Rabenmutter

03.09.2013 um 12:16 Uhr

Uuuuuurlaub

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Nach dem ganzen Trubel, den der Bärenjunge da noch veranstaltet hatte, hatten wir alle den Urlaub umso nötiger.

Ursprünglich hatte ich ja gern an die Ostsee gewollt, aber Ben ist ein Nordsee-Fan, die Kinder wolten auch irgendwie alle lieber an die Nordsee, so wurde ich übestimmt - und preiswerter sind die Quartiere auch.

Es war auch nicht so einfach, einen Zeitpunkt zu finden, der allen passte, aber wir haben das hin bekommen. Sind dann freitags bei uns gestartet, erst mal zu Ben. Er konnte abends Mona abholen und am nächsten Morgen quetschten wir uns alle inmitten der Gepäckberge ins Auto und los ging es Richtung Norden!

Während der Fahrt wechselten er und ich uns am Steuer ab, ich erwischte natürlich den Teil mit dem Stau - was taten mir von Stop'n'Go die Füße weh!

Nach 6 Stunden landeten wir dann endlich im Butjadinger Land. Der Ort war mehr nur eine Feriensiedlung, die Häuser direkt hinterm Deich. Zum Meer aber dann noch ein Stück Weg - und die Enttäsuchung: kein Strand, und Schlick-Watt... Trotzdem schön!

Nachdem das Häuschen bezogen war und wir uns mit Lebensmitteln eingedeckt hatten, spazierten wir dann übern Deich und am Ufer entlang. Ben und Mona waren mutig, gingen ins Watt - und versanken bis an die Knie! 

Abends grillten wir auf der Terrasse... ach ja, Urlaub ist toll! Anschließend wurde ausgiebig gespielt. 

So ging das dann die Tage fort: Morgens ausgiebig und in Ruhe zusammen Frühstücken, tagsüber Unternehmungen, unterwegs was essen, einkaufen, abends wurde dann wieder im Haus zusammen gegessen, entweder vom Grill oder gekocht oder Fischbrötchen eingekauft, und dann wurde jeden Abend gespielt. So ein richtig schönes Familienleben...

Die ersten Tage war das Wetter eher regnerisch, so waren wir zum Bowling. Am nächsten Tag dann trafen wir uns mit Freunden - einer langjährigen Brieffreundin von mir, die zufällig zur selben Zeit mit ihrer Familie an der Nordseeküste Urlaub machte. Da waren wir in einem Meerwasser-Schwimmbad. Mit einer super schnellen Rutsche. Yeah!

Ansonsten waren wir in einem Kletterpark (Ich bin nicht mitgeklettert! Aber der Rest hatte viel Spaß!), machten eine Nachtwanderung bei Hochwasser am Meer, waren andernorts am Strand bzw. in der Nordseelagune baden, latschten im Watt herum machten auch eine "richtige" Wattwanderung mit, wo wir sogar Seehunde sahen, fuhren mit einem Tretmobil, Ben und Mona waren außerdem merhmals Inlinern.

Alles in allem, war die Zeit wunderschön, und viel zu schnell vorbei. Alle haben sich gut vertragen. Allen hat es sehr gut gefallen. Sogar der Bärenjunge denkt darüber nach, nächstes Jahr wieder mit uns Urlaub machen zu wollen... (was mit 18 ja eigentlich total uncool ist!). Das nächste Mal wollen wir dann aber eine Veränderung: wir wollen richtigen Strand!

28.08.2013 um 16:41 Uhr

In Hildes Heim

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Quasi 3 Wochen Urlaub liegen hinter uns, 3 Wochen Ben und ich an einem Stück zusammen... es war schön, es war traumhaft, es war aber auch anstrengend...

Anfangen will ich mit einem Bericht über unseren Urlaubsauftakt, das Festivalwochenende beim M*era L*una. Zwar war ich mit Ben schon letzten Herbst beim N*C*N und dieses Jahr beim W*G*T, aber diesmal, das war doch irgendwie besonders und wie eine Prämiere.

Es war das erste Mal, dass wir beide gemeinsam die Vorbereitungen trafen, das Auto packten und gemeinsam aufbrachen. Er war das Wochenende zuvor bei mir gewesen und hatte schon alles von mir mitgenommen, was ich nicht mit dem Bus schleppen wollte. Dann hat er das Zelt geholt, was wir gegen 2 Flaschen Wein von Freunden von ihm "abgekauft" haben.

Donnerstagmorgen bin ich dann mit meinem großen Rucksack mit dem Bus zu ihm gefahren. Er kam später von der Arbeit, abends waren wir noch schön essen. Vormittags haben wir am Freitag das Auto gepackt und sind gegen Mittag aufgebrochen, von ihm aus sind es nur ca. 2 Stunden Fahrt und ich hatte im Internet gelesen, dass der Zeltplatz erst um 16 Uhr geöffnet wird. Dort stand auch, dass alle, die früher anreisen, auf den am weitesten entfernten Parkplatz geleitet werden. Da wollte ich nicht hin, das ganze Zeug so weit schleppen müssen... nö!

Wir waren beide total aufgeregt, kamen gut durch und es kamen auch bald die ersten SMSen, dass die Freunde für uns einen Platz mit freihalten würden. Ein Pärchen wollte noch mit uns zelten, die anderen würden nur ein "Verpflegungszelt" aufstellen und im Auto schlafen. 

Wir kamen auch ganz gut voran und fanden uns gut hin, auch ohne Navi, doch dann drehten wir noch eine Ehrenrunde... und wer war Schuld? Ich natürlich!

Beim Festivalgelände wurden wir eingewiesen und Ben folgte brav dem Winken der jungen Frau, ich aber wusste, dass die erste Einfahrt zu dem am weitesten entfernten Parkplatz führt - da wollten wir ja nicht hin! Das sagte ich ihm auch, er wendete und fuhr wieder auf die Zufahrtsstraße... aber: nur noch ein Hinweis zum Crew-Parkplatz, wo wir durchgewunken wurden, dann nichts mehr... immer weiter fuhren wir aus dem Ort wieder raus und Ben beschloss, wieder auf die Autobahn zu fahren und es nochmal zu versuchen. 

Beim 2. Anlauf gleiches Spiel: nur diese eine Einweiserin ganz am Anfang, dann die zum Crew-Parkplatz, die uns weiter winken wollte. Diesmal aber fragten wir sie nach dem anderen Parkplatz. Und fanden ihn auch - die zugehörigen Einwieser saßen am Wegesrand und rauchten... *grummel*

Wie wir dann da so fuhren, erklärte ich ihm, wo unsere Zelte stehen würden und da sah ich auch schon unsere Leute von weitem. Konnte ihn überreden, zurück und an den Zaun zu fahren und so konnten wir unser gesamtes Gepäck über selbigen reichen - und jeweils mit nur einer Handtasche gemütlich zum Festival "anreisen"... :-D

Dadurch, dass wir ohne Gepäck durch gingen, ging auch alles ganz fix, wir bekamen unsere Bändel schneller und konnten uns schnell an den Zeltaufbau machen. Fürs erste Mal klappte der auch gut. Nachteil am Zelt: das hat Fenster in den Schlafkabinen - wer konstruiert denn sowas??? Fürs nächste Mal also brauchen wir "Gardinen"...

Dann gab's das erste Bierchen und gemütliches Beisammen sitzen mit den anderen, im Abendprogramm standen Buchlesungen dreier Autoren,  die wir uns natürlich nicht entgehen ließen und die auch recht interessant waren.

Morgens war ich erstaunlich früh wach und so schafften wir es tatsächlich mal, "Einlass" live zu erleben ;-))) Im Ernst: die erste Band sahen wir um 11:20 Uhr, Réverie, im Hangar. Danach Lord of the Lost auf der Hauptbühne, die spielten gegen 12 und hatten ein Wahnsinnspublikum und Bombenstimmung - also, für diese Uhrzeit! War echt irre! Anschließend spielten Ost+Front, mal wieder ein (schlechter) Rammstein-Abklatsch... der uns beiden nicht gefiel.

Dafür waren Mesh sehr gut, gefolgt von Cultus Ferrox (na ja) und Saltatio Mortis (Stimmuuuung!!!), danach Crüxshadows - so süß, der Kleene - und Mono Inc., diese wieder super.

Unser Tagesabschluss bildete dann das Konzert von ASP, da war die Stimmung so überwältigend ... dass wir uns den Headliner - HIM - dann einfach mal schenkten. Im Zelt bekamen wir dann mit, dass er einfach die ganzen "alten Hits" runter spielte, ich glaube, wir haben nix verpasst...

Am Samstag war der erste Programmpunkt für uns die Lesung von Kai Meyer mit Unterstützung von ASP und diese war auch sehr schön, wenn auch blöd, dass man dazu stehen musste und die Musik der Hauptbühne störend herein drang. War aber wohl technisch nicht anders zu lösen.

Anschließend sahen wir auf der Hauptbühne Coppelius, dann In The Nursery, die mich etwas enttäuschten (Gesang passte nicht zur Musik), danach Tanzwut. Als nächstes stehen Clan Of Xymox auf meinem Zettel, ich kann mich aber überhaupt nicht erinnern und denke, dass wir die nicht gesehen haben, weil in den Hangar kein Reinkommen war. Staubkind sahen wir von Ferne, anschließend Apoptygma Berzerk, wo ich sehr befremdlich fand, dass der Sänger zeitweise alleine auf der Bühne stand. Also es ist ja jedem klar, dass ein Großteil der Musik heutzutage von Konserve kommt, aber muss man das so deutlich rüber bringen??? War jedenfalls irgendwie seltsam.

Anschließend sahen wir im Hangar Kirlian Camera, wo ich irgendwie das Gefühl hatte, die Lieder klingen alle gleich oder aber die spielen abwechselnd 2 in Endlosschleife... Dafür aber kam dann der Abräumer: Zeromancer! Diese spielten eigentlich nur als Vertretung für IAMX, aber so Klasse... wir hatten uns extra für die Fahrt noch das neue Album mitgenommen, davon spielten sie auch ein paar Titel, und auch so... Superstimmung, total süß die Jungs, und totel gerührt, dass sie so toll ankamen als "Lückenbüßer"... Das Konzert war so toll, dass wir danach beschlossen, den Rest saußen zu lassen und mit diesem überwältigenden Erlebnis das M*era L*una ausklingen zu lassen... 

Wir saßen noch ein wenig vorm Zelt, hörten von Ferne Nightwish, dann fing es an zu tröpfeln... und regnete auch die ganze Nacht.

Zum Glück bekamen wir aber am Morgen das Zelt noch trocken, dennoch vor 10 alles abgebaut und da war's dann auch schon wieder Geschichte. Fest steht: Ben findet dieses Festival genauso toll wie ich und da MÜSSEN wir nächstes Jahr wieder hin...

