Rabenmutter

09.03.2012 um 21:24 Uhr

Wieder draußen

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Ich war im Knast. Heute Abend. Aber nur für 2 Stunden. Es war ... beeindruckend. Irgendwie schwer zu beschreiben.

Eigentlich war es schön, da wir ein super inszeniertes Theaterstück gesehen haben mit ganz tollen Laiendarstellern, die offensichtlich mit viel Spaß bei der Sache waren. Da sieht man einfach nur den Menschen, und fragt sich insgeheim "Warum bist du hier?". Das fragt man dann natürlich nicht wirklich. Das wäre taklos. Aber man hat es im Hinterkopf.

Das ganze Drumherum ist schon irgendwie... gruselig. Wir kamen in so eine "Schleuße". Personaldokument abgeben, alles persönliche (Taschen, Handys,...) in ein Schließfach. Man bekommt einen Besucherausweis.

Aus der Schleuße geht es in einen Zwischenhof. Durch einen Metallzaun. An den Zellen vorbei - alberne Zurufe inklusive. Wieder über einen Hof, durch eine Metalltür. Drinnen überraschend fröhliche Farbe an den Wänden. 

Und das Stück begann nicht irgendwie, sondern als wir ankamen, waren die Darsteller schon quasi mittendrin.

Gespielt wurden Gefängnisinsassen (ja, von Gefängnisinsassen!), die den Sommernachtstraum proben. Es war Klasse gespielt und wir haben viel gelacht.

Danach gab es noch die Möglichkeit zu reden. Allerdings hatten die meisten Darsteller Familie oder Freunde eingeladen und nutzten dann diese Extra-Zeit mit ihren Leuten.
Außerdem: Was soll man sie fragen? Gewisse Berührungsängste sind schon da. Außerdem will man sie ja nun auch nicht ausquetschen oder so, sie sollen sich ja auch nicht "vorgeführt" vorkommen.

Und dann kommt der Moment, wo das Publikum wiedergehen darf. Es gab sogar Tränen bei den zurückbleibendenDarstellern, wo einem hätte bei diesem Anblick das Herz brechen können. Aber grundlos sind sie halt nicht dort...

Es wird ein neues Projekt geben, wo Menschen "von draußen" mit welchen "von drinnen" zusammen arbeiten. Ich glaub, da mach ich mit.

Danke, Jura, fürs mitnehmen!

07.01.2012 um 20:21 Uhr

Ungeplante Doktorenkonsultation

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Zählt das als Therapiestunde, wenn man von einem Psycho-Doc geknutscht wird??? Ob ich ein Rezept für weitere Sitzungen bekomme???

Aber ich fange mal von vorne an...

Am Donnerstag las ich völlig überrascht, dass ein Gesangsduo, welches ich sehr gern mag, am Freitag in einem Club gleich bei mir ums Eck gastieren würde. Oh je, das war zwar gar nicht eingeplant, aber da muss ich doch hin!

Auch die Lady konnte es ratz-fatz organisieren, dabei zu sein, und so wanderten wir gemeinsam zu eigentlich schon später Stunde hin. Laut Programm sollte es um 22 Uhr losgehen und sie sollten zuerst spielen. Natürlich kommt immer alles anders - als wir nach 22 Uhr dort ankamen, wurden wir sogleich herzlich vom Dr. Stone umarmt und dann von Mr. Tiger, der uns darüber informierte, dass die erste Band um 23 Uhr spielen sollte, sie dann um Mitternacht. War eigentlich schon zu erwarten. Aber mit den beiden kann man wunderbar schwatzen, so dass wir uns nicht langweilen würden, außerdem wartete die Lady noch auf Andrew und ich hatte mich eigentlich mit Julius verabredet, der dann aber sehr lange arbeiten musste und sich am Ende für Couching entschieden hat. Einerseits fand ich das sehr schade, andererseits... hatte der Dr. mal keine weibliche Begleitung dabei - und süß fand ich den schon immer! Einmal noch Groupie sein...!!!

So verwickelte ich ihn dann nach dem Konzert in ein Gespräch und landete mit ihm an der Bar. Wir teilten uns einen Drink und schwatzten ein wenig, so erfuhr ich, dass er im wahren Leben - ein Psycho-Doc ist! Hmmm, japp, von ihm würd ich mich schon gern therapieren lassen - leider praktiziert er nicht in meiner Stadt.

Plötzlich kam er ganz nah ran und flüsterte mir ins Ohr: "Duu, wir müssen ganz schnell hier weg... und dringend knutschen!" Hui... ;-)

So landeten wir in einer finsteren Ecke, ich fürchte, uns hat trotzdem jeder gesehen - egal, er knutscht wunderbar!!!

Nun hätte ich ihn schon gerne mit zu mir nach Haus genommen, das Sofa war sowieso hergerichtet, weil vielleicht die Lady da übernachten wollte - sie zog dann doch vor, mit Andrew zu verschwinden. Ich war total überrascht, als die beiden aufbrachen, hatte aber keinen Schimmer, wie spät es war...

Also landete ich dann als Groupie in der Bandschlafstätte, welche kein Hotel, sondern eine Wohnung war, in deren Zimmern halt nix als Betten standen. Nun hatte irgendwie die Vereinbarung nicht geklappt, eigentlich wollten die beiden jeder ein eigenes Zimmer - aber in allen Räumen schlief schon wer. Mist! Nun noch zu mir ging auch nicht... so landeten wir in einem Bett in einem Raum, wo schon andere Leute schliefen.

Hm, irgendwie war ich aus der Groupiephase dann doch raus und ehe zu viel passieren konnte, wofür ich kein Publikum haben möchte, hab ich dann doch die Flucht ergriffen... Was wohl auch besser so war, denn kaum daheim (es war halb 7!!!), stellte sich heraus, dass entweder das Bier schlecht war, oder aber der Wodka, der Likör - oder doch der geteilte Drink???

Leider habe ich damit wohl einen sehr verwirrten Dr. zurück gelasssen, schade :-/

Und meine Brille ist auch weg - aber da hat er mir schon geschrieben, dass sie sie gefunden haben - nur leider schon mit in ihre Stadt genommen. Na ja, so kann ich mich auf Post freuen ;-)

14.09.2011 um 20:03 Uhr

Des Urlaubs 3. Teil

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Insel Hiddensee

So, es wird ja nun mal Zeit, den Urlaubsbericht abzuschließen. Schließlich fühlt es sich schon an, als wäre es ein paar Monate her...

Also - nachdem wir montags in Hildesheim unsere Zelte dann doch einigermaßen trocken abgebaut bekamen, brachte mich die Lady zum Hildesheimer "Haupt"bahnhof, wo ich geduldig auf meinen Zug wartete. Die Lady fuhr, mit einem Großteil meines Gepäcks beladen, gen Heimat.

Ich fuhr nach Norden. Das "Nötigste", was ich mitnahm, umfasste dennoch 2 große Gepäckstücke... Wie sich später herausstellte, hatte ich viel zu viel mit.

Da die Sonne schön schien, setze ich mich vor den Bahnhof, schrieb ein paar Karten und Briefe, las ein wenig - erst später fiel mir ein, dass es ja vielleicht  einen früheren Zug nach Berlin gegeben hätte, aber da waren die 2 Stunden Wartezeit schon fast rum.

Ich fuhr also erst mal nach Berlin, sollte dort ein Stunde Aufenthalt haben und dann weiter nach Stralsund fahren. Aber irgendwie hatte ich plötzlich Hummeln, hatte keine Lust mehr auf Großstadt, Lärm und viele Menschen, wollte endlich raus, ans Meer und entspannen...

So fuhr ich mit einem früheren Zug weiter, wo ich zwar den Großteil der Strecke stehen musste, weil der Zug so rammelvoll war, aber irgendwie war mir das egal. Ans Meer, ans Meer!!!

In Stralsund muss man vom Bahnhof ein gutes Stück zum Hafen laufen und da die Person, die ich nach dem Weg fragte, wohl nicht besonders gut im erklären war, machte ich einen kleinen Umweg und anstatt durch die Stadt zu laufen, lief ich wohl eher drum herum und kam natürlich am genau entgegengesetzten Ende vom Hafen an. Machte aber nix, ich hatte ja Zeit, eine frühere Fähre gab es nicht.

Also kaufte ich mir erst mal ein Fischbrötchen und setzte mich hin und genoss den Anblick. Das Meer!

Die Überfahrt nach Hiddensee sollte 90 Minuten dauern. Beim Gedanken daran wurde mir schon etwas mulmig. Ich werd gern mal seekrank.

So blieb ich dann auch die ganze Zeit - und letztendlich beinahe als Einzige - auf dem Oberdeck sitzen, ließ mir den Wind um die Nase wehen und genoss den herrlichen Sonnenuntergang, mit dem ich begrüßt wurde. Traumhaft!

In Neuendorf am Hafen standen Jura sowie der große und der kleine Räuber. Mit den Fahrrädern waren sie mich abholen gekommen.

 

*Sidekick*

(Hihi, danke, Pelegrina!!!)

Das Ferienhäuschen gehört Juras Familie, es wird nur unter der weitläufigen Verwandtschaft vergeben, also es gibt keine Fremdeinmietung. Da es 3 Schlafzimmer gibt, nimmt jeder, der keine ganz so große Familie hat, meist ein paar Freunde mit.

So war ich zu der Einladung gekommen, ein paar Tage auf Hiddensee auszuspannen.

*Sidekick off*

 

Mein Gepäck wurde also auf den Fahrradanhänger geladen, man hatte mir ein Minirad mit wackeligem Sattel mitgebracht... So ging es 5 Kilometer durch die Heide. Im Halbdunkeln und von Mückenschwärmen umtobt. Das war schon ziemlich abenteuerlich.

Irgendwo mitten im Nichts stand dann das Häuschen, duckte sich hinter die Düne, und man konnte das Meer rauschen hören!!!

Von meinem Vorhaben, direkt an den Strand zu laufen, wurde mir abgeraten - die Mücken...

So wurde ich nur von allen Anwesenden begrüßt, die da neben den 3 Abholern noch Jurasohn und Juratochter (letztere aber die meiste Zeit bei einer Freundin weilend) und ein befreundetes Paar mit kleinem Sohn waren. Wir saßen noch bissel und schwatzten, aber ich war auch müde und ging früh schlafen.

Ich durfte im Kinderzimmer schlafen :-) War aber kein Problem für mich.

