei hält, was Ämter/Vermieter usw. angeht?). Und wieso er denn nach dem Krank der Betreuerin plötzlich kein Vertrauen mehr zu ihr gehabt hätte?

Hallo, der Mann hat eine ANGSTstörung. Der hat sogar Angst, sich bei mir zu melden oder mich anzurufen... und dabei bezeichnet er mich als seine engste (und einzige) Vetrauensperson!

Außerdem hat die Richterin zum Ausdruck gebracht, dass nicht nur regelmäßig überprüft wird, ob der Betreute noch die Voraussetzungen erfüllt, sondern auch, ob die Behörde die Betreuung noch durchführen kann. Und die sagen Nein!

Zwar hat er noch nichts schriftlich, aber so wie es klingt, wird er keine Betreuung mehr bekommen.

Das Gute war, dass wir das bei fb gepostet hatten mit dem Termin und nun hat sich ein Kumpel von mir gemeldet, der Anwalt ist und der Ralph beraten und unterstützen möchte. Wie schön! Auch andere Leute haben Hilfe angeboten und sich in die Spur gemacht, um weitere Informationen zu bekommen. 

Nach dem Termin wollte ich dann Ralph nicht gleich sich selbst überlassen, es war vorher abzusehen, dass es ihm nachher schlecht gehen wird, da ich ahnte, dass es so ausgehen würde - die Frau von der Behörde hatte das ja schon beim letzten Gespräch angedeutet, dass sie keinen geeigneten Betreuer für ihn hätten und überhaupt, er hätte völlig überzogene Ansprüche (ähm, alles, was er möchte, ist das, was im Gesetz steht...).

Jedenfalls waren wir dann noch zusammen bei seienr Bank, wo er was erledigen musste und was er alleine sicher nicht auf die Reihe bekommen hätte, dann einkaufen. Eigentlich war er zum Tanzprojekt eingeladen und wollte da auch gern mit, aber er wirkte dann ziemlich fertig und zeitlich hätten wir es irgendwie auch nicht geschafft, also schickte ich ihn dann nach Hause und ging alleine zum Projekt.

Trin hatte zum Glück noch ein paar letue mobilisieren können und auch Eva tut nun mit, so dass wir dann doch 7 Leute waren und es war ein sehr schöner Abend, mal mit wenig Tanz und dafür viel für die Seele...

Im Anschluss quatschte ich noch kurz draußen mit Eva und da geschah es: uns fiel ein Mann zu Füßen. Warum passiert sowas immer mir? Der war mit dem Rad unterwegs und irgendwo mit der Schlaufe seines Schlüsselbandes hängen geblieben, da hat es ihn vom Rad geholt. Mann, sah das gefährlich aus! Zum Glück aber stand er gleich wieder auf und war auch ganz gut drauf, das Pech war: er hatte eine halb volle Glasflasche in der Hand gehabt, die bei dem Sturz natürlich zerschellt war und er hatte sich an den Scherben die Hand total aufgeschnitten. Zwar alles kleine Schnitte aber durch die Nässe verteilte sich natürlich das Blut wie verrückt und es sah gefährlich aus!

Na zum Glück hab ich immer Feuchttücher einstecken, wir haben ihm also geholfen, sich zu säubern und dann haben wir ihm die Hand verpflastert. Einen Arzt wollte er nicht gerufen haben. Er hat sich gefühlte 100 mal bedankt. Hoffentlich ist er noch gut nach Hause gekommen! 

Und nach so einen vollen und verrückten Tag habe ich mir jetzt meinen Urlaub wirklich verdient! Heute habe ich ausgeschlafen und dann meinen kram zusammen gesucht und gepackt, nach dem Haarschnitt festetellen müssen, dass alles grau ist - also noch mal färben müssen. Nebenher jede Menge Wäsche gewaschen...

Morgen früh packe ich dann noch Schmink- und Waschzeug ein und muss die Böden wischen, dann fahre ich zu Ben und mit ihm am Donnerstag nach Leipzig und komme erst nach einer Woche nach Hause zurück... mal sehen, was für Überraschungen mich dann erwarten ;-)

 

23.05.2014 um 11:11 Uhr

Frei

Manch einem wird es schon aufgefallen sein, aufgrund der vielen gestrigen Kommis meinerseits: Rabi hat frei. Nur gestern und heute, aber Dank des schönen Wetters, geht es mir richtig gut dabei und ich genieße die Zeit!

Gestern begann ich den Tag mit einem ausgiebigen Lauf am Flussufer entlang, fast 2 Stunden war ich unterwegs und es hat sehr gut getan. Wie ich da so lief, dachte ich mir, dass da ein abendliches Picknick sehr schön wäre...

Anschließend wuselte ich etwas auf meinem Balkon herum, machte mir zum Mittagessen einen Kartoffel-Gemüse-Auflauf und einen riesigen Blattsalat und setzte mich zum essen gemütlich raus - herrlich!

Danach wollte ich noch zum Drogeriemarkt meines Vertrauens und da dort noch ein paar Geschäfte in der Nähe sind, da mal noch bissel gucken.

Drogeriemäßig gesehen erstand ich schöne neue Nagellacke und ein neues Hautöl (das andere macht zwar nach wie vor die Haut schön glatt und weich, mehr passiert aber auch nicht...). 

Nebendran ist ein Klamottenladen, wo ich mich mal beworben hatte. Seither hat die Chefin (mit der ich damals das Gespräch und das Probearbeiten hatte) ein Problem und weiß nicht, wie sie tun soll, wenn ich da einkaufe. Ich hab damit kein Problem! Allerdings stand genau sie an der Kasse und guckte komisch...

Jedenfalls fand ich eine sehr hübsche, schwarz-weiß gemusterte 7/8-Hose und ein schickes T-Shirt mit Spitzeneinsatz hinten. Für kleines Geld - meins!

Dann in den Supermarkt, wollte was fürs Picknick einkaufen und entdeckte ein Biermischgetränk mit Ingwer und Minze - sofort mitgenommen!!! 

Auf dem Weg zur Haltestelle liegt dann noch ein Schuhgeschäft, wo ich seit einiger Zeit sehr hübsche, geflochtene Schuhe im Schaufenster bewunderte. Diesmal ging ich rein, erwischte das letzte Paar in meiner Größe - gesehen, probiert, gekauft, nicht wieder ausgezogen! Herrliche Sommertreter!!!  

Kam aus dem Geschäft, fährt mir die Bahn vor der Nase weg. Hmpf! Ich drehe mich rum, da kommt die nächste Bahn in meine Richtung - jaaa, so muss das sein! :-)

Dann kam endlich Töchting aus der Schule, ja, sie und ihre Mona wollten eh ans Flussufer zum picknicken, Bärenjunge aber hatte leider keine Zeit. Ich also alles fertig gemacht, meine neue Satteltasche gepackt (Jaaa!) und wir zum Fluss geradelt. Mäusekind musste leider feststellen, dass ihr Rad bei Mona stand, sie also mein altes Rad genommen - und danach sehr gut verstanden, warum ich ein neues brauchte!!!

Der Lacher auf dem Weg - Mäusekind stellte plötzlich fest, dass ich mein Top verkehrt herum an hatte... hab ich das nach dem Probieren im Klamottenladen falsch angezogen, vieleicht hat darum die Verkäuferin so komsich geguckt - Menno, die hätte ja mal was sagen können!!!

Leider hatten meine Jugendlichen aber wenig Sitzefleisch, obwohl das Essen und das Biermixdingens sehr lecker waren, und drängten schon nach einer Stunde wieder heimwärts...

Kaum daheim angekommen, klingelte meine Freundin aus der Tagesklinik und brachte mir einen riesigen Kräuterstrauß!

Hat jemand Erfahrung mit Pimper*nelle und Chili*kraut? Letzteres finde ich nicht online, und geschmacklich finde ich es eher bitter als scharf und weiß nicht so recht, was ich damit machen soll...

Wald*meister hatte Wurzeln, den hab ich eingepflanzt und mit dem Oliven*kraut will ich das auch versuchen, das hat zwar keine Wurzeln, aber vielleicht geht es trotzdem an. 

Heute früh ging ich alles in aller Ruhe an, leider scheint mein Rad schlecht eingestellt zu sein, da mir die Knie weh tun. Also: morgendliche Walkingrunde gestrichen. Statt dessen auf dem Balkon Paprikapflänzchen umgetopft. 

