KREUZ @ QUER - notwendige notizen!

31.08.2006 um 21:33 Uhr

familie puffenstedt in bremen! IV.

kaum hatte familie puffenstedt bei mac donalds ihren „doppel-hamburger-extra“ aufgegessen, drängte karl puffenstedt auch schon zum aufbruch.

„beeilt euch - wir haben doch noch gar nichts von bremen gesehen!“

wilfried meinte zwar, er würde sich viel lieber die schaufenster von karstadt ansehen und irma erklärte, sie wollte sich eine bank in der sonne suchen, das aber verbot ihnen karl puffenstedt und entschied - „ohne wenn und aber“ - die besichtigung der böttcherstrasse in angriff zu nehmen. „wir sind doch nicht zu unserem vergnügen in bremen!“

„und warum dann?“ fragte gerda, seine, frau, erstaunt.

„kultur ist nun einmal anstrengend“, antwortete karl puffenstedt. „denke nur an die schöne wagner-oper, die wir vor einigen jahren in wuppertal gesehen haben ...“

„ ... als du im ersten akt gegangen bist, weil es dir so langweilig war!“

„mir war unpässlich - weiter nichts!“ gab karl puffenstedt beleidigt zurück.

„aber du sollst dich doch nicht überanstrengen. wir werden uns einen stadtführer nehmen!“

diese worte elektrisierten karl puffenstedt. „du hast also den eindruck, dass ich euch nichts über bremen erzählen kann. das meinst du doch!“

„nun sei doch nicht gleich beleidigt. so ein führer weiss vielleicht das eine oder andere noch besser als du ...“

... besser als ich?“ karl puffenstedt sah seine frau erbost an. „ich fahre nach hause - jetzt sofort. wenn ihr meine informationen nicht zu schätzen wisst, geht es bestimmt auch ohne mich.“

irma wollte den streit ihrer eltern schlichten: „so ein führer kostet doch nur geld. besser ist es, du zeigst uns jetzt mal die böttelgasse!“

„da hörst du es, gerda! ich spreche von der böttcherstrasse - und was tut deine tochter? sie redet von irgendeiner büttel ... böttelgasse! du siehst, wie wichtig es ist, einen fachmann dabei zu haben. nun lasst uns zur böttel ... ich meine: zur böttcherstrasse gehen. hier entlang!“

dort angekommen, bat karl puffenstedt um gehör.

„das alles hier sieht sehr alt aus. dabei wurden die häuser erst vor 80 jahren gebaut ...“

„ ... wie alt wurde eigentlich oma?“, unterbrach ihn wilfried.

„wir hatten - das müsstest du eigentlich wissen - gerade ihren 79. geburtstag gefeiert, als der trauerfall über die familie kam.“ gerda puffenstedt war stolz auf diese formulierung, denn den meisten familien geschieht ein trauerfall - doch bei familie puffenstedt kam er über sie.

wilfried erinnerte sich: „oma sah wirklich schon sehr alt aus, dabei war sie erst 79.“

„aber 79 ist doch sehr alt!“, rief irma.

„pappa ist anderer meinung!“

„ich habe nicht mit einer silbe von oma gesprochen, sondern von den häusern in der böttcherstrasse, die uns sehr alt vorkommen ... aber oma sah mit ihren 79 jahren wirklich wie neu aus - oder was meinst du, gerda? “ karl puffenstedt sah seine frau erst verwirrt und dann beleidigt an.

„dabei sind die häuser nur ein jahr älter als oma!“ grinste wilfried.

karl puffenstedt überlegte, warum häuser länger stehen als menschen. er war aber zu konfus, um darauf eine antwort zu finden. deswegen kehrte er lieber auf sicheres terrain - und zu seinem eigentlichen thema zurück.

„gebaut wurde die böttcherstrasse von ludwig roselius. der hatte mit kaffee HAG ein vermögen verdient. er liess alle alten gebäude abreissen und ...“

irma unterbrach ihn. „... was ist kaffee HAG?“

„ein entcoffeinierter kaffee, mein herzchen!“ gerda freute sich, etwas zur geschichte der böttcherstrasse beitragen zu können.“

„und was ist ein entkofferter kaffee?“ irma liess nicht locker.

karl puffenstedt erklärte es ihr: „das ist so ähnlich wie vanille-eis ... ohne vanille.“

„oder schokoladenkuchen ohne schokolade!“ ergänzte gerda puffenstedt.

„ich verstehe das nicht!“ irma fasste sich an den kopf. „wenn überhaupt keine schokolade im kaffee HAG ist, kann man ihn doch auch nicht so nennen.“

karl puffenstedt strich seiner tochter übers haar. „ach, irma - ich glaube, dieser ludwig roselius hat es selbst nicht so genau gewusst. aber wir haben ja seine böttcherstrasse ... und die sehen wir uns jetzt an!“

sie gingen einige schritte, bis sich die gasse zu einem kleinen platz erweiterte. dort stand ein hohes haus mit einem treppengiebel und vielen fenstern. neben der tür war ein schild angebracht: „ludwig-roselius-haus“.

