Rabenmutter

04.08.2014 um 18:30 Uhr

Ohnmacht

von: Rabenmutter   Kategorie: Und so weiter...

Vorgestern spät abends kamen wir aus dem Urlaub zurück, und gestern schaltete ich dann erstmals den Rechner wieder ein. Wir waren ja nur eine Woche weg, so gab es auch kaum Nachrichten (Es wussten ja alle, dass ich nicht da bin.) - außer von Ralph.

Seine letzte SMS kam noch auf der Autobahn gen Norden, dass er jetzt einen neuen Plan hätte, jemand, der ihm vielleicht helfen könne, wir sollten uns keine Sorgen machen, er wünschte uns einen schönen Urlaub. 

Gestern dann erwartete mich eine lange Mail von ihm, voller Vorwürfe und ich fühlte mich beim lesen derselben sofort total mies. Nein, die Vorwürfe gingen nicht gegen mich... - ich fange mal von vorne an.

Wer hier öfter liest, weiß, was bei Ralf so abgeht und dass keiner ihm helfen will. In den letzten Wochen lassen ihn sämtliche Ärzte hängen und er bekommt von nirgendwoher mehr ein Rezept, dabei nimmt er wegen seiner vielen chronischen Erkrankungen sehr viele Medikamente regelmäßig ein.

Die Hausärztin hat ihn gebeten, sich einen neuen Hausarzt zu suchen und alle anderen Ärzte, mit denen er sonst zu tun hat, lehnen es ab, ihn so viele verschiedene Medis zu verordnen, selbst der Notarzt hat ihm kein Rezept ausgestellt, obwohl das der K*V-Dienst ihm als Notlösung empfohlen hatte.

Da Ralf keinen Drucker hat, um sich eine Formular vom K*V-Dienst auszudrucken, das er wieder hätte hin schicken sollen, unternehmen die nun auch nichts weiter - ich denke mal, vielleicht haben die auch bei diversen Ärzten Rücksprache genommen und die meisten Ärzte stellen ihn halt einfach als psychisch kranken Spinner hin.

Nun hatte ich wegen der Betreuungssache mal im Freundeskreis herum gehorcht, ob jemand hilfreiche Tipps hat und da hat ein Bekannter von mir, der Anwalt ist, angeboten, dass er mal schauen will, was er für Ralph tun kann. 

Nun ist es bei Ralf so: die meisten Leute, die er kennt, sind alle psychisch krank und daher mit sich selbst beschäftigt und nur bedingt in der Lage, ihm zu helfen. Ben und ich nicht ausgenommen , wir müssen auch beide mit unseren Kräftne haushalten, schlucken unsere Tägliche Dosis Antidepressiva und sind außerdem auch nicht immer verfügbar. Aber wir sind die ersten Ansprechpartner.

Nun waren wir nicht da und so hatte er sich den Anwalt gekrallt, wohl auch, um nicht immer uns zu fragen, und den gebeten, bei der Haus*ärztin anzurufen wegen dem Rezept und außerdem sollte er diese verklagen. Also, beides gleichzeitig ist ja schon irgendwie irrsinnig. Außerdem: er ist Anwalt, und wenn die Ärztin es ablehnt, ihm ein Rezept auszustellen, kann auch ein Anwalt nix tun!

Daher bekam ich nun eine Nachricht voller Schimpfe über den Anwalt, wie unfähig der doch wäre und der würde überhaupt nicht kapieren, worum es geht usw. usf.

Genau so reagiert Ralph leider öfter, also allen gegenüber, die ihm helfen wollen oder Hilfe anbieten, da nimmt er den ganzen Menschen (nicht nur den ganzen Arm) und erwartet wahre Wunder. Dass keiner von uns Wunder tun kann, hatte ich ihm vor dem Urlaub schon geschrieben und dann kommt so eine Post bei mir an.

Ich hab dann noch mal versucht, ihm das zu erklären, und dass er einfach wirklich immer zu viel Hoffnung in neue Kontakte setzt, dass der Aktionsradius eines jeden einzelnen von uns beschränkt ist und wir nur das tun können, was in unserer Macht liegt - mehr nicht, und leider ist das nicht viel. Wir können keine Ärzte dazu bringen, ihn zu behandeln; wir können ihm seine Medikamente nicht verschaffen und wir können auch nicht an seiner statt mit irgendwlechen Ämtern und Institutionen verhandeln; wir haben auch nicht genug Kohle, um ihm welche zu leihen...

Daraufhin giftete er mich an, dass ich nun auch schon von zu hohen Ansprüchen spräche, keiner würde ihn mehr verstehen, nicht einmal ich...

Ja, ich kann es verstehen, dass er frustriert ist und es nervt mich ebenso wie ihn, dass ich nicht helfen kann - aber es nervt mich noch viel mehr, dass ich, die ich mir mit Ben wirklich regelmäßig den Kopf zerbreche, was man noch irgendwie tun könnte, mir dann dauernd seine Vorwürfe anhören muss wenn die Hilfe, die ich versuche, zu organisieren, nicht so funktioniert, wie er sich das vorstellt.

Es fühlt sich für mich einfach nur undankbar an. Oh je, wie das nun wieder klingt.... nein, ich erwarte nicht, dass er mir nun voller Dankbarkeit die Füße küsst, aber dass er einfach einsieht, dass meine Hilfsmöglichkeiten beschränkt sind und dass er mir dann keine Vorwürfe macht, wenn meine Ideen nicht seinen Vorstellungen entsprechen. Und dass er auch nicht immer alle als schlechte Menschen hinstellt, nur weil sie nicht das erreichen, was er gerne hätte.

Das habe ich ihm dann heute auch geschrieben, dass es sich für mich so anfühlt, als würde er mir zum Vorwurf machen, dass es mir / uns grad gut geht. Es fühlt sich für mich so an, als würde er sagen "Dir geht es doch grad gut, dann kümmer dich gefälligst um mich und nicht um dein Leben!" Das aber kann und will ich nich...

Bin ich egoistisch? Muss ich mehr für ihn tun, auch wenn ich nicht weiß, was? 

Ich fühle mich total ohnmächtig, habe aber auch immerzu ein schlechtes Gewissen ihm gegenüber... Frage mich, ob ich überreagiert habe. Darf ich ihm sagen, dass ich mich so fühle, obwohl es ihm so schlecht geht und mir gut???

Ich weiß in Sachen Ralph echt nicht mehr weiter... 

17.07.2014 um 15:52 Uhr

Unfassbar!!!

von: Rabenmutter   Kategorie: Und so weiter...

Oh Gott, es ist echt mal wieder Zeit, Frust abzulassen in Sachen Ralph...

Nein, seine unendliche Geschichte ist immer noch nicht zu Ende bzw. es haben sich keine Wogen geglättet! 

Der letzte Stand war, er lag mit einem Gehgips wegen Bänderabriss daheim, nachdem ich versucht hatte, ihn wegen seiner schlimmen Schmerzen und immer steifer werdender Gelenke in die Notaufnahme zu bringen. 

Ben erledigte dann einige Zeit später mit ihm die Abnahme das Gipsverbandes, wo Ralph Anschiss bekam, einerseits, warum er denn schon wieder zu "Notfallzeiten" käme - tja, weil ihn das Taxi ohne vorliegenden Transportschein nicht migenommen hat und Ben nun mal nur am Wochenende in DD ist, wenn überhaupt, und er sonst keinen mit Auto kennt -  andererseits, warum der Gips denn belastet worden sei, er hätte doch ausdrücklich mitgeteilt bekommen, das sei ein Liegegeips und er solte nur zur Toilette gehen.

Nun, bisher konnte ihm aber keiner erklären, wie das ein allein stehender Mann ohne Familie und ohne jemanden, den er sonst irgendwie um Hilfe bitten kann, regeln soll. Wir waren für ihn einkaufen, ebenfalls diverse Nachbarn, aber dann muss er sich immer noch selber Essen machen, abwaschen, sich waschen, Wohnung reinigen, Wäsche waschen etc. Er wohnt nun mal nicht eben nebenan, so dass ich immer mal helfen gehen könnte. Was ist an dem Wort "allein" unverständlich?