Auf dem Weg ins Bad auf die Waage gestellt: trotz all der Schoki, die ich kürzlich verdrückte (Regel! Heißhunger!!!!) und der selbstgebackenen Eierschecke: schon wieder knapp ein Kilo weniger. Schön :-) 

Beine rasiert, Haarfarbe drauf geschmiert - also, nicht auf die Beine! Aufn Kopp natürlich!!! Denn: C*S*D und W*G*T stehen an, da muss das Harr schick sein! ;-)

Inzwischen kam eine SMS vom Brillenmann, dass selbige fertig ist, sehr schön. Kann ich das auch noch heute in Angriff nehmen.

Und alles gaaaanz entspannt... Im Schuhladen stehe ich dann morgen wieder, am Sonntag ist Betriebsausflug und am Montag wieder Schuhladen, danach hat Rabi bis nach Pfingsten... Frei!!! :-D 

14.05.2014 um 13:05 Uhr

Ärgerlich!

Ich hatte mir neulich, in einem Anfall von was auch immer, bei ama*zon mehrere Corsagen für Pfingsten bestellt. Da ich mit den Größen keine Ahnung habe, versuchte ich, mich an den Produktbewertungen zu orientieren und wählte 4 - meiner Meinung nach verschiedene - Corsagen aus. Die Preise waren human und da es über ama*zon war, ging ich davon aus, dass die Verkäufer sich an dann auch an die Lieferbestimmungen halten (müssen).

Denn es waren alles Fremdanbieter und die Ware würde aus dem Ausland kommen. Was mir, bei den Preisen und geringen Versandkosten, relativ egal war. Außerdem ist es bei ama*zon bisher auch immer so gewesen, dass die Ware immer viel eher bei mir war, als die den Betrag abbuchen. Also alles schick, dachte ich.

Ich ging auch davon aus, dass nicht alle 4 Corsagen passen würde, eine wollte ich behalten, den Rest kann man sicherlich weiter verkaufen, dachte ich, da eine Rücksendung ins Ausland sicherlich zu kompliziert ist. 

Die erste Corsage trudelte ein, passte nicht - fiel viel zu klein aus!

Dann kam ein Brief, der mir mitteilte, dass die 2. Lieferung mir von der Post nicht zugestellt werden könne, weil keine Rechnung außen am Paket angebracht sei und damit wäre keine Verzollung möglich. Ich müsse die Ware beim Zollamt abholen, das aber nur Werktags von 9 bis 16 uhr geöffnet hat. WTF???

Außerdem stand in dem Brief, dass ich die Rechnung des Händlers (habe ich nicht) und einen Zahlungsnachweis (habe ich auch noch nicht) mitbringen müsste. Außerdem würden beim Zoll Lagerungskosten anfallen. Hallooo???!!!

Heute erst kam ich dazu, den Zoll aufzusuchen. Die Betonung liegt auf suchen... Ich hatte im Netz geschaut, wo das Zoallamt liegt. Musste mein Rad mit der Straßenbahn mitnehmen (erldigte den Weg im Anschlus an meine Therapie und die Strecke ist zu weit und zu sehr bergauf, um die komplett zu radeln, zumindest für mich). Dann radelte ich erst mal an der Abzweigung zum Zoll vorbei, da das Hinweisschild nur auf der gegeüberleigenden Straßenseit war...

Nach gefühlter Ewigkeit kam ich da an, alles sah total verwarlost aus... Einfuhr-Abfertigung im Obergeschoss, sehr steile, enge Treppe (das Gebäude muss aus den Anfangszeiten der Zollgeschichte stammen!!!), ein knurriger älterer Mann hinter der Glasscheibe. Ob ich denn einen Zahlungnachweis habe. Nein, habe ich nicht. Wie ich dann bewiesen  wolle, dass ich das bezahlt habe. Nun, ich kann es nicht beweisen, genau das ist ja das Problem. Ich hoffte aber doch, dass der Händler eine Rechung INS Paket gelegt hat, wenn er schon zu blöd ist, sie vorschriftsmäßig außen drauf zu kleben... Ich durfte das Paket aufmachen. Nein, keine Rechnung im Paket. Nun hätte ich es da liegen lassen können, bis das Geld abgebucht wird. ABER wie gesagt: Lagerungskosten, und dann auch für max. 14 Tage, also noch 9 verbleibende. Wenn es in der Zeit nicht gebucht wird, kann ich nix beweisen und muss am Ende noch die Kosten tragen. Von deren blöden Öffnungszeiten ganz zu schweigen! Nein, danke!

Zähnknirschend, denn was ich sah, sah hübsch aus, ließ ich die Ware zurück gehen.

Der Händler hat inzwischen schon eine Mail und eine miserable Bewertung von mir erhalten. Was ich nicht verstehe, ist, dass er bisher super Bewerungen hat und alle schreiben, wie unkompliziert doch alles gewesen sei. Häää???

Gnarf, immerhin hat die Corsage aus der 3. Lieferung ja gepasst (und sieht genauso aus wie die aus der ersten Lieferung, nur die Schnürung ist anders...) und somit bin ich Pfingsten versorgt. Aber verärgert bin ich trotzdem! 

 

29.04.2014 um 19:19 Uhr

Konzantrationsschwäche

Ich bewerb mich beim Amt.  Oder bei einer Krankenkasse. Oder irgendwas anderes Öffentliches. Da ist es scheinbar vollkommen egal, ob ich mich auf das, was ich tue, konzentrieren kann oder nicht...

*Kopf gegen die Wand* ... oder auf die Tischplatte... das ist sooo krank, was ich heute für Post bekam!

Von meiner Krankenkasse...

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere Leser: vor kurzer Zeit noch hatten wir das Problem, dass man den Bärenjungen nicht familienversichern wollte, weil er im letzten Jahr ohne Gewinn 4 Monate selbstständig war. Wir rannten mehrfach zum Finanzamt, um das zu klären. Als es endlich geklärt war, bekam der Bärenjunge seine Anstellung, über die er nun krankenversichert ist.

Und genau da liegt nun der Hase im Pfeffer... eine Person unsere Bedarfsgemeinschaft ist über ein Arbeitsverhältnis krankenversichert! OMG!!!

Was macht das Amt? Meldet offenbar MICH und Mäusekind bei ihm als familienversichert an. Was steht im Schreiben der Krankenkasse? Dass ich die EHEGATTIN bin! Drehen die jetzt alle am Rad??? Wie wäre es mal mit LESEN???

Aber ich hätte ja sonst nix zu tun, wenn ich denen nun nicht mal wieder hinterher telefonieren müsste... Ich könnte... *hrmpfgrmmlaaarggh* 

04.03.2014 um 16:28 Uhr

Frühling auf Balkonien

Mein Balkon nimmt Gestalt an!

Nachdem Ben mir das Regal mitbrachte und das alte Holzregal abbaute, habe ich nun das neue Regal aufgebaut und eingeräumt, das Holz vom Balkon in den Hinterhof geworfen und dort an der Wand aufgesapelt; wir wollen es am Wochenenden verbrennen. Einen Feuerkorb hatten wir uns für Mäusekinds Geburtstag von Jura ausgeliehen und durch Juras Krankheit noch nicht zurück geben können, also wollen wir ihn gleich nochmal einsetzen. Hoffentlich spielt am WE das Wetter mit!

Dann habe ich meine Beerensträucher aus den Überwinterungshüllen geholt und Rankgitter angebracht und die Töpfe platziert. Der Wäscheständer seht auch schon draußen und damit trocknet die Wäsche wieder viel schneller. Und riecht auch besser!

Nun wäre auch noch Platz für einen kleinen Tisch, ich wollte auch schon einen kaufen, aber bei genauer Betrachtung war er mir dann doch zu groß. Schwarz soll er sein, oder zumindest Dunkelgrau. Was ich gesehen hatte, das größenmäßig passt, ist leider weiß. Passt zum einen nicht ins Bild, zum anderen lehrt die Erfahrung, dass der nicht lange weiß bleibt und dann schnell unschön aussieht.

Alle meine Kräutertöpfe stehen auch wieder draußen und es sieht schon richtig schön aus. Mal sehen, was davon wieder kommt, die sind mir übern Winter dann doch eingetrocknet... *höm*

Dann kam noch die gute Nachricht, dass der Bärenjunge endlich einen pauschalen Vertrag bekommen soll - heute! Ich glaub es zwar erst, wenn ich den sehe - aber es ist ein Hoffnungsschimmer da.