„hier wohnt der mann, der den schokoladenkuchen ohne schokolade erfunden hat“, rief wilfried. karl puffenstedt schüttelte den kopf. „dieser entcoffeinierte roselius ist schon lange tot!“

„wie oma - fast neu - mit 79!“ flüsterte irma.


nur wenig entfernt lag das „haus des glockenspiels“ - so genannt, weil in seinem giebel zu jeder vollen stunde viele glocken ein lied spielen. karl puffenstedt sah auf die uhr, rief: „es geht gleich los!“ und mischte sich unter die touristen, die im halbkreis vor dem haus standen, ihre hälse reckten und auf das noch stumme glockenspiel starrten. karl puffenstedt sah sich um und war überrascht, schon wieder unter die chinesen geraten zu sein. ihr reiseleiter sprach jedoch kein deutsch, wie er es am vormittag beim märchen von den stadtmusikanten getan hatte, sondern erklärte den chinesen das glockenspiel - zum bedauern von karl puffenstedt - auf chinesisch!

er konnte noch so angestrengt hinhören - und verstand doch kein wort. er musste darum, als irma ihn fragte, welches musikstück die glocken spielen, antworten:

„ich glaube ... „an der schönen blauen donau“!“

„aber bremen liegt doch gar nicht an der donau.“

„du hast recht, irma! aber wie sollen das die glocken dort oben wissen?“

als das glockenspiel verklungen war, setzten die puffenstedts ihre besichtigung fort und gingen bis zum ende der böttcherstrasse. dort standen rechts das „robinson-cruseo-haus“ und links das „haus atlantis“. karl puffenstedt wollte schnell daran vorbei gehen, denn er sah fragen auf sich zukommen, die er fürchtete ...

„es muss aber doch „haus atlantik“ heissen - und nicht „atlantis“. hier stimmt etwas nicht. was meinst du, karl?“ gerda puffenstedt sah erst aufs schild, das an der hauswand angebracht war, und dann zu ihrem mann.

„aber gerda! dieses haus hat mit dem atlantik doch gar nichts zu tun ...“

... mit was dann?“

karl puffenstedt begann zu schwitzen. was oder wer war „atlantis“? seine freunde im kegelclub nannten ihn in jedoch nicht umsonst „den meister der improvisation“und wussten um sein talent. deswegen stellte er wilfried sogleich eine frage:

„sage mir einmal die mehrzahl von atlas!“

wilfried musste nicht lange nachdenken: „atlasse!“

„das, mein lieber wilfried ist falsch, ganz falsch. die mehrzahl von atlas ist ... atlantis!“

„ach so!“ gerda puffenstedt seufzte und schien erleichtert. „dann bewahren sie in diesem haus wahrscheinlich ganz viele atlasse auf!“

karl puffenstedt nickte: „genau so ist es!“

er konnte sich jedoch nicht lange über sein talent freuen, denn schon erreichte ihn die nächste tückische frage.

„ was hat denn robinson cruseo mit bremen zu tun?“ wilfried stand vor dem gegenüber liegenden haus und hatte die dazu gehörige tafel entdeckt.

karl puffenstedt räusperte sich. er wollte zeit gewinnen, hoffte, dass ein anderer die antwort wüsste. aber wer? vielleicht der chinesische reiseleiter? er konnte weit und breit keinen chinesen erkennen.

„was ist denn nun mit diesem robinson?“ wilfried wartete ungeduldig auf eine antwort.

„das verstehe ich auch nicht. „robinson cruseo“ ist doch kein haus, sondern ein kinderbuch!“ gerda puffenstedt war zu wilfried getreten und berührte mit ihrer nase fast die tafel (ihre kurzsichtigkeit), um die inschrift zu lesen.

karl puffenstedt dachte angestrengt nach. er kannte alle bücher von karl may - aber von robinson cruseo hatte er nie etwas gelesen. es hämmerte nur so in seinem kopf: bremen - robinson - bremen - robinson.

aber er wäre nicht karl puffenstedt, wenn er auf eine frage keine antwort wüsste. „meine lieben - es ist ganz einfach. robinson war ein angestellter von diesem roselius, der den kaffee ohne kaffee erfand. dieser robinson war so tüchtig, dass man ihm das haus schenkte, vor dem ihr gerade steht. hier hat er sein schönes kinderbuch geschrieben.“

„und wie ist er auf die einsame insel geraten?“ wollte wilfried wissen, denn er hatte - anders als sein vater - das buch gelesen. karl puffenstedt war erneut ratlos. eine insel? wo? er kannte das buch doch überhaupt nicht. „gut, dass du fragst, wilfried. fast hätte ich es vergessen. ich sagte euch doch, dass herr roselius im kaffee-handel tätig war. und deswegen machte robinson eines tages eine kaffeefahrt ...“

„ ... um kaffee ohne kaffee zu trinken?“ wollte irma wissen.

„genau so! aber dann trieb ein sturm das kleine schiff aus der weser hinaus aufs meer ... den rest kennt ihr ja!“

gerda puffenstedt war stolz auf ihren mann: „wenn wir dich nicht hätten. auf jede - wirklich jede frage hast du eine antwort.“ sie hatte plötzlich kaffeedurst. aber ...