 

01.07.2013 um 15:47 Uhr

Eins, zwei drei ... vorbei (Erster Teil)

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Liegt es am Alter, dass die Zeit immer schneller rast? Nun ja, entsprechend gibt es auch einen Zeitraffer der vergangenen drei, denn sie sind nun wieder vorbei.

Gemeint sind die 3 großen Frühsommer-Feste im Leben der Rabenmutter mit den jeweils 3 Buchtaben, die da wären W*G*T, B*R*N und E*H*F.

Das W*G*T plante ich also diesmal nicht für mich alleine, sondern mit Ben zusammen. Wobei er da ziemlich unkompliziert mir die Zügel in die Hand gab, es war keine Band dabei, die er jetzt explizit sehen wollte, und so hatte ich ein paar notiert, die mich interessierten oder die empfohlen worden sind.

Allerdings musste ich im vorfeld arg diskutieren, dass ich bitte in Leipzig nicht zelten möchte. Auf einem kurzen Festival über 3 Tage hab ich kein Problem damit, dass ich mal keine guten Sanitäranlagen habe und da muss man auch nicht unbedingt duschen, das geht dann auch mal mit jeder Menge feuchter Einmalwaschlappen etc. im Zelt. Aber nicht über  6 Tage!!!

Zum Glück konnte ich mich durchsetzen, wobei mir zu Hilfe kam, dass seine engsten Freunde im Zeltkreis alle nicht anreisen würden, und so fand Ben ein Quartier für uns im Haus einer Arbeitskollegin. Wir wohnten da sehr schön und auch die meiste Zeit für uns alleine, da die Kollegin samt Familie für ein paar Tage verreiste. Der Anfahrtsweg zu den einzelnen Veranstaltungen war zwar damit ungewohnt weit, aber in meinen bisherigen Quartieren wären wir zu zweit nicht untergekommen.

Allerdings wurde ich dann am Donnerstag überstimmt, was das nächste W*G*T und das Zelten angeht... und das kam so: der Metmacher und Frau Hund sind dort immer auf dem Zeltplatz. Nun hatte der Metmacher aber eine berufliche Weiterbildung, die ausgerechnet in der Woche vor Pfingsten stattfinden musste! Somit konnte er nicht donnerstags anreisen. Nun sind allerdings dort zelten wollen und erst freitags anreisen irgendwie inkompatibel. Also entstand die Idee, dass ich mit Frau Hund im Auto am Donnerstagmorgen gen Leipzig fahren könnte, im Gegenzug wir ihr dabei helfen würden, den Zeltplatz zu belegen und das Zelt aufzustellen. Gesagt, getan. Um 9:30 Uhr fuhren wir los, Ben wollte uns vor der AG*RA treffen.

Auf der Autobahn ein Riesenstau, kaum dass wir drauf waren... also über die Dörfer gondeln... es gondelten viele, wir waren eeewig unterwegs und somit hatten wir dann vorm Zeltgelände samt Parkplatz eine Reisenschlange! Hmpf!

Nun ja, Ben wurde das Auto anvertraut und wir Mädels machten uns mit der Sackkarre auf den Weg zum Zeltplatz. Sicherten den gewünschten Platz, dann ging sie wieder los, um Ben auf den Parkplatz zu geleiten und mit ihm das restliche Gepäck zu holen. Bei strahlendem Sonnenschein bauten wir dann gemeinsam das Zelt auf, was wir mit einem guten Schluck Met begossen.

Na ja, und beim Zeltaufbau ging es dann los... "Schau mal, wir haben genau so ein Zelt!" kam von Ben. Und dann lauter so Spitzen, wie "wir könnten uns jetzt auch entspannt vors Zelt setzen, anstatt mit dem Auto nochmal los zu müssen... Bändel müssten wir auch nicht außerhalb holen... und könnten ja auch mit dem Metmacher und Frau Hund zelten, statt mit meinen Leuten..." und und und... Also lautet der Beschluss, dass Rabi dort nächstes Jahr zelten muss!

Als also soweit alles stand und der Met auch wieder verdaut war, zogen wir mit Sonnenbrand von Dannen. Erschwerend kam hinzu, dass unsere Quartier"mutter" krank war und wir, um sie nicht zu sehr zu belasten, erst freitags würden anreisen könen. Also fuhren wir zu Ben nach Hause, unterwegs mit Abstecher zu einem Baumarkt, um einen schwarzen Sonnenschirm zu ergattern, den wir bei ihm dann sofort installierten und nutzten und den Tag gemütlich bei einem Drink auf dem Balkon ausklingen ließen.

Am Freitag dann zogen wir uns schon bei ihm entsprechend an, wollten dann direkt zum Hauptbahnhof, Bändel holen, dann ins Quartier und direkt weiter zum Victoria*nischen Picknick. Die Bändelschlange war furchtbar lang und ehe es los ging... aber nun ja, dann ging es schnell. Dann zum Quartier, Gepäck reintragen, Schlafcouch einrichten (Ben hatte extra eine Doppellumatra mit, die wir gar nicht brauchten), kurz mit der Quartier"mutter" schwatzen, Picknickkorb packen und auf ging es. Wir wohnten ganz in der Nähe des Parks, in dem das Picknick alljährlich stattfindet, so konnten wir hin laufen. Mussten im Park dann nur den Massen folgen. Dort trafen wir dann Miri und Maria, genossen die Sonne, den Wein und den Trubel um uns herum. Alles ganz entspannt.

Nach dem Picknick ging es erst mal wieder ins Quartier, umziehen, Korb wegbringen - dann brachen wir auf zur M*B und sahen uns dann dort 3 Bands  an. Die eine davon war eine Empfehlung von der Lady und der Tipp war wirklich gut, hat uns super gefallen und es wurde auch gleich ein Tonträger erworben!

Dort trafen wir auch den Kaiser, der tolle Neuigkeiten hatte: seine Freundin war hochschwanger! Er lief uns dann mit seinen Kumpels auch immer wieder über den Weg.

Von der M*B ging es weiter zur AG*RA, wo ich gern das Mitternachttsspecial von And*One sehen wollte, was aber leider enttäuschend war. Außer "Personal Jesus" kannte ich kein Lied, und das ist bekanntlich auch nicht von denen...

Anschließend machten wir noch eine ausgiebige Rundfahrt mit dem Nachtbus. Also, der fuhr zwar "unsere" Haltestelle an - aber erst auf der Rückfahrt... So waren wir erst irgendwann gegen Morgen zu Hause.

Am Samstag war vormittags erst mal Brunch bei Maria & Co. angesagt, was (wie immer) sehr gemütlich war und es viel zu schwatzen und zu lachen gab. Danach fuhren wir erst mal wieder zurück und legten uns nochmal zu einem Mittagsschläfchen hin, da ich blöderweise ausgerechnet (natürlich!) zum Festivalwochenende auch noch meine Regel bekommen musste und dann hab ich immer Kopf- und Bauchweh und bin auch total schlapp. Doof!

Na ja, jedenfalls ging es dann nachmittags ausgeruht weiter zum Heidnischen*Dorf und von das aus wieder zur AG*RA, wo wir uns mit dem Metmacher und Frau Hund auf einen Met trafen und nebenher einige Bands guckten. Diesmal heimzu dann eine andere Haltestelle wählten, zwar etwas weiter laufen mussten - aber mindestens 1 Stunde früher zu Hause waren!!!

16.01.2013 um 19:57 Uhr

Rabi im Tiwi

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Menno, liebe Fangemeinde, ich hab doch eins ganz verschwitzt! Nämlich meine Fernsehdaten zu posten...

Könnter mir verzeihen???

Im Gesichtsbuch hatte ich es aber erwähnt und so hat hoffentlich manch einer den ersten Teil schon gesehen. Der kam letzten Donnerstag um 19:50 Uhr im M D R.

Der 2. Teil kommt morgen, also wieder donnerstags, auch um 19:50 Uhr im M D R  und dann die nächsten beiden Donnerstage Teil 3 und 4.

Es heißt "Gitter*blick".  Wer fix ist, erwischt Teil 1 ggf. heute noch in der Mediathek...

27.08.2012 um 14:33 Uhr

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Wir waren also ein paar Tage im hohen Norden - nun ja, leider nicht hoch genug, um das Meer zu sehen - und haben Schwägi samt ihrer Familie besucht. Eine Woche Sommerurlaub, unser einziger dieses Jahr.

Zum Glück hatte das Mäusekind die Gelgenheit zu einer "richtigen" Reise - mit ihrer besten Freundin und deren Familie tourte sie 3 Wochen durch Frankreich. Es hat zwar ein paar Diskrepanzen mit den Eltern gegeben, ansonsten hat sie aber wunderbare Eindrücke gesammelt und hatte eine schöne Zeit. 

Der Bärenjunge war auch noch ein paar Tege mit Freunden unterwegs - nur diese eine gemeinsame Woche wäre auch sicher ein bißchen wenig gewesen. Ich jedenfalls könnte gut einen "richtigen" Urlaub gebrauchen. Immerhin habe ich eine Woche Abstinenz vom Computer gehalten, was gut getan hat.

Die Woche war auch schön, allerdings auch anstrengend. Der Bärenjunge fuhr mit einer gewaltigen "Rüsselseuche" los. Er wollte eigentlich daheim bleiben, um den Lieblingsneffen (bzw. von ihm aus betrachtet Lieblingscousin) nicht anzustecken. Was aber doof gewesen wäre, ihn daheim zu lassen. Man freute sich ja auf uns alle 3. Allerdings steckte er dann natürlich doch den Kleinen an und zuletzt dann noch Mäusekind, die jetzt immer noch herum kränkelt. Blöd :-/

Dann hängt der Haussegen bei Schwägis immer noch schief. Auch blöd! Seit der Geburt des Kleinen kommen die beiden kaum mehr auf einen gemeinsamen Nenner. Sie ist traumatisiert von der Frühgeburt (genau 1 Monat zu früh) und den Begleitumständen, also dass er beinahe dann noch gestorben wäre, weil er ein Lungenetzündung hatte, etc. Klar, sowas nimmt eine frischgebackenen Mutter total mit. Ob es nun damit zusammen hängt (ihre Sicht) oder ob sie generell eine "Glucke" wäre, kann man nun nicht sagen - jedenfalls ist sie sehr um ihren kleinen Sohn besorgt und mag ihn am Liebsten keinen Moment aus den Augen lassen. So vertraut sie z. B. auch dem
Vater nicht, weil er den Kleinen eben ein wenig anders anfasst als sie - ist nun mal so, wird immer so sein. Meine Kinder durften hingegen auch den Kleinen windeln, tun und machen - damit hatte sie wiederum kein Problem...

