KREUZ @ QUER - notwendige notizen!

02.10.2006 um 20:54 Uhr

mit der SS in den tibet!

ernst schäfer war gewiss ein neugieriger mann, als er zu zwei expeditionen in den tibet aufbrach, die unter amerikanischer leitung standen. die dritte expedition unternahm er 1938 allerdings im auftrag von heinrich himmler - chef der schutzstaffel (SS) adolf hitlers. die aufgabe schäfers war es, ... man halte sich gut fest ... nach "arischen" wurzeln im indogermanischen sprachraum zu suchen.

so abstrus das in unseren ohren auch klingen mag:

die "germanistik" - ein akademisches fach, das sich in der nazi-diktatur gründlich angebiedert hat und deswegen heute obsolet ist - verfolgte genau diese fragestellung, die heinrich himmler ganz praktisch in die tat umsetzte. in seinem auftrag vermass ernst schäfer - immer auf der suche nach der "herrenrasse" im tibet - gebisse und schädel ...

man kann ja gar nicht so viel lesen, wie man kotzen könnte!

EIN NAZI IN TIBET!

02.10.2006 um 09:10 Uhr

stolzes bremen!

die selbständigkeit ihrer stadt ist den bremern heilig. dafür würden sie sogar ... fast hätte ich gesagt: harakiri begehen. 1946 versprachen ihnen die amerikaner den status einer freien stadt und knüpften damit an die zeit vor der hitler-diktatur an. zur erinnerung: die amerikaner hatten 1945 bremen besetzt, das niedersächsische umland stand hingegen unter englischer verwaltung.

die bremer sollten das amerikanische versprechen nie vergessen. dankbar erinnern sie sich noch heute an die noble zusage, die bremen schliesslich als bundesland etablierte.

bei näherem hinsehen schrumpft das amerikanische engagement für bremen indes auf ziemlich eigensüchtige interessen zusammen. die amerikaner wollten schlicht ihren einfluss wahren und den engländern den zugriff auf die beiden wichtigen häfen bremerhaven (geestemünde) und bremen verwehren.

zur rehabilitation der amerikaner sei jedoch gesagt: die allermeisten ihrer schiffe, die hochbeladen in den beiden häfen ankamen, fuhren mit einer ladung nach nordamerika zurück, die nicht erwähnenswert ist:

sand (zur stabilisierung der schiffe)!

es gab eben nichts im nachkriegsdeutschland, das man hätte exportieren können. auch nicht in bremen.


02.10.2006 um 08:37 Uhr

unsere lieben indianer!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

die verehrung der indianer nordafrikas durch uns deutsche hat etwas bizarres. vor allem aber ging sie stets an den realitäten vorbei. befeuert durch die romane von karl may sahen sich ganze generationen halbwüchsiger buben als blutsbrüder der für recht und ehre kämpfenden indianer. fein säuberlich wurde stets ausgespart, wie grausam die europäischen siedler auf ihrem weg nach westen alles ihnen fremde zerstörten und ausradierten. mit fug und recht kann man von einem genozid an den indianern sprechen, was aber so gar nicht ins romantische bild passte.

ja, ja ... die deutschen und ihre komische romantik!

man mag karl may, dessen bild von den indianern archetypisch für die deutsche seele wurde, zugute halten, dass er nie mit eigenen augen sah, was er wortreich aufschrieb. im übrigen war er ein kind seiner zeit und konnte die indianer nicht anders als fremd, exotisch ... aber irgendwie nett ... beschreiben.

so harmlos ging es im 19. jahrhundert indes nicht zu. aber weil gut und böse so gerecht - und für alle zeiten - verteilt schien, störte sich niemand daran, wenn die europäischen kolonialisten den "eingeborenen" mal sagten, was sache ist und wo entlang es geht.

das frankfurter schirn-museum illustriert unserer exotischen indianerillusionen!


01.10.2006 um 15:31 Uhr

endlich kann nagina chaudhry beten!

nagina chaudhry ist muslimin und arbeitet im andenken-shop auf schloss windsor. da stellt sich natürlich die frage: wo soll nagina im fastenmonat ramadan beten? etwa zwischen all´ den andenken und postkarten? das geht doch nicht. also wurde ein raum im schloss zum gebet hergerichtet - matten ausgelegt, der koran platziert und die richtung markiert, in der ein gläubiger muslim beten muss (mekka). jetzt kann nagina nach herzenslust ihren ramadan begehen.

hingegen ist nicht verbürgt, dass am königshof in saudi-arabien in diesem jahr irgendwelche christen weihnachten feiern werden.

das wäre aber auch eine kniffelige angelegenheit, denn 1. fehlt es in saudi-arabien schon per gesetz an entsprechenden christen, 2. wären die örtlichkeiten am saudischen hof danach wahrscheinlich für jeden muslim entweiht - es gäbe also über kurz oder lang probleme, überhaupt noch entsprechende räume zu finden und 3. stände spätestens beim zweiten "ave maria" die religions-polizei vor der tür.

dann ist es schon besser, man verlegt gleich alle feiern (multi-kulti-interreligiös und so ...) nach schloss windsor.

QUELLE

01.10.2006 um 10:03 Uhr

wolfgang bosbach (cdu) meint ...!

wolfgang bosbach (cdu) meint, dass ein straff organisierter islamischer dachverband in deutschland den dialog zwischen den kulturen erleichtern würde. in der tat ist es so, dass die muslims - wenn überhaupt - nur locker organisiert sind. da kommt bosbachs vorschlag gerade richtig:

zusammenfassen, organisieren, straffen, effizienz beweisen!

wie wäre es, wenn bosbach sich an die spitze dieser organisation stellt? das nötige verwaltungstechnische wissen bringt er gewiss mit.

islam-konferenz: schäuble spricht mit bosbach - wie wärs damit!