Dan nächsten Tag verbrachten wir größtenteils am Strand. Herrlich! Einfach nur rumliegen und nichtstun und sich die Sonne auf den Bauch bzw. Rücken scheinen lassen... ich ließ allerdings ein bissel doll scheinen und hatte gleich einen hübschen Sonnenbrand. Egaaal!!!

Es war eine herrlich entspannende Woche. Diejenigen Erwachsenen, die morgens als erste wach waren, fuhren mit den Rädern Frühstück einkaufen. Nein, ich war nie dabei ;-)

Ich wurde dann geweckt, wenn das Frühstück auf dem Tisch stand.

Ansonsten wurde sich ins kochen, abwaschen etc. einfach rein geteilt. Einen Tag machten die anderen z. B. einen Segeltörn, da hab ich mich freiwillig in die Küche gestellt. Hab auch meine Zutaten selber eingekauft und auf dem Heimweg noch Bromnbeeren gepflückt und Marmelade gekocht.

Über letztere gab es große Begeisterung und am nächsten Tag sind alle nochmal zum Brombeerpflücken ausgeschwärmt und ich hab nochwelche zum mit nach Hause nehmen gekocht. Leeecker!!!

Einen Tag bin ich mit der Kamera um die Insel gezogen aber zu meiner großen Enttäuschung sind die meisten Bilder nix geworden, wie blöd. Na ja, inzwischen hab ich eine neue Kamera.

Auf der Insel hätte ich es mal eben 3 - 4 Wochen ausgehalten, vielleicht sogar noch ein wenig länger. Irgendwie hatte man das Gefühl, fernab aller Zivilisation zu sein.

Das Haus hat zwar Strom und fließend Wasser, aber  letzteres nur kalt. Es gibt auch kein Badezimmer, nur 2 Toiletten und eine Dusche mitten im Garten. Bei warmem Wetter hat die auch warmes Wasser... bei kaltem Wetter will sowieso keiner im Freien duschen ;-)

Da man sowieso jeden Tag in die Ostsee springen konnte, störte das irgendwie auch nicht.

Und überall Sand, aber auch der stört einen da nicht. Den ganzen Tag ohne Schuhe rumlaufen. Kurze Hose und T-Shirt, fertig. Keine Haare stylen, kein Schminken... Herrlich herrlich!!!

Einfach nur in den Tag rein leben, lesen oder schreiben, Sonne tanken, schwimmen und eben ein wenig Essen kochen und so - aber das könnt ich mir wunderbar als Kur vorstellen. Kein Zeitdruck, keine Termine - sich einfach nur um sich selber und Grundbedürfnisse kümmern. Ein Traum!

Leider war der Traum nach 5 Tagen zu Ende. Einen ganzen Tag verbrachten wir mit der Heimreise. Zuerst vom Haus zu Fuß bis zur Inselpromenade. Von da mit dem Inseltaxi = Pferdefuhrwerk zum Hafen in Vitte. Von da mit der Fähre 2 Stunden nach Stralsund.

Dann mit dem Zug weiter, zwischendurch noch 2 mal umsteigen, weil wir auf Wochenendeticket fuhren - und nach 23 Uhr abends wieder daheim. Schön... aber auch schade.

Vielleicht darf ich ja wieder mal mitfahren...

 

11.09.2011 um 20:15 Uhr

Des Urlaubs zweiter Teil

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Mera Luna 2011

 

Am Freitag, dem 12. August,  starteten also die Lady und ich nach einem ausgiebigen und gemütlichen Frühstück von Üftelstütz aus Richtung Hildesheim – zum Mera Luna Festival. Das Navi sprach von 333 Kilometern und ich hatte insgeheim mit 3 – 4 Stunden Fahrt gerechnet, wir wurden aber vorgewarnt, dass diese Strecke freitags stark befahren sei und also viele Staus zu erwarten wären. Mit 5 Stunden mussten wir rechnen.

Die Vorwarnung bestätigte sich. Entweder wir schlichen im Schritttempo in großen Kolonnen  dahin, steckten im Stau, konnten wegen der wolkenbruchartigen Regegüsse nur sehr langsam fahren – oder standen nach jedem solchen wieder im Stau, weil irgendwo weiter vorn jemand im Regen wieder ineinander gerast war.  Also die Fahrkünste auf deutschen Autobahnen sind wirklich unter aller Sau, wir wurden sogar von grinsenden Typen mal eben rechts überholt…

Allerdings trafen wir unterwegs 7 Autos mit den Stadt-Buchstaben unseres tapferen roten Flitzers auf dem Kennzeichnen und einige mehr aus unserem schönen sächsischen Umfeld - was machen die Leute alle in und um Üftelstütz???

Zwischendurch kamen dann immer mal ein paar Simsen derjenigen Freunde und Bekannten, die schon vor Ort am Flugplatz Hildesheim waren. Auch da bekamen wir von Wolkenbrüchen zu lesen, von Zelten, die im Regen aufgeschlagen wurden… Die allgemeine Stimmung schien etwas gedämpft zu sein.

Wir hatten durch die vielen Verzögerungen jedoch den Vorteil, unsere Zelte im Trockenen aufschlagen zu können, denn obwohl wir unsere Festivalbändel noch im strömenden Regen abholten, ließ dieser bald nach unserer Ankunft nach. Außerdam sah man jetzt, wo sich Pfützen bildeten - sehr praktisch, um einen wetterfesten Zeltplatz auszumachen.

Wir fanden auch „unseren Zeltkreis“ sehr rasch – ich war ja schon paar Mal dabei gewesen, die Lady war zum 1. Mal mit.

Einen Platz hatte man uns freigehalten, zwar war der Zelt“kreis“ eher ein wirrer Haufen, aber wir zelteten alle in unmittelbarer Nähe und einen Gemeinschaftspavillon gab es auch.

Nachdem unsere Zelte also aufgebaut und eingeräumt, setzte man sich zum ersten Umtrunk unterm Pavillon zusammen, und bald trudelten auch erst Gäste ein – meine Freunde aus Thüringen.

Am ersten Abend standen 3 Lesungen auf dem Programm, und da wir die anderen zwei Autoren nicht wirklich kannten, wollten wir alle zur Lesung des Christian von Aster.

Allerdings hatten wir uns verquatscht, gingen viel zu spät los – und das Programm war so gestaltet worden, dann man Herrn von Aster als ersten der Autoren lesen ließ. Blöd, da seine Lesung die lustigste war (wie uns gesagt wurde), na ja, also gingen wir wieder und setzten uns in gemütlicher Runde unter den Pavillon.

Am Samstag waren meine ersten beiden geplanten Bands die Blind Passengers und Qntal. Da mir die Lady aber unterwegs schon was von Qntal vorgespielt hatte, war ich mir ziemlich sicher, dass dieses Konzert nicht nach meinem Geschmack sein würde, und wählte es daher ab. Ich mag so hohe Frauengesänge einfach nicht sonderlich.

Blind Passengers haben sich auch nicht mit Ruhm bekleckert, und Fetisch:Mensch war auch nicht so der Bringer. Na ja, dann geht man halt ein bissel shoppen, ich fand fürs Töchterlein die gewünschten Fake-Plugs und ein paar coole T-Shirts für meinen Großen...

Mesh, die ich als nächste auf meiner „Will-ich-sehen“-Liste angestrichen hatte,  habe ich nun doch nicht gesehen. Vermutlich waren wir uns da gerade umziehen, da es sehr warm war.

Funker Vogt waren gut, wie erwartet, hab ich die nun also auch endlich mal live gesehen… also abgehakt.

Als nächstes standen Apocalyptica auf dem Plan, waren auch nicht schlecht, dann schnell in den Hangar, Atari Teenage Riot wollte ich auf gar keinen Fall versäumen – und war der 1. Höhepunkt für mich! Super Konzert, schön laut und mitreißend. Hat mir gut gefallen!

Leider haben wir dann den Anfang vom ASP-Konzi verpasst und damit mindestens eines meiner Lieblingslieder, auch den „Schnee“, den er fallen ließ – und den wir nur als dahinwirbelnde Flatter-Masse wahrnahmen und ich fragte, ob dies nun Schmetterlinge oder Insekten seien… ;-)

Im weiteren Verlauf ein Klasse Konzert, welches ich wieder sehr genossen habe.

(Und am 21. Oktober sehe ich sie wieder…)

Die Frontfrau von Within Temptation überraschte mit ungewohntem Bühnenoutfit, kein Rauschekleid diesmal. Ansonsten find ich die Band nun nicht sooo spannend und so fand man sich wieder zu geselliger Runde unterm Pavillon ein!

Am Sonntagmorgen erwachte ich kurz nach 7 und bei strahlendem Sonnenschein, freute mich über das schöne Wetter, kroch aber noch mal bis zum morgendlichen Weck-Soundcheck in mein Zelt – um dann eine böse Überraschung zu erleben: es goss wie aus Kübeln :-/ Einige aus unserer Runde beschlossen daher, ihre Zelte abzubrechen und abends nach Hause zu fahren.

Ich bewundere ja die Lady und ein paar andere Hartgesottene, die sich nicht den Mut nehmen ließen und dennoch um 11:30 Uhr vor der Hauptbühne standen… Nun gut, die schicken Gummistiefelchen von Lady mussten ja auch ausgeführt werden!

Ich jedenfalls ließ mir viiiiel Zeit und pilgerte dann erst gegen 13 Uhr los, sah als erste Band Coppelius. Mit „Wasserfall“ am Bühnenrand und vielen Regenschirmen, die die Sicht nahmen – war aber eine ganz witzige Band.

Um 3 hörte es dann doch auf zu regnen!

Als nächste schaute ich mir Teufel im Hangar an, nein, das war enttäuschend. Tyske Ludder danach hingegen waren mitreißend wie immer und meinen „Langjährigen“ Leipziger und seine bezaubernde Frau Linda traf ich da auch.

Mono Inc. und Tiamat habe ich leider wieder mal verpasst, diesmal auf Grund eines eingeschobenen Mittagsschläfchens – ist schon doof mit so hohem Schlafbedarf!

Zu Project Pitchfork kam ich dann auch leider ein wenig zu spät und habe so den Gastauftritt von Steve Nagavi verpasst, wie schade.