... wo war wilfried? sie konnten ihn nirgends entdecken. er musste sich heimlich fortgeschlichen haben. sie schlug vor, in richtung marktplatz zu gehen. „er wollte sich doch die schaufenster von karstadt anschauen!“

so weit mussten sie aber gar nicht gehen, denn wilfried kam ihnen schon bald entgegen.

„wo warst du denn?“ wollte gerda puffenstedt wissen.

„ich habe alle inschriften, die an den häusern angeschraubt sind, gelesen. das ist wirklich lustig. soetwas sollten wir auch haben: „haus puffenstedt“. hier gibt es auch noch ein „haus st. petrus“ und das „paula becker-modersohn-haus“ ...

... pappa, kannst du mir mal sagen, wer paula becker modersohn war?“

karl puffenstedt schnappte entsetzt nach luft und griff sich an den plötzlich viel zu engen hemdkragen.

irma aber legte den kopf schief und rief: „was für ein komischer name! warte nur ...

... pappa puffenstedt weiss alles!“

31.08.2006 um 08:12 Uhr

ein doktor für alle fälle!

der eine war aus der palme gefallen und den anderen plagte eine kehlkopfentzündung - gleich reihenweise mussten die "rolling stones" ihre konzerte absagen. vor gar nicht langer zeit traf es die spanischen fans: no "satisfaction" - denn die eintrittskarten zu den konzerten ihrer alternden idole waren plötzlich "wg. unpässlichkeit" makulatur.

jetzt aber scheinen die "rollings stones" auf dem wege der erholung. wenigstens ist nicht bekannt, dass sie ihr konzert im norwegischen bergen absagen müssen. die veranstalter haben jedoch vorgesorgt. sie engagierten einen arzt aus dem örtlichen krankenhaus. er wird die "rolling stones" rund um die uhr betreuen und eingreifen, wenn die herren über dieses oder jenes zipperlein klagen.

bevor ich es vergesse: der doktor ist "arzt für altersmedizin"!

30.08.2006 um 23:34 Uhr

tolle stimme - aber wo bleibt der "kick"?

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

eine grossartige stimme - aber bei diesem lied fehlt mir etwas, der "kick", das aussergewöhnliche, der schauer, der einem bei diesem lied durchaus über den rücken rieseln könnte ...

hört selbst:

ANNE SOFIE VON OTTER


30.08.2006 um 21:10 Uhr

literatur im stehen!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

weil mir schon die tränen kommen, wenn ich meine eigenen texte auf meiner homepage lese - natürlich nicht, weil sie zum weinen sind, sondern weil mir nach einiger zeit die augen weh tun -, wie erst soll ich dann am bildschirm goethes faust oder die wahlverwandtschaften lesen?

obwohl ich zugebe: dieses mehr oder weniger "akademische" vergnügen tue ich mir sowieso nicht an - nicht vor dem bildschirm - und sowieso nicht im kuscheligen bett.

womit ich bei der alles entscheidenden frage bin: wie gehe ich mit einem spannenden krimi ins bett, der mir nur als pdf-datei vorliegt?

ausdrucken? o.k. ich drucke mir den krimi aus, hefte ihn ordentlich zusammen und ... hat schon mal jemand versucht, im bett zusammengeheftete DIN-A4 seiten zu lesen? eher schlage ich mich mit einem zu harten kopfkissen herum, als mich diesem wahnsinn zu unterziehen.

wer allerdings aus der not eine (frivole) tugend machen will, ruft: "fräulein sekretärin - bitte zum pdf-ausdrucken und abheften ins bett!"

ich tue das nicht, obwohl mir seit neuestem die grössten bibliotheken der welt ihre bücherschätze per pdf geradezu aufdrängen. die bildungsschätze ganzer generationen liegen - in fraktur und pdf - (wie passt das eigentlich zusammen?) zum download bereit. krimis sind allerdings kaum dabei, womit sich auch die sehnsucht nach einem kuscheligen bett vorerst nicht stellt.

grosse ... BEDEUTENDE ... literatur wird nämlich im stehen gelesen. ja-ha!

bevor ich aber nun vom 1.000-stel ins 10.000-stel komme (habe ich das richtig geschrieben - von der fraktur einmal abgesehen?) will ich es kurz machen und auf GOOGLE aufmerksam machen - ja, ich weiss. diese suchmaschine kennt inzwischen (fast) jeder. jetzt hat GOOGLE aber auch eine suchmaschine für bücher.

und deswegen gehe ich jetzt - kuschelig hin oder her -

MIT GOOGLE INS BETT!

30.08.2006 um 12:35 Uhr

familie puffenstedt in bremen! III.

karl puffenstedt drängte zum aufbruch. es mussten in kurzer zeit allerhand sehenswürdigkeiten bremens kennengelernt werden. da durfte keinesfalls getrödelt werden. sie hatten sich, wie er meinte, schon viel zu lange bei nebensächlichem aufgehalten - etwa bei der frage, wer nun in bremen die klinken der domtüren putzen und wer die drehorgel spielen musste. diese regionalen absonderlichkeiten spielten fürs grosse und ganze jedoch überhaupt keine rolle ... und karl puffenstedt ging es stets und immer nur um das grosse - und noch viel mehr um das ganze.