Er hat nun wieder damit ein Problem, dass sie in seinen Augen ständig Angst hat, dass der Kleine stirbt. Diese Angst würde er ihr gerne nehmen, weiß aber nicht, wie...

Traurig halt, dass sie darüber sehr häufig in Streit geraten :-(

Und somit unser Besuch immer noch nicht wirklich passend war, weil er zu neuen Auseinandersetzungen der beiden führte. Ach Menno...

Ansosnten war es aber eine sehr schöne Zeit. Wir lernten ein neues Spiel kennen, welches wir uns auch gleich gekauft haben. Waren mehrmals im Sachsenwald - sehr passend und lustig, dass der dort vor der Haustür ist! Die beiden heißesten Tage wurden am Badesee verbracht - für mich leider nur einer, weil ich mir direkt eine Blasenentzündung eingefangen hatte und daher den 2. Tag lieber daheim blieb.

Wir fuhren mehrmals nach Hamburg. Einmal ins Miniaturwunderland, welches mir super gefallen hat. Da wollte ich ja vor 2 Jahren schon hin und keiner wollte mit. Diesmal schon, allerdings - wir hatten nur einen Nachmittag. Um wirklich alles zu entdecken, sollte man schon einen ganzen Tag dort einplanen! 

Shoppen waren wir auch, eher unfreiwillig - aber meine (einzigen!) Sommerschuhe fielen plötzlich auseinander. Zum Glück fand ich auch gleich Sandalen in der passenden Farbe und Größe und auch noch im Preis reduziert - besser kann es gar nicht klappen! 

An der Alster haben wir auch ein Weilchen gesessen...

Mit dem Liebsten wurde in der Zeit per Brief kommuniziert und auch wenn er immer das Gegenteil behauptet, er kann wunderbare Briefe schreiben!

Inzwischen hat uns beinahe der Alltag wieder - noch sind Ferien, aber ab Montag gehen die Kinder dann wieder zur Schule, bzw. der Große zur Ausbildung... Ich fürchte, dass es unser letzter Familienurlaub in der Form gewesen ist. Natürlich freue ich mich auf zukünftige Urlaube mit Ben - aber der Bärenjunge wird sich wohl ausklinken. Immerhin wird er 18...

13.07.2012 um 10:13 Uhr

Beim alten Al Jourgensen

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Beim WGT sah ich überall in LE Plakate hängen, Werbung für ein Konzert von Ministry. Ich erinnere mich noch, dass ich Ben fragte, ob wir da zusammen hin gehen - doch dann war es irgendwie hinten runter gefallen, den Termin hatte ich mir auch nicht gemerkt.

Dann postete Raven am Montag die Frage, wer denn mit zum Konzert käme. Am Dienstag, nach Leipzig... Ich sagte erst mal ab. Danach checkte ich das Konto, und siehe da, Geld war da...

Also schrieb ich Raven am Dientsgmorgen, dass ich mitfahren würde. Er hielt sich erst mal bedeckt, der Fahrer würde noch zögern.

Um 17:45 Uhr bekam ich dann eine SMS von ihm, dass ich um 18:30 Uhr da sein solle. OMG!!! Also ganz schnell umgezogen und losgerannt, zur Bank musste ich nämlich noch, da ist aber eine gleich bei Raven um die Ecke. Natürlich fuhr mir die erste Bahn weg und die nächste kam verspätet...

Ich in meinen Boots im Schnellschritt, die Füße taten dann schon weh, als ich mich auf den Weg zu ihm machte. Traf dann unterwegs seine Mutti, die mich gleich umarmte und uns viel Spaß wünschte!

Er hatte sich Muttis Auto ausgeliehen...!

Als ich klingelte, sollte ich doch erst noch hoch kommen. Mann, wir wollten um 18:30 los!!! 

Oben die Überraschung: die Frau, mit der ich ihn vor einer Weile mal beobachtete, ist tatsächlich seine Freundin!  Damals hatte sie noch dunkle Haare... Raven mag aber blonde Mädels - japp, richtig geraten, sie hat inzwischen blonde Haare! 

Ich dachte ja erst, sie fährt mit - aber nein, sie musste zur Arbeit. Wie in alten Zeiten, sind also Rabi und Raven zusammen los gezogen! Kurz nach 19 Uhr gestartet, waren wir kurz nach 20 Uhr am Wer II in LE. Ergatterten von Bekannten von ihm Tickets für nur 20 Euronen... Trafen uns drinnen mit alten Freunden vom Englischclub, die vor einer Weile nach Leipzig gezogen sind. 

Und das Konzert war richtig toll! Anfangs stand ich mit unseren Freunden hinten, Raven war mitten im Moshpit. Dann kam er mich holen - genau im richtigen Moment. Denn dann kamen die alten Kracher von meinem ersten Ministry-Album. Ach, hat das Spaß gemacht!!!

Das Rauschen im Kopf war auch "schon" nach 24 Stunden verschwunden und den Nacken kann ich langsam aber sicher auch wieder bewegen...

Und ich fand es total schön, dass ich ihm jetzt völlig entspannt begegnen kann. Ohne Bedauern, dass aus uns nix geworden ist. Er kann das noch nicht so, er ist immer noch leicht verunsichert, und grad als ich in die Wohnung kam und seine Freundin war da... oder als sie ihm einen Abschiedskuss (ach was, ein Küsschen, nur mit spitzen Lippen!) gab, da hab ich gemerkt, dass er total verunsichert war. Das wird aber auch noch verschwinden, hoffe ich.

Dank Ben ist plötzlich so vieles so einfach für mich...

21.06.2012 um 16:35 Uhr

WGT 2012 - Montag

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Unsere Gasteltern und Mitbewohner waren heute zu einem auswärtigen Frühstück eingeladen, so frühstückten Lady und ich allein, dann füllte sich die Bude. Die anderen wurden abgeholt und wir wurden von Ben abgeholt.

Wir fuhren dann in die Innenstadt, da wir uns eine Ausstellung im Stasi-Museum ansehen wollten. Trafen auf dem Weg  dahin Geru und vorm Museum Steffi.

Die Ausstellung war zwar sehr interessant und auch amüsant - zum Beispiel haben wir gelernt, dass die richtig harten Gruftis der Musik von Kool & The Gang lauschten! - aber auch anstrengend, man musste sooo viele Treppen steigen und sooo viel lesen. Danach taten mir nur noch die Füße weh!

Dann trennten sich unsere Wege - Lady und Steffi fuhren zu ihrem WGT-Abschluss, Ben und ich wollten ins "Dark Karperletheater" von Lola Angst. Wurde leider "aus technischen Gründen" abgesagt, wie schade. Aber gut für meine Füße - so blieb noch Zeit, um ins Quartier zu fahren und Schuhe zu wechseln. Und wieder ging es dann Richtung Agra.

Da sahen wir uns zuerst Blitzmaschine an, na ja nicht schelcht aber auch nix besonderes. Danach wurde die Zeit erst mal zu einer Shoppingrunde genutzt - ich wollte Tunnelschmuck und einen Fächer. Letztere waren nur Billigzeug, aber 3 hübsche Schmuckstücke für mein Ohr hab ich bekommen. In 4 mm, das genügt erst mal. Dann hab ich spontan eine neue Handtasche gekauft, Shirts für meine Kinder und 2 CDs. Ben kaufte sich eine Tasse.

Als nächste Band sahen wir Accessory und die waren nicht übel! Danach spielte ein Nebenprojet von McCarthy von Nizzer Ebb. Es war traurig, wie sich fluchtartig der Saal leerte... Lediglich zum letzen Titel kam wieder etwas Stimmung auf - das war aber auch ein Song von Nizzer Ebb!

Als letzte Band spielten Agonoize und das war ein richtiger Abschluss-Höhepunkt! Eine tolle Bühnenshow - von der ich meist wenig mitbekomme, weil ich die ganz Zeit nur am wildrumhüpfen bin - ja und ich eben nur in Bewegung. Geil geil geil!!! Die spielten auch seeehr lange... hätten aber gern noch länger spielen können...

Denn danach hieß es für Ben und mich Abschied nehmen. Keiner wusste, wie es weiter gehen würde. Und doch war da der Wunsch, noch länger zusammen sein zu wollen, und so kam er nach kurzem hin  und her abwägen mit zu mir - da Lady schon abgereist war, hatte ich eine ganze Etage und eine ganze Doppelcouch für mich alleine...

Eigentlich wollte ich mich nur in seine Arme kuscheln und so ganz nah dran einschlafen. Es passierte viel mehr, aber es fühlte sich so... natürlich an, so, als wäre es nie anders gewesen, und so unendlich inniger als ich es jemals zuvor erlebt hatte. Selbst wenn ich mich hätte wehren wollen - ich hätte es nicht gekonnt. Hoffnunglos verfallen...

20.06.2012 um 19:51 Uhr

WGT 2012 - Sonntag

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Am Sontag gab es wieder ein ausgiebiges Frühstück, dann fuhren die Lady und ich zum Grassi-Museum. Dort sollte eine Führung zum Thema Mode sein, zu der wir uns mit Steffi treffen wollten. Sie konnte dann jedoch nicht kommen, und wir beschlossen, uns das Museum einfach ohne Führung anzuschauen - mussten dann aber leider feststellen, dass das mit der Mode ein Vortrag gewesen war, im Museum war außer einer Orientalischen Schmuckausstellung nicht viel zu sehn, was in Richtung Mode ging. Dafür viel Moderne sowie Alltagskunst, ich mag sowas ja total. Leider konnte Lady nicht viel damit anfangen, so trennten sich unsere Wege.

Am Besten fand ich dann eine Interaktive 3D-Installation am Ende der Ausstellung. Man kam in einen Raum, in dem Musik lief und dazu Bilder bzw. Muster an den Wänden erschienen und sich bewegten. Ein paar Leute liefen im Raum umher, ich auch ein wenig, dann stellte ich mich in die Mitte und wollte einfach nur gucken und staunen. Doch da passierte es - die anderen Leute verließen nach und nach den Raum, plötzlich verschwanden die Bilder, die Musik ging aus und das Licht an. Da klärte mich die Angestellte des Museums auf: Man muss sich an den Wänden entlang bewegen, damit kommen die Muster und Töne wieder. Je nachdem, wie man sich bewegt, großflächiger oder nur in einzelnen Punkten. Schneller oder lansgamer. Ich lief also mit den Armen wedelnd fleißig an den Wänden entlang, drehend, tanzend... es machte total viel Spaß! Da hätte ich stundenlang bleiben können!

Nach dem Museumsbesuch machten wir uns auf den Weg zum Anker, wo wir die Band Sixth June sehen und hören wollten. Außerdem wollte ich mich dort mit Ben treffen, ich hatte ihm die CD zu Weihnachten geschenkt und somit war es für uns ein Muss, diese Band anzusehen.