VNV Nation legten danach direkt mit „Chrome“ los – für mich der absolute Tanzhit! Danach kamen eher die langsamen Lieder, die zwar sehr schön sind, mir aber immer irgendwie aufs Gemüt schlagen. So erwartete ich ungeduldig das Konzert von Hurts. Und wurde nicht enttäuscht. Wo vorher noch viele, auch unter unseren Freunden, am Zweifeln waren, was denn „diese Neulinge“ auf dem Mera zu suchen hätten und schon beinahe gewillt waren, vorher ans Zelt zu gehen – nach ein paar Titeln hatten sie wohl alle in ihren Bann geschlagen. Ja, Open Air wirkt ihr Auftritt noch besser; er hat eine so tolle Stimme, und die Bühnenshow war auch großartig – mit Streichern und Tänzern. Traumhaft schön! Es war ein sehr würdiger Abschluss eines wieder sehr schönen Festivalwochenendes – der Regen kann die schönen Eindrücke nicht in den Hintergrund drängen.

Hoffentlich 2012 wieder und in gleicher Runde!!!

 

01.09.2011 um 11:54 Uhr

Des Urlaubs erster Teil

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Ehe aktuelle Ereignisse sich türmen, sollte ich endlich mal was schreiben, sonst gerät noch dies oder das in Vergessenheit!!!

Also, für den Sommerurlaub war mal wieder eine Deutschlandrundreise angesagt. Zuerst sollte es nach Üftelstütz gehen, wo es einen 40. Geburtstag zu feiern gab, danach zum Mera Luna Festival und als Abschluss dann ein paar Tage auf der Insel Hiddensee.

Die ersten beiden Etappen waren zusammen mit der Lady geplant, und die ursprüngliche Idee war, mit dem Zug zu reisen.

Bloß gut, dass sie angeboten hat, ihr Auto zu nehmen!!! Wir hätten unser Gepäck niemals nicht mit dem Zug wegbekommen, nicht mal dann, wenn die Muffinbleche daheim geblieben wären...

Nun ist es jedoch so, wenn die Lady zu mir kommt, entfernt sie sich ein gehöriges Stück vom ersten Zielort Üftelstütz. Also kamen wir überein, dass sie mich am Vorabend mitsamt meinem vielen Gepäck daheim abholte, so dass also noch eine weitere Stadt zu meiner Reise hinzukam.

Allerdings habe ich diesmal nicht viel von Silberstadt gesehen, wir haben noch ein bissel geschwatzt und in den Fernseher geguckt - da ich daheim nur Antenne hab, ist alles für mich neu und spannend... ;-)

Ich wurde am nächsten Morgen ungewohnt früh wach und so kamen wir einigermaßen früh los. Jedoch anstatt die Lady, wie ursprünglich versprochen, mal beim fahren abzulösen, bin ich irgendwann sogar eingenickt... Ja, wirklich blöd mit diesem hohen Schlafbedarf!!!

In Üftelstütz war alles gut zu finden, allerdings fanden wir erst mal eine ziemlich aufgelöste Frau Pelegrina vor, die soeben den erfolgreichen Versuch, ob Tupper*ware brennt, hinter sich gebracht hatte... Weiße Qualmwolken und ein strenger Duft im ganzen Haus, bekam sie denselben nur sehr schwer wieder aus der Nase.

Also stand das Haus unter Quarantäne, so setzten wir uns erst mal in die Chillecke im Garten. Um in den Pool zu springen, war es leider zu kühl :-/

Es gab viel zu erzählen, vier Fellknäuel zu begrüßen und zu bestaunen, in ein herrliches Gästegemach einzuziehen, viel zu erzählen, dann warf der Ihrige den Grill an und es kamen weitere liebe Blogbekanntschaften vorbei. Erst dann, als wir in der Grillrundesaßen, kamen wir endlich dazu, unsere Geschenke los zu werden...

Hatte ich schon erwähnt, dass es viel zu erzählen gab? So saßen wir bis spät in die Nacht, ehe wir uns an den Aufstieg Richtung Betten machten...

Am nächsten Vormittag gab es dann einen Programmpunkt, dem ich voller Spannung entgegensah - wir durften in die Seifensiederei hinein schnuppern, nein, nicht nur schnuppern, wir durften mittun!!!  Und jaaa, es macht ganz viel Spaß und ist genau das Richtige für eine beinahe-Chemielaboratin-gewordene und ich bin schon dabei, mir die entsprechende Ausrüstung zusammen zu stellen!!!

Und wie es der Vorführeffekt so will - unsere Seifenmassen wurden, Frau Pelegrinas "Böse Butter" wurde nix - als alles in den Formen war, ging es an den Einsatz der mitgebrachten Muffinbleche. Ein Polterabend stand bevor, zu dem wir als Gäste einfach mitgeschleppt wurden - aber nicht ohne Muffins! So zauberten wir davon 4 Bleche und brachen dann auf. Obwohl wir ja niemanden dort kannten, war es ein sehr kurzweiliger Abend und wir kamen sogar in den Genuss eine Tanzdarbietung! Klasse!!!

Am nächsten Tag mussten wir dann nach dem gemütlichen Frühstück schon wieder aufbrechen, mit einem weinenden und einem lachenden Auge  - einerseits wären wir gern noch länger geblieben, es ist gemütlich im kleinen schiefen Haus und mit den lieben Gastgebern gibt es auch immer viel zu erzählen! Aber natürlich freuten wir uns auch schon aufs Festival...

TBC


03.01.2011 um 17:14 Uhr

London nach Weihnachten

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Den 27. haben wir dann für eine Shoppingtour in Croydon genutzt. Wie wollten uns schon auch ein wenig in den Schlussverkauf stürzen... ;-)

Wir blieben allerdings nicht bei Klamotten hängen, sondern in einem Musikladen... Uiuiui, da hätte man gaaanz viel Geld haben müssen und gaaanz viel Platz, dann hätten wir einiges an CDs, aber auch DVDs und Bücher, nach Hause geschleppt!

So gab es aber nur einige wenige CDs (2 Stück für 10 Pfund) und ein paar Geschenke für Daheimgebliebene.

Zwischendurch haben wir eine Pause im Hotel eingelegt und der Bärenjunge blieb dann dort, weil ihm die Füße weh taten.

Ich habe das Mäusekind zu einer nahegelgenen Kirche geschleift, die von Weitem allerdings wie ein Schloss aussah, und da ein Bissel geknipst. Dann haben wir noch ein Wenig den Briten beim Shoppen zugeschaut, in einigen Läden sah es aus, als hätte ein Orkan getobt. Die Klamotten lagen überall auf dem Boden verstreut!

Abendessen gab's vom Landgasthof "Zur Goldenen Möwe" ;-)

 

Am 28. sind wir mit dem Bus wieder nach Brixton und von da aus per U-Bahn nach Kings Cross gefahren. Bärenjunge und ich sind doch große Harry Potter Fans und wollten Gleis 9 3/4 sehen. Allerdings war die Enttäuschung groß, da Kings Cross gerade eine Baustelle ist, die Gleise alle umverlegt und von Gleis 9 3/4 weit und breit nix zu sehen (angeblich soll es da extra ein Schild geben). Schade :-(

Dann sind wir mit der Underground weiter nach Green Park gefahren und von da aus zum Buckingham Palace gelaufen. Im St. James Park gab es sooo süße Eichhörnchen, dass wir uns dort ziemlich lange aufhielten. Ein besonders neugieriges ist dem Mäusekind sogar auf den Schoß gehüft!

Vom Buckingham Palace sind wir dann weiter zur Westminster Abbey, Big Ben, Houses of Parliament gelaufen, dann über die Westminster Bridge die Themse überquert, am London Eye vorbei und zur Waterloo Station. Von da aus wieder mit der U-Bahn weiter bis Tower Hill.

Im Tower Restaurant haben wir dann eins erledigt, was wir in Lodnon unbedigt tun wollten - wir haben Fish & Chips gegessen! Das Mäusekind war erst mal entsetzt, dass man ihr einen ganzen gebratenen Fisch aufgetan hatte! Sie dachte, es gäbe so eine Art Fischstäbchen. Gegessen hat sie es dann aber doch und wir fanden es auch alle 3 sehr lecker. Allerdings hab nur ich die Pommes mit Malzessig gegesen...

Dann wurde es schon dunkel und so haben wir den Tower und die Tower Bridge nur im Dunkeln gesehen und fotografiert, ob es was geworden ist, weiß ich noch nicht, da mein Drucker (an dem der Kartenleser integriert ist) gerade zur Reparatur ist und das mit dem USB-Kabel leider nicht funktioniert - die eine Kamera geht dann aus und die andere wird nicht erkannt... Technik! - Aber das nur am Rande.

An der Tower Bridge haben wir uns bei Star*bucks ein Käffchen gegönnt - damit musste ich den Bärenjungen bestechen, dessen Füße furchtbar weh taten und der eigentlich gerne nur noch ins Hotel zurück wollte. Aber wir hatten uns noch mit einem Freund aus Leipzig verabredet, der auch gerade in London war, und so trafen wir uns dann mit ihm auf einen kleinen Schwatz am Trafalger Square. - Wenn man es nicht schafft, sich daheim in Sachsen zu treffen, tut man das halt in London ;-)

Von da aus sind wir dann aber zum Hotel zurück gefahren und haben endlich gegenüber von unserem Hotel (!) einen Briefkasten entdeckt. Vom Bus aus sah ich dauernd welche, aber weder in der Innenstadt noch in den Croydoner Einkaufsstraßen hatten wir einen gefunden - dieser hier war in einer kleinen Nebenstraße versteckt. Nun konnten wir endlich unsere Ansichtskarten versenden!

Zum Abendbrot gab es Sandwiches von Sainsburys.

 

Am 29. ist der Bärenjunge wegen schmerzender Füße im Hotel geblieben und Mäusekind und ich sind nochmal in die Innenstadt gefahren. Aus Versehen (!) entdeckten wir die Overground-Station und fuhren mit derselben, war angenehmer als bisher im Bus, leider nicht schneller. Zuerst fuhren wir nochmal zum Trafalger Square, da es am Vortag schon zu dunkel für Fotos war. Von dort aus liefen wir über den Leicester Square zum Picadilly Circus. Dort fanden wir endlich ein Boots (Drogeriemarkt), den ich dem Kindlein gern zeigen wollte, weil ich die früher so toll fand. Sie fand es auch toll :-)

Dann fuhren wir mit der Underground nach Camden Town, wo ich gern in aller Ruhe über die Märkte geschlendert wäre, aber das Mäusekind hatte keine rechte Lust mehr. So sind wir nur die Hauptstraße einmal hoch und runter gelaufen, haben für die Kinder noch Taschen gekauft und  jeder ein Stück Pizza gegessen, um dann zurück nach Croydon zu fahren.