Man sagte ihm wiederholt, er solle sich an seine Hausärztin wenden. Die könnte ihm beim Beantragen einer Haushaltshilfe helfen, die müsse Hausbesuche machen etc.

Das hat er dann getan, er hat per Mail, da er gerade keine andere Kontakmöglichkeit hat, um einen dringenden Hausbesuch gebeten. Den hat sie abgelehnt, mit dem Hinweis, das muss per Telefon oder persönlich angemeldet werden und zu anderen Ärzten müsse er ja auch persönlich (Welche anderen Ärzte? Da kann er auch nicht hin!) und überhaupt, er solle sich einen anderen Hausarzt suchen, sie lehnt das ab!  Hallo? Sie ist ÄRZTIN!!!

Okay, also hat er an die Kassenärztliche*Vereinigung geschrieben, die teilten ihm mit, er solle doch bitte jemanden - Freunde oder Nachbarn - bitten, für ihn dort anzurufen, da eine Hausbesuchsbestellung per Mail nicht möglich wäre, besser wäre aber, sich damit an den Hausarzt (!) zu wenden.

Also hat Ben ihm einen Bereitschaftsarzt gerufen, dieser hat ihm aber nur ein Medikament verordnet (ca. 15 sind alle) und ihn an den ... richtig!!! ... HAUSARZT verwiesen!!!

Also hat er dort nochmal eine Mail hin geschickt, alles erneut genauestens und in meinen Augen in einem für seine Verhältnisse und seinen Zustand (!!!) sehr vernünftigen Ton versucht, zu erklären, warum und wieso nochmal genauer dargelegt und wenigstens, wenn schon keinen Hausbesuch, dann ein Rezept erbeten. Woraufhin sie "dem Versender der Mails" mitteilte, dass sich der Patient bitte persönlich bei ihr melden soll.

Was bitte ist an einer E-Mail zu unpersönlich, wenn der Betroffene ausführlich erklärt, warum er anders nicht kommunizieren kann???

Immerhin hatte die K*V mitgeteilt, sollte die Hausärztin seine Bitte ablehnen, soll er sich nochmal mit denen in Verbindung setzen, was er nun tun wird und wird denen auch nochmal die Mails weiter leiten. Außerdem geht das alles an den Anwalt, der sowieso wegen der Betreuungssache in die Spur gegangen ist.

Das kann aber doch nicht wahr sein - da liegt ein kranker Mensch daheim in seiner Bude, ruft nach allen Seiten um Hilfe, aber da er die Beschwerden nicht erst seit heute hat, ist er in keiner Hinsicht ein Notfall und eine Klinik nimmt ihn auch nicht auf, ein Arzt schiebt dem nächsten den Schwarzen Peter zu - das kann doch echt nicht wahr sein!!!

Kann mal bitte ein Pos*tel der Allgemeinmedizin hier auftauchen, der würde sich gewiss um ihn kümmern!

Falls irgendwer irgendeine Idee hat, wo man sich noch hin wenden könnte - bitte her damit!!!

 

21.05.2014 um 12:45 Uhr

Ralf haarsträubend, Teil 2

von: Rabenmutter   Kategorie: Und so weiter...

Zum Glück hat Ralf eine Nachbarin gefunden, die nach langer Zeit auch endlich verstanden hat, dass er wirklich körperlich krank ist (vielleicht hilft bei ihr, den Gips zu sehen und die Krücken), die ihm nun Hilfe angeboten hat.

Bisher kam sie ihm immer mit "Du bist immer so negativ!" ...

Jedenfalls schaut diese Person jetzt mehrmals täglich nach ihm und wollte wohl auch seine Hausärztin zu einem Hausbesuch ordern. Muss nicht geklappt haben, denn die Rückmeldung, die ich von ihm erhielt, war, dass besagte Nachabrin zu einem längeren Gespräch bei der Hausärztin war und diese ihm darufhin eine Klinikeinweisung ausgestellt hat, mit der Empfehlung, wenn er nicht laufen kann, soll er die 112 anrufen (???...!!!). 

Blöd nur, was in der Einweisung steht: psychische Stabilisierung, also: Psychiatrie. Genau da will er ja vorrangig nicht hin, sondern er will endlich mal seine körperlichen Schwachpunkte abgeklärt haben! 

Klar kann am Ende auch alles psychosomatisch sein, nur, wenn ihm das erst gar keiner untersucht, wird er sich nie und nimmer auf eine Psychotherapie oder was auch immer einlassen können... 

Und da wir auch schon die Idee mit Presse und Fernsehen hatten, hab ich dann mal meine Kontakte spielen lassen. Ich hab einen Bekannten, der arbeitet bei einer Zeitung. Den hab ich mal gefragt und von ihm eine Telefonnummer des entsprechenden Kollegen erhalten. Nun ist das ja bei mir wieder so eine Sache mit anrufen, aber ich hab rechechiert und eine Mailadresse heraus gefunden, an die ich nun mal meinen Bericht geschickt habe. Mal sehen, ob eine Rückmeldung kommt.. Haltet die Daumen, a) dass sie das bringen und b) dass es Ralf was bringt!

20.05.2014 um 20:06 Uhr

Die neueste, haarsträubende Ralf-Story

von: Rabenmutter   Kategorie: Und so weiter...

Im letzten Eintrag kurz angeschnitten, jetzt nochmal ausführlicher...

Ralf hat seit längerer Zeit Probleme mit seinen Gelenken, er hatte anfangs halt Schmerzen beim bewegen - also, beim aufstehen, hinsetzen, laufen etc.

Er hat das auch schon vor längerer Zeit bei diversen Ärzten angesprochen, nur da er psychisch krank ist, heißt es - egal bei was - das sei alles psychisch. Er bilde sich das nur ein!

So war es jahrelang mit seiner Diabetes, die dann irgendwann doch diagnostiziert wurde, und mit einigen anderen Problemen. Nun sind es halt die Gelenke. 

Im März hatte ihn darum seine Hausärztin in eine Klinik eingewiesen, und da er aufgrund der Schmerzen nur noch sehr eingeschränkt alleine längere Wege in Angriff nehmen kann, sprich eine ambulante Abklärung bei den Ärzten X, Y und Z daher für ihn nicht möglich ist, wies sie ihn ein mit der Bemerkung, dass bitte ALLE nötigen Untersuchungen stationär vorgenommen werden sollen, möglicherweise Einstellung auf entsprechende Medikamente, wenn nötig, und ihn erst danach zu entlassen.

Was wurde gemacht? Man stellte fest, dass er eine Magenschleimhautentzündung und einen Morbus Crohn hat, schob beides auf die vielen Schmerzmittel, die er wegen der Gelenke genommen hatte, stellte ihn auf andere Schmerzmittel um, gab ein Magentherapeutikum hinzu und schickte ihn wieder nach Hause - ohne der Ursache der Gelenkschmerzen überhaupt nachzugehen!

Im Entlassungsbrief stand dann, er solle einen Neurologen und einen Orthopäden aufsuchen... äääh ja, genau darum war er in der Klinik!

Außerdem wurden nach der Entlassung die Schmerzen immer schlimmer, er kann sich kaum mehr bewegen, und die Magen- und Darmentzündung wurden, trotz weglassen der angeblich auslösenden Medis, schlechter statt besser. Er hat überhaupt keine Kraft mehr, zum einen durch die Schmerzen, zum anderen, da er kaum mehr Nahrung zu sich nehmen bzw. bei sich behalten kann. Alleine zur Ärztin kam er so schwach nicht mehr und auch ich bin da ziemlich hilflos, der Kerl wiegt, obwohl er gesundheitsbedingt mächtig abgenommen hat, immer noch eine Menge und transportier den dann mal mit den Öffentlichen irgendwohin...