„im grossen und ganzen haben wir genug vom marktplatz gesehen. wenn ihr noch fragen habt, dann stellt sie jetzt. ansonsten lasst uns die nächste besichtigung in angriff nehmen!“ er stürmte los, seine familie hinterdrein.

„sie müssen hier irgendwo sein!“ karl puffenstedt blickte sich ratlos um. nun waren sie schon sechs mal ums rathaus herum gelaufen.

irma maulte: „mir tun die füsse weh. wie viele runden sind es denn noch?“

„sie müssen hier irgendwo sein!“ wiederholte karl puffenstedt ärgerlich. „wir können doch nicht aus bremen abfahren, ohne sie gesehen zu haben!“

„was gesehen haben?“ gerda puffenstedt war ganz ausser atem. der absatz ihres rechten schuhs war abgerissen - deswegen humpelte sie ihrer familie schon die ganze zeit - runde um runde - ums rathaus hinterher.

„aber gerda, wofür ist bremen denn bekannt?“ karl puffenstedts frage klang wie ein einziger vorwurf.

„für das rathaus und den roland!“ rief wilfried und blies ein kaugummi auf, bis es als grosser ballon vor seinem gesicht stand.

„das auch!“ erwiderte karl puffenstedt und wurde immer ungeduldiger. „es gibt aber noch etwas anderes!“

irma massierte ihre oberschenkel. „das heisst dann wohl: noch ein paar runden um dieses dämliche rathaus!“

„nein, das tue ich mir nicht an!“ gerda puffenstedt hinkte zu den rathausarkaden und suchte sich einen sitzplatz. „mit diesen schuhen gehe ich keinen schritt weiter. wir haben auch genug gesehen. roland und rathaus reichen. viel grösser ist bremen ja auch nicht!“

„ich weiss aber doch, dass sie hier irgendwo sind!“ rief karl puffenstedts zornig.

„anstatt etwas zu suchen, das du doch nicht findest, solltest du besser ausschau nach meinem absatz halten. das wäre wirklich hilfreich!“ gerda puffenstedt besah sich beleidigt ihren rechten schuh, der völlig schief getreten war.

„ich habe durst!“ maulte irma. „ich hab hunger und will jetzt pommes frites mit majo!“ ergänzte wilfried und liess den kaugummi-ballon platzen.

„mund gehalten - jetzt wird besichtigt!“ karl puffenstedt wollte ein machtwort sprechen, hatte aber nicht mit seiner frau gerda gerechnet, die ihn ungläubig ansah und fragte:

„und was, bitteschön?“

„das, was ich nicht finden kann!“ schrie karl puffenstedt. ihm waren die nerven durchgegangen. „und wenn du“, er drehte sich drohend zu wilfried, „noch einmal ein kaugummi platzen lässt, dann setzt es eine backpfeife!“ karl puffenstedt war noch nicht zu ende. als nächstes war seine frau an der reihe: „wie oft soll ich dir eigentlich noch sagen, dass man mit hochhackigen schuhen nicht in die berge und nach bremen fährt!“ seine tochter irma aber schrie er an: „mädchen in deinem alter haben - verdammt noch mal - keinen durst, hast du das verstanden?“

in diesem moment kam ein polizist vorbei. karl puffenstedt rief „hallo, sie da!“ und winkte ihn heran. „ich heisse classen, oberwachtmeister classen - und nicht „hallo sie da“, merken sie sich das.“

„woher soll ich ihren namen wissen, herr claussen?“ karl puffenstedt war verärgert. was bildete sich diese amtsperson eigentlich ein?

„classen! mein herr, oberwachtmeister classen vom 1. polizeirevier ... innenstadt!“

„dann können sie uns hoffentlich sagen, wo wir die bremer stadtmusikanten finden. sie kennen sich doch wohl irgendwie in der innenstadt aus!“

„gleich um die ecke - sie sind nicht zu übersehen!“ antwortete der polizist, tippte einmal an seine mütze und ging seiner wege.

„nicht zu übersehen!“ karl puffenstedt wiederholte empört die worte des beamten. er war beleidigt. „sind die polizisten hier alle so rechthaberisch?“

der polizist hatte - karl puffenstedt musste es schliesslich einsehen - recht. gleich um die ecke standen auf einem sockel die bremer stadtmusikanten. karl puffenstedt hatte sie bei seinen sechs runden ums rathaus einfach übersehen. „sie sind ja auch sehr klein!“ sagte er entschuldigend zu seiner frau gerda. „bremen ist ja auch nicht besonders gross!“ antwortete sie und hinkte auf einem bein um ihren mann herum.

wilfried setzte zu einem neuen, noch grösseren kaugummi-ballon an: „und was spielen sie den ganzen tag?“

„sie singen!“ korrigierte ihn irma.

„hörst du was - ich nicht!“ wilfrieds kaugummi-ballon zerplatzte mit einem lauten knall.