Im Hotel holten wir den Bärenjungen ab und gingen dann im Regen (das einzige Mal, solange wir dort waren!) zum Sainsburys Abendbrot einkaufen.

 

Am 30. mussten wir zeitig frühstücken. Zum letzten Mal Bacon & Eggs & Baked Beans.... (für mich, meine Kinder trauten sich an die Bohnen nicht ran).

Dann liefen wir zum Zentralen Busbahnhof Croydon - und verpassten den ersten Bus. Darüber hab ich mich total geärgert... Meine Kinder verlassen sich in allem so sehr auf mich, dabei dachte ich immer, sie seinen recht selbstständig. Aber wenn Mutter dabei ist, wrid das Hirn ausgeschaltet und das Denken mir überlassen.

Es war nämlich so, dass ein Bus in zweiter Reihe hielt, und ich sah, dass um uns viele Wartende zu diesem Bus liefen. Also lag die Vermutung nahe, dass es unser Bus sei! Also sagte ich zum Bärenjungen, er solle doch mal nachsehen, ob das unser Bus sei. Da ich den großen Koffer festhielt und mein Sohn grad frei rumstand, lag nahe, ihn los zu schicken. Aber - ehe der kapiere, welcher Bus gemeint ist... kam er dann auch noch im Schneckentempo zurück gelaufen und sagte "Ja, das ist unser Bus!" - in dem Moment fuhr der Bus ab... Ich war pappesatt!
Statt dass er den Bus aufhält und uns rauswinkt.... aber dazu war es nun zu spät, und wir mussten eine halbe Stunde auf den letztmöglichen Bus warten.

Somit hatten wir dann am Flughafen kurze Elle, schnell einchecken, Koffer aufgeben, Gate suchen und auch gleich einsteigen. Eigentlich hatte ich die letzten Münzen noch ausgeben wollen, keine Chance mehr.

Im Flugzeug haben wir uns dann für die Landung jeder an ein Fenster gesetzt, hinzu hatten wir uns das nicht getraut. Aber wir wollten gerne alle raus gucken!

Über den vielen Schnee haben wir total gestaunt, und kalt war das, brrrr! Ab dem 26. hatten wir in London milde Temperaturen bis zu +10°C und nur einmal kurz Regen.  Hin und wieder etwas Nebel, aber keinen Winter!

Damit war also unser Urlaub vorbei. Ich bin etwas unzufrieden, weil ich weit weniger geschafft haben, als ich gerne sehen wollte. Was durch meinen Gesundheitszustand bedingt ist. Alles in Allem war es aber sehr schön, und abends haben wir immer Englisches Fernsehen angeschaut und dabei auch einiges gelernt, beim Zuhören bleibt ja doch einiges hängen. Neben Musiksendungen haben wir einige Filme gesehen, z. B. den Sipmsons-Film, The Incredibles, Charlie und die Schkoladenfabrik, und und und :-)

 

02.01.2011 um 19:52 Uhr

Weihnachten in London

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Eigentlich ist es gar nicht so klug, Weihnachten in London zu verbringen, denn am 25. Dezember geht in dieser Stadt gar nix.

Da fahren keine öffentlichen Verkehrsmittel, alle Läden und Restaurants haben geschlossen. Selbst das Hotelrestaurant, zum Glück hat man uns wenigstens eine Pizza in den Ofen geschoben.

So konnten wir also am 25. nicht viel unternehmen, wir wohnten ja auch ziemlich weit draußen, in Croydon. Wir haben einen kurzen Spaziergang in Croydon gemacht und dabei mächtig gefroren. Brrr, also gingen wir zurück ins Hotel und waren einfach mal faul. Schließlich hatten wir Urlaub!

Am 26. wollten wir ins Wachsfigurenkabinett. Also haben wir uns in den Bus nach Brixton gesetzt und von dort aus wollten wir mit der U-Bahn weiter fahren ins Stadtzentrum. Allerdings wurde die U-Bahn bestreikt und wir mussten mit dem Bus weiter.

Im Bus hat auch noch direkt neben uns eine junge Frau auf den Boden gekotzt. Oh Mann...
Leider wissen wir nun nicht, ob sie nen Hangover hatte, schwanger oder krank war. Hilfe wollte sie keine.

Madame Tussaud's Wachsfigurenkabinett war relativ gut zu finden. Darin haben wir uns auch eine gute Weile aufgehalten. Den absoluten Gruselraum haben wir lieber weggelassen, dafür hat uns das 4-D-Kino echt gut gefallen.

Danach wollten wir irgendwo eine Kleinigkeit essen, aber - am 26. Dezember beginnt in London der Schlussverkauf. Und die Leute kaufen wirklich wie die Verrückten ein! Das war ein Gedränge auf den Straßen und in den Läden... Wahnsinn! Leider auch in allen Schnellrestaurants, so dass es ziemlich aussichtslos war, sich irgendwo rein setzen zu können. Also stiegen wir in den Bus - der allerdings auch nur im Schritttempo voran kam!

Er fuhr jedoch an einigen Sehenswürdigkeiten vorbei, so das wir schon mal einen kleinen Eindruck bekamen - Picadilly Circus, Big Ben, Houses of Parliament, London Eye. Sah so im Dunkeln schon faszinierend aus...

In Brixton kauften wir uns im Supermarkt was zu essen und fuhren mit dem Bus zurück zum Hotel.

Somit war Weihnachten vorbei. Wir haben den familiären Rummel und das viele Essen kein Bisschen vermisst!

31.12.2010 um 18:57 Uhr

Ein kleiner Rückblick

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

...auf die letzte Woche. LONDON!

Ich hatte ja so meine Bedenken wegen des Hinfluges, und wie sich herausstellen sollte, waren sie nicht ganz unbegründet.

Zwar hatte es getaut und kräftig geregnet und als wir am 24. nachmittgs,  wie immer verspätet, zur S-Bahn eilten, regnete es noch. Schnee war kaum noch zu sehen, und besonders kalt fühlte es sich auch nicht an.

Am Flughafen die erste Überraschung - man muss sich jetzt selber einchecken. Nun ja, scheinbar waren wir nicht ganz auf dem Laufenden, wir fliegen halt nicht so oft. Und ehe wir das mit dem Computer raus hatten...! Aber wir schafften es, dann ging es schnell zur Kofferabgabe, Sicherheits- und Passkontrolle und zum Gate. Laut Internet sollte der Flug pünktlich starten, auch bis dahin gab es keine andere Information.

Als jedoch Boarding Time sein sollte, passierte... gar nix. Bis dann nach einigen Minuten jemand vom Bodenpersonal kam und uns auf Deutsch mitteilte, dass das Flugzeug auf Grund der Wetterlage noch nicht landen durfte und man mit 30 min. Verspätung rechnen würde. Eine der Passagiere musste das erst mal den nicht Deutsch sprechenden Mitpassagieren übersetzen!

Tja, und dann war Verwunderung angesagt. Wetterlage? Es regnete doch nur, und kalt war's auch nicht, von wegen Glatteis... also folgte erst mal der Gang ans Fenster und dort das große Staunen - es hatte tatsächlich zu schneien begonnen...

Ehe also das Flugzeug gelandet, entladen, aufgetankt, beladen war... hatten wir dann über 1 Std. Verspätung. Aber abgesehen von einigen leichten Turbulenzen kamen wir gut nach London, wo es erheblich kälter war.

Unser einer Koffer sah auch arg ramponiert aus. Ach und mein Sohn war arg enttäuscht, dass es im Flugzeug nur ein Stück Kuchen zu essen gab.

In Heathrow suchten wir uns erst mal durch zur Ausgabe der Fahrkarten, da ich die Wochenkarten für alle Tarifzonen bereits im Reisebüro bezahlt hatte, nun mussten wir sie abholen. Als wir sie endlich hatten, war der Bus weg. Laut meinen Notizen sollte aber aller 30 min. einer fahren, so dass wir uns rasch  ein paar Sandwiches holten und dann an die Haltestelle begaben - um feststellen zu müssen, dass nach 19 Uhr der Bus nur noch aller 1 Stunde fuhr, juhu... War das kalt!!!

Der Bus fuhr 1 Stunde und 20 Minuten bis nach Croydon.

Dann hatte ich mir im Internet heraus gsucht, wo der Bus halten sollte. Aber: die Haltestelle gab es gar nicht! Auch toll! So fuhren wir also bis Endstaion und mussten dann erst mal heraus finden, wo wir waren... Nun hatten wir allerdings keinen Stadtplan (so weit außerhalb wäre da aber auch nicht drauf gewesen) und ich frage so ungern andere Leute, schon nicht auf Deutsch - gleich gar nicht auf Englisch!

Aber ich bin ja nicht doof und an so einem Busbahnhof sollte es einen Plan geben, und wie  die Straße hieß und wie das Ganze von oben aussehen sollte, hatte ich mir oft genug angesehen - also fand ich schnell heraus, wo wir waren, in welche Richtung wir gehen mussten - und dann leuchtete uns auch schon bald das Traveloge-Schild entgegen. Keine 5 min. Fußweg!

Es machte etwas Mühe, den Portier zu verstehen, irgendwie scheint es in UK sehr in Mode zu sein, kaugummikauendes Servicepersonal zu haben - jedenfalls benahm sich die Frau am Fahrkartenschalter auch schon so... Und zwischen dem Katschen dann irgendwas Englisches genuschelt, priiima!

Unser Zimmer lag im 10. Stock und wir machten es uns gemütlich.

Soweit hatten wir also einen völlig unspektakulär-spektakulären Heiligabend :-)

 

Und das Ganze wird im neuen Jahr fortgesetzt, einerseits sind Fortsetzungs"romane" ja hier ganz beliebt, andererseits möchte ich erst mal allen einen guten Rutsch wünschen und mich auch langsam aber sicher auf die Feier mit Freunden vorbereiten.

Für das neue Jahr wünsche ich allen vor allem Gesundheit, Kraft und Mut. Ich selber gehe mit sehr gemischten Gefühlen in dieses neue Jahr, da ich so gar nicht weiß, was es bringen wird - gesundheitlich, schulisch, persönlich... alles ist gerade in einem Schwebezustand.