Daher hatte ich die Idee, als Ben am Wocheneden da war, wir fahren mit ihm in die Notaufnahme einer anderen Klinik.

Ich dachte mir, so kann er daheim nicht weiter vor sich hin vegetieren, zumal er dann noch Sachen andeutete, die für mich darauf hin weisen, dass sein Kreislauf schon hin und wieder schlapp macht und er wohl immer mal umgekippt sein muss. Seit Entlassugn aus der Klinik Ende März hat er weitere 6 kg abgenommen, hat ständig Fieber und inzwischen auch totale Angstzustände, so alleine in seiner Bude - kann man auch nachvollziehen - also, ich zumindest. Wenn es mir so dreckig ginge und ich alleine wohnen würde, ich hätte totale Angst, was passiert, wenn ich umkippe und dann findet einen ja keiner... und da er ohnehin schon psychisch angeschlagen ist, ist es dann bei ihm entsprechend schlimmer.

Na ja, gesagt, getan - Ben fuhr uns am Sonntag (Sonntag war Ralfs Wunsch) in die Notaufnahme und setzte uns dort ca. 14 Uhr ab, er selber fuhr von da aus dann direkt weiter nach Hause. 

Hinter der Anmeldung saß ein juger Pfleger, hörte sich die Probleme an und sagte, sie würden Ralf aufnehmen, es sei aber kein Arzt da, der ihn sich noch ansehen könnte, das würde dann erst am nächsten Tag passieren. Das wäre ja nun egal gewesen, Hauptsache, er wäre unter Aufsicht und im Notfall schnell Hilfe in der Nähe.

Doch da raunte dem Pfleger eine Schwester was ins Ohr und der ruderte sofort zurück, sie hättn gar keine freien Betten und ein Arzt sei auch nicht da (Das sagte er bereits!), aber ohne dass ein Arzt ihn untersucht, könne man ihn nicht aufnhemen....

Lösungsvorschlag des Pflegers: im Nachbarhaus ist der Ärztliche Wochenendnotdienst der KV, dort sollten wir hin gehen, da würde ihn sofort ein Arzt untersuchen und dann eine Einweisung schreiben, damit sollten wir dann zurück kommen. Dann würde er aufgenommen.

Also wir weiter ins nächste Haus... dort verleierte die Schwester an der Anmedlung schon die Augen, wieso wir denn sonntags mit sowas kämen und es sei so viel los. Ah ja - wir waren die einzigen im Wartebereich und sofort dran...

Allerdings diskutierten wir dann ewig mit der Ärztin, die ihm ein Rezept für Schmerzmittel ausstellen wollte und ihm nahe legte, seine Hausärztin aufzusuchen. Wir versuchten, ihr klar zu machen, dass er das alleine nicht schafft und ich ihn unter der Woche dabei nicht unterstützen kann und auch sonst niemand, da er keinen Betreuer mehr hat.

"Betreuer" ließ sie aufhrochen, er bräuchte da aber dringend einen, der müsse sich doch um ihn kümmern und in dem Zustand (Ach?!) einen Pflegedienst organisieren etc. Sie schrieb die Einweisung, untersuchte ihn jedoch nicht, sondern stellte nur viele Fragen. Der Einweisungsbogen sah aus wie ein Roman...

Also, damit wieder zurück. Da wollte ich Ralf eigentlich schon in einen Rolli setzen, er wirkte, als würde er jeden Moment zusammen klappen. Er wehrte aber ab, so setzte ich ihn in der Notaufnahme zumindest sofort in den Wartebereich, dann ging ich wieder an die Anmeldung. Diesmal war da eine sehr nette junge Schwester, wir mussten ein paar Zettel ausfüllen und sie fragte noch, ob ich ihn nur abliefere oder noch ein wenig da bleiben kann. Ich blieb, ging aber davon aus: Einweisung = sie behalten ihn da. So klang auch die Frage der Schwester für mich.

Später wurde ihm Blut abgezapft und dann wurde er zum Arztgespräch geholt. Soso, es war ja gar kein Arzt da... nur eine Ärztin, aha!

Die Ärztin sprach sehr lange mit ihm, dann teilte sie ihm mit, sie müsse das mit ihren Kollegen besprechen und in ca. 30 min. würde er erfahren, ob sie ihn aufnehmen. Ähm, wozu dann die Einweisung???

Von dem Gespräch kam er schon völlig fertig wieder, er sah noch mehr aus, als würde er jeden Moment umkippen. Er meinte auch, er sei im Gespräch schon 2 mal kurz weggekippt...

Nachdem die halbe Stunde um war und sich nichts tat, außer dass es inzwischen  beinahe halb 7 war und mein Magen vernehmlich knurrte (der hatte außer Frühstück nix bekomen), meinte Ralf, er bringe mich nun raus und ich solle heim fahren. Er käme jetzt schon irgendwie allein zurecht.

Wir gingen also raus und schräg vorm Haus, ca. 5 Meter weg, war eine Bushaltestelle, wo ich mal schauen wollte, ob da für mich ein passender Bus fährt. Ich fragte also Ralf, ob er mich dahin bringen könne, seine Antwort war "Nein!" und im nächsten Moment wurde er noch bleicher, verleierte die Augen - und sank mir zu Füßen... 

Ich flitzte schnell an die Anmeldung, aktivierte den Pfleger und ihm kamen auch gleich noch 2 Schwestern nach.

Die sammelten Ralf gemeinsam auf, fragten, ob er auf den Kopf gefallen sei (hätte ich mal "Ja" gesagt, vielleicht hätte  es genutzt...) und nahmen ihn in ihre Obhut. Ich könne beruhigt gehen, er sei ja in guten Händen, und später solle ich nochmal anrufen, wo er nun sei.

Ich verstand das so: auf welcher Station.

Fuhr also nach Hause, war aber so geschlaucht, dass ich nach dem Essen direkt ins Bett fiel und einschlief. Ohne da nochmal anzurufen.

Nachts hatte Ralf noch eine SMS geschickt, die sah ich aber erst am nächsten Morgen - gefolgt von den nächsten Hiobsbotschaften...

Nachdm er umgefallen war, machte man einen Herz-Ultraschall und noch ein EKG, stellte dabei fest, dass er nicht des Herzens wegen umgefallen war. Daher wollte man ihn wieder entlassen. 

Da ihm das linke Bein aber viel schlimmer weh tat als zuvor, musste er ewig um eine genauere Untersuchung bitten, ließ aber nicht locker und dann stellte sich heraus, dass er sich einen Bänderabriss zugezogen hatte bei seinem Sturz. Er musste nochmal über 1 Stunde warten, bekam einen Gips verpasst, dann bekam er einen Transportschein - und man schickte ihn nach Hause!

Das war früh um 2 Uhr...

Also, um es nochmal kurz zusammen zu fassen: ein Mann kommt in die Notaufnahme, weil er solche Schmerzen hat, dass er so schon kaum mehr laufen kann - und wird dann mit Gips und Krücken wieder heim geschickt!!! Wo er alleine wohnt!

Was ist bloß aus unserer Gesellschaft geworden???

t.b.c.

15.05.2014 um 10:01 Uhr

Rasurtipp

von: Rabenmutter   Kategorie: Und so weiter...

Hallo Mädels, jetzt kommt (hoffentlich!) bald wieder die Zeit der Bikinis und kurzen Röcke und eins muss unbedingt sein: schöne, glatte Beine!

Ich rasiere mir die schon seit über 20 Jahren aber ich bin irgendwie zu doof dazu, denn regelmäßig schneide ich mich dabei und das Ergebnis will man dann eher verstecken, als es zu zeigen.

Nun bin ich auf etwas verfallen, was möglicherweise gar nicht neu ist, für mich aber schon und vielleicht kann die eine oder andere damit auch was anfangen.