„ach, gottchen - sind die niedlich!“ gerda humpelte zum sockel des denkmals und besah sich von nahem (sie war kurzsichtig) den esel, den hund, die katze und den hahn.

karl puffenstedt blieb in einiger entfernung stehen und setzte zu einem weiteren vortrag an: „das sind die bremer stadtmusikanten. sie heissen so, weil die gebrüder grimm es so wollten. sie haben nämlich ein märchen geschrieben, das „die bremer stadtmusikanten“ heisst. was ihr hier seht - irma, schau gefälligt hin! - sind ein esel, ein hund, eine katze und ein hahn - von unten nach oben gesehen.“

„oder ein hahn, eine katze, ein hund und ein esel - von oben nach unten gesehen“, bemerkte wilfried, als sei ihm soeben eine besondere erkenntnis zuteil geworden.

„und der arme esel muss alle tragen - den hund, die katze und den hahn“, warf irma traurig ein. „warum tut er das?“

„weil es so“, erwiderte karl puffenstedt. „bei den gebrüdern grimm steht.“

„dort heisst es wirklich, dass der esel die katze ... ich meine der hund die katze und den hahn tragen muss? das glaube ich nicht.“ gerda puffenstedt schüttelte den kopf.

„natürlich steht dort nicht, dass der hund den esel, ich meine der esel den hund, die katze und den esel ... nein, den nicht ... tragen muss. im märchen steht nur, dass der hahn den hund, die katze aber den esel trägt - oder so, weiter nichts.“

„schon klar - sonst würde hier in bremen ja auch nicht der hund auf dem esel, die katze auf dem hund und der hahn auf der katze stehen!“ wilfried zeigte auf das denkmal. „unsere frage war aber, warum ... w-a-r-u-m ... der hund auf dem esel, die katze auf dem hund und der hahn auf der katze steht.“

karl puffenstedt starrte auf die bremer stadtmusikanten, konnte sich aber beim besten willen nicht an das märchen der gebrüder grimm erinnern. es fiel ihm nur das märchen von „frau holle“ ein - und das passte wahrscheinlich nicht hierher.

in seine ratlosikeit platzte eine chinesische reisegruppe, die sich im halbkreis vor dem denkmal aufstellte. gerda puffenstedt, die immer noch von ganz nah zum esel, dem hund, der katze und dem hahn hinauf schaute, sprang zur seite, als sich die kameraobjektive auf sie richteten. „nein, nein - ich war doch gar nicht beim friseur!“

ein chinese löste sich aus der gruppe und begann, einen vortrag zu halten. karl puffenstedt hörte nicht hin. er wusste, dass der reiseleiter den chinesen auf chinesisch passende rezepte für die zubereitung von eseln, hunden, katzen und hühnern verriet. „sie essen eben alles!“ murmelte karl puffenstedt, wurde aber hellhörig, als der reiseleiter davon sprach (aber warum denn plötzlich auf deutsch?), dass „die tiere eines tages am haus der räuber vorüber kamen. weil sie aber wissen wollten, was im haus geschah, mussten sie durchs fenster hinein schauen. deswegen stellten sie sich aufeinander und der hahn - weil ganz oben - berichtete den anderen, was er sah.“

karl puffenstedt freute sich, dass die chinesische reisegruppe bald weiter zog - und noch viel mehr, dass gerda, irma und wilfried offensichtlich den vortrag des reiseleiters nicht mitbekommen hatten. so konnte er ihnen endlich erzählen, warum esel, hund, katze und hahn aufeinander stehen - und keiner würde je erfahren, dass er sein wissen von einem chinesen hatte.

er rief seine familie zusammen und bat wilfried: „kannst du deine frage noch einmal wiederholen?“

wilfried dachte nach. „wann gibt es pommes frites mit majo?“

„nein, die andere frage!“ karl puffenstedt wurde ungeduldig. weil aber wilfried nichts mehr einfiel, meldete sich irma zu wort: „wann gibt es etwas zu trinken?“

„diese frage meine ich auch nicht. warum seid ihr eigentlich so begriffsstutzig? ihr habt doch vorhin gefragt, warum esel, hund, katze und hahn aufeinander stehen!“

es muss doch nicht auf jede frage eine antwort geben!“ mischte sich gerda puffenstedt ein. „mir ist es, ehrlich gesagt, auch ganz egal!“

„ich werde es euch erklären ...!“ karl puffenstedt holte tief luft, konnte aber mit seinem vortrag nicht beginnen, weil gerda, wilfried und irma in richtung marktplatz davon liefen.

karl puffenstedt rief ihnen hinter her. „wohin wollt ihr?“

„zu macdonalds ... da gibt es pommes mit majo ... und eine cola dazu“, hörte er seine familie im chor rufen.

„wenigstens einmal eine vernünftige antwort auf so viele fragen!“ seufzte karl puffenstedt und folgte eilig seiner familie.

wird fortgesetzt!

BREMEN ISCHA ZU UND ZU SCHÖN!

30.08.2006 um 12:19 Uhr

was trinken wir denn so?

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

franzosen trinken am liebsten französischen wein. italiener trinken am liebsten italienischen wein. deutsche trinken am liebsten französischen und italienischen wein.

POINTE ANGEKOMMEN?