Aber ein sehr lieber Freund, der mir heute noch spontan einen Jahresendbesuch abgestattet hat, hatte da einen wunderbaren Ausspruch parat, und den werde ich mir zum Jahresmotto machen. Auch wenn ich nicht, so wie er, katholisch bin.

"Gott hat mich nun einmal so gemacht, wie ich bin. Und wenn ich mich umschaue, dann scheint nichts ohne einen gewissen Plan zu geschehen, also hat er sich auch dabei was gedacht. Also kann und werde ich mich so annehmen, wie ich bin, und das Beste daraus machen. Und mein Leben so, wie es ist, genießen."

In diesem Sinne - alles Gute für 2011!

21.12.2010 um 10:33 Uhr

Schnee

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Stimmung: besorgt

So langsam mache ich mir nun auch Sorgen... ob bei dem Wetter überhaupt eine Möglichkeit besteht, nach London zu gelangen am 24.
Die Nachrichten sagen bisher anderes... und wir können uns nur überraschen lassen. Die Reiserücktrittsversicherung greift in so einem Falle nicht.

16.10.2010 um 14:37 Uhr

Geburtstag gerettet!

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Wie schön, da trudelt dieser Tage eine Einladung eines DJ's meines Vertrauens ein, dass er einen Tag nach meinem Ehrentag in meinem Lieblingsclub eine dunkelbunte Tanzveranstaltung durchzuführen gedenkt. Yepp! Das isses!

Den Plan gab es im letzten Jahr schon, dass ich vor der Party mit meinen Freunden einen kleinen Sektempfang mache, nur leider lag ich dann letztes Jahr mit einer Grippe darnieder - da ich diese in diesem Jahr nun schon einen Monat vorfristig hoffentlich erfolgreich abgearbeitet habe, sollte dem Geburtstag und diversen Festivitäten also nichts im Wege stehen!

Nun bin ich fleißig am Einladungen schreiben :-)

12.10.2010 um 21:21 Uhr

Countdown läuft

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Reise ist gebucht, vom 24. bis 30. 12. machen wir London unsicher!

Das Mäusekind reist letztmalig als Kind (12 Jahre) und übernachtet für Umme im Hotel und bei den Fahrkarten und Eintrittspreisen zählen zum Glück beide noch als Kind. Fein!

Ach, das wird cool!

02.10.2010 um 00:07 Uhr

Und wir tanzten...

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer   Stichwörter: ASP

Stimmung: Eeeeeeeooooooohhh!
Musik: http://www.youtube.com/watch?v=GE0n60cFMu8

Die spontanen Abenteuer sind die besten... wie wahr!

Gestern erhielt ich eine Mail von meinem alten Kumpel Bela, der fragte, ob ich denn heute zum ASP-Konzert gehe und dass sein geplantes in Leipzig ausverkauft sei.

Wie jetzt, wieso denn am 1. Oktober ASP??? Ich Dummchen hatte anstatt der 01 eine 10 gelesen und mir somit gedacht, dass das Konzert damit für mich sowieso ausfällt, denn sonntags zu nem Konzert und montags um 5 raus - ist nicht!

So jedoch... bin ich heute nach der Schule schnell zum Kartenvorveskäufer meines Vertrauens geradelt und habe noch eine Karte für ASP ergattert; der Metmacher und Frau Hund(t) holten mich ab und wir liefen um 7 los. Schön war - reinkommen, drankommen. Wir waren also gerade mal eben im Saal - hinten, wo ein paar podestartige Treppen nach oben gehen und man somit über die Köpfe der Leute gucken kann - gut positioniert, da ging es auch schon los. Mit blauen Lichtern.

Ich war so lange nicht mehr weg und vor allem, so lange auf keinem Konzert und ich glaube, diese Abstinenz war gar nicht mal so verkehrt. Es gab bisher nur 2 Bands, bei deren Konzerte mir die (Freuden-) Tränen kamen, und das waren The Cure und Depeche Mode. Seit heute gibt es eine weitere Band.

Es war --- hach, mir fehlen einfach die Worte. Er hat sooo viele Texte, die mir zu Herzen gehen, und da er die Fans hat entscheiden lassen, was auf der Tour gespielt wird, waren die schönsten wirklich alle, alle dabei. Ich  habe gefeiert und getanzt und gesungen und gelacht und ... genossen. Es hat so richtig gut getan. Morgen werd ich weder stehen noch gehen noch reden können, sch***egal, es hat sich gelohnt!

Das Lied, welches oben verlinkt ist, ist dasjeneige, wo ich ASP zum ersten mal bewusst live wahrgenommen habe. Ich hab sie bisher 3 Mal (auf Festivals) gesehen und es wird von Mal zu Mal besser. Beim ersten Mal war es noch so, dass ich behauptete, ich kenne die Band nicht. Dann kam das Lied und ich wusste plötzlich, wen ich da vor mir hatte.

Seine Texte berühren mich immer wieder und obwohl ich seine Musik auch daheim sehr oft höre, habe ich einiges heute mit "anderen Ohren" gehört.

2 für mich besondere Texte an dieser Stelle, stellvertretend für so viele andere - mehr zu ASP hier.

 

Und wir tanzten im Schnee vergangenes Jahr
Der Mond funkelte sanft in Deinem Haar
Und es tut auch kaum mehr weh
wenn ich alles vor mir seh
als ob's letzte Nacht gewesen, sternenklar

Deine Haut und Stolz bleibt mir schon lang nicht mehr
Ich gäbe alles für ein Zaubermittel her
Eins das dich mich lieben macht
Länger als nur eine Nacht
Doch meine Arme und die Nächte bleiben leer

Nur dieses eine Mal noch schenk mir Kraft für einen neuen Tag
Ich stehe nackt und hilflos vor dem Morgen nie war ich so stark
Nur einen Tag noch Kraft und ich reiß alle Mauern um mich ein
Nur wer sich öffnet für den Schmerz läßt auch die Liebe mit hinein

Und wir tanzten im Schnee vergangenes Jahr
Der Mond funkelte sanft in deinem Haar
Und es tut auch kaum mehr weh
Wenn ich alles vor mir seh
Als ob's gestern war und nicht vergangenes Jahr

Will ich es greifen ist es schon nicht mehr da
Niemand war mir jemals ferner und so nah
Nicht mal Stille sagt wie tief
Wie ein ungeschickter Brief
Was zerbrach als ich in Deine Augen sah

Auch dieser Brief bleibt ungeschickt von mir
das schönste Lied schrieb ich nicht auf Papier
Ich schrieb es in Dein Gesicht
mit den Fingern, siehst du nicht
was mein Mund Dir hinterließ
Schau auf deine Haut und lies
Such wo meine Zunge war
Such mein Lied in deinem Haar
Willst Du mein Gefühl verstehen
Mußt Du Dich in Dir ansehen
Schließ die Augen und Du siehst ich bin in Dir

Ich breite meine Arme aus
empfange Dich
komm an mein Herz
Ich heile Dich
laß einfach los
und gib mir Deinen ganzen Schmerz
Renn einfach weg, lauf vor mir fort,
lebe Dein Leben ohne mich
Wo immer Du auch hingehst
wartet meine Liebe schon auf Dich

Und wir tanzten im Schnee vergangenes Jahr
Der Mond funkelte sanft in Deinem Haar
Und es tut auch kaum mehr weh
Wenn ich alles vor mir seh
Als ob's gestern war
und nicht vergangenes Jahr

Und wir tanzten im Schnee vergangenes Jahr
Der Mond schien so sanft in deinem Haar
Wenn Du mich nicht siehst bin ich
Einfach nicht mehr wesentlich
Löse mich auf wie Schnee
vom vergangenen Jahr
 

 es lebe wir

Viel zu oft
beherrschte mich
die Angst vorm Fallen
Nur einmal wollte ich erneuert sein
Viel zu lang
hielt die Furcht mich in den Krallen
Supernova, dies gehört mir ganz allein

Viel zu lang
ließ ich mich von euch verbiegen
Schon so lang
tobt der Wunsch in meinem Blut
Nur einmal
laß ich los, denn ich will Fliegen
Supernova wie der Phoenix aus der Glut

Komm mir nicht zu nah,
sonst kann's geschehen
Daß wir beide lichterloh in Flammen stehen

Ich will brennen, ich will brennen
Auch wenn danach nur kalte Asche übrig ist
Ich will brennen, ich will brennen
Selbst wenn Du meinen Namen
morgen schon vergißt
Heißes Licht im Himmelsflug
Mit dem letzten Atemzug
will ich brennen
Ich will brennen

Viel zu oft
bestimm ich nicht mein eigenes Leben
Nur einmal
will ich zum Himmel schreien
Nur einmal
will ich hoch zur Sonne schweben
Supernova, und mich von mir selbst befreien

Komm mir nicht zu nah,
sonst kann's geschehen
Daß wir beide lichterloh in Flammen stehen

Ich will brennen, ich will brennen
Auch wenn danach nur kalte Asche übrig ist
Ich will brennen, ich will brennen
Selbst wenn Du meinen Namen
morgen schon vergißt
Heißes Licht im Himmelsflug
Mit dem letzten Atemzug
will ich brennen
Ich will brennen

Doch berühr mich lieber nicht,
es hat keinen Zweck
Sonst reißt der Strom aus Feuer
dich noch mit mir weg
Bleib mir lieber fern,
weil es sonst überspringt
Und weil das Fieber auch in deine Seele dringt
Faß mich nicht an,
sonst kann's passieren
Daß wir uns in der Hitze dieser Nacht verlieren

Komm mir nicht zu nah,
sonst kann's geschehen
Daß wir beide lichterloh in Flammen stehen

Ich will brennen, ich will brennen
Auch wenn danach nur kalte Asche übrig ist
Ich will brennen, ich will brennen
Selbst wenn Du meinen Namen
morgen schon vergißt
Heißes Licht im Himmelsflug
Mit dem letzten Atemzug
will ich brennen
Ich will brennen

 

01.08.2010 um 09:17 Uhr

Wieder daheim

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Der Urlaub ist vorbei, und ganz ehrlich gesagt, ich bin froh, wieder daheim zu sein.

Die letzte Woche war sehr anstrengend. Erholung war vorher.

Am Schönsten waren der Sonntag und der Dienstag. Am Sonntag waren wir noch mit den Rädern draußen, das war schön, und "Schwesterherz" und ich hatten mal Zeit zum Reden. Allerdings hat sie mir so viels erzählt, was sehr anstrengend ist. Nicht, dass ich es nicht hätte hören wollen - aber dennoch. Anstrengend.