Der Club war total anstrengend, erst ging es ewig nicht rein, dann bekam man es nicht auf die Reihe, wenigstens in der angrenzenden Gasstube mal die Bar zu öffnen oder sich die Leute wenigstens hinsetzen zu lassen...

Aber für die Band hatte es sich absolut gelohnt, da raus gefahren zu sein!!!

Lady traf dort Geru und so trennten sich nach dem Konzert unsere Wege. Ben und ich fuhren zurück zur Agra, wo wir uns House Of Usher (düsterschön wie immer), Mono Inc. (hab ich leider größtenteils verpasst, weil einen Freund  getroffen und mit ihm zum schwatzen raus gegangen), danach Diary Of Dreams (Ausgerechnet bei einem meiner Lieblingslieder musste ich raus zum pinkeln!!! Waaah, mit anstehen und allem...  Ansonsten natürlich ein totaaaal schönes Konzert, auch wenn es sehr schwer fiel, Ben nicht bei jedem Lied um den Hals zu fallen oder abzuknutschen... immerhin sangen wir den "Traumtänzer" gemeinsam mit...) und danach Peter Heppner als Mitternachts-Special(von wegen, der kann nicht live singen... das kann er seeeehr schön!!! Herrliche Stimme, tolles Konzert!).

Ziwschendrin viele Freunde und Bekannte getroffen und viel und amüsant geschwatzt. Einfach nur schön!

Nach dem Konzert trieb es uns dann beide zur Toilette, wir gingen in die Galerie in der Agra - dort tobte überraschender Weise gerade eine 80er-Jahre-Party um die Tische. Wir schlossen uns einfach an und haben herrlich und sehr ausgelassen getanzt - passend zu unserer Stimmung...

Die Lady kam mich dann abholen, Ben ging zu seinem Zeltplatz und wir Mädels machten uns auf den "Heim"weg.

19.06.2012 um 09:43 Uhr

WGT 2012 - Samstag

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Der Samstag begann mit einem gemütlichen und ausgiebigen Frühstück aller vorübergehenden und natürlich der dauerhaften Bewohner des WGT-Quartiers. Wir waren 6 Leutchen, jeder hatte was fürs Frühstück mitgebracht, einer ging zum Bäcker und dann saß man erst mal und schwatzte. Ich liiiiebe solche Frühstücke!

Danach machten die Lady und ich uns auf den Weg zum Südfriedhof-Wandertag, ein Programmpunkt, den Grey ins Leben gerufen hatte und der nun schon zur Tradition geworden ist.

Für diese Wanderung hatte ich mich mit Ben verabredet, außerdem würden jede Menge Freunde und Bekannte dabei sein. Lady und ich konnten hin laufen, kehrten unterwegs noch bei einem Supermarkt ein, um ein paar Getränke und Obst mitzunehmen. Da kam eine SMS von Ben, dass er sich verfahren hätte und etwas später käme. Hm, wir kamen nun auch etwas später... und somit im gleichen Moment an. 

Wir erkannten uns auch sofort und ich glaube, wir waren von der Begrüßungsumarmung an in tiefe Gespräche verwickelt...

Genossen dennoch den Spaziergang, ich schoss einige Fotos, es kreisten Weinflaschen... Ein entspannter Einstieg in den Tag! Der allerdings auch Sonnenbrand mit sich brachte (trotz eincremen).

Anschließend ging es noch kurz ins Quartier, partymäßig umkleiden und dann trennten sich die Wege - Lady fuhr mit einer unserer Freundinnen zu einem Konzert, das sie beide interessierte - Ben und ich fuhren zur Agra - ich wollte gern Grendel sehen, da ich ein paar Titel von denen auf meinem mp3-Player habe - ist gute Laufmusik!

Das Konzert war auch ansprechend, danach spazierten Ben und ich zu seinem Zeltplatz, trafen da auch noch ein paar Freunde von ihm und brachen nach einer Weile ins Werk 2 auf, wo wir gern Vendemmian und später Sigue Sigue Sputnik sehen wollten. Vendemmian war echt Klasse, SSS so schlecht, dass es schon wieder gut war - wie immer halt ;-)

Wenn wir nicht gerade gebannt auf die Bühne schauten, waren wir ständig am Schwatzen. Trafen auch ein paar Bekannte und Freunde von mir, später dann gingen wir noch in die "When We Were Young"-Disco in der Nachbarhalle. War ganz schön eng und heiß da drin. Also beschlossen wir, kurz draußen Luft zu schnappen. - Die Schlange am Einlass war aber so lang, dass wir die Idee, wieder rein zu gehen, dann doch verwarfen und uns einen Sitzplatz suchten und schwatzten. Die Lady hatte es gewagt, Geru anzusprechen und so saßen wir beide in Gespräche vertieft (und in Männeraugen...) Später traf dann noch Freddy zu uns und wir gingen irgendwann zusammen nach Haus.

Beim Abschied vorm Haus ist es dann passiert... Ben küsste mich! Obwohl ich es die ganze Zeit im Gespür hatte, dass das passieren würde, hat es mich im ersten Moment doch erschreckt. Es war schön, na klar, wunderwunderschön... und ich durfte ja auch... aber er... Seine Frau, sein Kind...

All das sagte ich ihm auch so, dann gingen wir auseinander. Und ich ahnte:
von hier aus kein Zurück....

07.06.2012 um 14:53 Uhr

WGT 2012 - Freitag

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Nun wird's aber mal Zeit, ehe alles in Vergessenheit gerät ;-)

Nein, das tut es eh nie, aber Details fallen schon mal hinten runter, oder die Reihenfolge, oder welche Band es denn nun war...

Also, am Freitag, dem 25. Mai, wollte ich um 10:24 mit dem Regionalexpress gen Leipzig düsen. Per Sachsenticket, versteht sich. Ziemlich kurzfristig stellte sich dann heraus, dass Bekannte von mir den gleichen Zug nehmen würden und so konnten wir uns zu 5. in die 33 Euro rein teilen. Kommt auf 6,60 Euro pro Person - wir werden bei der Bahn den Antrag stellen, den Gesamtpreis um 30 Cent zu erhöhen! Passt dann besser zu uns ;-)

Im Zug gab es Prosecco und Wein, also die Stimmung war gut! In LE kurz vor 12 angekommen, holte mich dann meine Freundin Magda ab, bei der wir wohnen würden. Da kam auch schon die SMS von der Lady, dass sie vor der Tür stehen würde. Wir zwängten uns in eine Bahn voller Gruftis und kamen nach ca. 25 Minuten an.

Der Plan sah vor, dass Magdas Mann mich gegen 14 Uhr abholen sollte, um mit mir Bändel holen zu fahren. Er hatte irgendwie über einen Bekannten was geregelt, dass wir Freitickets bekommen würden - allerdings musste er selber noch arbeiten.

Wir schwatzen also erst mal ein wenig, richteten uns ein bißchen ein, stießen aufs WGT an und zogen uns dann langsam um, da wir nach dem Bändel holen direkt zum Victorianischen Picknick fahren wollten. Magda wollte auch mitkommen, damit wir wenigstens einmal was zusammen erleben würden an dem Wochenende - ansonsten schaut sie dann doch eher andere Konzerte als ich.

Um den verabredeten Zeitpunkt herum meldete sich dann ihr Mann, dass er es nicht schaffen würde, wir sollten schon mal zur Agra fahren und ihn dort treffen. Gesagt - getan. Lady und Magda holten sich ihre hübschen Stoffbändel, nur ich war noch ohne, und dann gab's erst mal ein Bierchen. Dan sollten wir die VIP-Bändel in Empfang nehmen, was auch ganz gut klappte - und dann war auch ihr Mann da! Aber nur ganz kurz, er holte seins und fuhr wieder, um weiter zu arbeiten...

Wir testeten  erst mal, ob das mit meinem Bändel auch wirklich klappen würde - und ja, man ließ mich aufs Agra-Gelände. Hübsch war das Bändel leider nicht, "Papier" in Gold und Silber :-/

Also brachen wir 3 Mädels nun erst mal auf zum Picknick. Erst mit der Bahn, "den Rest" zu Fuß. Irgendwie fühlte es sich so an, als ob der "Rest" viel weiter wäre, als die mit der Bahn zurück gelegte Strecke. Bloß gut, dass ich mir am Bahnhof noch Geleinlagen für meine Schuhe zugelegt hatte!!!

Beim Picknick machten wir erst mal unser eigenens kleines Fotoshooting, um dann unsere Runden zu drehen, Kostüme zu bewundern sowie Freunde und Bekannte zu begrüßen.

Magda brach dann irgendwann zu ihrem ersten Konzert auf, wir wollten woanders hin, blieben noch eine Weile dort im Park und machten uns dann auf den Heimweg. Zum Konzert wollten wir nicht in unseren Kleidern gehen.

Als erste Band sahen wir uns dann Clan of Xymox an, und es war gleich ein Higlight. Wenn der Auftakt schon so toll ist, kann der Rest ja nur noch besser werden!

Als nächstes stand dann Project Pitchfork auf meinem Plan, die Lady hätte lieber Wardruna gesehen - ich war da noch unentschlossen, lieber was Bekanntes oder lieber was Neues sehen? Wir blieben erst mal da, Pitchfork waren auch sehr gut, aber dann beschlossen wir nach dem 2. oder 3. Titel, doch zum Heidnischen Dorf aufzubrechen und uns die andere Band anzusehen - außerdem wäre somit schon ein Stück Heimweg geschafft.  Wir wählten den Weg durch die Markthalle, bummelten noch ein wenig herum - und irgendwie wurden die Füße schwerer und schwerer und man wollte eigentlich nur noch ausruhen...  Also beschlossen wir, den Tag zu beenden, schließlich waren wir beide schon recht früh aufgestanden.

Kaputt und zufrieden sanken wir wenig später in die Kissen.

 

TBC

02.06.2012 um 18:43 Uhr

Rabi goes CSD

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Eigentlich sollte ich ja mal die WGT-Erlebnisse notieren aber nein, grad ist in meinem Leben Volldampf angesagt und immer was los. Heute war in Dresden CSD und ich war mit den Kindern dort und es hat sooo viel Spaß gemacht!

Ich bin immer zwischen 2 Wagen hin und her gependelt und die meiste Zeit nicht gelaufen, sondern getanzt!  Zwischenzeitlich hab ich auch mal meine Tasche und Jacke auf einem Wagen mitfahren lassen, um die Hände frei zu haben - tanzt sich besser!

Wurde auch von 3 Frauen angebaggert - meine Kiddies meinten schon beim Losgehen, ich würde ja wie ne "Kampflesbe" aussehen ;-) 

Auch wenn ich mit den Mädels im Ernstfall wohl nix anzufangen wüsste - tat es dem Ego doch recht gut!