Stress gibt es leider immer noch wegen seiner Krankenversicherung. Das Finanzamt bestätigt ihm erst keinen Gewinn, wenn seine Steuererklärung durch ist - hat ihm vorab den geplanten Gewinn als tatsächlichen bestätigt, damit dürfte er aber nicht familienversichert sein sondern müsste, genau genommen, rückwirkend ab April letzen Jahres privat versichert werden und da zu horrenden Beiträgen... Dass er seit August offiziell arbeitssuchend ist, vom Amt Geld bekommt und zur Krankenversicherung angemeldet worden ist, interessiert dabei überhaupt nicht, es zählt nur das Finanzamt... Mannohmann... Wenn er Pech hat, fällt damit vielleicht noch seine Mandeloperation ins Wassser, die für Ende des Monats ansteht :-/

28.02.2014 um 11:50 Uhr

Rückblick über die ungefähr letzten 10 Wochen

Da ich wieder mal nicht zum Schreiben gekommen bin, klaue ich mir mal bei Pelegrina (Danke, meine Liebe!) diese Art der Kurzfassung:

[Getan] Gearbeitet, getöpfert, geliebt, gelebt...

[Gegessen] Viel zu viel!

[Getrunken] Äppelwoi

[Gesehen] Glitzernde alte Männer und Todesboten

[Gehört] Trollgeschichten

[Gelesen] Schottisches

[Gedacht] Bingo

[Gefragt] Was soll das?

[Gefreut] Vorbei

[Gelacht]  Göthe und falscher Tag

[Geärgert] Zahnarztrechnung

[Gewünscht] Sommer auf Balkonien

[Gekauft] Doppel-Tickets

[Geklickt] Buchmesse

[Geplant] Würgeschlange und Sommerurlaub

[Gebangt] Sind wir jetzt im Krebszeitalter?

 

Langfassung:


[Getan]  Das Leben plätschert so dahin, einen gemütlichen, mehr oder weniger gediegenen Gang. Ich gehe mehr oder weniger regelmäßig arbeiten, ebenso regelmäßig zu meinen Therapien; wobei es mit meinem Psychotherapeuten nicht mehr viel zu bereden gibt und er sich mehr oder minder nur über meine Berichte amüsiert. Sei es ihm gegönnt, mal ne erholsame Therapiesitzung zwischendrin! ;-)

Im Ton hatte ich ein ehrgeziges Projekt in Angriff genommen – auf dem Weihnachtsmarkt hatten wir räuchernde Drachen gesehen und ich meinte großspurig, dass ich das selber töpfern kann. Hmmm... sehr hübsch sieht er ja aus, aber: er räuchert nicht, zieht keine Luft von unten. Dabei hat er unten Löcher und ich habe ihn nun nachträglich auch noch auf eine Grundplatte mit Luftrillen gesetzt. Hilft alles nix, er raucht den Räucherkegel immer nur an :-/

Vielleicht hat jemand noch eine Idee, wie wir den Süßen zum Rauchen bringen können? Notfalls töpfere ich ihn nochmal neu, ich brauch sowieso immer neue Ideen.  

[Gegessen] Zu Jahresbginn stellte ich mich wieder mal auf die Waage, um mit Erschrecken festzustellen, dass ich nur noch gerade so ein „UHU“ bin... Also wieder in die altbewährte Ernährungsform zurück switchen, sprich meine „Trennkost“. Im Winter fällt mir eine solche immer sehr schwer, da mir dann der Salat irgendwie nicht so schmecken will und ich immerzu das Gefühl habe, mehr Energie zu brauchen.

Zur Umstellung gehört auch, mehrmals täglich viel frisches Obst und Gemüse zu essen – und das war dann auch gleich mal zu viel des Guten. Ich hatte sowas noch nie, aber Ben und eine Bekannte von mir diagnostizierten eine Vitamin-C-Überdosis: ich hatte morgens einen Obstteller aus einer Kiwi und einer Mandarine, vormittags eine große Karotte und einen Kohlrabi und zu Mittag gab es als Nachtisch eine halbe Honigmelone. Danach ging es los mit furchtbarem Grummeln im Bauch und anschließend hat es mich kräftig in alle Richtungen ausgeräumt. Ich dachte, ich bekomme eine Magen-Darm-Grippe – aber nein, abends war alles wieder weg.

[Getrunken]Der Liebste hatte selber Apfelwein gemacht! Das ist zwar eine Menge Arbeit und Schweinerei, aber er hat superlecker geschmeckt und... höm... alle ist er auch schon!

[Gesehen] Anfang Februar war ich innerhalb einer Woche auf 2 Konzerten. Eines davon seit beinahe einem Jahr sehnsüchtig, aber auch mit gemischten Gefühlen, erwartet – Depe*che Mode, meine musikalische „Einstiegsdroge“. Enttäuschend bei diesem Event war meine Verabredung mit der Schwarzen, für die ich extra abgesagt hatte, mit einer anderen Freundin mit dem Auto hin zu fahren, weil sie nicht alleine mit den Öffentlichen hin mochte. Dann fuhren wir tatsächlich nur zusammen hin und kaum im Saal, war sie weg... Zum Glück waren noch 2 andere Mädels mit und mit denen hatte ich viel Spaß. Zuerst kämpften wir uns ziemlich weit nach vorne, nur um später beim ersten Toilettengang festszustellen, dass man doch von hinten viel besser sieht...

Ja, es war ein sehr schönes Konzert und beinahe jedes Lied, das gespielt wurde, mit besonderen Erinnerungen verbunden und daher sehr berührend. Trozdem: es hat keinen wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen und war schön, aber nicht überwältigend.

Viel schöner war das 2. Event in der selben Woche: der Liebste hatte Geburtstag und ich hatte eine Überraschung geplant und organisiert. In einer anderen Stadt spielten genau zum Tage Knork*ator und ich hatte mich mit Freunden von Ben in Verbindung gesetzt, uns dort eine Übernachtung organisiert. Er wusste bis zum Mittag seines Geburtstages nicht, was wir machen würden...

Die Überraschung war gelungen und das Konzert große Klasse, wir hatten sehr viel Spaß!

[Gehört] Einer meiner Liebslingsvorleser war mal wieder in Town, Chris*tian von As*ter. Es macht sehr viel mehr Spaß, sich seine Bücher von ihm vorlesen zu lassen, als sie selbst zu lesen! Diesmal ging es vorrangig ums Thema Trolle und es gab viel zu lachen. Ich freu mich schon auf seine nächste Lesung, spätestens im Sommer zum Festival!

[Gelesen] Habe mir zu Weihnachten die fehlenden Bücher von Diana Gabal*don gewünscht. Eins fehtl leider immer noch und ich lese sie im Moment alle kreuz und quer durcheinander, was aber nichts macht. Wenn ich dann alle habe, bringe ich sie in die richtige Reihenfolge und lese sie einfach alle nochmal :-)

[Gedacht] Bange Tage liegen hinter uns, dachten wir doch, wir hätten bei der Verhütung Mist gebaut... Nun ist es so, dass wir uns zwar beide zu alt fühlen, um nochmal Nachuchs in die Welt zu setzen. Dennoch liebe ich Ben umso mehr dafür, dass es keine Sekunde die Frage gab, ob wir im Zweifelsfall das Baby behalten würden oder nicht – eine Abtreibung käme für ihn ebensowenig in Betracht wie für mich. Zum Glück jedoch wird es für uns kein Kind mit "uralten" Eltern geben und damit sowas nicht nochmal passiert, hat er nun für kommenden Monat einen Termin zur OP. Das hatte er vor, seit wir zusammen sind, scheiterte bisher immer am finanziellen Aspekt, es in die Tat umzusetzen. Ich finde das ja sehr mutig!

[Gefragt] Eine Kneipe in unserer Landeshauptstadt hat für einige Schlagzeilen gesorgt, bei denen ich mir echt nur an den Kopf gerifen konnte.

Was ist passiert? Eine Kneipenbesitzerin, die zu Ostzeiten der Friedensbewegung angehörte und derzeit politisch eher links angesiedelt ist, hatte unter ihrem Personal ein paar Diebe. Sie haben sich sowohl in der Kasse als auch im Lager bedient. Ich kenne die Kneiperin persönlich und kann mir sehr wohl vorstellen, dass sie nicht leichtfertig gehandelt hat. Aber sie hat lange versucht, denjenigen heraus zu finden, der es war; da es ihr aber nicht gelang, hat sie 3 Leute entlassen (müssen).