Am Dienstagnachmittag dann ein schönes Treffen, diesmal nicht mit Brieffreunden, sondern mit Internetfreunden - die Zeiten ändern sich ;-) Es war ein sehr kurzweiliger, wunderbarer Nachmittag, auch die Sonne spielte mit, so dass wir in einem Straßencafé sitzen und gemütlich schwätzen konnten. Viel zu schnell und überraschend war der Abend heran. Nochmal ein Dankeschön für diese wunderbaren Stunden, und für die schönen Blumen!!!

Die restlichen Tage bestanden hauptsächlich darin, dass ich die Köchin war (was ich sehr gern tue) und ansonsten die Wohnung voller tobender Kinder war. "Schwester" arbeitet als Tagesmutter. Was ich im Allgemeinen auch gut finde, allerdings - was zuviel ist, ist zuviel. Sie betreut ein Baby, von morgens bis zum frühen Nachmittag, das ist ja soweit okay. Die Kleine auch recht brav. Problem Nr. 1: ihre Mutter, die sich bei meiner "Schwester" wie zu Hause fühlt. Baby hat eine ältere Schweseter, die gelegentlich auch betreut wird. Da kommt also diese Mutter mit ihren beiden Kindern, und macht denen erst mal die Windeln. Hä? Kann sie das nicht zu Hause erledigen? Dann liest sie der Großen vor. Oder spielt mit ihr erst mal ein Spiel. Bitte??? Das kann sie auch daheim machen!

Wenn beide Kinder in Betreuung sind, holt sie die Kleine früher ab als die Große. Oh je, das arme Kind! Dementsprechend zickig ist die Große dann auch...

Alles in allem hält diese Mutter sich täglich ca. 1 Stunde zusätzlich in der Wohnung meiner "Schwester" auf und stört das Familienleben.

Ähnliches Spiel mit den weiteren Müttern, die zwar ihre Freundinnen sind - dennoch stört es einfach, wenn die mal eben immer 1- 2 Stunden mit in der Wohnung herum wuseln oder, weil man sich ja so gut versteht, und meine "Schwester" nicht Nein sagen kann, die Kinder mal eben auch bis 21 Uhr bei sich behält. Klar, sie bekommt das bezahlt, aber die eigene Familie??? Die sind nur nachts unter sich. Schlafend, versteht sich. Wenn überhaupt, da ihr Mann in 3 Schichten schaffen geht.

Da liegt das 2. Problem: sie haben nur eine 3-Raum-Wohnung, zwar um die 100 Quadratmeter, aber dennoch gibt es keine Rückzugsmöglichkeit für die Erwachsenen. Die haben ihr Bett im Wohnbereich stehen, die  Tageskinder halten sich sowohl in den Kinderzimmern als auch im Wohnzimmer auf und somit ist Unzufriedenheit vorprogrammiert. So kommt also ihr Mann vom Nachdienst und legt sich in eines der Kinderzimmer - natürlich gestört von den in den Nebenzimmern herum krakelenden Kindern. Und sie wundert sich, dass er sich wünscht, sie würde sich einen "richtigen" Job suchen. Nein, ich glaube nicht, dass er der Meinung ist, dass sie nicht richtig arbeitet - aber die Familie leidet massiv und denen würde es allen gut tun, wenn sie morgens aus dem Haus ginge und mittags zurück käme, um dann für die Ihren Zeit zu finden, oder aber für sich. Denn sei muss auch noch 3 mal pro Woche zur Physiotherapie, wohin sie die Tageskinder mitschleppt...

Jedenfalls - Problem Nr. 3 - haben sie massive Eheprobleme. Die ich, unter den genannten Zuständen, auch sehr gut nachvollziehen kann - sie jedoch hat Null Verständnis für ihren Mann. Und denkt darüber nach, mit den Kindern wegzugehen... Ich glaube damit würde sie ganz viel kaputt machen, da die Kinder ohnehin  zu 2/3 in psychotherapeutischer Behandlung sind.

Und - der Probleme noch nicht genug - sie hat eine kaputte Hüfte. Die hat sie schon lange, genau genommen seit ihrer Geburt, aber jetzt ist eine OP unumgänglich.  Eigentlich hätte sie derzeit in der Klinik liegen müssen, aber...
1. Sie wollte unseren Besuch nicht absagen... (!!!)
2. Die Tageskinder kann sie ja nicht so plötzlich in der Luft hängen lassen... (!!!)
3. Der Jüngste kommt nächsten Monat zur Schule (OK, das ist das einzige Argument, das ich gelten lasse.)
4. Ihr Mann kommt eh nicht alleine mit den Kindern zurecht - was, bittesehr, wird sich bis nächstes Jahr daran ändern???
5. Sie hat Schiss. OK, das glaube ich ihr sofort, und das wird wohl der ausschlaggebende Punkt sein.

Alles in allem war diese Woche daher sehr anstrengend für mich. Dazu noch mein Körperliches Unwohlsein... Ich bin dann gestern mit Megakopfschmerzen daheim angekommen und sehr früh ins Bett gekrochen. Auch wenn meine Wohnung mich gebraucht hätte, der Herr Bärenjunge hat hier ein Chaos ohne Ende inszeniert und ich bin mächtig enttäuscht. Wenn er wenigstens ne Party geschmissen hätte... aber nein, er hat sein komplettes Taschengeld in Pizzen umgesetzt und sich die ganze letzte Woche vom Pizzaservice beliefern lassen (um dann, wen er irgendwas anderes haben möchte, um Geld zu mir zu kommen... - wo er genau weiß, wir haben es nicht übrig!). Er hat weder die Getränke seiner Hamburgheimreise aus seiner Tasche gepackt, noch das Essen. Verschimmelt. Im Kühlschrank sind Paketeweise Wurst und Käse verschimmelt. (Wozu sind wir vor meiner Abreise zusammen einkaufen gegangen? Für nix, er hat es nicht gegessen...)

Die Pflanzen alle halb vertrocknet oder aber ersäuft... Das, was er versprochen hatte, zu erledigen - nämlich mit Hilfe seines Vaters sein Zimmer umzuräumen, was auch aufräumen beinhaltet hätte - nichs davon hat er erledigt, nicht mal das Aquarium gemacht, was er seit ca. 3 Monaten vor sich her schiebt aber wenn ich sage, wir schaffen die Fische ab, wird natürlich energisch dagegen protestiert...

Ach ja, sein Vater meint, er solle das Zimmer nicht umräumen, dann hätte er weniger Platz. Alles klar, es roch wohl nach Arbeit...

Tja, wie man sieht - bye bye Urlaub, bye-bye Erholungseffekt - willkommen im Alltag...

26.07.2010 um 17:00 Uhr

Letzte Etappe, erster Teil

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Das Erlebnisbad war wirklich SUUUPER!!!

Die Kiddies sind voll auf ihre Kosten gekommen, wir aber auch. Volker war ja erst noch in seiner Wohnung, wo er einen Gutschein für das Bad hatte. Da er diesen ewig nicht fand, kamen wir erst sehr spät los und waren erst gegen 17:30 Uhr im Bad. Zum Glück hat es abends lange geöffnet.

Es gab einige Rutschen, Wellenbad, Solebad etc. Die 3 Kids waren meist zusammen unterwegs und wir 3 Erwachsenen. Bei den Rutschen wurde man selbst wieder zum Kind, es hat total viel Spaß gemacht! Z. B. gab es eine, wo man auf so riesigen Reifen gerutscht ist. Toll!

Da die Kinder viel auf dem Bauch gerutscht sind, haben sie sich böse blaue Flecken zugezogen... Fanden sie aber nicht schlimm.

Was wir blöd fanden, waren die Halbwüchsigen, die trotz Verbot in den Rutschen hochlaufen mussten und einem dann plötzlich im Weg standen... Solche Idioten!!!! Bringen sich selbst und andere in Gefahr!

Wir waren an dem Tag erst gegen Mitternacht wieder zu Hause. Die Füße taten zwar auch im Wasser weh, schwollen aber nicht an. Schwimmbad tut also gut :-)

Samstag war dann der letze Tag. Shopping stand auf dem Programm, wir brauchten noch ein paar kleine Mitbringsel für unsere Lieben auf der nächsten Etappe. Und Lena brauchte eine Jacke und eine Geldbörse. Wir waren ganz schön lange unterwegs aber die Mädels haben tapfer durchgehalten. Bärenjunge war zu Haus geblieben, Shopping ist nicht so seins ;-)

Abends wurde schön gegrillt, dann guckten die Mädels den 2. Teil von "La Boum". Wir hatten zu tun bis spät, einerseits Koffer packen und da wir auch noch die ganze Wohnung auf Vordermann bringen mussten - am nächsten Tag reisten nämlich nicht nur wir Gäste ab, sondern die drei fuhren zum gemeinsamen Campingurlaub!

Also hieß es am nächsten Morgen sehr früh aufstehen. Mäusekind und ich fuhren zuerst los. Zum Glück wurde der ICE in Altona eingesetzt und wir hatten noch 20 Minuten, um unser Gepäck zu vestauen und uns dann daußen zu verabschieden. Diesmal war genug Platz für die Koffer! Der Zug wurde auch insgesamt nicht zu voll und so war die Fahrt sehr angenehm, wir mussten auch nicht umsteigen.

Nach ca. 5 Stunden kamen wir dann in Monnem an, unsere Lieben standen zahlreich am Bahnsteig. Nach nur 15 Minuten Fahrt waren wir dann in der Burg. Und wurden mit selbstgemachten kartoffelpuffern bewirtet, hmmm! Später machte ich noch eine Radtour mit meiner "Schwester" und abends haben wir lange geschwatzt.

Aufregung gab's auch gleich - das Fahrrad der ältesten Tochter wurde aus dem Keller geklaut, die jüngere Tochter wurde krank...

Ansonsten ist hier relatives Schonprogramm - für mich - da "Schwester" und ihr Mann noch die ganze Woche arbeiten müssen. Sie ist Tagesmutter, d. h. ist den ganzen Tag zu Hause. Wir machen dann was mit den Kiddies. Ihre Kinder haben eh noch Schule, hier fangen die Ferien erst am Donnerstag an - unsere sind in 2 Wochen schon zu Ende....