Und Ben leidet wie verrückt unter der Situation, wohingegen ich irgendwie da grad unendlich Energie rausziehe...

09.03.2012 um 21:24 Uhr

Wieder draußen

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Ich war im Knast. Heute Abend. Aber nur für 2 Stunden. Es war ... beeindruckend. Irgendwie schwer zu beschreiben.

Eigentlich war es schön, da wir ein super inszeniertes Theaterstück gesehen haben mit ganz tollen Laiendarstellern, die offensichtlich mit viel Spaß bei der Sache waren. Da sieht man einfach nur den Menschen, und fragt sich insgeheim "Warum bist du hier?". Das fragt man dann natürlich nicht wirklich. Das wäre taklos. Aber man hat es im Hinterkopf.

Das ganze Drumherum ist schon irgendwie... gruselig. Wir kamen in so eine "Schleuße". Personaldokument abgeben, alles persönliche (Taschen, Handys,...) in ein Schließfach. Man bekommt einen Besucherausweis.

Aus der Schleuße geht es in einen Zwischenhof. Durch einen Metallzaun. An den Zellen vorbei - alberne Zurufe inklusive. Wieder über einen Hof, durch eine Metalltür. Drinnen überraschend fröhliche Farbe an den Wänden. 

Und das Stück begann nicht irgendwie, sondern als wir ankamen, waren die Darsteller schon quasi mittendrin.

Gespielt wurden Gefängnisinsassen (ja, von Gefängnisinsassen!), die den Sommernachtstraum proben. Es war Klasse gespielt und wir haben viel gelacht.

Danach gab es noch die Möglichkeit zu reden. Allerdings hatten die meisten Darsteller Familie oder Freunde eingeladen und nutzten dann diese Extra-Zeit mit ihren Leuten.
Außerdem: Was soll man sie fragen? Gewisse Berührungsängste sind schon da. Außerdem will man sie ja nun auch nicht ausquetschen oder so, sie sollen sich ja auch nicht "vorgeführt" vorkommen.

Und dann kommt der Moment, wo das Publikum wiedergehen darf. Es gab sogar Tränen bei den zurückbleibendenDarstellern, wo einem hätte bei diesem Anblick das Herz brechen können. Aber grundlos sind sie halt nicht dort...

Es wird ein neues Projekt geben, wo Menschen "von draußen" mit welchen "von drinnen" zusammen arbeiten. Ich glaub, da mach ich mit.

Danke, Jura, fürs mitnehmen!

07.01.2012 um 20:21 Uhr

Ungeplante Doktorenkonsultation

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Zählt das als Therapiestunde, wenn man von einem Psycho-Doc geknutscht wird??? Ob ich ein Rezept für weitere Sitzungen bekomme???

Aber ich fange mal von vorne an...

Am Donnerstag las ich völlig überrascht, dass ein Gesangsduo, welches ich sehr gern mag, am Freitag in einem Club gleich bei mir ums Eck gastieren würde. Oh je, das war zwar gar nicht eingeplant, aber da muss ich doch hin!

Auch die Lady konnte es ratz-fatz organisieren, dabei zu sein, und so wanderten wir gemeinsam zu eigentlich schon später Stunde hin. Laut Programm sollte es um 22 Uhr losgehen und sie sollten zuerst spielen. Natürlich kommt immer alles anders - als wir nach 22 Uhr dort ankamen, wurden wir sogleich herzlich vom Dr. Stone umarmt und dann von Mr. Tiger, der uns darüber informierte, dass die erste Band um 23 Uhr spielen sollte, sie dann um Mitternacht. War eigentlich schon zu erwarten. Aber mit den beiden kann man wunderbar schwatzen, so dass wir uns nicht langweilen würden, außerdem wartete die Lady noch auf Andrew und ich hatte mich eigentlich mit Julius verabredet, der dann aber sehr lange arbeiten musste und sich am Ende für Couching entschieden hat. Einerseits fand ich das sehr schade, andererseits... hatte der Dr. mal keine weibliche Begleitung dabei - und süß fand ich den schon immer! Einmal noch Groupie sein...!!!

So verwickelte ich ihn dann nach dem Konzert in ein Gespräch und landete mit ihm an der Bar. Wir teilten uns einen Drink und schwatzten ein wenig, so erfuhr ich, dass er im wahren Leben - ein Psycho-Doc ist! Hmmm, japp, von ihm würd ich mich schon gern therapieren lassen - leider praktiziert er nicht in meiner Stadt.

Plötzlich kam er ganz nah ran und flüsterte mir ins Ohr: "Duu, wir müssen ganz schnell hier weg... und dringend knutschen!" Hui... ;-)

So landeten wir in einer finsteren Ecke, ich fürchte, uns hat trotzdem jeder gesehen - egal, er knutscht wunderbar!!!

Nun hätte ich ihn schon gerne mit zu mir nach Haus genommen, das Sofa war sowieso hergerichtet, weil vielleicht die Lady da übernachten wollte - sie zog dann doch vor, mit Andrew zu verschwinden. Ich war total überrascht, als die beiden aufbrachen, hatte aber keinen Schimmer, wie spät es war...

Also landete ich dann als Groupie in der Bandschlafstätte, welche kein Hotel, sondern eine Wohnung war, in deren Zimmern halt nix als Betten standen. Nun hatte irgendwie die Vereinbarung nicht geklappt, eigentlich wollten die beiden jeder ein eigenes Zimmer - aber in allen Räumen schlief schon wer. Mist! Nun noch zu mir ging auch nicht... so landeten wir in einem Bett in einem Raum, wo schon andere Leute schliefen.

Hm, irgendwie war ich aus der Groupiephase dann doch raus und ehe zu viel passieren konnte, wofür ich kein Publikum haben möchte, hab ich dann doch die Flucht ergriffen... Was wohl auch besser so war, denn kaum daheim (es war halb 7!!!), stellte sich heraus, dass entweder das Bier schlecht war, oder aber der Wodka, der Likör - oder doch der geteilte Drink???

Leider habe ich damit wohl einen sehr verwirrten Dr. zurück gelasssen, schade :-/

Und meine Brille ist auch weg - aber da hat er mir schon geschrieben, dass sie sie gefunden haben - nur leider schon mit in ihre Stadt genommen. Na ja, so kann ich mich auf Post freuen ;-)

14.09.2011 um 20:03 Uhr

Des Urlaubs 3. Teil

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Insel Hiddensee

So, es wird ja nun mal Zeit, den Urlaubsbericht abzuschließen. Schließlich fühlt es sich schon an, als wäre es ein paar Monate her...

Also - nachdem wir montags in Hildesheim unsere Zelte dann doch einigermaßen trocken abgebaut bekamen, brachte mich die Lady zum Hildesheimer "Haupt"bahnhof, wo ich geduldig auf meinen Zug wartete. Die Lady fuhr, mit einem Großteil meines Gepäcks beladen, gen Heimat.

Ich fuhr nach Norden. Das "Nötigste", was ich mitnahm, umfasste dennoch 2 große Gepäckstücke... Wie sich später herausstellte, hatte ich viel zu viel mit.

Da die Sonne schön schien, setze ich mich vor den Bahnhof, schrieb ein paar Karten und Briefe, las ein wenig - erst später fiel mir ein, dass es ja vielleicht  einen früheren Zug nach Berlin gegeben hätte, aber da waren die 2 Stunden Wartezeit schon fast rum.

Ich fuhr also erst mal nach Berlin, sollte dort ein Stunde Aufenthalt haben und dann weiter nach Stralsund fahren. Aber irgendwie hatte ich plötzlich Hummeln, hatte keine Lust mehr auf Großstadt, Lärm und viele Menschen, wollte endlich raus, ans Meer und entspannen...

So fuhr ich mit einem früheren Zug weiter, wo ich zwar den Großteil der Strecke stehen musste, weil der Zug so rammelvoll war, aber irgendwie war mir das egal. Ans Meer, ans Meer!!!

In Stralsund muss man vom Bahnhof ein gutes Stück zum Hafen laufen und da die Person, die ich nach dem Weg fragte, wohl nicht besonders gut im erklären war, machte ich einen kleinen Umweg und anstatt durch die Stadt zu laufen, lief ich wohl eher drum herum und kam natürlich am genau entgegengesetzten Ende vom Hafen an. Machte aber nix, ich hatte ja Zeit, eine frühere Fähre gab es nicht.

Also kaufte ich mir erst mal ein Fischbrötchen und setzte mich hin und genoss den Anblick. Das Meer!

Die Überfahrt nach Hiddensee sollte 90 Minuten dauern. Beim Gedanken daran wurde mir schon etwas mulmig. Ich werd gern mal seekrank.

So blieb ich dann auch die ganze Zeit - und letztendlich beinahe als Einzige - auf dem Oberdeck sitzen, ließ mir den Wind um die Nase wehen und genoss den herrlichen Sonnenuntergang, mit dem ich begrüßt wurde. Traumhaft!

In Neuendorf am Hafen standen Jura sowie der große und der kleine Räuber. Mit den Fahrrädern waren sie mich abholen gekommen.

 

*Sidekick*

(Hihi, danke, Pelegrina!!!)

Das Ferienhäuschen gehört Juras Familie, es wird nur unter der weitläufigen Verwandtschaft vergeben, also es gibt keine Fremdeinmietung. Da es 3 Schlafzimmer gibt, nimmt jeder, der keine ganz so große Familie hat, meist ein paar Freunde mit.

So war ich zu der Einladung gekommen, ein paar Tage auf Hiddensee auszuspannen.

*Sidekick off*

 

Mein Gepäck wurde also auf den Fahrradanhänger geladen, man hatte mir ein Minirad mit wackeligem Sattel mitgebracht... So ging es 5 Kilometer durch die Heide. Im Halbdunkeln und von Mückenschwärmen umtobt. Das war schon ziemlich abenteuerlich.

Irgendwo mitten im Nichts stand dann das Häuschen, duckte sich hinter die Düne, und man konnte das Meer rauschen hören!!!

Von meinem Vorhaben, direkt an den Strand zu laufen, wurde mir abgeraten - die Mücken...

So wurde ich nur von allen Anwesenden begrüßt, die da neben den 3 Abholern noch Jurasohn und Juratochter (letztere aber die meiste Zeit bei einer Freundin weilend) und ein befreundetes Paar mit kleinem Sohn waren. Wir saßen noch bissel und schwatzten, aber ich war auch müde und ging früh schlafen.

Ich durfte im Kinderzimmer schlafen :-) War aber kein Problem für mich.