30.08.2006 um 11:25 Uhr

hallo, francoise - danke!

von: rolf   Kategorie: **korrespondenzen!

hallo, francoise, danke für den gästebucheintrag. wir lesen uns - hier und anderswo! *winken*

30.08.2006 um 09:53 Uhr

naguib mahfus ist tot!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

Der ägyptische Literaturnobelpreisträger Naguib Mahfus (94) ist tot. Das bestätigte am Mittwoch ein Arzt im Polizei-Krankenhaus in Kairo, in dem der Romanautor seit Juli behandelt worden war. Die Ärzte hatten in den vergangenen Wochen erklärt, die Ursache für seine gesundheitlichen Probleme sei letztlich Altersschwäche. Er sei zu schwach, um zur Behandlung ins Ausland gebracht zu werden. Das hätte Mahfus vermutlich auch nicht gewollt, der das Reisen nie gemocht hat.

Mahfus, der 1988 als erster und bislang einziger Araber den Nobelpreis erhalten hatte, ist besonders durch Romane bekannt geworden, die dem sozialen Realismus zuzurechnen sind. Dazu zählt auch seine berühmte Kairo-Trilogie. Zahlreiche Werke des Ägypters sind auch ins Deutsche übersetzt worden. Er hat Ägypten kaum verlassen. Den Nobelpreis nahmen seine Töchter für ihn entgegen.

1994 von einem religiösen Fanatiker niedergestochen

Mahfus war ein extrem kreativer und fleißiger Schriftsteller. Neben seiner Arbeit als Beamter schrieb er mehr als 40 Romane, Theaterstücke und Kurzgeschichten. Sein umstrittenstes Werk war der Roman „Die Kinder unseres Viertel“ von 1959. Das Werk über Glaube und falsche Heilslehren wurde nicht nur auf den Index gesetzt, religiöse Kritiker stuften den Roman auch als „gotteslästerlich“ ein.

1994 stach ein religiöser Fanatiker Mahfus nieder, der selbst ein liberaler und toleranter Muslim war. Unter den gesundheitlichen Folgen dieser Messerattacke litt er sehr. Nachdem er im Juli nach einem Sturz ins Krankenhaus eingeliefert worden war, erholte er sich zunächst etwas. Doch dann verschlechterte sich sein Gesundheitszustand Anfang August. (dpa)

hier ein link zur vita des von mir verehrten schriftstellers!

30.08.2006 um 09:34 Uhr

scheiss werbung!

es reicht nicht, dass meiner tageszeitung täglich ein ganzer stapel von werbebroschüren beiliegt. es reicht auch nicht, dass mir - ungebeten - anzeigenblätter in den postkasten geworfen werden, die zu nichts anderem da sind, als ... richtig! ... werbebroschüren zu verteilen. es reicht auch nicht, dass mein postkasten auch von sonstiger werbung nur so überquillt. spam! Wütend

jetzt startet die post einen ganz neuen service. jeden samstag erhalten wir (start ist der 1. september) durch den postboten ein folienverschweisstes paket. das nennt sich "werbung aktuell" und beinhaltet ... werbebroschüren.

jetzt reichts! an meinen postkasten kommt noch heute ein aufkleber "werbung - nein, danke!". und wer sich nicht dran hält, dem werfe ich all´ das papier irgendwann vor die füsse. soll er doch sehen, wie er mit diesem müll (spam) fertig wird! Wütend

30.08.2006 um 09:06 Uhr

die schule beginnt!

morgen beginnt wieder die schule - wenigstens in bremen. und damit einher die immer wiederkehrende debatte um unterrichtsausfälle. zu wenig lehrer für zu viele schüler.

ich indes verstehe die aufregung nicht. im gegenteil:

ich war immer froh, wenn der unterricht ausfiel - vor allem im fach mathematik.

aber mich sollte man, wenn es um schule und unterricht geht, auch gar nicht befragen. allerdings stehe ich immer einmal wieder recht fassungslos dabei, wenn schüler wegen der chronischen unterrichtsausfälle demonstrierend auf die strasse gehen.

ich bin - wenn der mathematikunterricht ausfiel - viel lieber ins café gegangen und habe eine heisse schokolade getrunken.

aber (ich gebe es zu), mich sollte man in bildungspolitischen fragen besser nicht konsultieren.

30.08.2006 um 08:37 Uhr

adieu, sommer!

der sommer geht - meteorologisch gesehen - am 31. august zu ende. mir ist das ziemlich gleichgültig, denn ich rechne schon immer auch noch den september zum sommer. oft ist es sogar so, dass im september die schönsten sonnentage auf uns warten - bei milden temperaturen und goldenem licht. wer mag, kann es "altweiber-sommer" nennen.

der juli zu heiss - der august zu nass. das ist das fazit des sommers 2006. wir deutschen haben zu der schönsten jahreszeit ja schon immer ein zwiespätiges verhältnis. in der regel hält der sommer in unseren breiten nichts das, was wir uns versprechen. wie gesagt: entweder zu heiss - oder zu nass.

ich frage mich wirklich, wie der "ideale" sommer aussehen muss, damit wir ihn alle zufrieden in den liegestühlen geniessen können. vielleicht ist diese frage aber nur falsch gestellt. auf mallorca zum beispiel würde niemand von einem "viel zu heissen sommer" sprechen. im gegenteil: den daheim gebliebenen wird ein "toller, sonniger urlaub" auf die ansichtskarte geschrieben.

ich gebe es ja zu: es ist viel schöner, selbst bei grösster hitze - mit einem eis in der hand - unter einem sonnenschirm zu sitzen und das blaue meer zu betrachten, als hinter tiefgrauen wolken den sommer zu suchen.

ich fasse zusammen: der sommer ist vorbei. er war wieder einmal sehr schön (na, ja!) ... besonders auf mallorca!