Es ist einfach schön, mal wieder hier zu sein, da muss man gar nicht so viel unternehmen - zumal das Wetter eh quer schlägt. Hoffentlich macht es morgen keinen Strich duch die Planung - ich hab da eine Verabredung am Wasserturm...

23.07.2010 um 14:14 Uhr

Im freien Fall mit Alsterwasser(n) gewaschen - der Urlaub geht weiter

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Stimmung: Ich hab aufgehört, die Tage zu zählen ;-)

Am Mittwoch hatten wir also das Dungeon auf dem Programm. Da wir morgens ewig herum bummelten, hätten wir auch nicht mehr geschafft. Wir kamen hier erst mittags weg. Mit der S-Bahn zur Speicherstadt gefahren. Dank eines Gutscheins für uns alle 4 "nur" 50 Euro Eintritt gezahlt. Aber es war wirklich schön gemacht, man durchläuft halt diverse gruselige Stationen der Geschichte Hamburgs. Ich war 2 mal "dran", einmal musste ich beim Sezieren einer "Leiche" helfen und die Organe bennen - der "Prof" gab mir glatt eine 1 - danach führte er mich mit der Behauptung, ich sei ganz grün im Gesicht, aus dem Raum und aktivierte ein Schaubild mit Würgegeräuschen... öhm ...

In einem anderen Raum wurde ich als Türöffner voran geschickt - "Du siehst so aus, als seist du hier die Mutigste!" Höhö... ;-)

Einmal fuhren wir dan in Booten herum (Sturmflut) und zuletzt wurden wir "gehenkt" - Freier Fall, wuuuah! War schon cool das Ganze.

So, dann kamen also abends Volker und Lena hier an. Lena ist  noch 10, also knapp 2 Jahre jünger als Mäusekind, und sogar 5 zum Bärenjungen, aber die 3 verstehen sich suuuper!!! Wir sind eine richtige Großfamilie (netterweise wurde mir der Titel "Tagesmutter" zuerkannt...). Die Kinder schlafen alle 3 in einem Zimmer - ursprünglich wollten wir nach Familien trennen aber dann sitzen wir Großen ja abends doch ein par Minuten länger zusammen. So ist das alles wunderbar.

Die zwei kamen also abends an und nach kurzem Beschnuppern war alles schick, wir hatten schon Essen vorbereitet, das wir nur noch in den Ofen schieben mussten , wir aßen also und dann spielten wir bis 23 Uhr alle zusammen Rommé.

Für gestern hatten wir verschiedene Aktivitäten im Angebot und entschieden uns dann für Tretbootfahren auf der Alster. Ein Boot für die Kinder, eins für die "Alten". Ich durfte hinten sitzen - Schonprogramm für die Füße.

Die Kinder wechselten sich 3 mal in den Positionen ab, so dass jeder mal lenken bzw. treten musste oder hinten sitzen durfte. Inmitten der Binnenalster gibt es eine Riesenfontaine und was machten die Lütten - fuhren natürlich mit dem Tretbott mitten hinein in den Wasserstrahl und waren nass wie die gebadeten Mäuse... Da das Wetter nicht mehr ganz so heiß ist, bzw. das Wasser auch nicht so gut roch, ging es dann erst mal nach Hause zum umziehen udn dann in einen nahegelegenen Park, wo es eine 18 Meter hohe Kletterwand gibt, die man donnerstags und samstags nachmittags gratis beklettern kann - wer mag, kann was spenden, muss man aber nicht. Jedenfalls sind die Mädels je 2 mal geklettert - bis ganz oben, echt mutig! Und dann hat es sich Volker nicht nehmen lassen und hat es auch mal gewagt. So bei den Kiddies sieht das ja ganz einfach aus, ist es aber nicht. Er hat auch ganz schön geschwitzt aber war auch beinahe oben und ganz stolz auf sich.

Dann hab ich gestern Abend die ganze Mannschaft bekocht und bekam danach als Dank eine Fußmassage, hach, schööön!

Anschließend wurde wieder Rommé gespielt, diemals sogar noch ein wenig länger, und heute morgen war ich dann als erste wach. Da habe ich mich auf den Balkon gesetzt und ein paar Briefe  und Urlaubskarten geschrieben.

Ursprünglich war der Plan für heute gewesen, an die Ostseeküste zu fahren. Doch der Himmel ist voller Wolken und "nur" 20 Grad. Die Temperatur ist okay, aber am Strand hätten wir schon gern Sonne und richtiges Badewetter. Denn ein langer Strandspziergang ist zwar schön, aber nix für meine Füße. So werden wir später in ein Erlebnisbad fahren. Bis dahin ist Schwägi mit den Kinds im Park, Volker kurz in seiner Wohnung Blumen gießen und Schonprogram für mich. Echt blöd die Sache mit den Füßen... Meine Mum hat gerade ein Borielose (schreibt man das so?) - ich hoffe, sowas ist das nicht auch bei mir...

21.07.2010 um 08:16 Uhr

Mit den Kids über die Reeperbahn oder 6. und 7. Urlaubstag

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Am Montag sind wir also gen Norden gezogen... Morgens gab es noch Tränen, weil sich die Tochter meiner Freundin nicht vom Mäusekind trennen mochte. Doch da sie, ihr Vater und der kleine Bruder einen Wasserskikurs hatten, wurde sie recht schnell abgelenkt. Hoffe ich.

Wir frühstückten mit Franka ein letztes Mal auf der Terrasse, danach brachte sie uns zum Bahnhof. Als wir dort ankamen, ein Schock (für mich): "Einfahrt hat der ICE *** zur Weiterfahrt nach Hamburg..." und ich bekam Panik, wieso kommt der jetzt schon??? Schnell, schnell!!! Aber dann fiel mir auf, wir fahren ja gar nicht durch, da wir nach Altona müssen! Also, immer mit der Ruhe.

Es sei mir gestattet, zu bemerken, dass ich ICEs total doof finde. Oh, die Klimaanlagen haben funktioniert, keine Frage. Aber in diesen blöden Zügen ist kein Platz mehr für Gepäck!!! Was soll den das? Dürfen Bahnreisende nur noch kleines Handgepäck mit sich führen? Bereits im ersten Zug mussten wir einen Koffer bei den Türen stehen lassen. Im 2. dann sogar beide, und meine Riesenkraxe durfte ich mit zum Sitz nehmen. Das Einrad zwischen uns. Sitzkomfort kann man da natürlich vergessen. Zudem gab es im 2. Zug nicht mal Fußstützen und keine Musik (ICEs haben ja normalerweise diese Kopfhöreranschlüsse zwischen den Sitzen). Hmpf!

Natürlich hatten wir auch Verspätung, aber nun ja - wir sind in Hamburg gelandet! Hier ist es - entgegen aller von mir vorher konsultierter Wetterprognosen - genauso heiß wie überall. Am ersten Abend sind wir einfach nur noch ins Freibad gegangen. Das tat gut, vor allem waren danach meine Füße nicht mehr dick!

Gestern waren wir dann gut unterwegs. Der Tag ging um 7 Uhr los, geweckt von der Hitze. Schwägi und ich gingen zuerst in den beanchbarten Park zum Walken. Der Park ist Klasse! Ein ehemaliger Friedhof... Allerdings finde ich das schon ein bissel heftig, tagsüber hocken da halt die Leute auf den Grabsteinen und machen Picknick. Ähm... Totenruhe??? Ok, die Gräber sind alt. Trotzdem...

Schwägi wohnt in Altona, von da aus sind wir zum Michel gelaufen. Über die Reeperbahn!!! Im Michel (Kirche) auf den Turm (gefahren) und in die Krypta gestiegen. Letztere hat uns enttäuscht, da man quasi auf den Gräbern herum trampelt. Aber die Inschriften sind schon echt interessant, leider zu schlecht beleuchtet, um alle lesen zu können. Anschließend die Füße eine halbe Stunde in einen Springbrunnen getaucht. Hach, welch Wohltat!

Von da aus zum Hafen spaziert. Dort erst mal was zu Essen gesucht (Fisch.. wir sind hier im Norden!), dann weiter zum alten Elbtunnel. Das war ja mal angenehm bei den Temperaturen!!! Wir also einmal unter der Elbe lang, auf der anderen Seite noch bissel gesessen, und wieder zurück. Waren für 17 Uhr mit Schwägis Ex verabredet, ein ganz lieber Freund auch für uns, der uns zur Hafenrundfahrt eingeladen hatte. Diese war auch ganz wunderbar, sehr informativ, und sehr erfrischend - wir saßen im offenen Deck und wurden teilweise gut nass. Das Ganze ging 1 Stunde und keiner wurde seekrank, welch Wunder! (Normalerweise sind Mäusekind und ich da bissel anfällig.)

Anschließend sind wir noch in ein alternatives Café auf der Hafenstraße auf eine Runde Erfrischungsgetränke eingekehrt - die hatten da sooo leckere Sachen, z. B. Rhaberberschorle, hmmm!!!

Dann sind wir wieder nach Hause gelaufen. Schwägi hatte schon das Essen vorbereitet, es gab Chinapfanne. Danach gabe es für die Mädels noch Filmabend: La Boum - die Fete! Hihi, Mäusekind wollte die Filme bisher nie sehen - "Dein oller Mist!" - und findet das nun ganz toll und wartet ungeduldig auf Teil 2. Den gibt's aber erst am Wochenende, denn heute Abend treffen Schwägis Freund nebst Tochter hier ein, schlafen auch alle beide mit hier (full house... ist ne 2-Raum-Wohnung...) und die kommenden Tage gibt es Programm zu 6.

18.07.2010 um 21:59 Uhr

4. und 5. Urlaubstag

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Gestern hatte sich die Familie unserer Freunde angesagt, da deren Sohn letztes Wochenende seinen 8. Geburtstag hatte, aber nicht feiern konnte, weil alle krank waren. Also kamen sie gestern zum Grillen.

Da wir morgens recht lange gemütlich am Frühstückstisch gesessen hatten, fuhren Franka und ich dann schnell-schnell zum Essen einkaufen und um 15 Uhr kamen die Gäste. Alle sehr nett!