Dan nächsten Tag verbrachten wir größtenteils am Strand. Herrlich! Einfach nur rumliegen und nichtstun und sich die Sonne auf den Bauch bzw. Rücken scheinen lassen... ich ließ allerdings ein bissel doll scheinen und hatte gleich einen hübschen Sonnenbrand. Egaaal!!!

Es war eine herrlich entspannende Woche. Diejenigen Erwachsenen, die morgens als erste wach waren, fuhren mit den Rädern Frühstück einkaufen. Nein, ich war nie dabei ;-)

Ich wurde dann geweckt, wenn das Frühstück auf dem Tisch stand.

Ansonsten wurde sich ins kochen, abwaschen etc. einfach rein geteilt. Einen Tag machten die anderen z. B. einen Segeltörn, da hab ich mich freiwillig in die Küche gestellt. Hab auch meine Zutaten selber eingekauft und auf dem Heimweg noch Bromnbeeren gepflückt und Marmelade gekocht.

Über letztere gab es große Begeisterung und am nächsten Tag sind alle nochmal zum Brombeerpflücken ausgeschwärmt und ich hab nochwelche zum mit nach Hause nehmen gekocht. Leeecker!!!

Einen Tag bin ich mit der Kamera um die Insel gezogen aber zu meiner großen Enttäuschung sind die meisten Bilder nix geworden, wie blöd. Na ja, inzwischen hab ich eine neue Kamera.

Auf der Insel hätte ich es mal eben 3 - 4 Wochen ausgehalten, vielleicht sogar noch ein wenig länger. Irgendwie hatte man das Gefühl, fernab aller Zivilisation zu sein.

Das Haus hat zwar Strom und fließend Wasser, aber  letzteres nur kalt. Es gibt auch kein Badezimmer, nur 2 Toiletten und eine Dusche mitten im Garten. Bei warmem Wetter hat die auch warmes Wasser... bei kaltem Wetter will sowieso keiner im Freien duschen ;-)

Da man sowieso jeden Tag in die Ostsee springen konnte, störte das irgendwie auch nicht.

Und überall Sand, aber auch der stört einen da nicht. Den ganzen Tag ohne Schuhe rumlaufen. Kurze Hose und T-Shirt, fertig. Keine Haare stylen, kein Schminken... Herrlich herrlich!!!

Einfach nur in den Tag rein leben, lesen oder schreiben, Sonne tanken, schwimmen und eben ein wenig Essen kochen und so - aber das könnt ich mir wunderbar als Kur vorstellen. Kein Zeitdruck, keine Termine - sich einfach nur um sich selber und Grundbedürfnisse kümmern. Ein Traum!

Leider war der Traum nach 5 Tagen zu Ende. Einen ganzen Tag verbrachten wir mit der Heimreise. Zuerst vom Haus zu Fuß bis zur Inselpromenade. Von da mit dem Inseltaxi = Pferdefuhrwerk zum Hafen in Vitte. Von da mit der Fähre 2 Stunden nach Stralsund.

Dann mit dem Zug weiter, zwischendurch noch 2 mal umsteigen, weil wir auf Wochenendeticket fuhren - und nach 23 Uhr abends wieder daheim. Schön... aber auch schade.

Vielleicht darf ich ja wieder mal mitfahren...

 

11.09.2011 um 20:15 Uhr

Des Urlaubs zweiter Teil

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Mera Luna 2011

 

Am Freitag, dem 12. August,  starteten also die Lady und ich nach einem ausgiebigen und gemütlichen Frühstück von Üftelstütz aus Richtung Hildesheim – zum Mera Luna Festival. Das Navi sprach von 333 Kilometern und ich hatte insgeheim mit 3 – 4 Stunden Fahrt gerechnet, wir wurden aber vorgewarnt, dass diese Strecke freitags stark befahren sei und also viele Staus zu erwarten wären. Mit 5 Stunden mussten wir rechnen.

Die Vorwarnung bestätigte sich. Entweder wir schlichen im Schritttempo in großen Kolonnen  dahin, steckten im Stau, konnten wegen der wolkenbruchartigen Regegüsse nur sehr langsam fahren – oder standen nach jedem solchen wieder im Stau, weil irgendwo weiter vorn jemand im Regen wieder ineinander gerast war.  Also die Fahrkünste auf deutschen Autobahnen sind wirklich unter aller Sau, wir wurden sogar von grinsenden Typen mal eben rechts überholt…

Allerdings trafen wir unterwegs 7 Autos mit den Stadt-Buchstaben unseres tapferen roten Flitzers auf dem Kennzeichnen und einige mehr aus unserem schönen sächsischen Umfeld - was machen die Leute alle in und um Üftelstütz???

Zwischendurch kamen dann immer mal ein paar Simsen derjenigen Freunde und Bekannten, die schon vor Ort am Flugplatz Hildesheim waren. Auch da bekamen wir von Wolkenbrüchen zu lesen, von Zelten, die im Regen aufgeschlagen wurden… Die allgemeine Stimmung schien etwas gedämpft zu sein.

Wir hatten durch die vielen Verzögerungen jedoch den Vorteil, unsere Zelte im Trockenen aufschlagen zu können, denn obwohl wir unsere Festivalbändel noch im strömenden Regen abholten, ließ dieser bald nach unserer Ankunft nach. Außerdam sah man jetzt, wo sich Pfützen bildeten - sehr praktisch, um einen wetterfesten Zeltplatz auszumachen.

Wir fanden auch „unseren Zeltkreis“ sehr rasch – ich war ja schon paar Mal dabei gewesen, die Lady war zum 1. Mal mit.

Einen Platz hatte man uns freigehalten, zwar war der Zelt“kreis“ eher ein wirrer Haufen, aber wir zelteten alle in unmittelbarer Nähe und einen Gemeinschaftspavillon gab es auch.

Nachdem unsere Zelte also aufgebaut und eingeräumt, setzte man sich zum ersten Umtrunk unterm Pavillon zusammen, und bald trudelten auch erst Gäste ein – meine Freunde aus Thüringen.

Am ersten Abend standen 3 Lesungen auf dem Programm, und da wir die anderen zwei Autoren nicht wirklich kannten, wollten wir alle zur Lesung des Christian von Aster.

Allerdings hatten wir uns verquatscht, gingen viel zu spät los – und das Programm war so gestaltet worden, dann man Herrn von Aster als ersten der Autoren lesen ließ. Blöd, da seine Lesung die lustigste war (wie uns gesagt wurde), na ja, also gingen wir wieder und setzten uns in gemütlicher Runde unter den Pavillon.

Am Samstag waren meine ersten beiden geplanten Bands die Blind Passengers und Qntal. Da mir die Lady aber unterwegs schon was von Qntal vorgespielt hatte, war ich mir ziemlich sicher, dass dieses Konzert nicht nach meinem Geschmack sein würde, und wählte es daher ab. Ich mag so hohe Frauengesänge einfach nicht sonderlich.

Blind Passengers haben sich auch nicht mit Ruhm bekleckert, und Fetisch:Mensch war auch nicht so der Bringer. Na ja, dann geht man halt ein bissel shoppen, ich fand fürs Töchterlein die gewünschten Fake-Plugs und ein paar coole T-Shirts für meinen Großen...

Mesh, die ich als nächste auf meiner „Will-ich-sehen“-Liste angestrichen hatte,  habe ich nun doch nicht gesehen. Vermutlich waren wir uns da gerade umziehen, da es sehr warm war.

Funker Vogt waren gut, wie erwartet, hab ich die nun also auch endlich mal live gesehen… also abgehakt.

Als nächstes standen Apocalyptica auf dem Plan, waren auch nicht schlecht, dann schnell in den Hangar, Atari Teenage Riot wollte ich auf gar keinen Fall versäumen – und war der 1. Höhepunkt für mich! Super Konzert, schön laut und mitreißend. Hat mir gut gefallen!

Leider haben wir dann den Anfang vom ASP-Konzi verpasst und damit mindestens eines meiner Lieblingslieder, auch den „Schnee“, den er fallen ließ – und den wir nur als dahinwirbelnde Flatter-Masse wahrnahmen und ich fragte, ob dies nun Schmetterlinge oder Insekten seien… ;-)

Im weiteren Verlauf ein Klasse Konzert, welches ich wieder sehr genossen habe.

(Und am 21. Oktober sehe ich sie wieder…)

Die Frontfrau von Within Temptation überraschte mit ungewohntem Bühnenoutfit, kein Rauschekleid diesmal. Ansonsten find ich die Band nun nicht sooo spannend und so fand man sich wieder zu geselliger Runde unterm Pavillon ein!

Am Sonntagmorgen erwachte ich kurz nach 7 und bei strahlendem Sonnenschein, freute mich über das schöne Wetter, kroch aber noch mal bis zum morgendlichen Weck-Soundcheck in mein Zelt – um dann eine böse Überraschung zu erleben: es goss wie aus Kübeln :-/ Einige aus unserer Runde beschlossen daher, ihre Zelte abzubrechen und abends nach Hause zu fahren.

Ich bewundere ja die Lady und ein paar andere Hartgesottene, die sich nicht den Mut nehmen ließen und dennoch um 11:30 Uhr vor der Hauptbühne standen… Nun gut, die schicken Gummistiefelchen von Lady mussten ja auch ausgeführt werden!

Ich jedenfalls ließ mir viiiiel Zeit und pilgerte dann erst gegen 13 Uhr los, sah als erste Band Coppelius. Mit „Wasserfall“ am Bühnenrand und vielen Regenschirmen, die die Sicht nahmen – war aber eine ganz witzige Band.

Um 3 hörte es dann doch auf zu regnen!

Als nächste schaute ich mir Teufel im Hangar an, nein, das war enttäuschend. Tyske Ludder danach hingegen waren mitreißend wie immer und meinen „Langjährigen“ Leipziger und seine bezaubernde Frau Linda traf ich da auch.

Mono Inc. und Tiamat habe ich leider wieder mal verpasst, diesmal auf Grund eines eingeschobenen Mittagsschläfchens – ist schon doof mit so hohem Schlafbedarf!

Zu Project Pitchfork kam ich dann auch leider ein wenig zu spät und habe so den Gastauftritt von Steve Nagavi verpasst, wie schade.

VNV Nation legten danach direkt mit „Chrome“ los – für mich der absolute Tanzhit! Danach kamen eher die langsamen Lieder, die zwar sehr schön sind, mir aber immer irgendwie aufs Gemüt schlagen. So erwartete ich ungeduldig das Konzert von Hurts. Und wurde nicht enttäuscht. Wo vorher noch viele, auch unter unseren Freunden, am Zweifeln waren, was denn „diese Neulinge“ auf dem Mera zu suchen hätten und schon beinahe gewillt waren, vorher ans Zelt zu gehen – nach ein paar Titeln hatten sie wohl alle in ihren Bann geschlagen. Ja, Open Air wirkt ihr Auftritt noch besser; er hat eine so tolle Stimme, und die Bühnenshow war auch großartig – mit Streichern und Tänzern. Traumhaft schön! Es war ein sehr würdiger Abschluss eines wieder sehr schönen Festivalwochenendes – der Regen kann die schönen Eindrücke nicht in den Hintergrund drängen.