Ich rasiere mir die Beine nicht mehr mit Rasiergel (oder -schaum oder -wasauchimmer), sondern trocken mit ganz normaler Körpercreme bzw. Bodylotion! Zum einen hat es den Vorteil, dass man nicht unbedingt eine Brause braucht, um die Schaumreste wegzuspülen, zum zweiten, dass man die Reste der Creme/Lotion einfach vercremt und somit die Haut, die ja von einer Rasur immer strapaziert ist und zu Trockenheit neigt, auch gleich wunderbar gepflegt ist!

Ob das auch bei der Rasur von Männergesichtern funktioniert, kann ich leider nicht sagen - Ben will es partout nicht ausprobieren ;-) 

22.04.2014 um 22:01 Uhr

Naiv

von: Rabenmutter   Kategorie: Und so weiter...

Sicher hab ich es schon das eine oder andere Mal angedeutet, aber zwischen Ben und seiner Ex-Frau gibt es keine Einigung, was die Tochter angeht. Sprich, die Frau arbeitet immer wieder gegen Ben und meint damit, ihm weh zu tun, dabei tut sie in erster Linie ihrem Kind weh. Das kapiert sie nicht, und sowas nennt sich Erzieherin... :-( 

Ben jedoch glaubt immer wieder an das Gute in ihr oder gibt die Hoffnung nicht auf, dass sie irgendwann doch einsieht, was sie ihrem Kind antut - was auch immer es ist, in manchen Dingen handelt er dann auch einfach nur - in meinen Augen - naiv.

So schrieb er mir am Gründonnerstag, dass er es sehr schade findet, dass er nicht sehen wird, wie Mona seine Ostergeschenke auspackt. Über meinem Kopf türmten sich Fragezeichen... Ich fragte ihn also, warum er ihr die Geschneken nicht bei sich versteckt. "Weil ja noch gar nicht Ostern ist." - "Aha, na, dann versteck sie doch, wenn sie kommenden Mittwoch bei dir ist!"

"Dann ist Ostern vorbei. Sie sucht ihre Ostergeschenke immer sonntags und darum möcht sie diese mitnehmen. Mama wird sie ihr verstecken."

Mir war sofort klar, dass es Mama nicht im Traum einfallen wird, ihr seine Ostergeschenke zu verstecken, zumal er auch noch mein Osternest dazu gepackt hatte, trotz meiner wiederholten Aussage, dass er ihr das vor Ostern geben soll, damit sie es in den Ferien bei ihm benutzen kann (es war u. a. eine Kerze für den Frühstückstisch und Badekonfetti drin).

Als er Ostern bei mir war, diskutierten wir nochmal darüber, und ich sagte ihm, dass ich mir ziemlich sicher bin, dass Mona die Geschenke nicht bekommen wird. Er meinte, das würde sich die Mutter nicht wagen, dem Kind die Freude kaputt zu machen, usw. usf.

Und, was soll ich euch sagen? Richtig! Mona hat die Geschenke nicht versteckt bekommen! Sie bringt sie am Mittwoch wieder mit zum Papa, er soll sie nun doch verstecken.

Die Ausrede war, dass es gegenüber dem anderen Kind, das Ostern zu Besuch war, ja unfair gewesen wäre, hätte sie mehr Ostergeschenke erhalten... 

15.04.2014 um 08:48 Uhr

Schulfragen

von: Rabenmutter   Kategorie: Und so weiter...

Da wir gerade andernorts die Diskussion haben, ob ein Downie-Kind auf ein normales Gymnasium gehen soll oder nicht, möchte ich das Thema hier gerne noch mal aufgreifen, da ich mir nicht sicher bin, ob es meinem Bärenjugen recht wäre, das in aller Öffentlichkeit weiter auszubreiten.

Aber: Wäre es danach gegangen, "Behinderte" unter "Ihresgelichen" unterzubringen (ich wähle jetzt mal bewusst diese Worte), um ihnen eine "reale" Chance zu geben, so wäre mein Sohn auf einer Schule für Körperbehinderte gelandet. Er hätte sicher gelernt, mit Menschen aller Art Gebrechen umzugehen und hätte heraus gefunden, dass es ihm im Vergleich zu den anderen so viel besser geht - aber hätte ihn das aufs reale Leben vorbereitet? Dazu ein ganz klares Nein!

So hat er gelernt, sich ein gesundes Selbstbewusstsein aufzubauen und hat den Mut, einfach anders zu sein. Sein weg auf den "normalen" Schulen war weiß Gott kein einfacher, aber er hat ihn aufs Leben vorbereitet, und darauf, dass man um Sachen kämpfen muss, wenn sie einem wichtig sind.

Nun stecke ich zu wenig in der Materie Down-Syndrom, habe aber beispielsweise ein Downie-Kind im Bekanntnrkeis und dieses Mädel ist, so lange es ging, auf eine ganz normale Schule gegangen. Inzwischen ist sie 18 und man merkt, dass sie anders ist, sie ist halt in der mentalen Enwicklung etwas hinterher und leider inzwischen auch körperlich etwas eingeschränkt. Aber ich denke, wäre sie die ganze Zeit unter Ihresgleichen gewesen, wäre der Unterschied noch viiiel größer. So hat sie von Seiten ihrer Familie (die Eltern arbeiten auch beruflich mit eingeschränkten Kindern, soviel ich weiß) die bestmögliche Förderung erhalten, was natürlich nicht jedes Kind mit solchen Voraussetzungen hat, und sie haben für sie so viel Normalität rundehrum erkämpft, wie nur ging.

Inklusion ist, finde ich, ein ganz wichtiges Thema heutzutage. Man weiß doch so viel mehr über Behinderungen, Fördermöglichkeiten etc. und dann sollten diese auch umgesetzt werden.

Vielleicht können wir die Diskussion hier fortführen, bin an allseitigen Meinungsäußerungen interessiert!!! 

24.03.2014 um 19:31 Uhr

Besuch in der Klinik

von: Rabenmutter   Kategorie: Und so weiter...

Neues von Ralf.

Einige meiner Leser werden sich sicher noch erinnern. Ralf ist ein guter Freund von mir, der leider schlimm psychisch krank ist. Leider werden alle seine Leiden, die er so hat, dann auf die Psyche geschoben und fertig. Und das seit Jahren.

Nun hat er endlich eine Hausärztin gefunden, die ihm zugehört hat und es für genauso notwendig erachtet, ihn mal richtig durchtesten zu lassen, wie er. Er versucht das schon seit Jahren und landet nur immer wieder in psychiatrischen Einrichtungen bzw. auf solchen Stationen...

Nun ist er in einer Klinik für Innere Medizin und man untersucht jeden Tag was anderes. Bisher hat man schwere Gastritis, Geschwüre im Darm und Zysten in der Niere gefunden. Er wurde unter anderem ins CT und ins MRT gesteckt, da fehlten noch die Ergebnisse. Neurologische Untersuchungen stehen auch noch aus.

Ich finde das richtig gut, dass er endlich mal richtig untersucht wird. Und dass man die Digne, die man findet, auch direkt zu behandeln beginnt und seine anderen Medikamente dementsprechend anpasst. Er schluckt seit Jahren Unmengen an Antidepressiva etc., das geht ja auch nicht spurlos am Verdauungstrakt vorbei! 

Es geht ihm, finde ich, schon wesentlich besser. Er kann mal schlafen, er kann die Energie, die er sonst in die Hausarbeit und in Wege stecken muss, mal sparen., Zwar rennt er dort auch den halben Tag von einer Untersuchung zur anderen, aber würde er das "draußen" tun, wären die Wege wesentlich weiter... von der Zusammenarbeit der Ärzte und zentralen Auswertung der Untersuchungen  mal ganz abgesehen, das würde Monate dauern!

Leider ist ihm, mal wieder, die Betreuung aufgekündigt worden. Das ist das 3. Mal. Die meinen immer, dass er sich eben mal zusammen reißen soll und dann könnte er das alles selber klären. Nur, weil er konkrete Hilfeanfragen stellt und eben nicht dermaßen hilflos ist, dass er nicht weiß, was man beantragen kann etc. Mannohmann, grade jetzt bräuchte er aber mal wieder einen Betreuer, wo er in der Klinik ist, der sich eben um Anträge, Widersprüche und Fristeneinhaltungen kümmern würde...