Es gab Uuunmengen gerilltes Fleisch, boah... Und natürlich (leider) alles sooo lecker... ich machte einen Ruccola-Tomaten-Salat und sie meinte vorher so, den würde gewiss keiner mögen, Ruccola mag die Familie nicht und Tomaten auch nicht... Aber: der ging recht schnell weg und wurde gemocht *grins*

Abends wollten wir eigentlich ins Kino, die Mädchen wollten gern Eclipse sehen (wir Mütter auch...), aber laut Internet war alles ausverkauft. Dann, als um 20 Uhr die Gäste weg waren, schautenwir nochmal rein und siehe da - ein 2. Kinosaal war hinzu gekommen. Also sprangen wir schnell-schnell in lange Hosen und ins Auto und ab ins Kino. Hach - schööön :-)

Heute waren wir zum Stilleben - die A40 war für einen Tag auf einer Länge von 60 Kilometern gesperrt und für Radfahrer und Fußgänger frei gegeben. Da war schon mal interessant. Es war auch recht überfüllt. Zumindst wurde zwischendin im Radio durchgesagt, das die Zugänge gesperrt sind und keine Besucher mehr rein gelassen werden.. es war schon voll, vor allem auf der Radfahrerspur - die standen zeitweise echt im Stau (auf er A40 ja nix Neues...). Wir setzten uns zeitweise an so einen Biertisch und picknickten, einen Teil der Verwandten (von gestern) hatten wir auch getroffen, die restliche Zeit liefen wir herum. Danach waren wir auch ziemlich platt, zwar wissen wir nicht mehr, wieviel Kilometer wir am Ende gelaufen sind, ca. 10 - was für mich ja nicht viel ist - aber das langsam und in Flip-Flops und bei der Sonne! Ich seh total lustig aus - knallroter Zinken, ein weißes "T-Shirt" hab ich jetzt immer an, und oben am Ausschnitt sieht man sogar, wo der Riemen der Handtasche war. Dazu die weiße "Sonnenbrille"...

Abends saßen wir noch schön auf der Terrasse und haben gespielt.

Nun sind die Koffer schon wieder weitestgehend gepackt, morgen geht es weiter - Richtung Norden. Bärenjunge ist schon da!

 

Lacher, die wir hatten:

Die Tochter unserer Freunde pumpte Luft aufs Fahrrad, mit so einer Standpumpe mit Luftdruckmessgerät dran. Sie pumpt wie eine Wilde, schaut auf die Anzeige und meint "Wie schnell fahre ich denn?"

 

Fanka und ich im Auto. Wir unterhalten uns überirgendwas, und sie will voller Inbrunst sagen "Rrrrichtiiig!" und sagt im vollen Brustton: "Rrrichtuuung!"!!!

16.07.2010 um 22:06 Uhr

3. Urlaubstag

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Stimmung: abgekühlt

Heute waren wir nur faul :-)

Wir haben ganz viel gespielt (Skippo, Kniffel etc.) und waren nachmittags am KRUPPSee baden. Den Namen find ich echt Klasse :-)

Jetzt regenet es - ich find das unglaublich, hier regnet es jeden Abend... wie in meiner Kindheit im Sommer. Daheim gab es aber, soweit ich weiß, auch schon eine Abkühlung inzwischen.

Meinem Wuppertaler Emailfreund musste ich absagen, wir schaffen es nicht, nach Wuppertal zu fahren - leider, die Mädchen wollten so gern Schwebebahn fahren. Aber 5 Tage sind einfach zu wenig.

15.07.2010 um 23:31 Uhr

2. Urlaubstag

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Stimmung: sonnig

So, dann will ich mal versuchen, mit meinem Reisetagebuch am Ball zu bleiben... "Fortsetzungsromane" sind ja hier sehr beliebt ;-)

Kann aber jetzt auch nur schreiben, weil ich heut Nacht das Mädchenzimmer mit dem Rechner habe... - somit rolle ich den Tag von hinten auf -  die Mädchen übernachten heute auswärts. Ja, ist das nicht toll, mein Mäusekind wurde direkt von der Frankatochter gleich mit auf eine Übernachtungsparty bei deren Schulfreundin eingeplant. OK, diese wohnt nur schräg über die Straße und bei Nichtgefallen hätte das Mäusekind direkt wieder her kommen können. Aber es scheint alles gut zu sein. Schon toll, die Mädels (also - meine und Frankas Tochter) haben sich bisher einmal gesehen - da waren sie 4. Sie verstehen und vertragen sich aber, als würden sie sich jede Woche sehen :-)

Ansonsten velrief der Tag eher unspektakulär. Heut morgen wachte ich um 7 auf - hatte total wirr geträumt, von der Ex-Freundin des Zwergen... ganz großes Kino. Die hat meine Freundinnen ausgehorcht, um zu erfahren, "welche Frau ihr da den Macker wegnimmt"... suuuper... Dem Zwergen hab ich gleich ne SMS geschickt, da kam dann zurück, dass es ihm leid tut und was denn los sei... Oh je, wie das per Simse erklären... Und er hätte doch die Paranoia... auch fein ;-)

Heut morgen jedenfalls haben wir alle schön auf der Terrasse gefrühstückt, dann ging Franka ins Bett (zur Erinnerung: sie hatte Nachtdienst), die Kinder an die Wi*i bzw. machten wir einen kleinen Spaziergang. Mittags fuhren wir dann nach Duisburg, diese tolle Figur von Niki de Saint Phalle bewundern, und shoppen. Mäusekind brauchte dieses und jenes (lebensnotwendige Dinge wie das neue Justin Bieber Album, eine Shorts, etc.) und mir zerbrach im Auto meine Sonnenbrille (ohnehin schon etwas altersschwach), da kaufte ich also eine neue samt Etui, damit sie mal etwas länger lebt... Oh und ich hab mir ein Top gekauft und die Hauptfarbe ist WEISS!!! Tadaaaa... :-)

Dazu noch ein paar witzige Ohrstecker, den Reibach hat das Mäusekind gemacht - neben der Shorts noch 2 T-Shirts und eine neue Röhrenjeans... nun ja, alles runtergesetzt, da muss man halt mal zugreifen.

Gegessen haben wir beim Schnitzel-Huber, sehr zu empfehlen.

Dann wurde mein Fuß dick und tat weh und wir fuhren nach Hause, Beine hochlegen, Eisbeutel drauf... :-(

Abends haben wir also die Mädels zu Nachbars gebracht, dann auf der Terrasse Abendbrot gegessen (Ich vermisse meine Terrasse!!! *seufz*), dann hab ich Franka ein paar Fotos gezeigt, vor allem vom Bärenjungen. Danach hat sie mit mir so ein lustiges dreieckiges Domino gespielt.

Morgen sind die Mädels ca. bis 11:00 weg, danach wollen wir nur zu einem Badesee. Erholung für meine Füße!

15.07.2010 um 10:22 Uhr

1. Urlaubstag

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Stimmung: guuut

Kurz nach 8 stolpern wir mit unserem schweren Gepäck aus dem Haus. Mäusekind mit großem Koffer, Rucksack und Einrad. Ich mit Kraxe, kleinem Koffer, großer "Fresstasche" und Handtasche...

Mein "kleiner" Koffer ist schwerer als der große vom Mäusekind - Kunststück, ich habe ja 3 Flaschen Himbeerwein vom Metmacher drin. Gastgeschenke :-)

Eigentlich wollten wir am Bahnhof noch nach Badeschlappen und Sonnenbrille  für Mäusekindschauen. Sind aber froh, als wir unser Gepäck auf den Bahnsteig gewuchtet haben. 15 min. warten auf den Zug. Kein ICE heute!

Aber gut belüftet scheint so ein IC auch nicht zu sein. Haben zum Glück Endplätze, so dass wir unser Gepäck direkt hinter uns abstellen können. Nur Einrad kommt in die Gepäckablage.

Dann zerkringeln wir uns über die Durchsage des Bahnmitarbeiters - seinen Nuschelkurs hat er definitiv mit Auszeichnung absolviert!

Ein Mitreisender nervt, da er dauernd telefoniert. Mäusekind nörgelt über ihn "Der Türke da vorn nervt!" - "Ähm, Mäusekind... er spricht Russisch."

Später haben wir ein anstrengendes Vater-Sohn-Gespann vor uns... Aus Solingen. Vater telefoniert ca. alle 30 min. mit seiner Frau: "Hallo Schatz, wir sind grad da und da. Ja, dem Jungen (ca. 12) geht es gut. Ja, mein Herz, ich hab dich auch lieb." Und das aller halbe Stunde... Waaah.... Zum Glück stellt sich irgendwann raus, dass sie im falschen Wagen sind und jemand anders ihre Sitzplätze beansprucht... Dann ist Ruhe :-)

2 mal müssen wir an diesem Tag umsteigen. Der zweite Zug fährt glich mal mit 15 min. Verspätung in Leipzig los. Fährt diese Verspätung zwar bis Dortmund raus, wo wir erneut umsteigen müssen, aber dort kommt der Anschlusszug wieder mit 15 min. Verspätung - und ist rappelvoll. Ausgerechnet hierfür haben wir keine Platzreservierungen und stehen mit unserem großen Gepäck 30 min. vor einer Klotür. Statt das das Bahnpersonal, dass gefühlte 100 mal an uns vorbei hetzt, auf die Idee kommt, uns in die erste Klasse zu verfrachten - nein, das geht natürlich nicht... Also stehen wir, fröhlich vor uns hin triefend, weiterhin gerne im Weg...

Meine Freundin und ihre Tochter stehen am Bahnsteig.  Mäusekind entdeckt die beiden schon vom Zug aus, dabei kennt sie sie mehr oder weniger nur von Fotos. Wir haben uns zueletzt gesehen, da war Franka mit ihrem Sohn schwanger - der wurde letzte Woche 8.

Obwohl der Wetterbericht anderes prophezeit hatte, ist es hier genauso heiß wie zu Hause. Unser Gepäck passt zum Glück ins Auto. Nach ersten Anlaufschwierigkeiten, verstehen sich die Mädels gut - sind ja Brieffreundinnen, so haben Franka und ich damals auch angefangen! 1986...

Daheim wird erst mal geschwatzt, Joshi und Knut (Zwerghasen) bewundert, ein Unwetter zog auf - scheint hier grad an der Tagesordnung zu sein - danach ist es angenehm kühl. Nach dem Abendessen muss Franka leider zum Nachtdienst, die Mädels wollen noch New Moon sehen, die Jungs schauen unten (T)Raumschiff Surprise.

Als der Film zu Ende ist, mache ich es mir auf der Couch gemütlich, schließe die Augen - und sehe vor mir die Augen vom Zwerg. Au weia, jetzt ist mir das also auch passiert... dazu träume ich dann auch noch von seiner Ex-Freundin. Na toll...