29.08.2006 um 21:41 Uhr

ciabatta - leicht geknickt!

mein supermarkt verkauft ein sehr wohlschmeckendes ciabatta-brot. es steht in diesem supermarkt sogar ein ofen, um ciabatta zu backen. vor einigen wochen fand ich allerdings nur noch brote vor, die in der mitte zerbrochen waren. ich nahm mir trotzdem eines - weil es das letzte war - und fragte an der kasse, ob man es mir ein wenig billiger verkaufen könnte.

bei jedem bäcker ist das eine legitime frage!

nicht so in meinem supermarkt. ich müsste, so sagte die kassiererin, das brot ja nicht kaufen. auf meine nachfrage, was denn mit dem brot passieren würde, wenn ich es nicht kaufe, antwortete sie mir: "das geht an den hersteller zurück!"

und was macht der mit dem brot?

"er wirft es auf den müll".

heute war ich wieder im supermarkt und nahm aus dem korb ein cibatta-brot. kaum hatte ich es angefasst, brach es in der mitte entzwei. da zwei angestellte des supermarkts in der nähe waren, sagte ich: "das passiert inzwischen leider viel zu oft. vielleicht liegt es an der backmischung - ich habe auch festgestellt, dass dieses cibatta seit einiger zeit nicht mehr so durchgebacken ist wie früher. es wird - selbst im kühlschrank - viel zu schnell hart."

die angestellten reagierten nicht. sie räumten hier und da in den regalen herum und taten so, als ob sie meine worte überhaupt nicht hörten.

wäre ich lauter geworden, hätten sie sich wahrscheinlich - sehr gelangweilt - dazu herab gelassen, mir (klar, ihnen gehört der supermarkt nicht!), zu antworten:

"dann legen sie das brot doch wieder in den korb!"

der bäcker um die ecke hätte bestimmt anders reagiert. bei ihm kostet ein cibatta-brot jedoch mindestens 50 cent mehr.

allerdings bricht sein brot nicht in der mitte entzwei, wenn er es aus dem korb nimmt - und es wird nicht nach einem tag knochenhart. es verschwindet am ende auch nicht (nur weil es in der mitte gebrochen ist) auf dem müll.

er würde es mir stattdessen wahrscheinlich um 50 cent billiger verkaufen! viel wichtiger aber: der bäcker würde viele stunden darüber nachdenken, wie er einen ciabatta-teig rührt, der - aus dem ofen gezogen - knusprig frisch ist, nicht in der mitte bricht und noch dazu einige tage haltbar ist.

was lernen wir daraus?

wir konsumenten bereiten uns - wie praktisch - immer mal wieder eine (kleine) hölle auf erden!

 


29.08.2006 um 11:48 Uhr

danke für den gästebucheintrag!

von: rolf   Kategorie: **korrespondenzen!

danke simona, für deinen eintrag in meinem gästebuch! *winken*

29.08.2006 um 08:40 Uhr

gerechnet wird auch schon!

das (rechnerische und absurd geschmacklose) resultat des israelisch-libanesischen kriegs liest sich so:

mit 3970 raketen auf israel hat die hibollah 39 zivilisten getötet.

bei 15.000 luftangriffen tötete israel 1000 libanesen.

das heisst mit anderen worten:

100 hisbollah-raketen für einen toten israeli ... 15 luftangriffe israels für einen toten libanesen. 

wetten, dass im pentagon längst die taschenrechner glühen? 

29.08.2006 um 08:17 Uhr

heute schon geflippt und getippt?

einmal in meinen leben habe ich lotto gespielt - und hatte flugs vier richtige. das machte rund 100 mark. wie schön! das ist aber nichts gegen die acht milliarden euro, die jährlich in die töpfe der staatlichen lotterien wandern. immerhin: die bundesländer bekommen ihren teil ab und sanieren auf diese weise ihren haushalt.

diese leckeren acht milliarden lässt sich natürlich niemand gern aus der nase ziehen. jetzt aber drängen private anbieter auf den markt und bedrohen das staatliche lotterie-monopol.

milliarden - wohin entschwindet ihr? also kontert die staatliche lotterie und beharrt lautstark auf ihrem monopol. begründung: die staatliche lotterie dient zur prävention der spielsucht.

na, klar! jetzt sollte man allerdings so konsequent sein und gleich auch noch auf jeden spielautomaten das staatliche hoheitswappen pappen.

das wird dem spieler (diesem grässlich süchtigen!) egal sein - aber die finanzminister freuen (die bisher nur mit unseren steuergeldern "lotterie" spielen).

merke: eine sucht ist keine sucht, wenn sie unter staatlicher aufsicht steht! 