Um denen kein schelchtes Zeugnis auszustellen, hat sie natürlich nicht in die Kündigung geschrieben, dass die Entlassung wegen Diebstahlverdacht passierte. So sind die 3 zur Gewerkschaft gegangen und haben großes Tamtam gemacht: angeblich ungerechtfertigt gekündigt, wollten sie sogar die Kneipe übernehmen... Dabei war Grundton der Vorwürfe, dass jemand, der politisch eher links steht, ja wohl niemanden zu entlassen hat und sich einfach alles von seinen Mitarbeitern gefallen lassen muss, angeblich ein Akt von Toleranz. Bitte???

3 Leute wurden entlassen und danch haben wochenlang ungefähr 10 – 15 Leute täglich vor der Kneipe gestreikt... Häää? Also ich hab Streik immer so verstranden, dass die Belegschaft streikt! Na ja, gebracht hat es nix außer wohl der Tatsache, dass im Kneipenviertel keiner mehr Personal fest anstellen wird.

[Gefreut] Ben ist geschieden!

[Gelacht]  Kürzlich sahen wir uns endlich „Fuck ju Göthe“ an – viel zum lachen, prima für zwischendurch. Genauso „Nicht mein Tag“ - einfach Klasse.

[Geärgert] Im Januar gönnte ich mir mal wieder ein professionelle Zahnreinigung. In meiner Zahnarztpraxis ist es dann so, dass ich zwar eine Rechnung bekomme, diese aber immer in bar direkt begleichen muss. So auch diesmal. Anschließend brachte ich die Rechnung direkt zur Krankenkasse, weil man ja einen Teil zurück erhält – das aber auch nur, wenn man es bezahlt hat.

Kurz darauf erhielt ich von der Zahnarztpraxis eine Mahnung, ich hätte die Rechnung nicht bezahlt. Häää? Also rief ich gleich da an, um das zu klären. Nein, die Schwester diskutierte mit mir, ich hätte es nicht bar bezahlt sondern hätte es überweisen wollen und ja, ich könne mich auf ihr Wort verlassen. Also hab ich mir das einreden lassen und den Betrag überwiesen. Allerdings bin ich zur Krankenkasse gegangen und hab mir den Origianlbeleg nochmal kopieren lassen – da steht es, Schwarz auf Weiß: „Bar bezahlt“! Aaaargh!!!! Nun muss ich also meinem Geld hinterher laufen. Erster Versuch war schon mal erfolglos, die haben zu, sind in Urlaub. Grmpf!

[Gewünscht] Ich bekam eine Werbemail vom großen Schweden mit hübschen Balkonmöbeln, damit wurde ich angefixt. Sah dann, dass ein Supermarkt ähnliches im Angebot hat, größer und preiswerter – wir bekamen es aber nicht weg. Also fragte ich Ben und der fährt nun seit Tagen mein neues Balkonregal spazieren. Dazu will ich dann noch einen kleinen Tisch kaufen. Das Frühlingswetter der letzten Tage hat da richtig Lsut drauf gemacht, wenn ich heute allerdings raus schaue, vergeht mir diese grad wieder...

[Gekauft] Letztes, also nein, vorletztes Jahr Weihnachten hatte ich Ben Festivaltickets geschenkt. Das kann man ja nicht jedes Jahr wiederholen, die Option wäre allerdings gewesen, dass er sie mir schenkt, darum hatte ich sie nicht schon im Dezember als Frühbucher bestellt. Weihnachten dann sprachen wir drüber, dass wir die auf jeden Fall noch zum Frühbucherpreis bestellen müssen – vergaßen aber, das zusammen zu erledigen. So erledigte ich das nach Weihnachten, schickte dann stolz Ben die Bestätigungsmail – mit dem Ergebnis, dass er mir eine zurück schicken konnte... Hatten wir doch beide beinahe zeitgleich diese Tickets gekauft! Ich versuchte direkt, meinen Kauf zu stornieren, da ich der Meinung war, man kann von jedem kaufvertrag innerhalb von 10 Tagen zurück treten – ist bei Tickets nicht so. Nun haben wir 4...

[Geklickt] Kommenden Monat ist Buchmesse in Leipzig und da wollen wir hin. Nun wollte ich online Tickets bestellen und hab mich mächtig geärgert, was die alles für so ein Ticket wissen wollen... um dann beim 2. Ticket heraus zu finden, dass das beim 1. nur die Redchnungsdaten sind... *gnarf* können die das nicht irgendwo hin schreiben???

[Geplant] Ben bastelt gerade an einem Terrarium. Ein Besuch bei Freunden letzten Herbst hatte ihn angefixt – er will eine Schlange. Er hätte allerdings auch beispielsweise gern Katzen, aber für so zeitintensive Haustiere ist durch unsere Pendelei nicht die Möglichkeit gegeben – Fische und Reptilien sind da relativ gut geeignet, weil sie nicht täglich Zuwendung und Pflege brauchen. Wir planen, das Tier von einem ehemaligen Mitschüler von mir zu erwerben, der ist Züchter. Ich bin schon gespannt!

Außerdem ist der Sommerurlaub im Groben in Sack und Tüten, sprich ein Ferienhaus im Norden ist gebucht, diesmal sogar im Ausland und alle wollen mit!

[Gebangt] Irgendwie war das immer ein Ding der Generation meiner Mutter – der hat Krebs und jener hat Krebs... Und nun ist es in meiner Generation wohl angekommen.

Bei Jura hatte sich währen der letzten Schwangerschaft ein Tumor im Kopf gebildet und wurde kürzlich heraus operiert. Soweit ist wohl alles ganz gut verlaufen, nun wartet sie auf die Reha. Sie sieht aus wie nach einem Schalganfall und dass sie ein 2 Monate altes Baby hat, vereinfacht das Ganze nicht unbedingt :-/

Die nächsten schlechten Nachrichten kamen von den Freunden aus Monnem, er hatte seit Jahren eine Geschwulst am Kinn und diese nun heraus schneiden lassen – Ergebnis negativ, er muss nun weitere Untersuchungen und Operationen und Therapien über sich ergehen lassen.

Mist Mist Mist!!!



23.01.2014 um 15:05 Uhr

Nachwehen...

...oder "Weitere Kapitel aus der Unendlichen Geschichte Deutscher Bürokratie".

Episode 1:
Ich hatte gegen Jahresende meine gesammelten Werke an Zuzahlungen bei der Krankenkasse eingereicht und dabei erfahren, dass ich auch Zuzahlungen für meine Kinder mit einreichen könne, da sie familienversichert sind. War mir bis dato nicht bekannt, ich dachte, das zählt immer pro Person.
Jedenfalls also hatte ich eine alte Zuzahlung für Mäusekind, die ich damals an die Krankenkasse selbst getätigt hatte. Könne ich nachreichen, auch wenn's für ein vergangenes Jahr ist, da ich im selbigen dann die Befreiung hatte. Gesagt, getan.
Wie gesagt: es handelte sich um einen Betrag, den ich damals direkt an die Kasse selbst gezahlt hatte. Aber: um diesen rückzuerstatten, benötigen sie einen Kontoauszug von mir, der bestätigt, dass ich den Betrag überhaupt gezahlt habe.
Moooment mal: die brauchen doch nur in mein Kundenkonto gucken, ob ich die Rechnung beglichen hab, oder nicht?!
*Kopf auf Tisch knall*

Episode 2:
Bärenjunge war im vergangene Jahr 4 Monate selbstständig tätig.
Da er keinen Gewinn erzielte, hat er aufgegeben und sich wieder arbeitssuchend gemeldet.
Die Krankenkasse fragte damals auch an, wegen seiner Versicherung, ich teilte damals mit, er sei vorübergehend selbstständig gewesen, und wusste nun nicht, wird er nun selbst versichert oder wieder familienversichert. Bekam dazu keine Rückmeldung von der Kasse und vom Amt nur die mündliche Info, da würden sie sich drum kümmern. 
Jetzt kam also Post von der Kasse, die die Familienversicherung prüfen will, zu den Versicherungszeiten und Täötigkeiten meiner familienversicherten Angehörigen im vergangenen Jahr. Ich denen also nochmal die Zeiten genau aufgelistet, was wer von wann bis wann gemacht hat.
Darufhin kamen Fragebögen zum Einkommen des Bärenjungen... *an den Kopf greif*
Da er nicht mehr selbstständig ist, führten wir "keins" auf, keine Arbeitszeit etc. und schickten alles zurück.
Vorhin klingelte das Telefon...
Nun sieht unsere Bearbeiterin gar nicht mehr durch! Oh je... Da hat nämlich auch das Amt Mist gebaut.
Wohlgemerkt: Bärenjunge ab Mitte April selbstständig, auch private Versicherung beantragt. Hängt bis heute in der Schwebe, da der Typ, der ihm diese (und andere) Versicherungen aufdrängt, ihn total übern Tisch gezogen hat. Aber: andere Geschichte.