Hoffentlich 2012 wieder und in gleicher Runde!!!

 

01.09.2011 um 11:54 Uhr

Des Urlaubs erster Teil

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Ehe aktuelle Ereignisse sich türmen, sollte ich endlich mal was schreiben, sonst gerät noch dies oder das in Vergessenheit!!!

Also, für den Sommerurlaub war mal wieder eine Deutschlandrundreise angesagt. Zuerst sollte es nach Üftelstütz gehen, wo es einen 40. Geburtstag zu feiern gab, danach zum Mera Luna Festival und als Abschluss dann ein paar Tage auf der Insel Hiddensee.

Die ersten beiden Etappen waren zusammen mit der Lady geplant, und die ursprüngliche Idee war, mit dem Zug zu reisen.

Bloß gut, dass sie angeboten hat, ihr Auto zu nehmen!!! Wir hätten unser Gepäck niemals nicht mit dem Zug wegbekommen, nicht mal dann, wenn die Muffinbleche daheim geblieben wären...

Nun ist es jedoch so, wenn die Lady zu mir kommt, entfernt sie sich ein gehöriges Stück vom ersten Zielort Üftelstütz. Also kamen wir überein, dass sie mich am Vorabend mitsamt meinem vielen Gepäck daheim abholte, so dass also noch eine weitere Stadt zu meiner Reise hinzukam.

Allerdings habe ich diesmal nicht viel von Silberstadt gesehen, wir haben noch ein bissel geschwatzt und in den Fernseher geguckt - da ich daheim nur Antenne hab, ist alles für mich neu und spannend... ;-)

Ich wurde am nächsten Morgen ungewohnt früh wach und so kamen wir einigermaßen früh los. Jedoch anstatt die Lady, wie ursprünglich versprochen, mal beim fahren abzulösen, bin ich irgendwann sogar eingenickt... Ja, wirklich blöd mit diesem hohen Schlafbedarf!!!

In Üftelstütz war alles gut zu finden, allerdings fanden wir erst mal eine ziemlich aufgelöste Frau Pelegrina vor, die soeben den erfolgreichen Versuch, ob Tupper*ware brennt, hinter sich gebracht hatte... Weiße Qualmwolken und ein strenger Duft im ganzen Haus, bekam sie denselben nur sehr schwer wieder aus der Nase.

Also stand das Haus unter Quarantäne, so setzten wir uns erst mal in die Chillecke im Garten. Um in den Pool zu springen, war es leider zu kühl :-/

Es gab viel zu erzählen, vier Fellknäuel zu begrüßen und zu bestaunen, in ein herrliches Gästegemach einzuziehen, viel zu erzählen, dann warf der Ihrige den Grill an und es kamen weitere liebe Blogbekanntschaften vorbei. Erst dann, als wir in der Grillrundesaßen, kamen wir endlich dazu, unsere Geschenke los zu werden...

Hatte ich schon erwähnt, dass es viel zu erzählen gab? So saßen wir bis spät in die Nacht, ehe wir uns an den Aufstieg Richtung Betten machten...

Am nächsten Vormittag gab es dann einen Programmpunkt, dem ich voller Spannung entgegensah - wir durften in die Seifensiederei hinein schnuppern, nein, nicht nur schnuppern, wir durften mittun!!!  Und jaaa, es macht ganz viel Spaß und ist genau das Richtige für eine beinahe-Chemielaboratin-gewordene und ich bin schon dabei, mir die entsprechende Ausrüstung zusammen zu stellen!!!

Und wie es der Vorführeffekt so will - unsere Seifenmassen wurden, Frau Pelegrinas "Böse Butter" wurde nix - als alles in den Formen war, ging es an den Einsatz der mitgebrachten Muffinbleche. Ein Polterabend stand bevor, zu dem wir als Gäste einfach mitgeschleppt wurden - aber nicht ohne Muffins! So zauberten wir davon 4 Bleche und brachen dann auf. Obwohl wir ja niemanden dort kannten, war es ein sehr kurzweiliger Abend und wir kamen sogar in den Genuss eine Tanzdarbietung! Klasse!!!

Am nächsten Tag mussten wir dann nach dem gemütlichen Frühstück schon wieder aufbrechen, mit einem weinenden und einem lachenden Auge  - einerseits wären wir gern noch länger geblieben, es ist gemütlich im kleinen schiefen Haus und mit den lieben Gastgebern gibt es auch immer viel zu erzählen! Aber natürlich freuten wir uns auch schon aufs Festival...

TBC


03.01.2011 um 17:14 Uhr

London nach Weihnachten

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Den 27. haben wir dann für eine Shoppingtour in Croydon genutzt. Wie wollten uns schon auch ein wenig in den Schlussverkauf stürzen... ;-)

Wir blieben allerdings nicht bei Klamotten hängen, sondern in einem Musikladen... Uiuiui, da hätte man gaaanz viel Geld haben müssen und gaaanz viel Platz, dann hätten wir einiges an CDs, aber auch DVDs und Bücher, nach Hause geschleppt!

So gab es aber nur einige wenige CDs (2 Stück für 10 Pfund) und ein paar Geschenke für Daheimgebliebene.

Zwischendurch haben wir eine Pause im Hotel eingelegt und der Bärenjunge blieb dann dort, weil ihm die Füße weh taten.

Ich habe das Mäusekind zu einer nahegelgenen Kirche geschleift, die von Weitem allerdings wie ein Schloss aussah, und da ein Bissel geknipst. Dann haben wir noch ein Wenig den Briten beim Shoppen zugeschaut, in einigen Läden sah es aus, als hätte ein Orkan getobt. Die Klamotten lagen überall auf dem Boden verstreut!

Abendessen gab's vom Landgasthof "Zur Goldenen Möwe" ;-)

 

Am 28. sind wir mit dem Bus wieder nach Brixton und von da aus per U-Bahn nach Kings Cross gefahren. Bärenjunge und ich sind doch große Harry Potter Fans und wollten Gleis 9 3/4 sehen. Allerdings war die Enttäuschung groß, da Kings Cross gerade eine Baustelle ist, die Gleise alle umverlegt und von Gleis 9 3/4 weit und breit nix zu sehen (angeblich soll es da extra ein Schild geben). Schade :-(

Dann sind wir mit der Underground weiter nach Green Park gefahren und von da aus zum Buckingham Palace gelaufen. Im St. James Park gab es sooo süße Eichhörnchen, dass wir uns dort ziemlich lange aufhielten. Ein besonders neugieriges ist dem Mäusekind sogar auf den Schoß gehüft!

Vom Buckingham Palace sind wir dann weiter zur Westminster Abbey, Big Ben, Houses of Parliament gelaufen, dann über die Westminster Bridge die Themse überquert, am London Eye vorbei und zur Waterloo Station. Von da aus wieder mit der U-Bahn weiter bis Tower Hill.

Im Tower Restaurant haben wir dann eins erledigt, was wir in Lodnon unbedigt tun wollten - wir haben Fish & Chips gegessen! Das Mäusekind war erst mal entsetzt, dass man ihr einen ganzen gebratenen Fisch aufgetan hatte! Sie dachte, es gäbe so eine Art Fischstäbchen. Gegessen hat sie es dann aber doch und wir fanden es auch alle 3 sehr lecker. Allerdings hab nur ich die Pommes mit Malzessig gegesen...

Dann wurde es schon dunkel und so haben wir den Tower und die Tower Bridge nur im Dunkeln gesehen und fotografiert, ob es was geworden ist, weiß ich noch nicht, da mein Drucker (an dem der Kartenleser integriert ist) gerade zur Reparatur ist und das mit dem USB-Kabel leider nicht funktioniert - die eine Kamera geht dann aus und die andere wird nicht erkannt... Technik! - Aber das nur am Rande.

An der Tower Bridge haben wir uns bei Star*bucks ein Käffchen gegönnt - damit musste ich den Bärenjungen bestechen, dessen Füße furchtbar weh taten und der eigentlich gerne nur noch ins Hotel zurück wollte. Aber wir hatten uns noch mit einem Freund aus Leipzig verabredet, der auch gerade in London war, und so trafen wir uns dann mit ihm auf einen kleinen Schwatz am Trafalger Square. - Wenn man es nicht schafft, sich daheim in Sachsen zu treffen, tut man das halt in London ;-)

Von da aus sind wir dann aber zum Hotel zurück gefahren und haben endlich gegenüber von unserem Hotel (!) einen Briefkasten entdeckt. Vom Bus aus sah ich dauernd welche, aber weder in der Innenstadt noch in den Croydoner Einkaufsstraßen hatten wir einen gefunden - dieser hier war in einer kleinen Nebenstraße versteckt. Nun konnten wir endlich unsere Ansichtskarten versenden!

Zum Abendbrot gab es Sandwiches von Sainsburys.

 

Am 29. ist der Bärenjunge wegen schmerzender Füße im Hotel geblieben und Mäusekind und ich sind nochmal in die Innenstadt gefahren. Aus Versehen (!) entdeckten wir die Overground-Station und fuhren mit derselben, war angenehmer als bisher im Bus, leider nicht schneller. Zuerst fuhren wir nochmal zum Trafalger Square, da es am Vortag schon zu dunkel für Fotos war. Von dort aus liefen wir über den Leicester Square zum Picadilly Circus. Dort fanden wir endlich ein Boots (Drogeriemarkt), den ich dem Kindlein gern zeigen wollte, weil ich die früher so toll fand. Sie fand es auch toll :-)

Dann fuhren wir mit der Underground nach Camden Town, wo ich gern in aller Ruhe über die Märkte geschlendert wäre, aber das Mäusekind hatte keine rechte Lust mehr. So sind wir nur die Hauptstraße einmal hoch und runter gelaufen, haben für die Kinder noch Taschen gekauft und  jeder ein Stück Pizza gegessen, um dann zurück nach Croydon zu fahren.

Im Hotel holten wir den Bärenjungen ab und gingen dann im Regen (das einzige Mal, solange wir dort waren!) zum Sainsburys Abendbrot einkaufen.

 

Am 30. mussten wir zeitig frühstücken. Zum letzten Mal Bacon & Eggs & Baked Beans.... (für mich, meine Kinder trauten sich an die Bohnen nicht ran).