28.08.2006 um 23:05 Uhr

jetzt klingelt´s auch in marokko!

jetzt klingelt das telefon auch in marokko - vom rif bis zum antiatlas! ... staubsauger, versicherungen, kaffeemaschinen, rutschfeste matratzen ...

WO FEHLT´S DENN?

28.08.2006 um 22:48 Uhr

gazelle - gestolpert!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

 ohne zweifel: ein guter ansatz, den die zeitschrift GAZELLE hatte. multikulti irgendwie ...

"trotz kopftuch eine ganze frau!"

... die themen sind ja endlos. ich habe mich gefreut, dass so eine zeitschrift endlich an den kiosken ausliegt. aber nun ist bereits nach der 1. ausgabe schluss ... schade eigentlich.

die umstände, meint die redaktion, wären leider nicht so. ja, dem stimme ich zu! die umstände sind wirklich zur zeit nicht so ...

... MULTIKULTI!

 

28.08.2006 um 21:50 Uhr

susis puppenstube! (gewidmet ... na, wem wohl?)

susi hatte eine puppenstube. die muss man sich so vorstellen: unten links war die küche, unten rechts die kammer für die domestiken. alles war sehr putzig eingerichtet - nur bei den domestiken (so geschwind wie der wind) ... na, ja!

im ersten stock war rechts das wohnzimmer. da sassen zwei puppen auf dem sofa und starrten vor sich hin (ins blau und grün der tapeten). links war das schlafzimmer. aber da gab es - ausser dem ehebett - niemanden (und da war auch keiner).

auf dem dachboden lagen einige kaputte puppen - die als leichen im keller keinen platz mehr gefunden hatten.

susis puppenstube war sehr hübsch. als alles eingerichtet war und korrekt-puppen-ordentlich noch dazu, brachte susi an ihrem puppenhaus ein grosses schloss an ... wegen der räuber, die überall lauern, den strolchen, den einbrechern, den ... den ... den MÖRDERN!

als susi einmal verhindert war, über ihr puppenhaus zu wachen, brach ihr bruder tommy das schloss entzwei und legte die beiden puppen, die zuvor im wohnzimmer gesessen hatten (so grün, so blau!), ins ehebett gleich nebenan.

ich weiss nicht, was susi dachte, als sie das "chaos" bemerkte, das ihr bruder angerichtet hatte. war ihr bruder nun ein strolch, oder ein räuber?

susi war so wütend, dass sie ihr puppenhaus hinfort keine sekunde mehr aus den augen liess. ihr bruder aber war - jetzt wusste sie es - nichts anderes als ein ...

... MÖRDER!

 

28.08.2006 um 21:37 Uhr

danke für den gästebuch-eintrag!

von: rolf   Kategorie: **korrespondenzen!

habe mich drüber gefreut. danke! Fröhlich

28.08.2006 um 08:39 Uhr

airlines unter druck!

es wird die wenigsten interessieren, mit welcher fluglinie sie in den urlaub fliegen - hauptsache, der preis stimmt. die preise sind es auch, die zur zeit einmal wieder für reichlich turbulenzen im charter-flugverkehr sorgen.

die linien "thomas cook" und "condor" sind nicht - wie es auf den ersten blick erscheint - zwei unabhängige fluglinien. sie gehören vielmehr unter ein gemeinsames dach von "karstadtquelle" und "lufthansa". 1998 hatte man die beiden fluglinien verschmolzen - und dabei auch gleich "neckermann-reisen" übernommen.

die konkurrenz auf dem markt jedoch ist gnadenlos ... und die reisenden werden mit immer neuen und anderen gesellschaften konfrontiert. fluglinien werden fusioniert, saniert, zerschlagen, neu gegründet, zu den akten gelegt u.s.w.

jetzt trifft es die linie "thomas cook" (bzw. "condor"). zwei alternativen zeichen sich ab:

1. die übernahme durch "karstadtquelle", wobei die "lufthansa" ihre anteile an den ehemaligen partner abgibt, oder

2. die zerschlagung von "thomas cook" als charter-airline.

man ahnt, wie knochenhart hinter den kulissen verhandelt wird. es geht um kostensenkung und effizienz. dieses "karussell" dreht sich - auch wegen des internets - immer schneller. denn im internet kommen immer mehr flugbuchungen zustande. wer da nicht mit den preisen der konkurrenz gleichziehen - besser noch: sie unterbieten - kann, fällt sehr schnell in ein tiefes luftloch.

wie gesagt: dem urlauber kann es egal sein, mit welcher linie er fliegt. ihn interessiert (neben dem preis) nur eines: die sicherheit. vielleicht aber auch noch dies: dass nämlich irgendwann nur noch ein oder zwei anbieter übrig bleiben, die dann - weil es keine konkurrenz mehr gibt - die preise diktieren können.

das steht vorerst in den sternen. nicht so die sicherheit. sie steht - gottseidank - im harten poker der manager nicht zur disposition.