Zurück zur jetzigen Krankenversicherung... 
Das Amt hatte den Bärenjungen, trotz Selbstständigkeit, bis Juni versichert. Hä?! Nur im Juli war er nicht versichert, ab 1. August hat man ihn wieder zur Familienversicherung angemeldet. Kurios: er hatte sich erst am 13. August wieder arbeitssuchend gemeldet...
Jaaa, nun ist es aber so, dass er möglicherweise gar keinen Anspruch mehr auf Familienversicherung hat. Die hätte ich (!) neu beantragen müssen. Aha - woher soll ich das wissen, wenn man mir vom Amt her mitteilt, dass er automatisch wieder familienversichert ist???
Kann also sein, er ist demnächst nicht mehr krankenversichert... Problem: er steht kurz vor einer Mandeloperation....

*schreiend im Kreis lauf*

Noch einen drauf? Okay:

Episode 3:

Das Amt schickt mir ein Stellenangebot für Vollzeit Montag bis Sonntag... Halloooo, ich habe eine Leistungsfeststellung beantragt und ich bin, ehrlich gesagt, mit meinem derzeitigen Job und meinen Therapien vollkommen ausgelastet... Aaaaaaargh!!! 

 

16.01.2014 um 19:13 Uhr

Das Leben ist schön

Das neue Jahr hat für mich gut angefangen und ich hoffe, das geht so weiter.

Nachdem wir im Herbst eine kleine Durststrecke hatten, da Ben öfter mal Termine in seiner Stadt hatte und ich in meiner und wir uns daher nicht so oft sehen konnten; die Treffen im November dann für mich etwas anstrengend waren, weil ich so doll dauer-erkältet war, hat sich das Ganze im Dezember etwas entspannt und um Weihnachten herum haben wir ständig "aufeinander gehockt", was wir sehr genossen haben.

Alles war, trotz der vielen Hin- und Herfahrerei, sehr entspannt und gemütlich und richtig schön.

Das Wochenende vor Weihnachten war ich mit Mäusekind bei Ben, er hatte Mona da und wir sind zusammen über diverse Weihnachtsmärkte gepilgert. Am 4. Advent dann musste er Mona wieder abliefern, anschließend fuhren wir in meine Stadt, wo er an dem Abend schon sein Weihnachtsgeschenk bekam - wir gingen auf ein kleines Festival in der Landeshauptstadt, 4 Bands, darunter Subway to Sally und Lordy. Ja, genau die, die mal den Eurovision Song Contest gewonnen haben! War jedenfalls ein sehr abwechslungsreicher, teils witziger Abend und wir hatten viel Spaß. Und das Wichtigste: Ben hat sich riesig über sein Geschenk gefreut!

Der Heiligabend begann damit, dass die ganze Wohnung geputzt wurde - gehört bei mir dazu, wenn's nicht richtig sauber ist, ist irgendwie nicht richtig Weihnachten. Dann machte der Bärenjunge Kaffee, nach dem Kaffeetrinken gab es die Geschenke. Ehe da so alles ausgepackt war, inklusive der Geschenke, die uns auf dem Postweg erreicht hatten, das dauerte eine Weile. Ben hat mir einen Ring geschenkt!!!

Abends wurde dann gleich das neue Monopoly eingeweiht.

Zum 1. Feiertag waren wir bei meiner Mama und ihrem Freund eingeladen. Da der Bärenjunge Heiligabend einen Gig hatte, fuhren nur Ben, Mäusekind und ich hin. Nach leckerer Ente spielten wir ein paar Runden mit meiner Mama, dann gab's Kaffeetrinken und dann fuhr uns Ben zum Zug; er fuhr vo da aus wieder nach Hause, da er Mona ab dem 2. Feiertag hatte.

Ich war am 2. Feiertag mit meinen Kiddies bei der Ex-Schwiemu samt Ex-Schwager zum Kaffee, am Freitag dann düste ich zu Ben. Wir spielten noch mit Mona, ehe sie wieder heim musste. Am Wochenende dann besuchten wir eine Ausstellung im Landesmuseum für Vorgeschichte zu Ausgrabungen um 3.300 vor unserer Zeit - sehr spannend! Das lässt einen auch nicht so schnell wieder los.

Am 30. mussten wir beide nochmal arbeiten, also düste ich mit dem Bus nach Hause, um am 31. wieder zurück zu fahren. Silvester verbrachten wir dann bei Freunden von Ben. Deren Tochter ist die beste Freundin seiner Tochter und eigentlich war der Plan, dass Mona dabei sein würde - was ihre Mutter aber nicht genehmigte. Jedoch hat sie schon das nächste Silvester genehmigt.

Nun ja, jedenfalls war es dann so, dass wir nach dem Raclette (Lecker!) zu 4. Tessa bespaßten - ich hab sogar mit Monter*High-Puppen gespielt! - wobei wir aber alle viel Spaß hatten. Gegen Mitternacht sind wir auf einen Hügel gestiegen, um uns ringsum das Feuerwerk anzusehen. Zurückgekehrt, wurde noch eine Runde gespielt und dann ging es ins Bett.

Am nächsten Tag ging es mit dem Bus wieder nach Hause, da ich auch am 2. schon wieder arbeiten musste! Aber: es macht mir nichts aus und es tut immer noch gut und macht Spaß, auch wenn die Kunden ganz schön anstrengend sein können, es aufreibend sein kann, allein im Laden zu sein und es mich einige Nerven gekostet hat, einen Diebstahl zu verdauen. 

Aber alles in allem ist mein Leben grad rund, durch Ben, durch die Arbeit, die Therapien und momentan auch grad relativ entspannte Jugendliche um mich rum.

Mäusekind war gleich die erste Schulwoche im Skilager, was diesmal zum Glück ohne Blessuren abging und ihr wieder sehr gut gefallen hat. Gestern dann ist sie 16 geworden... Morgen gibt es dann den "Kindergeburtstag": Lagerfeuer im Hof. War meine Idee und wurde für gut befunden.

Der Bärenjunge hat sich gleich ab 1. Januar wieder mit einer fetten Angina ins Bett gelegt, die 4. innerhalb weniger Monate, nun müssen die Mandeln raus. Heute sollte er darum einen HNO-Arzt konsultieren, was wir aber leider total verpeilt haben - er ebenso wie ich... Muss er morgen los.

Wir spielen ganz viel im Familienkreis in letzter Zeit, d. h. wir machen also regelmäßig wieder was zusammen, und das macht Spaß und tut uns allen gut. Vor allem auch Mona findet das toll, bei ihrer Mutter erlebt sie sowas leider viel zu selten - da wurde beispielsweise am Silvesterabend komplett nur ferngesehen und nicht ein einziges Spiel gespielt...

Und dann die Zeiten mit Ben... alles ist so entspannt und so schön und so innig und manchmal fang ich dann an zu heulen, einfach so, weil ich so glücklich bin. Er ist zwar davon etwas irritiert; sagt mir aber so oft, wie glücklich auch er ist und das macht alles noch viel schöner, zu wissen, dass das alles auf Gegenseitigkeit beruht.

Außerdem auch zu wissen, dass man sich vertrauen kann und eben nicht immer zusammen sein muss, aber dennoch sehr intensiv verbunden sein kann. Er meldet sich zwischendrin nicht, weil ich das so will, sondern weil es ihm ein Bedürfnis ist - und umgekehrt. Soooo schön!

So ist es auch gar nicht schlimm, dass das nächste Wochenende in unserer Planung irgendwie noch "offen" war und ich dann erfuhr, dass es einen Tanzabend gibt, wo ich gern mit "meinen Mädels" hingehen würde. Und so machen wir das: Ben bleibt mit Mona zu Hause und sie machen ein Papa-Tochter-Wochenende; ich gehe alleine Tanzen - und ich freu mich drauf!!! Noch vor ein paar Monaten hätte ich es mir nicht vorstellen könnne, ohne ihn weg zu gehen, aber jetzt freu ich mich richtig auf einen Mädelsabend!

Ja - so kann es bitte weiter gehen im neuen Jahr! :-) 

13.12.2013 um 19:22 Uhr

Im Weihnachtsstress...

Ja, ich weiß, ich bin selber Schuld, dass ich mich in der Vorweihnachtszeit unter Stress setze.