Dann liefen wir zum Zentralen Busbahnhof Croydon - und verpassten den ersten Bus. Darüber hab ich mich total geärgert... Meine Kinder verlassen sich in allem so sehr auf mich, dabei dachte ich immer, sie seinen recht selbstständig. Aber wenn Mutter dabei ist, wrid das Hirn ausgeschaltet und das Denken mir überlassen.

Es war nämlich so, dass ein Bus in zweiter Reihe hielt, und ich sah, dass um uns viele Wartende zu diesem Bus liefen. Also lag die Vermutung nahe, dass es unser Bus sei! Also sagte ich zum Bärenjungen, er solle doch mal nachsehen, ob das unser Bus sei. Da ich den großen Koffer festhielt und mein Sohn grad frei rumstand, lag nahe, ihn los zu schicken. Aber - ehe der kapiere, welcher Bus gemeint ist... kam er dann auch noch im Schneckentempo zurück gelaufen und sagte "Ja, das ist unser Bus!" - in dem Moment fuhr der Bus ab... Ich war pappesatt!
Statt dass er den Bus aufhält und uns rauswinkt.... aber dazu war es nun zu spät, und wir mussten eine halbe Stunde auf den letztmöglichen Bus warten.

Somit hatten wir dann am Flughafen kurze Elle, schnell einchecken, Koffer aufgeben, Gate suchen und auch gleich einsteigen. Eigentlich hatte ich die letzten Münzen noch ausgeben wollen, keine Chance mehr.

Im Flugzeug haben wir uns dann für die Landung jeder an ein Fenster gesetzt, hinzu hatten wir uns das nicht getraut. Aber wir wollten gerne alle raus gucken!

Über den vielen Schnee haben wir total gestaunt, und kalt war das, brrrr! Ab dem 26. hatten wir in London milde Temperaturen bis zu +10°C und nur einmal kurz Regen.  Hin und wieder etwas Nebel, aber keinen Winter!

Damit war also unser Urlaub vorbei. Ich bin etwas unzufrieden, weil ich weit weniger geschafft haben, als ich gerne sehen wollte. Was durch meinen Gesundheitszustand bedingt ist. Alles in Allem war es aber sehr schön, und abends haben wir immer Englisches Fernsehen angeschaut und dabei auch einiges gelernt, beim Zuhören bleibt ja doch einiges hängen. Neben Musiksendungen haben wir einige Filme gesehen, z. B. den Sipmsons-Film, The Incredibles, Charlie und die Schkoladenfabrik, und und und :-)

 

02.01.2011 um 19:52 Uhr

Weihnachten in London

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Eigentlich ist es gar nicht so klug, Weihnachten in London zu verbringen, denn am 25. Dezember geht in dieser Stadt gar nix.

Da fahren keine öffentlichen Verkehrsmittel, alle Läden und Restaurants haben geschlossen. Selbst das Hotelrestaurant, zum Glück hat man uns wenigstens eine Pizza in den Ofen geschoben.

So konnten wir also am 25. nicht viel unternehmen, wir wohnten ja auch ziemlich weit draußen, in Croydon. Wir haben einen kurzen Spaziergang in Croydon gemacht und dabei mächtig gefroren. Brrr, also gingen wir zurück ins Hotel und waren einfach mal faul. Schließlich hatten wir Urlaub!

Am 26. wollten wir ins Wachsfigurenkabinett. Also haben wir uns in den Bus nach Brixton gesetzt und von dort aus wollten wir mit der U-Bahn weiter fahren ins Stadtzentrum. Allerdings wurde die U-Bahn bestreikt und wir mussten mit dem Bus weiter.

Im Bus hat auch noch direkt neben uns eine junge Frau auf den Boden gekotzt. Oh Mann...
Leider wissen wir nun nicht, ob sie nen Hangover hatte, schwanger oder krank war. Hilfe wollte sie keine.

Madame Tussaud's Wachsfigurenkabinett war relativ gut zu finden. Darin haben wir uns auch eine gute Weile aufgehalten. Den absoluten Gruselraum haben wir lieber weggelassen, dafür hat uns das 4-D-Kino echt gut gefallen.

Danach wollten wir irgendwo eine Kleinigkeit essen, aber - am 26. Dezember beginnt in London der Schlussverkauf. Und die Leute kaufen wirklich wie die Verrückten ein! Das war ein Gedränge auf den Straßen und in den Läden... Wahnsinn! Leider auch in allen Schnellrestaurants, so dass es ziemlich aussichtslos war, sich irgendwo rein setzen zu können. Also stiegen wir in den Bus - der allerdings auch nur im Schritttempo voran kam!

Er fuhr jedoch an einigen Sehenswürdigkeiten vorbei, so das wir schon mal einen kleinen Eindruck bekamen - Picadilly Circus, Big Ben, Houses of Parliament, London Eye. Sah so im Dunkeln schon faszinierend aus...

In Brixton kauften wir uns im Supermarkt was zu essen und fuhren mit dem Bus zurück zum Hotel.

Somit war Weihnachten vorbei. Wir haben den familiären Rummel und das viele Essen kein Bisschen vermisst!

31.12.2010 um 18:57 Uhr

Ein kleiner Rückblick

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

...auf die letzte Woche. LONDON!

Ich hatte ja so meine Bedenken wegen des Hinfluges, und wie sich herausstellen sollte, waren sie nicht ganz unbegründet.

Zwar hatte es getaut und kräftig geregnet und als wir am 24. nachmittgs,  wie immer verspätet, zur S-Bahn eilten, regnete es noch. Schnee war kaum noch zu sehen, und besonders kalt fühlte es sich auch nicht an.

Am Flughafen die erste Überraschung - man muss sich jetzt selber einchecken. Nun ja, scheinbar waren wir nicht ganz auf dem Laufenden, wir fliegen halt nicht so oft. Und ehe wir das mit dem Computer raus hatten...! Aber wir schafften es, dann ging es schnell zur Kofferabgabe, Sicherheits- und Passkontrolle und zum Gate. Laut Internet sollte der Flug pünktlich starten, auch bis dahin gab es keine andere Information.

Als jedoch Boarding Time sein sollte, passierte... gar nix. Bis dann nach einigen Minuten jemand vom Bodenpersonal kam und uns auf Deutsch mitteilte, dass das Flugzeug auf Grund der Wetterlage noch nicht landen durfte und man mit 30 min. Verspätung rechnen würde. Eine der Passagiere musste das erst mal den nicht Deutsch sprechenden Mitpassagieren übersetzen!

Tja, und dann war Verwunderung angesagt. Wetterlage? Es regnete doch nur, und kalt war's auch nicht, von wegen Glatteis... also folgte erst mal der Gang ans Fenster und dort das große Staunen - es hatte tatsächlich zu schneien begonnen...

Ehe also das Flugzeug gelandet, entladen, aufgetankt, beladen war... hatten wir dann über 1 Std. Verspätung. Aber abgesehen von einigen leichten Turbulenzen kamen wir gut nach London, wo es erheblich kälter war.

Unser einer Koffer sah auch arg ramponiert aus. Ach und mein Sohn war arg enttäuscht, dass es im Flugzeug nur ein Stück Kuchen zu essen gab.

In Heathrow suchten wir uns erst mal durch zur Ausgabe der Fahrkarten, da ich die Wochenkarten für alle Tarifzonen bereits im Reisebüro bezahlt hatte, nun mussten wir sie abholen. Als wir sie endlich hatten, war der Bus weg. Laut meinen Notizen sollte aber aller 30 min. einer fahren, so dass wir uns rasch  ein paar Sandwiches holten und dann an die Haltestelle begaben - um feststellen zu müssen, dass nach 19 Uhr der Bus nur noch aller 1 Stunde fuhr, juhu... War das kalt!!!

Der Bus fuhr 1 Stunde und 20 Minuten bis nach Croydon.

Dann hatte ich mir im Internet heraus gsucht, wo der Bus halten sollte. Aber: die Haltestelle gab es gar nicht! Auch toll! So fuhren wir also bis Endstaion und mussten dann erst mal heraus finden, wo wir waren... Nun hatten wir allerdings keinen Stadtplan (so weit außerhalb wäre da aber auch nicht drauf gewesen) und ich frage so ungern andere Leute, schon nicht auf Deutsch - gleich gar nicht auf Englisch!

Aber ich bin ja nicht doof und an so einem Busbahnhof sollte es einen Plan geben, und wie  die Straße hieß und wie das Ganze von oben aussehen sollte, hatte ich mir oft genug angesehen - also fand ich schnell heraus, wo wir waren, in welche Richtung wir gehen mussten - und dann leuchtete uns auch schon bald das Traveloge-Schild entgegen. Keine 5 min. Fußweg!

Es machte etwas Mühe, den Portier zu verstehen, irgendwie scheint es in UK sehr in Mode zu sein, kaugummikauendes Servicepersonal zu haben - jedenfalls benahm sich die Frau am Fahrkartenschalter auch schon so... Und zwischen dem Katschen dann irgendwas Englisches genuschelt, priiima!

Unser Zimmer lag im 10. Stock und wir machten es uns gemütlich.

Soweit hatten wir also einen völlig unspektakulär-spektakulären Heiligabend :-)

 

Und das Ganze wird im neuen Jahr fortgesetzt, einerseits sind Fortsetzungs"romane" ja hier ganz beliebt, andererseits möchte ich erst mal allen einen guten Rutsch wünschen und mich auch langsam aber sicher auf die Feier mit Freunden vorbereiten.

Für das neue Jahr wünsche ich allen vor allem Gesundheit, Kraft und Mut. Ich selber gehe mit sehr gemischten Gefühlen in dieses neue Jahr, da ich so gar nicht weiß, was es bringen wird - gesundheitlich, schulisch, persönlich... alles ist gerade in einem Schwebezustand.

Aber ein sehr lieber Freund, der mir heute noch spontan einen Jahresendbesuch abgestattet hat, hatte da einen wunderbaren Ausspruch parat, und den werde ich mir zum Jahresmotto machen. Auch wenn ich nicht, so wie er, katholisch bin.

"Gott hat mich nun einmal so gemacht, wie ich bin. Und wenn ich mich umschaue, dann scheint nichts ohne einen gewissen Plan zu geschehen, also hat er sich auch dabei was gedacht. Also kann und werde ich mich so annehmen, wie ich bin, und das Beste daraus machen. Und mein Leben so, wie es ist, genießen."

In diesem Sinne - alles Gute für 2011!

21.12.2010 um 10:33 Uhr

Schnee

von: Rabenmutter   Kategorie: Abenteuer

Stimmung: besorgt

So langsam mache ich mir nun auch Sorgen... ob bei dem Wetter überhaupt eine Möglichkeit besteht, nach London zu gelangen am 24.
Die Nachrichten sagen bisher anderes... und wir können uns nur überraschen lassen. Die Reiserücktrittsversicherung greift in so einem Falle nicht.