Ich finde ja, diese Einstellung der Betreuer... Also, so ein Betreuer wird vom Gericht bestellt. Dann ist es sein Job, je nach Aufgabengebiet, für seinen Klienten Anträge zu stellen etc. Und die sagen dann, "Nö, machen wir nicht, er kann das selber." Fertig.

Ich vergeleiche das gern mit einer privaten Puztfrau. Deren Job ist es, zu putzen. Die kann auch nicht dahergehen und sagen "Nö, die können ja selber putzen, ich mache das nicht!" - dann ist sie ihren Job los! Bei so ner Betreuung ist es umgekehrt. Die kündigt von sich aus den Job auf, und bekommt einen neuen Klienten - einen, der nicht weiß, was ihm zusteht oder der dermaßen krank ist, dass man mit ihm tun und lassen kann, was man will...

 

14.02.2012 um 16:42 Uhr

Ich lach mich weg

von: Rabenmutter   Kategorie: Und so weiter...

Rabi: "Meine Güte, ich denke heut schon den ganzen Tag, es sei Donnerstag, dabei ist doch erst Mittwoch!"
Mäusekind: "Mama - es ist Dienstag!!!"

Mäusekind: "Sag mal, darf man eigentlich ab einem bestimmten Alter alleine im Hotel übernachten?"
Rabi: "Nein! Auf gar keinen Fall!"

Steffen: "Die sprachen vorhin Amerikanisch!"
Mäusekind: "Amerikanisch? Die sahen chinesich aus und konnten überhaupt kein Deutsch!"

Mäusekind und ich haben unseren 3.(!) Termin beim Leiter ihrer neuen Schule.
Er öffnet uns die Tür mit den Worten: "Guten Tag, Weichmann mein Name."

 

Irgendwas war noch, sobald es mir wieder einfällt, kommt es noch hinzu!!!

Und das alles an nur einem einzigen Tag...

31.01.2012 um 13:58 Uhr

Meine Karten 2011

von: Rabenmutter   Kategorie: Und so weiter...

Da ich es letztes Jahr versäumt habe, hier die gelegten Karten zu notieren, will ich dies nun rückblickend nachholen. Gleich in auswertender Weise.

Am Silvesterabend 2010 habe ich folgende Karten gezogen: Der Gehängte, 7 Stäbe, 4 Schwerter

Der Gehängte warnt vor unangemessenen Leidensgeschichten, ermuntert jedoch zu großer Passion und vollkommener Hingabe an die Liebe. Ich habe die Welt aus einer anderen Sicht gesehen und neue Dimensionen erfahren. Es war ein Prozesse des Ganz- oder Heilwerdens. Ich habe mich auf neue Art gespürt, ein intensiveres, gesteigertes Bewustsein erlebt und in eine alternative, umfassendere Wirklichkeit geblickt. Der Schlüssel zum Erfolg war letzlich ein Bewusstseinswandel, und es war OK, sich mal hängen zu lassen.

Sieben Stäbe sagen, dass mehr Einsatz für mich selbst gefragt war. Dem kann ich nur zustimmen. Und alles mit Begeisterung anzugehen, nicht mit innerem Druck. Auch das, denke ich, habe ich im vergangenen Jahr gelernt. Ich habe mich weder auf dramatische Entscheidungen noch auf Trotzreaktionen verlassen, bei besonderen Herausforderungen mit Achtsamkeit und erhöhter Präsenz reagiert, jadoch nicht mit Stress oder Verkrampfung. Ich habe mich nicht provozieren lassen - und hoffentlich auch andere nicht provoziert.

4 Schwerter stehen für Ruhe, Konzentration, innere Sammlung und Reifung. Ja, dafür habe ich mir viel Zeit gelassen / lassen können. Viel Getanes und Erlebtes war zu "ventilieren", neue Ereignisse galt es zu überdenken. Die selbst gewählte Distanz zum geschäftigen Trubel ermöglichte dem inneren Wissen, zutage zu treten.

Alles in allem hat das alles zugetroffen, auch wenn ich die nötige Ruhe nicht ganz freiwillig gesucht habe, denke ich jedoch, ich habe sie genutzt und habe auch tatsächlich ein paar alte Ansichten umkrempeln können. Bin mir selbst ein Stück näher gekommen.

31.12.2011 um 11:42 Uhr

Jahresrückblick 2011

von: Rabenmutter   Kategorie: Und so weiter...

Gestern habe ich mich hingesetzt und das Jahr noch einmal Revue passieren lassen.

Mit einem großen Zettel, darauf habe ich eine Liste gemacht, mit allem, was positiv war, gegenüber natürlich alles, was negativ gelaufen ist.

Und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass 30 Pluspunkte gegen 10 Minuszeichen stehen - das ist doch eigentlich gar nicht so schlecht!

Da war der Beginn der neuen Jahres, den ich im Kreise lieber Freunde und mit einer zünftigen Schneeballschlacht beging, gleich gefolgt von einer schönen Winterwanderung am nächsten Tag.

Da waren viele schöne Mutter-Tochter-Tage, die wir hoffentlich im neuen Jahr wieder aufnehmen.

Es gab viele schöne Parties mit lieben Menschen, so die Überraschungsparty für meine Schwägi und diverse andere kleine und größere Feiern im Freundeskreis. Größere und kleine Konzerte, die durchweg einfach nur schön waren - Higlight dazu natürlich das Mera Luna Festival.

Ein paar leider sehr kurze, aber wunderschöne Tage in Üftelstütz mit dem unvergesslichen Seifensiederworkshop - im Januar geht es looos in meiner Hexenküche!!! Ideen hab ich schon gaaanz viele!

Da waren schöne Kaffeeklatschstündchen mit der Schwarzen; Malern mit Jura und Mäusekind; ein wunderbarer Pfingstsonntag in Leipzig; der Besuch eine Kunstausstellung; der Weihnachtsmarktbummel mit meinem Patenkind; herrliche enspannte Tage auf der Insel Hiddensee...

Unvergessliche Momente zu meinem 40. Geburtstag und ein herrlich enstpanntes Weihnachtsfest, für das ich voller Stolz auf meine selbst gemachten Weihnachtskarten und Geschenke zurückblicken kann,  runden das  Ganze ab.

Leider überschatten die Minuspunkte viele von den guten Erlebnissen, da darunter mein Krank und die kranken Kinder stehen, was sich ja nun inzwischen bei allen dreien eine Weile hinzieht und gerade das Mäusekind mir immer noch ernsthafte Sorgen macht, da sie inzwischen zwar keine Dauerkopfschmerzen mehr plagen, dafür ist ihr ständig übel, egal, ob und was sie gegessen hat. Ich fürchte, um die Darmspiegelung wird sie nicht drumrum hommen :-/

Aber heute werden wir hoffentlich mal nicht von unseren Wehwehchen geplagt! Mäusekind holt gerade ihren Freund ab, mit dem und ihrer besten Freundin sowie deren Eltern sie den Silvesterabend auf dem Semperopervorplatz in Dresden verbringen wird.

Der Bärenjunge feiert mit Freunden, ebenso ich, die ich gaaar keine Lust auf eine Silvesterparty hatte. Allerdings habe ich noch immer keine Lust darauf, dafür irgendwohin zu fahren. Zum Glück habe ich eine liebe Einladung von einer Freundin erhalten, die nur 2 Gehminuten von mir entfernt wohnt. Nachher werde ich herzhafte Schnecken für die Party backen, meine Tarrotkarten und ein paar Spiele einpacken und heute Abend rübergehen, und sobald mir nach müde ist, liege ich binnen 5 Minuten in meinem Bett. Perfekt!

Somit wünsche ich all meinen lieben Blogigo-Freunden und auch den mir unbekannten Lesern einen guten Abschluss des alten Jahres sowie einen schönen Start ins neue!

2012 - wir kommen!!!