Aber ich bastle meine Karten nun mal gern selber und ich backe gern für alle Plätzchen :-) Das macht mir Spaß und gibt mir ein gutes Gefühl, auch wenn dadurch dann Zeit für anderes fehlt.  Darum mache ich es einfach trotzdem, Punkt.

Die ersten Weihnachtseinkäufe hatte ich noch im November getätigt, an dem Tag fielen auch die ersten Schneeflocken, das war irgendwie so passend. Und schön. Blöd war, dass ich viiiel zu früh im Einkaufszentrum war - kurz nach 9. die Geschäfte öffneten um 10... WTF???!!!

Die restlichen Geschenke hab ich selbst gemacht bzw. online eingekauft. Die ersten Päckchen sind verschickt, die Karten alle geschrieben. Der Rest wird dann nächste Woche quasi auf letzte Minute, aber ich kriege das alles hin.

Heute hatte ich nochmal Stress, vor allem, weil ich mich selber verrückt gemacht hatte...

Wir erinnern uns: ich möchte eine Leistungsfeststellung machen, also ich möchte gern schriftlich haben, wie einsatzfähig ich momentan wirklich bin. Jedoch hat die Reha-Abteilung vom Arbeitsamt, statt mich zu beraten, mich - mal wieder - einen Antrag auf Teilhabe stellen lassen. Dieser wurde dann direkt an die Rentenkasse weiter geleitet - und von dort bekam ich nun Post, dass ich denen den Entlassungsbericht der Tagesklinik zusenden soll. Ich???!!! Hab den nicht, bekomme den auch nicht! Soweit jedenfalls die Auskunft von dort, ich bin direkt hin gegangen, mache ja in der Einrichtung immer noch allwöchentlich meine Ergotherapie. Da es eine Psychiatrie ist, geben die keine Entlassungsberichte raus, außerdem muss die Rentenkasse das selber anfordern. Problem: ich habe den Antrag beim Jobcenter stellen müssen, d.h. das Jobcenter hat die Schweigepflichtentbindung von mir, nicht aber die Rentenkasse. Die brauchen sie aber, um irgendwo was anfordern zu können.

Also dachte ich mir, ich gehe direkt hin. Und da hab ich mich vorher echt verrückt gemacht, weil es überall hieß: Termin vereinbaren. Online: keine freien Termine...

Fazit: ich fuhr heute früh hin. Machte mich auf Diskussionen gefast. An der Rezeption ein Schild: Bitte Termin vereinbaren! ...  "Guten Tag, ich möchte einen Termin vereinbaren!" - "Wollen Sie nicht gleich da bleiben? Es sieht grad gut aus!" Okay... :-)

Nach 5 Minuten war ich dran, nach weiteren 5 Minuten alles geklärt! Puuuuhhhh!!! 

So konnte ich mich entspannt mit einer Freundin heute Nachmittag noch auf einen Glühwein treffen. Nachher wollte ich mit dem Fleiger, den ich eeewig nicht gesehen hab, zu nem anderen alten Kumpel, den ich in etwa genau so lange nicht gesehen habe, zum Geburtstag. Leider hat der Flieger grad abgesagt und alleine hab ich dann auch keine Lust, weil dort die Böse Hexe sein wird und da hätte ich dann schon lieber gern irgendeinen Begleiter an meiner Seite.

Morgen gehe ich 4 Stunden arbeiten, renne von da aus direkt zum Bahnhof, wo hoffentlich meine Kinder am Bahnsteig stehen und wir zu meiner Mama zum Geburtstag fahren. Fahrkarten sind schon gekauft.

Ben kommt direkt hin, danach kommt er mit her. Wollen am Sonntag noch ein paar Geschenke einkaufen, brauch noch was für meine Mama, das ich im Böhmischen gesehen habe. Da wollen wir also hin.

Wenn der Termin nicht nochmal verschoben wird - bereits 2 mal geschehen! - wird Ben dann nächste Woche geschieden. Auch ein wichtiger Schritt!

Am Freitag dann ähnliches Spiel wie morgen: nach Arbeit renne ich zum Bahnhof, treffe da das Mäusekind und wir fahren zu Ben. Hab dem Mäusekind  letztes Jahr versprochen, dass wir dieses Jahr dort gemeinsam auf den Weihnachtsmarkt gehen. Am Sonntag kommt Ben dann mit her, da bekommt er auch schon sein Weihnachtsgeschenk - ich gehe mit ihm auf ein Konzert, das weiß er aber noch nicht.

Da er sein Kind nur am 2. Feiertag haben darf und dann mit ihr zur Oma fährt, sehen wir uns also bis zum 1. Feiertag. Danach fahre ich Silvester zu ihm hin, muss am 30. nochmal arbeiten.

Wie man sieht - es ist alles durchgeplant und -organisiert. Dadurch, dass ich die Arbeitstermine doch recht kurzfristig bekomme, kann ich leider kaum mehr was auf lange Sicht planen, was alles etwas verkompliziert im Moment. Aber dann ist es eben so. Auf jeden Fall macht die Arbeit noch Spaß!!!

Geärgert hat mich der kaputte Kühlschrank letzte Woche, der neue kippelt auch noch, aber er sieht schick aus und er funktioniert! ;-) Und es ist noch genug Geld für den Urlaub nächstes Jahr übrig, wenn alle Weihnachtsvorbereitungen erledigt sind, mache ich mich wieder über die Ferienhauskataloge her...

Ich wünsche schon mal allen Lesern frohe Weihnachten, falls ich vorher nicht mehr zum schreiben komme!

 

25.11.2013 um 12:25 Uhr

Versagen?

Es gab dann das Gespräch mit dem Bärenjungen, wenn auch - meiner Meinung nach - verspätet. Er hatte aber nur irgendwie versäumt, mir mitzuteilen, dass er nach der Arbiet noch einen Termin hat und ich war einfach davon ausgegangen, dass wir reden, sobald er aus dem Büro kommt. Also - es mangelt allgemein an klarer Kommunikation bei uns! :-/

Zum einen, was mir wichtig ist, war, dass er sich bei mir bedankt hat, dass ich ihn an dem fragwürdigen Abend davon abgehalten habe, nochmal los zu gehen. Er hat zugegeben, dass er sehr stark alkoholisiert war.

Wir haben die Sache ausdiskutiert und noch einmal die Grundlagen des familiären Miteinanderwohnens erörtert. Ich glaube, er hat verstanden, dass es immer noch ein Miteinander geben muss, auch, wenn er nun 18 ist "und ich ihm nichts mehr zu sagen habe". Nein, sagen müssen will ich es ja eigentlich auch nicht immer wieder - traurig nur, dass er sozial so inkompetent ist und gewisse Dinge für ihn leider nicht selbstverständlich sind. 

Ich betrachte das als persönliches Versagen als Mutter. Warum ist es mir bisher nicht gelungen, ihm diese Werte so nahe zu bringen, dass er sie verinnerlicht? Ben behauptet ja, dass es an meiner Erziehung nicht liegen kann und einige Dinge eben einfach genetisch vorprogrammeirt sind. Aber das??? Nimmt sich ein Kind nicht eigentlich an, was ihm vorgelebt wird? Zumindest dann, wenn es positive und angenehme Dinge sind - als die sehe ich ein familiäres Miteinander und gegenseitige Hilfe zumindest.

Würde ich ihn raus werfen, so, wie mir das von diversen Seiten immer wieder nahe gelegt wird und ich nun auch von Jura die Bestätigung erhielt, dass er dann finanzielle Unterstützung vom Amt erhalten würde (nicht aber, wenn er selber geht) - ich würde es als mein persönliches Scheitern sehen und darunter am Ende wohl mehr leiden, als Bärenjunge/-mädchen selber... 

Allerdings hat es schon eine kleine Kehrtwendung gegeben, vielleicht, weil ich ihm auch verdeutlicht habe, dass er mit seinem exzessiven Alkoholgenuss seiner Kunstfigur Bärenmädchen schadet. Er hatte jedenfalls am Wochenende seinen ersten richtig großen Auftritt, den er auch gut gemeistert hat und - zu meiner Überraschung - dann doch irgendwann Wasser trank. Ich hoffe, dass das keine einmalige Sache war und er begriffen hat, dass er ein wenig mehr auf sich achten muss.

Er bemüht sich seither auch, seine häuslichen Aufgaben zu erfüllen bzw. fragt öfter mal nach, ob er irgendwas helfen kann etc. - ich hoffe, das bleibt so.

Er ist doch mein Sohn, ich liebe ihn doch! 

18.11.2013 um 13:55 Uhr

Verzweiflung

Mein Sohn ist nicht nur ein totaler Egonzentriker, sondern dazu total egoistisch und obendrein narzistisch veranlagt. Langsam aber sicher komme ich damit gar nicht mehr klar und die häusliche Sitution droht mehr und mehr zu eintgleisen.

So kam es denn auch letzte Woche zu einem sehr dramatischen Zwischenfall und seither kreiselt das alles in meinem Kopf herum. Für heute ist ein Gespräch mit dem Bärenjungen angesetzt, aber er kam nur kurz nach Hause, teilte mir mit, dass er gleich wieder los müsse - und war auch schon wieder weg. WTF???

Zur Erinnerung: er hatte seine Lehre im Frühling aufgegeben, weil es ihm große Probleme bereitete, mit seinen Füßen 8 Stunden täglich 5 - 6 Tage die Woche in der Tankstelle zu stehen. Er kam mit Klumpfüßen zur Welt, wurde 3 mal daran operiert, wird aber nie eine 100%ige Heilung erfahren, sondern schon allein durch die ganzen Narben hat er häufig Schmerzen in den Füßen und auch die Muskulatur ist nicht normal ausgeprägt und wird es auch nie sein.

Ich kann das also nachvollziehen, dass er keinen Steh-Job ausüben kann. Dafür hat er mein Verständnis. Soweit, so gut. Die Idee, von der einzelhandelskaufmännischen Ausbildung einfach in eine andere kaufmännische Ausbildung im Büro zu wechseln, ließ sich leider nicht umsetzen, er müsste da eine komplett neue Lehre anfangen (obwohl die theoretische Ausbildung in den Grundlagen die selbe ist und er davon ein halbes Jahr mit super Noten weg hatte). Nun ja.

Darauf wollte er aber zu dem Zeitpunkt nicht warten oder nochmal Schule oder was auch immer, wollte er nicht - er wollte sich selbstständig machen! Allen Belehrungsversuchen zum Trotz, hat er keine Infoveranstaltungen oder Seminare für Existenzgründer besucht, sondern ist kurz nach seinem 18. Geburtstag einfach los gegangen, hat sich einen Gewerbeschein geholt und losgelegt. Wird schon alles - der Mut der Jugend.

Ich war auch unheimlich stolz auf ihn, dass er plötzlich so genau wusste, was er will, und glaubte seinen Versicherungen, dass er sich dahinter klemmen würde, denn das war es ja, was er uuunbedingt machen wollte!

Leider war das alles von sehr kurzer Dauer. Nämlich als er merkte, dass da mehr Ausgaben dran hängen, als er sich vorstellte. Dass auch Geld für Versicherungen und Steuern übrig bleiben mus, vom Alltäglichen ganz zu schweigen - Miete, Strom usw.

Eine Wohnung bekam er nicht, weil er kein Einkommen nachweisen konnte - WG wollte er nicht wirklich. Allerdings verlief die Suche auch nur sehr halbherzig und das meiste davon erledigten seine Oma und ich.

Na ja, im Sommer dann der große Absturz, wo er sich umbringen wollte, wenn er seine Travestie nicht weiter ausüben darf, aber ansonsten wollte er nicht mehr so weiter machen, er wollte zurück zur Schule...

Leider kam diese Idee zu spät - ob mit Berechnung, kann ich nicht sagen, die Bewerbungsfristen an den Schulen endeten Ende Juli und in der ersten Augustwoche kam ihm diese Idee. Aber da möchte ich nun nichts unterstellen. Fakt ist, zur Schulbank könnte er erst kommenden Sommer zurück kehren. Doch was tun bis dahin?

Seine Travestie macht er wieder als Hobby, das heißt, er ist genau so viel unterwegs damit wie sonst auch, hat aber keine Einnahmen. Arbeitet aber auf eine Anstellung hin, so weit so gut.

Das Amt jedoch will ihn beschäftigt sehen und hat ihm eine Art ABM angeboten, wo er auch seit November hin geht. Nur: seither wird nebenher gar nichts mehr. Und er hat darauf keine Lust und geht täglich später und später ins Büro.

Mit nebenher meine ich zu Hause. Er will hier gerne wohnen bleiben. Gut. Nur: er lässt sich von vorne bis hinten bedienen bzw. müllt uns einfach zu.

Jeder in unserem Haushalt hat Aufgaben, so, wie das halt normal ist. Seine ist, den Müll täglich runter zu bringen und ansonsten, sein Zimmer selbstständig sauber zu halten, seine Wäsche selber zu waschen  und gelegentlich einzukaufen bzw. zu kochen oder den Geschirrspüler mal ein und aus zu räumen.

Mal ehrlich, für einen 18jährigen ist das doch nicht zu viel verlangt?

Außerdem ist eine Regel, dass er mit uns absprechen muss, wenn er Besucher erwartet und dass er die nicht im Flur unterzubringen hat, sondern mit denen in sein Zimmer verschwinden soll. Was nicht geht, weil sein Zimmer dauer-zugemüllt ist...

Außerdem verlange ich ein klein wenig ganz normale Rücksichtnahme. Bärenjunge ist nämlich sehr gern sehr laut. Er muss morgens um 6 Uhraufstehen - wir nicht. Scheißegal, er dreht seine Musik auf und poltert in der Wohnung herum wie eine Herde Elefanten. Hinweise darauf tut er als Spaß ab.

Das Selbe macht er aber auch nachts, er kommt von einer Veranstaltung nach Hause und lärmt herum. Oder er kommt gleich mal erst am nächsten Tag heim und dann auch noch besoffen. Eine "Kollegin" von ihm ist kürzlich mit Anfang 20 einer Alkoholvergiftung erlegen. Großes Entsetzen und große Trauer bei ihm - aber er selber besäuft sich dauernd. Wozu er gar kein Geld hat, angeblich wird er dazu immer eingeladen. (Von wem????) 

Letzte Woche nun ist die Situation eskaliert. Mir ging es nicht gut und ich war relativ zeitg zu Bett gegangen, er war abends mit dem Mäusekind und ein paar Freunden noch aus. Mäusekind kam ganz brav und pünktlich um 22 Uhr nach Hause. Allein :-/

Kurz nach 12 wurde ich wach, weil im Flur laute Musik lief. Zuerst dachte ich, es wäre schon wieder früh. Dann sah ich auf die Uhr. WTF??? Dann hörte ich Stimmen. Dachte erst, Bärenjunge unterhält sich mit Mäusekind.

Musste auf Toilette... und erlebte im Flur einen sturzbetrunkenen Bärenjungen, der von 2 wildfremden jungen Frauen zum Bärenmädchen umgekleidet wurde. ??? Er wolle nochmal weg, als Bärenmädchen, er hätte es einem Barbesitzer versprochen.

Ich bat ihn, die beiden Mädels weg zu schicken und ins Bett zu gehen. Und ging auf Toilette.

Als ich wieder raus kam - Situation unverändert, er lautstark dabei, sich vor den beiden in Szene zu setzen und "toll" zu sein. Auf meine erneuten Bitten bekam ich nur blöde Antworten, sicherlich auch seinem Grad der Alkoholisierung zuzuschreiben.

Als Ersts hab ich dann die beiden Weiber raus geschmissen und dann versucht, mit ihm zu reden. Es kamen nur blöde Sprüche und Sätze wie "Ich bin aber 18 unhd ich kann machen, was ich will!" usw. - ja, kann er, aber NICHT in meiner Wohnung, NICHT von meinem Geld und NICHT, wenn unser aller Existenz wieder in Gefahr ist. Wäre er nämlich unter der Woche nochmal los gegangen, wäre er defintiv NICHT morgens um 8 in seiner Maßnahme gewesen und wenn er die vergeigt, hat das finanzielle Konsequenzen für uns alle! Das geht einfach nicht, soviel Grips erwarte ich einfach von einem 18jährigen - zumal er jede Menge Grips hat, das weiß ich! Den hat er nur nie dann, wenn es drauf ankommt, sondern nur dann, wenn er es will. Wenn es ihm wichtig ist, wenn es Spaß macht...

Wir haben ewig hin und her gestritten und irgendwann bin ich dann wohl voll ausgerastet, ich kann mich nicht mehr an alles erinnern, nur noch daran, dass ich mit Fäusten auf ihn eingeprügelt habe, um seine Mauer aus Ignoranz, Selbtbeweihräucherung, Selbstmitleid und Alkohol zu durchdringen...

Dabei hasse ich Gewalt!!! Aber ich kam einfach nicht zu ihm durch... ich war am Ende!