27.10.2011 um 13:20 Uhr

"Muttermund"

von: Rabenmutter   Kategorie: Und so weiter...

Nein, es geht nicht um Schwangerschaften... aber da der Brüller des gestrigen Tages nicht aus Kindermund kam, muss ich halt diesen Titel wählen...

Hintergrund: Meine Mum hatte ein ziemlich dubioses Telefongespräch zwischen einer Mitarbeiterin einer Telefongesellschaft und einer Frau Seemann auf ihrem Anrufbeantworter. Also, keine Nachricht, sondern eine komplett aufgezeichnetes Telefonat!!!

Nun hat sie sich natürlich einen Kopf gemacht, wie dieses auf ihren AB geraten ist. Manchmal kommen bei ihr auch Telefonate an, die für ähnliche Telefonnummern bestimmt sind, die sich z.B. nur durch eine Ziffer von ihrer unterscheiden. Daher würde sie gern wissen, wie die Telefonnummer dieser Frau Seemann lautet.

O-Ton Mama: "Also, wenn ich diese Frau im Telefonbuch finde, dann rufe ich sie an und frag sie nach ihrer Telefonnummer!"

 

06.10.2011 um 12:37 Uhr

Nichtraucher schlafen besser!

von: Rabenmutter   Kategorie: Und so weiter...

Es gibt da im Moment eine neue Werbecampagne gegens Rauchen. Dazu laufen 2 nette kleine Werbespots, die mir sehr gut gefallen, und in einem dritten Werbefilmchen spricht ein bekannter Fotograf darüber, dass er aus allen europäischen Ländern jeweils eine/n Ex-Raucher/in sucht, um sie/ ihn für diese Werbecampagne in London (!) zu fotografieren. Fotoshooting in London! Yeah, das will ich.

Also gehe ich auf die Seite und melde mich da an. OK, ich muss ein paar grundlegende Fragen beantworten, wie lange ich nicht mehr rauche (über 2 Jahre) etc., und erhalte die Auswertung, dass ich deren Hilfe offensichtlich nicht benötige, da ich vor relativ langer Zeit erfolgreich aufgehört hätte. DAS weiß ich! Ich will dieses Fotoshooting!!!

Aber auf der ganzen Seite keine Rede mehr davon. Hmpf, na ja, dann heißt es wohl abwarten.

Obwohl ich nun deren Hilfe offenkundig nicht benötige, erhalte ich heute eine Motivationsmail. „Nichtraucher schlafen besser!“ *hust*

Die wollen mich wohl verscheißern? Nichts lieber täte ich als weniger schlafen!!!

Nein, mit dem Rauchen werd ich dennoch nicht wieder anfangen.

Aber auch die anderen Schlagworte, die mir dann auf der Seite ins Auge fallen, machen es nicht besser.

„Nichtraucher haben mehr Geld!“ steht da. Nein, das kann ich so ganz und gar nicht bestätigen. Als ich noch rauchte, bin ich regelmäßig jedes, aber wirklich JEDES Wochenende ausgegangen. Meistens freitags UND samstags. Und dann noch 1 – 2 mal unter der Woche. Das Geld war da.

Unser Einkommen hat sich seither nicht verändert, aber das Geld ist weg. Ich könnte es mir gar nicht mehr leisten, selbst wenn ich nicht aus gesundheitlichen Gründen daheim säße, jedes Wochenende auszugehen. Schon gar nicht 2 mal!

„Nichtraucher sind gesünder!“ Nochmal *hust*! Seit ich aufgehört habe, kamen mehr und mehr Krankheiten  hinzu. Nein, ich habe nicht stark geraucht. Zwar über einen sehr langen Zeitraum, nämlich von 14 bis 37, aber ich war eher ein Gelegenheitsraucher, habe vorrangig zum weggehen geraucht, in Gesellschaft, bei Stress auf Arbeit, in den Schwangerschaften und solange die Kinder klein waren, gar nicht, nach der Trennung von meinem Mann dann mehr – aufgehört habe ich von jetzt auf gleich Dank Raven, weil ich Naivling glaubte, er würde mich nicht küssen mögen, weil ich ja rauche. Er nicht. Tja, geküsst hat er mich trotzdem nicht … aber positiv fand und finde ich das mit dem Nichtrauchen schon. Immer noch.

Auch wenn ich nicht bestätigen kann, dass ich als Raucher weniger intensiv geschmeckt hätte – nur um ein weiteres Beispiel zu nennen.  Dass eben all diese Schlagzeilen, die einem als Raucher immer wieder entgegen gebrettert werden, sich so gar nicht bestätigen wollen… das ist schon irgendwie doof!

03.10.2011 um 18:27 Uhr

Späte Erkenntnisse

von: Rabenmutter   Kategorie: Und so weiter...

Passt in mehrere Kategorien, ich will aber keine 2 ähnlichen Einträge schreiben - die Überschrift passt für beides...

 

Zum Ersten: Eine Schulfreundin des Bärenjugen änderte auf einer bekannten Kommunikationsplattform ihren Beziehungsstatus von "in einer Beziehung" zu "Single" und setzte einen weinenden Smiley daneben.

Um sie ein bissel zu trösten, schrieb ich ihr, dass sie sich nicht zu viel draus machen soll, wenn ich "Alte" den Märchenprinzen noch nicht gefunden hab, kann's bei ihr ja auch nicht auf Anhieb klappen - und dass ich ihr ganz viel Glück wünsche, dass sie ihn früher findet als ich.

Sie schrieb zurück, er wäre es ja gewesen, sie hätte ihn aber vergrault. Ich in meiner großen Weisheit schrieb zurück "Na, wenn er sich so schnell vergraulen lässt, dann war's auch nicht der Richtige!"

Nachdem ich das abgeschickt hatte, wurde ich stutzig. Moment mal, mit was für Weisheiten werfe ich hier um mich, die ich für mich selber bisher nicht akzeptieren mochte??? Muss erst ein Teenie mit Liebeskummer daher kommen, um mir die Augen zu öffnen?

Bei allen, allen war ich mir bisher sicher, dass es eben nicht der Richtige war. Außer bei Angel. Angel war es, die große und einzig wahre Liebe, und der große Masterplan, Gottes oder des Universums, von mir aus auch des Teufels, wer halt auch immer dort oben die Fäden zieht - der hat uns wieder getrennt.

Hallo, Rabenmutter, jemand zu Hause??? Angel war es, der sich hat ganz schnell von seiner Familie daheim einlullen lassen und plötzlich "beschloss", einheimische Mädchen zu treffen. Ganz schnell hatte er alle Schwüre, vor allem den, immer mein Freund zu bleiben, vergessen. Warum hab ich *** so lange gebraucht, um zu sehen, dass er eben auch einfach nicht der Richtige war? Menno, ich brauch diesmal aber wirklich lange, bis der Groschen fällt. Ich hoffe aber, die Erkenntnis ist nun endlich mal da drinnen angekommen! Mannomann, so was von schwer von Begriff, diese Frau ^^

(*** = Ich wollte mich jetzt mit niemandem und nix vergleichen. Es wäre eine Beleidigung gewesen, für wen oder was auch immer!)

 

Tja, und das 2. Thema... hat die Erkenntnis gebracht: "Er kann gar nix dafür!" Er ist in diesem Falle mein Exmann. Und nein nein, ich verzeihe ihm nicht all seine Fehltritte. Aber für eins kann er offenbar wirklich nix, da ist er nun mal erblich belastet: Er hat null Taktgefühl und / oder Einfühlungsvermögen. Und da ist er von Seiten seiner Mutter mal einfach erblich belastet.

Schwiemu wohnt um die Ecke, und wir haben recht rege Kontakt. Seit ich krank bin und sie auch, noch etwas häufiger als früher. Inzwischen telefonieren wir täglich (Worüber sie sich früher immer über meine Mutter aufregte!) und erledigen gelegentlich auch Wege zusammen. Ist ja irgendwie naheliegend. Das mit den Wegen, nicht das mit dem Telefonieren.