Das Ergebnis war, das natürlich Mäusekind durch den Lärm aufgewacht war, sie erst mal totale Angst vor mir und meiner Raserei bekam - logisch. Ich hab mich aber recht schnell wieder beruhigt, dann jedoch war der Bärenjunge hysterisch - wir würden kein Verständnis für seine Kunst haben und nur dafür würde er doch leben...

Wir haben dann alle drei nur noch geheult. 

Und das alles  2 Tage nach meinem Geburtstag und die Nacht bevor ich zu Ben fahren wollte...

Irgendwann nachts haben Bärenjunge und ich uns noch gegenseitig entschuldigt, ich konnte jedoch ewig nicht einschlafen, geplagt von Vorwürfen, aber auch von Verzweiflung. Wie ist unsere Situation noch zu retten?

Ich wollte das Wochenende schon absagen, aber Mäusekind überzeugte mich, doch zu fahren und es hat auch sehr gut getan, raus und bei Ben zu sein, das Konzert zu erleben - aber immerzu hatte ich die Bilder dieser Nacht im Kopf und war am grübeln,  wie es nun weiter geht.

Der Bärenjunge hingegen hatte mir versprochen, am Wochenende seiner Schwester im Haushalt zu helfen und sein Zimmer wollte er auch aufräumen. - Ergebnis? Er war nachts unterwegs und schlief tagsüber, geräumt hat er nichts, geholfen hat er nichts. Ausrede: Ich müsste doch selber am Besten wissen, wie das ist, wenn man immerzu so erschöpft sei und so viel Schlaf brauchen würde, da käme er eben einfach zu nichts anderem mehr!

Auf meine Bemerkung, dass ich in dieser Situation war, als ich über 35 war und nachdem ich einen liebsten Menschen verloren, 2 Kinder (allein) aufgezogen hatte, meine Ehe gescheitert war und und und - kam von ihm nur "Oh, das tut mir jetzt aber leid!"

Und jetzt hat er also für unser Gespräch keine Zeit... Ich weiß echt nicht, was ich machen soll. Oder woher ich Hilfe bekommen könnte. Aber die bekam ich ja schon nicht, als das Jugendamt etc. noch zuständig gewesen wären. Geschweige denn jetzt... 

 

14.11.2013 um 20:09 Uhr

Ämterwillkür?

Neulich war ich beim Amt, mein Berater, Vermittler oder wie auch immer er sich nennt, wollte mal wieder abschließend mit mir über das erstellte Gutachten sprechen. (Zum 3. Mal)

Ich hatte ihm dazu vorher einen Brief geschrieben, musste ihm die Aufenthaltsbescheinigung der Klinikuntersuchung zusenden und hatte einen Brief vom Amt erhalten, wo man mir eine Reha-Maßnahme mit Arbeitserprobung empfielt. Also schrieb ich, dass er dann zu dem Termin da hoffentlich Informationen für mich hat, wohin ich mich diesbezüglich melden muss.

Ich kam also zu dem Termin, und das erste, was er liest - ist eben dieser Brief. Und dann teilt er mir mit, dass er davon keine Ahnung hat. Von wem ich denn den Brief erhalten hätte?

Häää? Er hat da meine elektronische Akte vor sich... Nö, da steht aber nix drin. Auch nicht, ob die Amtsärztin denn das Gutachten an die Reha-Abteilung oder wohin auch immer sie es leiten wollte, weiter geleitet hat. Das hat er nun gemacht.

Als nächstes teilt er mit dann mit, dass ich ja aber vollschichtig einsetzbar wäre und ich mich weiter bewerben müsse. Schön, dass ich einen Pauschaljob gefunden hätte, aber davon könne ich nun noch 2 weitere machen, dann wäre ich aus dem Leistungsbezug raus und gut ist.

Über meinem Kopf türmten sich nur so die Fragezeichen auf....

Zum einen bat ich ihn dann, das Gutachten erst mal genau zu lesen. Da stieg er dann selber dahinter, dass es irgendwie Blödsinn ist, zu sagen, ich könne vollschichtig arbeiten, wenn ich dann weder hohe Verantwortung noch hohe Anforderungen an Konzentration noch Zeitdruck noch Kundenkontakt haben dürfte... was für ein Job soll das sein, in dem man sich 8 Stunden täglich quasi ausruht???

Also: er lässt sich dazu herab, das Gutachten an die Reha-Abteilung weiter zu leiten.

Aber: weiter bewerben muss ich mich trotzdem. Da ich mich natürlich erst mal in meinem Schuhladen richtig einarbeiten möchte und auch sonst schauen muss, wie ich dann mit evtl. ein paar mehr Arbeitsstunden zurecht komme, finde ich das ziemlich blöd. Mal ganz davon abgesehen, dass ich mir mehrere Jobs parallel nicht zutrauen würde, würde ich es blöd finden, den Job nun gleich wieder aufzugeben, falls ich irgendwoanders mehr Geld bekäme - wie sieht das denn im Lebenslauf aus?

Na ja, er druckt mir aber 3 Jobangebote aus - 2 als Vermittlungsvorschlag, einen nur als Angebot. Ich hinterfragte natürlich den Unterschied und habe wieder was dazu gelernt: ein Vermittlungsvorschlag bezieht sich auf eine vom Amt geprüfte Stelle, die also auch wirklich seriös ist. Auf die muss man sich auch bewerben.

Ein Stellenangebot betrifft eine ungeprüfte Stelle und man kann sich darauf bewerben, muss aber nicht. Aha!

Ich hab mich trotzdem auf alle 3 beworben, weil ich 5 Bewerbungen im Monat schreiben muss. Wie formuliert man nun eine Bewerbung, wo man sich eigentlich gar nicht wirklich bewerben will?

Ich schrieb also rein, dass ich das Stellenangebot von meinem Arbeitsvermittler erhielt und mich darum darauf bewerbe. Im Lebenslauf ist ja zu ersehen, dass ich gerade einen Job neu begonnen habe.

Prompt hatte ich zu meinem Geburtstag einen Spruch auf dem AB und gleich eine Mail hinterher, dass ich heute zum Vorstellungsgespräch kommen soll. Naja, irgendwie fand ich es aber schon fair, hinzugehen. Und: habe wieder was dazu gelernt.

Ich habe den Damen nämlich nochmal erklärt, dass man sich bewerben muss, auch auf artgleiche Stellen. Und dass mein Berater mir mitgeteilt hat, ich könne noch 2 Pauschaljobs machen, was ich aber nicht möchte. Daraufhin wurde ich darüber aufgeklärt, dass ich deren Wissen nach maximal 2 Pauschaljobs machen kann und dass ich mit denen zusammen aber nie mehr als 450 Euro verdienen darf. Dass also die beiden Arbeitgeber aufeinander Rücksicht nehmen müssen in der Höhe der Stunden/Bezahlung. Na toll - wer lässt sich denn auf sowas ein? Mal davon abgesehen: von wegen, noch 2 Pauschaljobs und ich bin aus dem Leistungsbezug raus. Tze! 

Wäre das aber auch geklärt, die beiden haben auch was dazu gelernt ;-) Waren auch nicht ersichtlich böse, dass ich den Job agr nicht will. Hätte sowieso neben meinem jetzigen Job nicht gepasst, wäre die gleiche Arbeitszeit gewesen.

Von der Reha-Abteilung kam inzwischen Post - ich muss mal wieder einen Antrag auf Teilhabe stellen. Das musste ich vor 3 Jahren schon mal, dann ging das ganze Hin udn Her mit der Rentenkasse los. Es bleibt also spannend! 

Ja, und dann war da noch der Akt mit dem Bewilligungszeitraum und dem nicht berechneten und geflossenen Geld, und so weiter. Endlosgeschichte. Letzte Woche war ich dort, erhielt ja das Versprechen, dass gleich am Montag bearbeitet wird. Jaja... 

Was bearbeitet wurde: Betriebskosten für 2012, beantragt im Sommer. Seitdem ging ewig der Hickhack hin und her von wegen Heizkosten zu hoch, dabei kapieren die einfach nur die Aufsplittung unseres Vermieters nicht. Jetzt wurde in voller Höhe bewilligt. Aber nicht gezahlt (bis jetzt).

Dann wurde der Zeitraum August bis Oktober nachberechnet und bewilligt. Beantragt im August. Man stelle sich vor: wir haben 950 Euro zu wenig bekommen! Ohne meine Mutter wären wir echt sowas von aufgeschmissen... Diese sind nun bewilligt, aber auch noch nicht gezahlt. Wozu auch? *Haaaalllllssss!!!!*