Nun weiß sie, dass Bärenjunge und ich mit Grippe flach liegen. Sie war gestern kurz hier, um uns ein per MMS erhaltenes Foto vom Lieblingsneffen zu zeigen, und sah, wie es uns geht. Merkte, dass ich mich kaum auf den Füßen halten konnte und auch kaum in der Lage war, zu reden. Hab ihr ordentlich was vorgehustet.

Dann klingelte das Telefon, ich blieb natürlich sitzen - da fragt sie, ob sie mir den Höhrer bringen soll. "Nein, danke. Ich kann und mag derzeit nicht telefonieren." - "Ach ja, natürlich, das kann ich sehr gut verstehen. Wenn es einem nicht so gut geht... blahblah... endloserRedeschwall."

Okay, ich hoffte, die Nachricht sei angekommen. Meine Mum ist gerade in Urlaub und kann uns daher nicht telefonterrorisieren.

Natürlich rief Schwiemu gestern Abend wieder an. Immer und immer wieder, bis Bärenjunge dann irgendwann Erbarmen hatte  und ihr was vorkrächzte und hustete. (Mäusekind schlief bei der allerbesten Schulfreundin, besser ist das, weit von uns Bazillenschleudern...)

Heute kontaktierte sie mich dann über Internet, fragte, ob es denn besser gehe, ich schrieb, das Allgemeinbefinden schon, Husten und Stimme unverändert.  Haaaach, ganz viele Mitleidsbekundungen und Genesungswünsche uswusf. - und dann klingelte vorhin wieder das Telefon. Wieder erbarmte sich Bärenjunge, nein, es gehe uns nicht wirklich besser, ja, wir würden morgen dann zum Arzt gehen müssen.

Keine 5 Minuten später schrieb sie mir wieder Online: "Gehen wir morgen zusammen einkaufen?" Öhm... irgendwie fehlen mir dann doch die Worte. Warum kommt denn die Message bei ihr einfach nicht an???

Ich könnte jetzt noch weit mehr Beispiele bringen, aber dann würd ich mich nur zu sehr aufregen. Das tut mir im Moment nicht so gut, ich leg mich lieber wieder ins Bett!!!

11.05.2011 um 12:58 Uhr

Das Henna-Experiment, 1. Teil

von: Rabenmutter   Kategorie: Und so weiter...

An anderer Stelle auf Blogigo bereits erwähnt, war ich kürzlich mit dem Mäusekind bei L*U*S*H einkaufen. Aaaaah, diese Düfte, himmmmmlisch!!!

Gezielt wolte ich mir mal diese festen Shampoo-Bars ansehen, das interessierte mich. Nach vielem Hin- und Hergeschnupper hab ich mich dann auch für einen entschieden und bin bisher sehr damit zufrieden. Zwar riecht er eher herb  und genauso duftet inzwischen das komplette Badezimmer, aber es ist ein sehr angenehmer Duft, das Shampoo ist im Verbrauch recht sparsam und Spülung brauch ich auch kaum noch.

Dann hatten wir, da es uns interessant erschien, auch mal wegen der Haarfarben nachgefragt, die da in recht großen Tafeln angeboten werden, und hatten jeder ein Stückchen zum ausprobieren mitbekommen. Schwarz für die Rabenmutter, Braun fürs Mäusekind.

Da meine Haare inzwischen schon wieder recht braun und grau schimmerten (der Bärenjunge hatte mir beim Auftragen der letzten Färbung geholfen und dabei sehr großzügig Strähnen ausgelassen....), habe ich mir gestern abend mein Teststückchen angerührt und ausprobiert.

Dabei hatte ich ja eines ganz verdrängt... Henna... mein Experiment vor ein paar Jahren am Bärenjungen!!!

Also, Henna, das mal schwarze Haarfarbe ergeben soll, ist ein dunkelgrüner Brei, in Farbe und Konsistenz - und leider auch im Geruch - vergleichbar mit Entenkacke! Baaaaah... Der Bärenjunge hatte damals dann tiefdunkelgrüne Haare...

Na ja, ich selber empfinde Tiefdunkelgrün nun nicht sooo schlimm, also habe ich tapfer die Entenkacke auf meinem Haupte verteilt. Zuletzt dann die Akzentsträhne in Pink eingepinselt, Frischahltefolie drauf - und dann hieß es 4 Stunden warten!

Zeitweise zwischendrin nahm das Entenkackegrün eine schwarze Färbung an, was mich optimistisch stimmte. Kurz vorm Auswaschen jedoch sah es wieder typisch dunkelgrün in verschiedenen Nuancen aus (eingetrocknet und weniger eingetrocknet unterschiedlich hell...) und ich machte mich ans ausspülen. Dabei entfaltete sich der Geruch noch einmal wunderbar... (Örks!)

Und meine Wanne sah danach aus, als hätte ich darin Spinat gekocht. Hmpf.

Und die Haare??? - Ein sattes Dunkelbraun. Na suuuper!!! Schwarz sollte es werden! Am Hinterkopf soll es sogar hellbraun aussehen, da kann ich selber nun nicht hingucken. So ein Mist!

Wann kann man denn auf Henna behandeltes Haar mit einer richtigen Farbe drauf gehen? Weiß das jemand???

23.03.2011 um 09:10 Uhr

Ich bin ein Künstler!!!

von: Rabenmutter   Kategorie: Und so weiter...

Als ich heute mein Mailkonto öffnete, leuchtete mir eine Zeile entgegen, die mich zum Grinsen brachte und somit dem Tag einen besseren Start gab:

"Künstler wie du haben in deiner Gegend Shows angesagt!"

Künstler wie ICH.... Muhahaha...

Aufgezählt werden dann unter anderem HURTS... Ja klar, mit denen kann man mich direkt vergleichen :-)))

 

Danke,   , you made my day!

26.02.2011 um 21:04 Uhr

Ich liebe Dich

von: Rabenmutter   Kategorie: Und so weiter...

Das Mäusekind ist schwer verliebt, ich glaube, ich hatte es schon mal berichtet.

In den Sommerferien hat sie ihren Steffen kennengelernt, er ist der Neffe einer meiner besten Freundinnen und eigentlich kannten sie sich schon früher, haben das aber wieder vergessen.

Ich jedenfalls kenne ihn schon, seit er als ca. 6 Monate altes Baby mal bei uns zu Besuch war, mit seiner Mama.

Ich hätte in dem Alter noch keinen Freund haben dürfen (Mäusekind ist 13 und Steffen ist 14), geschweige denn, dass er hätte bei mir übernachten dürfen. Aber die beiden wohnen nun mal in 70 km entfernten Orten und so ist das mit dem regelmäßigen Sehen halt nicht so einfach und beschränkt sich auf die Wochenenden, und da schläft er halt auch hier oder Mäusekind dort, wenn sie hin fährt. Da er allerdings 4 jüngere Halbgeschwister hat, kommt er lieber her.

Aber worauf ich hinaus will - ich finde diese junge Liebe sehr anstrengend. OK, zu meiner Jugendzeit gab es kein Telefon bei uns und auch kein Internet, wenn man miteinander kommunizieren wollte, schrieb man sich Briefe oder traf sich.

Die beiden jedoch, telefonieren jeden Tag stundenlang miteinander. Und wenn sie nicht telefonieren, dann chatten sie übers Internet. Im Internet kontrollieren sie sich dann auch gegenseitig, und beinahe jeden Tag gibt es Zoff aus Eifersucht. "Du hast dem und dem das und das an die Pinnwand geschrieben!" etc. - das Thema wurde grad lang und breit bei Lady_Bright diskutiert. In dem Alter ja noch verständlich, aber dennoch so sehr anstrengend (für mich). 

Ich habe dann versucht, meiner Tochter darzulegen, dass "jemanden zu lieben" nicht heißt, ihn zu besitzen und als Eigentum zu betrachten. Sondern ihm alles Glück der Welt zu wünschen und ihn nicht in seiner Entwicklung zu behindern, im Gegenteil. Dass man sich freuen sollte, wenn der Partner beliebt ist und Freunde hat. Ihn  nicht stundenlang von den Hausaufgaben abhalten sondern wenn, dann sich am Telefeon gegenseitig bei denselben helfen. Denn wenn sie die Schule verhauen - ist es ihre gemeinsame Zukunft, die sie ja so großartig planen und sich zurecht spinnen, die damit den Bach runter geht.

Sie sagen sich auch ständig - nicht nur täglich, sondern beinahe aller 5 Minuten - "Ich liebe dich!"

Beim nächsten Eifersuchtsanfall dann beschwert sich Mäusekind, dass Steffen es wohl gar nicht zu schätzen wisse, wie sehr sie ihn doch lieben würde.

Ich habe ihr dann meine Meinugn dazu gesagt (oh, wie das jetzt klingt... nein, nicht böse... sondern ganz sachlich...) nämlich, dass der Satz "Ich liebe Dich!" etwas ganz Besoneres ist und man denn nicht einfach so daher sagen sollte.  Und auch nicht andauernd, dann wird er zur Routine und man fragt sich, ob er denn wirklich noch so gemeint ist nur nur noch aus Gewohnheit erklingt.

Ich habe ihn - auf Deutsch - bisher noch niemandem sagen können. Weil ich niemanden wirklich so gut kannte und mit niemandem so ein tiefes Vertrauen aufbauen konnte, um ihm wirklich diesen einen besonderen Satz sagen zu können. (Außer Angel, aber dem hab ich "I love you!" gesagt - und das ging irgendwie einfacher. OK, er war auch Angel...er war der EINE.)

Jedenfalls bin ich der Meinung, dass man jemanden wirklich erst sehr genau kennen lernen muss, um ihm das sagen zu können. Und ich habe das Gefühl, viel zu viele Menschen (und damit meine ich jetzt nicht explizit Mäusekind und Steffen - die beiden habe ich nur ständig vor Augen - sondern meine das allgemein, nicht nur auf sehr junge Leute bezogen) sagen ihn einfach so daher. Verwechseln "Ich bin in dich verliebt!" oder "Ich hab dich sooo lieb!" mit "Ich liebe dich!"

Oder sehe nur ich diesen Unterschied???

27.01.2011 um 17:25 Uhr

Mal wieder arbeiten?

von: Rabenmutter   Kategorie: Und so weiter...

Nach meinem heutigen Facharztbesuch (siehe voriger Eintrag) ging ich noch zum Drogeriemarkt meines Vertrauen, weil der dort ganz in der Nähe ist.

Als ich den Markt betrat, war vor mir ein älterer Mann, der gerade das Personal nach Handcreme einer bestimmten Marke fragte. Der Verkäufer schickte ihn zum entsprechenden Regal mit Handcremes. Ich sah schon, wie der Mann ziemlich verwirrt davor stand und offensichtlich das Gewünschte nicht fand.

Nun wäre es ja zu einfach, wenn die weiteren Cremes einfach anschließend im gleichen Regal stehen würden, aber die stehen natürlich ganz woanders. Ich ging zu dem Mann und fragte ihn, was er denn suche. Gemeinsam begaben wir uns auf die Suche nach seiner Creme und fanden sie auch!

Dann erzählte er mir, er suche noch das Zahngel, aber keien Tube, sondern dieses flüssige Gel. Ich wusste sofort, was er meinte, und sagte ihm, in welchem Regal er das finden würden. "Aber ich hab doch schon nachgesehen - ich finde es nicht!" Also bin ich mit ihm dahin gegangen und hab das Gesuchte auf Anhieb gefunden :-)
Er war total froh und dankbar!

Jeden Tag eine gute Tat ;-)

Nun aber kommt der Hit! Der Mann fragte mich dann, ob ich denn nicht auch mal wieder arbeiten wöllte. Hääää? Woher weiß er??? Ich habe ihn noch nie vorher gesehen!!!

Ich hab das Ganze dann auf die Scherzhafte genommen und gemeint, ich könnte mich  gleich dort bewerben, da ich mich ja im Sortiment so gut auskenne...

10.11.2010 um 21:10 Uhr

Tanzfilme

von: Rabenmutter   Kategorie: Und so weiter...

Mäusekind und ich, wir sind grad voll auf Tanzfilmen... Letztes WE gab es Mädelsabend mit "Dirty Dancing 2" und heute "Darf ich bitten".

Habt ihr noch irgendwelche Tipps an Tanzfilmen?

Außer "Strictly Ballroom", der steht schon auf der To Do List  :-D

 

 

*hochschieb*

 

Hat denn gar keiner Tipps für uns???

09.11.2010 um 13:42 Uhr

Gedanken zum 9. November

von: Rabenmutter   Kategorie: Und so weiter...

Ich werd das nie vergessen, wie damals mein Vater völlig aus dem Häuschen nach Hause kam. Er war bei seinem Bruder in der Werkstatt gewesen, als der Rundfunk den Mauerfall verkündete.

Meine Mutter und ich, wir wollten es noch gar nicht so recht glauben, hatten den Fernseher eingeschaltet. Er war laut hupend bis nach Hause gefahren und nun hopste er herum wie ein kleiner Junge, völlig überdreht, freute sich, dass er endlich seine ganzen Verwandten im Westteil Deutschlands würde besuchen dürfen - seine Mutter war die  einzige von 7 Geschwistern, die im Ostengeblieben war. All seine Onkel und Tanten, Cousins und Cousinen konnten nur unter langwierigen Antragsprozeduren gelegentlich mal zu Besuch kommen. Außerdem freute er sich allgemein über die Reisefreiheit, endlich mal was anderes sehen; er hatte große Pläne, wo er mit dem Wohnwagen gern hin fahren wollte.

Mein Dad war damals völlig aus dem Häuschen, und am Liebsten hätte er sich, so wie sein jüngerer Bruder das auch tat, einfach ins Auto gesetzt und wäre losgefahren, zu rigendwem. Die Verwandten, bei denen mein Onkel dann irgendwann am (sehr) frühen Morgen des 10. November 1989 aufschlug, fanden das ganze weniger lustig und konnten diese Euphorie nicht verstehen - wie so viele im Westteil Deutschlands, die dieses Gefühl des eingesperrtseins ja nicht kannten. (Ich hätte es aber auch nicht toll gefunden, wenn mich plötzlich jemand aus dem Schlaf klingelte und einfdach da wäre.)

Meine vernünftige Mutter hielt meinen Dad damals zurück, alles wurde erst mit der Verwandtschaft besprochen und 2 Wochen später reisten wir dann nach NRW. Ich musste mit, obwohl ich mich diesem Hype nicht anschließen wollte - die meisten fuhren echt nur wegen des Geldes, ich fand das irgendwie ... erniedrigend.

Die Reisefreiheit hab ich natürlich auch gern genutzt, ich wurde nur 3 Tage später 18 und konnte demzufolge auch einfach losreisen. Habe das auch ausgiebig genutzt bis 1994.

Mein Vater konnte es leider nicht mehr wirklich nutzen, knapp 2 Jahre noch,  wo meine Eltern verreisten, sobald er irgendwie in der Lage dazu war. Ich bin sehr froh und dankbar, dass er das noch erleben durfte.

Wohin sich dieses Deutschland entwickelt hat, ist allerdings so gar nicht das, was uns - im Osten - damals so vorschwebte. Es gab so viel Gutes auf beiden Seiten, wenn man das hätte von beiden Staaten genommen, was für ein tolles Land hätte daraus entstehen können... aber nein, der Westen kaufte den Osten auf und viele - gerade soziale - Errungeschaften wurden einfach platt gemacht. Einiges wurde inzwischen als "neu" wieder eingeführt und dann fühlt man sich jedes Mal total verschaukelt...

21 Jahre später werden wieder Stimmen laut, die nach einer Revolution rufen.  Habe dazu einige interessante Texte im Netz gelesen, die ich einfach hier verlinken möchte.